Netzhaut und MRT und starke Kurzsichtigkeit

  • Liebe Leute,


    ich suche nach weiteren Personen, die eine Netzhautablösung kurz nach einem MRT hatten.


    Bei mir war es so:


    Donnerstag MRT mit Kontrastmittel für mein Knie
    Freitag erster schwarzer Punkt (habe ich nicht als Netzhautloch kapiert)
    Dienstag viel schlimmer - Klinik - Laserkoagulatioon


    Eine weitere Patientin aus dem Forum kenne ich über PN, wo auch ein zeitlich kurzer Zusammenhang besteht.


    Kann sich das jemand erklären?


    Gefährdet bin ich immer für Netzhautlöcher aufgrund des Alters und der hohen Kurzsichtigkeit. Die Glaskörperabhebung fand dann im Prinzip unmittelbar nach dem MRT statt.


    LG


    Jenat


    PS: mir geht es nicht um Regress, ich sehe, Auge ist gerettet, mir geht es nur um Erläuterung und Aufklärung

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Jenat,


    jetzt wo du es sagst, fällt mir da auch ein Ereignis ein. Mußte vor ungefähr 2 Jahren auch mal in die Röhre. Als ich dann wieder raus kam und in die Umkleidekabine ging, schaute ich in den Spiegel und meine Augen waren feuerrot. Alles was normalerweise weiss ist, war rot. Wie bei einer extremen Bindehautentzündung. Hätte so glatt als Hauptdarsteller in einem Horrorfilm auftreten können :haarezuberge: .


    Ich habe daraufhin die Arzthelferin angesprochen und sie hat dann nochmal Rücksprache mit dem Arzt gehalten. Dieser konnte sich dieses Phänomen allerdings auch nicht erklären.
    Beschwerden(z.B. jucken oder brennen) hatte ich keine und nach ungefähr 1 bis 2 Stunden war der Spuk auch wieder vorbei und meine Augen sahen normal aus.


    Somit muß sich das MRT auf irgendeiner Art und Weise auf jeden Fall auf die Augen auswirken. Daher kann ich mir gut vorstellen, daß zwischen deiner Untersuchung und der Netzhautablösung durchaus ein Zusammenhang bestehen könnte :cursing: .



    Abendlicher Gruß aus Ostwestfalen :)

  • Auch ich hatte nach einem MRT eine leichte Rötung in einem Auge. War eine allergische Reaktion auf das Kontrastmittel. Nach einer Stunde war es wieder weg und ich hatte danach auch keine erkennbaren Beschwerden.


    Ich hatte mich danach dann noch mal informiert, weil ich noch mal ein MRT machen musste, jedoch nichts gefunden wo geschrieben wird, dass das Kontrastmittel es einen wirklich längerfristigen negativen Effekt für die Augen auslösen kann.

  • Hallo Jenat!


    Ob Kontrastmittel wirklich so harmlos sind steht ja neuerdings zur Diskussion.


    Vielleicht kennst Du das schon?
    https://www.welt.de/gesundheit…-Metall-im-Gehirn-ab.html


    Dort steht nun nichts explizit über Augen, aber die Retina ist ja nunmal Teil des Gehirns, also wer weiß, ob es da nicht einen Zusammenhang geben könnte...


    Ich soll Anfang nächsten Jahres auch ein MRT mit Kontrastmittel machen, werde aber erstmal darauf verzichten, weil ich a) erst geklärt haben möchte, ob mit meinen Nieren alles ok ist und mir b) dieses neuesten Erkenntnisse nicht ganz geheuer sind.


    LG

  • Hallo Sternchen,


    Danke, ich bin 50 Jahre und habe insgesamt 5 MRT's, davon 2 mit Kontrastmittel und bei dreien weiß ich es nicht. Auf jeden Fall in Zukunft genau abwägen, ob man das wirklich braucht.


    Danke


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallöchen ihr,


    ich habe auch schon jede Menge MRTs hinter mir und habe immer das Kontrastmittel verweigert, war mir nie geheuer. Nur bei einem MRT des Kopfes (Sturz) hatte ich zugestimmt, da sonst die Aufnahme schlecht sein soll. Knie, Rücken, etc geht ganz gut ohne Kontrastmittel.


    Schönen Abend, Gisa

  • Hallo Jenat,

    Auf jeden Fall in Zukunft genau abwägen, ob man das wirklich braucht.

    Das scheint mir ein guter Rat zu sein, nachdem ich das hier gelesen habe. Ich sollte eigentlich im November ein Stress-MRT des Herzen machen lassen. Nachdem ich mich da eingehender informiert habe, habe ich das abgelehnt, weil ich einen Tinnitus habe und sehr lärmempfindlich bin. Die Augenproblematik könnte noch hinzukommen, wie ich hier lese.


    Als Ersatz mache ich (wahrscheinlich) im Januar ein Stress Szintigramm, das nach Aussageb meiner Kardiologin ziemlich gleichwertig sein soll.


    Von mir auch alles Gute für deine Genesung. Da ich ja erst seit kurzem hier dabei bin, bekomme ich erst nach und nach mit, womit ihr so alles gebeutelt seid.

