Heute Diagnose Glaukom bekommen - bin erst 34!!!

  • Hallo liebe Alle,


    ich habe heute die Diagnose Glaukom von meiner Augenärztin gestellt bekommen- mit gerade einmal 34 Jahren!!!


    Der Augendruck wurde heute vier mal gemessen (heute früh lag er bei 28/24, heute Nachmittag bei 21/21), ein Gesichtsfeld erstellt, die Hornhautdicke gemessen und ein OCT erstellt.

    Laut meiner Augenärztin wurde das Glaukom extrem früh entdeckt- ein riesiger Glücksfall sagt sie.


    Sie selbst konnte nach der Pupillenerweiterung keine Veränderung des Sehnerves erkennen, alles super! Das Gesichtsfeld ebenso: alles super! Jedoch haben sich im OCT bereits Veränderungen des Sehnerves gezeigt, einige Bereiche waren gelb und sehr sehr nah an der Grenze zu rot.


    Nun soll ich einmal am Abend Monoprost tropfen. In meiner Familie gibt es leider mehrere Glaukomfälle bei denen die Tropfen teilweise nicht gut vertragen wurden und bereits mehrere OPs erfolgt sind - bisher in der Tat weniger erfolgreich.


    Mich hat die Diagnose heute sehr geschockt-

    Selbst die Augenärztin meinte ich sei für ein Glaukom sehr jung! Aktuell habe ich vor allem

    Angst: Angst zu erblinden, Angst vor OPs, Angst die Tropfen nicht zu vertragen!


    Ich habe mir vorgenommen mindestens 80 Jahre alt zu werden: wie soll ich es mit dieser frühen Diagnose schaffen mein Augenlicht so lange aufrecht zu erhalten? Das sind Fragen die mir durch den Kopf gehen. Weiterhin: kann eine gesunde Lebensweise helfen die Sehkraft zu erhalten?


    Ich muss nun alle vier Wochen zum Druck messen und in drei Monaten zur großen Kontrolle.


    Vielleicht finde ich hier ein paar liebe Leute die mir helfen können oder auch junge Menschen, die das gleiche Schicksal ereilt hat und die mir Mut machen können?


    über antworten würde ich mich wirklich riesig freuen.


    LG, Oleander

  • lieber Oleander!


    Ich bin 35 und hatte diesen Schock im Dezember-kann dich also sehr gut verstehen!😊


    Mit dem Unterschied, dass es bei mir im Moment noch kein Glaukom ist, sondern Okuläre Hypertension (bin im Gegensatz zu dir erblich nicht vorbelastet).


    Eine gesunde Lebensweise kann sehr helfen, da wirst du noch viel dazu finden hier im Forum. Ich bin selbst noch einiges am ausprobieren und bin gespannt, wie die nä. Kontrolle im April sein wird.


    Am Anfang kann man einfach an nichts anderes mehr denken u macht sich sooo viele Sorgen - das ist ganz normal. Man glaubt es nicht, aber es wird besser mit der Zeit😉

    Es ist gut, dass du jetzt gefunden wurdest und rechtzeitig mit der Behandlung beginnen kannst.


    Alles Gute und liebe Grüße

    Jessie

  • Hallo Oleander,


    erstmal tief durchatmen.


    Ich weiß sehr genau, wie du dich fühlst. Vor gut drei Wochen wurde bei mir ein Augendruck rechts von 34 und links von 29 festgestellt. Ich bin erst 22 Jahre alt.


    Den Montag darauf erfolgte ein Augendrucktagesprofil mit den höchsten Werten rechts: 29 und links: 25


    Daraufhin habe ich Latanoprost Tropfen verschrieben bekommen, die ich abends einmal verwenden soll.


    Was soll ich sagen? Mein höchster Wert war heute auf beiden Seiten 15. Der niedrigste rechts:10 und links:11

    Mein AA sprach von Traumwerten.


    Ich weiß zwar nicht wie es mit dem Vertragen der Tropfen aussieht, aber es gibt ja nicht nur ein Präparat, da wird sich dann das richtige finden, selbst wenn es dauert!


    Was ich dir mit dem ganzen eigentlich sagen will, ist, dass du dir keinen Kopf machen sollst. Das bringt nämlich nichts. Das einzige was du machen kannst, ist ruhig zu bleiben und die Therapie zu beginnen, dann kannst du weiter sehen.


