Beiträge von Hubert K.

    Hallo Oleander!


    Ich war ca. 35 Jahre alt, als bei mir Glaukom festgestellt wurde. Damals war mir aber nicht bewußt, was diese

    Augenkrankheit bedeutet. Das kam erst im Laufe der Zeit. Umso mehr war ich dann bemüht, den Therapievorgaben

    zu folgen. Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wieviel verschiedene Augentropfen ich in meinem Leben schon ange-

    wendet habe. Alle nur mit dem Ziel, den Augendruck zu senken und den Sehnervenschaden so weit wie möglich

    zu beschränken.


    Das ist aufgrund der sicher guten Medizin über viele Jahre (ca. 40) mehr oder weniger gelungen.
    Erst in den letzten 5 Jahren (ich bin jetzt 80 Jahre alt) ist eine gravierende Verschlechterung auf einem

    Auge eingetreten.


    Ich halte regelmäßige Kontrollen beim AA, aber auch zwischendurch in einer guten Augenklinik wegen

    der dort möglichen tiefer- u. weitergehenden Untersuchungsmöglichkeiten für wichtig. Zweite Meinung!

    Wichtig ist auch, Fragen zu stellen, besonders wenn man sich unsicher fühlt. Ein guter Arzt wird

    sich die Zeit nehmen, zu antworten.

    Ebenso wichtig ist eine wirklich regelmäßige Anwendung dafür verordneter Medikamente.


    Hast Du evtl. Probleme mit dem Blutdruck? Eine Langzeitblutdruckmessung kann darüber gute Auskunft

    geben. Sollte der systolische Wert in der Nacht z. B. unter 100 und der diastolische Wert unter 40 gehen,

    kann das schädlich wegen der Minderdurchblutung des Sehnerven sein, die irreparabel ist.


    Deine Verunsicherung ist verständlich. Deswegen sei Dir Mut und Zuversicht zugesprochen.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

    Hallo Patrick!


    Deine derzeitige Verunsicherung kann ich verstehen. Ich lebe seit ca. 40 Jahren mit dem Glaukom und könnte

    fast schon ein kleines Buch mit allen Ereignissen schreiben. Das soll Dich nicht erschrecken, es verläuft bei

    jedem anders.


    Da Du erblich vorbelastet bist, solltes Du Dir auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Am besten in einer

    guten Augenklinik, weil dort tiefergehende Untersuchungen vorgenommen werden können.

    Versuche, dich weitergehend zu informieren - hier im Forum findest Du manch guten Ratschlag.

    Schreib auf, was Du wissen möchtest und sprech den Arzt gezielt an, dass du eben verunsichert

    bist und einige Fragen hast. Ich habe sehr oft die Erfahrung gemacht, wenn man gezielte

    Fragen stellt, in der Regel auch gute Antworten bekommt.


    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Hubert K.

    Hallo Jessie!


    Danke für Deine Antwort.

    Die Antwort Deines AA, der niedrige Blutdruck wäre kein Problem, weil die Dosierung niedrig sei, ist nach meiner

    Meinung etwas "lässig". Aber er ist Arzt und wird wissen, was er sagt. Ein eher niedriger Blutdruck ist nach allgemeiner

    Auffassung besser als ein erhöhter. Kann stimmen. Aber wenn ein Glaukom vorliegt, sieht das wohl etwas anders aus.


    Ich habe im Verlauf meiner Erkrankung durchaus mitbekommen, dass mein Hausarzt verständlicherweise meinen

    etwas erhöhten Blutdruck mehr im Blickfeld hatte als meinen Augeninnendruck. Andererseits sehen Augenärzte

    einen manchmal wünschenswert niedrigeren Blutdruck etwas kritischer im Hinblick auf dessen mögliche

    Auswirkungen für die Augen in der Nacht. Es kann zwiespältig sein.


    Du schreibst, dass Dein normaler Blutdruck 90/50 ist, d.h. der durchschnittliche systolische Wert liegt tagsüber

    unter 100. Wie wird er erst in der Nacht sein? Mit wurde immer (von verschiedenen AÄ) gesagt, wenn der

    syst. Wert in der Nacht unter 100 falle, sei das schon ein Risiko. Und wenn der diast. Wert, wie schon gesagt,

    in der Nacht unter 40 fällt, ist das Risiko noch höher.


    Ich weiß nicht, welche Glaukomart Du hast.

