Beiträge von Tanjalein

    Hallo,


    ja, mein Vater war an Morbus Bechterew erkrankt.


    Ich habe die Krankheit seit meinem 14. Lebensjahr und bin komplett versteift, weil die Krankheit von vielen unfähigen Ärzten zu spät erkannt wurde.

    Zu meinem großen Glück bin ich aber gerade versteift und man sieht mir die Krankheit daher überhaupt nicht an.

    Ich komme auch prima zurecht und habe, seit die Krankheit ausgebrannt ist, kaum noch Schmerzen.


    Solltest du also tatsächlich an Bechterew erkranken ist das genauso wenig ein riesiges Drama, wie wenn du ein Glaukom haben solltest.


    Aber beides ist ja bei dir, soweit ich das verstanden habe, noch nicht mal bestätigt.


    Die größten Katastrophen spielen sich meistens nur im Kopf ab, denk´da dran :)

    Hallo Joe,


    leider habe ich gerade wenig Zeit, aber ich habe von deinen Ängsten gelesen und möchte dir, da ich ebenfalls unter starken Ängsten und katastrophisierenden Gedanken leide, ein paar Dinge sagen.


    Verzeih´die Stichwortform, aber dann bin ich einfach schneller, weil ich gerade sehr in Eile bin:


    1. Ich habe Morbus Bechterew seit 35 Jahren. Und zwar in weit fortschrittener Form. Bin auch HLA B 27 postitiv und hatte trotz hoher Krankheitsaktivität nicht eine einzige Uveitis. Ein Freund von mir, seit 40 Jahren erkrankt, hatte auch noch keine!


    2. Lies mal meine Geschichte, wenn du Lust und Zeit hast.

    Ultrakurzfassung: Vor über 30 Jahren OHT entdeckt. Vor 21 Jahren wegen sehr auffälliger Sehnerven in die Uni Augenklinik Mainz gewechselt.

    OCT links mit allen Farben gesegnet; seit neuestem auch ein roter Bereich. Ob das aber eine "echte" Verschlechterung ist, ist noch nicht klar.

    Letzte zwei OCT´s jedenfalls wieder gut stabil.

    Seit 30 Jahren kein Gesichtsfeldausfall; jedenfalls kein glaukomtypischer - dafür eine brandneu festgestellte Weitsichtigkeit mit zusätzlicher Altersweitsichtigkeit. Kein Wunder, dass mein Gesichtsfeld immer komischer wird.


    Nach 30 Jahren Ungewissheit, ob Glaukom oder nicht steht auf meiner Rechnung immer noch "OHT".


    Also, beruhige dich ! Es gibt für dich keinen Grund zur Panik !

    Liebe Chanceline,


    das sind so großartige Nachrichten. Ich freue mich von ganzem Herzen für dich mit :hops::girlshuepfend:  :check:

    Und, wie du dir denken kannst, fühle ich mich von deinem post gleich in mehrfacher Hinsicht extrem angesprochen.


    Sei es das Ausgangsdruckniveau, die großen Sehnerven, die jahrelange Hopserei zwischen "Glaukom oder eben doch keins" und die jetztige Aussage "keine Schäden".

    Das alles kommt mir so sehr bekannt vor.

    Nur mit dem Unterschied, dass dieses Spiel bei mir schon über 30 Jahre geht :kopfschuettel:


    Wie du dir sicher ebenfalls denken kannst, ist mir eine Aussage besonders (wohltuend) in´s Auge gefallen: nämlich, dass sich trotz Verwendung des nun richtigen und identischen Moduls deine OCT-Farbkarte zwar teilweise vom gelben in den grünen Bereich verschoben hat, aber eben auch umgekehrt.

    Das stärkt meine Vermutung, dass meine Verschiebung in den roten Bereich im November 2020 (und danach stets bestätigte Stabilität) womöglich auch so eine "unechte" Verschiebung von einem ehemals dunkelgelben in den hellroten Bereich gewesen sein könnte.

    Das erscheint mir inzwischen immer wahrschienlicher und beschert mir eine halbwegs beruhigte Zeit.


    Ich denke, wir zwei (und viele andere) werden diesen Spagat zwischen "Glaukom oder nicht" mit in´s Grab nehmen.

    Aber gut, dann ist das so.


