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Beiträge von Schorschbey

  • NDG bei Tee

    • Schorschbey
    • 29. Mai 2026 um 13:25

    Hallo Tee,

    aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass man einen so zentralen Gesichtsfeldausfall, wie er in deiner Perimetrie zu sehen ist, gut selbst feststellen kann. Dazu einfach das rechte Auge zuhalten und mit dem linken Auge ein kariertes Blatt Papier betrachten. Wenn rechts von der Mitte ein Teil der Linien fehlt, dann liegt tatsächlich ein Gesichtsfeldausfall vor. Wenn das Karomuster rechts von der Mitte vollständig ist, dann war die Perimetrie wohl fehlerhaft.

    Der Test geht noch besser mit einem Amsler-Gitter (weißes Karomuster auf schwarzem Hintergrund), aber das hat man, im Gegensatz zu kariertem Papier, meist nicht zu Hause rumliegen.

    Gruß,
    Georg

  • Die Frage ob sich doch etwas verschlechtert haben könnte....

    • Schorschbey
    • 5. Mai 2026 um 23:32

    Hallo Rala,

    du hattest geschrieben, dass bei deinem Sohn das Augenzittern auftritt, wenn er sich in der Schule oder am Bildschirm anstrengt. Das klingt für mich danach, dass das Augenzittern auftritt, wenn dein Sohn Text liest.

    Durch die einseitigen Sehfeldausfälle unmittelbar rechts vom Zentrum des Sehfelds bei beiden Augen wird dein Sohn beim Lesen rechts neben der Stelle, auf die er den Blick richtet, keinen Text mehr erkennen können. Bei längeren Worten fehlt dann sogar ein Teil des Worts, das er lesen will.

    Ich vermute, dass dein Sohn sich deshalb angewöhnt hat, etwas rechts an der Stelle, die er aktuell Lesen will, vorbeizuschauen, um schneller lesen zu können. Das geht allerdings gegen den unbewussten Mechanismus, den Blick auf genau die Stelle zu richten, auf die die Aufmerksamkeit gerichtet ist. Dann könnte es passieren, dass sein Blick zwischen diesen beiden Stellen hin und her springt, wenn er müde wird, und das als Augenzittern empfindet: :keineAhnung:

    Probleme mit dem Lesen bei einem Sehfeldausfall unmittelbar neben dem Zentrum des Sehfelds kenne ich von meinem rechten Auge, wo ein Sehfelddefekt von unten bis ins Zentrum des Sehfelds führt. Wenn ich nur mit meinem rechten Auge lesen will, dann muss ich den Blick auf die Zeile richten, die unterhalb der Zeile liegt, die ich Lesen will, was ziemlich anstrengend ist.

    Wenn das bei deinem Sohn ähnlich ist, sollte das Augenzittern aufhören, wenn er die Augen schließt oder wenn er auf eine gleichmäßig gefärbte Fläche ohne kleine Details blickt.

    Wenn das Augenzittern tatsächlich durch Anstrengung beim Lesen ausgelöst wird, dann würde ich das an deiner Stelle bei der Low Vision Beraterin ansprechen und ihr den Ausdruck der Gesichtsfeldmessung zeigen, damit sie sieht, wie einseitig der Verlust des Sehvermögens ist. Vielleicht weiß sie Rat, wie man in einem solchen Fall das Lesen so trainieren kann, dass das Augenzittern nicht mehr auftritt.

    Gruß,
    Georg

  • Diagnose vor einer Woche

    • Schorschbey
    • 22. April 2026 um 20:55

    Hallo Affected,

    im Beipackzettel steht der Hinweis "Schütteln Sie die Flasche vor jedem Gebrauch" im Abschnitt "Anwendung" unmittelbar vor Schritt 1.

    Nach meinere Erfahrung mit dem konservierungsmittelhaltigen Brinzolamid ist es sinnvoll, zwischen dem Schütteln und dem Tropfen einige Minuten zu warten, da sich beim Schütteln Schaum bilden kann und dadurch u.U. weniger dosiert wird als mit einer blasenfreien Suspension.

