Beiträge von Chanceline

    Hallo Kullermurmel,


    auch von mir Willkommen hier im Forum und Glückwunsch, dass Du bald wieder Mama wirst!!!


    Ich glaube, im Moment steigerst Du Dich in etwas hinein.


    Also erst Mal Ruhe bewahren und die Fakten sortieren!


    Soweit ich das verstehe, hattest Du 2012 erhöhten AID, aber die Sehnerven wurden als unauffällig beurteilt.


    Wegen des erhöhten Drucks und wegen der familiären Belastung (Tante/Mutter) hattest Du getropft, die Tropfen aber dann wegen Deiner ersten Schwangerschaft abgesetzt.


    Auch ohne Tropfen ist Dein Druck inzwischen zwar im oberen Normbereich aber Du bist unter ständiger augenärztlicher Kontrolle.


    Tropfen bekam ich seit 2013 keine mehr, da die Werte, bis auf wenige Ausreißer, immer an der Grenze zwischen 19 und 22 lagen.


    Du hast eine Mikropapille und bist stärker kurzsichtig, also ist die Beurteilung schwieriger.


    Insofern machst Du das völlig richtig, dass Du Deine Augen regelmäßig kontrollieren lässt.


    Den Grund nun aber, warum Du Dir aktuell so große Sorgen machst, verstehe ich nicht so ganz:


    2016 wurde ein erstes OCT gemacht, das offenbar keinen Anlass zur Sorge gab.

    Vor einigen Wochen dann (der damalige Augenarzt war mittlerweile woanders beschäftigt), wurde ein erneutes OCT gemacht. Also knapp 5 Jahre später. Der damalige Augenarzt, der in der gleichen Praxis beschäftigt war, wie meine jetzige Ärztin, machte sich damals wohl eine Notiz von wegen "minimale Exkavation".


    Die beiden OCT Befunde von damals und heute haben sich laut Aussage der Ärztin nicht verändert. Es gibt eine leichte Einbuchtung. Allerdings bin ich kurzsichtig mit - 8dpt und meine Tante hat bereits ein Glaukom. Meine Mutter tropft, hat aber kein Glaukom. Hinzu kommt, dass ich wohl eine Mikropapille habe.


    Das neue OCT ist unverändert - Glückwunsch!.


    Aber Du hast erfahren, dass der AA 2016 den Hinweis "minimale Exkavation" gemacht hat!


    Dieser Hinweis verunsichert Dich, weil Du gut informiert bist, und weißt, dass eine kleine Papille auch nur eine kleine Exkavation oder eben gar keine haben sollte.


    Wenn sich nun aber an dem OCT nach 5 Jahren nichts verändert hat - also weder die Exkavation größer noch die Nervenfaserschicht geringer geworden ist - dann bedeutet das doch, dass der Zustand Deiner Sehnerven stabil ist!


    Deine Sehnerven tolerieren offenbar den Druck im oberen Normbereich!


    Dennoch machst Du Dir Sorgen:

    4. Bei einer Mikropapille ist eine Exkavation ja scheinbar unwahrscheinlich im Gegensatz zu einer Makropapille. Dieser Fakt belastet mich zusätzlich. :(

    Jeder Sehnerv hat seine ganz individuelle Konfiguration.


    Sinn der bildgebenden Diagnostik ist es, diese Konfiguration erstens zu dokumentieren (Basisuntersuchung) und dann über die Zeit zu schauen, ob sich etwas verändert was über die altersmäßige Veränderung und über die Messwertschwankungen, die diese Geräte immer haben, hinausgeht.

    Mir macht letztendlich nur zu schaffen, dass ich eine Mikropapille habe mit Ausbuchtung und das dass OCT damit scheinbar einfach nicht "unauffällig" ist.

    Genau da liegt der "Denkfehler"


    Dass Deine kleinen Papillen eine kleine Exkavation aufweisen, sollte Dich nicht beunruhigen, solange diese Exkavation so bleibt wie sie ist! Und das ist doch offenbar der Fall!


    Sollte ich etwas überlesen haben, dann melde Dich.


    Wie Du schreibst, fühlst Du Dich bei Deiner AA gut aufgehoben - warum sprichst Du nicht mit ihr über Deine Sorgen?


    Oder: Du gehst eben doch - wie Dir auch Sternchen75 geschrieben hat - in eine Glaukomsprechstunde.


    Vielleicht kann Dir das mehr Sicherheit und Ruhe geben - denn genau die brauchst Du jetzt.


    Eine Bitte zum Schluss: nicht an anderer Stelle hier im Forum nochmal dasselbe schreiben. Das gibt nur Konfusion, weil dann an verschieden Stellen geantwortet wird und es mühsam ist, das zusammen zu bringen.


    Es gibt hier übrigens auch ein Unterforum "Glaukom und Schwangerschaft". Vielleicht schaust Du da mal rein für nützliche Tipps.


    Alles Liebe


    Chanceline

    Danke, Sabine für Deine Rückmeldung.


    Es gab in meinem Leben schon wirklich viele Arztberichte von mir, die ich auch gelesen habe. Genau ein einziger Bericht war zu 100% korrekt geschrieben.

    Gut zu wissen!


    Bei mir war's - soweit ich erinnere - der erste.


    Sinnigerweise wurde er sogar in meinem Beisein diktiert. Es wäre also möglich gewesen, um eine präzisere Formulierung zu bitten, hätte ich Greenhorn geahnt, dass es da auf die semantischen Feinheiten ankommen könnte.


    War aber, wie schon gesagt, kein wirkliches Problem!


    Dass Du erst geimpft sein möchtest, bevor Du dann engmaschig zur Druckmessung gehst, kann ich verstehen.


    Hat das inzwischen mit einem Termin vielleicht schon geklappt?


    Leider nein, HA und Impfzentrum hüllen sich in Schweigen.


    Nachfragen - zwecklos!


    Also übe ich mich in Abwarten und Teetrinken :kaffee:


    LG und Danke für's Daumendrücken


    Chanceline

    Hallo Sabine,


    also bei einer OP-Maske (von der Jenat oben berichtet) kann ich mir auch nicht vorstellen, dass da irgendwie Druck Richtung Auge entsteht - so weich wie die Dinger sind.


    Bei FFP-Masken wäre ich mir da nicht so sicher.


    Meine eigenen Erfahrungen damit geben zwar nichts auffälliges her.

    Die 3-4 Druckmessungen, die ich mit einer normalen, nirgends sonderlich drückenden, FFP-Maske hinter mir habe, brachten jedenfalls keine auffälligen Ergebnisse.


