Beiträge von Andreica

    Hallo GIDW,


    ich habe auch mit sehr trockenen Augen zu kämpfen, aber es ist längst nicht so schlimm wie bei Dir oder anderen. Ich nehme nachts Bepanthen Augen- und Nasensalbe, das ist das einzige, was mir nachts hilft und die Augenlider nicht "reißen" lässt, wenn ich nachts die Augen mal aufmache.


    Die Seite https://www.fn-trockene-augen.de/ hat mir bereits gut geholfen. Florian, der die Seite betreibt, hat schon fast alles ausprobiert und berichtet darüber, andere tun das auch.


    Es gibt Wärmebrillen und Gelpads, die bei der Lidrandpflege helfen. Ein Grund für trockene Augen, vor allem juckende Lidränder können auch Demodex-Milben sein, habe ich gelesen, dafür gibt es Reinigungstücher mit Teebaumöl, z. B. Blephademodex. Bitte auf keinen Fall reines Teebaumöl verwenden, das ist viel zu stark.


    Eine Methode für trockene Augen sind Ciclosporin-Augentropfen, die in Deutschland Ikervis heißen. Die werden z. B. in einer Uniklinik bei einer Sicca-Sprechstunde verschrieben. Das könnte eine Möglichkeit sein. Bei sehr schlimmen Fällen werden z. T. auch Augentropfen aus Eigenblutserum hergestellt, das soll recht erfolgreich sein - natürlich teuer, daher wichtig, dass es verschrieben wird.


    Ich habe auch noch VisuXL Gel, das hat auch Coenzym Q10. Auf der Internetseite von Florian habe ich gelesen, dass ihm Curcuma + Piperin Kapseln gut tun.


    Das ist natürlich kein Ersatz für viel trinken, viel an die frische Luft gehen und gute Ernährung, aber das machst Du ja alles.


    Ich hoffe, dass es Dir bald besser geht und Du an einen kompetenten Arzt/Ärztin gerätst und bald Hilfe bekommst.

    Hallo zusammen,


    mein letzter Augenarztbesuch bei meinem Haus-AA letzte Woche war okay: der Druck war RA 18, LA 17. Das sind zwar 2 mehr als bei der Messung zwischendurch im März, aber noch (gerade) im Grenzbereich, solange es nicht mehr wird, ist der Arzt zufrieden.


    Auch Frau Dr. Heinrich letztes sieht diese Werte als unkritisch.


    Durch die Beiträge von Baumi bin ich sensibilisiert (danke dafür!) was Probleme mit der Halswirbelsäule anbelangt. Wochenlang hatte ich starke Verspannungen und auch Schmerzen in der HWS, häufige Kopfschmerzen, die sicher z. T. vom schwülen Wetter und auch Stress kamen, aber nicht nur.


    Donnerstag Termin beim Chiropraktiker, der auch Manualtherapeut ist: Blockaden weg, Kopf frei, alles wunderbar. Die letzten etwas höheren Druckwerte im Auge kamen im Dezember, als ich ebenfalls Probleme mit der HWS hatte und die guten Werte im Januar und März, als das nicht der Fall war.


    Für alle, die Probleme mit der HWS haben: da könnte, meiner laienhaften Erfahrung nach, ein Zusammenhang sein....


    Gesichtsfeld war wie letztes Mal, das OCT links so gut wie unverändert inkl. Messtoleranzen (5 mehr an einer Stelle, 2 weniger an einer anderen) und rechts etwas besser. =) Das hängt vielleicht mit der Bedienerin oder der exakten Stelle der Messung zusammen, aber es ist das gleiche Gerät, dritte Messung - und lieber so rum als anders herum.


    Der Augenarzt ist zufrieden, weiter Therapie mit Monoprost, kein weiterer Handlungsbedarf, und ich darf auch das Citalopram 20 mg (Antidepressivum) weiter nehmen, so lange ich es brauche - vielleicht interessant für alle hier im Forum, die Antidepressiva benötigen.