    Wenn man gar nicht schüttelt, dann tropft man zu Anfang eine zu gering konzentrierte Suspension und im Laufe der Zeit immer höher konzentriert.

    Gruß,
    Georg

  • Langzeitglaukom - Ende der Schonzeit?

    • Schorschbey
    • 13. April 2026 um 22:18

    Hallo Reinhold,

    ob 64 kg bei 1,78 m zu wenig Gewicht ist, hängt natürlich davon ab, was dein individuelles Normalgewicht ist. Wenn man in der Jugend nicht übergewichtig war, dann ist des Gewicht, das man mit 20-25 Jahren hatte, ein guter Richtwert für das eigene Normalgewicht. Bei mir war das bei gleicher Körpergröße nur 57-58 kg. Mit Ende 50 hatte ich einen Höchstwert von 63 kg, jetzt mit 66 ist mein Gewicht bei 56 kg, was zwar ganz am unteren Ende der statistischen Verteilung ist, für mich aber trotzdem noch normal.

    Gruß,
    Georg

  • (Flug-)Reisen mit Glaukom

    • Schorschbey
    • 13. April 2026 um 21:56

    Nur mal zur Einordnung: Bei Flugreisen wird in der Kabine ein Druck aufrecht erhalten, der 2.000 m ü.M. entspricht. Deshalb erlebt man bei Start und Landung auf einem tiefer gelegenen Flugplatz den Druckwechsel und kann manchmal Probleme mit dem Druckausgleich haben.

    Wenn der AA nicht von Flugreisen generell abrät, dann werden andere Reisen bis auf 2000 m Höhe kein Problem sein.

    Gruß,
    Georg

  • 24h Augeninnendruckmessung

    • Schorschbey
    • 22. März 2026 um 11:18

    Nur mal zur Klarstellung:

    Alle Rebound-Tonometer von icare messen mit einem Messgeber, der auf die Hornhaut trifft und von dort zurückprallt. Der Augendruck wird dann vom Gerät berechnet aus dem Zeitraum, über den der Messgeber seine Geschwindigkeit verändert während er im Kontakt mit der Hornhaut ist und dort abprallt.

    Non contact-Tonometer messen mit einem Luftstoß, der die Hornhaut verformt. Die Verformung wird mit einer Zeitlupenkamera gemessen und daraus ähnlich wie bei den Rebound-Tonometern der Augendruck berechnet.

    Rebound-Tonometer und Non contact-Tonometer haben demnach ähnliche dynamische Messprinzipien, bei denen die Messung im Gegensatz zur Applanations-Tonometrie in einem sehr kurzen Zeitraum erfolgt. Die Messungen werden deshalb nicht nur durch trockene Augen verfälscht, sondern auch durch alle Umstände, die kurzzeitig zu stark erhöhtem Augendruck führen, wie Pressatmung (Luft anhalten und dabei Druck aufbauen) oder Zukneifen eines Auges. Deshalb sollte man bei beiden Typen von Tonometern darauf achten, während der Messung ruhig und gleichmäßig zu atmen und beide Augen entspannt offen zu lassen.

    Die Vorgabe von icare, nach jeder Messung den Messgeber zu wechseln, ist meiner Einschätzung nach dazu gedacht, in der Klinik oder Arztpraxis eine Wiederverwendung eines Messgebers bei einem anderen Patienten zu verhindern, die Keime einer Augeninfektion übertragen könnte. Tatsächlich kann der Messgeber aber mehrfach verwendet werden, ohne dass dadurch die Messung verfälscht wird (habe ich selbst überprüft durch Doppelmessung, erst mit Messgeber, der mehr als zehnmal verwendet war, danach mit neuem Messgeber).

    Für Augentropfen ist eine Konservierung zum Schutz vor Verkeimung nur vorgeschrieben, wenn sie über einen Zeitraum von mehr als 24 h verwendet werden. Man kann deshalb ziemlich sicher sein, dass eine mehrfache Verwendung eines Messgebers für die gleiche Person über einen Zeitraum von 12 h kein Risiko für eine Infektion darstellt, so lange man darauf achtet, den Messgeber nicht mit den Fingern zu berühren.

