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Beiträge von Chanceline

  • Das "warum"...

    • Chanceline
    • 14. Dezember 2025 um 01:49

    Hallo Johanna,

    über das "Warum", habe ich mir auch meine Gedanken gemacht, als mein Druck mit Ende 50 von bis dahin hochnormal plötzlich auf Werte um 25 mmHg angestiegen ist.

    Zitat von AndreaJohanna

    Kann man sehen, ob die Abflussmoeglichkeit in Ordnung ist oder ist es möglich, dass zuviel Wasser produziert wird?

    Wenn der Kammerwinkel, mittels Gonioskopie betrachtet, normal gestaltet und weit ist und auch sonst keine Abflusshindernisse, wie z.B. Ablagerungen, zu ersehen sind, dann lässt sich nicht sagen, warum der Druck angestiegen ist.

    Soweit ich das begreife, könnten für steigenden AID altersbedingte Umbauprozesse verantwortlich sein, die den Abflusswiderstand erhöhen. Auch die beim weiblichen Teil der Bevölkerung mit den Wechseljahren versiegende Östrogenproduktion spielt dabei vermutlich eine Rolle. Darüber wurde hier im Forum schon öfter diskutiert. (Suchfunktion) Da aber auch Männer von gestiegenem AID im Alter betroffen sind, dürften es nicht die Östrogene alleine sein.

    Da fehlt es aus meiner Sicht noch an belastbaren Erkenntnissen.

    Zitat von AndreaJohanna

    Ich erinnere mich auch, dass in jungen Jahren ein AA einmal sagte, er haette gedacht, ich haette den gruenen Star es habe sich aber nicht bestätigt. Darüber denke ich nach.

    Darüber würde ich an Deiner Stelle auch nachdenken!

    Soweit ich den Hergang bei Dir aus Deinen Angaben auf dem Schirm habe, gibt es da in der Diagnostik doch noch eine entscheidende Lücke:

    Hast Du nur zu hohen AID oder sind Deine Sehnerven tatsächlich geschädigt?

    Gut, dass Du jetzt nach Sulzbach gehst, wo Du sicher eine gute Diagnostik bekommst!

    Wenn bei Dir, wie Du schreibst, schon mal vor langer Zeit festgestellt wurde, dass deine Sehnerven glaukomverdächtig aussehen, sich die Diagnose Glaukom aber nicht bestätigt hatte, dann ist es ja immer noch im Bereich des Möglichen, dass Deine Sehnerven von Haus aus auffällig sind (geht mir genauso), Du jetzt okuläre Hypertension (OHT) bekommen hast, aber immer noch kein Glaukom - will sagen keine Schäden an den Sehnerven!

    Das ändert zwar nichts an der Therapiebedürftigkeit der OHT!

    Ist aber dennoch die entscheidende Frage, auf die Du in Sulzbach hoffentlich eine Antwort bekommst.

    Ebenso wie darauf, welche Tropfen für Dich die richtigen sind!

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Brimonidin während der Schwangerschaft

    • Chanceline
    • 14. Dezember 2025 um 00:36

    Hallo Melly,

    willkommen hier bei uns!

    Dass Du aufgewühlt bist, verstehe ich!

    Gut, dass der erhöhte Druck zeitnah festgestellt wurde.

    Du hast ja nun aber 'nur' erhöhten AID und Deine Sehnerven haben keine Schäden!

    Klar, dass Dir das jetzt in der SS große Sorgen macht!

    Zitat von Melly

    Zur Zeit bin ich sehr aufgewühlt vor allem um die Sorge um mein Baby aber auch wegen der Diagnose

    Die beiden Sorgenpunkte:

    Du tropfst jetzt. Deine Sehnerven sind damit auf der sicheren Seite! Also mach' dir deswegen keine Sorgen! Ich wünsche Dir von Herzen, dass der Druck gut durch die Tropfen gesenkt wird.

    Was die Anwendung von Brimonidin in der SS betrifft, hast Du Dich ja nun bei Embryotox erkundigt; das gilt in Deutschland als die kompetenteste Stelle in diesen Fragen. Und wenn die keine Bedenken haben und überdies dein AA und Deine Gyn genauso denken, dann solltest auch Du Dir keine Sorgen machen.

    Ob zu einem späteren Zeitpunkt eine Umstellung auf Timolol notwendig und sinnvoll ist, besprichst Du in Ruhe mit Deiner AA und mit Deiner Gyn.

    Ansprechen solltest Du auch, ob eine SLT in Deiner jetzigen Situation oder nach der Geburt Deines Kindes Sinn machen könnte. Das ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Drucksenkung.

    Informieren darüber kannst Du Dich hier im Forum über die Suchfunktion.

    Hier im Forum gibt es meines Wissens nur ein Mitglied Carmela, die Brimonidin während ihrer Schwangerschaft getropft hat.

    Nachlesen kannst Du das hier.

    Thema

    Tropfenumstellung aufgrund von SS

    Hallo zusammen,

    Ich war heute zur Glaukomsprechstunde in Köln.

    Ich hatte letztes Jahr bereits ein Gespräch mit meiner Augenärztin zum Thema SS. Sie meinte, dass ich auf die Tropfen angewiesen sei und keine großen Risiken sieht bis auf das Roclanda, weil es dazu noch keine Erfahrungswerte gibt.

    Heute bin ich in der 6. SSW und habe dies in der Uniklinik angesprochen.

    Mir wurde erklärt, dass in der SS der Druck tendenziell sinkt und mit meiner aktuellen Therapie (2x Duokopt, 2x Brimo Vision und z. N.…
    Carmela
    19. April 2023 um 20:58

    Du kannst auch versuchen, Carmela per PN direkt anzuschreiben.

    Und bitte vergiss nicht, nach dem Tropfen jedes Auges einzeln das Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel für mindestens eine Minute sanft zuzudrücken, damit möglichst wenig vom Wirkstoff über die Rachenschleimhaut in den Körper gelangt!

    Alles Liebe und Gute für euch beide.

    Chanceline

  • Glaukomverträgliche Therapie einer Blasenfuntionsstörung

    • Chanceline
    • 30. November 2025 um 00:29

    Hallo Markus,

    neue Baustelle - sorry dafür!!!