    Der Rest ist - zugegebenermaßen - Spekulation, zumal ich keine soliden Kenntnisse in Sachen Anatomie habe, insb. was den Regelkreis von Produktion und Abfluss des Kammerwassers betrifft.


    Vorstellbar wäre für mich aber schon, dass bei bestimmten Masken - eben diesen stramm sitzenden, schalenförmig gearbeiteten Modellen - und langen Tragezeiten ein permanenter Druck entsteht.


    Auch wenn dadurch kein direkter Druck auf das Auge ausgeübt wird, so wie das z.B. durch ein Kissen oder eine kleine Schwimmbrille der Fall ist, so wäre es vielleicht doch möglich, dass entweder der Abfluss des Kammerwassers oder eben dieser Regelkreis beeinflusst wird.


    Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung. Man macht sich halt so seine Gedanken bei Berichten, wie dem von Jenat, deren AA dieses Phänomen ja offenbar schon von anderen Patienten kannte.


    Vielleicht nimmt sich ja mal jemand aus der Wissenschaftsgemeinde der Fragestellung an - wäre doch eine nettes und vor allem zeitgemäßes Thema für eine Doktorarbeit oder ähnliches;o).


    LG


    Chanceline

    Hallo GIDW,


    danke!


    Jetzt kapiere ich endlich, was Du meinst - auf dem Bild ist deutlich zu sehen, dass es tatsächlich Masken gibt, deren "Fischmaul" soweit vor das Gesicht ragt, dass die Stange des Tonometers damit kollidieren kann.


    Auch die Erklärung im Text, warum der Druck dann höher gemessen wird, leuchtet mir ein.


    Dennoch, der Arzt und auch der Patient sollten das merken und (oder falls nicht) dann wird in dem Artikel geraten, unerwartet hohe Druckwerte auf mögliche Einflussgrößen hin zu hinterfragen.


    So wuselig, wie es gerade in Arztpraxen oft zugeht, verstehe ich sehr gut, dass Du Dich mit einer solchen, offenbar besonders gut abdichtenden Maske sicherer fühlst. Selbst trage ich bei solchen Gelegenheiten auch immer die Art Maske, von der ich meine, dass sie am besten schützt!


    Aber, wäre es denn ein Problem für Dich, speziell bei der Untersuchung im Sprechzimmer des AA auf eine "normale", also weniger voluminöse FFP2-Maske umzusteigen?


    Auf jeden Fall aber ist eine solche Fehlmessung durch mechanischen Einfluss von Maske auf Tonometer nicht das, was einem Sorgen machen muss.


    Der AID ist, wie Dein Arzt auch sagte, davon unberührt, nur der Messwert ist zu hoch.


    Dergleichen lässt sich verhindern bzw. erkennen. Und nach gut 15 Monaten Pandemie sollten alle gelernt haben, solche Einflussgrößen zu berücksichtigen bzw. daran zu denken, dass es sie geben kann!


    Sorge macht einem (mir jedenfalls) weit eher die ursprünglich von Jenat aufgeworfene Problematik: Kann die Maske bzw. Teile davon den AID tatsächlich erhöhen?


    Etwa dadurch, dass durch Druck an bestimmten Stellen der Abfluss des Kammerwassers behindert wird o. ä.


    Das wäre viel gravierender. Denn dann bestünde möglicherweise die Gefahr, dass die Sehnerven durch dauerhaft erhöhten Druck beim Masketragen in Mitleidenschaft gezogen werden.


    Dazu würde ich mir baldmöglichst solide Erkenntnisse wünschen.


    LG


    Chanceline

    Hallo Tanjalein,



    kürzlich wollte ich schon fragen, was dein Auslassversuch macht..

    Und schwupp berichtest du von dir aus

    irgendwie verbindet uns Glaukomies doch so manches, so dass man sich in Gedanken immer mal wieder fragt, was wohl inzwischen bei anderen hier geworden ist...


    Das ist eine - finde ich - angenehme Erfahrung, auch wenn der Anlass meist nicht so lustig ist.


    ...diese Kommunikationsfehler finde ich immer richtig nervig.


    Bei dir ging ja die Initiative für den Auslassversuch - genau wie bei mir damals - vorrangig von der Klinik aus.


    Am Ende wird dann aber oft unsauber kommuniziert, so dass es schnell so aussieht, als hätte der Patient den Auslassversuch forciert.

    Wohl wahr!


    Aber ich habe das jetzt nicht als so schlimm empfunden.


    Dergleichen Kommunikations-Stolperer bergen doch auch den Vorteil, dass man über die Dinge redet und sie klären kann.


    Genau das ist - wie oben beschrieben - mit meiner AA sehr gut möglich gewesen.


    Sie weiß jetzt, dass ich keineswegs leichtfertig gegen ihren Rat handeln will; sondern diesen explizit suche und dass ich ihre berechtigten Einwände selbst schon hin und her gewendet habe.


    Und ich habe dabei nicht nur gelernt, dass sie mit einem solchen Auslassversuch Erfahrung hat; sondern auch, dass ich mit ihr vernünftig - soll heißen: unter Abwägung redlich vorgebrachter Argumente - dergleichen Dinge besprechen kann.


    Letzteres ist - leider - nicht selbstverständlich.


    Mein gewesener AA hat mir, als ich mal ganz vorsichtig das Thema angesprochen habe, wie aus der Pistole geschossen prophezeit, dass der Druck ohne Tropfen sofort wieder steigen würde. Und damit war das Thema ein für alle mal vom Tisch!





    Hallo Malve,


    Auch Dir Dank für die Rückmeldung.


    erst hieß es doch, definitiv kein Glaukom. Logisch, daß man da auch keine Tropfen braucht, zumindest kann man sie absetzen und weiter beobachten.


    Auf einmal ist der Auslaßversuch allein Dein Wunsch????


    Keine Konfusion!


    Wie schon gesagt: die Unschärfe im Bericht der Klinik bezog sich keineswegs auf Beurteilung bzw Diagnose sondern lediglich darauf, ob dieser Auslassversuch nun auf Rat der Klinik oder auf meinen Wunsch erfolgen soll.


    Da stand "Sollte die Patientien die Topftherapie stoppen wollen, dann müßte man....."


    Und eben nicht so was in der Art "Wir raten, die Tropftherapie zu stoppen...


    Wie schon eben an Tanja geschrieben, ist das aber nicht wirklich ein Problem.


    Schließlich weiß ich, was mir der Professor, der meine Augen untersucht und mich ausführlich beraten hat, gesagt hat.