    Ich habe ein Primär Chronisches Offenwinkelglaukom. Das ist: fortschreitende Sehnervenerkrankung durch hohen

    Augeninnendruck und Mangeldurchblutung. (Prof. Ilse Strempel: Buch "Keine Angst vor Grünem Star")

    Also besteht doch ein enger Zusammenhang mit dem Blutdruck.


    Du tust recht, eine Zweitmeinung einzuholen. Selbst wenn bei Dir kein Glaukom vorliegen sollte, ist eine Mangeldurchblutung,

    der Sehnerven, so schreibt es ja auch Senator, keine gute Sache.


    Alles Gute

    Hubert K.

    Hallo Jessie!


    Zu niedriger Blutdruck ist leider ein Thema, welches bei Glaukom zu wenig beachtet wird.


    Dein Hinweis zum Blutdruck ist sehr wichtig. Weiß Dein AA davon? Nimmst Du evtl.

    weitere blutdrucksenkende Medikamente?


    Bekanntermaßen sinkt der Blutdruck in der Nacht im Vergleich zum Tag.

    Sollte der diastolische Wert (der untere Wert) z. B. unter 40 sinken, wäre das eine starke

    Gefährdung der Sehnerven. Die zu geringe Durchblutung kann zur unwiderruflichen

    Zerstörung der Sehnervenzellen führen.

    Ich empfehle Dir deswegen mit dem AA zu sprechen. Ggf. sollte eine Langzeitblutdruckmessung

    vom Hausarzt vorgenommen werden, um festzustellen, wie der Blutdruck in der Nacht verläuft.


    Ggf. sollten sich AA und Hausarzt darüber verständigen.


    Wenn möglich, hol Dir eine Zweitmeinung dazu ein, ggf. in einer guten Augenklinik.


    Mein Hausarzt kennt die Meinung meines Augenprofessors und umgekehrt. Sie werden

    immer durch Arztberichte von mir darüber informiert.


    Regelmäßige Langzeitblutdruckmessungen bei mir führen durchaus mal zu Änderungen bei

    der Verordnung weiterer Medikamente, die auch blutdrucksenkende Wirkungen haben.

    Somit kann auf sich ändernde Körperfunktionen reagiert werden.


    Ich möchte Dich nicht verstören - es ist bei jedem Patienten anders. Ich mache diesen

    Hinweis und meine Empfehlung auf Grund eigener Erfahrungen.


    Alles Gute.

    Hubert K.

    Hallo!

    Beim gestrigen AA-Besuch war der AID rechts 13.


    Habe vorher eine E-Mail-Anfrage beim Prof. im JoHo Dtmd. bez. des Blutdrucks und der Verschlechterung

    des Gesichtsfeldes gemacht. Antwort;

    Er hat meine Akte studiert und hält das Gesichtsfeld und das OCT des Sehnervens seit der OP am ehesten

    stabil (nur kleine Schwankungen nach oben bzw. unten) - momentan stabile Situation.

    Er hält den Blutdruck (nach vorliegendem Bericht) für gut, auch wenn er nachts abfällt. Auf jeden Fall

    weiter Candesartan nehmen.


    Das von jenat ins Gespräch gebrachte Homocystein wird nach seiner Meinung zwar schon seit Jahren

    diskutiert, hält aber den Einfluß für überbewertet.


    Ich bleibe bei 1 x Taflotan sine abends. Der AID ist doch gut - s.o.


    Am linken Auge sind alle Tropfen abgesetzt. Kaum zu glauben - ich habe keine Schmerzen mehr.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

    Hallo - die Kanaloplastik-OP ist evtl. eine weitere Möglichkeit, Tropffreiheit zu erlangen.


    Vor meiner Kanaloplastik-OP im Aug. 2018 habe ich 5 x am Tag getropft: 3 x Cosopt s, 1 xTaflotan sine,1 x Pilomann 2 %.


    Nunmehr tropfe ich nur noch 1 x abends Taflotan sine.


    Zwar keine Tropffreiheit, aber doch eine spürbare Entlastung, wenngleich die OP keine Sehverbesserung gebracht hat.

    Das ist bei Glaukom-OP ja eh nicht der Fall.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

    Hallo Karolein!


    Ich schließe mich den Aussagen von Joe Baer an.

    Wenn das Glaukom schon in der Familie ist, auf jeden Fall in kürzen Abständen, nicht nur jährlich,

    den Augeninnendruck und die Sehnerven kontrollieren lassen.


    Eine Zweitmeinung ist immer wichtig und die Frage nach einer vorsorglichen Behandlung angezeigt.