    Dieses Antidepressivum ist laut meiner Neurologin das am besten verträgliche für Glaukom, mein Haus-Augenarzt und Prof. Dietlein in Köln stimmen zu - es ist aus der Gruppe SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer), und hat bei mir insgesamt keine höheren Druckwerte gemacht, denn 17 und 18 hatte ich vorher auch schon mal, und mit Citalopram sogar mal 16 und 17.


    Ich bin glücklich über die Ergebnisse, seit ein paar Tagen in Südspanien in Urlaub in einem Ferienhäuschen und genieße die Ruhe, die schöne Landschaft, die tollen Dörfer und Städtchen. Morgen ist eine Besichtigung mit Führung der Alhambra in Granada dran, darauf freue ich mich seit Wochen! :oD


    Euch allen eine gute Zeit, gute Augenarztergebnisse und alles, was gut tut.

    Hallo zusammen,


    ich habe mich die letzten Wochen hier nicht gemeldet, da ich in meiner Freizeit sehr beschäftigt mit Hilfe für geflüchtete Ukrainer/-innen bin. In der Nachbarschaft hat eine (Kirchen-)Gemeinde in Eigenarbeit mit Freiwilligen Wohnungen hergerichtet, die in einem Jahr abgerissen werden sollen - die sind eigentlich noch voll funktionstüchtig, der Besitzer möchte halt was Neues, Teures bauen.


    Dort leben nun über 50 Familien und ich bin neben anderen Menschen dabei, Dinge zu beschaffen und auf "Hamsterfahrt" zu gehen und habe bereits von Kommode bis Nähmaschine viel besorgt und lerne viele nette hilfsbereite Menschen kennen. Ich koordiniere auch Helfer, netzwerke, bringe Leute zusammen.


    Die Ukrainerinnen sind sehr herzlich und gastfreundlich, immer "muss" ich auf einen Tee bleiben und beim orthodoxen Osterfest habe ich mit ihnen fürstlich gegessen!


    Ab und zu helfe ich in einem Begegnungscafé, das wird noch nicht so richtig angenommen, aber jetzt scheint es zu laufen. Durch den Kontakt zu einer jungen Lehrerin werde ich morgen mit ihr und Jugendlichen, die ihr Englisch verbessern wollen, ein wenig Englisch unterrichten.


    Ich war mal in der Erwachsenenbildung für Englisch, habe aber auch Nachhilfe-Erfahrung.


    Die Geschichten, die man hört, sind oft sehr erschütternd und ich sehe, mit welchen Luxus-Problemen wir uns hier in Deutschland oft beschäftigen (damit meine ich nicht das Glaukom!)


    Ich freue mich, in all dem Chaos etwas beizutragen und über die netten neuen Kontakte und bin gespannt, noch mehr über die ukrainische Kultur und Menschen zu erfahren.


    Ist jemand von Euch auch in einem Hilfsprojekt eingebunden?

    Hallo liebe DieSonneistgelb,


    ich kann so gut nachvollziehen, was für ein Schock die Glaukomdiagnose für Dich war und ist. Ich kenne das Gefühl, als ob die ganze Welt auf einmal anders ist, bzw. sich alles anders anfühlt und es sich erstmal nur um die Augen dreht und man innerlich rotiert.


    Mir ging es nicht viel anders. Was mir geholfen hat, sind folgende Sachen und vielleicht ist etwas für Dich dabei:


    - Dieses Forum! So informativ, so viele hilfsbereite Menschen, wertvolle Informationen, Unterstützung


    - Regelmäßige Kontrollen, vorher Fragen notieren. Systematisch Schritte einleiten:


    1. OCT (wurde ja gemacht, das kannst Du auch alle 6 Monate machen oder alle 3 - mache ich ebenso, weil ich nicht so lange warten will)


    2. Tagesprofil beim Augenarzt. Weitere Schritte erfragen, vorher die Fragen aufschreiben, Antworten mitschreiben, Notizen abheften


    3. 24-Stunden Blutdruckprofil beim Hausarzt. Befund an den Augenarzt


    4. Schauen, wie es sonst um die Gesundheit bestellt ist: Blutwerte okay? Zum Beispiel ist Diabetes schädlich für's Glaukom oder sogar Auslöser. Schilddrüse? Probleme mit der HWS? Osteopathie usw.


