Aussichtslos?

  • Ich bemühe mich, nicht zu jammern, aber ich bin niedergeschlagen. Drei Sorten Augentropfen konnten meinen Druck nur etwas mässigen: Xalacom, Azopt und Alphagan.
    Rechts beträgt der Druck noch 25 (letztes Mal 30!) und links immer noch 22 (letztes Mal 25).


    Das rechte Auge wäre quasi verloren, meinte der Augendoc. Ich verliess benommen das Sprechzimmer...das linke soll in Würzburg in der Glaukomsprechstunde angesehen werden-dort soll etwas gemacht werden. Lasern brachte rechts nichts-gar nichts. Der Doc sprach von einem Sickerkissen, welches gut gemacht werden müsste...ich teilte dem Doc meine Bedenken und mein Misstrauen gegenüber Unikliniken mit (eine Verwandte starb grausam nach Experimenten). Er meinte jedoch, Würzburg sei eine der besten Glaukomkliniken und das Verfahren (Sickerkissen) sei erprobt.


    Im März soll ich zum Doc und im April habe ich den Termin in Würburg. Ich habe natürlich Angst. Angst, dass etwas verkehrt gemacht wird, dass dann alles dunkel ist usw...


    Der Augenwinkel wurde noch angesehen-keine Vernarbungen oder Pigmentierungen, meinte er. Ein Offenwinkel-Glaukom.


    Ich frage mich nur: ich gehe jetzt drei Jahre in diese Praxis: hätte man das rechte Auge nicht noch retten können, selbst wenn ich dort nur noch wenig sehe und der Nerv geschädigt ist?


    Kann man das linke retten, wenn der Nerv nur leicht geschädigt ist?


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Hallo Fiona!


    Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen. Es geht vielleicht gar nicht so sehr darum, dass die zweite Meinung etwas anderes besagt, aber wenn sie mit der ersten Meinung relativ konform geht, weißt Du, dass Du auf dem richtigen Weg bist. Dieser ist dann zwar steinig und unbequem, aber er muss dann letzt endlich gegangen werden, mit allen Chancen und Risiken welche dazu gehören.


    Ich weiß nicht, in wie weit bei Dir schon diverse andere Tropf-Kombinationen ausprobiert wurden. Vielleicht besteht aber noch die Möglichkeit, hier etwas zu optimieren. Das solltest Du auf jeden Fall ansprechen. Du kannst ja dann selbst anhand der Reaktion der Ärzte sehen, ob sie da was für sinnvoll halten, oder eben nicht. Vielleicht ist mit Tabletten auch noch das ein oder andere möglich.


    Nichts desto trotz, kannst Du leider keine Wunder erwarten. Du hast die Chance etwas Zeit zu gewinnen, viel mehr vermutlich nicht...


    Liebe Grüße


    Christian

  • danke für Eure Antworten.


    Tropfenmässig wäre ich austherapiert meinte der Doc. Früher (in meiner Heimatstadt) nahm ich Tim-Ophtal und Xalatan.


    Der Augendoc hier wechselte (weil ihm der Druck noch zu hoch war) und verschrieb Xalacom, Azopt und Alphagan-und jetzt habe ich 22 und 25.


    Hab mir das Buch: keine Angst vor dem grünen Star bestellt und dort steht drin, dass Stress schadet.


    Der Augendoc hingegen meinte, ich könne die Krankheit nicht beeinflussen-das wäre eine Krankheit für sich und ich könne mit der Lebensführung nichts beeinflussen.


    Ich muss noch hinzufügen, dass ich das Alphagan erst seit der letzten Untersuchung vor Weihnachten nehme. Als letztes Mittel-meinte er.


    Ja-ich weiss-was weg ist, ist weg-aber die Reste müsste man doch erhalten können...


    Ob da noch etwas anderes eine Rolle spielt, weiss ich nicht-ich versuche, Stress zu vermeiden und lebe weitgehend gesund.


    Ob es reicht, wenn ich im April zur ambulanten klinischen Untersuchung gehe?


    Autogenes Training werde ich machen, wie im Buch steht-hab es mal gelernt. Das kann ich allein zu Hause machen -kostet dann nix. Der Doc würde das eher lächerlich finden-aber um ihn geht es ja auch nicht.


