Glaukom und Hörsturz

  • Mannnnnn, es reißt gerade einfach nicht ab....


    Glaukom-Diagnose im Januar 2022. Seither tropfe ich Monoprost. Den Augeninndruck kümmert das leider nicht. Der ist nach wie vor bei 21/23. Jetzt Langzeitblutdruck gemacht und Hba1c auf Wunsch des Augenarztes. Blutdruck in Ordnung. Hba1c bei 5,9 könnte besser sein, ist aber noch nicht behandlungsbedürftig. Also schraube ich an der Ernährung....


    Jetzt habe ich letzte Nacht vermutlich mal wieder einen Hörsturz gehabt. Ich höre unterschiedlich und pfeife zweistimmig. Da im Bayernland Feiertag ist habe ich 2 Stunden lang am Telefon alles abgeklappert. Auch das benachbarte BaWü. Ohne Erfolg auf einen Notfalltermin. Selbst in der UNI wurde mir gesagt: "Haben Sie Schmerzen?" Nö, hab ich nicht. Hör nur miserabel. "Ja, da weiß ich nicht, ob sie ein Notfall für uns sind. Bei uns werden halt nur die Standardtests gemacht."


    Ok, das wird mir wahrscheinlich auch nix bringen...


    Jetzt ist mein Plan, heute erstmal Vit C in Tablettenform zu inhalieren. Das wirkt ja blutverdünnend und morgen zum HNO. Da hat ja hoffentlich meiner wieder offen.


    Welche Therapien gibt es bei Hörsturz ausser Kortison? Ich kenne bisher nur Infusionen oder Tabletten in hochdosierter Kortisonform.


    Hat Jemand irgendwelche Erfahrung dazu?

  • Wenn die Sache mit dem Gehör und dem Pfeifton so frisch ist, würde ich mir noch keine Sorgen machen. Das hat doch eigentlich jeder mal, oder? Wenn es nach zwei Tagen nicht vorbei ist, sollte man sich aber kümmern.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Wichtig ist erst einmal eine Diagnose des Arztes. Vielleicht ist es ja kein Hörsturz. Kortison kann den AID erhöhen, daher Vorsicht walten lassen. Wie hoch waren die Druckwerte vor der Tropfentherapie? Ist es sicher ein Glaukom oder okuläre Hypertension?

  • Hallo Drahtseilakrobatin!


    Ein Hörsturz ist definitiv ein Notfall!

    Hast Du in der Klinik nur gesagt, Du hörst miserabel oder hast Du gesagt, dass die Hörverschlechterung plötzlich kam?


    Das ist nichts womit man noch einen Tag länger wartet! Die Therapie gehört heute noch in Ärztehand!


    Viele Grüße und gute Besserung

    Sabine

  • Hallöchen,


    Sabine, da muss ich dir widersprechen....ich hatte schon 5 Hörstürze.

    Wichtig: ein guter HNO. Meine super Gute hat nach Ihren Erfahrungen (glaub Charite, etc.) verlauten lassen, dass es meist mit einem orthopädischen Problem gekoppelt ist / Halswirbelsäule. Sie hat mir nach meinem 1.Hörsturz eben Manuelle Therapie mit Wärme verordnet (aber bitte nur super gute Therapeuten). Cortison wird kritisch gesehen.

    Was mir geholfen hatte (eben auch Wochenende) war ganz viel trinken zur Blutverdünnungen ....zig Liter mehr als sonst, 3-4l oder mehr habe ich getrunken.


    Hörstürze hatte ich nach Lärmeinwirkung bzw. vorallem nach starkem Stress.

    Ich glaube, es gibt ein Krankheitskriterium, wenn das dabei, dann Klinik. Ich bin nie in eine Klinik. Was soll ich da - Glaukom...kein Cortison und überhaupt.

    Entstressen, Ruhe, viel viel trinken und dann mo zum HNO.


    Grüße, Gisa

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  • DieDa, Tinnitus habe ich seit zig Jahren. Und auch schon etliche Hörstürze.


