Beiträge von kera98

    Das VEP mit dem Schachbrettmuster geht nur bis zu einer gewissen Sehleistung. Wenn man sehr schlecht sieht, funktioniert nur noch ein Blitz VEP.

    Diese P- und N-Marker bezeichnen die Maxima und Minima der Potentiale, die ausgelöst werden, bzw. die Latenz/Zeit vom Auslösen bis zur "Ankunft" in der Sehrinde im Gehirn. Die Zeit kann entweder erhöht (also das Ankommen verlangsamt) oder das Potential kann in seiner Höhe vermindert sein. Die normale Latenz bis zum P100 ist etwa 100 ms (ich vermute mal, deswegen heißt dieses Maximum auch so, ist aber meine Interpretation).

    Ich hatte vor kurzem auch ein VEP, habe mich aber mit der Info zufrieden gegeben, dass meine Latenzzeit im Normbereich liegt, die Amplitude (Höhe) aber wegen des Öls in meinem Auge vermindert ist.

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Mandy,

    das mit dem Achten auf Veränderungen hatte ich nach der Vitrektomie auch die ganze Zeit. Leider schwappt mein Öl bis heute lustig im Auge herum und erschrickt mich von Zeit zu Zeit.

    Das mit der CPC ist eine gute Frage, da habe ich gar nicht drüber nachgedacht. Ich hatte meine auch in 2010. Damals wurde mir gesagt, dass der Effekt mit der Zeit nachlässt und sich die Kammerwasserproduktion wieder erhöht (weswegen man das Ganze ja wiederholen kann). Ich musste auch einige Zeit danach ja wieder Drucksenker tropfen. Einige davon drosseln ja auch die Kammerwasserproduktion. Die Frage ist, ob sich jemand schon mal damit befasst hat, ob weniger Kammerwasserproduktion die Resoprtion des Gases verlangsamt.

    Was sie mir gesagt haben war auf jeden Fall, dass die Resorption sowieso individuell verschieden ist und z.B. auch davon anhängt, was man sonst so an Augentropfen nimmt, ob man eine künstliche Linse oder die eigene hat und wie die Iris beschaffen ist.

    Viele Grüße

    Lore

    Ich finde es auch etwas merkwürdig, bei diesen Werten nichts zu tun. Ich habe tagsüber Druckunterschiede von mehr als 15 mm Hg und habe diese auch selbst mit dem ICare gefunden. Ich habe den höchsten Druck (25-30) am späten Vormittag, und da war ich nie beim Augenarzt. Dort wird entweder morgens, nachmittags oder abends gemessen. Und insbesondere morgens und abends war mein Druck immer niedrig (um 10 mm Hg). Trotzdem sah meine Augenärztin eine Indikation für eine Therapie, obwohl ich keine Schäden und somit auch nur eine okuläre Hypertension habe.

    Meine Augenärztin stellt aber die mit dem ICare gemessenen Werte auch nicht infrage, zumal wir mehrfach die Werte von GAT und ICare direkt verglichen haben und sie sehr gut übereinstimmen.

    40 m sind aber sehr wenig. Bei mir hieß es damals, man soll nicht höher als 1500 m kommen, also vor allem nicht fliegen und keine Bergwanderungen (und keine Lachgasnarkose). Solange wie das Gas im Auge war, musste man ein Armband tragen, wo das explizit draufstand. Das Armband haben sie direkt im OP an den Arm auf der Seite des operierten Auges angebracht.

    Ich bin aber nach der Entlassung mit noch sehr viel Gas im Auge im Auto nach Hause gefahren, da haben wir bestimmt Höhenunterschiede von mehr als 40 m gehabt...

    Mir wurde dann bei der Vitrektomie auch gesagt, wenn man zwingend bald fliegen muss, planen sie gleich mit Öl und kein Gas.

    Aber schön zu hören, dass es gute Fortschritte macht.

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Mandy,

    das Gas resorbiert sich kontinuierlich, das heißt die Gasblase im Auge wird immer kleiner. Ich hatte vor Jahren auch Gas in der Vorderkammer, nach einer Hornhaut-OP (eine DMEK, hat Markus hier auch schon mal von berichtet) und auch da ist das so, dass man irgendwann unter der Gasblase hindurchschauen kann. Das allerdings passierte tatsächlich ganz plötzlich, als die Gasblase klein genug war, um nicht mehr die optische Achse zu verlegen, sondern "darüber" zu sein, sah ich auf einmal sehr gut, und das passierte quasi innerhalb von Minuten.

    In dem Link von Chanceline ist das auch beschrieben: "Nach ca. der Hälfte der Zeit bemerken die Patienten den Flüssigkeitsspiegel, der vor der Pupille „tanzt“. Sobald die Gasblase kleiner als 50% ist, können Sie unter der Gasblase hindurch sehen. Die Sehkraft erholt sich dann sehr rasch."