    Meine Geschichte fängt im Alter von ca. 40 Jahren an. Der Druck lag bei ca. 25 mmHg.

    Auch keine Behandlung. Erst zwei/drei Jahre später.

    Im nachhinein betrachtet, sehe ich das als Fehler an. Eine sofortige Behandlung wäre besser

    gewesen in Anbetracht meiner Krankengeschichte. Mein Sohn hat das Glaukom von mir geerbt.
    Aber jede Geschichte ist anders.


    Ich wünsche Dir einen guten Verlauf.


    Frdl. Grüße

    Hubert K.

    Hallo Joe Baer.


    Herzlichen Dank für Dein Statement.

    Ich habe schon eine kleine Akte mit Berichten aus Augenkliniken.

    Die meisten der dort vorkommenden Begriffe sind mir bekannt, da ich schon

    Jahrzehnte mit Glaukom lebe.


    Aufgrund des Glaukoms habe ich bereits ein blindes Auge. Das hat mir im

    vergangenen Jahr heftigste Schmerzen bereitet. Zum einen war es das Glaukom,

    zum anderen war es die Hornhaut. Dort entstandene Blasen platzen und verursachen

    massive Beschwerden. Es wurde schon eine Hornhauttransplantation geplant,

    aber auch die Entfernung des Auges und ein Kunstauge. Zum Glück ist es nicht

    dazu gekommen.


    Nach der Kanaloplastik-OP am anderen Auge im Aug. 2018 und den vorhergehenden

    oben geschilderten Vorgängen sind aber ganz andere Begriffe aufgetaucht.

    Da ich bis jetzt keine Erläuterungen finden konnte, werde ich, wie Du es auch

    vorschlägst, demnächst mit meiner AÄ besprechen.


    Der mich operierende Prof. würde das auch tun, ich kenne ihn seit 10 Jahren.

    Ich möchte den Mann aber damit nicht aufhalten, obwohl er bisher IMMER alle

    meine Fragen beantwortet hat. Fragen zur Begriffserläuterungen waren nicht dabei.


    Alles Gute und frdl. Grüße

    Hubert K.





    Hallo finchen!


    Ich hatte im Aug. 2018 eine Kanaloplastik-OP mit dem Ziel der Tropfenfreiheit/-reduzierung.

    War am 5.8.19 zur Nachuntersuchung mit der Aussage: die OP hat einen regelrechten

    postoperativen Verlauf.

    Wenn Du mehr von meiner Geschichte lesen möchtest, kannst Du unter Suche: Kanaloplastik

    eingeben und dann "IOD Druckschwankungen nach Kanaloplastik" anklicken.

    Dort habe ich einiges zum Verlauf nach der OP geschrieben.

    Ich wurde unter Vollnarkose operiert.


    Alles Gute

    Hubert K. PS. Habe gerade gelesen, dass Dein Thread schon über ein Jahr her ist.

    Wenn es für Dich noch interessant ist, kannst Du ja nachlesen - oder auch nicht.

    Danke für die Antworten!


    In der Nacht, in der gemessen wurde, gab es nur einen Wert unter 100. (99/48)

    Weitere Einzelwerte leider nicht abrufbar.

    Nach Aussage eines Oberarztes der Augenklinik sind diast. Werte unter 40 sehr kritisch.

    Mein Zieldruck vor und nach der Kanaloplastik ist 12.

    Meine AID in den vergangen Monaten bei 1 x tägl. Taflotan sine: 12 bis 15, also keine

    gravierenden Schwankungen. Nach Abzug der Hornhautdicke 11 bis 14.


    Von einer OP ist keine Rede. Für das operierte Auge wurde am 5.8.19 ein regelrechter

    postoperativer Verlauf festgestellt.

    Habe in dieser Woche noch einen Termin bei meiner AÄ.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

    Hallo Sabine!


    Ja, es ist Candesartan 4 mg.


    Am vergangenen Dienstag wurde die Langzeitblutdruckmessung gemacht. Heute war ich beim Arzt.

    Kurz meine Werte:

    Tagphase im Mittelwert 130/77

    Nachtphase im Mittelwert 113/59

    Mittelwert total 127/73


    Der höchste Tageswert: 160 syst. (1 x)

    der niedrigste Nachtwert: 99 syst. / 48 diast. (1 x)


    Resümee: keine Veränderung beim Medikament, alles kann so bleiben.

    Andere blutdrucksenkende Arznei nehme ich am Morgen schon, sodaß sie in der Nacht

    weniger wirksam sind.

