Beiträge von kera98

    Meine Hornhaut ist auch, besonders am Rand, sehr dünn. Deswegen muss ich auch immer gleich zusätzlich tropfen oder Glaupax nehmen, wenn der gemessene Druck an der Grenze ist, weil man lt. Augenarzt und Operateur nie genau weiß, wie hoch er wirklich ist...

    Hallo Freiheit,


    meine Hornhaut ist operiert, ich trage auch harte Linsen. Das mit dem Druckmessen auf der operierten Hornhaut ist schwierig, deswegen ist die Lage da leider nicht immer so ganz klar. Ich kenne das also auch, aber leider keine echte Lösung.

    Hallo Gisa,


    das Ahmed gilt in USA als sog. First line Therapie, also als Ersteingriff. Bei uns macht man es eher, wenn andere Verfahren schon gescheitert sind.


    Da die Ausgangssituation beim Ersteingriff aber oft besser ist, haben die im Schnitt dann auch bessere Ergebnisse.


    Ich glaube, Parchita hat recht, man muss im Zweifelsfalle den Erfahrungen des Arztes vertrauen, und jeder hat wohl eben auch seine präferierte Methode.

    Hallo Gisa,


    ein gutes Gefühl hatte ich damals dabei auch nicht. Irgendwie kam mir das auch vor wie der allerletzte Ausweg. Aber man darf nicht vergessen, z.B. in USA machen sie das auch als Erst-OP bei Glaukom. Aber meine persönliche Tendenz ging damals auch zu einem etwas weniger invasiven Verfahren, wobei die Möglichkeiten mit meiner Ausgangssituation sehr begrenzt waren. Deswegen hatte ich ja zuvor auch schon zähneknirschend eine CPC akzeptiert.


    Das mit den 15 Jahren würde ich mal nicht so ernst nehmen. Als ich vor 30 Jahren meine Kunstlinse gekriegt habe, wusste auch keiner, wie lange die hält und es gab keine Erfahrungswerte. Und das Teil ist immer noch intakt.


    Ich denke, auch beim Ahmed ist es wichtig, dass der Operateur damit Erfahrung hat, insofern ist es doch nicht schlecht, dass er es 4x die Woche macht.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Gisa,


    der Vorschlag mit der Trabekolotomie kam erst später und von einem anderen Operateur. Ich denke, es hängt auch mit den jeweiligen Präferenzen des Chirurgen zusammen.


    Beim Ahmed hat mich abgeschreckt, dass es damals noch nicht viele Erfahrungen damit gab und die Liste der Risiken und Komplikationen lang war. Meine Bindehaut war schon damals sehr kaputt und demzufolge die Aussichten ähnlich schlecht wie bei einer konventionellen Trabekulektomie. Und ich hätte danach wohl keine Kontaktlinsen mehr tragen können, ohne die ich aber weniger als 5% sehe. Außerdem hieß es, das Risiko sei groß, dass das Implantat die Augenmuskeln beeinträchtigt und man nachher schielt, was sich oft selbst nach Entfernung des Implantats nicht mehr gibt. Also alles in allem war das für mein persönliches Risikoempfinden zu viel.


    Die Trabekulotomie war für mein Verständnis weniger risikobehaftet und hat auch gut funktioniert. Da war ich dann ganz froh, dass ich in der ganzen Zeit dem Vorschlag mit dem Ahmed nicht nachgegeben hatte. Der vorherige Operateur hielt das Ahmed für die beste Lösung. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

    Hallo Jona,


    wie gut oder schlecht Sklerallinsen beim Glaukom allgemein sind, kann ich nicht sagen. Aber ich trage schon lange Sklerallinsen, allerdings wegen meiner sehr irregulären Hornhaut. Ich sehe nur mit Linsen gut, mit Brille leider nicht. Das Glaukom habe ich nur auf einem Auge.


    Auf jeden Fall kann ich sagen, dass die Sklerallinsen sehr gut gegen trockene Augen helfen und der Tragekomfort unglaublich gut ist (ich hatte vorher normal große harte Linsen). Man braucht einen sehr erfahrenen Anpasser, der sich mit Sklerallinsen auskennt. Die Hornhaut befindet sich die ganze Zeit im Flüssigkeitsreservoir der Sklerallinse, so dass ich tagsüber auch keine Benetzungstropfen brauche.


    Was wohl problematisch ist, wenn man ein Glaukom mit einem Drainageimplantat hat, weil sich die Sklerallinse und der Schlauch des Drainageimplantats ins Gehege kommen können.


    Ich habe mich damals lange gesträubt, auf die Sklerallinsen umzusteigen, das habe ich später bereut, hätte ich schon viel eher machen sollen.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Jona,


    ich war bei der CPC 41 Jahre alt. Habe vorher 5 verschiedene drucksenkende Augentropfen und 6 Tbl. Glaupax am Tag genommen und hatte trotzdem Drücke von 28-30 mm Hg.


    Direkt nach der CPC ging der Druck steil in den Keller, nach 2 Tagen war das Auge so matschweich, dass man nichts mehr messen konnte. Danach hatte ich für ca. 8 Wochen einen Druck von 2-4 mm Hg ohne irgendwelche Medikamente.