    Insofern wird hoffentlich Deine Geduld nicht auf eine ganz so große Probe gestellt. Allerdings ist die Resoption wohl auch individuell verschieden schnell, ich hatte damals noch Gas in der Vorderkammer, als alle dachten, das müsste längst resorbiert sein...

    Viele Grüße

    Lore

    Also bei mir stand im OP-Bericht, dass auf ein ILM-Peeling verzichtet wurde, weil die ILM weich und nicht pathologisch verändert war...

    Mandy: Ich hatte auch so "Erhebungen" im Auge, das waren die Einstichstellen von den Instrumententrokaren. Die Buckelchen sind leider auch geblieben, da schlecht verheilt.

    Drücke die Daumen, dass alles weiter gut läuft!

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Lilith,

    ja, das hört sich nicht so an, als könntest Du damit gut arbeiten. Wahrscheinlich hast Du vorher mit beiden Augen gesehen, dann ist die Umstellung schon schwierig. Ich hatte das Glück im Unglück, dass ich schon vorher nicht mit beiden Augen zusammen gesehen habe und das Gehirn so das Bild von dem operierten Auge einfach ausblendet und ich auch meine Brille einfach weitertragen konnte.

    Ich denke unter diesen Bedingungen und mit 4 Stunden Fahrt pro Tag würde ich mit der Ärztin schon nochmal über eine weitere AU sprechen. Und wenn vielleicht Ende Juni das Öl rauskommt, bist Du ja ohnehin wieder für eine Weile arbeitsunfähig.

    Ich hatte damals in der Klinik bei der Entlassung schon gefragt, die hätten mir ohne weiteres auch eine AU-Bescheinigung für länger gegeben.

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Lilith,

    warum sollst Du mit abgeklebtem Auge am PC arbeiten? Ich hatte letzes Jahr auch eine Netzhautablösung, die mit Öl versorgt wurde. Das Auge war aber nur die erste Nacht nach der OP abgeklebt. Danach sollte ich es ganz normal auflassen. Und ich habe auch im Krankenhaus schon wieder meine Arbeit am Rechner gemacht, allerdings sehe ich auf dem andern Auge (zumindest mit Kontaktlinsen) auch weitgehend normal.

    Ich war eine Woche im Krankenhaus und danach noch eine zu Hause krankgeschrieben, danach habe ich wieder gearbeitet. Allerdings habe ich die erste Zeit nur Homeoffice gemacht, so dass ich nicht fahren musste.

    Ich habe das Öl immer noch im Auge und das Sehen hat sich nicht mehr weiter gebessert. Darauf kann man also wohl in so kurzer Zeit nicht hoffen, das wurde mir aber auch vorher so gesagt.

    Viele Grüße

    Lore

    Ich war eine Woche im Krankenhaus und danach noch eine weitere Woche zu Hause krankgeschrieben. Habe aber nach den 14 Tagen dann nur zu Hause gearbeitet und bin nicht dienstlich verreist. Mit meinem Öl waren die Einschränkungen aber gering und die Ärztin, die den Eingriff gemacht hat, meinte ich könne wieder arbeiten, wann ich selbst denke, dass es geht. Ich hatte halt mit den kratzenden Fäden sehr zu tun (hatte ich ja oben schon geschrieben) und habe dann eine riesige Verbandskontaktlinse (22 mm) da drüber bekommen. Trotzdem liefen mir immer die Tränen runter.

    Meine 3,5 Stunden OP sind dadurch zustande gekommen, dass sich durch das Blut massive Membranen im Auge hatten und die Netzhautchirurgin die alle penibel entfernen musste. Das war wohl ein Geduldsspiel. Angekündigt hatten sie der Anästhesie eine OP-Dauer von 2 Stunden... Als ich aufwachte und auf die Uhr sah, war ich ganz froh, dass ich dem Rat der Netzhautchirurgin gefolgt und keine Lokalanästhesie gewählt hatte, obwohl ich sonst ein großer Freund davon bin.

    Mandy, ich drücke die Daumen:thumbup:

    Viele Grüße

    Lore

    Der Nachteil ist, das Öl muss wieder raus (oder zumindest getauscht werden), Gas resorbiert sich je nach Gasart in mehr oder minder langer Zeit von allein. Ich höre mir auch dauernd irgendwelche Sprüche von wegen Altöl und Ölwechsel an:oD

    Bei mir wurde vorher gefragt, ob man wenn nötig auf dem Bauch oder schräg auf der Seite liegen könnte. Wenn man das z.B. wegen der Wirbelsäule nicht könnte, hätten sie direkt mit Öl geplant. Das ist wohl ein übliches Vorgehen. Wenn man Glück hat, müssen die Zugänge bei Gas nicht genäht werden, dann entfällt das Gekratze immerhin.