    Diese Blutdruckwerte sind möglicherweise nicht die Ursache für die Verschlechterung des Gesichtsfeldes.

    Aber was kann die Ursache sein?

    Ich nehme auf Empfehlung meines Arztes nunmehr Gingium 240 mg, um evtl. für mehr Durchblutung zu sorgen.


    Frdl. Gruß

    Hubert K.

    Hallo DieDa und Jenat - danke für die Antworten.


    Ich nehme das Thema sehr ernst, hatte in der Vergangenheit schon oft damit zu tun.

    Mein Hausarzt hat immer mit angepassten Therapien geholfen.

    Ich habe am kommenden Montag schon einen Termin bei ihm.


    U.a. geht es auch um andere durchblutungsfördernde Maßnahmen wie

    Sport, Magnesium, Omega3, Gingium, viel trinken etc.

    Eigentlich Dinge, die bei mir im Programm sind (teilweise).


    Eine Langzeitblutdruckmessung wird am Amfang stehen. Bin auf die Nachtwerte

    sehr gespannt. Die blutdrucksenkende Tablette nehme ich morgens zum Frühstück.

    Das Buch von Strempel habe ich.


    LG und alles Gute

    Hubert K.

    Hallo Line!


    Ich verwende Taflotan sine seit ca. 10 Jahren. Verfärbungen sind in ganz geringem Umfang da.


    In der Gebrauchsinfo heißt es lapidar: Wischen Sie überschüssige Flüssigkeit von der Haut

    um das Auge ab.


    Das mache ich jedesmal gründlich.


    Gruß

    Hubert K.

    Hallo - hier ein Nachtrag zur Kanaloplastik-OP vom August 2018.


    Ich war am 5. 8. 2019 im JoHo Dtmd. zur OP-Nachkontrolle.

    Ergebnis: Am rechten Auge zeigt sich ein regelrechter postoperativer Verlauf. AID: 12 !

    Der AID an diesem Auge lag in den letzten Wochen bei 14 - 15.

    Ich tropfe nunmehr seit mehreren Wochen nur noch abends 1 x Taflotan sine.


    Bis zur OP habe ich ein Jahrzehnt lang täglich 5 x getropft: Cosopt s, Taflotan sine und Pilomann.


    Allerdings hat sich das seit mehreren Jahren doch recht stabile Gesichtsfeld zum

    ersten Mal verschlechtert. Ursache möglicherweise ein zu niedriger Blutdruck in der Nacht.

    Der obere Wert teilweise unter 100, der untere teilweise unter 40. Die Minderdurchblutung

    kann zur Zerstörung des Sehnerven führen.


    Der Blutdruck wird in Kürze also, wie von Prof. Kohlhaas angesprochen, ein Thema sein.

    Ggf. kann/muss eine blutdrucksenkendeTablette (40 mg) abgesetzt werden,

    was zu einer nächtlichen Erhöhung führen könnte.


    Gleichzeitig wurden die letzten am linken Auge noch angewandten Cosopt s-Tropfen abgesetzt.

    Da das Auge nulla lux ist (CDR 1,o) kann ein evtl. zu hoher AID ja nichts mehr zerstören.

    Sollten sich aber evtl. Beschwerden einstellen, kann Cosopt s wieder eingesetzt werden.


    Insgesamt eine positive Entwicklung was das tropfen angeht - ich habe eher mit Gegensätzlichem gerechnet!


    Aber hinter Allem steht und bleibt die massive Seheinschränkung: links blind - rechts ausser dem Glaukom

    gravierender weißer Schleier im Augapfel, der alltägliche Behinderungen mit sich bringt.


    Trotzdem will ich weiter positiv nach vorne schauen.


    Gruß

    Hubert K.

    Liebe Sabine!


    Auch ich werde Dir gerne EDOs schicken. Fläschchen habe ich keine, da ich nur EDOs benutze.

    Mein Verbrauch an EDOs geht allerdings akut stark zurück, da 3 x täglich Cosopt s für mein li. Auge

    abgesetzt wurde und ich derzeit nur noch 1 tgl. Taflotan sine am re. Auge einsetze.


    Im vergangenen Jahrzehnt habe täglich beide Augen je 5 x getropft (Cosopt, Taflotan und Pilomann)
    dazu noch TEM und Salben. Jetzt nur noch 1 x tgl. Taflotan. Ich habe eher mit Gegensätzlichem

    gerechnet.

    Lass mich zu gegebener Zeit wissen, wohin ich die EDOs schicken kann.


    LG

    Hubert K.