    Und glaube mir, ich habe auch panische Angst um mein Augenlicht. Aber Angst bringt nichts. Mehr als das was du schon machst, kannst du nicht machen.


    Und sobald der Druck gesenkt wird, sinken auch die Chancen, dass sich ein Glaukom entsteht oder es sich verschlimmert.


    Bei mir liegt das Glaukom leider auch in der Familie, mein Vater und meine Großmutter sind ebenfalls daran erkrankt.


    Ich drücke dich unbekannterweise und hoffe, dass meine Worte dir etwas helfen.


    LG Yvonne

    Einmal editiert, zuletzt von Yvo1997 ()

  • Liebe Jessie und liebe Yvonne,


    vielen vielen Dank für eure lieben Nachrichten. Ich versuche ruhig zu bleiben und daran zu denken, dass das Glaukom sehr früh entdeckt wurde- darüber bin ich sehr froh und dankbar.


    Gleichzeitig gehen mir so viele Dinge durch den Kopf: ich habe eine kleine Tochter! Ich will sie immer sehen können, sehen wie sie groß wird, vielleicht mal heiratet, selbst Kinder bekommt usw. Bei diesen Gedanken steigen mir gleich die Tränen in die Augen.


    Ich finde es auch „erstaunlich“ dass so junge Leute diese Krankheit ereilt. Liegt es vielleicht daran, dass die Untersuchungsmethoden genauer und besser sind?

    Ich werde heute um 21 Uhr mit den Tropfen starten. Ich freue mich sehr, dass ihr mir geantwortet habt und möchte euch wirklich vielmals danken!! Für eure lieben Worte und fürs Mut machen!!!!


    Jessie: wie sind / waren denn deine Druckwerte! Konnten sie durch die Tropfen gesenkt werden?


    Yvonne: ich hoffe ich kann bei der Kontrollmessung in vier Wochen auch mit solch tollen Werten glänzen


    habt trotz allem einen schönen abend! :lachen:

  • Hallo Oleander!

    Willkommen im Forum.

    Der Augendruck wurde heute vier mal gemessen (heute früh lag er bei 28/24, heute Nachmittag bei 21/21), ein Gesichtsfeld erstellt, die Hornhautdicke gemessen und ein OCT erstellt.

    Laut meiner Augenärztin wurde das Glaukom extrem früh entdeckt- ein riesiger Glücksfall sagt sie.

    Na, da ist Deine AÄ aber sehr gewissenhaft! Super, was da gleich alles gemacht wurde.



    Sie selbst konnte nach der Pupillenerweiterung keine Veränderung des Sehnerves erkennen, alles super! Das Gesichtsfeld ebenso: alles super! Jedoch haben sich im OCT bereits Veränderungen des Sehnerves gezeigt, einige Bereiche waren gelb und sehr sehr nah an der Grenze zu rot.

    Dann scheint es wirklich ganz früh entdeckt worden zu sein. Super, denn so kann man handeln.



    Nun soll ich einmal am Abend Monoprost tropfen. In meiner Familie gibt es leider mehrere Glaukomfälle bei denen die Tropfen teilweise nicht gut vertragen wurden und bereits mehrere OPs erfolgt sind - bisher in der Tat weniger erfolgreich.

    Wenn Du Geschwister hast oder sollten die sich auch dringend einen Termin beim AA machen.

    Und was die Verträglichkeit betrifft... abwarten... das kann auch gut bei Dir gehen.

    Mich hat die Diagnose heute sehr geschockt-

    Selbst die Augenärztin meinte ich sei für ein Glaukom sehr jung! Aktuell habe ich vor allem

    Angst: Angst zu erblinden, Angst vor OPs, Angst die Tropfen nicht zu vertragen!

    Verständlich, dass Dich so eine Diagnose schockt. Ich war damals 30 Jahre alt und verstehe Dich bestens. Auch ich hatte damals kleine Kinder und hatte total Angst, dass sich sie nicht aufwachsen sehe, nur höre.


    Ich habe heute noch - fast 17 Jahre später- meine volle Sehkraft.

    Ich habe mir vorgenommen mindestens 80 Jahre alt zu werden: wie soll ich es mit dieser frühen Diagnose schaffen mein Augenlicht so lange aufrecht zu erhalten? Das sind Fragen die mir durch den Kopf gehen. Weiterhin: kann eine gesunde Lebensweise helfen die Sehkraft zu erhalten?