  • Hallo,


    im Laufe meiner Glaukomi-Jahre habe ich schon einige Angiographien der Retina gehabt (Tracking Laser Tomographie / Heidelberg Engineering), da wird ein gelbliches Kontrastmittel kurz zuvor gespritzt. Wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Bei Durchführung der Sache muss immer ein Arzt dabei sein.


    Da musste ich jeweils Einverständnis unterschreiben. Es kann da imo ganz selten zu Komplikationen kommen, ich habe das ganz gut vertragen bzw. absolviert. Mitunter merkte ich an Hitzverläufen, wie sich das Mittel im Körper per Blutkreislauf ausbreitete.


    Wahrscheinlich ist das K.-mittel aber bei einer MRT ein ganz anderes ( :keineAhnung: ) - wenn dem so ist: Vergesst diesen Beitrag. :wnacht02:


    LG - Senator

  • Hallo Jenat,


    ich möchte hier auf den obigen Post antworten, da hier gefragt (wenn nicht okay, ansonst entfernen lassen)....


    Ich mochte auf den obigen Post das Flimmerskotom ins Gespräch bringen. Genauso hört es sich an. Das ist ein stressbedingtes Symptom, verschwindet bei Entspannung nach ca. 20-30min.....bei mehr Entspannung ganz. Ich hatte es auch bei stressigen Situationen, mittlerweile nie mehr. auch ich hatte Bltze nach Op, ganz im Gegensatz zu Jenat's - harmlos ! Ich hatte mit 14 jahren auch bereits -4 Dioptrin.


    Jenat, wenn ich deins hier lese, bin ich froh, mich auf mein Bauchgefühl verlassen zu haben und Kontrastmittel bis auf einmal verweigert zu haben. Und nochmals: alle anderen MRTs waren ohne bestens, nur Metallteile stören so ein MRT.
    Ich werde das nächste Mal meinen Augenarzt dahingehend fragen, da bei mir bestimmt auch mal wieder MRTs anstehen. Aber Netzhaut war immer okay, auch nach Kontrastmittel. Aber da gibt es doch auch unterschiedliche ?


    Dir weiter alles Gute,
    Gisa

  • Hallo Frau AMG


    Du brauchst eine Angstbehandlung und Gymnastik. Die Leserei hier macht Dir nur mehr Angst und Du hörst auf damit. Es ist erwiesen, dass Deine Netzhaut nichts hat und die Blitze kommen von Deinem NAcken. Turnen, turnen, turnen und Befeuchtungsmittel.


    Ich darf Sabine bitten, den Account zu sperren, Frau AMG ist Angstpatient und liest sich im Internet nur noch mehr krank.


    Ende


    Edit by Sabine. 28.11.2016, 19.35Uhr: Hallo Jenat! Geht so einfach nicht. Und wir werden schon aufpassen, dass da kein Punkt überschritten wird, wo sich nur noch in den eigenen Schwanz gebissen wird.

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  • Ich möchte den Hintergrund näher erklären; deswegen sorry für die vielen Fachwörter:


    Intravenös injizierte Gadolinium(III)-Verbindungen, wie zum Beispiel Gadopentetat-Dimeglumin, dienen als Kontrastmittel bei Untersuchungen im Kernspintomographen. Dazu werden wegen der hohen Giftigkeit von freien Gadolinium-Ionen Komplexierungsmittel mit hoher Komplexierungskonstante, wie beispielsweise die Chelate DTPA (Diethylentriaminpentaessigsäure) und DOTA (1,4,7,10-Tetraazacyclododecan-1,4,7,10-tetraessigsäure, mit Gd = Gadotersäure), verwendet.


    Durch die sieben ungepaarten Elektronen in der f-Schale ist Gadolinium stark paramagnetisch. Das Kontrastmittel ermöglicht so den umgebenden Protonen – im Wesentlichen Wasser – schneller zu relaxieren. Dies erhöht die Kontrastunterschiede zwischen verschiedenen Geweben in einer MRT-Aufnahme erheblich. Aber Gadolinium kann sich nach Angaben der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA im Gehirn ablagern. Der Bundesverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) rät, die Mittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen.


    Gadolinium wird intravenös verabfolgt, um bspw. Tumoren und entzündliche Veränderungen im Gehirn darzustellen. Bei Störungen der Blut-Liquor Schranke kommt es zu einer Anreicherung im verdächtigen Bereich und liefert somit wichtige diagnostische Informationen

    Erst wenn in Deutschland und der EU alle Chemikalien verboten sind; auch Kochsalz und Essig Abgabebestimmungen unterliegen und der letzte Hobbychemiker das Handtuch geworfen hat; wird die Politik sehen, dass es immer noch Terrorismus und Drogen gibt.