    Lieber Lars-Michael, von 15 als Wunsch-Zieldruck spach der Arzt bei mir auch immer. In meiner Heimatstadt hatte ich noch 17 und in letzter Zeit stieg er...
    Bei Dir vermute ich, dass Dein beruflicher Stress sich negativ auf den Druck auswirkt. Sag mal, kannst Du Dich nicht eine Weile krank schreiben lassen und auch psychologisch betreuen lassen? Ein Psychologe kann zusätzlich auf Entspannung dringen.


    Ich frage mich sowieso, weshalb man mit der Diagnose allein gelassen wird-keine psychologische Hilfe-nix. Da sitzt man dann mit seinen Ängsten...


    Ich erinnere mich noch an den Diagnose -Tag: der Optiker! stellte fest, dass rechts keine Linse half-der Augendoc sagte nur: rechts sind 70% weg und Sie haben dort den grünen Star. ich war wie betäubt...zu jung dafür...mir liefen die Tränen...damals war das linke Auge noch "gesund".




    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

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  • Hallo Fiona!


    Psychologische Hilfe kannst Du Dir ja jederzeit suchen! Allerdings musst Du das halt alleine tun. Aber da sollte Dir ja nichts dabei im Wege stehen!


    Was die Diagnosestellung betrifft.... sicher ist das erstmal ein Schock. Ich denke, das ging jedem von uns hier. Spätestens, wenn man sich damit anfängt zu beschäftigen und dann die Tragweite der Diagnose begreift.
    Nun kämpfen wir ja für die Erhaltung unseres Augenlichtes. Und da verlangt in manchen Phasen sehr viel Kraft und Ausdauer. Leicht ist das nicht immer. Ich denke, auch das kennt jeder hier.


    Kopf hoch, Fiona.
    Ich an Deiner Stelle würde in die Augenambulanz nach Würzburg gehen. Die sind mit die Besten bei Glaukom.


    Liebe Grüße


    Sabine

  • Hallo Fiona...


    Wenn Du wirklich nur die oben aufgeführten Augentropfen (Sorten) genommen hast/nimmst, kann man da möglichrweise durchaus noch das ein oder andere versuchen.


    So wie ich das von einigenen Ärzten schon gehört habe, ist es so, dass nicht jeder Tropfen bei jedem Patienten gleich anschlägt. Auch wenn Du momentan praktisch die gesammte Bandbreite an Wirkstoffen ab deckst, ist es möglichrweise nicht verkehrt, sie in anderen Dosen und Kombinationen einzusetzen. Ich möchte dich jetzt gar nicht verwirren, Dir falsche Hoffnungen machen, oder dich verunsichern. Ich denke nur, wenn dein rechtes Auge sowieso als verloren gilt, hast Du ja auch im Grunde genommen nichts mehr zu verliren und kannst somit auch darum bitten, vielleicht sogar darauf bestehen, alles zu versuchen was zumindest theoretisch möglich ist. Selbst Tabletten können zumindest für einen gewissen Zeitraum eine Option sein. Ich spreche da wirklich ein Stück weit aus eigener Erfahrung.


    Was die Sache mit dem Stress oder anderen äußerlichen Faktoren angeht glaube ich persönlich nicht wirklich daran, dass so Dinge wie autogenes Training helfen können. Es mag ein Strohhalm sein, vielleicht versetzt der Glaube auch Berge, aber irgendwie wäre es doch zu einfach. Als ich vor mehr als 5 Jahren noch in der Ausbildung war und so ungesund gelebt habe, wie man nur leben kann (3 Stunden Schlaf, Kaffee, Zigaretten, jede Menge Kopfschmerztabletten), war mein Augendruck noch in einem hervorragendem Bereich. Erst als die Arbeitslosigkeit kam und ich nur noch zuhause gesessen habe, ging es bergab...


    Liebe Grüße


    Christian

  • ich danke euch...was ist denn SLT?


    Liebe Sabine, klar gehe ich nach Würzburg-ist ja auch erst im April. Ich kann auch noch mit meinem Hausarzt sprechen, der ist zwar kein Spezialist, aber vielleicht hat er auch noch eine Idee.