    Grundsätzlich sollte man bei den icare-Tonometern darauf achten, den Messgeber nie mit den Fingern zu berühren und einen gebrauchten Messgeber vom Gerät auswerfen zu lassen, indem man das Gerät beim Ausschalten kopfüber hält. Man vermeidet damit, dass der Messgeber am Messgebereinsatz kratzt, was danach zu Messfehlern führen könnte.

    Gruß,
    Georg

  • 24h Augeninnendruckmessung

    • Schorschbey
    • 20. März 2026 um 20:53

    Meine Erfahrung mit dem icare Home2-Tonometer ist, dass das Gerät bei stark trockenen Augen zu hohe Werte liefert.

    Der Fehler lässt sich vermeiden, wenn man vor der Messung befeuchtende Augentropfen anwendet und danach ein bis zwei Minuten bis zur Messung wartet. Damit erhalte ich auch bei Messungen nachts im Liegen reproduzierbare Werte (Abweichungen bei Doppelmessungen von meist nicht mehr als 1 mm Hg).

    Das vorherige Befeuchten der Augen sollte nicht nur bei den Rebound-Tonometern, sondern auch bei den non contact-Tonometern, die mit Luftstoß messen, zu genaueren Werten führen und falsch zu hohe Messwerte vermeiden.

    Gruß,
    Georg

  • Augendruck beginnender Glaukom?

    • Schorschbey
    • 17. März 2026 um 10:04

    Die Messung des Augendrucks mit dem NCT-Gerät (Non contact tonometer, das "Pustegerät") ist ebenso wie die Messung mit den Rebound-Tonometern von icare ein dynamisches Messverfahren, das durch Änderungen der Elastizität der Hornhaut beeinflusst wird. Bei beiden Messverfahren können falsch zu hohe Messwerte erhalten werden wenn man sehr trockene Augen hat.

    Nach meiner Erfahrung lassen sich schwankende und falsch zu hohe Messwerte beim Home 2-Tonometer von icare vermeiden, wenn ich kurz vorher befeuchtende Augentropfen anwende. Ich vermute, dass sich dadurch auch die falsch zu hohen Messwerte mit den "Pustegeräten" vermeiden lassen. Da die Wirkung der befeuchtenden Augentropfen einige Zeit anhält, sollte es ausreichen, beim AA im Wartezimmer gleich befeuchtend zu tropfen bevor der Augendruck gemessen wird.

  • OCT - Progression trotz Tropftherapie

    • Schorschbey
    • 17. Februar 2026 um 15:32

    Hallo Kneifer,

    wenn du dir deine OCT genau betrachtest, dann sollte dir auffallen, dass die Bestimmung der RNFL-Dicke zwischen zwei Messungen durch Messungenauigkeiten so schwanken kann, dass für ein Segment bei einer späteren Messung auch einmal ein höherer Wert ermittelt wird als bei der vorherigen Messung. Die kleinen Unterschiede zwischen den durchschnittlichen Werten von 2023 und 2026 liegen demnach im Bereich der Messgenauigkeit und sprechen nicht für eine Progression.

    Die Unterschiede im Randbereich der Papille zwischen 2023 und 2026 ergeben sich aus unterschiedlich bestimmten Papillengrößen. Die Werte für die Größe der Exkavation (Papillengröße - Randbereich) haben sich nicht geändert.

    Wenn sich bei dir zwischen 2023 und 2026 das Gesichtsfeld nicht verschlechtert hat, dann wäre der Zustand seit 2023 offensichtlich stabil, d.h. keine Progression.

    Gruß,
    Georg

  • Trusopt

    • Schorschbey
    • 13. Februar 2026 um 13:50

    Hallo Wolke,

    bei mir hat Dorzolamid auch so stark tränenreizend gewirkt. Ich habe danach zu Brinzolamid gewechselt und damit seit mehr als 10 Jahren keine größeren Probleme (brennt nur manchmal und wenig, wirkt bei mir nicht tränenreizend.