    Du kümmerst Dich um eine zuverlässige Anwendung der Therapie und gehst immer regelmäßig zu den Kontrollen.


    Dann informierst Du Dich (was Du ja schon tust), damit Du alles besser verstehen und einordnen kannst. Kannst Du das legt sich die Angst und Du kannst auch mit Glaukom ein normales Leben führen!


    Gesund zu leben tut nicht nur Glaukompatienten gut.


    Glaukomies sollten Kopfüberbewegungen meiden, wie z. B. beim Yoga oder bei der Gartenarbeit oder Pressatmung z. B. im Fitnessstudio o. ä.-


    Ich muss nun alle vier Wochen zum Druck messen und in drei Monaten zur großen Kontrolle.

    ich sagte oben schon, Deine AÄ scheint gewissenhaft zu sein. Toll!


    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo Oleander,


    den Schock kennen wir alle, bei mir hat er auch einige Wochen oder Monate angedauert. Aber das legt sich.


    Gut, dass dein Glaukom früh entdeckt wurde und du eine gute Augenärztin hast. Bei mir war es leider nicht so. Ich habe sehr starke Gesichtsfeldausfälle, gut 2/3 pro Auge sind schon weg. Meine frühere Augenärztin hatte mich trotzdem jahrelang nicht behandelt, da sie nicht wusste, dass man auch bei normalen Druckwerten ein Glaukom haben kann. Zum Glück hat die Augenklinik dann gehandelt und mich nach nur mäßigem Erfolg der drucksenkenden Tropfen operiert. Das war vor neun Jahren, seitdem hat sich nichts verschlechtert und musste all die Jahre nicht mehr tropfen. Mein Visus ist mit Brille trotz meiner starken Kurzsichtigkeit (-12,5 Dioptrien) je nach Tagesform bei 80-90 Prozent, damit kann ich sehr zufrieden sein.


    Anfangs hatte ich auch Angst, blind zu werden, zudem meine Gesichtsfeldausfälle schon nahe ans Zentrum reichen. Aber durch die erfolgreiche Operation bin ich sehr zuversichtlich geworden. Zwar rechne ich damit, dass irgendwann die Ausfälle zunehmen und ich schlechter sehen werde. Aber die Medizin macht Fortschritte, auch in diesem Bereich, und ich bin inzwischen überzeugt, bis zum Lebensende zumindest noch ein bisschen sehen zu können.


    Du wirst hier im Forum viele Infos finden, was gut und schlecht für dich ist. Sabine hat ja schon einiges genannt, was man vermeiden sollte. Ich wünsche dir, dass du die Tropfen gut verträgst, sie den Druck ausreichend senken und du die Sorgen um dein Augenlicht schnell vergessen kannst.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • ich hatte Werte zwischen 25 und 27.

    Habe dann zwei verschiedene Tropfen probiert über 4 Wochen, aber die Werte blieben immer gleich...bin kein gutes Beispiel😉

  • Ihr Lieben,


    vielen Dank, ihr macht mir viel Mut. Danke auch schon einmal für die vielen Tipps und lieben Mut machenden Worte!!!!



    Ich habe vor allem Bedenken, da das Glaukom in meiner Familie eher schwierig in den Griff zu kriegen ist. Tropfen haben irgendwann nicht mehr gewirkt bzw. viele wurden nicht vertragen und Laser und Stent haben nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Das macht mir natürlich Angst :( Zumal ich auch große Angst vor Krankenhäusern und OPs habe (und dann noch ausgerechnet am Auge!).


    Mein Plan ist jetzt erstmal Ruhe zu bewahren und die Kontrolle in 4 Wochen abzuwarten. Da das Ganze ja zum Glück sehr früh entdeckt wurde, habe ich bezüglich der richtigen Therapie vielleicht auch noch etwas Zeit?


    Wisst ihr Lieben ab wann ich mein Kind augenärztlich auf Glaukom untersuchen lassen kann? Geschwister habe ich keine - bin Einzelkind :)


    Liebe Grüße sendet euch

    Oleander

  • Hallo Oleander,


    willkommen hier im Forum.


    ich war bei der Diagnosestellung so Anfang 40 - also auch noch nicht uralt . Heute bin ich 67 und ich kann noch ganz ordentlich gucken, arbeite noch, gehe meinen Hobbys nach (z. B. Fotografie!) .


