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Beiträge von Chanceline

  • erhöhter Augeninnendruck, Tropfen (welche ??), Nebenwirkungen, STS?

    • Chanceline
    • 12. Juni 2026 um 00:31

    Hallo Flavo,

    das mit dem Öffnungsgrad des Kammerwinkels hat Dir Mellirosa ja schon erklärt.

    Die Gonioskopie gehört zur Basisdiagnostik, weil man erst dann sagen kann, welche Glaukomform vorliegt: Offen- oder Engwinkelglaukom. Damit kann man auch feststellen, ob es im Kammerwinkel Ablagerungen oder sonstige den Abfluss behindernde Besonderheiten gibt.

    Falls Du nicht weißt, ob und mit welchem Ergebnis das bei Dir gemacht wurde, frag einfach beim nächsten Termin nach!

    Wie hoch ist denn die Druckdifferenz zwischen Deinen Augen?

    Du schreibst, dass Du die Autoimmunerkrankung Lichen ruber hast. Wird oder wurde das mit Kortison behandelt? Falls ja, dann könnte das der Grund für den gestiegenen AID sein. Es gibt Menschen, sog. Kortison-Responder, die auf Kortison mit erhöhten AID reagieren.

    Was die möglichen Nebenwirkungen verschiedener Wirkstoffgruppen angeht, würde ich mir wirklich nicht so große Sorgen machen. Da geht einfach probieren über studieren.

    LG

    Chanceline

  • erhöhter Augeninnendruck, Tropfen (welche ??), Nebenwirkungen, STS?

    • Chanceline
    • 11. Juni 2026 um 01:50

    Hallo Flavo,

    wenn ich alles richtig verstanden habe, wurde bei Dir 2024 ein leicht erhöhter AID festgestellt.

    Deine Sehnerven und das Gesichtsfeld wurden als unauffällig befundet, also OHT, kein Glaukom!

    Da Dein Vater Glaukom hat, was ein wichtiger Risikofaktor ist, wurde eine Tropftherapie mit Dorzolamid eingeleitet.

    Zwischenfrage:

    Zitat von Flavo

    Familiäre "Vorbelastung": Vater hat Glaukom ,aber total anderer Verlauf, bunte Ringe gesehen, Wert sehr hoch: seitdem tropft er (erfolgreich abgesenkt, beneidenswert).

    Das liest sich für mich, als könnte bei Deinem Vater ein Engwinkelglaukom oder zumindest eine Engwinkelkomponente im Spiel sein.

    Wurde bei Dir der Kammerwinkel angeschaut (Gonioskopie)? Ist der offen?

    Das würde ich an deiner Stelle wissen wollen, schon um auszuschließen, das es da irgendwie ein Problem geben könnte.

    Zitat von Flavo

    also Augenarzt 2: dort dann 3 Monate später im Dezember plötzlich Wert 24. Gesichtsfeldmessung wieder unauffällig.

    Wurde da per Applanation (GAT) oder Non-Contact (NCT) gemessen? Letzteres zeigt oft höhere Werte.

    Du schreibst zwar, dass das bei Dir anders ist. Aber bei vor allem bei Therapieentscheidungen würde ich um eine GAT-Messung bitten. Die ist einfach zuverlässiger.

    Zitat von Flavo

    zu den Dorzolamid-Tropfen: eigentlich vertrag ich sie gut, ohne dass mir bisher groß was negatives aufgefallen wäre. Nur die Wirkung scheint bescheiden bis nicht vorhanden und jetzt höherer wert als ohne tropfen..siehe text oben

    Dorzolamid senkt, wie hier im Forum immer mal wieder berichtet wird, bei manchen Patienten den Druck nur sehr minimal oder gar nicht.

    Generell kann die Drucksenkung einzelner Wirkstoffe bei unterschiedlichen Menschen sehr verschieden sein!

    Zitat von Flavo

    Aus praktischen Gründen wieder nach Ingolstadt gewechselt zu Augenpraxis Nummer 3: Dort gestern Termin gehabt: Augendruck wieder bei 24. Ärztin hat Lasermöglichkeit kurz erwähnt (ist wohl dort möglich), dann aber Medikamentenwechsel vorgeschlagen. Dorzolamid (20mg) in Kombination mit Betablocker Timolo (5mg) .also Kombipräperat. Ahja optische Beurteilung des Sehnervs: Sie meinte es sehe alles völlig normal und einwandfrei aus.

    Bei OHT, nur geringfügig erhöhtem Druck und völlig unauffälligen Sehnerven, würde ich persönlich auch nicht gerne mehrere Wirkstoffe tropfen, sondern erstmal nach einer Monotherapie fragen.

    Zitat von Flavo

    Frage: welche Alternativen würdet Ihr empfehlen: das mit den dichten Wimpern und der dunkleren Iris würde ich gerne vermeiden zudem ich auch nur Behandlung an einem Auge habe) Simbrinza evt? was gibts sonst noch? Wie steht Ihr zu STS Laser?

    Warum wird bei Dir nur ein Auge behandelt?

    Du sprichst die Wirkstoffgruppe der Prostaglandinanaloga (PGAs) an. Dazu gehören u.a. Latanoprost und Tafluprost.

    PGAs können zu Wimpernwachstum und einer Veränderung der Irisfarbe führen. Das muss aber nicht passieren.

    Ansonsten gelten die als sehr gut verträglich, und sind vor allem auch auch unkonserviert (Monoprost/Taflotan sine) verfügbar.

    Ich habe selbst OHT und tropfe seit über 10 Jahren Taflotan sine. Das senkt bei mir den Druck sehr gut und zuverlässig ohne Nebenwirkungen.

    Auch eine SLT (oder DSLT) wäre sicher eine gute Option für Dich.

    Die Methode gilt als relativ nebenwirkungsarm und kann bei Bedarf wiederholt werden.

    SLT funktioniert zwar nicht bei jedem Patienten, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert!

    DSLT ist das neuere Verfahren. Wer das in München und Umgebung macht, müsstest Du in Erfahrung bringen. Und bitte berichten!