    Leider gibt es Brinzolamid derzeit nur mit Konservierungsmittel. In den nächsten Monaten soll allerdings eine konservierungsmittelfreie Variante auf den Markt kommen.

    Gruß,
    Georg

  • Glaukom Augendruck senkende Tropfen

    • Schorschbey
    • 13. Februar 2026 um 13:41

    Hallo Maumau,

    bei mir hat Dorzolamid zu einer Augenreizung mit starkem Tränenfluss geführt. Ich nehme deshalb den alternativen Wirkstoff Brinzolamid (gleiche Wirkstoffklasse wie Dorzolamid) und habe damit über mehr als 10 Jahre keine größeren Probleme gehabt. Wäre für dich vielleicht auch eine Alternative.

    Gruß,
    Georg

  • Gesichtsfeldverschlechterung oder Messungenauigkeit?

    • Schorschbey
    • 3. Februar 2026 um 18:08

    Hallo Ilse,

    für die Auswertung des zeitlichen Verlaufs der MD-Werte der Gesichtsfeldmessungen benötigt man keine spezielle Software, das kann man sogar von Hand mit Bleistift und Millimeterpapier oder kariertem Papier machen. Eine ausreichend genaue Ausgleichsgerade kann man dann mit einem Lineal einzeichnen.

    Obwohl die statistische Auswertung von Gesichtsfeldmessungen und ihr Nutzen zur Beurteilung der Glaukomprogression seit 40 Jahren bekannt ist, benutzen deutsche Augenärzte diese diagnostischen Werkzeuge nur selten.
    https://glaukomforschung.ch/pdf/7.1.A.pdf

    Gruß,
    Georg

  • Gesichtsfeldverschlechterung oder Messungenauigkeit?

    • Schorschbey
    • 1. Februar 2026 um 16:20

    Hallo Ilse,

    Messfehler von mehr als 1 dB sind bei mir schon bei einer Gesichtsfelduntersuchung aufgetreten, weil ich eine Brille mit relativ kleinen Gläsern trage und Messpunkte bei einer Messung außerhalb des Sichtfelds der Brille lagen. In der Darstellung des Gesichtsfelds fanden sich dann scheinbare Ausfälle ganz am Rand, die sich bei der nächsten Messung nicht reproduzieren ließen.

    Wenn man die mittlere Abweichung der Empfindlichkeit im Gesichtsfeld (MD) in einem Diagramm auf der y-Achse gegenüber der Zeit auf der x-Achse aufträgt und eine Ausgleichsgerade durch die Werte legt, dann lässt sich die Progression des Glaukoms daraus abschätzen, wenn genügend Messwerte vorliegen (mind. 5 Werte). Bei einer solchen Auftragung lassen sich auch Ausreißer durch Messfehler erkennen.

    Wenn es trotz eines Augendrucks von 10-11 mm Hg noch zu einer Progression kommt, dann macht es Sinn, Risikofaktoren zu verringern, die zu einer unzureichenden Durchblutung der Netzhaut führen können, z.B. Perioden zu geringen Blutdrucks, Störungen der Gefäßweitenregulation oder erhöhter Blutdruck in den Netzhautvenen.

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 10. Januar 2026 um 13:38

    Hallo Chanceline,

    bei der TE wurde bei mir das Sickerkissen oberhalb der Iris so angelegt, dass es normalerweise unter dem Oberlid liegt. Ich habe es deshalb selbst noch nie gesehen.

    Bei der Messung des retinalen Venendrucks mit dem IOPstim-System von Imedos wird der Ballon für die Erhöhung des Augendrucks (IOD) nicht auf die Hornhaut aufgesetzt, sondern seitlich auf der der Nase entgegengesetzten Seite auf die Lederhaut neben der Iris. Die Hornhaut muss frei zugänglich bleiben, da für die Messung bei anliegendem Ballon der Augendruck mit GAT bestimmt wird. Der Ballon kommt deshalb gar nicht in die Nähe des Sickerkissens.