    Sabine, ich habe der Klinik am Telefon gesagt, dass ich deutlich schlechter höre, beim Pfeifen mich selbst zweistimmig höre und schon mehrere Hörstürze hatte. Ohne Schmerzen kein Notfall. Und es werden nur Standardtests gemacht.


    James, mein AID ist mit und ohne Tropfen bei 21/23. Mein Augenarzt sprach von einem primär chronischen Offenwinkelglaukom.

  • Gisa, die wurden immer mit Cortison behandelt. Entweder als Infusion oder als Tabletten.


    Und genau das ist ja jetzt eher schwierig.


    Ich habe allerdings nach jedem Hörsturz eine Hörminderung zurück behalten und der Tinnitus hat an Lautstärke zugelegt. Das ist quasi nie komplett folgenlos geblieben.


    Ich bin Musikerin und habe jetzt schon deutliche Einschränkungen. Ich möchte nicht noch mehr verlieren.


    Aber trotzdem bin ich heute nirgends unter gekommen und versuche morgen dann mein Glück erneut. Das Gesundheitssystem ist so schon echt ne Katastrophe - aber wenn es sich dann noch im nicht bundeseinheitliche Feiertage handelt.... boah heute hat es mir echt gereicht.

  • ....aber es gibt die Notnummer fürs WE: 116 117 - dort erhälz man die Angaben über diensthabende Ärzte oder esssteht in den Zeitungen / Internet.

    Und Cortison ist out of order - das gibt man heute nicht mehr.

    Wie viel getrunken heute .....

  • Gisa, Sorry, ich hatte es vorhin nicht erwähnt, dass das im Telefonmarathon heute die zweite Nummer war, die ich gewählt hatte. Die sagten mir nach 30 min in der Warteschleife, das heute kein HNO Bereitschaft hat. Nur zwei Bereitschaftspraxen, wo aber heute nur Allgemeinärzte anwesend wären. In der Zeitung hier stehen nur Zahnärzte und Apotheken, die Notdienst haben.


    Wir wohnen halt doch im Niemandsland hier im Spessart. Zumindest was Fachärzte betrifft.... (So hat das vor einigen Jahren mal eine Notärztin beschrieben.)

  • Jo, das geht glaub ich allen so in der Pampa.

    Wie viel l getrunken ?


    Und Du versäumst nix - man kann dann nur das Hördefizit feststellen beim HNO und was noch - ennnnnnnnnnnnntspaaaaaaaaaaaaaannen und sich seines Stresses bewusst werden und runterfhren.

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  • :grinsgrün: Stress ist dehnbar.... Auf Arbeit hab ich keinen....bin Freiberufler. ABER: Privat isses gerade doll: Nachlassverwaltung vom verstorbenen Onkel. Und da sind Termine einzuhalten. Dieser Stress geht jetzt nicht einfach mal weg und aus dem Weg kann ich ihm nicht gehen.


    Entspannung: Ja, ich kann beim Musizieren richtig gut abschalten und beim Nordic walking mit Nachbarin. Ersteres ist bei Hörsturz bestimmt nicht so gut :frech: Aber Letzteres habe ich heute gemacht.


    Getrunken habe ich allerdings wirklich etwas wenig. Dafür gestern extrem viel. Also jetzt schütte ich noch auf jeden Fall nach.... Irgendwie habe ich daran nicht gedacht. Man, wie blöd.....

  • Gisa, sind Deine Hörstürze folgenlos ausgeheilt? Ich habe jedesmal ne weitere Hörminderung und nen lauteren Tinnitus behalten - trotz Cortison.


    Manuelle Therapie..... da krieg ich erst im Oktober Termine. Hab da wegen akuter LWS/ISG-Gelenk-Beschwerden ein Rezept hier liegen.

  • ....BLUTverdünnung zwecks besserer Durchblutung auch des Öhrlies.


    Nein,Folgen liegen im Tieftonbereich (wurde einmal festgetellt) - aber ich habe Gleitwirbel im HWS-BEreich (also da liegt die Hauptursache) und auch der Stress...a gscheits Glaukom alleine is scho Stress genug !