    Christian, Du hast recht, es kommt vielleicht auf die innere Verfassung an-du fühltest dich im Job wohl und auch der Qualm und der wenige Schlaf machten Dir nix aus...jetzt bist Du bestimmt deprimiert zu Hause-kann ich verstehen!


    Vielen Dank Euch allen-so ist man nicht ganz allein. :sunshine:


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Zitat

    Original von Fiona
    ich danke euch...was ist denn SLT?


    :


    Fiona


    Guggstu hier:



    Laserverfahren (SLT)



    LG


    Sabine

  • Mit Aussagen wie austherapiert, Operation etc. ist man immer überfordert und im ersten Moment schockiert, mir gings genau so. Ich holte mir eine zweite Meinung ein, die sich mit der ersten deckte, so wusste ich, ich musste die OP machen lassen. Bisher waren es 13. Auch ich dachte, autogenes Training würde mir helfen, tat es aber nicht wirklich und auch das Gespräch mit einem Psychotherapeuten brachte mir persönlich nichts. Wirklich geholfen haben die Aufmerksamkeit meines Mannes und die anderer Angehöriger. Auch wenn sie die Situation nicht nachvollziehen oder teilweise nicht verstehen können, sie sind da, hören zu und kennen einen persönlich sehr gut.


    Sogar hier iin der Großstadt Wien gibt es keine Selbsthilfegruppe, Mir ist auch der Austausch in diesem Forum wichtig, auch wenn ich mit dem Glaukom nunmehr keine Probleme habe.
    Vielleicht kann nun ich zuhören, aufmerksam sein, irgendwie helfen, wenngleich halt nur aus der Ferne.

  • Hallo Fiona!


    Das kann ich so nicht bestätigen. Ich war weitaus unzufriedener während der Ausbildung und gerade durch den Schlafmangel etc. in keiner guten Verfassung. Das ist mittlerweile eigentlich anders, zumal der menschliche Rückhalt durch geklärtere Familienverhältnisse, einer tollen Lebenspartnerin etc. viel grösser ist.


    Ich würde an deiner Stelle nicht bis April warten, sondern schnellst möglich eine zweite Meinung einholen. Die Zeit bis April schadet wenn nichts passiert ab nur deinen Augen und b zermürbt sie dich möglichrweise mental, weil Du dich die ganze Zeit fragen wirst, was da kommt, was mit Dir passiert, wies weiter geht etc. Besser ist es, wenn Du dich so schnell wie möglich dem Problem stellst und so vielleicht sogar frühzeitig alles etwas anders (positiver) läuft, als erwartet. Klammer dich nicht an den falschen Strohhalm...


    Liebe Grüße

  • Danke für Eure Meinungen und Erklärungen. Ich soll im März ja noch einmal zum Augendoc und habe im April den Termin in Würzburg. Bei dem Druck, den ich jetzt habe, wäre das nicht dringend, meinte der Doc. Er will wohl sehen, ob mit den drei Tropfensorten bis März der Druck noch weiter runter geht.


    Ich nehme das Alphagan zusätzlich erst seit vor Weihnachten-soll jetzt auch die Augenwinkel nach dem Tropfen nicht nur beim Azopt, sondern bei allen drei Sorten zuhalten, damit nicht gleich alles runterläuft.


    Danke Sabine für die Erklärung mit dem Laser.


    Liebe Burgi, ich glaub ich hab Dich woanders schon mal gelesen...13 Operationen-warum denn so viele??? Das macht mir natürlich Angst...ich freue mich für Dich, dass Du jetzt vor dem Glaukom erst mal Ruhe hast, wenn ich das richtig verstanden habe.


    Einen lieben Lebenspartner habe ich jetzt...allerdings hatte ich bis vor ca. drei Jahren von einer anderen Seite weit über zwanzig Jahre starken emotionalen Druck-ein Perfektionist-kein Mensch kann je seinen Ansprüchen genügen-das weiss ich heute...


    Wisst Ihr, was mich traurig macht? Ich habe einen erwachsenen Sohn, der auch schon tropfen muss. Der Augenarzt wollte den Druck bei ihm nicht messen, weil er zu jung ist, aber mein Sohn bestand darauf!!! Weil es bei mir zu spät erkannt wurde!!!