    Ich freue mich jedenfalls superdolle für dich und konstatiere, dass das Wetter zu den Nachrichten passt :blume:


    Danke dir sehr für deinen Statusbericht :kiss:

    Hallo Kati,


    auch von mir ein herzliches Willkommen.


    Dein OCT war ja soweit unauffällig und dein Gesichtseld auch prima. Dein Augeninnendruck nur mäßig erhöht.


    Wieso ist sich der Augenarzt denn jetzt schon sicher, dass du ein Glaukom hast ?


    Es scheinen ja keine Schäden vorzuliegen und wenn sich an deinen Befunden nichts ändert, ist es halt nur eine oculäre Hypertension und (noch) kein Glaukom.

    Daher wundert es mich, dass du jetzt schon diese eindeutige Diagnose bekommen hast ...


    Liebe Grüße, Tanja

    ...wenn man bedenkt, wie dieser Thread mal angefangen hat...


    Und nun schon wieder grandiose Nachrichten :)


    Ich freue mich riesig über die Stabilität in allen Bereichen.


    Finde ich ganz ganz toll und wünsche dir, dass das weiter so bleiben wird.


    Ganz liebe Grüße.

    Tanja

    Hallo Jenat,


    ich komme ein bißchen spät, aber für ein wenig Zuspruch ist es ja eigentlich nie zu spät ;)


    Ich wünsche dir weiterhin schnelle Heilung für deine Zähne und freue mich, dass du jetzt schon das Druckgefühl los bist.

    Ich kann mir virstellen, was für eine Erleichterung das ist.


    Prima, dass du es hinter dir hast :thumbup:

    Hallo Joe,


    willkommen hier im Forum!


    Erstmal hast du "nur" eine Exkavation. Weder hast du einen hohen Augendruck noch hast du Gesichtsfeldausfälle.

    Das ist schonmal super !

    Je größer deine Sehnervenscheibe (Papille) ist, je größer ist auch die Exkavation. Und je dünner wirkt auch der neuroretinale Randsaum, weil sich die vorhandenen Schichten einfach über eine größere Fläche verteilen müsssen.


    Das ist, wie wenn du 500 Gramm Teig über eine große Fläche oder eine kleine Fläche ausrollst. Bei der großen Fläche wird der Teig zwar dünner, aber es bleiben 500 Gramm ;)


    Es ist also durchaus möglich, dass du das schon immer hattest und es einfach einer großen Papille geschuldet ist.


    Ich habe auch schon seit Jahrzehnten eine Exkavation von 0,6-0,7 - und sehe (abgesehen von altersbedingten Dingen) nach wie vor prima.

    Ich bin übrigens 50 und habe die Diagnose mit 20 bekommen. Glaukomtypische Gesichtsfelddefekte liegen bei mir (noch) nicht vor.


    Wenn du viel Zeit hast, dann lies doch mal meine "Geschichte".

    Ich bekam die Diagnose Glaukom mit 20 Jahren und aktuell bin ich mal wieder nur eine OHT ( und das, obwohl ich seit knapp 20 Jahren in einer sehr renommierten Glaukomklinik in Behandlung bin).

    Ich bin mir aber sicher, dass ich auch wieder bei "Glaukom" landen werde in den nächsten Jahren und vielliecht dann auch mal wieder nicht.


    Was ich damit sagen will: Die Diagnosestellung ist SEHR schwierig. Selbst für die besten mitunter.

    Manchmal dauert es Jahre, bis man über den Verlauf ein Glaukom sicher diagnostizieren oder eben ausschließen kann.


    Da ist leider Geduld gefragt und es ist nicht immer einfach, die aufzubringen, keine Frage.


    Aber nochmal: Eine große Exkavation ist nicht gleichbedeutend mit der Diagnose Glaukom. Da gehört sehr viel mehr dazu.


    Das wichtigste ist, dass jetzt weiter untersucht und die Sache beobachtet wird.


    Und selbst WENN du die Diagnose erhalten solltest, ist das kein Weltuntergang.

    Es gibt heute sehr viele potente Medikamente und gute OP-Verfahren, mit deren Anwendung in den meisten Fällen die Sehfähigkeit über Jahrzehnte erhalten werden kann.

    An einem Glaukom müssen heute nur noch die wenigsten erblinden.


    Und immer dran denken: in einem Forum wie diesem schreiben in der Regel nicht unbedingt die, die seit 30 oder 40 Jahren tropfen ( wie mein Nachbar z.B.) und immer noch sicher Auto fahren, sondern die, die es eher schwerer getroffen hat oder die eher einen Austausch wünschen.