    5. Tag-/Nachtdruckmessung bei einer Klinik. Dafür braucht man einen Einweisungsschein des Augenarztes, freie Klinikwahl. Davor vielleicht eine Spezial-Glaukomsprechstunde in einer Klinik wahrnehmen.


    6. Ernährung optimieren oder umstellen (s. jenats Hinweis), ggf. Mineralien messen lassen, Vitamin D3 wird immer mal wieder diskutiert. Da gehen die Meinungen aber auch auseinander.

    7. Dokumentation. Ich habe mir alle Befunde ausdrucken und geben lassen, das machen die, man hat ja auch ein Recht auf seine Daten. Die Druckwerte kannst Du Dir auch geben lassen, die sind ja gespeichert.


    Die Druckwerte notiere ich in der Exceltabelle, gemessen und mit den +2, die mir auch leider wegen dünner Hornhaut hinzu zu rechnen sind


    Ich habe sogar mit meinem Mann ein Entscheidungsdiagramm und nächste Schritte aufgemalt, und welche Einflussfaktoren es gibt und wie ich die gewichte (er ist Naturwissenschaftler und Ingenieur, Systematik zählt bei ihm viel =) )


    Zum Beispiel Tropfen sind sehr maßgeblich, Ernährung, Stress...einige andere Sachen waren auch wichtig, aber nicht ganz so stark.


    Es hört sich vielleicht seltsam an, aber schon die Dokumentation hat mich etwas beruhigt und mir geholfen, wieder klarer zu denken. Dann sehe ich auch, dass der Druck mal etwas weiter oben ist, aber sich auch wieder schön nach unten bewegt hat.


    8. Vorträge vom Bundesverband Glaukom, am Freitag um 18 Uhr findet einer statt - virtuelle Patientenveranstaltung. Die sind ungeheuer informativ, man kann auch Fragen im Chat stellen, und es werden grundsätzliche Infos und neue Erkenntnisse bzgl. Tropfen, OPs, Besonderheiten, was man sonst noch tun kann etc. vermittelt.


    Für mich immer sehr mutmachend, da man dort auch Erkenntnisse sieht und woran geforscht wird. Da gibt es positive Ansätze.


    Ich hoffe, dass Du Dich ein wenig ermutigt fühlst. =)

    Jetzt ist es so wie du es auch beschreibst, er ist sehr niedrig.

    Bis auf die Müdigkeit kann ich die ertragen, (es gibt vieleicht schlimmeres)

    Hallo Kordula,


    sorry für die späte Antwort, ich war die letzten Wochen in fast jeder freien Minute bzgl. Hilfe für Ukrainer-/innen unterwegs und hatte auch noch ziemlich viel bei der Arbeit um die Ohren.


    Es tut mir leid, dass Du so müde bist. Das war bei mir bei Brimonidin auch so, nur da ich früher auch schon Probleme mit Müdigkeit hatte, habe ich es nicht gleich Brimonidin zugeordnet - ich dachte, der Stress, einige Situationen (Umzüge u.ä.) die ja auch müde machen, das fortschreitende Alter.. ;)


    Aber seit ich nur noch Monoprost nehme, ist es viel besser. Die vertrage ich gut, bis auf die trockenen Augen, aber das war auch schon vorher ein Problem.


    Wie sieht es mit Trusopt oder ein anderer Wirkstoff aus der Klasse Carbohydrasehemmer aus? Bei mir haben die leider nichts gebracht, aber die lassen sich sehr gut mit Monoprost kombinieren. Die gibt es auch ohne Konservierungsstoffe.


    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit?

    Uniklinik Köln soll noch liegend messen. Dann wäre kein Vergleich möglich

    Es stimmt, Uniklinik Köln misst liegend - so war es bei mir zumindest vor einem Jahr. Allerdings messen sie liegend nur morgens zwischen 6 und 7 Uhr. Abends um 22 Uhr und um 23 Uhr setzt man sich am Bett auf.


    Dann wird man nachts um 3 Uhr geweckt, um nochmal auf Toilette zu gehen und darf sich morgens, egal wann man aufwacht, auch nicht mehr drehen bzw. nichts machen, was den Kopf in irgendeiner Weise hebe (ich habe dann wie erstarrt gelegen...).


