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  2. Schorschbey

Beiträge von Schorschbey

  • OCT - Progression trotz Tropftherapie

    • Schorschbey
    • 17. Februar 2026 um 15:32

    Hallo Kneifer,

    wenn du dir deine OCT genau betrachtest, dann sollte dir auffallen, dass die Bestimmung der RNFL-Dicke zwischen zwei Messungen durch Messungenauigkeiten so schwanken kann, dass für ein Segment bei einer späteren Messung auch einmal ein höherer Wert ermittelt wird als bei der vorherigen Messung. Die kleinen Unterschiede zwischen den durchschnittlichen Werten von 2023 und 2026 liegen demnach im Bereich der Messgenauigkeit und sprechen nicht für eine Progression.

    Die Unterschiede im Randbereich der Papille zwischen 2023 und 2026 ergeben sich aus unterschiedlich bestimmten Papillengrößen. Die Werte für die Größe der Exkavation (Papillengröße - Randbereich) haben sich nicht geändert.

    Wenn sich bei dir zwischen 2023 und 2026 das Gesichtsfeld nicht verschlechtert hat, dann wäre der Zustand seit 2023 offensichtlich stabil, d.h. keine Progression.

    Gruß,
    Georg

  • Trusopt

    • Schorschbey
    • 13. Februar 2026 um 13:50

    Hallo Wolke,

    bei mir hat Dorzolamid auch so stark tränenreizend gewirkt. Ich habe danach zu Brinzolamid gewechselt und damit seit mehr als 10 Jahren keine größeren Probleme (brennt nur manchmal und wenig, wirkt bei mir nicht tränenreizend.

    Leider gibt es Brinzolamid derzeit nur mit Konservierungsmittel. In den nächsten Monaten soll allerdings eine konservierungsmittelfreie Variante auf den Markt kommen.

    Gruß,
    Georg

  • Glaukom Augendruck senkende Tropfen

    • Schorschbey
    • 13. Februar 2026 um 13:41

    Hallo Maumau,

    bei mir hat Dorzolamid zu einer Augenreizung mit starkem Tränenfluss geführt. Ich nehme deshalb den alternativen Wirkstoff Brinzolamid (gleiche Wirkstoffklasse wie Dorzolamid) und habe damit über mehr als 10 Jahre keine größeren Probleme gehabt. Wäre für dich vielleicht auch eine Alternative.

    Gruß,
    Georg

  • Gesichtsfeldverschlechterung oder Messungenauigkeit?

    • Schorschbey
    • 3. Februar 2026 um 18:08

    Hallo Ilse,

    für die Auswertung des zeitlichen Verlaufs der MD-Werte der Gesichtsfeldmessungen benötigt man keine spezielle Software, das kann man sogar von Hand mit Bleistift und Millimeterpapier oder kariertem Papier machen. Eine ausreichend genaue Ausgleichsgerade kann man dann mit einem Lineal einzeichnen.

    Obwohl die statistische Auswertung von Gesichtsfeldmessungen und ihr Nutzen zur Beurteilung der Glaukomprogression seit 40 Jahren bekannt ist, benutzen deutsche Augenärzte diese diagnostischen Werkzeuge nur selten.
    https://glaukomforschung.ch/pdf/7.1.A.pdf

    Gruß,
    Georg

  • Gesichtsfeldverschlechterung oder Messungenauigkeit?

    • Schorschbey
    • 1. Februar 2026 um 16:20

    Hallo Ilse,

    Messfehler von mehr als 1 dB sind bei mir schon bei einer Gesichtsfelduntersuchung aufgetreten, weil ich eine Brille mit relativ kleinen Gläsern trage und Messpunkte bei einer Messung außerhalb des Sichtfelds der Brille lagen. In der Darstellung des Gesichtsfelds fanden sich dann scheinbare Ausfälle ganz am Rand, die sich bei der nächsten Messung nicht reproduzieren ließen.

    Wenn man die mittlere Abweichung der Empfindlichkeit im Gesichtsfeld (MD) in einem Diagramm auf der y-Achse gegenüber der Zeit auf der x-Achse aufträgt und eine Ausgleichsgerade durch die Werte legt, dann lässt sich die Progression des Glaukoms daraus abschätzen, wenn genügend Messwerte vorliegen (mind. 5 Werte). Bei einer solchen Auftragung lassen sich auch Ausreißer durch Messfehler erkennen.