    Schau mal hier rein, vielleicht kann Dir das weiterhelfen,:

    Thema

    Antispastika und Glaukom

    Ein liebes Hallo,

    und gleich eine Frage: Aufgrund meines inkompletten Querschnitts habe ich oft Spastiken.

    Am schlimmsten ist aber die spastische Blase.

    Hatte vor einem Jahr meine erste Botoxinjektion in die Blasenwand.

    Und hatte dadurch ein gutes Blasenjahr.

    Jetzt lässt die Wirkung nach. Und mein nächster Botoxtermin Januar 2025.

    Frage: Bei vielen Medikamenten gegen Spastik wird vor einer Einmahme bei unbehandeltem Engelwinkelglaukom gewarnt.

    Ich habe aber das Pigmentdispersionsglaukom. Also…
    Michi67
    26. Oktober 2024 um 15:01

    Da ist von einem Medikament namens Mirabegron/Betmiga die Rede. Das ist ein ß-3-Adrenozeptor-Agonist und hat einen anderen Wirkungsmechanismus als Anticholinergika. Dafür hatte Michi67 von seinem AA grünes Licht bekommen.

    Ob das für Dein Problem geeignet sein könnte, weiß ich natürlich nicht.

    Gute Besserung und liebe Grüße

    Chanceline

  • Erfahrungen mit Dorzolamid

    • Chanceline
    • 30. November 2025 um 00:16

    Hallo zusammen,

    Zitat von jr59

    ich habe eben beim Recherchieren im Net keine einzige Fundstelle erhalten, dass Dorzolamid anders als in Tropfenform erhältlich sei.

    Bei den Tabletten dürfte es sich um Glaupax handeln. Der Wirkstoff ist nicht Dorzolamid sondern Acetazolamid. Das ist aber auch ein Carboanhydrasehemmer, und dürfte bei Neigung zu Nierensteinen folglich genauso problematisch sein.

    Wegen der gravierenden Nebenwirkungen ist Glaupax in Dauermedikation als Alternative zu Augentropfen sowieso nicht geeignet. Glaupax kommt nur in sehr speziellen Fällen zum Einsatz. Etwa wenn alle anderen Tropfen abgesetzt werden müssen, um das Auge z.B. vor einer OP reizfrei zu kriegen, oder als Notfallmedikament, wenn der Druck bei einem Glaukomanfall schnell gesenkt werden muss.

    LG

    Chanceline

  • Endoart

    • Chanceline
    • 29. November 2025 um 13:54

    Hallo Christoph,

    da bist Du ja auch mal wieder.

    Inzwischen hast Du ja einiges erleben müssen....

    Mit einer EndoArt hat @Gwendolyn Erfahrung.

    Lies einfach mal in Ihrem Thread nach.

    Reinschauen kannst Du auch hier mal:

    EndoArt®: Ergebnisse bei Patienten mit Glaukom-Drainage-Implantaten
    Bei Patienten mit erhöhtem Abstoßungsrisiko im Falle einer herkömmlichen Descemet Membran- Endothel-Keratoplastik (DMEK) ist die EndoArt® (Eye Yon Medical,…
    www.springermedizin.de

    Eine "Tensiodekompensation (AT > 25 mm Hg)" als Komplikation wird da bei einem der 12 Patienten erwähnt.

    LG

    Chanceline

  • Neues Mitglied mit frischer Diagnose

    • Chanceline
    • 29. November 2025 um 02:33

    Hallo Pascal,

    ein bissel klarer wird das ja nun doch!

    Deine Sehnerven sind auffällig, weil sie exkaviert sind.

    Das ist nun mal ein klassischer Hinweis auf ein Glaukom. Bei Dir kommt der hohe Druck dazu, was eine glaukombedingte Schädigung wahrscheinlich macht. Das wurde nun diagnostisch abgeklärt und der AID mittels Tropfen gesenkt!

    Irgendwelche Besonderheiten am Kammerwinkel hast Du nicht. Also wenn, dann wäre es ein Offenwinkelglaukom!

    Zitat von Brosator97

    Bin momentan halt am überlegen ob mein Papille nicht einfach merkwürdig ausschaut und soweit eigentlich wirklich nur eine "Hypertension ist.

    Genau da liegt das Problem auf den ersten Blick!

    Wenn so eine Auffälligkeit an den Sehnerven entdeckt wird, dann lässt sich erst mal nicht mit Sicherheit sagen, ob das angeboren oder durch zu hohen AID verursacht ist.

    Das geht Dir aber nicht allein so. Mir ging das genauso, und es gibt etliche User hier im Forum in ähnlicher Situation.

    Hilfreich sein könnten Vorbefunde, warst Du früher schon mal bei einem AA, der sich Deine Sehnerven angeschaut hat? Falls ja, könntest Du da nachfragen, ob dieses merkwürdige Aussehen Deiner Papillen schon mal aufgefallen ist.

    In Deinem OCT lässt sich nachvollziehen, was den AA - vermutlich - aufmerksam gemacht hat.

    Schau Dir mal die Bilder ganz oben rechts und links außen an; da siehst Du die Papille als dunkelgrauen Bereich und darin die Exkavationen hellgrau. Letztere sind schon relativ groß, aber immer noch in der Norm! Wie die CDR-Werte in der Tabelle besagen. Aber sie sind ziemlich weit nach außen verlagert - also randständig. Für eine gesunde Papille gilt das nach meiner Kenntnis als eher ungewöhnlich. Also nährt auch das den Glaukomverdacht.

    Nachvollziehen lässt sich das auch daran, dass der Graph zur neuroretinalen Randdicke vor allem temporal in Richtung gelb-rot geht. Das sind die Bereiche, wo der Randsaum sehr dünn ist, weil die Exkavation sehr nah an den Papillenrand reicht.

    Also gibt es da trotz der grünen Einfärbung aller Papillen- und CDR-Werte in deinem OCT schon Punkte, die zumindest verdächtig sind.

    Dass Dein AA die festgestellt und im Auge hat, spricht für seine Sorgfalt.