    Also wer neu eine Klinik sucht, Augenklinik Köln und vor allem Prof. Dietlein sind sehr gut.


    Wenn schon woanders Messungen gemacht wurden, finde ich wie jenat Vergleichbarkeit auch ganz wichtig.

    Anstatt 125 - 135 waren es jetzt 175 - 185.

    Liebe Kordula,


    das ist ja krass. Bei mir war der Blutdruck noch niedriger als sonst und deshalb hatte ich Probleme. Vielleicht hängt es bei Dir nicht unbedingt mit Brimonidin zusammen, sondern ist zufällig zeitgleich aufgetreten?


    Ich wünsche Dir, dass es Dir bald besser geht und Du die Tropfen gut verträgst oder die findest, die zu Dir passen.

    Liebe jenat,


    das tut mir wirklich leid. =(


    Von dem Schläferstatus habe ich von einer Bekannten gehört, die auch nur durch unheimlich viel Eigeninitiative, Engagement und über die klassischen Dinge hinausgehende Behandlungen etwas erreicht hat.


    Und das wirst Du sicher auch wieder, Du bist so gut informiert und initiativ - Du schaffst das!!


    Fühl Dich umarmt!!

    Liebe Kordula,


    ich habe damals Brimonidin bekommen, da ich 2 Jahre nach einer Operation mit Phake Linsen (=zusätzliche Linsen gegen Kurzsichtigkeit, die implantiert wurden) Halo-Effekte bekam, also Lichtreflexe um Lichtquellen im Dunkeln, eine Art Strahlenkreis, der manchmal ganz herum, manchmal nur ein Viertel herum ging (keine Regenbogenringe!)


    Durch die Verengung der Pupillen wurde das mit den Halo-Effekten besser. Damals war bei mir auch kein Glaukom diagnostiziert, auch nicht im OCT 2015 und 2016.


    Ich habe jedoch, bevor der Augeninnendruck kritischer wurde und der Glaukomverdacht aufkam, meistens nicht ganz korrekt getropft. Irgendwie hatte ich das in der Packungsbeilage überlesen oder nicht beachtet, keine Ahnung. Also Tropfen rein, ohne Augen schließen oder Tränenpünktchen zuhalten. Dadurch wurde wahrscheinlich die Wirkung reduziert und die Nebenwirkungen auch.


    Als ich es richtig machte, habe ich eher mit Müdigkeit nachmittags und am Abend zu tun gehabt. Das ging auch schleichend, so dass mir der Zusammenhang mit den Tropfen nicht gleich in den Sinn kam. Ansonsten habe ich sie hervorragend vertragen; trockene Augen hatte ich sowieso schon, das hat sich nicht verschlechtert.


    Schwindel und Übelkeit dagegen nicht. Übelkeit, habe ich gehört, könnte damit zusammenhängen, wenn Du zuviel tropfst und/oder das Tränenpünktchen nicht richtig zuhältst.


    Beobachte es einfach noch weiter und sprich mit Deinem Arzt bzw. ruf in der Praxis an, wenn sich die Nebenwirkungen weiter verschlimmern.

    Liebe Kordula,


    ich habe einige Zeit Brimonidin sine genommen und musste eine Zeitlang ein Auge mit höherem AID 3 x am Tag tropfen. Standard ist 2x am Tag, in Einzelfällen geht auf Anweisung des Arztes auch 3 x. So war es zumindest bei mir.


    Änderungen oder gar Absetzen würde ich nicht eigenständig, sondern mit Deinem AA besprechen. Und wenn Du dazu in der Praxis anrufst und um Rückruf oder Klärung bittest, falls ein Termin schwer zu bekommen ist.


    Liebe Grüße

    Andreica

    Hallo Sibylle,


    das mit den Tropfen pro Quartal kenne ich auch, bei mir haut es noch hin. Eine Möglichkeit wäre es, in der Praxis nach Probepäckchen zu fragen, die die Zeit überbrückt, oder nach einem Rezept für z. B. 1 Monat.


    Als ich umgestiegen bin, habe ich erstmal die Monatspackung verschrieben bekommen, weil wir es erst einmal ausprobieren wollten, und ich brauchte im gleichen Quartal die 3-Monatspackung, das ging dann aber.


