Beiträge von malve

    Ich habe ihn nach Austausch der Brimos gefragt und nach dem Ikervis. Ein Auslassversuch ist mir zu heikel - daher lieber Austausch.

    So funktioniert das aber nicht.

    Wenn Du auf Unverträglichkeit testen willst, geht das nach einem bestimmten Algorithmus.

    1. Challenge, das hast Du ja nun gemacht, und vermutest, daß die Tropfen Schuld sind.

    Also Tropfen absetzen und zwar alle. Neue Tropfen könnten genauso unverträglich sein.

    Inzwischen Drucksenkung ohne Augentropfen, geht ja nur mit Glaupax. Und die Symptome müssen behandelt werden. Wenn nur Cortison geht, muß man es versuchen. Vielleicht oberflächlich wirkende Tropfen, die sollen weniger drucksteigernd sein.

    Oder wenn man Glaupax nimmt, denke ich mal, wird sich die Cortisonresponse ja gar nicht auswirken, aber das befrage bitte den Augenarzt.

    Und natürlich muß öfter mal der Druck gemessen werden. Das sind so Situationen, wo Selbermessen wirklich segensreich wäre.

    Wenn eine Besserung eintritt, bist Du genauso schlau wie vorher.

    Vielleicht waren die Tropfen ja gar nicht Schuld oder die Behandlung hat angeschlagen.

    Deshalb kommt jetzt der nächste Schritt.

    2. Rechallenge

    Tropfen wieder ansetzen und zwar nacheinander und beobachten, wer evtl. die Symptome wieder auslöst.

    Damit ist die Unverträglichkeit bewiesen.

    Schnelle Antworten sind manchmal leider nicht möglich.

    Gruß Malve

    Also ehrlich, wenn man mir nicht definitiv sagen könnte, dass ich das Ikervis brauche und wofür, würde ich mich weigern, das zu nehmen. Daran würde ich mich nicht hochziehen. Man kann doch selber im Beipackzettel schauen, wofür das ist und kennt doch seine Diagnosen

    Hallo DSA,

    gut, daß Du die Lidsprechstunde aufgesucht hast. So wurde ausgeschlossen, daß eine Erkrankung der Lider vorliegt, die bisher von den anderen Ärzten übersehen wurde.

    Zum Ikervis. Das darf der Augenarzt tatsächlich nur verordnen, wenn bestimmte Diagnosen am Auge vorliegen. Offensichtlich hat er dafür aber keinen Anhalt und würde dann regressiert. Auch die Klinik hat keine Diagnose gestellt, die das rechtfertigen würde. Sonst könnte er die natürlich übernehmen und wäre abgesichert.

    Es gibt ja keine dummen Fragen, aber manchmal muß man die Fragen einfach an die richtige Stelle und zur richtigen Zeit stellen, um vernünftige Antworten zu bekommen.

    Der Auslaßversuch mit den Augentropfen kann nicht nebenbei in der Lidsprechstunde verhandelt werden sondern muß mit dem Augenarzt besprochen werden im Gesamtkonzept der Glaukombehandlung.

    Aber letzten Endes hat man da ein starkes Mitspracherecht.

    Man entscheidet am Ende selbst, wie lange man die eventuellen Nebenwirkungen der Augentropfen ertragen oder lieber einen Auslaßversuch machen möchte.

    Inzwischen hast Du ja schon von den Augenärzten und der Hautärztin verschiedene Hinweise zur symptomatischen Behandlung bekommen und Erfahrungen sammeln können, um zu beurteilen, ob Du damit vorerst zurecht kommst oder lieber auf einen Auslaßversuch setzen möchtest.

    Gruß Malve

    Da ich Brinzolamid tropfe, Diabetes habe, mein Blutdruck gelegentlich stark abfällt werde ich nicht als selbstversuch ohne ärztliche Aufsicht anfangen solche Tabletten zu nehmen.