    Ich habe Gesichtsfeldausfälle weil ich bis ich 2014 / 15 operiert wurde immer wieder Druckentgleisungen bis über 30 hatte. Seitdem ist aber alles ziemlich stabil ohne weitere Verschlechterungen verlaufen.


    Du siehst, das Glaukom ist behandelbar und man kann damit leben. Es ist auf keinen Fall so, dass du jetzt ans Erblinden denken solltest! Dein Augenärztin scheint sehr aufmerksam und fit zu sein, das ist ganz viel Wert.


    Bleibe am Ball, informiere dich und handele wenn es notwendig ist. Und : keine Panik!!!

    LG,

    Klaus =)


    (Kurzsichtig, Lasik - OP und Vorderkammerlinsenimplantation, Offenwinkelglaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Katarakt - OP, 4 X XEN - Implantation 2014 / 2015)

  • das heißt ja zum Glück nicht, dass es bei dir genau so ist mit den Tropfen etc😉versuch erstmal positiv an alles ranzugehen💪


    Wie du selbst sagst: du bist früh erkannt und das ist eine sehr gute Voraussetzung.


    Die Angst vor Eingriffen am Auge kann ich gut nachvollziehen, will gar nicht dran denken. Aber noch ist es ja lange nicht so weit, deshalb step by step😉


    Ich würde beim nächsten Termin in 4 Wochen deine AÄ fragen, ab wann dein Kind untersucht werden sollte-sie weiß das bestimmt😊

  • Habt vielen Dank ihr Alle! Es tut unheimlich gut eure Worte zu lesen. Ich habe sie heute wieder und wieder gelesen und versucht nicht in Panik zu verfallen...


    Ich habe noch zwei Fragen, vielleicht könnt ihr mir bei der Beantwortung helfen:


    1. Ab wann wirken die Augentropfen (Monoprost)? Sofort nach der ersten Einnahme oder muss sich der Wirkstoff erst im Körper aufbauen?

    2. Beim ersten Mal tropfen gestern Abend, traf der Tropfen m.M.n. das Auge sehr gut. Allerdings ist sofort eine kleine Menge wieder rausgeflossen- ist das normal? Reicht der „Resttropfen“ trotzdem aus?


    vielen Dank für eure Mühe! Ich bin sehr froh, dass ich hier in eurer lieben Runde gelandet bin. Habe schon viel gelesen- manches macht aber auch Angst- muss etwas dosiert vorgehen.


    liebe Grüße

    Euer Oleander

  • Willkommen an die "Neuen" in der Gemeinschaft :check:


    die grosse Mehrheit der Glaukomerkrankten verträgt die Tropfen gut und sie wirken auch insoweit, dass die Krankheit zum Stillstand kommt. Seitdem der Wirkstoff Latanoprost auf den Markt gekommen ist, hat sich die Zahl der Erblindeten sowie der der grossen Op´s stark verringert.


    Falls doch mal der ein oder andere operiert werden muss, ist das jetzt auch nicht sooo schlimm und man schafft das gut es hinter sich zu bringen - dank der Narkosen, Schmerzmittel etc. muss man nicht leiden.


    Natürlich gibt es (Gott sei Dank, wenige) Fälle, wo von ärztlicher/medikamentöser Seite aus nichts zu machen ist - meist ist aber nur ein Auge so schwer betroffen, dann hat man noch das andere. Auch damit kommen die Meisten ganz gut zurecht.


    Man "wächst" in die Krankheit hinein, muss halt tropfen und regelmässig zur Kontrolle gehen - das wird schnell zur Routine und die Erkrankung nimmt i.d.R. keinen grossen Raum im Alltag ein.


    Also, keine Panik schieben!:girlshuepfend::girlshuepfend::kiss:

  • Hallo Oleander!


    Ich war ca. 35 Jahre alt, als bei mir Glaukom festgestellt wurde. Damals war mir aber nicht bewußt, was diese

    Augenkrankheit bedeutet. Das kam erst im Laufe der Zeit. Umso mehr war ich dann bemüht, den Therapievorgaben

    zu folgen. Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wieviel verschiedene Augentropfen ich in meinem Leben schon ange-

    wendet habe. Alle nur mit dem Ziel, den Augendruck zu senken und den Sehnervenschaden so weit wie möglich

    zu beschränken.