    Vielleicht gibt es aber auch noch eine kleinere Packung.

    Mascha Kaléko


    Lobenswertes Lebensmotto.

    Das ist wirklich schön, danke Dir! :)


    Jetzt ist es auch wieder besser mit der Angst und ich fühle mich gut, auch wegen der Sonne - und ich engagiere mich für die Flüchtenden aus der Ukraine. Hier werden Häuser, die zurzeit leer stehen, renoviert und es gibt natürlich jede Menge Hilfstransporte in die Flüchtlingslager und die Ukraine.


    Ich habe dafür, weil es dringend benötigt wird, Mehl und Öl "hamstern" können und die Sachen gehen am Montag mit den vielen anderen Spenden los Richtung Ukraine. :)


    Bzgl. der Unterkünfte und Renovierungen habe ich zwar eher zwei linke Hände, aber helfe beim Koordinieren, Helfer an Board holen, Vernetzen, Infos sammeln und Verbreiten. Es tut gut, für andere etwas zu tun und ich freue mich, etwas beitragen zu können.


    Das lenkt auch positiv ab. Nächste AA-Kontrolle ist dann Ende Mai, bis dahin möchte ich möglichst wenig daran denken, sondern versuche, es auf mich zukommen zu lassen.

    Bei der Glaukom-Geschichte habe ich auch das Gefühl, dass es nur ein Glaukom sein kann und wir nur noch auf den Moment warten, um die Therapie zu beginnen. Mir scheint es so unrealistisch eine solche Papillenexkavation als einziger in der Familie zu haben und das dieser Zustand über Jahrzehnte so bleiben kann.

    Hallo Joe,


    ich kann verstehen, dass Du Dich mies fühlst. Die Ungewissheit macht sich scheinbar mehr bemerkbar als die zunächst recht positiven Fakten, die Du bei Frau Dr. Heinrich erfahren hast, oder?


    Was "unrealistisch" anbelangt: es gibt ja nichts, was es nicht gibt. Statistik ist das eine, der Einzelfall bist immer noch Du. Und so kann es tatsächlich sein, dass Du auch als einziger diese Papillenexkavation in Deiner Familie hast.


    Meine ganze Familie väterlicherseits ist kurzsichtig, aber nur bei mir ist es so extrem - nicht schön, aber eben auch ein "Einzelfall".

    Es stürzt einfach alles auf mich herein. Ich bin bereits in psychologischer Betreuung, jedoch würde mich eure Meinung interessieren, wie Ihr solche Situationen in eurem Leben bewältigt. Sicher bin ich nicht der einzige hier in einer verzwickten Situation.

    Es tut mir so leid, dass ich hier so voller Selbstmitleid triefe.

    Ich kann Dich gut verstehen, die Tatsache, dass eben nicht alles mit den Augen (gerade mit den Augen!) mit einer normalen Jahresuntersuchung erledigt ist, ist für viele sehr beängstigend.


    Nach meiner Diagnose Mitte 2020 bin ich erst einmal in ein tiefes Loch gefallen. Ich habe gesurft wie blöd, mir Sorgen gemacht...das war alles nicht konstruktiv.


    Geholfen hat mir dieses Forum, eine gezielte, systematische Vorgehensweise und z. B. die Online-Vorträge vom Bundesverband Glaukom. Da werden echt nützliche Informationen weitergegeben und es gibt mir oft Hoffnung, weil dort auch über neue medikamentöse Behandlung, Tropfen, OPs berichtet wird.


    Dann auch ein Konzentrieren auf die positiven Aspekte: es ist gut, früh (!!) entdeckt worden zu sein, selbst wenn es sich bei Dir als "falscher" Alarm heraus stellt. Besser, als wenn Du unbekümmerst weiterlebst und hast in 5 oder 10 Jahren größere Probleme.


    Mir selbst hat, weil noch einige Dinge zusammen kamen und meine psychologische Begleitung nicht richtig weiterging, der Gang zum Psychiater geholfen und die Einnahme von Citalopram, anfangs 10 mg, jetzt 15 mg (Antidepressivum und auch gegen Angststörungen).