    Dazu kannst Du Dich, wie auch zu anderen Fragen, hier im Forum über die Suchfunktion informieren. Das ist die Lupe oben recht - aber bitte von der Startseite aus!

    Ansonsten ist die oben von Citi erwähnte Praxis von Dr. Neuhann eine renommierte Anlaufstelle, an die Du Dich für eine fundierte Beurteilung wenden kannst.

    Zitat von Flavo

    Würde jetzt in den sauren Apfel beissen und mal ein OCT machen auch wenns nicht gerade billig ist.... ohne geschädigten sehnerv hätt ich ja im Grunde noch kein Glaukom...aber dann?

    Das ist kein saurer Apfel, sondern meines Erachtens gut investiertes Geld!

    Damit würdest Du eine Basismessung bekommen mit allen Informationen (Papille/Nervenfaserschicht) zum derzeitigen Stand der Gesundheit Deiner Sehnerven! Das würde die Spaltlampen-Beurteilung Deiner AAs absichern und dokumentieren (unbedingt Ausdruck geben lassen!).

    OCT wiederholt man normalerweise in regelmäßigen Abständen, um zu sehen, ob alles stabil und die Therapie bleiben kann wie sie ist oder ob es Veränderungen gibt, auf die man dann frühzeitig reagieren kann.

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • NDG bei Tee

    • Chanceline
    • 7. Juni 2026 um 02:20

    sorry Tee,

    späte Rückmeldung....

    Zitat von Tee

    Beim Unterpunkt des Briefs, Macula OCT, lese ich nur: Linkes Auge: Epiretinale Gliose. Abflachung der fovealen Senke, keine intra- und subretinale Flüssigkeit

    Dass diese nicht fortschreitet, hoffe ich einfach und teste mich öfter mit dem Amslergitter.

    So eine Gliose wird nach Stadien eingeteilt - 1-4 - soweit ich weiß.

    Da würde ich einfach mal nachfragen, was Stand der Dinge ist.

    Abflachung der fovalen Senke könnte bedeuten, dass mit der Fovea das Zentrum der Makula, also der Punkt des schärftens Sehens betroffen ist. Das würde die verzerrten Linien im Amslergitter erklären.

    Ob und wie schnell das fortschreitet, ist sicher individuell sehr verschieden.

    Bei mir wurde vor etwa 10 Jahren eine beginnende Gliose rechts diagnostiziert. Die hat sich bislang glücklicherweise nicht weiterentwickelt und ist immer noch Stadium1 und ich merke davon nichts.

    Makula-OCT ist sicher die beste Methode, um den weiteren Gang der Dinge zu beobachten. Und natürlich für den Hausgebrauch der Test mit dem Amslergitter.

    Zitat von Tee

    Zu bedenken ist, dass ich links nach aktueller Pachymetrie einen Korrekturfaktor von +0,9 mmHg (vormals +0,8) habe. Die Änderung rechts ist noch größer: +0,6 statt zuvor -0,2 mmHg. Wahrscheinlich ein Effekt des Linsentauschs.

    Wegen des veränderten Korrekturfaktors würde ich mir absolut keine Sorgen machen!

    Ich denke nicht, dass das mit dem Linsentausch zu tun hat.

    Ein um 0.4 mmHg veränderter Korrekturwert bedeutet, dass bei der Messung der zentralen Hornhautdicke so um die 10 µ weniger gemessen wurden. Aber bei (Norm)Werten von ca 550 µ sind 10 µ eine Abweichung, die noch im Rahmen schwankender Messergebnisse liegen dürfte.

    Auch bei mir kamen bei der Pachymetrie schon ähnlich unterschiedliche Werte heraus.

    Zitat von Tee

    Gemeint war, nach der zweiten vom Herbst 2025 wäre der Abstand zur optionalen dritten sehr kurz. Die erste war über zwei Jahre her, bevor die zweite erfolgte.

    Also war die letzte DSLT so vor etwa 8 Monaten. Der Abstand zur ersten ist zwar deutlich kürzer geworden, aber ich würde doch noch einen Versuch machen, in der Hoffnung, dass der Effekt wieder länger anhält. Negative Auswirkungen sind bei dem Verfahren ja nicht zu befürchten, abgesehen vom Kostenfaktor...

    Zitat von Tee

    Genau, da bleibe ich entspannt.

    Gut so, alter Hase!

    Liebe Grüße und eine gute Zeit wünsche ich Dir

    Chanceline

  • OHT oder Glaukom

    • Chanceline
    • 7. Juni 2026 um 01:25

    Hallo Jella,

    Dein Bericht baut wirklich auf!:thumbup:

    Absolut erfreulich, dass Deine Kontrollrunde in Hamburg bei Perimetrie und OCT stabile Ergebnisse gebracht hat!

    Also weiterhin OHT und kein Glaukom:hops:

    So chaotisch die SLT diesmal auch verlaufen sein mag, das wirst Du ganz schnell vergessen haben bei dem Ergebnis.

    Umso erfreulicher, als die erste SLT-Runde ernüchternd war und nix gebracht zu haben schien.

    Aber auch da geht wohl probieren über studieren...

    Ich wünsch Dir von Herzen, dass der Druck künftig mit Monoprost alleine in einem für Deine OHT erträglichen Rahmen bleibt.

    Das wäre wirklich grandios!

    Wie ist denn Dein Zieldruck?

    Alles Liebe und gedrückte Daumen

    Chanceline

  • Fragen über Fragen bezüglich möglichem Glaukom, mit 24 Jahren

    • Chanceline
    • 4. Juni 2026 um 02:35

    Hallo Galenik,

    da hast hier ja schon eine Menge sehr guter Tipps bekommen.