    Ich muss auch n Tinnitus haben, aber da hör ich nicht hin, interessiert mich nicht.

  • Gisa, Ja mit dem Glaukom und Stress haste schon Recht. Das verursacht gerade nach der Erstdiagnose schomnal psychischen Stress.


    Meine Hörminderung ist im Hochtonbereich. Mein Tinnitus auch. Überhören ist schwierig, der hatte schon bei der letzten Messung 60 db...bin Musikerin und auf feines und genaues Hören angewiesen.


    Den Gleitwirbel habe ich in der LWS. Die HWS hat ne Steilstellung. Damit wurde ich halt geboren....

  • Sabine, da muss ich dir widersprechen....ich hatte schon 5 Hörstürze.

    So wurde es uns bei der Patientenversorgung erklärt. Ein Hörschaden lässt sich oft nur schwer revidieren.


    Aber wenn es auch anders geht --> wunderbar! Hauptsache ist, dass man ohne dauerhaften Hörschaden davonkommt.



    LG
    Sabine

  • Hi Sabine,


    war bei mir so, dass ich erst ganz schlecht hörte und es immer besser wurde. Aber es bleibt ein Hörschaden (nach 5 Hörstürzen). Es war eben bei der HNO dann am nä oder ü-nä Tag ein Tieftonschaden auszumachen bei Hörtests und die HNO-Expertin erklärte eben, dass meist orthop. Probleme in klin. Studien auszumachen war.....Therapie entsprechend. Nix mit Cortison (das war bei mir so vor 5-6 Jahren). Ist auch im Netz so zu lesen, dass es fast immer kein akuter Notfall ist, aber natürlich ärztl. betreut gehört.


    LG, Gisa

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  • Und ich drehe jetzt echt am Rad . War heute in der HNO-Uniklinik, da mein Standardarzt mich nicht dran nahm. Es wurde ein leichter Hörsturz festgestellt und Cortison (beginnend mit 100 mg und dann über 10 Tage ausschleichen) verordnet. Zeitgleich soll ich zum Augenarzt und mit ihm besprechen. Nur meiner hat Urlaub. Hab ihn aber per email erreicht und er hatte nix gegen Cortison.


    So, ich habe aber sicherheitshalber beim Vertretungsarzt einen Termin ergattert. Nun wache ich mitten in der Nacht gerade mit Fieber, Durchfall und Magenschmerzen auf. Coronatest negativ.


    Jetzt drehe ich echt am Rad und hab keine Ahnung was ich machen soll. Augenarzt Urlaub, Hausarzt Urlaub und seine Vertretung Mittwochs zu. Mit Fieber komme ich doch eher nirgends rein. Cortison trotz Fieber nehmen?

  • Hallo zusammen,


    nach 3 Hörstürzen, die mit allem Möglichen, aber nicht mit Cortison behandelt wurden, trage ich beidseits Hörgeräte und habe seit 17 Jahren einen sehr lauten Tinnitus. Ich war damals sogar in der Druckkammer, wodurch sich der Tinnitus aber verschlechterte.

    Also: Unbedingt zum Arzt, ob mit Fieber oder ohne, du kannst dich ja an einer Teststelle testen lassen und das Ergebnis vorlegen.

    Liebe Grüße
    Birgit


    Meine geheime Superkraft: Ich kann mich selbst völlig aus dem Konzept bringen, obwohl ich vorher gar keins hatte!

  • Jetzt drehe ich echt am Rad und hab keine Ahnung was ich machen soll. Augenarzt Urlaub, Hausarzt Urlaub und seine Vertretung Mittwochs zu.

    Warum drehst Du da gleich am Rad???


    Du hast 2 Probleme:

    1. Cortison und Infekt

    Läßt sich von hier aus nicht beantworten, da nicht bekannt ist, um was es sich genau handelt.

    Cortison unterdrückt die Immunantwort und kann dadurch Infekte fördern.


    Ich würde für 1 - 2 Tage pausieren. Vielleicht ist das Fieber und der Infekt dann abgeklungen.