    Nun ist aber die Papille nur ein Ort, an dem sich Schäden durch zu hohen AIDs manifestieren. Der andere Ort und folglich der Messpunkt im OCT ist die Nervenfaserschicht rund um die Papille (RNFL) und weiter weg davon auf der Netzhaut.

    Aber da sind die bei Dir gemessenen Werte grün markiert, also unverdächtig! Das würde ich als gutes Zeichen werten; würde aber den AA bei nächster Gelegenheit löchern, ob er neben der verdächtigen Aushöhlung Deiner Sehnerven bei seiner Untersuchung andere Hinweise auf ein Glaukom entdeckt hat!

    Auf jeden Fall solltest Du Dir für den nächsten Termin eine Liste mit Deinen Fragen machen!

    Was ist nun der Schluss aus dem Ganzen?

    Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich das so sehen: im Moment lässt sich nicht sagen, ob die an Deinen Sehnerven festgestellten Auffälligkeiten durch zu hohen AID verursacht wurden, oder ob es sich dabei um eine angeborene Anomalie handeln könnte.

    Praktisch und bei Licht betrachtet, macht es aber keinen Unterschied, ob Du eine angeborene Papillenanomalie plus zu hohen AID hast oder eben doch ein beginnendes Glaukom!

    Egal wie das Kind heißt, die Konsequenz bleibt gleich: der AID muss auf ein Niveau gesenkt werden, bei dem Deinen Sehnerven keine (weiteren) Schäden drohen - unabhängig davon ob sie schon Schäden haben oder noch gesund sind!

    Zitat von Brosator97

    Über slt Laser habe ich noch nicht nachgedacht da ich erst tropfen wollte. Nehme sie regelmäßig und bis auf die Allergie gegen brimo vision Verträge ich sie eigentlich sehr gut also hab keine Probleme damit.

    Die Überlegung dabei ist folgende: Dein zu hoher AID ist auf jeden Fall behandlungsbedürftig und das wir wohl leider so bleiben. Du bist noch sehr jung, also hast Du noch lange Jahre der Tropftherapie vor Dir. Augentropfen können - müssen aber nicht - auf Dauer Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten zeitigen. Folglich könnte die SLT eine Option sein, über die Du Dich informieren solltest.

    Liebe Grüße und ich hoffe, die Sorge wegen absehbarer Erblindung ist vom Tisch!

    Chanceline

  • Neues Mitglied mit frischer Diagnose

    • Chanceline
    • 27. November 2025 um 23:45

    Hallo Pascal,

    auch von mir: willkommen hier im Forum!

    Ein Druck von 30mmHg ist natürlich zu hoch und auf jeden Fall behandlungsbedürftig!

    Was Deine Glaukomdiagnose angeht, bräuchte es noch ein paar weitere Informationen!

    Von einem Glaukom spricht man erst dann, wenn die Sehnerven geschädigt sind!

    In Deinem OCT nun allerdings sind, wie auch sissy schon festgestellt hat, alle Werte grün unterlegt, also im Normbereich!

    Also kann Dir nur Dein AA Auskunft geben, wie er seine Glaukomdiagnose begründet.

    Möglicherweise hast Du ja nur zu hohen AID - okuläre Hypertension, nennt man das.

    Wie kam es denn überhaupt zu dieser Diagnose? Hattest Du Beschwerden und bist deshalb zum AA gegangen?

    Hast Du Risikofaktoren, insbesondere Glaukomfälle in der Familie, bist Du kurz- oder weitsichtig oder hast Du andere Erkrankungen?

    War das mit dem Druck von 30mmHg im Juni eine einmalige Messung oder wurde anschließend vor Therapiebeginn ein Tagesdruckprofil gemacht?

    Weißt Du denn, was für eine Glaukomform bei Dir vorliegen soll? Ein Offenwinkelglaukom? Oder gibt es Besonderheiten, wie z.B. ein enger Kammerwinkel, eine flache Vorderkammer oder Ablagerungen, die den Abfluss behindern?

    Gesichtsfeldausfälle hast Du keine, wie Du schreibst. Das ist gut! Die hat man aber auch erst dann, wenn die Sehnerven schon größere Schäden haben.

    Zitat von Brosator97

    Habe sehr große Angst das ich in den kommenden Jahren blind werde und hoffe auf beruhigende antworten..

    Die Angst halte ich für unberechtigt!

    Selbst wenn Dein AA bei der Untersuchung an der Spaltlampe Auffälligkeiten an Deinen Sehnerven entdeckt haben sollte, die auf eine beginnende glaukomatöse Schädigung hinweisen, dann wurde das doch in einem sehr frühen Stadium entdeckt, so wie Dein OCT-Befund aussieht.

    Gut ist auf jeden Fall, dass Du in Behandlung bist und der Druck gesenkt wird! Hattest Du denn schon eine Kontrolle, seit Du nun Monoprost tropft? Hat Dir der AA einen Zieldruck genannt? Das ist der Druck, bei dem man annimmt, dass die Sehnerven nicht (weiter) geschädigt werden.

    Ich würde Dir raten, nochmal in Ruhe mit dem AA zu reden und Dir die Diagnose erklären zu lassen.

    Ansprechen könntest Du ihn auch mal darauf, ob eine SLT für Dich in Frage käme. Das ist ein minimalinvasiver Lasereingriff zur Drucksenkung. Darüber kannst Du Dich hier im Forum mittels Suchfunktion informieren, das ist die Lupe oben rechts - bitte von der Startseite aus!

    Wenn Du Fragen hast, melde Dich einfach

    LG

    Chanceline

  • Erschütternde Diagnose

    • Chanceline
    • 25. November 2025 um 22:02

    Hallo Max,

    wirklich erstaunlich, wie gut trainiert ChatGPT in Sachen OCT bzw. Glaukomdiagnostik ist! Einschätzen lässt sich die Güte solcher Ansagen aber wohl nur, wenn man halbwegs weiß, wie die Messung funktioniert. Sonst muss man der KI halt glauben. Bei Dir deckt sich das aber wohl im Wesentlichen mit dem was der AA Dir erklärt hatte!

    Hattest Du dem Chatbot auch die OCT-Auswertung Deines linken Auges hochgeladen? Wie ist er denn damit klar gekommen?