    Wenn es trotz eines Augendrucks von 10-11 mm Hg noch zu einer Progression kommt, dann macht es Sinn, Risikofaktoren zu verringern, die zu einer unzureichenden Durchblutung der Netzhaut führen können, z.B. Perioden zu geringen Blutdrucks, Störungen der Gefäßweitenregulation oder erhöhter Blutdruck in den Netzhautvenen.

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 10. Januar 2026 um 13:38

    Hallo Chanceline,

    bei der TE wurde bei mir das Sickerkissen oberhalb der Iris so angelegt, dass es normalerweise unter dem Oberlid liegt. Ich habe es deshalb selbst noch nie gesehen.

    Bei der Messung des retinalen Venendrucks mit dem IOPstim-System von Imedos wird der Ballon für die Erhöhung des Augendrucks (IOD) nicht auf die Hornhaut aufgesetzt, sondern seitlich auf der der Nase entgegengesetzten Seite auf die Lederhaut neben der Iris. Die Hornhaut muss frei zugänglich bleiben, da für die Messung bei anliegendem Ballon der Augendruck mit GAT bestimmt wird. Der Ballon kommt deshalb gar nicht in die Nähe des Sickerkissens.

    Die Erhöhung des IOD bei der Messung des retinalen Venendrucks dürfte auch kein Problem für das Sickerkissen sein. Bei mir wurde der IOD auf bis zu 26 mm Hg erhöht. Schon beim Reiben des geschlossenen Auges kann der IOD auf mehr als doppelt so hohe Werte ansteigen und mir ist nicht bekannt, dass ein mit einer TE angelegtes Sickerkissen durch ein solches Augenreiben leicht beschädigt wird.

    Ob ein funktionsfähiges Sickerkissen bei der Messung mit dem System von Imedos zu einem signifikanten Druckabfall zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Druckerhöhung mit dem Ballon beendet wird, weil ein Venenpulsieren beobachtet wird, und dem späteren Zeitpunkt der Messung des IOD mit GAT, führt, kann ich nicht aus eigener Erfahrung beurteilen. Bei mir könnte das auch nicht beurteilt werden, da mein Sickerkissen am rechten Auge nicht mehr ausreichend funktionsfähig ist und der IOD ohne drucksenkende Medikamente auf 19 mm Hg und mehr ansteigen würde (derzeit mit 3 Wirkstoffen gesenkt auf tagsüber 10-12 mm Hg).

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 6. Januar 2026 um 18:19

    Hallo Chanceline,

    mit dem Gerät von Imedos kann man nicht sinnvoll an einem Auge mit funkionsfähigem Sickerkissen messen. Bei mir wurde am rechten Auge eine TE durchgeführt, deshalb wurde der RVP nur am linken Auge bestimmt.

    Gruß,
    Georg

  • Diagnostik retinaler Venendruck

    • Schorschbey
    • 6. Januar 2026 um 13:36

    Kennt jemand einen AA oder eine Augenklinik im Rhein-Main-Gebiet oder 100 km Umkreis, der bzw. die den retinalen Venendruck (RVP) bestimmen können?

    Ich habe mir Ende 2024 in Neuss den RVP mit einem IOPstim-System von Imedos Health messen lassen, wobei am linken Auge ein erhöhter RVP von 24-25 mm Hg bei 12 mm Hg IOP gefunden wurde. Seitdem nehme ich täglich 3 mg Nifedipin zur Vermeidung von Vasospasmen und Senkung des RVP und möchte jetzt den RVP kontrollieren lassen, ohne dafür mehr als 200 km anreisen zu müssen.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 30. Dezember 2025 um 19:47

    Hallo Hartmut,

    mit der Software iCare Export wird auch die Qualität der Messung ("gut" bzw. "exzellent") zusammen mit den Messwerten gespeichert.

