Beiträge von Dokota

    Wundern tut mich allerdings, dass in diesen Rechner seit langem bekannte und überdies einfach zu operationalisierende Risikofaktoren wie z.B. die familiäre Belastung und die Zugehörigkeit zu bestimmten ethnischen Gruppen nicht eingehen.

    Hallo Chanceline und Sabine!


    Zum ersten: korrekt, diese Tabelle hat leider nicht alle Risiken zu berechnen. Es basiert auf Ocular Hypertension Treatment Study (OHTS) and the European Glaucoma Prevention Study (EGPS). Analog kann es nur durch die oben genannten Faktoren berechnet werden. Aber wir wissen ja, dass Alter, positive familiäre Geschichte, hohe Myopie, Pseudoexfoliationen, Pigmentdyspersion alle zusätzlich eine große Rolle in Prognosenbestimmung spielen.


    Wenn ich das jetzt richtig gelesen habe gilt diese Rechnung nur für die POWGs, richtig?

    Noch enger! Es gilt nur für die okuläre Hypertension und deren Prognose.


    Mit besten Grüßen


    Dokota

    Bislang wurde bei mir nur okuläre Hypertension diagnostiziert, und bislang habe ich mich - in Abstimmung mit AA - gegen eine Therapie entschieden.

    Hallo Rheinländerin und danke für deine Geschichte und auch für die Aufmerksamkeit.


    Ich habe schon verstanden, dass einen Patienten über die Möglichkeit aufzuklären, als erstes den Zustand einfach zu beobachten und erst bei dem Fortschritt zu behandeln anfangen, stellt den größeren Zeitaufwand für den Arzt dar. Daher ist es eben auch seltener praktiziert. Einfacher und schneller ist es, sofort die Tropfen zu verschreiben. Sie sind krank, sie müssen tropfen, hier ist ein Rezept, da ist eine Broschüre, wir sehen uns in 4 Monaten. Ich würde sagen, die individualisierte Behandlung ist teurer, und ob dafür einen Platz während der Sprechstunde wirklich gibt bezweifle ich ernsthaft.


    Bei einem C/D-Wert von 0,8 beidseitig ist nach meinem Verständnis der Sehnerv schon geschädigt. Dann macht es doch keinen Sinn mehr, über Wahrscheinlichkeiten zu diskutieren, mit der in 5 Jahren ein Glaukom, also Schäden, auftreten?

    Da hast du recht: 0.8 Exkavationen bedeuten ein größeres Risiko für Konversion von OHT zum Glaukom. Andererseits, die normalen Exkavationen liegen immernoch im Bereich von 0,1 bis 0,8. Also wie Chanceline schon richtig erklärte, es bedeutet nicht automatisch, es sei krank.

    Fallkonstellation #3 war nur eine Konstellation und kein echter Patient (daher auch kein OCT usw.). Ich wollte den Risikorechner zu testen, indem ich die extreme Variante eingebe. Sie dürfen das gerne auch selbst machen (leider auf Englisch). Achtung! Das kann nicht den fachärztlichen persönlichen Rat ersetzen.

    Und übrigens, auch in diesem Fall lohnt sich die Besprechung der Chancen! Der Patient hat zwar eine Chance 40%, das Glaukom in 5 Jahren zu kriegen, aber selbst wenn wir 100 solche Patienten behandeln würden, nur ca. 12% würden davon profitieren. Siehe Folie #14. Also ich kann mir vorstellen, dass einige Patienten auch hier bevorzugen würden, bisschen abzuwarten.


    P.S.

    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Augenerkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend den Augenarzt.


    MfG


    Dokota

    Durch welche Parameter wird diese Berechnung gemacht?

    Hallo Sabine,


    1) Alter

    2) dreimalige Hornhautdickenwerte (Pachymetrie)

    3) dreimalige Augeninnendruckwerte

    4) einmaliger Wert der Papillenaushöllung (Papillenexkavation, Cup/Disc Ratio, über Spaltlampe oder über Papillen-OCT)

    5) zweimalige "Meandeviation" Werte von Schwellenperimetrie (durchschnittliche Abweichung von der Norm für dieses Alter)

    Vielleicht kannst Du das so ein bisschen nachvollziehen?