    Mandy: Es hieß für die "Bauchlieger" natürlich, man solle beim Essen immer schön den Kopf über dem Teller gesenkt halten... Ich habe schon aufgehört zu zählen, der wievielte Eingriff an meinem armen geplagten Auge das war. Es war allerdings mit 3,5 Stunden definitiv der längste, den ich je hatte.

    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Mandy,

    ich hatte letztes Jahr auch ein Netzhautloch und eine (massive) Gliose (und Blut im Auge) und habe eine PPV bekommen. Allerdings war mein Loch nicht in der Makula, sondern unten in der peripheren Netzhaut. Daher habe ich es selbst auch nicht bemerkt (Sehen fehlt dann oben, das merkt man wegen des Oberlids nicht so leicht). Wegen des Loches unten habe ich Öl ins Auge bekommen und kein Gas und musste daher auch nicht auf dem Bauch liegen. Das hatte man mir allerdings vorher (falls es doch Gas geworden wäre, das wurde erst während der OP entschieden) auch angedroht, und es hieß, dass man schon einige Tage durchhalten müsse und und auch danach noch viel mit gesenktem Kopf herumlaufen sollte (auch zu Hause).

    Es gibt da auch spezielle Hilfsmittel, wo man den Kopf in dieser Haltung z.B. beim Sitzen und Essen, drauflegen kann.

    An OP selbst war das schlimmste die Wunden von den Trokaren, die für die Vitrektomie-Zugänge gemacht werden mussten. Die waren genäht und die Fäden haben schrecklich gekratzt und das ganze Auge in Aufruhr gebracht. Gott sei Dank werden sie immer weicher und lösen sich von selbst auf. Das Sehen mit dem Gas ist wohl anfangs wirklich sehr schlecht, da hatte ich mit meinem Öl etwas bessere Karten. Das wurde aber vorher auch schon so angekündigt.

    Tagesprofil habe ich parallel auch bekommen, dazu musste ich immer aufstehen. Grundsätzlich durften wir auch alle zum Essen, Duschen usw. die verordnete "Kopfhaltung" verlassen.

    Bitte meld Dich, wenn Du noch weiteres Infos willst.

    Viele Grüße

    Lore

    Ich habe auch mit dem ICare rausgefunden, dass ich jeden Tag eine Druckspitze am späten Vormittag habe, und zwar immer deutlich über 20 mm Hg, obwohl ich morgens um 8 Uhr bei der Augenärztin immer nur 9-10 mm Hg habe und abends auch nur 10-12. Aber am späten Vormittag war ich halt nie bei der Augenärztin.

    Meine Ärztin hat das aber durchaus ernst genommen und dann auch mal am späten Vormittag gemessen und die Werte korrelierten wunderbar mit dem ICare. Deswegen muss ich jetzt auch auf dem 2. Auge tropfen, obwohl ich noch keine Schäden habe, aber die Tagesdruckschwankungen waren der Augenärztin einfach zu hoch. Sie hat mir letztes Jahr aber auch eine Begründung für die Versicherung gegeben, die daraufhin das ICare übernommen hat.

    Viele Grüße

    Lore

    Also Checklisten sind mir zu kompliziert/aufwendig. Ich muss morgens und abends in jedes Auge eine Serie von 8 unterschiedlichen Tropfen (leider auch in jedes Auge andere) machen. Ich habe immer alle Flaschen in einem kleinen Kunststoffkörbchen und nehme die bereits getropften Flaschen aus dem Körbchen raus. Pro Auge halte ich immer dieselbe Reihenfolge der Tropfen ein. Wenn das Körbchen leer ist, bin ich durch.

    Tagsüber tropfe ich nur ein Auge, da ist das Körbchen etwas weniger gefüllt und ich lasse die Flaschen auch den ganzen Tag drin. Aber auch da nehme ich immer alles in derselben Reihenfolge und zu identischen Uhrzeiten.

    Viele Grüße

    Lore

    Ich mache Ikervis immer als letztes, weil das so eine kationische Emulsion ist und der Sinn dieser ist, dass sie länger an der Augenoberfläche haftet. Mein Operateur meinte, sonst spült man diese Wirkung mit den nächsten Tropfen gleich wieder weg.

    Ansonsten arbeite ich von dünn nach dickflüssig, als die dünnsten Tropfen zuerst.

    Viele Grüße

    Lore

    Also bei mir ist nach der CPC der Druck zuerst richtig in den Keller gegangen, aber 8 Wochen später war alles wie zuvor, und ein drucksenkendes Medikament nach dem andern musste wieder angesetzt werden.

    Allerdings hatte mein Operateur damals keine Bedenken, anschließend noch ein Ahmed oder eine TE zu machen (wobei er wegen der TE den oberen Bereich extra nicht mit Laserherden versehen hatte).

    Viele Grüße

    Lore