    Die Geschwindigkeit, mit der die Messprobe auf die Hornhaut trifft, dürfte sich mit dem Abstand praktisch nicht ändern. Der Abstand muss auf jeden Fall so kurz bleiben, dass das hintere Ende der Messprobe immer im Messgeberhalter bleibt, damit die Messprobe nach dem Aufprall auf die Hornhaut in den Messgeberhalter zurückkehrt und nicht hinunterfällt. Bei richtig eingestelltem Gerät erhalte ich keine Fehlermeldungen, die Meldungen "zu weit" oder "zu nah" erscheinen dann nur, wenn sich die Messprobe nicht frei im Messgeberhalter bewegen kann, z.B. wenn ein Fussel im Spalt zwischen Messprobe und Messgeberhalter ist.

    Ich mache die Messungen so, dass ich mich vor der Messung ruhig hinstelle und gleichmäßig atme, auf die genaue Ausrichtung des Geräts achte und dann beim Beginn des Ausatmens den Knopf für die Messung drücke und so lange gedrückt halte, bis alle 6 Einzelmessungen erfolgt sind. Den Aufprall der Messprobe auf die Hornhaut habe ich noch nie gespürt, das Gerät macht allerdings einen leisen aber deutlcih hörbaren Ton bei jeder Einzelmessung.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 27. Dezember 2025 um 20:34

    Hallo Hartmut,

    mit der Software iCare Export kann man die Daten im Format csv (comma separated values) auf einem PC speichern. Ich arbeite unter MS Windows, aber ich bin mir sicher, dass das auch auf einem Mac geht. Die Dateien im csv-Format lassen sich mit Tabellenkalkulationen, wie MS Excel oder LibreOffice Calc, öffnen und weiter bearbeiten.

    Gruß,
    Georg

  • Brimonidin nicht lieferbar?

    • Schorschbey
    • 14. Dezember 2025 um 15:09

    Hallo Hartmut,

    wenn ich Brimonidin ohne Konservierungsmittel wegen Lieferschwierigkeiten nicht erhalten kann, dann lasse ich mir ein Rezept für ein Fläschchen Brimonidin mit Konservierungsmittel verschreiben, um den Lieferengpass zu überbrücken. Die nachteiligen Wirkungen des Konservierungsmittels entwickeln sich langsam über Jahre, einen Monat kann man das schon ohne Bedenken anwenden.

    Gruß,
    Georg

  • Vorstellung

    • Schorschbey
    • 26. November 2025 um 17:29

    Bei mir konnten in den letzten Jahren alle Gesichtsfeldmessungen ohne Probleme mit meiner Gleitsichtbrille und ohne spezielles Korrekturglas durchgeführt werden. Die Glasstärken sind rechts -4,75 dpt mit -1,25 Zyl. und links -5,50 dpt mit -0,75 Zyl., Nahbereich +2,25 dpt.

    Ich habe allerdings hochwertige Gleitsichtgläser, bei denen im Übergang zwischen Fern- und Nahbereich die Abbildungsschärfe zur Seite hin nicht so schnell abnimmt wie bei einem Standardglas.

    Außerdem achte ich darauf, dass bei der Messung die Brille trotz der Abdeckung des anderen Auges korrekt auf der Nase sitzt, d.h. nah genug am Auge und nicht nach unten verrutscht. Wichtig ist auch, dass das Gerät auf die richtige Höhe eingestellt wird und man für die Messung nicht den Rücken krümmen und den Kopf nach unten schieben muss.

  • Monopolist Einzeldosis

    • Schorschbey
    • 26. November 2025 um 16:36

    Hallo xfg,

    ich habe meinen Hausarzt informiert, welche vom AA verordneten Augentropfen ich nehme. Die Rezepte für Augentropfen lasse ich mir jetzt vom Hausarzt ausstellen, damit ich dafür nicht extra in die Praxis vom AA muss.

    Nur für Augentropfen, die länger als 24 h nach dem Öffnen des Behälters am Auge angewendet werden sollen, ist eine Konservierung vorgeschrieben, damit sich in der Lösung der Augentropfen keine Bakterien vermehren können. Demnach kann man ohne Bedenken noch bis zu einen Tag nach dem ersten Öffnen eines Einzeldosisbehälters (EDO) ein weiteres Mal Tropfen. Länger sollte man geöffnete EDO allerdings nie verwenden. Die EDO enthalten in der Regel genug Lösung um mindestens 4 mal zu Tropfen.