    Ich verstehe aber nicht, was den Glaukom-Verdacht und die Diagnostik angeht:

    Zitat von galenik14

    War dann, als ich mehr floater bekommen habe und auch mein anderes Auge betroffen war, die Uni Ambulanz in meiner Heimatstadt aufgesucht. Dort wurde alles standardmäßig gemacht, Augeninnendruck per Luft und OCT (allerdings sicherlich ein Makula OCT und kein Papillen OCT). Da wurde mir zum Druck nichts gesagt und lediglich ein anderer nebenbefund erläutert, den ich nochmal abklären lassen sollte.
    Paar Wochen später war ich dann wieder zur Abklärung in der Uni, der Nebenbefund hat sich scheinbar als harmlos rausgestellt. OCT wurde wieder gemacht, ich vermute aber mal dass es wieder nur ein Makula OCT war. Zudem eine Aufnahme der Netzhaut (Wide Field oder wie das heißt). Auf meine Frage hin wegen des Innendrucks, meinten die er sei leicht erhöht. Daraufhin wurde noch die genauere Messung mit den Tropfen gemacht: 21/21. Mir wurde angeraten beim nächsten Kontrolltermin, der jetzt für Juli geplant ist, mal ein Gesichtsfeld zu machen.

    Du warst in einer Uni-Augenklinik primär wegen der Floater!

    Offenbar wurde dort auch eine Glaukomdiagnostik gemacht, also Druck gemessen, Pachymetrie gemacht, wie Du weiter oben geschrieben hast.

    Dass dort kein Papillen-OCT gemacht wurde, verwundert mich doch sehr!

    Hast Du einen Bericht bekommen?

    Was steht da zum Sehnerven-Befund?

    Sind da Auffälligkeiten erwähnt?

    Zitat von galenik14

    Fazit vom ambulanten Augenarzt: er versucht mir weiterhin zu erklären, dass ich wahrscheinlich ein Glaukom habe, auch wenn das jetzt noch nicht feststeht.

    Es gibt bei Dir nun mal einen Glaukom-Fall in der Familie, also ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt!

    Wenn Du zu Deinem lokalen AA nicht so wirklich Vertrauen hast, dann würde ich Dir raten, bei dem Termin in der UK im Juli um Abklärung des Glaukom-Verdachts zu bitten, und dort alle dafür notwenigen Untersuchungen machen zu lassen.

    Und lass Dir alles ausdrucken, was ausdruckbar ist - insbesondere Gesichtsfeld und OCT!!

    Das wird Dir hoffentlich Klarheit bringen.

    LG

    Chanceline

  • Normaldruckglaukom bei starker Myopie?

    • Chanceline
    • 30. Mai 2026 um 02:06

    Hallo Uli,

    Zitat von Uliginosa

    Chanceline schreibt:

    "Im übrigen sollte ein kompetenter AA in der Lage sein, myopiebedingte Artefakte oder sonstige Ungereimtheiten in einem OCT von glaukomatös verursachten Veränderungen zu unterscheiden."

    Ganz sicher braucht es dazu einen erfahrenen AA.

    Und Geduld!

    Zitat von Uliginosa

    Das scheint aber doch ziemlich schwierig zu sein. Übernächste Woche habe ich meinen Termin in Mainz bei Jasmin Rezapour. In ihrer Habilitationsarbeit hat sie sich mit der klinischen Unterscheidung von Myopie und Glaukom befasst. Da scheint es sehr um winzige Details zu gehen, eher Nuancen als handfeste Unterschiede :O

    Für den Termin in Mainz wünsche ich Dir Glück!

    So wie ich das lese, ist die Forschung zur Abgrenzung von stark kurzsichtigen Augen vs Glaukom in Entwicklung. Endlich, denn das Problem ist seit längerem bekannt.

    Die Habil-Schrift von Frau Rezapour ist nicht zugänglich, dafür aber dieser Artikel, den Du vermutlich kennst:

    https://karger.com/kop/article-pdf/10/1/35/4166149/000535812.pdf

    Wenn ich das richtig verstehe, hat sie verschiedene Parameter der OCT-Diagnostik kombiniert, um u.a.mittels kI gestützter Auswertungen myopie-bedingte Veränderungen von solchen zu unterscheiden, die glaukomatös bedingt sind.

    Es braucht aber, wie sie selbst sagt, noch weitere Forschung, damit man:

    mit einer höheren Sicherheit Glaukom bei kurzsichtigen Menschen diagnostizieren, den Verlauf der Erkrankung besser managen und auch eine falsch positive Diagnose bei eigentlich gesunden Augen verhindern und somit eine Übertherapie gesunder Menschen vermeiden (kann).

    Also hänge Deine Erwartungen nicht zu hoch, dass Dir der Termin ein eindeutige Ansage bringt, ob Du tatsächlich ein NDG hast oder (hoffentlich) nicht.

    Natürlich wünsche ich Dir das - am besten wäre Entwarnung und eine nachvollziehbare Erklärung dafür wäre am allerbesten!

    Lass uns wissen, wie die Sache gelaufen ist.

    Und eine komplikationsarme Reise wünsche ich Dir auch

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • NDG bei Tee

    • Chanceline
    • 30. Mai 2026 um 00:59

    Hallo Tee,

    Zitat von Tee

    Mitte Juni möchte ich das Gesichtsfeld bei der HAÄ wiederholen.

    Genau das würde ich auch machen.

    Als alter Hase weißt Du, wie tagesformabhängig die Perimetrie ist!

    Ich würde auch erst mal sehen wollen, ob sich dieses Ergebnis bestätigt.

    Gab es denn bei den anderen Untersuchungen, insbesondere der Bildgebung, Hinweise auf eine Verschlechterung?

    Zum Amsler-Gitter:

    Zitat von Tee

    Momentan könnte etwas im untern Drittel auffällig sein, scheint mir das Gitter dort eher verschwommen. Schwierig zu sagen, wenn ich auf dem Mittelpunkt fokussiert bleibe, ob dort wirklich kleine Lücken wie unterbrochene Linien sind.

    Das könnte tatsächlich mit der Gliose zu tun haben.

    Weißt Du denn, wie weit diese fortgeschritten ist, und wo genau sich das Häutchen befindet?

    Ich würde den Test einfach regelmäßig selbst machen. Da bekommt man doch mehr Übung, und kann die Ergebnisse besser einschätzen.

    Zitat von Tee

    Er bot bereits wieder eine DSLT an, das wäre die dritte seit Herbst 2025. Ist das sinnvoll?

    Da komme ich gerade nicht mit!