    Natürlich zwingt Dich keiner dazu, das entscheidest Du selbst, ob Du die nimmst oder nicht. Aber es steht auch nirgends, dass das nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen darf, das wäre dann ja z.B. in der Rettungsstelle. So gefährlich sind die Tabletten nun nicht, auch wenn sie Nebenwirkungen haben können wie jedes Medikament.

    da steht z.b. auch drin das die Tabletten nicht zusammen mit Carboanhydrase-Hemmern Augentropfen genommen werden sollen.

    Das ist schon richtig, trifft nur nicht Deine Konstellation.

    Die Carboanhydrasehemmung durch die Tropfen ist nur partiell, mehr geht nicht als 3 x täglich, weil es dann am Auge nicht mehr tolerabel ist.

    Anders sieht die Sache aus, wenn man statt Tropfen umstellt auf mehrere Glaupaxtabletten pro Tag, dann ist die Carboanhydrasehemmung durch die Tabletten so stark, daß man durch die zusätzlichen Tropfen keine weitere Hemmung und auch keine zusätzliche Drucksenkung, sondern nur eine Summierung der Nebenwirkungen erreichen würde.

    Bei Dir wäre die halbe Tablette nur eine Unterstützung der Wirkung der Tropfen.

    Gibt es denn Operationen ohne Cortison hinterher?

    Nur die SLT.

    Bei minimalinvasiven Operationen Cortison für einige Wochen.

    Bei filtrierenden oder fistulierenden Operationen für Monate. Allerdings spielt es dann keine Rolle mehr, ob Du Cortisonresponder bist, denn Du bekommst ein Filterkissen angelegt und das Kammerwasser wird aus dem Augeninneren unter die Bindehaut geleitet, es wird gepypassed, so daß sich kein stark erhöhter Augeninndendruck mehr aufbauen können sollte. Das wären z.B. Xen Gel Stent oder Trabekulektomie oder Preserflo.

    Außerdem gibt es Cortisonvarianten, darunter ein tiefenwirksames, welches keine Cortisonresponse auslösen soll.

    Ich würde einfach den Augenärzten vertrauen, so selten ist es doch nicht mit dem Druckanstieg unter Cortison und trotzdem muß behandelt werden.

    Beim Glaukom muß man immer schrittweise denken und handeln, von der Hand in den Mund sozusagen, da läßt sich nicht alles vom Ende her denken.

    Erst mal muß wohl bei Dir noch die Behandlungsnotwendigkeit festgestellt werden.

    Gruß Malve

    Ich glaube schon, dass durch Punktum plugs die systemischen Wirkungen verringert werden. Auf jeden Fall können sich die Sicca Beschwerden bessern. Versuche das doch einfach. Wie immer, funktioniert das nicht bei Jedem, aber insgesamt haben die sich inzwischen bewährt.

    .

    Wenn Du gegen Sulfonamide allergisch bist, darfst Du keine Carboanhydrasehemmer nehmen.

    Lidrandhygiene bei Glaukom geht.

    Betablocker wären gut bei hohem Puls, nicht so gut bei niedrigem Blutdruck, das muss man im Einzelfall probieren, auf jeden Fall verstärken sie die Sicca

    In Deinem Fall würde ich nicht tropfen sondern als Erstmassnahme an eine SLT denken.

    Wenn denn überhaupt schon eine Behandung ärztlicherseits als erforderlich angesehen wird.

    Hallo Mina,

    Wann hattest Du denn die letzte CPC und seit wann den Nystagmus? Warst Du schon in der Neuroophthalmologie der Charite?

    Hier gibt es viele User mit schlechtem Visus, aber Nystagmus ist damit nicht verbunden.

    Wie kommst Du darauf, dass die Ursache im Auge liegt und was erhofftst Du Dir von einem Neuroophthalmologen?

    Und eine Visusminderung kann nach einer CPC definitiv auftreten, das ist leider so.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das alles schwer zu verarbeiten ist und hoffe, Du bekommst die Unterstützung, die Du brauchst.