    Das ist aufgrund der sicher guten Medizin über viele Jahre (ca. 40) mehr oder weniger gelungen.
    Erst in den letzten 5 Jahren (ich bin jetzt 80 Jahre alt) ist eine gravierende Verschlechterung auf einem

    Auge eingetreten.


    Ich halte regelmäßige Kontrollen beim AA, aber auch zwischendurch in einer guten Augenklinik wegen

    der dort möglichen tiefer- u. weitergehenden Untersuchungsmöglichkeiten für wichtig. Zweite Meinung!

    Wichtig ist auch, Fragen zu stellen, besonders wenn man sich unsicher fühlt. Ein guter Arzt wird

    sich die Zeit nehmen, zu antworten.

    Ebenso wichtig ist eine wirklich regelmäßige Anwendung dafür verordneter Medikamente.


    Hast Du evtl. Probleme mit dem Blutdruck? Eine Langzeitblutdruckmessung kann darüber gute Auskunft

    geben. Sollte der systolische Wert in der Nacht z. B. unter 100 und der diastolische Wert unter 40 gehen,

    kann das schädlich wegen der Minderdurchblutung des Sehnerven sein, die irreparabel ist.


    Deine Verunsicherung ist verständlich. Deswegen sei Dir Mut und Zuversicht zugesprochen.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

  • Guten Abend an alle zusammen,


    Ich kann gar nicht sagen wie dankbar und froh ich über eure Worte bin! Ganz besonders die Worte von Hubert haben mich berührt und mir Mut gemacht, aber natürlich auch deine aufmunternden Worte liebe Parchita. Ich danke euch einfach von ganzem Herzen!

    Heute war nicht so ein guter Tag. Habe viel gegrübelt und war in Gedanken vertieft die mich nicht weiterbringen. Denke viel an die Zukunft. Ich wollte viel reisen wenn ich irgendwann in Rente gehe usw. na ja ihr kennt das sicher. Ich habe Angst vor dem Weg den ich gehen muss um eine stabile Sehkraft zu erhalten.


    Meine Blutdruckwerte sind im Normalbereich 120/80. An eine Augenklinik habe ich ebenso schon gedacht und werde meine Augenärztin beim nächsten Kontrolltermin in 4 Wochen ansprechen. Ich weiß von meiner Mama, dass die Kliniken aber auch sehr überlastet sind und sie teilweise trotz Diagnose Glaukom 6 Monate auf ihren OP Termin warten musste....


    Ich habe gestern nach den ganzen Untersuchungen und der Diagnose gar nicht an all die Dinge gedacht die mir nun durch den Kopf gehen. Werde mir die Fragen alle notieren.


    Und selbstverständlich werde ich alle Hebel in Bewegung setzen um meine Sehkraft zu erhalten! Da bin ich extrem gewissenhaft.

    Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend. Um 21:00 Uhr beim Tropfen werde ich unbekannterweise an die lieben Leute aus diesem Forum denken, die mir schon jetzt so geholfen haben.


    liebe Grüße,

    Eure Oleander

  • Hallo Oleander,


    Ich war 45 bei der Diagnose,


    Dritte Generation in der Familie.


    Das ist jetzt 9 Jahre her.


    Man muss dranbleiben, immer, aber mein Glaukom ist ruhig. Es stoppt mit der Therapie.


    Die Forschung schreitet voran. Mein Urgroßvater ist noch erblindet, verstorben 1969. Meine Mutter ist nun 78, sie sieht noch, das Gesichtsfeld ist stark eingeschränkt. Aber sie sieht.


    Die Forschung schreitet voran und wir bleiben immer dran.


    Ich bin bewegt von den Worten von Hubert. Vielen Dank dafür.


    Lg


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Ich habe noch zwei Fragen, vielleicht könnt ihr mir bei der Beantwortung helfen:


    ...

    2. Beim ersten Mal tropfen gestern Abend, traf der Tropfen m.M.n. das Auge sehr gut. Allerdings ist sofort eine kleine Menge wieder rausgeflossen- ist das normal? Reicht der „Resttropfen“ trotzdem aus?

    Hallo Oleander,

    ja, es ist normal, das ein Teil des Tropfens aus dem Auge rausfließt. Der Teil der im Auge bleibt, reicht aus.

    Lass Dir am besten die Tropfbroschüre vom Bundesverband zuschicken, das geht über eine PN an unsere Moderatorin Sabine.