    Also: ruhig Blut! Es gibt überhuapt keinen Grund für dich, in Panik zu verfallen.


    Berichte doch, wie es bei dir weitergeht.


    Liebe Grüße, Tanja

    Hallo Uke,


    herzlich willkommen hier im Forum !


    Und erstmal Glückwunsch zum tollen Druck rechts.


    Leider kann ich dir zwar deine Frage nicht beantworten, weil ich zur Zeit noch ausreichend mit Tropfen behandelt werde, aber eine Verständnisfrage hätte ich:


    Gab es rechts denn trotz der Tropfen eine Progression des Schadens oder warum hat man schon operiert ?


    Denn wenn der Schaden durch die Tropfen stabil hätte gehalten werden können, wäre das ja nach meinem Verständnis ausreichend gewesen.


    Und welchen "Schaden" hast du ? Nur eine in der Bildgebung auffällige Schädigung oder auch schon einen Gesichtsfeldverlust ?


    Ich hoffe, du kriegst den Reizzustand an dem operierten Auge bald in den Griff. Das mit dem hängenden Lid nach der OP habe ich schon öfter hier gelesen. Aber das hat sich in den Fällen auch wieder gegeben.

    Der Druck ist ja, wie schon gedagt, wirklich toll !


    Liebe Grüße, Tanja

    Ihr Liebsten,


    dass ihr euch so ausfürlich mit meiner (gerade mal wieder erfreulichen) Situation befasst, obwohl ich euch der Zumutung der nur fragmentären Infos aussetze, das überwältigt mich regelrecht.


    Habt vielen vielen Dank dafür !


    Ich merke immer wieder, dass ich in der Klinik viel zu wenige Fragen stelle.


    Das liegt an einigen Faktoren:


    1. meine Angst und das damit verbundene Gefühl "nichts wie raus hier".

    2. das Gefühl, den Betrieb aufzuhalten, wenn ich zu viel frage, weil in der Klinik immer ein unfassbarer Patientenandrang ist

    3. Wenn ich das Wort "stabil" höre, könnte ich schreien vor Gück und durch den Untersuchungsraum tanzen (manchmal bin ich echt kurz davor) - Fragen fallen mir dann oft erst später ein.


    Summa Summarum sorge ich mich im Moment nicht (und das will was heißen bei mir !)

    Ich habe zwar ein paar Fragezeichen auf der Stirn, aber keine größeren Ängste.


    Ich will meine Ängste in der Untersuchungssituation bekämpfen und werde daher Schritt für Schritt angehen, was mir sinnvoll und angezeigt erscheint.


    Dazu gehört, dass ich nächstes mal so lange auf einer korrekten Gesichtsfeldmessung bestehe, bis es für mich passt und damit eine objektiv verwertbare Untersuchung möglich wird.

    Des weiteren werde ich mir eine eigene, ordentliche , vor allem dunkle, Augenklappe mitnehmen.


    Aber der Knaller ist: Noch NIE wurde in der Klinik mit einem Refraktometer meine Sehschärfe vermessen!

    Das weiß ich zu 100%.

    Ich bin darüber fassungslos, verwirrt und auch ansatzweise verärgert.


    Bisher lag mein Fernvisus beim Sehtest immer bei 1,0. An einem schlechten Tag vielleicht mal bei 0,8.

    Hat man vielleicht deshalb nie den Refraktometer bemüht ?


    Auch das werde ich bei meinem nächsten Termin fragen, denn in letzter Zeit , seit ca. 5-6 Jahren, merke ich im Alltag, wie meine Augen schleichend schlechter werden.

    Ich bin halt auch inzwischen 50, da verwundert das nicht.

    Meine Mutter (68) hat gerade erst wieder eine neue Brille mit deutlich stärkeren Gläsern bekommen. Sie hat definitiv kein Glaukom und war auch als junge Frau ein Adlerauge wie ich. Das Alter macht halt vor niemandem Halt.


    Meine Perimetrieergebnisse wurden übrigens proportional mit der fortschreitenden Alterssichtigkeit schlechter.

    Ich sehe da nach wie vor einen ganz klaren Zusammenhang.