    Es gibt also keinen Grund die ganze Entscheidungsfindung nochmal aufzurollen.


    Einzig der Druck, der vor Beginn nochmal gemessen wird, könnte ein (falsches) Wörtchen mitreden. Das kann man natürlich - wie wir alle wissen - nie ausschließen!


    Da Du fragst:


    Die Diagnose lautet Verdacht auf okuläre Hypertension, DD Offenwinkelglaukom.


    Und in der Beurteilung heißt es zusammenfassend, dass aufgrund des Gesichtsfeldes, der klinischen Papillenbeurteilung und des OCT kein typischer oder beginnender Glaukomschaden zu erkennen sei.


    Die Entscheidung braucht also keine längere Reifezeit mehr.


    Dass sie derzeit auf Eis liegt, ist allein der Corona-Situation geschuldet.

    Die paar Wochen länger tropfen machen den Bock auch nicht fett und dann kannst du dieses Projekt, wenn du geimpft bist, auch mit der gebotenen Stringenz und Ruhe angehen.

    Genau!


    und Euch beiden einen sonnigen Feiertag!


    LG


    Chanceline

    Hallo zusammen,


    nun möchte ich doch endlich berichten, was aus dem Auslassversuch geworden ist, den mir die Klinik empfohlen hatte.


    Um es vorweg zu nehmen: der Versuch liegt auf Eis.


    Aber nun der Reihe nach:


    Kürzlich hatte ich den Termin bei meiner AA und damit Gelegenheit, die Sache ausführlich mit ihr zu besprechen.


    Eingetragenes Mitglied im Fanclub für Auslassversuche ist sie nicht! Offenbar mangelt es an länger anhaltenden positiven Erfahrungen damit.


    Unglücklicherweise war dann auch noch der Klinikbericht so formuliert, als sei dieser Ausslassversuch "Wunsch der Patientin" und nicht (wie realiter der Fall) Vorschlag der Klinik.


    So stand irgendwie das Missverständnis im Raum, ich wollte - aus ihrer Sicht - unbedacht und unvorsichtigerweise aber mit Rückendeckung der Klinik aufhören zu tropfen.


    Sie hat dann aber rasch gemerkt, dass ich die Skepsis ja durchaus teile, und ist das Für und Wider mit mir durchgegangen.


    In Anbetracht der üblicherweiser herrschenden Zeitnot fand ich das sehr positiv.


    Da hier im Grunde diese ganze Diskussion schon ausführlich geführt wurde (s.o.), wiederhole ich die einzelnen Punkte nicht nochmal.


    Trotz aller Vorbehalte ist die AA auch der Meinung, dass das Risiko eines solchen Auslassversuches unter engmaschiger Kontrolle vertretbar sei.


    Erfreulicherweise hat sie sich auch bereit erklärt, den Druck regelmäßig per Applanation zu messen - was meinerseits Bedingung war, da ich diesen Pustefixen zutiefst misstraue.


    Der Versuch hätte also gleich starten können!


    Dennoch braucht es noch ein bissel Geduld oder ich noch ein bissel mehr Mut:


    Als ich Ende April diesen AA-Termin hatte, waren die Infektionszahlen hier im Umkreis im Höhenflug. Also haben wir vereinbart zu warten, bis ich gegen Corona geimpft bin.


    Jetzt hoffe ich, dass der Zufallsgenerator, der hier im Landesimpfzentrum über die Terminvergabe entscheidet, es bald gut mit mir meint.


    Denn sonst steht dummerweise mit den nahenden Sommerferien auch der Praxisurlaub an. Zu einer Vertretung würde ich ungern zum Druckmessen gehen.


    Soviel zum Zwischenstand: allen die mitlesen wünsche ich eine gute Zeit und Geduld - letzteres vor allem den Impfwilligen :Kschwest:


    LG


    Chanceline

    Hallo Minervula,


    Erfahrungen damit habe ich keine!


    Für andere user hier ist das sicherlich eine interessante Option.


    Also Danke für die Info!


    Für Dich selbst allerdings wird dieser Eingriff wohl kaum in Frage kommen.


    Denn: ich zitiere aus dem angehängten PDF:


    "Voraussetzung für eine ECP ist eine
    pseudophake Situation, da ansonsten
    das Risiko einer induzierten Kataraktbildung durch Berühren der kristallinen Linse mit dem Endoskop besteht.
    Hervorragend kombinierbar ist ECPBehandlung mit einer Kataraktoperation."


    Wenn ich recht erinnere, bist Du gerade mal so 30 Jahre alt.

    Von einer Kataraktoperation also noch Lichtjahre entfernt.


    LG


    Chanceline

    Hallo GIDW


    dank für Deine Antwort,


    Bei der Goldmann-Tonometrie ist doch ein Glaszylinder am Ende einer Metallstange. Ich kann mir vorstellen, dass diese Metallstange von der Maske berührt werden könnte und somit mehr Druck notwendig ist, weil nicht nur das Auge, sondern auch die Maske eingedrückt werden muss...

    So recht vorstellen kann ich mir das allerdings nicht.


    Hab mir mal Bilder von dem Ding angeschaut:


    Goldmann Tonometer


    Damit der kleine Glaskolben, der die Hornhaut eindrückt, mit der Maske in Berührung kommt, dazu müsste die schon direkt vor dem Auge sitzen, was sie ja nicht tut im Normalfall.


    Die Metallstange verläuft weiter hinten senkrecht nach unten und sollte mit der Maske erst recht nichts zu tun bekommen


    Also mir Ist das weiterhin ein Rätsel...


    LG


    Chanceline

    Hallo Zusammen,


    seit es diesen Thread hier gibt, frage ich mich ob, wie Jenat sagt, stramm sitzende Masken den Druck tatsächlich erhöhen, oder ob die Maske lediglich die Messung beeinflusst.


    Für ersteres gibt es ja verschiedene Erklärungsansätze: u.a. dass der Abfluß durch den Nasenbügel behindert ist.

    Wobei gerade der und mithin der korrekte Sitz der Maske natürlich entscheidend für die Schutzwirkung ist - also ein Dilemma.


    Wie sich letzteres erklären ließe - sei es bei der Applanationtonometrie oder der NC-Messung - kann ich mir nicht reimen :denk:



    Ich war bei meinem AA und habe ihn auf das Thema angesprochen. Er meinte ebenfalls: vermutlich hat die Maske einfach den Tonometer gestört! Der Augendruck selbst wird NICHT beeinflusst!