    Sollte das nicht der Fall sein, mußt Du Dich in ärztliche Behandlung begeben, z.B. beim Vertreter Deines Hausarztes.


    Der hat ja morgen schon wieder Sprechstunde.

    Bis dahin pflege Dich gut, viel trinken usw.


    2. Cortison und Augen

    Da hast Du doch eine eindeutige Antwort eines Augenarztes bekommen, warum zweifelst Du das dann gleich wieder an????


    Cortison kann tatsächlich den Augendruck erhöhen, wenn man ein Responder ist, aber das passiert nicht gleich.

    Geh doch mal, wenn Du mit dem Cortison durch bist, zum Augenarzt und lass den Druck messen, dann weißt Du das.

  • Hallo Gisa!

    Hi Sabine,


    war bei mir so, dass ich erst ganz schlecht hörte und es immer besser wurde. Aber es bleibt ein Hörschaden (nach 5 Hörstürzen). Es war eben bei der HNO dann am nä oder ü-nä Tag ein Tieftonschaden auszumachen bei Hörtests und die HNO-Expertin erklärte eben, dass meist orthop. Probleme in klin. Studien auszumachen war.....Therapie entsprechend. Nix mit Cortison (das war bei mir so vor 5-6 Jahren). Ist auch im Netz so zu lesen, dass es fast immer kein akuter Notfall ist, aber natürlich ärztl. betreut gehört.


    LG, Gisa

    Naja, wenn ich das lese, dann gehe ich wirklich lieber als Notfall mit Hörsturz in die Klinik und hoffe, dass ein schnelles Reagieren die beste Möglichkeit ist, um dauerhafte Schädigungen zu vermeiden.



    Liebe Grüße

    Sabine

  • Also kurzer Zwischenstand:


    Zum Zeitpunkt des Eintreten des Infektes hatte ich noch kein Cortison genommen. Daher meine Zweifel.


    Mittlerweile ist der Infekt so heftig geworden, dass ich im KH gelandet bin. Corona - negativ. Was es ist, weiß ich noch nicht.


    Das Hören ist besser geworden, aber noch nicht so wie vorher. Nach der Entlassung werde ich dann nochmal mit der HNO-Klinik Kontakt aufnehmen.


    Bei meinen früheren Hörstürzen bekam ich Cortison als Infusion. Das hat gewirkt. Mittlerweile werden aber nur noch Tabletten gegeben.

  • Hallo Drahtseilakrobatin,

    ich kann nachvollziehen wie es dir geht.


    Ich hatte vor gut einem halben Jahr einen Hörsturz, Hörvermögen rechts komplett weg.

    Ich erhielt über drei Tage Kortison, jeweils 250 mg intravenös. Mein Augendruck ist danach signifikant angestiegen ( muss dazu schreiben, Zustand nach Trabekulektomie bds).


    Leider keine Besserung danach, also würde ich in der Uniklinik vorstellig. Die sagten direkt, „ keine systemische Gabe von Cortison weiterhin“, wenn dann nur noch direkte

    Injektion in geringer Konzentration ins Innenohr. Ich weiß auch, das die Cortisongabe bei Hörsturz nicht evidenzbasier ist. Dennoch habe ich mich auf das Abenteurer eingelassen.


    Nach zwei Injektionen habe ich diese Therapie abgebrochen (schmerzhaft und extreme Übelkeit).

    Die Uni hatte mir schon empfohlen ein sog. Chochleaimplanat einsetzen zu lassen. Folge: noch mehr Stress und Panik.


    Jetziger Status: Hörvermögen wieder da, aber deutlich reduziert (dennoch kein Hörgerät, geschweige denn, das Implantat!)


    Aber der Augendruck ist weiterhin zu hoch, s.d. ich trotz Trabekulektomie wieder Tropfen muss.


    Fazit: hab‘ Geduld!!! Ich weiß, in der Situation fällt es schwer.

    Ich wünsche dir alles Gute !

    Liebe Grüße

    Pepe