    Hattest Du wirklich seit Herbst 2025 schon 2 DSLT?

    In so kurzen Abständen schiene mir das auch nicht sinnvoll.

    LG

    Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 6. Mai 2026 um 15:21

    Hallo Rala

    hoffentlich können Dir Georgs Hinweise weiterhelfen. Für mich liest sich das als eine sehr schlüssige Erklärung für dieses Augenzittern bei Deinem Sohn.

    Ich würde es als gutes Zeichen nehmen, dass der AA bei der Untersuchung an den Augen keinen Grund für die Sehstörungen hat finden können.

    Vielleicht lässt sich ja, wie von Georg angesprochen, durch gezieltes Training etwas dagegen tun.

    Zum Vergleich der eingestellten GFs kann ich Dir leider beim besten Willen nichts sagen. Die Geräte sind verschieden und auch die Messungen hinsichtlich Testdauer bzw. Anzahl der Messpunkte.

    Georg

    danke für Deine mal wieder sehr fundierte und verständliche Erklärung.

    LG

    Chanceline

  • Verdacht auf Glaukom - Wie damit umgehen?

    • Chanceline
    • 6. Mai 2026 um 15:07

    Hallo Ping,

    auch von mir Willkommen im Club!

    Zitat von InspectorPing

    Die Ärztin hat dann verschiedene Messungen durchgeführt, wobei ein Augeninnendruck von 21 mmHg und eine Papillenexkavation beidseitig festgestellt wurden. Sie hat dann noch ein OCT durchgeführt, was die Papillenexkavation scheinbar bestätigt. Ich bin mir nicht sicher, welche Zahl man hier verwenden muss, aber flächenmäßig liegt wohl eine C/D Ratio von 0,5 und vertikal von 0,7 vor. Der Sehnerv sieht wohl (noch?) gut aus, jedenfalls sind alle Diagramme auf diesem Papier (gerade noch so?) grün. Eine Gesichtsfeldmessung konnte da nicht mehr durchgeführt werden, weil ich angeblich durch die anderen Untersuchungen schon zu oft "geblendet" wurde und man diese Messung im dunklen mit einem ausgeruhten Auge machen sollte.

    Offenbar sind Deine Augen glaukomverdächtig wegen ziemlich großer Exkavationen; wobei der Flächen-CDR gerade noch so im Rahmen sein könnte, vorausgesetzt Du hast mindestens normalgroße Papillen. Der hohe vertikale CDR jedoch besagt, dass Deine Exkavationen hoch-oval sind; das spricht für einen erworbenen, glaukomatös bedingten, Schaden. Wohingegen runde bzw. quer-ovale Exkavationen eher angeboren sind. (>>informieren zu den unterschiedlichen CDR-s und ihrer diagnostischen Bedeutung kannst Du Dich mittels Suche - Lupe oben rechts von der Startseite aus)

    Kein Wunder also, dass die AA aufmerksam geworden ist. War davon denn früher nie die Rede, Du warst doch schon bei einem AA?

    Gegen ein Glaukom aber spricht, dass, wenn ich Dich richtig verstehe, die Dicke der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) verglichen mit der altersspezifischen Norm im grünen Bereich ist. Die RNFL wird in einem bestimmten Abstand zur Papille gemessen; eine glaukomatöse Schädigung ist normalerweise an den Nervenzellen der Netzhaut schon nachweisbar - noch bevor der Randsaum an der Papille ausdünnt und die Exkavation sich vergrößert. Das sind im OCT zwei unterschiedliche Messpunkte, die zu verschiedenen, möglicherweise auch widersprüchlichen, Ergebnissen führen können!

    Wenn Du Dich mal im Forum umschaust (Suchfunktion!) wirst Du sehen, dass es hier etliche User gibt mit einer ähnlichen Konstellation: auffällige Papillen(werte) aber unauffällige oder allenfalls leicht verdünnte RNFL. Bei mir ist das übrigens genauso, hängt aber damit zusammen, dass meine Sehnervenköpfe überdurchschnittlich groß sind. Hast Du Angaben zur Papillengröße bei Dir?

    Zitat von InspectorPing

    Daher meine Frage an euch, was haltet ihr von dieser Geschichte? Würdet ihr euch danach nochmal eine Zweitmeinung einholen, soll ich hier selber nochmal tätig werden oder einfach den nächsten Vorsorgetermin in einem halben Jahr abwarten und versuchen, einen normalen Umgang damit zu finden? Ich habe das Gefühl, dass ich mich entweder komplett verrenne und mir wegen nichts Stress mache oder aber wertvolle Zeit verstreicht, in der ich eigentlich schon hätte behandelt werden können und müssen.

    Nach meiner Erfahrung läßt sich in so einem Fall durch eine einmalige Untersuchung bzw. Bildgebung kaum klären, ob eine angeborene Auffälligkeit an den Sehnerven vorliegt oder doch ein beginnendes Glaukom. Das kann nur der weitere Verlauf zeigen. Also auf jeden Fall dran bleiben.

    Auch dein Druck (von der AA selbst gemessen?) war mit 21 mmHg zwar nicht erhöht aber doch am oberen Ende des Normbereichs.

    Da würde ich persönlich doch um gelegentliche Kontrollen bitten - am besten zu unterschiedlichen Tageszeiten, um zu sehen, ob es da Schwankungen gibt. Auch eine Gesichtsfelduntersuchung würde ich machen lassen.

    Ansonsten sehe ich im Moment keinen Handlungsbedarf.

    Allenfalls könntest Du bei Deinem ehemaligen AA nachfragen, ob es Vorbefunde gibt. Vielleicht ist ja schon mal ein AA über Deine Exkavationen gestolpert. Das wäre eine hilfreiche Info!

    Apropos (Vor)Befunde: hast Du Dir von dem OCT einen Ausdruck geben lassen?

    Am besten Du lässt Dir künftig alles ausdrucken, was ausdruckbar ist, und bewahrst es auf!

    Ansonsten brauchst Du Geduld!

    LG

    Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 28. April 2026 um 00:42

    Hallo Rala,

    HNOs haben zu der Augenproblematik eher keinen Bezug - leider!