    Schaun mer mal ;)

    Habt alle eine schöne Woche und noch einmal vielen Dank für eure ausführlichen und sehr hilfreichen Beiträge. :o*


    Eure Tanja


    P.S.: Ich habe den Professor dieses mal nicht gesehen :weinen3:

    Danke, liebe Chanceline und liebe Mandy für diese unheimlich aufschlussreichen Antworten :o*

    Es ist beruhigend, zu lesen, dass du, Mandy, dieses Problem mit zu viel Helligkeit durch den Wattebausch und das damit verbundene mega anstrengende Zukneifen des untersuchten Auges kennst.

    Nach meinem Verständnis kann das ja nur zu einem verfälschten Ergebnis führen ! Ich habe hier im Forum schon ganz ähnliche Berichte über die Perimetrie gelesen.

    Da hatten andere User exkat die gleichen Probleme.


    Ich trage ja für den Alltag keine Brille. Ich habe für die Arbeit eine Raumcomfortbrille vom Optiker (die aber schon nicht mehr ausreichend in der Stärke ist) und für´s Lesen am Handy, Bücher etc. benutze ich eine Billiglesebrille vom Drogeriemarkt in der Stärke +2,5.


    Mein Plan ist, in Kürze einen Optiker aufzusuchen und mich dort mal bzgl. meiner genauen Werte beraten zu lassen.

    Dort könnte dann ja sicher auch festgestellt werden, ob ich einen Astigmatismus habe.

    Das würde einiges erklären.

    Tatsächlich ist ein Astigmatismus aber noch nie in meiner Uniklinik-Karriere auch nur erwähnt worden.


    Der Sehtest in der Klinik ist jedenfalls ein Witz. Der wird schnell durchgezogen und am Ende kenne ich die Zahlen schon auswendig, was natürlich eine objektive Beurteilung, ob man wirklich "gesehen" oder nur "noch gewusst" hat, schwierig macht.


    Ich muss UNBEDINGT zum Optiker, soviel weiß ich ! Steht ganz oben auf der Agenda.


    Dieses mal wurde übrigens wieder die Oktopus-Perimetrie (mein besonderer Liebling :evil: ) gemacht.


    Was das rote Tortenstück im OCT betrifft, gebe ich dir total recht, Chanceline, dass da Spekulationen nicht weiter bringen.

    Da ich mir aus bekannten Gründen die Untersuchungsergebnisse nicht aushändigen lasse, muss und will ich mich auf die Aussage der Ärzte verlassen.

    Und solange ich da "stabil" höre, bin ich fein mit der Sache.

    Die Ärztin am vergangenen Freitag war jedenfalls auch fein mit meinen Befunden.

    Auch wenn ich - und auch da liegst du richtig, Chanceline - dem Braten gar nicht so recht trauen mag.


    Vor dem Hintergrund dessen, was mir Frau Professor im November 2020 gesagt hat, ist das natürlich eine absolute, manchmal kaum erträgliche, Achterbahnfahrt.

    Denn von "Konversion zu Glaukom" zu "keine Schäden", das ist schon ein weiter Sprung.


    Naja, wenigstens hab´ich Übung darin 8)


    Den PHM-Vorsitz übernehme ich übrigens gerne und mit stolz, liebe Chanceline :bigthink:

    In der Hoffnung, den Vorsitz möglichst lange inne zu halten :Verlegen2:


    Habt alle einen schönen Tag und ein noch schöneres Wochenende (der Frühling soll nächste Woche ein erstes Gastspiel geben, habe ich gehört)

    Danke, Jenat, für deine sehr interessanten Ausführungen.


    Dass die Korrekturgläser eine solche Spanne aufweisen, war mir neu.


    Mir sagte die MFA nur wiederholt "mehr machen wir nicht, damit wir nicht überkorrigieren".


    Hä? Aber es muss doch sichergestellt sein, dass ich das Kreuz scharf sehe. Sonst ist doch die ganze Messung mehr oder weniger für die Füß´


    Alles echt merkwürdig.

    hmmm,


    wer weiß...

    Im Alltag habe ich allerdings eher nicht das Gefühl einer Linsentrübung.


    Und hätte ich einen Katarakt, dann würde man den in der Augenklinik doch sehen und mir das sagen...?!


    Daran glaube ich daher eher nicht.

    Hallo Malve,


    hab´ vielen Dank für dein feedback :)


    Ja, tatsächlich habe ich auch schon einmal darüber nachgedacht, mir meine eigene Augenklappe mitzubringen.