    Ehrlich gesagt war ich dann froh, dass der Druck wieder anstieg. Nach 2 Monaten wurde das erste drucksenkende Medikament wieder angesetzt, und nach einem halben Jahr hatte ich die 5 Wirkstoffe zurück, aber ohne Glaupax und mit Drücken, die unter 20 waren (das reicht für mein Auge aus, da es keine Glaukomschäden hat).


    In den Jahren danach hatte ich diverse OP's am Auge, das hat den Druck immer mal wieder zum Entgleisen gebracht. Eine Wiederholung der CPC wurde mir angeboten, habe ich aber abgelehnt. Ich hatte nach CPC über Monate anfallsartige halbseitige Kopfschmerzen, und meine Pupille wird seitdem nicht mehr eng.


    Letztes Jahr hatte ich dann eine Trabekolotomie ab interno, seitdem muss ich noch 2 drucksenkende AT nehmen bei Druck von meist so um die 16 mm Hg.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Gisa,


    bei mir war auch ein Ahmed im Gespräch. Ich habe es aber aus unterschiedlichen Gründen nicht gemacht. Das mit der CPC vorher war bei mir aber kein Punkt, wegen dessen es der Operateur nich machen wollte.


    An die Druckbegrenzung hält sich auch das Ahmed natürlich nur, wenn alles korrekt funktioniert. Wenn z.B. die Bindehaut nicht dicht ist oder der Kanal, wo der Schlauch durch geht, kann es trotzdem zu Hypotonien kommen.


    Viele Grüße


    Lore

    Das Baerveldt Implantat hat ja kein Ventil, bei dem wird bei der OP den Abfluss mit einem Faden verschlossen, damit am Anfang nicht zu viel abfließt und das Auge nicht zu matschig wird. Wenn dann der Bereich um das Implantat ausreichend verwachsen ist, wird der Faden entfernt.


    Insofern ist das Ahmed mit Ventil eine Weiterentwicklung, da das Ventil dafür sorgen soll, dass unterhalb eines bestimmten Drucks (8 - 12 mm Hg) im Auge nichts abfließt und somit eine Hypotonie immer sicher vermieden wird.


    Was die CPC betrifft, hat man mir damals gesagt, dass sich gerade im jüngeren Alter das Gewebe wieder regenerieren kann und die Wirkung der CPC dann nachlässt. Weswegen man diesen Eingriff bei Bedarf auch wiederholen kann. Ich habe aus unterschiedlichen Gründen darauf verzichtet, ich hatte nach einem Mal genug.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Gisa,


    die CPC drosselt die Kammerwasserproduktion. Für ein Ahmed ist aber ein bestimmter "Durchfluss" Voraussetzung. Deswegen kann eine vorhergehende CPC nachteilig sein, muss aber nicht. Hängt aber davon ab, wieviel Kammerwasser danach noch produziert wird. So wurde mir das damals erklärt.


    Bei mir war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, sprich ich hatte die CPC schon gehabt.

    Praktisch überall außer in Deutschland wird das ambulant gemacht (wurde auch in einem der Vorträge in Köln gesagt), und in aller Regel auch nicht in Allgemeinanästhesie. Das Problem bei uns ist eher, dass wir die Nachbehandlung ambulant nicht so gut hinbekommen.


    In vielen Ländern ist es normal, dass die ambulante Nachbehandlung der Operateur übernimmt, das geht bei uns außer in Belegkliniken ja fast nirgends.

    Fassen Sie die Sonde mit einer Pinzette an?

    Wird die Sonde zwischendurch desinfiziert?

    Das ist in der Klinik dann aber nicht das icare home sondern das professionelle oder nicht, weißt Du das?

    Vielleicht ist das bei dem professionellen Gerät eine andere Sonde, die mechanisch belastbarer ist???

    Sie fassen die Sonde mit den Fingern an, und desinfizieren tun sie auch nichts.

    Das ist ein "professionelles" ICare, aber die Sonden unterscheiden sich nicht und sind an sich nur zum Einmalgebrauch gedacht.

    Nur mal als Hinweis, man kann die Frio Täschchen schon auch gut in Tasche oder Rucksack packen, aber man sollte sie nicht in einen Plastiktüte tun, das behindert die Verdunstag dann zu sehr. Wenn man das eigentliche Kühltäschchen in die Hülle tut, die mit der Frio kommt, wird auch nichts daneben nass. Ich habe an meinem Rucksack außen so eine Netztasche, die ist optimal für die Frio...


    Meine Frio hält immer mindestens 2 Tage durch, ehe sie wieder ins Wasser muss.


    Und Malve hat recht, irgendwann funktioniert das nicht mehr gut (sie brauchen dann im Wasser auch sehr lange zum Quellen), dann muss man eine neue anschaffen.

    Hallo Gabi,


    ich wollte auch noch kurz Deine Fragen beantworten.