    Ich will um Himmels willen nicht jedem den Griff zur Tablette raten, aber in meinem Fall - und bei vielen anderen auch - hilft es, zu stabilisieren und wieder eine Starthilfe zu haben.


    Meine Ängste, auch bzgl. Glaukom, sind so viel besser geworden und nun kann ich auch viel besser an den tieferliegenden Themen arbeiten, die auch hinter den Ängsten bzgl. der Glaukomdiagnose stecken - und auch die Ängste vor den Untersuchungen und allem bearbeiten und besprechen. Mir hilft das sehr.


    Dass Frau Dr. Heinrich bei Dir gesagt hat, dass eine Auge wäre okay, ist für mich eine super Nachricht. Halte Dir das immer vor Augen. :) Und "tricky" heißt nicht gleich "katastrophal".


    Bei mir hat sie gesagt "Ihre Augen sind nicht gut, sonst würden Sie 1 x im Jahr zur Kontrolle kommen, aber momentan stabil". Was für mich auch schon positiv war, denn Stabilität ist schon super.


    Also wenn es bei Dir kritisch wäre, würde sie es Dir sagen. Sie schaut sehr gründlich.


    Vielleicht besprichst Du mit Deinem Psychologen ein paar Bewältigungsstrategien und schreibst Dir auch eine Positivliste auf? Und: bitte grübeln und surfen beschränken.


    ich kann Deine Gefühle echt gut nachvollziehen und hoffe, dass es bald besser wird!

    Hallo Chrissie,

    das mit dem Zuhalten der Tränenpünktchen wie von malve beschrieben ist wirklich wichtig und auch, dass man den Kopf in den Nacken legt - oder sich auf das Sofa setzt und dabei nach hinten legt, das ist bequemer als im Stehen.


    Falls Trusopt zu viele Nebenwirkungen für Dich hat, kannst Du ja, wie von jenat beschrieben, ggf. auf andere Tropfen in der Wirkstoffklasse ausweichen; dann wenn die oben beschriebenen Maßnahmen nichts nützen.


    Oder Du bekommst andere Augentropfen, die weniger müde machen. Ich habe jahrelang Brimonidin genommen, wegen Halo-Effekte bei künstlichen Linsen gegen Kurzsichtigkeit (Phake Linsen) und war wahnsinnig müde.


    Ich nehme seit einigen Monaten Monoprost 1 x tgl. abends und es geht mir damit viel besser.


    Trusopt hatte bei mir keinen Effekt, und ich habe trotz Tränenpünktchen drücken etc. die ganze Zeit permanent einen ekligen Geschmack im Mund, bin also froh, dass ich die Tropfen nicht mehr nehmen.


    Manchmal muss man mit Tropfen ein wenig probieren...viel Erfolg!

    Danke Euch! =) Die letzten Tage war es wieder etwas schlechter mit der Angst - wegen des Kriegs in der Ukraine: Angst um die Menschen dort, Angst, dass der Krieg hierher kommt, Angst vor einem Blackout, Angst dass man plötzlich keine Augentropfen gegen das Glaukom mehr bekommt etc.


    Insbesondere die Bilder von den Flüchtenden und im Land, das zerbombt wird, wühlen mich sehr auf. Aber das geht sicher auch eingen anderen so, die keine Angststörung haben...

    Prof. Jünemann war bei seinem Vortrag kürzlich anderer Meinung. :schulterzuck:

    Mein Augenarzt ist auch eher auf der Linie von Prof. Jünemann...


    Die Wahrscheinlichkeit für einen erhöhten Augeninnendruck war mit Cortison- Behandlung leicht erhöht: Es traten 0,8 Prozent mehr Fälle davon auf als in der Kontrollgruppe. Kein einziger Fall eines Glaukoms wurde festgestellt.

    ich glaube, diese Studie habe ich auch gelesen. Wenn man nochmal hinschaut, merkt man, dass zwar "kein einziger Fall von Glaukom" festgestellt wurde.


    ABER diese Studie wurde wohl nur an Patienten ohne Glaukom durchgeführt und es scheint, dass trotz der 0,8% mit erhöhtem Augeninnendruck kein Glaukom ausgelöst wurde.