    Wenn ich das abgeklebte Auge nicht zukneife, habe ich auf dem zu untersuchenden Auge eine Art Schatten während der Perimetrie. Schwer zu beschreiben.

    Auf jeden Fall beeinträchtigt das die Sicht nochmal enorm.


    Wenn ich dann kneife, wird es besser, allerdings ermüdet das untersuchte Auge dann auch schnell(er). Zudem fing meine "zugekniffene" Seite auf einmal regelrecht zu zucken an.

    Das ist echt alles nicht das gelbe vom Ei.


    In erster Linie führe ich dieses schlechtere Sehen bei der Perimetrie aber auf meine rasant fortschreitende Alterssichtigkeit zurück. Denn genau mit Einsetzen der Alterssichtigkeit wurden auch meine Gesichtsfelder schlechter.


    Und irgendwie kann es ja auch nicht sein, dass ich schon vor Beginn der Untersuchung feststelle, dass ich das Fixationskreuz nur unscharf sehe, weil sie nur bis +2,5 korrigieren.


    Alles Dinge, die ich noch in Angriff nehmen muss.


    Aber: OCT ist super stabil und das ist prima, da hast du völlig recht!

    Liebes Forum,


    bei der Gelegenheit möchte ich auch über meine letzte Verlaufskontrolle vom vergangenen Freitag berichten.


    Vorab: Die Achterbahn der Gefühle fährt weiter (diesmal wieder nach oben) :)


    Kurze Zusammenfassung:

    Seit 2002 Kontrollen bei OHT in der Uniklinik. Max. Druck 24. Sehnerv, insbesondere links, auffällig exkaviert bei insgesamt großer Papille.

    Hornhaut: 555/556, also gaaaanz leicht zu dick.


    Alle Kontrollen der letzten 18 Jahre im Rahmen der Messdifferenzen stabil.


    Dann im November 2020 (Druck 22/22) erstmals ein Tortenstück im OCT rot statt gelb beim linken Auge.

    Laut Frau Professor müsse man von einer Konversion von OHT zum Glaukom ausgehen, weil auch das Gesichtsfeld sich verschlechtert habe.

    Deswegen nach 5 Jahren Auslassversuch wieder Tropfen verordnet. Nach Taflotan (zu wenig Wirkung) dann Ganfort.


    Drücke unter Ganfort zwischen 14 und 20.


    Frau Professor ist unmittelbar nach meinem Besuch in der Klinik im November 2020 offenbar schwer erkrankt.

    Jedenfalls war sie auch im vergangenen Freitag noch immer im Krankenstand.

    Was auch immer sie hat: ich wünsche ihr von Herzen, dass sie wieder vollständig genesen wird.


    Nach November 2020 dann am Juli 2021 wieder große Runde mit OCT und FDT-Perimetrie (ich hatte berichtet).

    Druck gigantische 14/14 bei stabilen Befunden im OCT. Assistenzärztin sagte, ein kleiner Ausfall im Gesichtsfeld am linken Auge (weniger als bei Octopus im Nov. 2020) sei zu vernachlässigen; die obejektiven Befunde seien stabil, alles gut.

    Wiedervorstellung in einem Jahr (!)


    Schissig wie ich bin, habe ich aber nicht ein Jahr, sonder nur ein gutes halbes Jahr gewartet und mich am vergangenen Freitag wieder vorgestellt.


    Ergebis: OCT absolut stabil (Jipppiiiiie), Druck 20/20 ( :denk: ), Gesichtfeld rechts gerade noch innerhalb der Referenzlinie, links ein Drittel darunter ( :kopfschuettel: )

    Die Ärztin sagte, dieses Gesichtsfeld links solle mich nicht weiter stören; das wären definitiv KEINE glaukomtypischen Ausfälle, sondern diffus über das gesamte Sehen verteilt. Könne an Unkonzentriertheit, Müdigkeit, was auch immer gelegen haben.


    Aber die Kernaussage war: Sie haben keine Schäden !! ( :O:O ), daher keine Änderung der Therapie. Leitliniengerecht solle es aber bei der vorsorglichen medikamentösen Drucksenkung bleiben.

    Wiedersehen möchte sie mich in einem Jahr ( :O ) Hab natürlich schon für September Termin gemacht.


    Ich bin baff, erleichtert, verunsichert, einfach alles !


    Ich hatte schon auf dem "Laufzettel" gesehen, dass da "Kontrolle bei OHT" stand.