    Wichtig ist, nach dem Öffnen des EDO die Spitze des Behälters mit nichts zu berühren und den EDO bis zur nächsten Benutzung aufrecht und möglichst ungestört an einem sauberen Ort aufzubewahren. Eine dafür reservierte Stelle in einem Badezimmerschrank ist meiner Einschätzung nach besser geeignet als ein Eierbecher im Kühlschrank, vor allem, wenn man den Kühlschrank nicht alleine benutzt.

    Gruß,
    Georg

  • Vorstellung

    • Schorschbey
    • 19. November 2025 um 12:10

    Hallo Andrea,

    viele Augenärzte verwenden kein Korrekturglas, sondern lassen die Gesichtsfelduntersuchung mit der Brille des Patienten durchführen. Das ist durchaus sinnvoll, denn mit einer gut angepassten Brille hat man eine bessere Sehschärfe als mit einem Korrekturglas, das mit automatisch bestimmter Refraktion ausgewählt wird, vor allem, wenn man eine stärkere Zylinderkorrektur braucht.

    Wenn man eine Brille mit kleinen Gläsern trägt, kann es allerdings sein, dass der Rand des gemessenen Gesichtsfelds außerhalb des Sichtbereichs der Brille liegt und dann werden am Rand fehlerhaft zu geringe Werte für die Lichtempfindlichkeit bestimmt.

    Gruß,
    Georg

  • Verwirrende Messergebnisse

    • Schorschbey
    • 15. November 2025 um 17:52

    Hallo Hartmut,

    bei den icare-Tonometern werden immer 6 Einzelmessungen durchgeführt, dann der niedrigste und höchste Wert gelöscht und aus den vier verbleibenden Werten der Mittelwert gebildet und auf eine ganze Zahl gerundet. Das ist notwendig, weil es zwischen den Einzelmessungen sehr wohl Abweichungen gibt und nur durch diese Mittelung eine Wiederholbarkeit von ca. +/- 1 mm Hg erreicht wird.

    Durch fehlerhafte Messproben oder Staubpartikel im Spalt, in dem sich die Messprobe bewegt, kann es zu größeren Messfehlern kommen. Bei mehreren Einzelmessungen macht sich das bemerkbar und das Gerät zeigt dann bei mehr als 5 % der Messungen "gelb" statt "grün" an. Bei weniger Einzelmessungen merkt man solche Messfehler nicht schnell genug.

    Wenn du dir die Dateien mit den exportierten Messwerten ansiehst, dann wirst du feststellen, dass auch bei Messungen, bei denen das Gerät "grün" angezeigt hat, noch Unterschiede in der Wiederholbarkeit dokumentiert werden, denn die Messungen können als "gut" oder als "excellent" klassifiziert sein. Bei einer sorgfältigen Durchführung der Messung und einem einwandfrei funktionierenden Tonometer sollten mehr als 90 % der Messwerte als "excellent" klassifiziert werden.

    Gruß,
    Georg

  • Tropfzeiten

    • Schorschbey
    • 12. November 2025 um 20:23

    Bei den Diskussionen hier im Forum zur Frage, wie genau die Tropfzeiten bei drucksenkenden Augentropfen eingehalten werden müssen, habe ich den Eindruck, dass die meisten Kommentare nur auf Vermutungen beruhen und nicht auf konkreten Beobachtungen oder Messungen.

    Ich möchte deshalb hier ein paar eigene Beobachtungen zur Dauer der drucksenkenden Wirkungen meiner Augentropfen sowie zum Einfluss des Tropfzeitpunkts auf meinen Augeninnendruck (AID) anführen.

    Ich tropfe derzeit in beide Augen Brinzolamid und Timolol (morgens und abends) und Travoprost (abends), sowie nur links Brimonidin (morgens und abends). Etwa alle 3-4 Wochen messe ich mit einem icare Home2 ein Tagesprofil mit Abständen von jeweils 2-3 h zwischen den Messungen.
    Dabei habe ich beobachtet, dass sich die Werte des AID vor und nach dem Tropfen meist nicht unterscheiden und das auch bei einem Abstand von 14 h zwischen den Tropfzeiten. Bei mir hält demnach die drucksenkende Wirkung so lang, dass auch Abweichungen der Tropfzeiten um 2 h keine messbare Auswirkung haben.