    Zitat von Zyklop

    Rolle rückwärts: Nachdem ich gerade Chatbot gefragt habe ist mir noch aufgefallen, dass der klassiche CDR-Wert als Area C/D bezeichnet wird.

    Tatsächlich ist dieser rechten Auge nur 0,49 und damit auch im Normbereich. Der V.C/D-Wert ist gelb. Das ist wohl vertikal gemessen ein CDR-Wert. Ich dachte das sei gleich...

    Die verschiedenen im Umlauf befindlichen CDR-Werte resultieren daraus, dass es unterschiedliche Verfahren gibt, um die Exkavation (Cup) zur Papille (Disc) in Relation zu setzen. Je nach dem wie man rechnet, kommen deutlich andere Werte heraus und auch die diagnostische Aussagekraft ist verschieden. Das kann schon Verwirrung stiften.

    Soweit mir bekannt gibt es:

    • den Flächen-CDR = Exkavationsfläche geteilt durch Papillenfläche - das ist wohl das älteste Verfahren und dürfte am ehesten dem entsprechen, was der AA bei der Untersuchung sieht;
    • den linearen-CDR = Quadratwurzel aus dem Flächenwert, also wesentlich höher;
    • den vertikalen bzw. horizontalen CDR - die berechnen sich aus dem Durchmesser von Exkavation/Papille. Das gibt die Form der Exkavation wieder: ist der vertikale CDR höher als der horizontale liegt eine hochovale Exkavation vor, was auf ein Glaukom hindeutet; eine runde oder querovale Exkavation hingegen gilt als eher angeboren. Das hängt mit dem Verlauf der Nervenfaserbündel sowie damit zusammen, dass Glaukomschäden in der Regel unten und oben am Sehnerv beginnen.

    So wie ich das in den über 15 Jahren, die ich selbst betroffen bin, erlebt habe, hat sich die Bedeutung dieser CDR-Werte inzwischen aber deutlich relativiert. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf dem Sehnervenkopf und den dazugehörigen Parametern, aus denen sich diese CDR-Werte als Maß der Schädigung ergeben. Im Lauf der Zeit hat man erkannt, dass sich Glaukomschäden nicht nur an der Papille bemerkbar machen, sondern dass sie sich meist schon früher an einer Ausdünnung der Nervenfaserschichten auf der Netzhaut nachweisen lassen. Genau die (RNFL/CCG) werden mittels OCT an verschiedenen Stellen des Augenhintergrundes untersucht. Papillen- und CDR-Werte sind, wie Deiner OCT-Auswertung zu entnehmen, natürlich immer noch wichtig, aber eben nur als ein Teil der Übung genannt Glaukomdiagnostik.

    Interessant übrigens vor dem Hintergrund finde ich, dass ChatGPT Deine hoch-normalen CDRs als unproblematisch wertet, da alle anderen Werte, insb. RNFL/CCG im Normbereich sind. Klartext: auffällige Papillenwerte, insb. hohe CDRs, allein machen noch kein Glaukom! Sollten aber beobachtet werden! Was Dein AA ja auch tun wird, wie Du oben geschrieben hast.

    Lass gelegentlich hören, wie es weiter gegangen ist!

    Alles Gute wünsche ich Dir und tolle Musik...

    Chanceline

  • Meine Augen werden Jährlich schlechter - Kurzsichtigkeit, schlechte Augen, Dioptrien werden schlechter

    • Chanceline
    • 25. November 2025 um 19:24

    Hallo Julian,

    Zitat von julien89

    leider verschlechtern sich meine Augen jährlich, mein linkes Auge ist wieder um 0,75 schlechter geworden, und mein rechtes um 0,5

    Weiß jemand ob das mit dem Glaukom zusammenhängt, vllt ist es besser zu tropfen, damit die Diptrien nicht weiter fällt

    soweit ich Deine Situation auf dem Schirm habe, wurde bei Dir ein Pigmentdispersionssyndrom (PDS) festgestellt, aber kein Glaukom; anderenfalls wäre ja eine Tropftherapie eingeleitet worden.

    Insofern kann ich Deine Frage nur so verstehen, ob die Zunahme Deiner Kurzsichtigkeit mit dem PDS zusammenhängen könnte. Das scheint mir doch sehr speziell!

    Hast Du schon mit Deinem AA darüber gesprochen?

    LG

    Chanceline

  • Erschütternde Diagnose

    • Chanceline
    • 23. November 2025 um 01:13

    Hallo Max,

    super, dass diese erschütternde Diagnose vom Tisch ist!

    Da ist nach guter Tradition dieses Forums eine Runde:hops::hops::hops: angesagt.

    Das beruhigt das ladierte Nervenköstüm!

    Den Termin hast Du aber auch wirklich gut gehändelt. Nicht jeder hat die Geistesgegenwart, zumal bei der Vorgeschichte!

    Mit Deiner hohen Myopie + schrägem Sehnerveneintritt + der auf Deinem linken Auge seit Deiner Kindheit bestehenden Problematik sind Deine Augen sicher sehr schwer zu beurteilen!

    Optimal wäre gewesen, die offenbar noch recht unerfahrene Ärztin, die Dich bei Deinem ersten Besuch behandelt hat, hätte gleich einen erfahrenen Kollegen dazu geholt.

    Nun geht ja der Trend in Richtung zu solchen Großpraxen, wo es mehrere Ärzte mit sehr unterschiedlicher Erfahrung und Spezialisierung gibt. Gut ist, dass da viel Kompetenz versammelt ist. Aber, so wie ich Deine Erfahrung lese, würde man sich wünschen dass bei unklaren oder schwierigen Fällen, so wie bei Dir, ad hoc ein erfahrener Kollege dazu geholt wird. Anstatt einen Patienten mit so einer erschütternden, aber letztlich falschen, Diagnose nach Hause zu schicken und ihn wochenlang bis zur weiteren Abklärung leiden zu lassen.

    Bei Dir ist das ja nun gut ausgegangen! Und für andere ist Deine Erfahrung sicher hilfreich zu lesen!

    Setz Deine guten Vorsätze um und bleib dran.

    Zitat von Zyklop

    Ich bleibe hier am Ball. Euch zunächst vielen Dank für die Ernsthaftigkeit dieses Forums. Davon gibt es nicht viele.