    Aber Du sitzt da ja an der Quelle...

    Wenn Dein Sohn in der Praxis von Frau Dr. Lanzl Patient ist, dann frag dort einfach mal nach, wie diese von der HNO empfohlenen Übungen hinsichtlich des AID einzuschätzen sind.

    Und lass gerne hören, wie die Einschätzung ist; auch für andere hier könnte das interessant sein.

    Dir liebe Grüße, gute Besserung für Deinen Sohn und gedrückte Daumen für die Leisten-OP.

    Chanceline

  • Seit einem Jahr Iridozyklitis, dann Druckerhöhung ( Sekundärglaucom bzw. dysgenetischer Kammerwinkel), nächste Woche OP mit Paul Implantat

    • Chanceline
    • 25. April 2026 um 01:54

    Hallo Lilly,

    auch von mir willkommen hier!

    So wie DieDa, kann auch ich Dir zu deiner Problematik nichts wirklich Hilfreiches sagen!

    Die ist doch sehr speziell!

    Aber vielleicht können Dir die Erfahrungen, die andere User hier mit dem Paul-Implantat gemacht haben, ein wenig von der Angst gegen die OP nehmen.

    Die findest Du unter dem Stichwort Paul Implantat über die Suche - das ist die Lupe oben rechts - bitte von der Forums Seite aus!

    Alles Gute Dir für die OP

    und liebe Grüße

    Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 25. April 2026 um 01:38

    Hallo Rala,

    da kommt aber gerade mal wieder so eines zum anderen - sorry!!!

    Zitat von Rala0417

    HNO Ärztin empfiehlt

    regelmäßige Druckausgleichsübungen (kräftiges Pusten)
    Aufblasen eines Luftballons mit der Nase (Otoglobe soft)
    Anwendung eines cortisonhaltigen Allergie-Nasensprays über einen Zeitraum von einem Monat/1Sprühstoß tägl. (Mometason)

    Zitat von Rala0417

    Kortison soll ja nicht gut sein für den Augeninnendruck hab ich gelesen. Daher möchte ich das eigentlich nicht geben.

    Aber was ist mit dem Luftballon und diesen Übungen?
    Hättet ihr da Bedenken? Oder Tipps?

    Nach dem was ich weiß, erhöhen bestimmte Druckausgleichsmanöver (Valsalva insbesondere) den AID.

    Nachlesen kannst Du das hier, da ist zwar von Blechblasinstrumenten die Rede; es geht aber auch um das Valsalva-Manöver zum Druckausgleich.

    https://www.researchgate.net/profile/Ines-Lanzl/publication/225167331_Augeninnendruck_wahrend_und_nach_dem_Spielen_von_Hoch-_und_Niedrigwiderstandblasinstrumenten/links/02bfe511963501d643000000/Augeninnendruck-waehrend-und-nach-dem-Spielen-von-Hoch-und-Niedrigwiderstandblasinstrumenten.pdf

    Also sollte das gemeint sein, dann hätte ich doch Bedenken und würde bei der HNO nachfragen, ob der Nutzen hinsichtlich der Heilung das Risiko des erhöhten AID rechtfertigt.

    Kortison kann den AID erhöhen, wenn man Responder ist.

    Ist denn bekannt, dass das bei Deinem Sohn der Fall ist?

    Falls nicht, würde ich den AID während der Therapie mit dem Nasenspray kontrollieren lassen. Dann wüsste man das auch für die Zukunft.

    Liebe Grüße und alles Gute für die Heilung des Trommelfells und die OP nächste Woche

    Chanceline

  • Dreizehn Jahre Tropfenfreiheit

    • Chanceline
    • 21. April 2026 um 02:21

    Liebe DieDa,

    es bleibt also weiter spannend!

    Du weißt ja, es kann dauern, bis klar wird, ob die SLT wirkt, und der Druck sich einstellt!

    Also Geduld! Die weltbeste Drückerkolonne bleibt natürlich weiter am Werk!

    Schön, dass es deinen Augen besser geht, nachdem das Clonid und damit die Phosphate aus dem Spiel sind.

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 21. April 2026 um 02:16

    Hallo Rala

    sorry - späte Rückmeldung!

    Zitat von Rala0417

    Hi Chanceline, bei den farbcodierten Ausdrucken stört mich sehr, dass sie offenbar die Fixationskontrolle ausgeschaltet hatten. Das ist bei den neuesten Befunden von der LMU mit Zeiss nicht der Fall, da war sie nämlich an.

    mit den farbcodierten Teilen der Ausdrucke hatte ich eigentlich im Sinn, dass man darauf viel besser als mit den reinen Zahlenwerten einschätzen kann, wo sich Defekte vertieft haben oder neue dazu gekommen sind.

    Wegen der mal an- und mal ausgeschalteten Fixationskontrolle macht Dir keine Sorgen. Das hat keine Auswirkung auf das Ergebnis.

    Auch bei meinen in der Klinik mit dem Oktopus 900 gemachten GFs ist die Fixationskontrolle meistens ausgeschaltet. Das hat aber - nach meiner Einschätzung - schlicht damit zu tun, dass da sowie eine MFA an einen Monitor daneben sitzt und darauf achtet hat, dass der Patient die Untersuchung korrekt ausführt, also unter anderem die Fixation nicht verliert. Andernfalls greift sie ein!

    Das ist sicher auch bei Deinem Sohn so gemacht worden!

    Aber, wie ich Dir schon weiter oben geschrieben habe, die Interpretation dieser mit verschiedenen Geräten und unterschiedlichen Programmen gemachten GFs ist schwierig!

    Zitat von Rala0417

    Kurz vor den Sommerferien sind wir fürs TND eine Nacht in der LMU. Zumindest ist das nicht mehr all zu lang hin und ich bin froh, dass Dr.Mackert das nochmal eingeleitet hat.

    Über Tag gemessen scheint der Druck perfekt, wie Du geschrieben hattest! Aber sicher ist es eine gute Idee, den Druck über längere Zeit zu messen, um Schwankungen vor allem während der Nacht zu erfassen und die Therapie ggf. darauf einzustellen.