    Hat denn dieser AA eine plausible Idee mitgeliefert, auf welche Weise die Maske den Tonometer stören könnte?


    Wäre sehr interessant zu erfahren!


    LG


    Chanceline

    Hallo Andreica,



    Dienstag, 11.05.2021 habe ich dann wieder meinen regulären Termin beim Haus-Augenarzt und hoffe, dass sie dieses Mal die Gesichtsfeldanalyse machen. Sie hatten ja wie gesagt "wegen Corona" und der Sicherheit das letzte Mal diese Messung nicht gemacht, was mir komisch vorkommt, weil das anscheinend bei niemand anderem im Forum so vorgekommen ist. Mein Mann meinte schon, vielleicht war das Gerät kaputt und es war eine Ausrede... :schulterzuck: Wir werden sehen.

    da gibt es in der Tat ganz merkwürdige Dinge:


    Mir wurde bei meinem (inzwischen gewesenen) AA letztes Jahr die Tonometrie per Applanation mit Hinweis auf Corona verweigert.


    Allerdings hatte ich während der Voruntersuchungen wie schon bei vorherigen Terminen die NTC-Messung abgelehnt. Die war bei mir nämlich sehr unzuverlässig und der AA hat immer nach Goldmann (nach)gemessen.


    Allerdings ist dort die NC-Tonometerie kombiniert mit der Pachymetrie und wird auch entsprechend abgerechnet mit vierteljählich rund 35,- EUR allein für die Pachy!.


    Außer einiger vager Hinweise hat sich niemand die Mühe gemacht, mir die (medizinische) Notwendigkeit vierteljährlicher Pachymetrie (ohne die es die NC-Tonometrie nun mal nicht gab) zu erklären. Und da die 2-3 mal gemessenen Werte der Hornhautdicke nicht nennenswert schwankten, habe ich das Gerät im Vorzimmer gemieden.


    Auch der Hinweis "Ihre Versicherung bezahlt das doch" konnte mich nicht überzeugen, jedes Vierteljahr eine Untersuchung machen zu lassen, die mir neben der Bestätigung bereits bekannter Hornhautdickenwerte eine angstvolle halbe Stunde bescherte bis sich die NTC meist zu hoch gemessenen Werte bei der Messung durch den AA auf ein erträgliches Maß reduzierten.


    Für soviel Störrigkeit bekam ich dann die Quittung.


    Nach dem Motto: "Sie wollen keine NTC-Messung" und nach Goldmann messen wir wegen Corona derzeit nicht; also gibt es heute gar keine Messung!"


    Ob zu der Zeit wirklich nicht an der Spaltlampe gemessen wurde? Keine Ahnung!


    Ist auch egal; der Zweck der Übung war, dem Patienten klar zu machen, wer hier der Boss ist.


    Corona hat eher die Gelegenheit zu geliefert.


    Ich habe mich entschieden, meine Kontrolle in den 6 Monaten im MVZ von Prof. Dietlein zu machen. Erstens kann ich dort die Reihenfolge - erst Gesichtsfeld, dann OCT - mitbestimmen, zweitens ist es tatsächlich nicht so "wuselig" wie in der Klinik und ich habe mehr Zeit, meine Fragen zu stellen.


    Gute Entscheidung!


    Für deine Fragen hinsichtlich Ernährung und sinnvoller ergänzender Maßnahmen gibt es hier Spezialisten.


    Ich kann Dir dazu leider nichts weiter sagen.


    Gleichzeitig möchte ich eine gute Balance zwischen verantwortlichem Handeln, Kümmern und aber auch Gelassenheit und Los-Lassen herstellen - also aktiv die Dinge angehen, aber nicht "für" das Glaukom leben oder es zum Mittelpunkt machen. Nicht so einfach

    Wirklich nicht einfach, da hast Du so recht.


    Irgendwie arbeiten wir da wohl alle dran - Dir jedenfalls wünsche ich von Herzen viel Erfolg dabei.


    Und nun erst mal ein sonniges Wochenende und hoffentlich endlich etwas Wärme :11:


    LG


    Chanceline

    Hallo Catwoman,


    beim Ansehen Deiner Bilder ist mir etwas aufgefallen, was die Besorgnis Deiner AA für mich doch etwas verständlicher macht.


    War bei Dir eigentlich jemals davon die Rede, dass Du ziemlich kleine Sehnervenköpfe - sog. Mikropapillen - haben könntest?


    Laut OCT haben Deine Papillen


    RA 1,49 mm2


    LA 1,28 mm2



    Verwirrend ist dabei natürlich, dass das HRT (zumindest RA) mit 2,2 mm2 eine normal-grosse Papille ausweist. Ist diese Diskrepanz zwischen den Ergebnissen beider Untersuchungen denn noch nie aufgefallen?


    Die Papillengröße ist für die Glaukomdiagnostik nämlich insofern wichtig, als die Beurteilung verschiedener Strukturen, insb. der Exkavation damit zusammenhängen.


    Falls Du tatsächlich eine rel. kleine Papille hast, dann wird verständlich, warum Deine AA sich über Exkavationen Sorgen macht, die bei einer normal-großen Papille völlig unverdächtig wären!


    Eine kleine Papille hat nämlich von Natur aus nur eine kleine Exkavation.


    Wenn sie dennoch eine Ausbuchtung in der Größenordnung wie bei Dir aufweist, dann nährt das den Glaukomverdacht.


    Wohl gemerkt: Verdacht. Es kann einfach die Anatomie Deiner Augen sein; diese Ausbuchtungen können aber auch auf einen (glaukomatös) bedingten Schaden hinweisen.


    Also aufpassen und beobachten!


    Erfreulicherweise nun haben sich Deine Papillenwerte - insb. Randsaumfläche / Exkavationsfläche / CDR-Werte - zwischen diesen beiden OCTs von 9/20 und 4/21 nicht wesentlich verändert!


    Das ist schon mal gut.


    Nicht so gut allerdings ist, dass sich die Nervenfaserschichtdicke rechts verringert zu haben scheint (?)


    Links dagegen hat sie sich vergrößert, was aber meines Erachtens fragwürdig ist (siehe unten).


    Natürlich kann ich als Laie nicht beurteilen, ob diese OCTs bei Deiner hohen Myopie zuverlässig sind.

    Bzw. was an 'Anomalie' in diesen Befunden durch die hohe Myopie erklärbar ist.


    Dennoch scheint es mir vor allem beim linken, stärker kurzsichtigen, Auge bei dem letzten OCT Hinweise auf Messprobleme zu geben: der Graph, der temporal ins Nirwana geht und entsprechend die weiß unterlegten (unerwartet hohen) Werte bei temporal und damit insgesamt die fragliche Zunahme im oberen Bereich.