    Die Erhöhung des IOD bei der Messung des retinalen Venendrucks dürfte auch kein Problem für das Sickerkissen sein. Bei mir wurde der IOD auf bis zu 26 mm Hg erhöht. Schon beim Reiben des geschlossenen Auges kann der IOD auf mehr als doppelt so hohe Werte ansteigen und mir ist nicht bekannt, dass ein mit einer TE angelegtes Sickerkissen durch ein solches Augenreiben leicht beschädigt wird.

    Ob ein funktionsfähiges Sickerkissen bei der Messung mit dem System von Imedos zu einem signifikanten Druckabfall zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Druckerhöhung mit dem Ballon beendet wird, weil ein Venenpulsieren beobachtet wird, und dem späteren Zeitpunkt der Messung des IOD mit GAT, führt, kann ich nicht aus eigener Erfahrung beurteilen. Bei mir könnte das auch nicht beurteilt werden, da mein Sickerkissen am rechten Auge nicht mehr ausreichend funktionsfähig ist und der IOD ohne drucksenkende Medikamente auf 19 mm Hg und mehr ansteigen würde (derzeit mit 3 Wirkstoffen gesenkt auf tagsüber 10-12 mm Hg).

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 6. Januar 2026 um 18:19

    Hallo Chanceline,

    mit dem Gerät von Imedos kann man nicht sinnvoll an einem Auge mit funkionsfähigem Sickerkissen messen. Bei mir wurde am rechten Auge eine TE durchgeführt, deshalb wurde der RVP nur am linken Auge bestimmt.

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 6. Januar 2026 um 13:36

    Kennt jemand einen AA oder eine Augenklinik im Rhein-Main-Gebiet oder 100 km Umkreis, der bzw. die den retinalen Venendruck (RVP) bestimmen können?

    Ich habe mir Ende 2024 in Neuss den RVP mit einem IOPstim-System von Imedos Health messen lassen, wobei am linken Auge ein erhöhter RVP von 24-25 mm Hg bei 12 mm Hg IOP gefunden wurde. Seitdem nehme ich täglich 3 mg Nifedipin zur Vermeidung von Vasospasmen und Senkung des RVP und möchte jetzt den RVP kontrollieren lassen, ohne dafür mehr als 200 km anreisen zu müssen.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 30. Dezember 2025 um 19:47

    Hallo Hartmut,

    mit der Software iCare Export wird auch die Qualität der Messung ("gut" bzw. "exzellent") zusammen mit den Messwerten gespeichert.

    Die Geschwindigkeit, mit der die Messprobe auf die Hornhaut trifft, dürfte sich mit dem Abstand praktisch nicht ändern. Der Abstand muss auf jeden Fall so kurz bleiben, dass das hintere Ende der Messprobe immer im Messgeberhalter bleibt, damit die Messprobe nach dem Aufprall auf die Hornhaut in den Messgeberhalter zurückkehrt und nicht hinunterfällt. Bei richtig eingestelltem Gerät erhalte ich keine Fehlermeldungen, die Meldungen "zu weit" oder "zu nah" erscheinen dann nur, wenn sich die Messprobe nicht frei im Messgeberhalter bewegen kann, z.B. wenn ein Fussel im Spalt zwischen Messprobe und Messgeberhalter ist.

    Ich mache die Messungen so, dass ich mich vor der Messung ruhig hinstelle und gleichmäßig atme, auf die genaue Ausrichtung des Geräts achte und dann beim Beginn des Ausatmens den Knopf für die Messung drücke und so lange gedrückt halte, bis alle 6 Einzelmessungen erfolgt sind. Den Aufprall der Messprobe auf die Hornhaut habe ich noch nie gespürt, das Gerät macht allerdings einen leisen aber deutlcih hörbaren Ton bei jeder Einzelmessung.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 27. Dezember 2025 um 20:34

    Hallo Hartmut,

    mit der Software iCare Export kann man die Daten im Format csv (comma separated values) auf einem PC speichern. Ich arbeite unter MS Windows, aber ich bin mir sicher, dass das auch auf einem Mac geht. Die Dateien im csv-Format lassen sich mit Tabellenkalkulationen, wie MS Excel oder LibreOffice Calc, öffnen und weiter bearbeiten.