    Warum auch immer, obwohl Frau Professor mir doch die Konversion bescheinigt hatte. :denk:


    Ich habe jedenfalls festgestellt, dass das Gesichtsfeld mir äußerste Probleme bereitet, denn:


    1.Ich habe eine ziemlich deutliche Alterssichtigkeit und ich sehe auch bei einem Vorsatzglas von +2,5 das Kreuz in der Mitte noch unscharf ( stärkere Gläser gäbe es nicht wegen einer Überkorrektur, sagte mir die MFA)


    2. mit diesem Wattedings, womit das eine Auge zugeklebt wird, fällt so viel Licht ein, dass ich, um besser mit dem zu untersuchenden Auge sehen zu können, das abgeklebt Auge zusätzlich zukneife. Das führt natürlich dazu, dass das untersuchte Auge auch ein Stück mit zugeht.

    und dadurch versemmele ich das Gesichtsfeld. Allerdings diffus über den gesamten Sehbereich verteilt und ohne "echte" blinde Flecken.


    3. Im Untersuchungsraum werden mehrere untersucht und es wird auch geredet. Die Tür geht auf (Lichteinfall) und wieder zu .. es schadet einfach echt der Konzentration. Ich habe das auch der Ärztin nochmal gesagt, sie will es nochmal weitergeben.


    Kurzum: Nach diagnostizierter Progression ( Konversion von OHT in Glaukom ) nun wieder die Aussage: "OHT; noch keine Schäden"


    Frau Professor hatte mir übrigens im Novemer gesagt, meine MD habe sich links auf 4,2 verschlechtert. Am vergangenen Freitag habe ich aber gesehen, dass meine MD damals links bei 1,6 lag :denk:

    Nun, das soll verstehen, wer mag.


    Aber ist das nicht krass ? Glaukom ja, Glaukom nein, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts...


    Ich komme da echt langsam nicht mehr mit.


    Wie auch immer: ich bin stabil - das macht mich zufrieden und happy. Was wirklich im November 2020 vo rsich gegangen ist.. ich weiß es nicht.

    Definitiv ist das Tortenstück aber weiter rot geblieben.

    Wer weiß...vielleicht kam da eine neue Software oder vielleicht hat mein eh an der Grenze zum Roten liegendes Auge auch einen Alterungsschub gemacht.


    Auf jeden Fall bin ich am Freitag sehr happy aus der Klinik raus gekommen.

    Ich bin gespannt, ob und wann sich das wieder ändert.


    Erstmal genieße ich die aktuelle Stabilität.


    Entschuldigt bitte den langen Text, aber es war auch für mich selbst hilfreich, die vergangenen Monate mal so gedanklich zu sortieren.



    Viele liebe Grüße von eurer Tanja

    Hallo, liebe Dieda,


    ja, das mit dem 17-er Druck rechts ist natürlich erstmal etwas nervig, aber: sicher war der Druck zwischendrin unbemekrt immer mal wieder bei 17 - ohne, dass du es gemerkt hast - trotzdem sind die Befunde schön stabil.

    Und das ist ja das allerwichtigste.


    Der Druck von 17 ist zwar leicht über deinem Zieldruck, aber, wie Jenat ja auch schon sagte, tatsächlich kein Drama.


    Ich meine, mich zu erinnern, dass du auch schon die augenärztliche Aussage zitiert hast, dass ein geringes Abweichen vom Zieldruck hin und wieder erstmal kein Beinbruch ist.


    Von daher: klar, weiter im Auge behalten, aber nicht unruhig werden.


    Deine Befunde sind stabil und das zählt :blume:

    Hallo Hoelzeline,


    also, ich finde einiges schwer zu verstehen an der Geschichte deiner Mutter.


    In erster Linie aber glaube ich, dass der Befund nicht so dramatisch ist, wie er - von wem in der Informationskette auch immer - kommunizieert wird, denn:


    Wenn deine Mutter einen so irrsinnig hohen und kurzfristig die Sehfähigkeit bedrohenden Augenduck hätte, dann wäre es wohl nicht allein damit abgegangen, dass man ihr Ganfort verschrieben hätte und dann abwartet, ob das Medikament wirkt.


    Bei einem sehr hohen Augendruck, der - so wie es bei deiner Mutter ja sein soll - das Augenlicht akut bedroht, würden zum Beispiel orale Drucksenker wie Diamox gegeben, um den Druck unmittelbar und vor allem schnellstmöglich zu senken.