    Merkwürdig erscheint mir zudem das sehr verwackelte Fundusbild und die möglicherweise nicht korrekte Einstellung der Dioptrien (s. Focus, oben in der Kopfzeile) im Vergleich zur Messung 9/ 2020.


    Ob und in welchem Ausmaß das Einfluss auf das Ergebnis hat, weiß ich nicht; aber fragen würde ich die AA schon danach!


    Schließlich solltest Du halbwegs sicher sein können, dass diese OCT- Untersuchungen, die Du da für teures Geld machen lässt, zuverlässige Ergebnisse liefern.


    Wobei man hinsichtlich der Zuverlässigkeit unterscheiden sollte zwischen der Messung als solcher und dem Vergleich der gemessenen Werte mit den Werten in der Normdatenbank! Also der Einteilung in rot/gelb/grün


    Wenn das Gerät generell ein Problem hat, wegen bestimmter anatomischer Verhältnisse (z.B. hohe Myopie) die Nervenfaserschicht korrekt zu messen, dann lassen sich die Ergebnisse wenn überhaupt nur sehr vorsichtig nutzen.


    Und vor allem sollte das dann unbedingt jemand auswerten, der sich damit auskennt, und der das im Zusammenhang mit allen anderen Befunden einordnen kann! OCT ist schließlich nur ein Teil des Puzzle.


    Wenn das Gerät aber in der Lage ist, die Nervenfaserschicht (und andere Strukturen) trotz anatomischer Erschwernisse korrekt zu vermessen und darzustellen, dann kann es zwar immer noch das Problem geben, dass die Einordnung der gemessenen Werte nicht richtig funktioniert. Also falsch rot / gelb oder falsch grün.


    Letzteres deswegen, weil es in der Studienpopulation, die der Datenbank zugrunde liegt, eben keine oder nicht genug derart kurzsichtige Augen gibt, wie Du sie hast.


    Aber dieses zweite, aus dem Vergleich mit Normwerten resultierende, Problem ist - im Unterschied zum ersten - über die Verlaufsbeobachtung lösbar.


    Immerhin lässt sich anhand von Folgemessungen feststellen, ob die Situation stabil bleibt, oder ob sie sich verändert.


    Und genau das ist bei der Diagnose bzw. Verlaufsbeobachtung in Sachen Glaukom der entscheidende Punkt.


    Ob bei Deinen OCTs nun die Messung korrekt funktioniert und ev. nur der Vergleich mit der Normdatenbank problematisch ist, oder ob schon die Messung wegen möglicher Fehler mit Vorsicht zu genießen ist, das wäre für mich die Gretchenfrage!


    Ich würde da ganz konkret bei der AA nachfragen!


    Übrigens lassen sich anhand Deiner Ausdrucke Gerät und Hersteller identifizieren.


    Wir hatten hier schon mal eine userin, bei der dieses Gerät zum Einsatz kam.


    Eine Erklärung der Funktionsweise (zumindest was die peripapilläre Nervenfaserschicht angeht) und der verschiedenen Bilder und Graphen findest Du - wenn Du willst - zum nachlesen hier:


    Nidek OCT


    Zum Makula-Teil Deiner Auswertungen kann ich Dir leider nichts sagen. Mangels genauerer Kenntnis, wie die bei diesem Gerät ticken. Zudem ist mir nicht klar, inwieweit da Deine Netzhautproblematik die Glaukomdiagnostik überlagert.


    LG


    Chanceline













    ganz am Anfang hat er ins Auge geguckt...

    Aber sehr kurz und hat auch nur was von keine Lidrandentzündung, Sicca im Rahmen etc. diktiert...


    Nichts über Sehnerv oder Papille o.ä. wie meine AÄ immer...und ich war zu keinem Zeitpunkt getropft - daher denke ich, dass das keine Spaltlampe war...ich kenne die Spaltlampe nur in Verbindung mit weit tropfen bei meiner AÄ...


    Wie schon gesagt, als Spaltlampe bezeichnet man das Untersuchungsinstrument beim AA.


    Letztlich ist das diese ganze Apparatur, vor bzw. hinter der Du beim AA sitzt.


    Mit weit-tropfen oder nicht hat das nichts zu tun. Die dient nur dazu, Bereiche der Netzhaut einsehbar zu machen, die bei normal gestellter Pupille nicht gut beurteilt werden können


    Der Sehnerv lässt sich - soweit mir bekannt - auch ohne weit-tropfen normalerweise gut beurteilen.


    An der Spaltlampe montiert sind auch verschiedene Instrumente - u.a. das Gerät mit dem der Augendruck per Applanation gemessen wird.


    Auch und gerade bei einer Zweitmeinung sollte man eine sorgfältige augenärztliche Untersuchung erwarten können.


    Schließlich soll da ein Befund auf seine Richtigkeit überprüft werden; und das geht ja wohl nur, wenn man sich den Gegenstand des Befunds, also die Augen bzw. Sehnerven, wirklich anschaut.


    LG


    Chanceline

    Hallo Catwoman,


    ich verstehe ja sehr gut, dass Du Klarheit haben möchtest hinsichtlich der Frage: Glaukom oder nicht;


    Der Spezialist, bei dem Du grade warst, hat also nach Sichtung der Vorbefunde (OCT etc.) und Untersuchung (?) keine eindeutige Antwort geben können - wenn ich richtig verstehe.


    Er empfiehlt regelmäßige Kontrollen und erstmal keine Tropfen bei Deinem sowieso niederen Druck!


    Mit der Spaltlampe hat der Spezialist gar nichts gemacht – nur OCT angesehen von meiner AÄ, Perimetrie und Druck…nur die AÄ hat Spaltlampe gemacht…da guck ich nachher auf meine Überweisung die ich für die Augenklinik hatte…schreibe ich nochmal…

    Das kann ich mir nun gar nicht vorstellen. Hat er Dich denn überhaupt nicht untersucht? Die Spaltlampe ist das normale Untersuchungsgerät des AA.



    ...und JETZT trotzdem mal meine Bilder des letzten OCT hier...meine AÄ und ich - wir können doch nicht komplett dämlich sein bzw. kann man bei den Bildern wirklich so easy mal drüber hinweg gehen wie dieser Spezialist - als hätte ich alle Zeit der Welt???


    Vielleicht mag ja jemand seine Meinung dazu sagen...wenn nicht - dann nicht, dann sind hier einfach nur ein paar Bilder...

    HRT ist vom September 2020 - OCT alle vom 25.03.2021 (19.04. war nur das Druckdatum)...


    Schwierig zu sagen, inwieweit diese Bilder bzw. die Untersuchungen zuverlässig sind!


    Bei den OCTs sieht man meines Erachtens, dass Deine Kurzsichtigkeit dem Gerät Probleme macht.


    Aber, das ist ja nicht Dein erstes OCT - also wäre der Nutzen zumindest im Vergleich: hat sich was verändert? Es hat sich nix verändert, wie Du weiter oben geschrieben hast!


    Also stabil!




    Dann sage ich, "OK - wie wollen wir dann wissen OB es ein Glaukom ist?" Meine AÄ hat es ja ultra dringend gemacht, siehe Überweisung anbei. und mein OCT wo sogar der Laie sieht, dass da eine Aushöhlung ist...


    Auf jeden Fall gehört die Auswertung in die Hände eines erfahrenen AA, der sich auskennt vor allem hinsichtlich der Beurteilung der Bildgebung im Zusammenhang mit starker Kurzsichtigkeit!


    Sonst sagt das Alles oder eben gar nichts!


    Dass ein Laie da irgendetwas sieht, was eine Diagnose stützt, wage ich zu bezweifeln.


    Bitte nicht vergessen: Eine Exkavation (Aushöhlung) hat jeder Sehnerv!


    Wenn man diesem HRT (nur rechts?) Glauben schenken darf, dann ist diese Aushöhlung bei Dir mit einem (Flächen-)CDR von grade mal 0,31 bei einer mit 2,2 mm2 normal-großen Papille nicht wirklich verdächtig.


    Worauf denn nun eigentlich stützt sich der Verdacht auf NDG?


    Soweit ich Deine Beiträge nochmal rückwärts lese, gab es - abgesehen von dieser "Aushöhlung", deren Verdächtigkeit sich mir nicht eindeutig erschießen will - eher vage Hinweise auf Blässe von Papille und Aderhaut.


    Hat er die Abblassung der Papille und die peripapilläre Atrophie bestätigt?

    Hat er?


    Bitte verstehe mich nicht falsch: ich nehme Deine Sorgen ernst.


    Aber ich werde das Gefühl nicht los, du suchst nur in eine Richtung.


    Und mir fehlen letztlich immer noch die Fakten.


    LG


    Chanceline

    Hallo Andreica


    der "Elternersatz" scheint Dir gut bekommen zu sein. Du klingst schon wieder viel optimistischer.


    Überlege Dir in aller Ruhe, wo Du dich besser aufgehoben fühlst: Klinik oder MVZ.


    Soweit ich das verstehe gibt es da zwischen beiden eine enge Verdrahtung.


    Blöd natürlich, wenn Du das selbst bezahlen musst - Ich kenne mich da zwar nicht so aus, aber frag doch einfach mal bei Deiner KV, ob sie sich an den Kosten beteiligt; zumindest an dem Teil, den sie auch übernehmen würde, wenn Du in die Klinik gehst.


    Wie oft muss man eigentlich diese 3-Tages-Untersuchung mit Tag-/Nachtdruckmessung machen? Einmalig oder einmal im Jahr, oder "nach Bedarf"?

    Die Tag- / Nachtdruckmessung wohl eher nach Bedarf. Aber ehrlich gesagt, so genau weiß ich das nicht.


    Sicher melden sich da noch andere, die sich da besser auskennen.


    Eine Sache im Bericht ist mir aufgefallen:


    und sich sehr geringe Verdünnung der BMO Rim im Papillen-OCT zeigte, konnten wir den Patienten heute in ihre geschätzte ambulante Kontrolle ohne operativen Eingriff entlassen".

    Das liest sich, als wäre die Untersuchung mit dem Spectralis-OCT von Heidelberg Engineering gemacht worden.


    Das misst Nervenfaserschicht und Papille bzw. Randsaum.


    Bezug nimmt der Bericht auf die sog "Minimale Randsaumweite"


    Das ist eine Messung bzw. Auswertung, die die der Nervenfaserschicht rund um die Papille ergänzt.


    Offenbar hat das denn doch funktioniert und brauchbare Ergebnisse geliefert!


    Prof. Dietlein erwähnte nebenbei, dass man nicht weiß, welche Tropfen noch kommen, und "vielleicht hätte man ja in einem halben Jahr Rhopressa/Netasurdil". Es wäre ja toll, wenn das bald zugelassen würde.


    Zugelassen ist Rhopressa (Rhokiinsa) von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), aber eben leider noch nicht auf dem deutschen Markt verfügbar.


    Darüber wurde hier schon diskutiert:


    Rhopressa


    Nun wünsche ich Dir und uns allen einen schönen Mai-Feiertag.


    LG


    Chanceline

    Hallo Olivia,


    Es ist ja noch nicht einmal klar, ob Dein Freund überhaupt ein Glaukom hat.

    Es sei vor 3 Jahren ein "hypertropher" Sehnerv festgestellt worden. So etwas gibt es meines Erachtens nicht.

    Vielleicht ein "hypothropher Sehnerv"???

    Genau das wollte ich auch gerade fragen:


    weder hyper- noch hypothropher Sehnerv sagen mir etwas.

    Ich kenne lediglich eine Sehnerv-Hypoplasie im Sinne eine angeborenen Unterentwicklung:


    Wikipedia: Sehnerv-Hypoplasie


    Gestern wurde erneut ein OCT gemacht und es wurde festgestellt dass er innerhalb der letzten 18 Monaten 20% seiner Netzhautdicke "verloren hat".

    Die Netzhautdicke, präziser: die Dicke der Nervenfasern, die über die Netzhaut ziehen, bevor sie am Sehnerv gebündelt das Auge verlassen, ist für die Glaukomdiagnostik zwar auch wichtig.


    Aber die Aussage er habe 20 % seiner "Netzhautdicke" verloren, verstehe ich so nicht; jedenfalls nicht als ein irgendwie eindeutiges Kriterium für das Vorliegens eines Glaukoms.


    Ich kann mich nur Malve und Tanjalein nur anschließen:


    Dein Freund braucht genauere Informationen nicht nur was die gestrige Diagnose "Glaukom" angeht, sondern vor allem was diese wie Du schreibst "Sehnervhypertrophie" betrifft.


    Solange da keine Klarheit herrscht, ist letztlich alles nur Spekulation.


    Und die hilft nicht weiter.