    Das Fazit der Autoren: Das Risiko eines erhöhten Augeninnendrucks ist signifikant erhöht.

    Heißt für mich: das Risiko eines erhöhten Augeninnendrucks ist signifikant - was der Gruppe ohne Glaukom nicht geschadet hat (wenn ein Mensch ohne Glaukom-Disposition mal für einige Zeit von z. B. AID 12 auf 18 geht, ist das normalerweise sicher nicht schädlich).


    Aber wenn jemand Schäden hat, einen niedrigeren Zieldruck und immer ca. 2 unter Zieldruck ist und nach der Einnahme 5 oder 6 mmHg höher kommt, kann das m.E. negative Auswirkungen haben.


    So verstehe ich es zumindest.... :/

    Hier mal wieder eine Nachricht von mir.


    Mittwoch war ich zum Druckmessen beim AA. Meine HNO-Ärztin hatte mir Metamason-Nasenspray (mit Cortison) für 3 Wochen verordnet und sah aufgrund der sehr geringen Dosis dies als nicht bedenklich bei Glaukom an. Die Apothekerin auch nicht. Durch das Lesen im Forum in einem anderen Thread über das Nasenspray rief ich doch beim AA an.


    Und da Cortison-Nasensprach seiner Meinung nach "nicht ideal" sei (er ist eher so der understatement Typ und schlägt nicht gleich Alarm, ist aber sehr sorgfältig), ging ich zum Druckmessen.


    Ich war nervös und hatte Bammel, ABER im Vergleich zu den Ängsten, die ich vor Einnahme des Antidepressivums Citalopram immer vor diesen Terminen ausgestanden habe, war da nur noch ca. 10-20% der Angst übrig.


    Der Druck war RA 17 und LA 16, mit Zieldruck kleiner gleich 18 also okay. =)


    Ich merke, wie mir Citalopram selbst mit der "Einschleichdosis", die ich erst jetzt von 10 mg auf 15 mg erhöht habe, unglaublich hilft. Die nächtlichen Ängste und das Druckgefühl (!) auf meiner Brust sind weg, das oft grundlose Weinen und Traurigkeit, vor allem morgens, auch.


    Ja, es gibt noch Themen, die ich bearbeiten muss, auch Traumata - da komme ich mit meiner Therapeutin gut voran. Jetzt erst kann ich überhaupt Fortschritte erzielen.


    Ja, ich habe noch manchmal Gedanken was-ist-wenn und Ängste, insb. bzgl. Glaukom und jetzt mit dem Krieg und allem, aber es ist soviel besser.


    Ich surfe nicht mehr ständig nach Symptomen und Krankheiten, auch wenn ich manchmal immer noch ängstlich bin.


    Ich weiß, Antidepressiva sind nicht für immer und auch Citalopram birgt ein kleines, aber gewisses Risiko. Ich frage mich aber, ob die Wahnsinnsängste nicht noch viel schädlicher für meine Augen waren...


    Meine Lebensqualität ist so viel besser, und ich kann wieder viel mehr Freude fühlen. =)


    Danke auch an alle, die mich hier im Forum unterstützt haben und unterstützen, ich habe hier schon so viel gelernt und mitgenommen, fachlich-inhaltlich aber auch menschlich! :Strauß:

    Allerdings ist meine ambulante HNO-Ärztin jetzt wieder entsetzt und meint, ich soll das Spray wegen des Glaukoms absetzen. So viel Verunsicherung und Uneinigkeit unter den Ärzten tut nicht gut!

    Ich kann mich Malve und Chanceline nur anschließen: Augeninnendruck engmaschig kontrollieren lassen, das geht in den meisten Praxen auch ohne Arzttermin bzw. Arztgespräch - bzw. dieses wird dann nur anberaumt, wenn das Ergebnis sehr schlecht ist.


    "Lustigerweise" wurde mir von meiner HNO-Ärztin auch Mometason-Nasensprach für 3 Wochen verordnet. Trotz Hinweis auf Glaukom meinte sie, das würde ja nur in der Nase wirken. Aus den Vorträgen weiß ich aber, dass die Nase ja a) nahe beim Auge ist und b) Cortison in Schleimhäuten systemisch wirkt.