    Bist Du weiterhin in der Charite in Behandlung,?

    Gruß Malve

    Nach Sachlage hilft wohl nur Oberkörperhochlagerung. Ich benutze einen elektrisch verstellbaren Lattenrost, da kann man sich langsam gewöhnen. Auch ein Reflux Kissen könnte helfen.

    Aber Dein Fall bestätigt die Aussage von Prof. Dietlein. Mit dem Nachlassern des Filterkissens steigt als erstes der Druck im Liegen.

    Gruß Malve

    In der DAZ steht, dass 1 g NMN pro Tag sicher sein soll. Du nimmst die doppelte Dosis. Wie heisst das Mittel, welches Du nimmst. Würdest Du mir das verraten?

    Bezüglich der Augen sehe ich in Deinen Zitaten nur experimentelle Ergebnisse oder theoretische Überlegungen? Gibt es schon eine aussagekräftige Studie, mindestens Phase 2?

    Wenn die Filterkissen funktionieren,soll der Druck im Liegen ja nicht mehr ansteigen, das hast Du ja auch nicht mehr. Das ist doch schon mal gut.

    Vielleicht ist Seitenlage ungünstig für die Filterkissen und deshalb die geringen Drucksnstiege. Ist aber reine Spekulation.

    Es ist bekannt, dass Seitenlage den Druck für das unten liegende Auge erhöht. Ich denke, das hängt mit dem Druck auf das Auge zusammen oder hast Du in Seitenlage auf beiden Augen einen Druckanstieg?

    Schon das Zusammenkneifen der Augen oder das Reiben der Augen erhöht den Druck.

    Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie man sich in Seitenlage den Druck selber messen kann

    Die entscheidende Frage scheint aber doch, wie zuverlässig diese nachts gemessenen Werte sind und ob der nächtliche Druckanstieg, sollte er denn verifizierbar sein, Deinen Sehnerven schadet.

    Beim nächtlichen Druck muß man unterscheiden zwischen den tageszeitlichen Druckschwankungen und dem Liegenddruck.

    Die tageszeitlichen Druckschwankungen kann man nur erfassen, wenn unter gleichen Bedingungen, nämlich immer im Sitzen gemessen wird. Nur diese Druckwerte sind ausschlaggebend bei der Beurteilung, ob der Zieldruck eingehalten wird.

    Im Liegen ist der Augendruck immer höher als im Sitzen, das ist hydrostatisch bedingt, es fließt mehr Blut in die Kopfvenen, das erhöht den Druck in den Venen um das Auge herum (das sind die episkleralen Venen) und dadurch erhöht sich auch der Augendruck.

    Diesen episkleralen Venendruck kann man durch Augentropfen nur ganz gering senken, das einzige Medikament ist das Netardusil, welches im Roclanda enthalten ist.

    Prof. Dietlein schrieb daß man daher den Liegenddruck nur durch eine Trabkulektomie senken kann und daß man nach Op das Nachlassen der Trabekulektomie früher an der Erhöhung des Liegenddrucks als an der Erhöhung des Augendrucks feststellen kann.

    Die prognostische Bedeutung des Liegenddrucks wurde bisher noch nicht systematisch untersucht. Es erscheint zwar logisch, daß solche Druckanstiege nicht gut für den Sehnerven sein könnten, aber das gilt auch für viele andere Situationen, denen wir ausgesetzt sind. Sei es sportliche Betätigung oder berufliche Belastung wie Stress oder ständige Anspannung.

    Wie Chanceline oben schon geschrieben hat, ist entscheidend, ob eine Progression besteht oder nicht, d. h., ob OCT und Gesichtsfelder stabil bleiben.

    Von den Selbstmessungen des Liegenddruckes halte ich daher nichts,vom nächtlichen Messen im Sitzen allerdings schon was.