    Das liest man gerne!

    Aber so ein Forum lebt davon, dass Leute nicht nur mitlesen und ausschließlich dann schreiben, wenn bei ihnen die Hüte brennt...

    LG

    Chanceline

  • Schlafprobleme

    • Chanceline
    • 21. November 2025 um 18:13

    Hallo Happy,

    Also ich habe nur gefunden, dass Haut und Augen lichtempfindlich werden können, wenn man Johanniskraut nimmt.

    Aber ich habe nirgends eine Info gefunden, dass Johanniskraut die Pupille erweitert (oder verengt).

    Wenn ich Deine Frage weiter oben richtig verstanden habe, dann ich das ja wohl der entscheidende Punkt.

    Hast Du mal Deinen AA dazu befragt?

    LG

    Chanceline

  • Pilocarpin

    • Chanceline
    • 21. November 2025 um 18:00

    Hallo Vreneli,

    willkommen hier im Forum!

    Konkret kann ich Deine Frage zu Pilocarbin leider nicht beantworten, hoffe aber, dass sich dazu noch jemand meldet.

    Hast Du Dich schon mit Embryotox in Verbindung gesetzt. Falls nicht - hier die Adresse:

    Embryotox - Glaukom

    Hinweise findest Du auch in diesem Artikel zur medikamentösen Glaukomtherapie in Schwangerschaft und Stillzeit.

    https://www.ukaachen.de/fileadmin/files/klinik-augenheilkunde/GlaukomtherapieinSchwangerschaftundStillzeit.pdf

    Ansonsten würde ich Dir raten, einfach mal in der Unterrubrik hier im Forum zu schmökern und/oder die Suchfunktion zu nutzen - Lupe oben rechts, von der Startseite aus! -

    LG

    Chanceline

  • Schlafprobleme

    • Chanceline
    • 20. November 2025 um 15:26

    Hallo zusammen,

    da hatte Happy die Frage wohl etwas unglücklich formuliert.

    Gemeint sein dürfte eine Weitstellung der Pupillen, wie das bei anderen Antidepressiva vorkommt; weswegen da ein Engwinkelglaukom/-syndrom eine Kontraindikation ist.

    Für Johanniskraut ist bekannt, dass dadurch die Haut lichtempfindlicher wird. Von einem möglichen Einfluss auf die Pupille habe ich aber bisher noch nichts gehört oder gelesen. Woher stammen denn Deine Informationen Happy?

    Ich nehme gelegentlich Johanniskraut zur Beruhigung oder als Öl für die Haut. Dabei ist mir noch nie aufgefallen, dass meine Pupillen dadurch weiter bzw. meine Augen lichtempfindlicher geworden wären.

    LG

    Chanceline

  • Vorstellung

    • Chanceline
    • 19. November 2025 um 13:10
    Zitat von Schorschbey

    viele Augenärzte verwenden kein Korrekturglas, sondern lassen die Gesichtsfelduntersuchung mit der Brille des Patienten durchführen. Das ist durchaus sinnvoll, denn mit einer gut angepassten Brille hat man eine bessere Sehschärfe als mit einem Korrekturglas, das mit automatisch bestimmter Refraktion ausgewählt wird, vor allem, wenn man eine stärkere Zylinderkorrektur braucht.

    mir scheint das auch sinnvoll - zumal ich mit diesen Korrekturgläsern schon gruslige Glasrand-Artefakte produziert habe.

    Auf Nachfrage allerdings, ob ich nicht einfach meine eigene Brille benutzen könnte, wurde mir gesagt, mit einer Gleitsichtbrille ginge das nicht. :keineAhnung:

    LG

    Chanceline

  • Erschütternde Diagnose

    • Chanceline
    • 19. November 2025 um 00:25

    Hallo Max,

    Zitat von Zyklop

    Bei der Druckmessung wurde 2019 Werte mit 24 und 25 angegeben. Eine Zeile darunter liest man aber B/Bem 17 und 18. Kann das sein, dass das eine zweite Messung war? Eine KI hat mir gesagt, damit könnte "Bulbus" / Bemessung gemeint sein. Vielleicht eine Messung direkt am Auge, wie von Dir nachgefragt? (Bulbus oculi = Augapfel)

    Was diese Abkürzung bedeutet, kann ich Dir leider nicht sagen. Da aber vorher Non-Contact-Tonometrie steht, wäre eigentlich zu erwarten, dass eine Applanationstonometrie nach Goldmann entweder explizit so genannt oder aber mit GAT abgekürzt wäre. Von den Werten her könnte es aber passen. Mir ist auch sonst keine Messung am Auge bekannt, wo Werte in der Höhe rauskommen könnten.

    Was Dir die KI da erzählt hat, macht eher keinen Sinn, denn dieses B/Bem steht auch weiter oben bei Deinem Visuswerten.

    2023 sind auch Druckwerte verzeichnet, ab leider wird nicht gesagt ob NCT oder GAT.

    Jetzt kennst Du ja den Unterschied zwischen den beiden Messmethoden und bittest die AA am besten darum, dass sie den Druck nach GAT misst. Das ist einfach die zuverlässigste Methode!

    Zitat von Zyklop

    Der besagte AA-Termin rückt näher, meine Angst steigt, allerdings weiß ich auch, dass eine genaue Abklärung meine beste Chance ist, um noch möglichst lange "unbeschwert" zu leben.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du Klarheit bekommst! Bis jetzt scheint Deine Glaukommdiagnose ja lediglich auf diesen CDR-Werten zu gründen!

    Weißt Du denn schon, was für Untersuchungen gemacht werden sollen. Falls man Dir ein OCT vorschlägt - Igel-Leistung! - würde ich das unbedingt machen lassen; einmal zur Abklärung der Diagnose und um den jetzigen Stand zu dokumentieren; damit kann man die weitere Entwicklung dann abgleichen.

    Mach Dir am besten ein Liste mit Deinen Fragen (einige davon hatte Dir Affected weiter oben genannt).

    Gedrückte Daumen für Deinen Termin und liebe Grüße

    Chanceline

  • Katzenstube wünscht einen guten Morgen

    • Chanceline
    • 16. November 2025 um 23:54

    Hallo Dagmar,

    Operation erfolgreich!