    Womöglich hätte der niedergelassene AA auch eine stationäre Einweisung in eine Augenklinik veranlasst.


    Du schriebst "der Augenarzt, bei dem sie schon immer ist".

    Ja, was hat dieser Augenarzt denn die letzten Jahre gemacht ( du schriebst, ihre Sehstärke wird jedes Jahr angepasst, also gehe ich davon aus, dass sie zwischendrin auch mal beim Augenarzt und nicht nur beim Opitker vorstellig war) ?

    Da hätte der Augenarzt den Schaden doch schon erkennen müssen...


    Ich hoffe, nach dem nächsten Augenarzttermin kann dir deine Mutter mehr sagen und ich hoffe, die Aussage des Augenarztes relativiert sich bei genauerem Hinsehen wieder.


    Vor allem aber pflichte ich den Tipps meiner Vorschreiberinnen bei: es sollte auf jeden Fall eine Vorstellung in einer auf Glaukome spezialisierten Klinik erfolgen. So schnell wie möglich.


    Alles Gute für deine Mutter und berichte doch bitte mal näheres, sobald du näheres weißt.

    Hallo Eres,


    willkommen hier !


    Deine Nachricht zeigt, dass du wirklich noch recht wenig über das Glaukom weißt.

    Denn wäre das anders, würdest du nicht davon sprechen, dass du dich nicht "aufraffen" kannst, zu tropfen und auf Homöopathie und gute Ernährung setzen willst.


    Drucksenkende Augentropfen können, müssen aber keine Nebenwirkungen verursachen.


    Summa summarum tropfe ich seit 30 Jahren und habe bis heute, trotz eines aktuell verwendeten Kombipräparates (Ganfort) überhaupt keine Nebenwirkungen. Weder mit Betablockern, noch mit Carboanhydrasehemmern noch mit Prostaglandinen. Ich weiß, da habe ich Glück, aber das haben viele andere auch.


    Die Nebenwirkung des Nichttropfens ist im schlimmsten Fall Blindheit.

    Um die zu verhindern, wäre ich bereit. einige Nebenwirkungen (sofern sie denn überhaupt eintreten) in Kauf zu nehmen.

    Außerdem kann man ausprobieren, welches Medikament man am besten verträgt.


    Sicher gibt es Fälle, wo die Tropfen wirklich schlecht vertragen werden, aber oft werden sie eben auch gut vertragen!


    Du solltest auf keinen Fall auf die Tropfen verzichten; das kann böse und leider ununmkehrbare Folgen haben.


    Wie wurde denn dein Glaukom festgestellt ? Welche Verfahren zur Diagnosestellung wurden angewendet? Und wie weit ist der Schaden vorangeschritten ?


    Dass du dir das Buch von Frau Strempel besorgt hast, ist aber schonmal super !

    Hallo Jutta,


    auch von mir ein herzliches Willkommen !


    Möchtest du ein wenig mehr über dein Glaukom erzählen ?

    Hast du Gesichtsfelddefekte, wie hoch ist/war dein Druck, wurdest du opierert oder nimmst du Medikmente ?


    Liebe Grüße, Tanja

    Ah, okay, jetzt habe ich es gefunden.


    Schade, dass das Ergebnis nicht das was, das du dir erhofft hattest.


    Dennoch hat dir Senator für die anstehende OP ja gut Mut machen können. Daran würde ich mich orientieren.


    Ich halte dir die Daumen, dass anschließend alles für dich in´s Lot kommt. Ich glaube dran !

    Das sehe ich genauso, DieDa und ich bewundere und respektierte deine Einstellung zutiefst.


    Abgesehen davon, dass es für dich natürlich großartig ist, dass du nun schon so lange stabile Befunde hast, ist es natürlich auch für jeden anderen Glaukomerkrankten eine wunderbare Nachricht, zu sehen, dass man selbst fortgeschrittene Glaukome noch stabil bekommen kann, wenn man nur dran bleibt.


    Dein bisheriger Verlauf der letzten 10 Jahre gibt auch allen Grund zur Hoffnung, dass dir diese Stabilität erhalten bleibt.

    Hallo DieDa.


    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich für dich freue.

    Wirklich, ich finde das so toll und gratuliere dir von ganzem Herzen zu diesen Nachrichten.


    Einfach nur großartig :hops::check::kiss::freuen_: