Beiträge von kera98

    Hallo Calaudika,


    in Köln messen sie regelhaft mit dem ICare, das ist ein mobiles Gerät, das auf der Rebound-Methode beruht - es wird so ein kleiner Stift gegen die Hornhaut geschossen. Es funktioniert ähnlich wie das ICare Home, das hier einige für die Selbstmessung haben. Der Vorteil ist, das kann auch Hilfspersonal machen (z.B. die oben erwähnten Medizinstudenten).


    Mein Augenarzt nennt auch dieses Gerät nur Schätzometer, selbst wenn es womöglich nicht ganz so ungenau ist wie die Pusteteile. Auf meiner total lädierten Hornhaut z.B. kommt aber nur Unsinn dabei heraus. Und das Ergebnis hängt sehr stark davon ab, dass man in die richtige Richtung schaut, wie auch oben schon gesagt wurde.


    Im Zweifelsfall kann man auch in Köln auf dem Nachmessen mit Goldmann bestehen, dazu müssen sie dann halt einen Arzt holen. Ich habe am Anfang mal eine engagierte Stationsärztin gehabt, die hat sich die Mühe gemacht, mehrmals am Tag mit beidem zu messen, wobei herauskam, dass bei mir immer mindestens 5 Punkte Differenz dazwischen sind. Und ab und an, wenn einer besonders unerfahren ist, messen sie bei mir mit dem Teil auch nur 4 oder 6 mm Hg, obwohl der Druck in Wirklichkeit gut im normalen Bereich ist...


    Also nicht unterkriegen lassen und ggf. eine Goldmann-Messung einklagen...


    Viele Grüße

    Lore

    Ich tropfe in der Klinik auch immer selbst, da sind die Schwestern auch froh drüber. Mit meiner Infektion musste ich halbstündlich tropfen, da wären die Schwestern gar nicht mehr aus meinem Zimmer rausgekommen. Und der Chefarzt macht auch immer die Tropffrequenz gern davon abhängig, ob man selbst kann oder nicht ("Sie tropfen doch selber? Dann machen wir gern stündlich.")


    Damals hatten die Schwestern auch nur gefragt, ob ich für das gesunde Auge Tropfen habe und das selbst mache, und die ersten 10 Tage war Ruhe. Aber danach wurde es dann halt problematisch, und dass ich 4 Wochen da rumliegen würde, hatte ich halt nicht erwartet.


    Das mit den Töpfchen ist in meiner Klinik auch so, ich habe aber eh für beide Seiten komplett verschiedenen Tropfen, also 2 Töpfchen voll =)

    Ich war letztes Jahr 4 Wochen in der Augenklinik. Für das "kranke" Auge bekam ich natürlich akute Medikamente von der Klinik. Aber als nach 10 Tagen die mitgebrachten Tropfen für mein anderes Auge alle waren, musste ich erst Streß bei der Chefvisite machen, ehe ich auch Augentropfen von der Klinik für mein anderes "gesundes" Auge bekam. Und dann musste der Chefarzt auch noch selbst in der Klinikapotheke anrufen, weil da Tropfen dabei waren, die sie extra für mich bestellen mussten.


    Ich hatte dann schon angeboten, sie sollen mir ein Rezept geben und ich gehe damit in die Apotheke. Die Klinik ist 500 km von zu Hause weg, da konnte ich mir auch nichts bringen lassen.

    Hallo Augustine,


    ja, ein günstiges Vergnügen sind die Sklerallinsen nicht. 2x in 15 Jahren habe ich eine zerbrochen. Aber wenn Du schon ein OK von der Krankenkasse hast, bist Du in einer super Situation, das ist nicht selbstverständlich.


    Man braucht einen wirklich guten Anpasser, der sich damit auskennt.


    Viele Grüße und viel Erfolg

    Lore

    Hallo Augustine,


    ich habe auch das Problem mit den trockenen Augen, mein Sekundärglaukom kommt von einer Hornhauterkrankung. Ich kann nur raten, das mit den Sklerallinsen zu versuchen, das war bei mir die Rettung. Ich habe es lange hinausgezögert, weil es mir irgendwie vorkam wie der letzte Ausweg, aber ich hätte es mal schon früher versuchen sollen.


    Ich kann mit den Sklerallinsen wieder alles machen, auch Arbeit am Computer und im OP im Krankenhaus in der Klimaanlagen-Luft kein Problem.


    Bei uns ist die Hornhautgeschichte übrigens auch erblich, und ich sehe auch wie mein Vater immer weniger sieht. Keine schönen Aussichten...


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo kera98,


    hast du schonmal über irgendeine Therapieform nachgedacht, wie die Glaskörper-Entfernung? Oder ist dir das zu risikoreich?


    Bist du Jahrgang 98 wie ich?

    Nee, ich bin schon Ü50.


    Eine Therapie für dieses Zeug würde ich im Traum nicht in Erwägung ziehen, das steht in keinem Verhältnis zum Problem. Im Grunde ist das Zeug ja harmlos und nur lästig, jeder Augenarzt sagt, man soll sich dran gewöhnen.


    Eine Glaskörper-Teilentfernung hatte ich aus andern Gründen schon, das ist keine kleine OP und zieht wieder neue Risiken nach sich, wie eine Netzhautablösung.

    Hallo Markus,


    soweit ich weiß, ist das mit dem Kortison so der Standard. Ich habe es trotz meines Druckproblems bekommen, allerdings in der Klinik immer mit Druckprofil.


    Mein letztes Transplantat war eine Not-OP. Es heilt zwar ganz gut, aber das Sehen ist schlecht bis nicht vorhanden.


    Viele Grüße

    Lore

    Also ich musste die erste Woche stündlich Inflanefran forte, dann einen Monat alle 2 Stunden, dann 5x und dann jeden Monat 1 Tropfen weniger bis auf eine Erhaltungsdosis von 1x tgl. lebenslang.


    Ich habe gerade aktuell ein "Transplantat ins Transplantat" bekommen, deswegen bin ich wieder bei alle 2 Stunden...


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Markus,


    ich kann da nur insofern mitreden, als dass bei mir das Glaukom Folge der Hornhautoperationen ist. Mehrere Transplantationen seit 1991, Kammerwinkel in dem einen Auge komplett kaputt :O


    Viele Grüße

    Lore

    Ich weiß ich ehrlich gesagt nicht, was da vorgesehen ist. Ich muss ja morgens und abends neben dem IKEVIS noch eine Reihe anderer Augentropfen nehmen, und ich reihe das IKERVIS da ganz normal mit ein, mit entsprechendem Abstand. Gab auch keine speziellen Anweisungen aus der Klinik.

    Hallo Apoyando,


    bei den öligen und liposomalen CsA-AT hatte ich immer 2%ige. Man muss aber bedenken, dass CsA in wässriger Lösung sehr schlecht und in Öl besser, aber auch nicht richtig gut löslich ist. Daher verwendet Santen für IKERVIS diese kationische Lösung, die auch für das eine Tränenersatzmittel (Cationorm) benutzt wird. Das erhöht die Löslichkeit und somit die Verfügbarkeit des Wirkstoffs und erleichtert das Eindringen in die Hornhaut. Insofern kann man die Konzentrationen nicht so einfach vergleichen.


    Dazu kommt noch, das IKERVIS nur zugelassen ist für die Behandlung der Entzündungskomponente des trockenen Auges. Dazu braucht man nicht so hohe Konzentrationen. Alles andere ist ein off lable use. In meiner Klinik wird zur Behandlung von Immunrekationen auch weiter 2%iges CsA als liposomale Lösung verschrieben, trotz der Verfügbarkeit von IKERVIS. Wenn letzteres bei mir nicht ausgereicht hätte, hätte ich wohl auch zur andern Variante zurückkehren müssen oder werde es müssen, wenn es so kommt.


    Viele Grüße

    Lore

    Ich hatte zuerst Ciclosproin A in liposomaler Lösung (und davor sogar noch in öliger Lösung). Bin aber direkt nach der Zulassung von IKERVIS umgestiegen. Entgegen der Herstellerangabe soll ich lt. Klinik das IKERVIS 2x tgl. morgens und abends tropfen. Lt. Hersteller braucht man nur 1x abends.


    Das IKERVIS brennt weniger, macht aber vergleichbar rotes Auge wie die liposomalen Tropfen. Von der Verträglichkeit ist der Unterschied für mich marginal.


    Das Handling ist natürlich einfacher mit den Einzeldosen, ich verwende eine 2x (zuerst abends und dann morgens)


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Tom,


    vor einigen Jahren war ich in ähnlicher Lage, Sekundärglaukom nach perforierender Keratoplastik. Augendruckmessung unzuverlässig wegen völlig irregulärer Hornhaut und Augendruck trotz 5facher Tropftherapie zu hoch. Zeitweise kamen zu den Tropfen noch 4-6 drucksenkende Tabletten am Tag dazu. Der einzige Luxus an meiner Situation war, dass der Sehnerv trotz des hohen Drucks keine Schäden hatte.


    Dennoch war die Empfehlung in der Klinik damals eine Trabekulektomie oder ein Ahmed Implantat. Da ich noch vergleichsweise jung war (knapp über 40) ging die Tendenz sogar eher zum Ahmed. Mein Operateur sagte damals, sie hätten sehr gute Erfahrungen mit dem Ahmed bei Keratoplastikpatienten mit zu hohem Druck und er würde es auch als erste OP machen (meist ist ja so ein Implantat eher die Wahl, wenn man schon andere drucksenkende Eingriffe hatte, die nicht erfolgreich waren).


    Meine damalige Entscheidung ist jetzt hier vielleicht nicht zur Nachahmung empfohlen: Ich konnte mich mit keiner von beiden Ideen wirklich anfreunden. Das Risiko schien mir zu hoch, der Ausgang ungewiss und vor allem war bei beiden Eingriffen die Frage, ob ich weiter meine (ziemlich große) harte Kontaktlinse würde tragen können, da ich nur mit dieser ein brauchbares Sehvermögen habe.


    Also habe ich mich für das aus damaliger Sicht kleinste Übel entschieden, eine CPC mit dem Laser (über diesen Eingriff ist hier schon viel geschrieben worden, und er ist durchaus nicht umumstritten). Danach hatte ich eine üble Durststrecke mit zu niedrigem Druck und Schmerzen, aber anschließend immerhin fast 10 Jahre Ruhe, allerdings weiterhin mit drucksenkenden Tropfen.


    Viele Grüße

    Lore

    Früher gab es mal ein Forum für Keratokonuspatienten, das wurde aber leider eingestellt. Ich habe ja auch eine Hornhautgeschichte, zugleich aber Glaukom, deswegen bin ich hier aktiv.


    Ich habe Farfalls auch schon eine PN mit ein paar Tipps geschrieben, weil ich dachte, das Thema ist nicht so sehr hier im Glaukom-Fokus.


    Viele Grüße

    Lore

    Eine Freundin von hat kürzlich eine Einzelpraxis in BW gefunden, da rennen die Leute die Bude ein, weil es in weitem Umkreis nur MVZ's mit angeschlossenem Massen-OP-Zentrum gibt, die wiederum alle in der Hand von einer großen Kette sind.


    Und wenn man sich da nicht operieren lässt, kann man sich auch ne andere Praxis für den Rest suchen, weil sie einen dann nicht mehr haben wollen.


    Und die Sprechstunde in den MVZ ist quasi nur dazu da, OP-Patienten zu rekrutieren.

    Hallo Inga,


    ich trage auch schon fast 50 Jahre harte Kontaktlinsen und tropfe. Wie hier schon gesagt wurde, nach dem Tropfen mindestens 15 min warten, bis die Linsen wieder ins Auge kommen. Ich tropfe morgens vor dem Einsetzen und abends nach dem Rausnehmen, tagsüber brauche ich im Moment keine drucksenkenden Tropfen zu nehmen.


    Ich habe das allerdings mal eine Zeitlang gehabt mit Tropfen auch tagsüber, da hatten mir Anpasser und Augenarzt sogar erlaubt, die Tropfen mit Linsen im Auge zu nehmen, weil das mehrmalige Rausnehmen tagsüber und bei der Arbeit einfach nicht praktikabel war. Wie DieDa schon schrieb, ist das allerdings nicht gut für die Haltbarkeit der Kontaktlinsen. Ich habe damals öfter neue benötigt als ohne Tropfen.


    Es wird sich in jedem Fall eine Lösung finden.

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Tee,


    warum lässt Du Dich nicht in Köln operieren? Prof. Dietlein wäre für eine TE eine sehr gute Adresse.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Andrea,


    ich mache auch Step Aerobic mit meinem Glaukom, jede Woche mindestens 2x 75 min. Augenarzt hatte dagegen bisher nichts einzuwenden.


    Viele Grüße


    Lore