    Also, male bitte nicht jeden Teufel an jede sich bietende Wand.


    Besser Du versuchst, Deinen Freund dazu zu bringen, dass er beim AA klärt, was überhaupt Sache ist!


    LG


    Chanceline

    (H)UHU zusammen,


    "Du Nachteule! ;)


    :laugh: ...sprach der nachtaktive Kuckuck um 1.37 Uhr..."





    keine Ahnung, was andere hier des Nachts an den PC oder ähnliche Gerätschaften treibt;


    bei mir ist wohl so eine Mischung aus déformation professionelle und seniler Bettflucht am Werk.


    Gähn statt Gruß :schlafen:


    Chanceline



    PS: bitte nicht böse sein, Jona, für den unernsten Zwischenruf, aber Sabines Vorlage war zu einladend....

    Hallo Trixi


    "Wer immer strebend sich bemüht, den werden wir erlösen", heißt es bei Goethe.

    bei Goethe war das zwar nur eine Kann-Bestimmung - aber auch ich würde an Deiner Stelle versuchen, einen früheren Termin zu bekommen.


    Vielleicht gibt es auch so etwas wie eine Warteliste für abgesagte Termine. D.h. man wird angerufen und gefragt, ob man kurzfristig einspringen kann, weil jemand abgesagt hat.


    Viel Glück und Grüße


    Chanceline

    Hallo Olivia,


    Dass Ihr geschockt seid, verstehe ich.


    Aber bevor Ihr Euch nun die großen Sorgen über die private und berufliche Zukunft macht, solltet ihr erstmal die Fakten sortieren und dann, wie Du richtig schreibst:


    Fragen vorbereiten für unseren Termin in einer Woche


    Wir wissen, dass er immer schon ein Risikopatient war und sind deswegen immer regelmäßig zum Augenarzt. Die letzte Untersuchung war vor einem halben Jahr. Augendruck lag bei 19-20. Gesichtsfeld war nicht eingeschränkt. Heute hatte er eine OCT wo rausgekommen ist dass der Sehnerv beschädigt ist ohne dass sich der Augendruck oder das Gesichtsfeld verschlechtert hatte. Perplex von der Nachricht ist er ohne weiter nachzufragen zu mir nach Hause gekommen und wir haben erstmal eine Runde geweint.

    Inwiefern ist denn Dein Freund "Risikopatient"?


    Gibt es eine familiäre Vorbelastung, andere Augenprobleme oder sonstige gesundheitlichen Baustellen, die das Risiko für Glaukom erhöhen?

    War das heute das erste OCT, das gemacht wurde, oder gab es vorher schon OCTs?


    Was hat denn der Arzt zu diesem OCT gesagt?


    Normalerweise ist diese Form der Bildgebung nämlich nur ein Teil der Diagnostik bzw. Verlaufskontrolle.


    Gab es denn bei dem Termin heute noch andere Hinweise auf eine Schädigung der Sehnerven; vor allem bei der augenärztlichen Untersuchung an der Spaltlampe.


    ich kann mir nämlich schwer vorstellen, dass der AA seine Diagnose allein auf diese OCT-Untersuchung stützt.


    Dein Freund hat, wie Du schreibst, nicht weiter nachgefragt; aber genau das wäre eine wichtige Frage für den nächsten Termin.


    Wurden denn die anderen, zur Diagnostik gehörenden Untersuchung gemacht:


    wurde die Hornhautdicke bestimmt, um den gemessenen Druck (falls nötig) zu korrigieren;

    wurde der Kammerwinkel angeschaut und im Zusammenhang damit: welche Glaukomform liegt vor?


    Falls das noch nicht geschehen ist, fragt beim nächsten Termin danach!


    Dass der AA nun zunächst ein Tagesdruckprofil macht, um Druckschwankungen feststellen zu können, ist absolut richtig.


    Aber wie gesagt, die zentrale Frage scheint mir zunächst einmal die nach der Diagnose und deren Begründung über dieses OCT hinaus.


    Am besten macht Euch für den nächsten Termin einen Zettel mit Stichpunkten.


    Super wäre es auch - das Einverständnis Deines Freundes vorausgesetzt - wenn Du ihn begleiten könntest - vier Ohren hören mehr als Zwei.


    Selbst wenn sich diese Diagnose erhärtet, dann ist das absolut kein Grund, den Rest des Lebens in Sack und Asche zu gehen.


    Mit Glaukom kann man leben, es gibt gute Therapiemöglichkeiten.


    Ich kann nicht aufhören mir Gedanken und mir Sorgen zu machen. Ich lese von Monotherapien, die Tropfen brennen, Lider schwellen an, Allergien treten auf, Depressionen...


    Nicht alles, was da geschrieben steht, passiert und vor allem nicht jedem! Die Patienten, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten problemlos und erfolgreich tropfen und damit die Situation stabil halten, schreiben selten darüber!


    Und vor allem, bei Deinem Freund wurde die Krankheit früh entdeckt - das ist sehr wichtig, um genau das zu vermeiden, wovor ihr Angst habt!


    Also Kopf hoch und falls Ihr noch Fragen habt, meldet Euch einfach.


    LG


    Chanceline

    Hallo Mostbluza,


    Mit einem an der Spaltlampe angebrachten Messgerät wurde ich nicht gemessen, es war ein handlicher "Puster", den der AA mir vor die Augen hielt, da dieser genauer sein sollte das stationäre Gerät.

    Das Ding kenne ich leider nicht.


    Ich würde darum bitten, dass nach Goldmann gemessen wird, weil das nun Mal als die sicherste Methode gilt.


    Eine Hornhautdickenmessung hat nicht stattgefunden und auch von einem Kammerwinkel weiß ich leider nichts, habs auf jeden Fall notiert für den nächsten Termin.

    Gut so!


    Denn es wäre ja durchaus möglich, dass sich der Druck nach Korrektur wegen dicker / dünner Hornhaut anders darstellt.


    Und der Kammerwinkel sollte auf jeden Fall angeschaut werden, schon um eine Engwinkelsituation oder sonstige Abflusshindernisse auszuschließen.


    Die Suchfunktion zum Thema Verspannungen habe ich bereits genutzt, bringt mich aber leider nicht weiter, da sehr viele Themen nicht mehr weitergeführt wurden bzw. jahrelang keine Updates mehr dazu kamen.

    Ich habe mal nachgeschaut.