    Und siehe da: für sein Alter etwas zu hoch-er tropft, hat aber noch keine Schäden. Gott sei Dank, kann ich nur sagen.


    Ich könnte natürlich in Würzburg anrufen, aber die haben eher keine Termine, nur für Notfälle...und der andere Augendoc in dem kleinen Kaff hat noch weniger Ahnung, wie ich erfuhr.


    Der Termin ist auch Anfang April-nicht Ende. Der Januar ist schon fast um und im März geh ich noch mal zum Augendoc.


    Dann sehe ich, wie der Druck inzwischen ist.


    Das rechte Auge wurde mal gelasert, aber wie gesagt, es brachte nix. Das machte damals allerdings in meiner Heimatstadt ein örtlicher Augendoc, vielleicht ist es in der Klinik besser-haben die mehr Erfahrung und inzwischen andere Geräte?


    Ich danke Euch für Euren Zuspruch.


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Hallo Fiona!


    Halt mich für verrückt, aber was Du so schreibst, gefällt mir die Einstellung von deinem Augenarzt irgendwie so gar nicht. Ob das Alphagan seine Wirkung tut, müsste bereits jetzt erkennbar sein. Deshalb weiß ich nicht, warum da bis März gewartet wird mit der nächsten Messung...


    Na ja nun denn...


    Liebe Grüße


    Christian

  • Hallo, Fiona,


    ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlst. Du denkst, Du hast alles getan, aber trotz all der Tropferei schreitet die Krankheit voran. Und selbst die Ärzte wissen nicht warum. Das Glaukom ist eben eine heimtückische Krankheit.
    Welche Laser-OP hast Du machen lassen? Wenn das gar nichts bringt, so ist das sehr frustrierend.
    Vielleicht stellt sich ja heraus, dass Du mit den Tropfen noch nicht austherapiert bist. Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten.
    Auf jeden Fall bist Du in Würzburg in guten Händen.


    Ich hoffe, dass sich Deine jetzige Sehkraft nicht verschlechtert und dass Dein Sohn vom Gaukom verschont bleibt.


    VlG, Hanni

  • ich danke euch...


    lieber christian, eigentlich soll dieser doc erfahrung haben. ich kann noch mal den hausarzt fragen, dort geh ich auch bald hin. soweit ich mich erinnere, meinte der doc, dass es unterschiedlich ist, wie und wann die tropfen bei jemandem angschlagen, diese erfahrung hat er wohl gemacht.


    der arzt, der meinen sohn untersuchte, sitzt 600km entfernt in meiner heimatstadt. das ist ein anderer doc, den ich nicht kenne, bei dem ich auch nicht in meiner heimatstadt in behandlung war.


    liebe hanni, danke für deinen zuspruch-ich hoffe auch, dass alles so bleibt, wie es ist und sich nicht verschlechtert. leider weiss ich nicht, was für einen laser der arzt damals verwendet hat...


    ich hab mir überlegt, dass ich nächste woche ja mal beim uniklinikum würzburg nachfragen kann (telefonisch), was die meinen?



    fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

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  • Hallo Fiona!


    Ich mein das keinesfalls böse, was ich schreibe. Ich denke nur, dass eine zweite Meinung, die Du Dir möglichst schnell einholen solltest a nicht schaden kann und b mgölcirhweise ganz schnell Klarheit bringt. Vielleicht kann, falls nötig auch schneller gehandelt werden, als erst im April.


    Letzt endlich musst Du selbst entscheiden, wie Du vorgehst. Ich kann absolut nachvollziehen, wie Du dich fühlst. Das ist nicht nur daher geredet. Mein rechtes Auge ist ganz hinüber und das linke hat einen Sehrest von 1/24. Meine Mutter hatte Röteln während der Schwangerschaft. Zusätzlich zum Glaukom kommt ein grauer Star, der weiter voran schreitet, soll heißen es kann erst ein mal nur schlechter werden. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn einem ein Oberarzt in einer Augenklinik so was sagt wie: "Eine Garantie wies weiter geht kann Ihnen keiner geben.", oder auch wie es ist, wenn 2 Augenäärzte da sitzen, und beide ernsthaft überlegen müssen, was man noch tun kann (welche Tropfen etc.).


    Ich möchte dich wirklich animieren, nicht zu lange zu warten. Ich weiß, dass der einfachste Weg ist, sich dahin zu setzen, zu hoffen dass es nicht schlechter wird und alles ein bisschen vor sich her zu schieben. Das geht sicher auch ne ganze Zeit lang gut, nur irgendwann holt einen die Realität ein, spätestens dann wenn das Sehen schlechter wird. Bis dahin kann einen das abgesehen von den Augen her auch psychisch ganz schön in die Knie zwingen.


    Lass Dir so schnell wie möglich die Unterlagen schicken, aus welchen hervor geht, wann und wie Du behandelt wurdest (welcher Laser verwendet wurde etc.). Das wird den Ärzten auf jeden Fall helfen, für die weitere Behandlung die besten Entscheidungen zu treffen.


    Liebe Grüße


    Christian

  • danke. :) ja, im Moment bin ich in einer resignativen Phase...möchte am liebsten gar nix tun. Ich wollte mir die Unterlagen nach dem Umzug schon schicken lassen, da meinten die, ich müsse erst den Arzt von der Schweigepflicht befreien (schriftlich), das war mir zuviel Aufwand-zumal ich Schuldgefühle wegen einer anderen Sache hatte.


    Ich werde mich nächste Woche dennoch aufraffen und in der Augenklinik in Würzburg anrufen, ob ich nicht doch eher kommen kann.


    Danke für Deinen Rat. Ich kann mir denken, dass Du es auch nicht leicht hast, hab von Fällen gelesen, wo sich das Glaukom besserte, als die Linse gewechselt wurde wegen dem grauen Star. Ich glaub sogar, das war hier im Forum.


    Lieben Gruss


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Hallo Fiona!


    Die Sache mit dem Austausch der Linse und dem dadurch verbesserten Augendruck ist in der Tat zutreffend. Eine künstliche Linse ist weitaus dünner als die körpereigene. Dadurch ist der Spielraum für das Kammerwasser so zu sagen grösser. So hat es mir zumindest ein Arzt erklärt. In 95% aller Fälle geht eine Katarakt-OP gut (Entfernung des grauen Stars). Da es sich bei mir jedoch um "das letzte Auge" handelt, gehen die Ärzte da vermutlich nicht eher dran als nötig. Ich nehme an, dass aufgrund der Rötelninfektion meiner Mutter und der dadurch hervor gerufenen Fehlbildung das Risiko eines Fehlschlags doch erheblich höher sein dürfte. Als weiterer Fakter kommt sicherlich auch hinzu, dass ich eine transplantierte Hornhaut habe.


    Ich kann deine resignierte Haltung absolut nachvollziehen. Das ist menschlich einfach nur verständlich und nachvollziehbar. Ich finde es gut, dass Du nächste Woche die Initiative ergreifen wirst. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass Du so früh wie möglich in Würzburg einen Termin bekommst. Alles weitere wird sich dann zeigen. Vielleicht ist längst noch nicht alles verloren. Ich wünsche es Dir sehr.