    Da sich die Apothekerin der Meinung der HNO-Ärztin anschloss, habe ich nicht gleich beim AA angerufen, nach knapp 2 Wochen aber doch. Die Antwort meines AA (der gründlich, aber unaufgeregt ist und nicht sofort Alarm schlägt): "Das kann sie verordnen - ist aber nicht ideal" mit dem Angebot, meinen Druck engmaschig kontrollieren zu lassen.


    Das ist ja auch für Dich eine super Möglichkeit herauszufinden, ob und inwiefern Du Cortisonresponder bist!

    Liebe Jenat,


    was für ein Hammer! Du Arme. Ich kann es so gut nachfühlen. Ich hatte 2019 nur eine Wurzelspitzenresektion, mit normaler Betäubung mit Adrenalin (weil da noch keine Glaukomdiagnose bestand), und es hat gereicht.


    Wie gut, dass Du die dicke Backe mit der Infusion bekämpft hast. Bei mir hatte es sich so entzündet, obwohl die OP gut verlaufen ist, dass ich Antibiotikum nehmen musste (Clindamycin).


    Sind die Fäden gezogen und wie fühlst Du Dich? Ich bin gewiss, dass Du Deine Zähne somit erhalten hast. Du sorgst gut für Dich, isst gesund, und die Heilung, bis der Knochen im Kiefer wieder zugewachsen ist, dauert nunmal seine Zeit.


    Von jetzt an geht es bergauf! =)

    Oh, das freut mich so sehr für Dich! Stabilität ist super!!! =):huepfen:

    Hast Du denn beim Sehen an sich schon Einschränkungen, oder könntest Du, wenn es so bleibt wie jetzt, gut bis an Dein Lebensende (oder bis es neue Behandlungsformen gibt) leben?


    Prof. Dietlein hatte bei meinem letzten Besuch gesagt, dass auch wenn der Druck mal etwas zu hoch ist, es in 1. Linie auf die Stabilität im OCT und Gesichtsfeld und dem Blick ins Auge ankommt. Die 14 können ja auch Tagesform sein, wie auch das Gesichtsfeld, oder?


    Lass Dir die Sachertorte schmecken, und halte die Ohren steif, wie alle anderen auch in diesen wirklich verrückten Zeiten.

    ch gebe Dir dafür Entwarnung. Ich musste und muss auch wegen Ekzemen Cortison schmieren unnd habe mich mehrfach erkundigt. Mein Glaukomspezialist sagte zu mir, dass das unwichtig sei, da ganz wenig systemisch aufgenommen wird.

    Ich glaube, Prof. Jünemann hat hierzu wenig ausgesagt (ich schau mirs nochmal an) und Du hast Dich ja auch erkundigt.

    Danke! =) Ich hoffe nur, dass ich möglichst nur ganz selten Cortison systemisch oder als Augentropfen brauche. Es ist schon der Hammer, bei wie vielen Medikamenten man wegen des Glaukoms vorsichtig sein muss....aber es ist toll, wie systematisch Prof. Jünemann alles erklärt hat. So weiß ich, worauf ich achten und welche Fragen ich stellen muss.

    IAlso Prof. Jünemann erläuterte, dass der AA wissen muss, wenn Cortison gesprayt oder eingenommen wird. Wir sind ja hier in nem Glaukom-Forum.

    Auf die Haut aufgetragen, macht es keine Probleme.

    Ich habe den Vortrag ebenfalls gesehen und bin dadurch nochmal auf das Thema "Cortison-Responder" sensibilisiert worden. Also meinte er mit Salbe nur Augensalbe und nicht am sonstigen Körper?


    Das hatte ich nicht ganz verstanden und war etwas alarmiert, weil ich für gut eine Woche ein ca. 2 Euro-Stück großes, aber sehr hartnäckiges Ekzem am Bauch mit einer Kortisonsalbe behandeln musste. Laut Hautärztin ist die Anwendung, wenn nicht nah am Auge und keine Schleimhaut betroffen ist, sehr wahrscheinlich ohne Auswirkungen auf den AID, aber durch Prof. Jünemanns Vortrag war ich unsicher.