    In Erinnerung geblieben sind mir insb. Josie:


    Zusammenhang AID: Nackenverspannungen, Zahnprobleme


    und Baumi:


    AID und Wirbelsäule


    Ansonsten kannst Du auch mal die folgenden Suchergebnisse durchforsten:


    Suchergebnisse Wirbelsäule und AID


    Auch wenn die Beiträge teilweise schon älter sind, gibt es doch viele Hinweise, die Dir nützlich sein könnten.


    Was tust Du denn gegen diese Verspannungen?


    Im Moment muss natürlich erst Mal der Augeninnendruck gesenkt werden, damit Du da auf der sicheren Seite bist.


    Gleichzeitig aber solltest Du diese Verspannungen angehen, denn gut sind die nicht für Dich - auch unabhängig davon, ob Deine okuläre Hypertension nun damit zu tun hat oder nicht.


    LG


    Chanceline

    Hallo Mostbluza,


    auch von mir herzlich willkommen hier im Forum!


    Sehtest, Spaltlampe, alles unauffällig, dann noch eine AID-Messung mit einem Handgerät, da der Arzt die Werte vom stationären Gerät nicht glauben konnte. Werte zwischen 30 und 40 links und rechts. Händisch gemessen lagen die Werte rechts etwas unter, links etwas über 30.

    Die "Händische" Messung des Artzes verstehe ich nicht ganz.


    Normalerweise gilt die Applanationstonometrie nach Goldmann als die zuverlässigste Methode.


    Das ist aber kein Handgerät; sondern ein an der Spaltlampe angebrachtes Messinstrument.

    Da da mit Kontakt zur Hornhaut gemessen wird, bekommt man vorher so gelbe Betäubungstropfen.


    Wurde denn die Dicke der Hornhaut mittels Pachymetrie bestimmt?


    Wie Du vielleicht weißt, hat diese Einfluss auf die Messung des AID. Ist die Hornhaut dünner / dicker als der Durchschnitt, wird der gemessene AID-Wert um einen bestimmten Faktor nach unten / oben korrigiert (sog. Dresdner Korrekturtabelle).


    Wurde der Kammerwinkel angeschaut, um ein Engwinkelglaukom oder andere andere Glaukomformen auszuschließen?


    Diese, Gonioskopie genannte Untersuchung erfolgt mit einem direkt auf das Auge aufgesetzten Kontaktglas - deswegen erinnert man sich daran!


    Wurde der Druck zu unterschiedlichen Tageszeiten gemessen (sog. Tagesdruckprofil), um Schwankungen und ev. Druckspitzen zu erkennen?


    Der AA klärt mich einigermaßen gut über die Risiken eines zu hohen AID auf, gab mir zu verstehen, dass ich ihn nun öfters sehen werde und gab mir für 3 Monate später wieder einen Termin für eine Gesichtsfeldmessung und erneuter Druckmessung. Die Werte lagen wieder ungefähr gleich hoch, Gesichtsfeldmessung verlief lt. Arztaussage hervorragend.

    Vor 4 Tagen dann der nächste Termin mit einem Gerät, welches meinen Sehnerv scannt und mit einer Datenbank abgleicht. Alles "grün" und innerhalb der Norm.

    Also meinte der Arzt, zum Glück (noch) kein Glaukom, das fällt unter "Okulare Hypertonie".


    Dass der Arzt Dich ganze 3 Monate mit diesem Druck unbehandelt hat herumlaufen lassen - verstehe ich zwar nicht!


    Beruhigend aber ist, dass die Sehnerven trotz des doch erheblich (zu) hohen Drucks keine Schäden haben und folglich auch das Gesichtsfeld hervorragend ist.


    Und diesen Zustand gilt es so zu erhalten!!!


    Zur Vermeidung möglicher Schäden - also sozusagen präventiv - zu tropfen, ist in Anbetracht der Drucklage absolut nachvollziehbar.


    Konservierungsfreie Tropfen allerdings würde ich - wie Jona - vorziehen.


    Allerdings würde ich doch nochmal Messmethode, mögliche Korrektur des Drucks (Pachymetrie) sowie die Befundung des Kammerwinkels nachfragen.


    Einfach um eine realistische Einschätzung der Lage zu bekommen.


    ich finde es sehr seltsam, dass du mit erhöhtem Augendruck und einem neuen Medikament erstmal für 4 Monate entlassen wurdest. In der Regel hat man noch nach 3 Wochen einen Kontrolltermin zur AID-Messung, um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Tropfen überhaupt wirken.


    Das finde ich auch, ich würde an Deiner Stelle um einen Kontrolltermin nach etwa 2 bis 3 Wochen nach Beginn der Tropftherapie bitten!

    So wird das normalerweise nach den Leitlinien gehandhabt.


    Ich sehe seit mindestens 15 Jahren regenbogenfarbige Ringe, sogenannte Halos um Lichtquellen im Dunkeln, vorallem bei (Auto-)Scheinwerfern und Laternen oder wenn mir eine Taschenlampe, etc. direkt in die Augen leuchtet auch bei Tageslicht. Vielleicht waren sie zwischenzeitlich auch mal weg, aber seit mindestens einem Jahr, seit ich Probleme mit Nacken, Schulter, Rücken, HWS, etc. hatte wegen sehr sehr schlechter Körperhaltung, bzw. noch immer in stark abgemilderter Form habe, fallen sie mir wieder sehr stark auf diese Ringe.


    Dass Du schon so lange Halos um Lichtquellen siehst, könnte bedeuten, dass der Druck schon lange Zeit so hoch ist!

    Wenn dem so sein sollte, dann sind Deine Sehnerven offenbar von der robusteren Sorte, da sie das bislang schadlos überstanden haben!


    Es könnte aber auch einen Zusammenhang zwischen dem hohen AID und Deinen Verspannungen im Schulter- Nackenbereich geben.


    Wir hatten hier schon user, die genau das erlebt haben. Bitte nutze die Suchfunktion!


    Es könnte sich lohnen, dem nachzugehen!


    LG


    Chanceline

    Hallo Jona,


    Du Nachteule! ;)



    Er hat mir vorgeschlagen, 2-3 Wochen vor dem nächsten Termin in 3 Monaten Trusopt-S wegzulassen und nur Monoprost alleine zu tropfen. Wenn der AID dann unter 20 liegen sollte, könnte ich bei der Monotherapie bleiben...


    Mal schauen, was daraus wird. Ich bezweifle zwar, dass nur Monoprost alleine den AID von ca. 30 (Wert vor der Therapie) auf unter 20 senken kann, aber versuchen kann man es ja.

    Versuch macht klug!


    Und von Herzen alles Gute dafür!


    Nun aber abschalten...


    Lg


    Chanceline