    Sicher, das kann ich mir sehr gut nachvollziehen.

    Chanceline hat die Problematik sehr gut erläutert, danke.


    MfG


    Dokota

    Hallo Gemeinschaft!


    Nur ein paar Gedanken über okuläre Hypertension und Normaldruckglaukom.

    Interessante Angaben über okuläre Hypertension und Normaldruckglaukom geben uns die Hauptstudien.

    Wie viele Patienten profitieren eigentlich von der Behandlung der okulären Hypertension? Wie viele - bei Normaldruckglaukom? Es gelten natürlich gleichzeitig mehrere Risikofaktoren (wie ihre und familiäre Vorgeschichte, gleichzeitige andere Augenzustände, ihr Alter unter anderen), aber in großen und ganzen existieren schon die grobe Ahnung. Wie können bei okulärer Hypertension (was ich wirklich spannend gefunden habe) der Rechner für Konversionsraten (von okulärer Hypertension zum echten Glaukom) benutzen. Das erleichtert wirklich die Aufklärung der Patienten mit okulärer Hypertension, indem man eine grobe Vorstellung bekommt, wie groß ist die Chance für ihn ein echtes Glaukom in 5 Jahren zu bekommen. Davon hängt natürlich ab, wie sinnvoll ist die Behandlung überhaupt.


    Bei manchen ist das Risiko 3% in 5 Jahren! Bei den anderen - 40%. Das mach natürlich Unterschied bei der Aufklärung. Komischerweise auch die Patienten, die nur "3% Risiko" haben und schon über Jahre die Augentropfen benutzen, wollen damit oft nicht aufhören. Da gibt die Wissenschaft auf:)


    Würdet ihr euch freuen, die Aufklärung über solche Chancen zu bekommen und danach die eigene Entscheidung zu treffen? Oder braucht ihr eher die paternalistische Unterweisungen von der Seite des Arztes?


    Danke.


    Mehr Materialien zum Nachdenken in dieser Präsentation.


    Ich wünsche euch allen friedvolles Weihnachtsfest und gesundes Neues Jahr!


    P.S. Diese Gedanken und Präsentation ersetzen nicht die individuelle fachliche Einschätzung der Erkrankung. Alle möglichen Risiken für Entwicklung von Augenerkrankungen sollen von Ihrem Arzt individuell eingeschätzt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt.

    Hallo Trunki,


    sorry, das kann ich dir nicht sagen: es ist halt nur ein Forum. Prinzipiell, wenn Nervenfasern alles grün, Ganglienzellen alles grün, AID in grünem und der Patient beschwerdefrei sei, dann soll der Patient gesund sein.


    MfG


    Dokota

    Hallo Trunki,


    eine Studie meinte, es sei nur dann eine echte "Makro", wenn es über 2.70 mm2 liegen würde. Eine durchschnittliche "normale" Größe der Papillen in dieser Studie betrug 2.10-2.45 mm2. Klingt wahrhaft. Daher vielleicht "relativ". Es spielt also keine Rolle bei OCT-Diagnostik in deinem Fall.


    Gruß


    Dokota

    Danke an alle. Ich hatte keine Ahnung, dass Apothekenumschau Webseite hier so einen Ruf hat. Jetzt weiß ich Bescheid. Der Beispiel von Sabina war aufschlußreich.

    P.S. Wiki ist kein Teil meiner Ration, und für Medikamentenumschau benutzt Fachman "ifap" oder Android-App "Arznei aktuell". Die ist übrigens kostenfrei und für alle verfügbar, hat auch Informationen über Kosten usw.


    VG


    Dokota

    Hallo Sternchen,


    Zitat

    Ohne Witz, bei mir haben die schonmal in der Glaukomsprechstunde in der Apothekenumschau (!!!) nach den Tropfen gegoogelt die ich vom niedergelassenen AA verschrieben bekam.

    das ist natürlich schade, dass der Arzt Azopt oder Lumigan nachgoogeln musste, aber warum ist es schlecht, dass er das in der Apothekenumschau geschaut hatte? Darüber hinaus, für Brinzolamid, Dorzolamid, Latanoprost usw. gibt es in der Regel viele Markennamen. Was eine Routine für Glaukompatienten und ambulante Augenärzte sein mag, kann für Krankenhausärzte und insbesondere für Weiterbildungsärzte eine kleine Herausforderung sein. Und vice versa.


    Meine Deutschkenntnisse sind tatsächlich weit von optimal. Verstehen kann ich aber recht gut. Schönes Wochenende!


    Viele Grüße


    Dokota

    Die Zeiten, wann man beim Bett des Patienten alles wissen konnte, sind längst vorbei. Heute muss man eigentlich täglich/wöchentlich gugeln. Wenn man als Arzt das nicht macht (auch vor dem Patienten) - ist er mehr oder weniger outdated. Natürlich muss man über ein solides Grundwissen verfügen, keine Frage. Gugeln hat halt damit nichts zu tun. Früher waren dies Lehrbücher, heute meist Internet. Man braucht oft nur Wiki/Google/Apothekeumschau, damit man sofort versteht, worum es bei diesem Medikamenten mit einem schönen neuen Namen geht. Es heißt aber nicht, dass das ganze Wissen des Arztes aus Wiki kommt, das wäre doch absurd. Also deswegen ist das Thread.

    Liebe Menschen,


    ich fand vor kurzem dieses interessantes Thema: idiopathische intrakranielle Hypertension und möchte was dazu sagen.

    Es ist super, wenn der Arzt vor Ihnen keine Angst hat, seine Wissen im Internet zu überprüfen. Viel schlimmer ist es, wenn er das aufgibt, und die wichtigsten Informationen nicht überprüft. Googeln vor dem Patienten ist inzwischen ein Standard geworden, und das ist keinesfalls ein Zechen des Nichtwissens.


    Selbst ich google ab und zu, um sofort die Studien zu überprüfen, den Patienten Bilder zu zeigen, oder auch den Wirkstoff der noch einen hundertsten Augentropfen rauszukriegen. Und ja, für manche Zwecke passt eine ärztliche Webseite (die Datenbank wie Pubmed), für andere - einfach die Webseite der Apotheke oder sogar Wiki. Ich hätte lieber Angst vor den Ärzten, die seit Jahrzehnten gar nichts googeln. Ich wäre persönlich sehr froh, wenn mein Arzt vor mir etwas überprüft.


    Ich wollte das unbedingt mitteilen, da die Nachrichten im Thema für mich unrecht aussahen.


    Schönes Wochende euch allen. Bitte, wenn dieses Thread gegen die Regeln verstößt, gerne löschen...


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo Stefan,


    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Augenerkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend Ihren Augenarzt.


    Also ich habe deine Geschichte in einem anderen Thema auch gelesen.

    Wenn die maximale Augentropfentherapie nicht genügt und wenn die selektive Trabekuloplastik oder Grünlaser-Trabekuloplastik nicht als zusätzliche Alternativen in Betracht gezogen werden können, kommen die Operationen tatsächlich infrage.


    Systematische Literatursuche und Meta-Analysen (2017, 2019 und 2020) zeigen, dass Trabekulektomie mehr effektiv in Drucksenkung ist als Kanaloplastik, hat aber größere Komplikationsrate.


    Bezüglich des XEN-gelstents, es fehlen bis jetzt die langzeitigen Ergebnisse. Alle die Studien, die ich gefunden haben konnte, zeigen nur die kurzfristige Wirkung des XENs (d.h., kein Beobachten länger als 1 Jahr wurde ausreichend beschrieben). Z. B. diese deutsche Studie, die annimmt, dass XEn und Trabekulektomie gleich erfolgreich und gleich komplikationsvoll/frei sind.


    International steigt das Interesse an tiefe Sklerektomie als einer sicherer Alternative zur Trabekulektomie. Die ist jedoch auch weniger wirksam, was die Augeninnendrucksenkung betrifft.


    Ich würde so sagen: es sollte die Operation sein, die der Operateur am besten beherrscht.


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo Tee,


    ich kann mir vorstellen, dass der mildeste Sauerstoffmangel, den die Masken verursachen können, zwar unbequem ist, kann aber kaum schaden. Vielleicht kann es den unter Asthma oder Bronchitis Leidenden von Bedeutung sein, aber COVID-19 ist für diejenige von noch größerer Bedeutung (der größte Risikofaktor für schweren Verlauf der Lungenentzündung). Darüber hinaus ist der Zweck der Masken (insbesondere der selbstgemachten Masken) - die anderen zu schützen. Dünnere selbst-gemachte Masken sind in dieser Hinsicht natürlich bequemer. N95 sind im Gegenteil dichter und schwerer zu vertragen.


    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Erkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.


    Mit freundlichen Größe


    Dokota

    Hallo Senator,


    hier ist ein Zitat von einem frischen Artikel "[Pseudophakic Cystoid Macular Edema]"[Article in German] by Viola Radeck, David Märker, Philipp Prahs, Horst Helbig, Lo Thar Krause:



    So viel ist heute bekannt.


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo alle,


    ich nehme Bezug auf dieses Thema.


    vielleicht meint der Author eine sog. Kahook-Dual-Blade-Goniotomie? Es wird langsam ein neues Phänomen auch in Deutschland. Aber, bis es ein paar unabhängige randomisierte Studien erscheinen, die die Vorteile im Vergleich zu, z. B., i-Stents, Kanaloplastik usw. deutlich bestätigen können, würde ich als Patient darauf verzichten. Bisher gibt's nur eine vom Entwickler gesponsort randomisierte und ein paar auch meist vom Entwickler gesponsort retrospektiven Studien. Awarten m. E. lohnt sich.


    VG - Dokota

    Hallo Soni,


    Brimonidin (Bestandteil der Simbrinza) ist gut bekannt für seine Nebenwirkungen. Bindehautentzündung passiert oft bei ihm. Man muss damit nicht leben, und die Alternativen gibt's. Auch Laserbehandlung muss erwogen werden.


    Erzähle deinem Arzt deine Sorgen.


    VG - Dokota

    Hallo Sabine,


    prinzipiell nichts neues...


    Grundsätzlich kann jeder die vom Arzt verschriebenen Medikamente auf der Webseite http://Embryotox.de selbst überprüfen, ob die für Schwangere geeignet sind oder nicht.


    Die gleiche Information muss im Beipackzettell stehen (z. B. die Angabe von FDA-Kategorie „A“ oder „B“ gelten grundsätzlich für Leibesfrucht ungefährlich).


    Man muss unbedingt richtig eintropfen. D.h. muss der Tränennasengang 1 Minute nach einem Eintropfen richtig zugehalten werden. Das vermindert die systemischen Effekte der Augentropfen.


    Nun. Während der Schwangerschaft sinkt oft der Augendruck bei Glaukompatienten erheblich von selbst. Wenn nicht, dann gibt’s Varianten.


    Ganz ohne Medikamente und Operationen: mittels einer selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) oder auch einer ALT. Sicher, effektiv, dauerwirkend.


    Nicht genug oder nicht passend? Dann erwägt man Augentropfen.


    Erste Wahl: Brimonidin (außer ab 37. Woche, auch nicht während Stillzeit). (Leider fehlt diese Information auf Embryotox.de).


    Wenn nicht ausreicht oder nicht passt – dann Timolol. Geht auch während Stillzeit.


    Dorzolamid, Brinzolamid, Latanoprost und Azetazolamid sind alle die dritte Wahl während der Schwangerschaft, passen aber alle bei Stillzeit.


    Erwägt der Augenarzt das Glaukom als fortgeschritten oder schwer kontrollierbar, dan kommen Operationen in Betracht (sicherer frühzeitig vor der Schwangerschaft, aber mit gewissem Risiko bei Narkose – auch während der Schwangerschaft).


    Hier kommen Trabekulektomie (ohne 5-FU, ohne MMC!), Ahmed- und Baerveldt-Ventil-Implantate, sowie ab-interno Trabekulotomie und XEN-Gel-Stent in Betracht.


    Diese Daten stammen aus der letzten Review des Themen: Glaucoma in pregnancy, B. Strelow, D. Fleischman, Curr Opin Ophthalmol, März 2020.


    Ich hoffe das hilft.


    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Augenerkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend den Augenarzt.


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo Sabine,


    prinzipiell nichts neues...


    Grundsätzlich kann jeder die vom Arzt verschriebenen Medikamente auf der Webseite http://Embryotox.de selbst überprüfen, ob die für Schwangere geeignet sind oder nicht.


    Die gleiche Information muss im Beipackzettell stehen (z. B. die Angabe von FDA-Kategorie „A“ oder „B“ gelten grundsätzlich für Leibesfrucht ungefährlich).


    Man muss unbedingt richtig eintropfen. D.h. muss der Tränennasengang 1 Minute nach einem Eintropfen richtig zugehalten werden. Das vermindert die systemischen Effekte der Augentropfen.


    Nun. Während der Schwangerschaft sinkt oft der Augendruck bei Glaukompatienten erheblich von selbst. Wenn nicht, dann gibt’s Varianten.


    Ganz ohne Medikamente und Operationen: mittels einer selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) oder auch einer ALT. Sicher, effektiv, dauerwirkend.


    Nicht genug oder nicht passend? Dann erwägt man Augentropfen.


    Erste Wahl: Brimonidin (außer ab 37. Woche, auch nicht während Stillzeit). (Leider fehlt diese Information auf Embryotox.de).


    Wenn nicht ausreicht oder nicht passt – dann Timolol. Geht auch während Stillzeit.


    Dorzolamid, Brinzolamid, Latanoprost und Azetazolamid sind alle die dritte Wahl während der Schwangerschaft, passen aber alle bei Stillzeit.


    Erwägt der Augenarzt das Glaukom als fortgeschritten oder schwer kontrollierbar, dan kommen Operationen in Betracht (sicherer frühzeitig vor der Schwangerschaft, aber mit gewissem Risiko bei Narkose – auch während der Schwangerschaft).


    Hier kommen Trabekulektomie (ohne 5-FU, ohne MMC!), Ahmed- und Baerveldt-Ventil-Implantate, sowie ab-interno Trabekulotomie und XEN-Gel-Stent in Betracht.


    Diese Daten stammen aus der letzten Review des Themen: Glaucoma in pregnancy, B. Strelow, D. Fleischman, Curr Opin Ophthalmol, März 2020.


    Ich hoffe das hilft.


    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Augenerkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend den Augenarzt.


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo Maja,


    wichtiger als Sehnervenschichtaufnahme ist bei jetziger Situation die Schichtaufnahme der Ganglienzellen. Dazu auch 10 Grad-Schwellenperimetrie. Wenn die unauffällig sind, sowie Hornhaut nicht dünn ist, dann ist alles top.


    Solltest du doch behandlungsbedürftiges Glaukom haben, es gibt nicht-medikamentöse Optionen, die gerade für Glaukom während Schwangerschaft besonders geeignet sind.


    Das sind die wichtigen Themen zum Gespräch mit deinem Arzt.


    Viele Grüße


    Dokota

    Hallo Trunki,


    dass die Verbesserung auftrat, ist unwahrscheinlich. Mit zunehmendem Alter (und auch mit fortschreitendem Glaukom) nimmt die Galnglienzellenschichtdicke und Nervenfaserschichtdicke nur ab.


    D.h., der positiver Unterschied, den du gemerkt hast, hat tatsächlich mit verschiedenen Datenbänken und Geräten zu tun. Sieh mal z. B. hier: die Studie zeigte, dass die Messungen von Cirrus-OCT (Zeiss) und Spectralis-OCT (HRA+OCT, Heidelberg) sind zwar beide in der Lage, die Krankheit von der Norm abzugrenzen, sind aber auch gar nicht gleich.


    Und so ist es zwischen allen gängigen Geräten. Der Unterschied ist nie drammatisch, aber halte dich lieber an einem Gerät.


    Vorsicht, diese Mitteilung ersetzt nicht die fachliche Einschätzung der Erkrankung. Augenerkrankungen können per Forum weder diagnostiziert noch behandelt werden. Sollten Sie die Fragen bezüglich Ihres Zustandes haben, alarmieren Sie bitte umgehend den Augenarzt.


    Viele Grüße


    Dokota