  • Huhu,


    Wahrscheinlich ist das K.-mittel aber bei einer MRT ein ganz anderes ( :keineAhnung: )


    das würde mich jetzt in dem Zusammenhang auch interessieren. Ich würde das ja ganz stark vermuten, weil sonst über die Augen-Angio vermutlich mehr über so ein Risiko bekannt wäre?
    Vielleicht weiß Chemicus darüber etwas - den Beitrag habe ich zwar nicht ganz verstanden da so viel Ahnung von Chemie einfach nicht vorhanden, aber vielleicht geht es ja auch für Chemie-Dummies :love:


    P.S. jenat  
    Wenn die Nach-Fragerei hier nervt sag einfach Bescheid. Ich möchte da nicht am für dich wichtigen Thema vorbei, kann man auch woanders diskutieren.

  • Alles super, lass laufen, der thread ist augentechnisch erledigt. Meine Netzhaut hält.


    Ich glaube eher, dass das starke Magnetfeld den Glaskörper "geschüttel" hat und es daher gekommen ist. Das Kontrastmittel an sich habe ich nicht im Verdacht. Es ist allerdings ohnehin gelaufen, ich bin halt nur vorsichtiger.


    Die Sammlung von Wissen über MRT ist doch auch nicht verkehrt.


    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Ich wollte gerade mein Post noch editieren, aber da warst du jetzt schneller :zwinkern:
    Also als Antwort:


    Hätte ich drauf kommen können, der Unterschied zwischen Augen-Angio und einem MRT-Kontrastmittel dürfte erheblich sein. Bei der Augen-Angio werden pflanzliche Farbstoffe (Fluorescein) verwendet.


    Das mit dem "Schütteln" erscheint mir wiederum absolut logisch. Und Vorsicht schadet nie :zwinkern:


    Hier jetzt aber doch ein Edit:
    Jedesmal wenn dieser Thread oben steht mit einer Antwort von dir, bekomme ich einen halben Herzinfarkt! :opi::wnacht02:
    Ich denk immer, es geht wieder los oder so :knuddeln: Muss ich jetzt also nicht mehr, weiß ich Bescheid.

  • Hallo Gisa,


    ich wäre vermutlich auch mit meinem Hochdruck-Glaukom, ohne hohe Kurzsichtigkeit etc. - einfach mal vorsichtig :keineAhnung:
    Ich fahre ja auch kein wildes Karussel oder Achterbahn, wobei das vermutlich ein ziemlich blöder Vergleich ist. Aber vom Grundprinzip her ...


    Nicht geschüttelt und nicht gerührt.

  • Hallo!


    Das mit dem Herzinfarkt geht mir übrigens ähnlich wie Silli.



    Ich hatte ein CT mit Kontrastmittel vor vielen Jahren. Da hatte ich allerdings noch kein Glaukom.


    Dann mit Glaukom sicher 4 MRT's an den Füßen mit Kontrastmittel, eins ohne Kontrastmittel.


    Wollt das nur auch beitragen.



    Liebe Grüße


    Sabine

  • Also, jetzt ist der Thread schon oben:
    Mir erscheint das Thema zu wichtig, um es irgendwo untergehen zu lassen. Wo schreiben wir das Thema "MRT (Untersuchungen, etc.) und Glaukom/Netzhaut, etc" hin ?
    Vielleicht kann man auch einiges aus dem Thread hier mitnehmen....wäre so mein Gedanke, irgendwann mal Sabine ? Vielleicht irgendwo einen Teil hier abknapsen und das andere Thema obendrüber.....
    Wenn Untersuchungen anstehen, stehen sie an. Aber oft gibt es Alternativen und MRTs werden bei uns viel zu häufig gemacht (sprich Kohle).........???


    Schönen Tag, Gisa

  • Hallo Ihr Lieben!


    Ich habe ein eigenes Thema aus der MRT-Geschichte gemacht.


    Und ich lass das auch offen, das ist völlig ok so.



    Viele Grüße


    Sabine

  • Auch ich hatte schon 4 -5 Mrts (3 vor nicht allzu langer Zeit "in den letzten 2 Jahren - und davon 2 mit Kontrastmittel") insgesamt 3 davon mit Kontrastmittel, weis aber weder ob es einen Zusammenhang mit meinen Augen und den Problemen die ich habe und hatte gibt, noch ob allgemeine probleme/Beschwerden die ich habe und hatte damit was zu tun haben. (Oder zu tun haben können!)


    Wobei 1 MRT mit Kontrastmittel im Alter von 12 Jahren, bei meinem Unfall mit dem Tretroller war - also lange her- bei dem ich mir den kleinen Finger brach und eine leichte Gehirnerschütterung hatte!


    Vlg Alex

  • Hallo Loids,


    dieses Thema hat mich jetzt wirklich aufhorchen lassen.


    Durch meinen seltenen Rückenmarkstumor hatte ich die letzten 6 Jahre unzählige MRTs mit Kontrastmittel und spinale Angiographien (die längste spinale Angio mit permanenter Kontrastmittelzufuhr dauerte 4 Stunden). MRT immer Kopf bis runter Sakral. Und jedes Jahr Nachkontrolle, Komplett-MRT mit Kontrast von oben bis unten. Aber Netzhaut ist zum Glück alles in Ordnung. Werde das mit dem Prof. der Neuroradiologie, der mich seit 2012 betreut, im August besprechen / befragen.


    Lieben Gruß,
    Michi