    Liebe Grüße


    Chrisitian

  • Hallo Fiona,
    ich kann nachvollziehen, wie Dir zumute war. Bei mir war es glücklicherweise nicht ganz so hart, ich habe noch 30 % Sehkraft. Hinsichtlich der Frage, ob man das Auge nicht hätte retten können, ist zu prüfen, ob vor 2 Jahren das Auge noch eine bessere Sehkraft hatte. Dann wäre es zumindest bei sorgfältiger Behandlung möglich gewesen, den Status zu erhalten. Aber bei mir hat der AA auch nicht sorgfältig gearbeitet. Gemäß Richtlinien für Glaukom sollte bei Glaukom alle 3 Monate eine Untersuchung stattfinden. Dieser Link kommt von der Moderatorin Helga K.http://www.augeninfo.de/leit/leit15c.pdf
    Sollte normalerweise jeder AA kennen. Ist von 2006.
    Allgemein kann ich Dir nur raten, alles mögliche für eine schnelle Untersuchung machen. Evtl. solltest Du prüfen, ob die Untersuchung auf Privatabrechnung (falls Du Kassenpatient bist) evtl. früher möglich ist.
    Unabhängig davon kann ich nur sagen, freue Dich über das was Du hast. Wieviele Menschen haben schwerwiegendere Leiden, zwar ein schwacher Trost, aber für Dich im positiven Sinn. Ein Arbeitskollege hatte vor 3 1/2 Jahren einen irreparablen Gehirntumor. Die Diagnose war ihm bekannt, vor 8 Wochen ist er gestorben. Von daher denke ich, dass das Glaukom auch mehr als unerfreulich ist, aber wir sollten uns dann an den positiven Seiten des Lebens erfreuen. Du hast jetzt einen guten Partner, freue dich und genieße das Leben, am Glaukom kannst Du momentan nichts ändern, sondern nur aufhalten. Das sollte Dein Bestreben sein und trotzdem positiv Denken.
    Alles Gute.
    (Mein AA hat mir am 29.1. ganz plötzlich mitgeteilt, dass ich s o f o r t am Glaukom operiert werden müßte. Termin ist der 11.2. Ich werde aber in der nächsten Woche in Hildesheim und in Dresden diese Aussage überprüfen.
    Kostet zwar eine Menge Geld, aber meine Augen sind mir das wert).


    Toi, toi, toi für Dich

  • danke für Deinen Beitrag. Ich könnte mir finanziell nicht leisten, private Termine zu vereinbaren, aber ich versuche es zumindest, einen früheren Termin zu bekommen.


    Das mit den schlimmeren Krankheiten kann ja noch kommen...weiss man nie im Leben. Ich habe noch eine Schilddrüsen-Unterfunktion.


    Ja, ich bin schon dankbar für Vieles, musste aber auch im Leben schon Vieles einstecken, ich weiss, andere auch...möchte auch nicht jammern. Man hat eben Angst...


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • So-heute war ich also in der Augenklinik in Würzburg und hatte leider wieder-trotz Xalacom, Azopt und Alphagan- wieder 30 Augendruck auf beiden Augen!


    Eine Ärztin fragte sogar, ob ich Sachen mithätte zum dortbleiben!
    Sie meinte noch, es wäre ein Wunder, dass ich rechts mit dem kaputten Nerv noch soviel (was man dann halt noch sieht) sehe!


    Ich musste mir einen OP-Termin geben lassen: am 27.3. soll ich in die Klinik und am 28.3. operiert werden...


    Ich hab natürlich Angst-aber was solls, wenn es sein muss...


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Hallo Fiona,
    warum nicht diese einfache SLT? 5 Minuten pro Auge. Ich hatte 3x Azopt und abends Xalatan (Offenwinkelglaukom). Scheinbar austherapiert mit Medikamenten
    Schau mal meinen Beitrag "und tschüss Glaukom". Mein Druck ist z.Zt. unter Kontrolle um 20 ohne Augentropfen oder Medikamente.


    Gruß
    Friedl

  • ja- ich hab es gelesen-bei mir ist das problem, dass das linke auge zwar gut vom sehen her, der Nerv jedoch auch am Rand leicht geschädigt ist. Ich glaube, die wollen kein Risiko eingehen, damit der Nerv nicht noch mehr geschädigt wird.


    Selbst 20 wäre zu hoch bei vorgeschädigtem Nerv. Bei der Vorbesprechung in der Klinik kann ich deine Methode dennoch mal ansprechen, auch am Mi -jetzt- beim Augenarzt.


    Vielen Dank für deinen Hinweis!


    Fiona

    Hoffnung ist es, die den Menschen vergessen lässt, was unerreichbar ist. Adolff, C.

  • Hallo Fiona!


    Na, ein Druck von 30 bei einer Maximaltherapie mit 4 Wirkstoffen ist schon heftig!


    Hm- ich denke mal, dass die SLT wahrscheinlich nicht mehr ausreichen wird. Aber fragen kostet ja nix ;O).


    Ansonsten wünsche ich Dir alles Gute! Lass den Kopf nicht hängen und geh' positiv an die Sache ran!!!


    LG


    Sabine