    Dort findest Du auch, dass Du direkt nach dem Tropfen das Tränenpünktchen sanft schließen sollst (je länger, desto wirksamer).

    Damit kannst Du Nebenwirkungen der Tropfen im Körper reduzieren oder verhindern.

    Den Teil der Augentropfen, der aus dem Auge rausläuft, tupft man am besten z. B. mit einem Wattebausch ab, damit kann man eventuelle Verfärbung der Haut vermeiden.


    Viel Erfolg damit

    Rheinländerin

  • Ich habe noch zwei Fragen, vielleicht könnt ihr mir bei der Beantwortung helfen:


    1. Ab wann wirken die Augentropfen (Monoprost)? Sofort nach der ersten Einnahme oder muss sich der Wirkstoff erst im Körper aufbauen?

    mein AA meinte, dass nach ca 3 Tagen bereits eine Drucksenkung da sein sollte bei Monoprost...;o)

    Wenn ich es richtig im Kopf habe, musst du ja in 4 Wochen wieder zur Kontrolle-also da müsste es dann auf jeden Fall schon gewirkt haben✊

    Schönen Abend und liebe Grüße

    Jessie

  • Hallo ihr Lieben,


    noch einmal vielen Dank für eure Tipps und Tricks und eure lieben aufmunternden Worte! Ich nehme mir sie sehr zu Herzen und versuche positiv zu denken.


    Momentan hoffe ich sehr, dass die Tropfen gut helfen und den Druck ordentlich senken. Meine Augen sind schon relativ rot. Versuche viel Benetzungstropfen tagsüber zu nehmen.


    Ich habe auch sehr viel mit Migräne zu tun. Wisst ihr zufällig, ob es bei der richtigen Druckeinstellung besser wird? Meine AÄ meinte dass Migräne und Glaukom auch zusammenhängen können?


    Dankeschön im Voraus und allen einen schönen Abend und noch ein riesiges großes Dankeschön für eure Worte!


    liebe Grüße,

    Eure Oleander

  • Hallo ihr Lieben,


    mittlerweile war ich nun bei der ersten Druckkontrolle nach Beginn der Tropftherapie. Auf dem rechten Auge statt vorher 28 nun 22 / auf dem linken Auge statt 24 nun 19.


    Meine Augenärztin war mit dem rechten Auge nicht zufrieden- der Druck muss unter 20 sein. Nun soll ich weitere 5 Wochen Monoprost nehmen- da laut ihrer Info der Körper den Wirkstoff erstmal richtig aufnehmen muss. Manchmal kommt es noch zu besseren Werten.

    Am 20.04. ist die nächste Kontrolle. Sollten die Werte weiterhin so sein will sie auf Fixoprost (?) umstellen.


    Mache mir nun Gedanken, dass in den 5 Wochen der Sehnerv unter dem noch zu hohen Augendruck leidet.


    Wie dem auch sei wünsche ich uns allen in diesen turbulenten Tagen die maximale Gesundheit!!!!


    LG

    Eure Oleander

  • Oleander, wegen der fünf Wochen musst du dir keine Sorgen machen, denn es sind ja keine extrem hohen Druckwerte. Aber langfristig muss der Wert runter. Deine Augenärztin macht das prima.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Oleander,

    ich sehe das genauso wie DieDa. Der Druck ist ja auch rechts schon deutlich runtergegangen. Monoprost braucht ein bißchen, es finden Umbauvorgänge am Auge statt, die den Abfluß verbessern.

    Deine Augenärztin hat die Erfahrungen.


    Fixaprost enthält einen Betablocker, das macht trockene Augen und allgemeine Nebenwirkungen, ich muß das auch tropfen und erleiden.


    Da bei Dir scheinbar nur wenige mm bis zum Zieldruck fehlen,

    könntest Du bei dem nächsten Termin auch nach einer Laserbehandlung (SLT) fragen.


    Das kann den Druck um ca 20% senken und Du könntest Dir vielleicht für eine gewisse Zeit einen 2. Wirkstoff ersparen.


    Gruß Malve

  • Hi Oleander,

    wir sind derselbe Jahrgang. Bekam meine Diagnose ca 2010 und hatte bereits 10 Jahre davor massiv erhöhten Augeninnendruck, dem man hätte nachgehen soll, aber wie's halt manchmal so kommt ...