    Gruß,
    Georg

  • Brimonidin nicht lieferbar?

    • Schorschbey
    • 14. Dezember 2025 um 15:09

    Hallo Hartmut,

    wenn ich Brimonidin ohne Konservierungsmittel wegen Lieferschwierigkeiten nicht erhalten kann, dann lasse ich mir ein Rezept für ein Fläschchen Brimonidin mit Konservierungsmittel verschreiben, um den Lieferengpass zu überbrücken. Die nachteiligen Wirkungen des Konservierungsmittels entwickeln sich langsam über Jahre, einen Monat kann man das schon ohne Bedenken anwenden.

    Gruß,
    Georg

  • Vorstellung

    • Schorschbey
    • 26. November 2025 um 17:29

    Bei mir konnten in den letzten Jahren alle Gesichtsfeldmessungen ohne Probleme mit meiner Gleitsichtbrille und ohne spezielles Korrekturglas durchgeführt werden. Die Glasstärken sind rechts -4,75 dpt mit -1,25 Zyl. und links -5,50 dpt mit -0,75 Zyl., Nahbereich +2,25 dpt.

    Ich habe allerdings hochwertige Gleitsichtgläser, bei denen im Übergang zwischen Fern- und Nahbereich die Abbildungsschärfe zur Seite hin nicht so schnell abnimmt wie bei einem Standardglas.

    Außerdem achte ich darauf, dass bei der Messung die Brille trotz der Abdeckung des anderen Auges korrekt auf der Nase sitzt, d.h. nah genug am Auge und nicht nach unten verrutscht. Wichtig ist auch, dass das Gerät auf die richtige Höhe eingestellt wird und man für die Messung nicht den Rücken krümmen und den Kopf nach unten schieben muss.

  • Monopolist Einzeldosis

    • Schorschbey
    • 26. November 2025 um 16:36

    Hallo xfg,

    ich habe meinen Hausarzt informiert, welche vom AA verordneten Augentropfen ich nehme. Die Rezepte für Augentropfen lasse ich mir jetzt vom Hausarzt ausstellen, damit ich dafür nicht extra in die Praxis vom AA muss.

    Nur für Augentropfen, die länger als 24 h nach dem Öffnen des Behälters am Auge angewendet werden sollen, ist eine Konservierung vorgeschrieben, damit sich in der Lösung der Augentropfen keine Bakterien vermehren können. Demnach kann man ohne Bedenken noch bis zu einen Tag nach dem ersten Öffnen eines Einzeldosisbehälters (EDO) ein weiteres Mal Tropfen. Länger sollte man geöffnete EDO allerdings nie verwenden. Die EDO enthalten in der Regel genug Lösung um mindestens 4 mal zu Tropfen.

    Wichtig ist, nach dem Öffnen des EDO die Spitze des Behälters mit nichts zu berühren und den EDO bis zur nächsten Benutzung aufrecht und möglichst ungestört an einem sauberen Ort aufzubewahren. Eine dafür reservierte Stelle in einem Badezimmerschrank ist meiner Einschätzung nach besser geeignet als ein Eierbecher im Kühlschrank, vor allem, wenn man den Kühlschrank nicht alleine benutzt.

    Gruß,
    Georg

  • Vorstellung

    • Schorschbey
    • 19. November 2025 um 12:10

    Hallo Andrea,

    viele Augenärzte verwenden kein Korrekturglas, sondern lassen die Gesichtsfelduntersuchung mit der Brille des Patienten durchführen. Das ist durchaus sinnvoll, denn mit einer gut angepassten Brille hat man eine bessere Sehschärfe als mit einem Korrekturglas, das mit automatisch bestimmter Refraktion ausgewählt wird, vor allem, wenn man eine stärkere Zylinderkorrektur braucht.