    Und besonders wichtig ist dabei natürlich, dass ihr mit Dr. Mackert einen AA gefunden habt, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt!

    Zitat von Rala0417

    Ich habe viel darüber nachgedacht und ich denke wirklich, dass wir ihn zumindest etwas darauf vorbereiten müssen. Unsere Praxis für Kinder-

    und Jungendpsychiatrie hatte uns dazu geraten, da es auch um die psychische Widerstandsfähigkeit unseres Kindes geht.

    Zitat von Rala0417

    ich möchte auch gar nicht so negativ klingen, weil ich vom Schlimmsten ausgehe. Ich denke nur mittlerweile, dass es hilfreicher wäre

    vorbereitet zu sein und auch realistisch in die Zukunft zu schauen.

    Liebe Rala, wir kennen uns ja schon eine ganze Weile; und ich habe ich Dich immer dafür bewundert, wie Du mit der Erkrankung Deines Kindes umgehst! Und das tue ich noch!

    Natürlich versuchst Du mit aller Kraft, für Deinen Sohn die bestmögliche Therapie zu bekommen, damit seine Sehfähigkeit erhalten bleibt und er ein glücklicher Mensch sein kann!

    Sicher ganz schwierig, aber doch wichtig, dass Du Dich damit auseinandersetzt und bestmöglichst beraten lässt, wie die Zukunft Deines Sohnes aussehen kann, sollte er eben doch weiter an Sehkraft verlieren.

    Das hat absolut keinen negativen oder pessimistischen Beigeschmack. Das ist realistisch und pragmatisch - also gut! Und wenn es nicht nötig sein sollte, dann umso besser: Prinzip Regenschirm!

    Ich wünsche Dir Kraft, Zuversicht und euch beiden alles Liebe und Gute.

    Von Herzen

    Chanceline

  • Dreizehn Jahre Tropfenfreiheit

    • Chanceline
    • 14. April 2026 um 01:02

    Liebe Dieda,

    Bis Donnerstag hält die weltbeste DaumenDrückerKolonne locker durch.

    Also fühlt Dich kräftig gedrückt.

    Ganz besonders von Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 14. April 2026 um 00:20

    Hallo Rala,

    ich denke, dass sich die Fragen wegen der Perimetrieergebnisse in Eigenrecherche nicht werden klären lassen!

    Da wurden verschiedene Geräte und überdies, wie Du inzwischen herausgefunden hast, auch unterschiedliche Testprogramme verwendet!

    Anhand der gemessenen (Zahlen)Werte ist da nicht weiterzukommen.

    Falls Du die Ausdrucke bekommen hast, könnte die farbcodierte Auswertung mehr sagen.

    Eine Möglichkeit wäre, dass Du Dr. Mackert per Mail anschreibst und ihn um seine Einschätzung bittest.

    Vielleicht könnte Dir das helfen, um aus deinen aktuellen Sorgen herauszukommen.

    Habt ihr denn schon einen Termin für die Wiedervorstellung?

    Du machst Dir Sorgen um Dein Kind - und ich bedaure sehr, Dir nicht helfen zu können.

    Die wichtigste Frage dabei ist aber auch, inwieweit all diese Messungen tatsächlich wiedergeben, wie Dein Sohn sieht.

    Wie geht es ihm denn? Wie kommt er im Alltag mit den Einschränkungen zurecht?

    Alles Liebe und Gute euch beiden

    Chanceline

  • Waschmaschine speziell für Blinde und Sehbehinderte

    • Chanceline
    • 12. April 2026 um 01:21

    Hallo Dagmar,

    Zitat von Katzenstube

    Somit habe ich eine Miele genommen in der unteren Preissequenz, deren Funktionen mir reichen.

    Gute Entscheidung!

    Hätte ich genauso gemacht.

    Im Moment sind solche barrierefreien Maschinen eher Nischenprodukte und entsprechend teuer.

    Ich würde da mittelfristig auf ein größeres Angebot und folglich sinkende Preise setzen. In Entwicklung sind ja auch Nachrüstsätze für vorhandene Maschinen.

    Zitat von Katzenstube

    Sollte es irgendwann mal nur schwarz sein, dann muss ich mir eben Gedanken machen, wie es dann weiter geht. Aber da müsste ich eh eine Lösung finden, da ich da ja schon die Wäsche gar nicht mehr sortieren könnte....

    Das wird hoffentlich nicht der Fall sein!

    Aber unabhängig davon wird es in absehbarer Zeit sicher KI gesteuerte Robbies geben, die so lästige Dinge wie Putzen und Waschen übernehmen.

    Würde ich mir sofort zulegen, nur kochen würde ich ihn nicht lassen, spülen dürfte er gerne:oD

    Einen schönen Sonntag Dir und liebe Grüße

    Chanceline

  • Dreizehn Jahre Tropfenfreiheit

    • Chanceline
    • 12. April 2026 um 01:07

    Hallo Dieda,

    ich hoffe, Deine geplagte Hornhaut erholt sich inzwischen...

    Brimonidin und Clonidin sind wohl von den Auswirkungen auf den Kreislauf sehr ähnlich. Es wird aber im Forum auch immer mal wieder davon berichtet, dass sich der Körper mit der Zeit darauf einstellt.

    Hinsichtlich der geringen Drucksenkung durch Clonid bei Dir ist zu bedenken, dass bei einem NDG von einem (zusätzlichen) Wirkstoff bei einem sowieso schon niedrigen Ausgangsdruck auch nur eine eher geringe Wirkung zu erwarten ist. 20 - 30% Prozent (im statistischen Mittel) von 14 oder 15 mmHg ist natürlich weit weniger als bei einem ungetropften Druck von z.B. 26 mmHg. Das gilt so auch für die SLT. Aber die 2-3 Pünktchen, die das bringt, können ja doch den gewünschten Zieldruck bescheren! Was bei Dir hoffentlich der Fall sein wird!