    Sie selbst konnte nach der Pupillenerweiterung keine Veränderung des Sehnerves erkennen, alles super! Das Gesichtsfeld ebenso: alles super! Jedoch haben sich im OCT bereits Veränderungen des Sehnerves gezeigt, einige Bereiche waren gelb und sehr sehr nah an der Grenze zu rot.

    Das kommt drauf an, wo man diesen Referenzpunkt setzt. Manchmal verschiebt man den einfach ein bisschen nach links und auf einmal ist alles im grünen Bereich. Wichtig ist der Verlauf des ganzen.


    Zitat

    Nun soll ich einmal am Abend Monoprost tropfen. In meiner Familie gibt es leider mehrere Glaukomfälle bei denen die Tropfen teilweise nicht gut vertragen wurden und bereits mehrere OPs erfolgt sind - bisher in der Tat weniger erfolgreich.

    Wenn es ums Augenlicht geht, neigt man perfider- bzw. ironischerweise zum Schwarzsehen. Du kannst auch der familiäre Ausreißer sein, bei dem alles bestens läuft, das weiß man einfach nicht. Für Wahrscheinlichkeitsrechnung hast du zu wenig Daten. Lebensstil, Therapie und Einhaltung der Therapie spielen nebst anderem eine sehr große Rolle. Mein Onkel ist mit seinem Glaukom sogar in der selben Augenarztpraxis und ich erkenne nicht mal in der Therapie eine Grundlage, die mich mit ihm vergleichbar machen würde.

    Sei froh, dass du so viel direkten Erfahrungsschatz in der Familie hast. Mir hat es - neben diesem wundervollen Forum - sehr geholfen, mit meinen Leuten darüber zu sprechen, die einiges bereits hinter sich haben.

    Zitat

    Mich hat die Diagnose heute sehr geschockt-

    Selbst die Augenärztin meinte ich sei für ein Glaukom sehr jung! Aktuell habe ich vor allem

    Angst: Angst zu erblinden, Angst vor OPs, Angst die Tropfen nicht zu vertragen!

    Verständlich. Wichtig finde ich, nicht zu weit in die Zukunft bzw. zu tief in die Glaskugel zu schauen. Guck von Etappe zu Etappe, von Meilenstein zu Meilenstein. Von hier bis zu unserem Tod im Alter von 110 ;-) sind so viele Variablen, die keiner von uns überblicken kann. Denk an ein Stoppschild, wenn du ins Grübeln kommst. Wende dich vermehrt Arbeit, Hobbys und deinen Lebenswünschen zu, bleib aktiv (auch in Quarantäne möglich). Und bleib bei der aktuellen Corona-Krise bitte gesund. Alles momentan sehr schwer, vor allem mit solch einer Diagnose. Alles Gute!

  • Hallo ihr Lieben,


    habt ganz ganz herzlichen Dank für eure Antworten, die mir -mal wieder- sehr viel Mut gemacht haben!

    malve: vielen Dank an deinen Hinweis zum Lasern. Ich werde meine AÄ beim nächsten Termin darauf ansprechen, ob es Sinn macht.


    Bei meiner Mama hat diese Lasermethode leider nichts gebracht, aber ich weiß, dass es bei mir anders ausgehen kann. Betablocker möchte ich in der Tat so gut es erstmal geht, umgehen.


    Alexxx lieben dank für deine Worte! Wir sind nicht allein. Besonders das „nicht zu tief in die Glaskugel schauen“ werde ich mir zu Herzen nehmen. Ich bin ein Mensch der leider alles „zerdenkt“ und sich viel Gedanken macht.


    Aber die aktuelle Situation zeigt uns wie schnell sich das Leben ändern kann. Deswegen hast du damit natürlich absolut recht!


    Ich habe deinen Strang auch verfolgt und drücke dir von ganzem Herzen die Daumen!!!

    Ihr Lieben, habt dank für eure Worte - wenn ich darf halte ich euch auf dem Laufenden.


    Euch allen eine große Portion Gesundheit!

    Alles Liebe


    Eure Oleander

  • Hallo Oleander!

    Schau nach vorne und dreh Dich nicht im Gedankenkreisel, das hilft nicht weiter, das blockiert nur!


    Du bist in guter Betreuung, Dein AA scheint wirklich gewissenhaft zu sein.


    Tropfe konsequent und gehe zu den Kontrollen, das ist das, was Du gerade aktiv selbst machen kannst.



    Viele Grüße

    Sabine