    Wenn man eine Brille mit kleinen Gläsern trägt, kann es allerdings sein, dass der Rand des gemessenen Gesichtsfelds außerhalb des Sichtbereichs der Brille liegt und dann werden am Rand fehlerhaft zu geringe Werte für die Lichtempfindlichkeit bestimmt.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 15. November 2025 um 17:52

    Hallo Hartmut,

    bei den icare-Tonometern werden immer 6 Einzelmessungen durchgeführt, dann der niedrigste und höchste Wert gelöscht und aus den vier verbleibenden Werten der Mittelwert gebildet und auf eine ganze Zahl gerundet. Das ist notwendig, weil es zwischen den Einzelmessungen sehr wohl Abweichungen gibt und nur durch diese Mittelung eine Wiederholbarkeit von ca. +/- 1 mm Hg erreicht wird.

    Durch fehlerhafte Messproben oder Staubpartikel im Spalt, in dem sich die Messprobe bewegt, kann es zu größeren Messfehlern kommen. Bei mehreren Einzelmessungen macht sich das bemerkbar und das Gerät zeigt dann bei mehr als 5 % der Messungen "gelb" statt "grün" an. Bei weniger Einzelmessungen merkt man solche Messfehler nicht schnell genug.

    Wenn du dir die Dateien mit den exportierten Messwerten ansiehst, dann wirst du feststellen, dass auch bei Messungen, bei denen das Gerät "grün" angezeigt hat, noch Unterschiede in der Wiederholbarkeit dokumentiert werden, denn die Messungen können als "gut" oder als "excellent" klassifiziert sein. Bei einer sorgfältigen Durchführung der Messung und einem einwandfrei funktionierenden Tonometer sollten mehr als 90 % der Messwerte als "excellent" klassifiziert werden.

    Gruß,
    Georg

  • Tropfzeiten

    • Schorschbey
    • 12. November 2025 um 20:23

    Bei den Diskussionen hier im Forum zur Frage, wie genau die Tropfzeiten bei drucksenkenden Augentropfen eingehalten werden müssen, habe ich den Eindruck, dass die meisten Kommentare nur auf Vermutungen beruhen und nicht auf konkreten Beobachtungen oder Messungen.

    Ich möchte deshalb hier ein paar eigene Beobachtungen zur Dauer der drucksenkenden Wirkungen meiner Augentropfen sowie zum Einfluss des Tropfzeitpunkts auf meinen Augeninnendruck (AID) anführen.

    Ich tropfe derzeit in beide Augen Brinzolamid und Timolol (morgens und abends) und Travoprost (abends), sowie nur links Brimonidin (morgens und abends). Etwa alle 3-4 Wochen messe ich mit einem icare Home2 ein Tagesprofil mit Abständen von jeweils 2-3 h zwischen den Messungen.
    Dabei habe ich beobachtet, dass sich die Werte des AID vor und nach dem Tropfen meist nicht unterscheiden und das auch bei einem Abstand von 14 h zwischen den Tropfzeiten. Bei mir hält demnach die drucksenkende Wirkung so lang, dass auch Abweichungen der Tropfzeiten um 2 h keine messbare Auswirkung haben.

    Ich hatte am 05.09.2024 abends das Augen Tropfen vergessen. Zu dieser Zeit hatte ich links die gleiche Medikation wie jetzt, rechts aber nur Travoprost abends. Ich habe dann am nächsten Tag den AID um ca. 10:45 vor dem Tropfen und danach um 12:00, 14:30 und 20:15 gemessen.
    Der AID vor dem Tropfen, ca. 24 h nach der letzten Anwendung von Brinzolamid, Timolol und Brimonidin und 48 h nach der letzten Anwendung von Travoprost, war bei rechts 15 mm Hg und links 16 mm Hg. Nach dem Tropfen lagen die Werte dann bei 11-14 rechts (Median 13) und 9-12 links (Median 10). Ohne drucksenkende Augentropfen wären die Wert vermutlich bei ca. 20 mm Hg rechts und 25 mm Hg links gelegen. Demnach reicht die drucksenkende Wirkung bei mir so lange, dass der AID auch dann nicht auf akut riskante Werte steigt, wenn ich einmal komplett das Tropfen vergesse.