    Taflotan sine und Tafluprost sind übrigens absolut identisch und beide von Santen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Tafluprost ca €11 billiger ist als Taflotan sine. Na ja, was das soll? Meine Vermutung: Privatpatienten kaufen in Unkenntnis der preiswerten Alternative das teure Produkt zu Lasten ihrer Versicherung. Gesetzlich versicherte Patienten bekommen automatisch die preiswerte Alternative. Beide tropfen dieselben Tropfen!

    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir und alles Gute für den Montag

    LG

    Chanceline

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Chanceline
    • 12. April 2026 um 00:06

    Hallo Rala,

    da seid ihr ja mal wieder - Du und dein Sorgenkind!

    Die Frage, ob sich da doch etwas verschlechtert haben könnte, ist anhand Deiner Angaben schwer zu beantworten.

    Die Perimetriewerte von Mainz und der LMU (München?) sind nach meiner Meinung nicht so einfach vergleichbar anhand der Indizes alleine.

    Zum einen sind es verschiedene Geräte und dann sind diese Indizes immer Durchschnittswerte!

    Der Vergleich der Ausdrucke, und da der farbcodierten Auswertungen, ist vermutlich aufschlussreicher, weil man da erkennen kann, ob sich bestimmte Defekte bzw. Defektareale vertieft haben.

    Wenn man sich mal nur die Werte der LMU anschaut, dann lassen die Indizes leider schon darauf schließen, dass sich das Gesichtsfeld Deines Sohnes verschlechtert hat.

    Aber, dabei ist erstens zu bedenken, dass die Perimetrie extrem tagesformabhängig ist! Um wirklich sagen zu können, ob es eine Verschlechterung gibt, sollte man die Messung wiederholen, um zu sehen, ob sich die Defekte an denselben Stellen bestätigen.

    Zweitens überlagern sich - wenn ich das richtig auf dem Schirm habe - bei Deinem Kind zwei Erkrankungen, die auf das Gesichtsfeld Einfluss haben. Die frühgeburtliche Schädigung und die glaukombedingten Ausfälle.

    Folglich wäre für mich die Frage, was da nun genau zu dieser Verschlechterung geführt hat, sollte es denn tatsächlich eine geben.

    Das kann Dir aber, denke ich, nur der Arzt beantworten.

    Zitat von Rala0417

    LMU (Dr. Mackert) meint wir müssen unbedingt nochmal kommen, da die Schädigungen so ausgeprägt sind und wir nichts verpassen dürfen. Und er möchte dann auch das Gesichtsfeld mit Goldmann überprüfen.

    Das Angebot würde ich auf jeden Fall annehmen!

    Mit der kinetischen Perimetrie nach Goldmann kenne ich mich leider nicht aus.

    Aber MangoMambo hat das hier in #18 sehr gut beschrieben:

    Beitrag

    RE: Ungeklärte Gesichtsfeldausfälle

    […]

    Guten Morgen,

    such mal nach "manueller Perimetrie nach Goldmann", das Stichwort hier ist manuell, manchmal auch kinetisch. Da sitzt dir ein Untersucher gegenüber und testet jeden Punkt aus. Wenn du bei deiner Suchmaschine auf Bilder gehst, siehst du dann auch wie die Ergebnisse aussehen, das ist dann so ein Graph wo der Untersucher reinmalt wo deine Gesichtsfeldgrenzen sind usw.

    Das ist ein Unterschied zu den maschinellen Untersuchungen, wo eben eine Routine bestimmte Punkte testet. Für dich…
    MangoMambo
    9. Mai 2025 um 08:07
    Zitat von Rala0417

    OCT wird jährlich gemacht, aber wir haben auch diesen "Floor Effect" und ich weiß nicht ob man da noch viel herauslesen kann. HRT ist sicherlich ein guter Indikator aber da weiß ich überhaupt nicht, ob es Veränderungen gab.

    Dieser floor effect betrifft, soweit mir bekannt, die Dicke der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) im OCT, die ab einem bestimmten Wert nicht mehr zuverlässig gemessen werden kann, womit keine Aussagen bezüglich Stabilität oder Progression möglich sind.

    Inwieweit allerdings andere Messmethoden, bzw. Messorte wie die minimale Randsaumweite im (Spectralis) OCT oder das gute alte HRT, das die Papille, Nervenfaserrandsaum und Exkavation vermisst, in dem Fall dennoch brauchbare Ergebnisse liefern, das solltest Du am besten direkt mit dem Arzt in der Klinik besprechen.

    Leider, liebe Rala, kann ich Dir dazu nicht mehr sagen. Ich wünsche euch beiden aber auf jeden Fall alles erdenklich Gute!

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Dreizehn Jahre Tropfenfreiheit

    • Chanceline
    • 11. April 2026 um 01:03

    Liebe DieDa,

    das mit dem Absetzen von Clonid hätte ich unter den Umständen genauso gemacht!

    Zumal Du am Montag den Termin in Tübingen hast.

    Zitat von DieDa

    Clonid Ophtal 1/8 % sine enthält mit ca. 14,57 mg/ml (0,4 mg pro Tropfen) eine deutlich höhere Konzentration an Phosphaten als Tafluprost Santen (ca. 1,2 mg/ml, 0,04 mg pro Tropfen).

    Da wundert mich nichts mehr ...

    Ich habe mal nachgeschaut:

    Aus der Wirkstoffgruppe der Alpha-2-Agonisten, zu denen auch Clonidin gehört, gibt es noch Brimonidin.

    Brimo vison sine ist konservierungsfrei und enthält keine Phosphate:

    BRIMO-Vision sine 2 mg/ml AT Lsg.Einzeldosisbeh. - Beipackzettel
    BRIMO-Vision sine 2 mg/ml AT Lsg.Einzeldosisbeh. : Beipackzettel und wichtige Informationen zum Präparat bzw. Medikament.
    www.apotheken-umschau.de

    Die enthaltenen Hilfs- und Zusatzstoffe findet Du gleich oben unter weitere Informationen

    Die NBs sind ähnlich wie die von Clonidin, wie hier immer wieder berichtet wird. Wenn es aber in erster Linie die Phosphate sind, die Dir Probleme machen, dann könnte das eine Alternative sein, zumindest als Überbrückung bis sich die Wirkung der SLT hoffentlich bald einstellt.