    Ja, ich sehe auf dem Auge noch, mit Kontaktlinse sogar recht gut (80%). Ich hatte Glück, der Operateur hat es nicht persönlich genommen, als ich die CPC abgelehnt habe. Grundsätzlich ist er auch eher für kammerwinkeleröffnende Verfahren, die die Ursache bekämpfen, indem sie den Kammerwasserabfluss verbessern. Deswegen sollte bei mir dann auch Trabektom/Kahook (ist ein ähnliches Verfahren) versucht werden, dass hat aber in meinem diverse Male operierten Auge nur schlecht funktioniert. Trotzdem konnte ich danach das Glaupax absetzen und der Druck ist seitdem nur mit Timolol in Ordnung (ich nehme allerdings durchgehend Aciclovir Tabletten und auch Augensalbe).


    Dass die CPC keinen Einfluss auf die Entzündung hat, denke ich nicht. Es ist bekannt, dass auch Augen, die vorher nicht entzündet waren, danach schwere Entzündungen entwickeln können.


    Ich verstehe ehrlich gesagt das Herangehen der Ärzte in diesem Fall auch nicht so ganz. Als ich damals die erste CPC bekommen habe, hatte ich mir mehrere Meinungen angehört, und da war von "machen wir gern als Ersteingriff" bis "machen wir eigentlich gar nicht oder nur bei Augen ohne Visuspotential" alles dabei.


    Damals war es so, dass innerhalb von 2 Tagen die Entzündung durch die Decke ging und der Druck genauso schnell runter, so dass er nicht mal mehr messbar war.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Ibag,


    dass die CPC nicht konkret benannt wird in dem "Verkaufsgespräch", scheint üblich zu sein. Mit wollte man letztes Jahr im November auch einen "kleinen Lasereingriff" schmackhaft machen.


    Ich habe auch Herpes im Auge und kann nur abraten. Meine erste (und einzige) CPC hat das ganze zu neuen Höhepunkten gebracht, die Entzündung war grauenvoll. Allerdings war mein Druck danach über Wochen so niedrig, dass ich keine Drucksenker mehr nehmen musste und mein Augenarzt schon davon ausging, dass sich das Auge nicht mehr erholt.


    Die halbseitigen anfallsartigen Kopfschmerzen, die ich nach der CPC über Wochen ständig hatte, sind mir bis heute erhalten geblieben.


    Viele Grüße

    Lore

    Hallo Ljutik,


    ich kann Euch nur beipflichten, ich wünsche mir auch schon seit Jahren endlich mal ein Ergebnis. Ich hätte mich sogar gefreut, wenn die Punktionen mal einen Befund gehabt hätten. Ich bekomme Gancliclovir und Aciclovir als Gel bzw. Salbe, jede Menge Kortison Augentropfen und dazu noch Helpin Tabletten. Allerdings steht die Vermutung im Raum, dass mein Virus entweder nicht auf Aciclovir reagiert oder es ohnehin einer ist, der nicht aciclovir empfindlich ist. Also setzt man eher auf die anderen Virusmittel.


    Ohne Kortison geht bei mir schon seit Jahren nichts. Ich habe Gott sei Dank schon 29 Jahre eine Kunstlinse im betroffenen Auge, so dass keine Katarakt mehr droht.


    Viele Grüße


    Lore

    Hallo Ljutik,


    ich habe auch Uveitis, bei mir haben letztes Jahr sie 3x die Vorderkammer punktiert und kein Mal etwas gefunden. Allerdings wurde mir gesagt, dass das nicht heißt, dass da nichts ist, da der Nachweis ohnehin nur in etwa 40% der Fälle gelingt. Bei mir wurde dann das Mittel gegen Viren gewechselt und hat auch angeschlagen.


    Viele Grüße

    Lore

    Mein Nachstar wurde in der Klinik gelasert, wo ich auch die Katarakt-OP hatte. Gemerkt habe ich nichts davon, nur Geräusche vom Laser, so ein Knacken, wie schon geschrieben wurde.

    Mein Nachstar war massiv, ich habe genauso wenig gesehen wie vor der ganzen OP. Man hatte mir vorher auch gesagt, dass das kommen kann, ich war auch noch recht jung, als ich die OP hatte.

    Mein Nachstar wurde 6 Monate nach der OP gelasert. Schmerzhaft war es gar nicht. Von großartigen Risiken war damals auch nicht die Rede, außer dass das Loch in der hinteren Kapsel ein Makulaödem begünstigen würde, was aber auch selten sei.

    Hallo Malve,


    es ist schon die Fundusfotografie, an der Augenklinik feiern sie jedes Mal die ganz grosse Materialschlacht ab. Da wird alles an Geräten genutzt, was Strom hat.


    LG, ChaCha

    Den Eindruck habe ich auch manchmal, dass da alles gemacht wird, was geht (oder auch was an meinem Auge nicht geht)...

    Naja, ich Depp dachte, das ist eine Augenklinik, und die sollten das wissen. Aber wie ich jetzt zum wiederholten Mal mitgekriegt habe, reden da die Augenärzte und die Anästhesie überhaupt nicht miteinander=(