    Bei mir wurde Anfang Juli 2022 am rechten Auge eine Trabekulektomie durchgeführt. Zur Vorbereitung der Operation habe ich ab dem 6.6 morgens und abends eine halbe Tablette Glaupax genommen und die druck senkenden Augentropfen ab diesem Tag rechts komplett abgesetzt. Am Tag vorher lag mit der gleichen Medikation wie jetzt der AID rechts im Bereich 11-15 mm Hg (Median 11).
    Nach dem Absetzen der Augentropfen entwickelte sich der AID rechts wie folgt:
    6.6. 10-15 (Median 13)
    7.6. 13-16 (Median 14,5)
    8.6. 10-15 (Median 14)
    18.6. 16-21 (Median 18)
    19.6. 15-24 (Median 19)
    Demnach war auch 3 Tage nach dem Absetzen der Augentropfen noch eine signifikante Drucksenkung vorhanden.

    Ob die drucksenkende Wirkung der Augentropfen bei anderen Glaukompatienten so lange anhält wie bei mir, kann ich nicht beurteilen. Die pauschale Aussage, dass man die Tropfintervalle immer genau einhalten muss, damit der AID nicht zu stark ansteigt, stimmt für mich jedenfalls nicht. Ich kann deshalb, ohne mir Sorgen zu machen, den Zeitpunkt des Augen Tropfens einmal nach hinten verschieben, z.B. wenn wir nach einer Veranstaltung spät nach Hause kommen.

    Wer Angst hat, dass sein AID bei einem Überziehen des Tropfintervalls um 2-3 h zu weit ansteigt, kann das durch Messungen des AID nachprüfen lassen und feststellen, ob seine Angst begründet ist. Ich finde, das ist besser, als sich durch eine unbegründete Angst immer wieder Stress zu machen, der dann den AID nach oben treiben kann.

  • Flammer Syndrom

    • Schorschbey
    • 9. November 2025 um 16:25

    Hallo Malve,

    Flammer-Syndrom und Raynaud-Syndrom sind zwar beides Durchblutungsstörungen, führen aber zu unterschiedlichen Symptomen. Beim Raynaud-Syndrom ist die Durchblutungsstörung auf die Finger und Zehen beschränkt, beim Flammer-Syndrom ist dagegen die Durchblutung in der ganzen Hand bzw. Fuß vermindert (bei mir auch in der Unterhälfte des Unterschenkels). Flammer-Syndrom und Raynaud-Syndrom haben wohl auch unterschiedliche Ursachen und das Raynaud-Syndrom scheint im Gegensatz zum Flammer-Syndrom auch kein Risikofaktor für Normaldruckglaukom zu sein.

    Nifedipin und Bosetan sind Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und unterschiedlichen Indikationen, d.h. Einsatzgebieten.
    Nifedipin ist ein Calciumkanal-Antagonist, der laut Gelber Liste zur Behandlung des hypertensiven Notfalls, der vasospastischen Angina, des Raynaud-Syndroms und der Angina pectoris angewendet wird.
    Bosetan ist ein Inhibitor von Endothelin-1-Rezeptoren, der zur Behandlung von pulmonal arterieller Hypertonie, d.h. erhöhtem Blutdruck im Lungenkreislauf, angewendet wird.

    Für Calciumkanal-Antagonisten wurde in Studien gezeigt, dass sie die Progression eines Normaldruckglaukoms verlangsamen können. Von einer routinemäßigen Verwendung von Endothelin-Inhibitoren bei Normaldruckglaukom wird wegen möglicher Nebenwirkungen abgeraten. Siehe dazu Absätze 7.4 und 7.5 in folgender Publikation: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3693953/

    Gruß,
    Georg

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