    Gute Besserung wünsche ich Dir für den Moment und drücke Dir die Daumen für die zweite SLT am Montag

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Lähmende Angst

    • Chanceline
    • 9. April 2026 um 01:37

    Hallo Lisa,

    die Diskussion hier ist schon ganz woanders...

    Aber sagen möchte ich Dir doch, dass ich mich sehr freue, dass Dir der Glaukompapst Entwarnung gegeben hat!

    Alles Liebe und Gute für Dich

    Chanceline

  • Lähmende Angst

    • Chanceline
    • 6. April 2026 um 01:21

    Hallo Lisa,

    Deine Wahrnehmung kann Dich tatsächlich täuschen!

    Das mit den dauernden Selbsttests solltest Du lassen. Damit machst Du Dich nur verrückt und strengst Deine Augen zusätzlich an; das macht Dein Sehen nicht besser!

    Zitat von misslis

    ich überlege, gleich am Dienstag nach den Feiertagen bei meinem Augenarzt anzurufen um zu fragen, ob ich früher kommen kann. Mein regulärer Termin wäre erst am 21.4.

    Das ist doch ein guter Plan, um aus dieser lähmenden Angst herauszukommen!

    Ich drücke Dir alle verfügbaren Daumen, dass Du zeitnah einen Termin bekommst.

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Diagnose vor einer Woche

    • Chanceline
    • 6. April 2026 um 00:58

    Hallo Affected,

    nun lass mal nicht den Kopf hängen, da gibt es was die verschiedenen Wirkstoffe angeht, schon noch einige Möglichkeiten.

    Erst mal würde ich den Dorzo Vision noch eine Woche geben, um zu sehen, ob sich das mit den Nebenwirkungen bessert.

    Falls nicht wäre der Wechsel zu Brinzolamid eine naheliegende Option.

    Eine andere (oder zusätzliche) Möglichkeit könnte folgende sein:

    Du tropft doch Ganfort abends. Das ist Bimatoprost plus Timolol und wird wegen der 24-stündigen Wirkdauer des Prostamids prinzipiell nur einmal täglich getropft! Die Wirkdauer von Timolol beträgt aber nur etwa 12 Stunden. Falls Du das jetzt abends tropft, ist vom Timolol tagsüber eher keine großartige Drucksenkung zu erwarten. Möglicherweise ließe sich ja durch eine zusätzliche Gabe Timolol morgens der Druck in den gewünschten Bereich bringen.

    Besprich das doch mal mit Deiner AA.

    Einen schönen Ostermontag wünsche ich Dir

    Chanceline

  • Langzeiterfahrungen Augenoperationen

    • Chanceline
    • 4. April 2026 um 00:07

    Hallo Meikel,

    Zitat von Meikel

    Ach ja, ich glaube ich habe mit -5,25/-5,5 Allerweltsaugen, oder ?

    Hast Du das Vorzeichen verwechselt?

    Mit +5,25/+5,5 wärst Du tatsächlich ziemlich heftig altersweitsichtig (Presbyopie).

    Oder warst Du schon früher weitsichtig (Hyperopie) und die Altersweitsichtigkeit ist jetzt dazugekommen?

    Solltest Du tatsächlich -5,25/-5,5 haben, dann wärst Du kurzsichtig, aber sicher nicht erst mit dem Alter. Wobei auch da natürlich eine Altersweitsichtigkeit dazu kommen kann

    LG

    Chanceline

  • Lähmende Angst

    • Chanceline
    • 3. April 2026 um 23:56

    Hallo Lisa,

    ich kann gut verstehen, dass Dir Dein Sport Vertrauen in Deinen Körper gibt. Aber wenn Dich bei der Art Training, dass Du bislang gemacht hast, doch immer die Sorge (sei sie nun berechtigt oder nicht) umtreibt, Du könntest damit Deinen Augen schaden, dann ist das natürlich kontraproduktiv und nimmt Dir die Freude daran.

    Aber da bist Du ja nun, wie ich Deinem Thread zu Pilates entnehme, auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten, die für Deine Augen unproblematisch sind. Das wird Dir ganz sicher gelingen!

    Zitat von misslis

    Es war damals die Rede von Pigmentglaukom, das wurde nie mehr erwähnt, auf die Frage welches Glaukom ich nun habe, hält sich mein Arzt bedeckt. Es ist aber ein Offenwinkel und die Schäden sind definitiv durch hohen Druck entstanden.

    Dass die Schäden durch zu hohen Druck entstanden sind, ist schon klar. Es wäre aber dennoch hilfreich zu wissen, ob Du nun tatsächlich ein Pigmentglaukom hast oder nicht.

    Da würde ich doch noch mal ganz konkret nachfragen!

    Zitat von misslis

    ich habe das Gefühl, dass sich mein linkes Gesichtsfeld verkleinert hat seit kurzem, aber erst seit ich mich so drauf reinsteigere und seit ich den Sport in Frage stelle. Plötzlich bilde ich mir sogar ein, Probleme mit Fokussieren zu haben. Wenn ich meine Brille aufsetze (hab nur Max 1 Dioptrien) ist es deutlich besser. Wahrscheinlich weil sich die Augen nicht so anstrengen müssen.

    Im Februar bei der Kontrolle war noch alles stabil

    Bei der Kontrolle im Februar wurde ja sicher auch das Gesichtsfeld getestet. Hat sich denn da die Veränderung, die Du selbst wahrnimmst, objektivieren lassen? Hat sich Dein letzter GF-Befund verschlechtert im Vergleich mit den vorangegangenen Tests?

    Abe da Du von stabilen Befunden sprichst, was das ja wohl eher nicht der Fall.

    Vielleich bist Du auch im Moment vor lauter Sorge so sehr auf Deine Augen und Dein Sehen fokussiert, dass Du Ende der eigenen Wahrnehmung nicht mehr so wirklich traust.

    Nun hab erst mal ein paar Tage Ruhe und fröhliche Ostern mit Deiner Familie.:ostern:

    Das wünscht Dir von Herzen

    Chanceline

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