    Das freut mich für Dich und ich wünsche Dir, dass der Effekt der SLT lange anhält.

    Auch die Druckwerte deines linken Auges sind doch absolut erfreulich - ohne Netarsudil!

    Liebe Grüße und gedrückte Daumen, dass weiterhin alles stabil bleibt und der Winter nicht so kalt wird....!

    Chanceline

  • Verlaufskontrolle

    • Chanceline
    • 16. November 2025 um 23:42

    Sorry liebe Tanja,

    ich wollte Dich bestimmt nicht in irgendeine Richtung bugsieren mit meinem Loblied auf die zweigleisige Fahrweise....

    Du machst das ja nun schon lange Zeit so, wie es für Dich und Deine ganz spezielle Situation richtig und angemessen ist! Und wirst das auch weiterhin gut meistern! Davon bin ich überzeugt.

    Zitat von Tanjalein

    Ich arbeite an dem richtigen Umgang damit, dass mich Kontrollen ein Leben lang begleiten werden und ich setze auf die Zeit.

    Ersteres ist nicht einfach, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    Auf die Zeit setze ich auch!

    Alles Liebe und Gute für Dich und lass Dich bloß nicht unterkriegen!

    Chanceline

  • Niederdruckglaukom

    • Chanceline
    • 16. November 2025 um 23:27

    Hallo Susisanne,

    ich hoffe, Du bist inzwischen doch etwas zur Ruhe gekommen...

    Zitat von Susisanne

    Das Ergebnis vom OCT verstehe ich nicht, daher hänge ich es mal an. Vielleicht macht es mich ruhiger, wenn ich weiß was es bedeutet, auch wenn es nicht so gut sein sollte.

    Dass Dein OCT auffällig ist, hat Dir die Ärztin ja bereits gesagt, wenn auch leider ohne weitere Erklärung.

    Ich nehme einfach mal an, dass Du mit der Optischen Kohärenztomografie nicht so arg vertraut bist. Also kurz zum Verständnis: Mittels OCT werden an verschiedenen Stellen des Auges Veränderungen gemessen, die typischerweise durch ein Glaukom entstehen.

    Die gemessenen Werte werden nach dem Ampelprinzip klassifiziert in grün=normal, gelb=grenzwertig und rot=außerhalb normaler Grenzen. Diese Einordnung basiert auf dem Vergleich Deiner Werte mit denen "gesunder" Menschen (unterschieden nach Alter, Geschlecht, Ethnie, Refraktion etc.). Deren Werte hat das Gerät in einer sogenannten Normdatenbank gespeichert.

    Ein Messort ist dabei die Papille, also der Sehnervenkopf, wo die gebündelten Nervenfasern das Auge in Richtung Gehirn verlassen.

    Die Papille besteht (vereinfacht gesagt) aus neuroretinalem Randsaum und Exkavation.

    Mit zunehmender glaukomatöser Schädigung wird der Randsaum kleiner, die Exkavation größer. Das Verhältnis zwischen Exkavation und Gesamtfläche der Papille gibt der (bzw. die) CDR-Wert(e) wieder. Letzteres gilt als, wenn auch grobes Maß, der glaukomatösen Schädigung, ist aber immer im Zusammenhang mit der Papillengröße zu bewerten. Du hast übrigens rechts eine normalgroße und links eine eher kleine Papille.

    Die diesbezüglichen Messwerte findest Du einmal in der Tabelle und aufbereitet im Graph neuroretinale Randsaumdicke. Auf den kleinen Bildern oben kann man die Papille als dunkel schraffierten Bereich erkennen, und die Exkavation darin ist heller grau.

    Deine Papillenwerte sind, mit Ausnahme der Randsaumfläche links, alle grün gekennzeichnet! Das würde ich positiv werten, allerdings ist im Graph der neuroretinalen Randdicke zu sehen, dass die Linien an einigen Stellen, insbesondere temporal nahe an den gelb-roten Bereich gehen.

    Die zweite Messung betrifft die Dicke der retinalen Nervenfaserschicht (RNFL) in einem bestimmten Abstand rund um die Papille.

    Im Ausdruck findest Du einmal den RNFL-Gesamtwert (= Mittelwert der Quadranten S-N-I-T) oben in der Tabelle, dann die einzelnen Bereiche aufbereitet als Graph RNFL-Dicke und unten als Tortendiagramme.

    Wie Du selbst sehen kannst, sind bei Dir Bereiche der RNFL gelb bzw. rot markiert, d.h. da sind die bei Dir gemessenen Werte deutlich niedriger als die Norm! Das deutet auf einen Glaukomschaden hin! Wie ausgeprägt der allerdings ist, kann ich Dir natürlich nicht sagen. So ein OCT allein ist keine Glaukomdiagnose sondern immer im Zusammenhang mit den anderen ärztlichen Befunden zu sehen! Du solltest auf jeden Fall bei der AA nachfragen, wie sie den Stand der Erkrankung einschätzt!

    Wurde bei Dir eigentlich schon das Gesichtsfeld untersucht? Falls nicht, wird das sicher beim nächsten Termin gemacht werden, dann wird man weiter sehen.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Deine AA beim nächsten Termin zugänglicher ist und Deine völlig berechtigten Fragen beantwortet.

    Gut ist auf jeden Fall, dass Dich der Optiker zum Arzt geschickt hat und Du jetzt in Behandlung bist. Hast Du inzwischen mit den Tropfen angefangen, verträgst Du das Lumigan gut?

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Erfahrung mit Lumigan

    • Chanceline
    • 16. November 2025 um 01:38

    Hallo zusammen,

    Zitat von AndreaJohanna

    Ich finde es unverständlich, dass man nicht aufgeklärt wird und quasi um Antworten betteln muss, unmöglich.

    Das stimmt schon! Leider fragt nicht jeder Arzt nach Erkrankungen außerhalb seines Fachgebiets oder liest den Anamnesebogen, den man bei der Anmeldung ausfüllt.

    Also ist es absolut kein Fehler, wenn man jeden Arzt, bei dem man in Behandlung ist - Zahnarzt inklusive - von sich aus explizit darüber informiert, welche Erkrankungen man hat und welche Medis man nimmt! Vor allem dann, wenn einem neue Medikamente verschrieben werden.

    Schwierig, ganz sicher, wenn man gerade so eine schockierende Diagnose bekommen hat.

    Aber ohne Eigenverantwortung geht es nicht!

    LG

    Chanceline

  • Niederdruckglaukom

    • Chanceline
    • 16. November 2025 um 01:00

    Hallo Susisanne

    ein bissel klarer wird die Sache mir Deinen zusätzlichen Infos nun doch.

    Wie stark bist Du denn kurzsichtig?

    Mit stärkerer Myopie (so über -6) ist einerseits ein Glaukomrisiko verbunden; andererseits erschwert die spezielle Anatomie stark kurzsichtiger Augen auch die Glaukomdiagnostik, weil der Sehnerv einfach schwerer zu beurteilen ist.

    Zitat von Susisanne

    ich habe schon immer niedrigen Blutdruck, hab gehört das wäre ein Indiz?

    Niedriger Blutdruck muss nicht zwingend ein Indiz sein.

    Bei einem Normaldruckglaukom (NDG) gibt es aber neben dem (individuell zu hohen) Augeninnendruck (AID) auch andere Faktoren zu beachten. Da gilt ein niedriger Blutdruck - vor allem Abfälle des diastolischen Werts in der Nacht - als problematisch, weil dann die Versorgung der Sehnerven leidet.

    Da bei Dir ja nun ein NDG zur Debatte steht, wäre es auf jeden Fall sinnvoll, wenn Du deinen Hausarzt um ein 24-Stunden Blutdruckprotokoll bittest. Dann könnte man sehen, ob Du nachts bedenkliche Abfälle hast.

    Was Du noch tun könntest, wäre Dir eines der Bücher von Ilse Strempel zu besorgen:

    Glaukom - mehr als ein Augenleiden oder keine Angst vor Grünem Star.

    Da stecken viele gut zu lesende und verständliche Informationen drin, die Dir weiterhelfen können.

    Du tropfst ja nun Lumigan in Einzeldosen, also unkonserviert.

    Bitte achte darauf, direkt nach dem Tropfen jeden Auges - bevor Du die Augen schließt - sanft das Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel für mindestens eine Minute abzudrücken. Damit wird verhindert, dass der Wirkstoff über den Tränenkanal in den Rachen abläuft und über die Schleimhäute in den Körper gelangt. Systemische Nebenwirkungen, wie sie bei Augentropfen nie ganz auszuschließen sind, werden damit verringert.

    Falls Du mit der OCT-Auswertung alleine nicht klarkommst, kannst Du die auch einscannen oder fotografieren und sie - bitte nach Schwärzung aller persönlichen Informationen - hier einstellen.

    Wenn Du Fragen hast, melde Dich einfach - und vor allem beruhige Dich!

    Schwierig, ich weiß, aber das schaffst Du, ganz sicher!

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • Neu diagnostiziert

    • Chanceline
    • 15. November 2025 um 14:33
    Zitat von Affected

    Befruchtungstropfen

    hatten wir die nicht schon mal? :oD

  • Niederdruckglaukom

    • Chanceline
    • 15. November 2025 um 14:19

    Hallo Susisanne,

    warum hatte der Optiker Dich denn zum AA geschickt und was wiederum hat diesen veranlasst, ein OCT zu machen?

    Hatte der AA bei seiner Untersuchung an der Spaltlampe Auffälligkeiten an Deinen Sehnerven entdeckt, die dann mittels Bildgebung näher untersucht werden sollten?

    Bist Du eigentlich irgendwie kurz- oder weitsichtig? Gibt es Glaukomfälle in der Familie, also ein erhöhtes Risiko?

    Ich frage so konkret nach, weil wir hier doch immer mal wieder erleben, dass sicher geglaubte Glaukomdiagnosen sich bei weiterer Abklärung als beobachtungsbedürfiger Verdacht herausstellen.

    Was genau bei Dir Sache ist, solltest Du bei Deinem nächsten Termin klären!

    Insbesondere:

    • Wie stark sind Deine Sehnerven geschädigt? Dazu kannst Du Dir auch das OCT mal näher anschauen;
      Diese Ausdrucke sind ja gut selbsterklärend mit der farblichen Kodierung nach dem Ampelprinzip. Du findest dazu auch hier im Forum über die Suche (Lupe oben rechts, von der Startseite aus!) jede Menge Vergleichsmaterial.
    • Was ist Dein Zieldruck? Je nach dem wie gravierend (oder hoffentlich nicht) die Schäden an Deinen Sehnerven sind, setzt der AA den Druck an, den man mit der Tropftherapie erreichen will und von dem anzunehmen ist, dass keine weitere Schädigung mehr erfolgt.
    • Wie wurde der AID gemessen? Hat das der AA selbst gemacht nach vorheriger Tropfbetäubung der Augen, oder war das eine Non-Contact-Messung durch das Praxispersonal?
    • Was für eine Glaukomform hast Du? Wurde eine Gonioskopie gemacht, also der Kammerwinkel angeschaut? Hast Du ein Offenwinkelglaukom oder gibt es da irgendwelche Besonderheiten?
    • Der AA hat Dir Lumigan zur Drucksenkung verschrieben. Welche Variante hast Du bekommen? Das gibt es konserviert im Fläschchen und unkonserviert in Einzeldosen (EDOs). Letzteres ist bekömmlicher für die Augen!

    Das wären im Moment so die Fragen, die sich stellen.

    Wie Dir DieDa schon empfohlen hat, mach' Dir für den nächsten Termin eine Liste mit Deinen Fragen. Nicht nur damit Du in der Aufregung nichts vergisst. Nach meiner Erfahrung sind nämlich auch kurz angebundene AAs durchaus gesprächig, wenn sie merken, dass es dem Patienten mit seinem Bedürfnis nach Information ernst ist, und genau das zeigt die Liste!;o)

    LG

    Chanceline

  • Verlaufskontrolle

    • Chanceline
    • 15. November 2025 um 02:14

    Hallo Tanja,

    eben habe ich Deinen Bericht gelesen!

    Und freu mich für Dich!

    Zu früh verrückt machen sollte man sich wirklich nie - es kommt sowieso immer alles anders, und zweitens als man denkt...

    Das allerwichtigste ist - aus meiner Sicht - dass Du stabile Befunde hast!

    Zitat von Tanjalein

    OCT: "Sehr, sehr schön stabil" (O-Ton des Arztes - übrigens wieder ein neuer, aber damit kenne ich mich ja bereits aus)

    Perimetrie:"Geht nicht besser" (Ebenfalls O-Ton des Arztes)

    Druck bei für mich intergalaktischen 18/19

    Aber der Hammer kommt jetzt : "Bei Ihnen sieht es komisch aus, aber es hat keinen Krankheitswert" (Nochmal O-Ton des Arztes)

    Und wieder mal ein neuer Arzt, der komisch aussehende Sehnerven aber kein Glaukom diagnostiziert hat.

    Und das nach der Aufregung im April, als es im OCT eine winzige Verschlechterung gab und dann den Anruf von Prof Schuster mit der Ansage: Glaukom links!

    Naja, das Procedere an der UK scheint mir, wie ich Dir schon geschrieben hatte, nicht wirklich optimal für Deine Situation!

    Wenn es irgendwie möglich ist, versuche das zu ändern! Zumindest am Ende der Runde sollte sich das ein AA anschauen, der Dich und Deine Augen nicht zum ersten Mal sieht.

    So kenne ich das von der Klinik, wo ich seit 5 Jahren die Verlaufskontrolle machen lasse.

    Sonst wird es Dir - fürchte ich - immer wieder passieren, dass Du, je nach dem wie kompetent und erfahren der jeweilige AA in Sachen Papillenbeurteilung ist, sehr unterschiedliche Bewertungen hinsichtlich der Frage - Glaukom oder 'merkwürdig aussehende Sehnerven' bekommst.

    So schwierig, wie Deine Sehnerven nun mal zu beurteilen sind, ist das auch kein Wunder. Aber das weißt Du ja nach 34 Jahren selbst am allerbesten.

    Die andere Option wäre, dass Du Dir einen erfahrenen und kompetenten AA sucht und zweigleisig fährst.

    Letzteres hätte einfach den Vorteil, dass er/sie mit der Zeit Deine Augen kennt, und Du mit ihm/ihr die Befunde der UK besprechen könntest.

    Vielleicht könnte es Dir ja auch helfen, liebe Tanja, wenn Du Dich überwindest und Dir die Befunde geben lassen oder sie eben an Deinen AA schicken lassen würdest.

    Du weißt, ich spreche da aus meiner Erfahrung - die nicht die Deine ist. Aber gut ist es schon, wenn man seine Befunde in Händen und vor Augen hat!

    Aber stabile Befunde sind ein Grund zur Freude!!!

    Ich freue mich mit Dir; und in alter Tradition: :anstossen:

    Entspann Dich und komm zur Ruhe!

    Alles Liebe und Gute Dir

    Chanceline

  • Augeninnendruck grenzwertig und Panik

    • Chanceline
    • 11. November 2025 um 00:20

    Hallo Kasiula,

    so wie DieDa und Nin, möchte ich Dich auch gerne beruhigen - schon weil Deine Geschichte meiner sehr ähnelt.

    Ich war ungefähr in deinem Alter, als ich wegen merkwürdiger Sehstörungen zum AA gegangen bin. Die haben sich dann, so wie bei Dir auch, als harmlose Augenmigräne entpuppt. Mein Aid war schon seit einiger Zeit grenzwertig und bei der Untersuchung hat der AA festgestellt, dass meine Sehnerven merkwürdig aussehen, und ich ging mit dem Verdacht auf Glaukom raus....

    Ich war damals genauso durch den Wind wie Du jetzt.

    Die Frage für Deinen nächsten Termin ist, was genau der AA bei bei Dir festgestellt hat.

    So wie Du das Vorgehen des Arztes schilderst, bist Du an einen guten und gründlichen AA geraten.

    Falls es tatsächlich nur der grenzwertige AID sein sollte, dann hast Du wirklich keinen Grund zur Sorge.

    Falls der AA bei der Untersuchung eine Auffälligkeit an Deinen Sehnerven entdeckt haben sollte, dann wird das beim nächsten Termin weiter abgeklärt werden.

    Das ist gut so und richtig!

    Vermutlich wird beim nächsten Termin ein Gesichtsfeld gemacht und natürlich der Druck gemessen.

    Möglicherweise wird Dir auch vorgeschlagen, ein OCT zu machen. Das ist eine Bildgebung, die den Zustand Deiner Sehnerven feststellt und dokumentiert und die in regelmäßigen Abständen wiederholt wird..

    Das ist sehr sinnvoll, weil man damit schon geringfügige Veränderungen früh erkennt und reagieren kann.

    Leider ist das eine Selbstzahlerleistung.

    Bitte mach Dir keine übertrieben Sorgen - es gibt einen Verdacht, der muss abgeklärt werden.

    Informieren in Sachen Glaukom kannst Du dich hier, wenn Du magst.

    Willkommen | glaukom.de

    Wenn Du Fragen hast, dann melde Dich einfach!

    Und um - zu Deiner Beruhigung - auf meine Geschichte zurückzukommen.

    Meine Sehnerven sehen auch 15 Jahre später immer noch glaukomverdächtig aus. An ihrem Zustand hat sich aber nichts verändert. Also ist das wohl angeboren und ich habe kein Glaukom!!!

    Aber ich tropfe, völlig problemlos, seit über 10 Jahren, weil mein AID im Lauf der Zeit auf Werte um 25 mmHg angestiegen war. Das nennt man okuläre Hypertension, zu hoher AID ohne Schäden an den Sehnerven.

    Also bitte keine Panik und ich wünsche Dir bald einen klaren Befund!

    Lg

    Chanceline

  • Katzenstube wünscht einen guten Morgen

    • Chanceline
    • 9. November 2025 um 13:38

    Hallo Dagmar,

    auch von mir die allerbesten Wünsche für die SLT morgen - auf dass alles gut verläuft und der Effekt lange anhält.

    Gedrückte Daumen und liebe Grüße

    Chanceline

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