    Ich hatte am 05.09.2024 abends das Augen Tropfen vergessen. Zu dieser Zeit hatte ich links die gleiche Medikation wie jetzt, rechts aber nur Travoprost abends. Ich habe dann am nächsten Tag den AID um ca. 10:45 vor dem Tropfen und danach um 12:00, 14:30 und 20:15 gemessen.
    Der AID vor dem Tropfen, ca. 24 h nach der letzten Anwendung von Brinzolamid, Timolol und Brimonidin und 48 h nach der letzten Anwendung von Travoprost, war bei rechts 15 mm Hg und links 16 mm Hg. Nach dem Tropfen lagen die Werte dann bei 11-14 rechts (Median 13) und 9-12 links (Median 10). Ohne drucksenkende Augentropfen wären die Wert vermutlich bei ca. 20 mm Hg rechts und 25 mm Hg links gelegen. Demnach reicht die drucksenkende Wirkung bei mir so lange, dass der AID auch dann nicht auf akut riskante Werte steigt, wenn ich einmal komplett das Tropfen vergesse.

    Bei mir wurde Anfang Juli 2022 am rechten Auge eine Trabekulektomie durchgeführt. Zur Vorbereitung der Operation habe ich ab dem 6.6 morgens und abends eine halbe Tablette Glaupax genommen und die druck senkenden Augentropfen ab diesem Tag rechts komplett abgesetzt. Am Tag vorher lag mit der gleichen Medikation wie jetzt der AID rechts im Bereich 11-15 mm Hg (Median 11).
    Nach dem Absetzen der Augentropfen entwickelte sich der AID rechts wie folgt:
    6.6. 10-15 (Median 13)
    7.6. 13-16 (Median 14,5)
    8.6. 10-15 (Median 14)
    18.6. 16-21 (Median 18)
    19.6. 15-24 (Median 19)
    Demnach war auch 3 Tage nach dem Absetzen der Augentropfen noch eine signifikante Drucksenkung vorhanden.

    Ob die drucksenkende Wirkung der Augentropfen bei anderen Glaukompatienten so lange anhält wie bei mir, kann ich nicht beurteilen. Die pauschale Aussage, dass man die Tropfintervalle immer genau einhalten muss, damit der AID nicht zu stark ansteigt, stimmt für mich jedenfalls nicht. Ich kann deshalb, ohne mir Sorgen zu machen, den Zeitpunkt des Augen Tropfens einmal nach hinten verschieben, z.B. wenn wir nach einer Veranstaltung spät nach Hause kommen.

    Wer Angst hat, dass sein AID bei einem Überziehen des Tropfintervalls um 2-3 h zu weit ansteigt, kann das durch Messungen des AID nachprüfen lassen und feststellen, ob seine Angst begründet ist. Ich finde, das ist besser, als sich durch eine unbegründete Angst immer wieder Stress zu machen, der dann den AID nach oben treiben kann.

  • Flammer Syndrom

    • Schorschbey
    • 9. November 2025 um 16:25

    Hallo Malve,

    Flammer-Syndrom und Raynaud-Syndrom sind zwar beides Durchblutungsstörungen, führen aber zu unterschiedlichen Symptomen. Beim Raynaud-Syndrom ist die Durchblutungsstörung auf die Finger und Zehen beschränkt, beim Flammer-Syndrom ist dagegen die Durchblutung in der ganzen Hand bzw. Fuß vermindert (bei mir auch in der Unterhälfte des Unterschenkels). Flammer-Syndrom und Raynaud-Syndrom haben wohl auch unterschiedliche Ursachen und das Raynaud-Syndrom scheint im Gegensatz zum Flammer-Syndrom auch kein Risikofaktor für Normaldruckglaukom zu sein.

    Nifedipin und Bosetan sind Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und unterschiedlichen Indikationen, d.h. Einsatzgebieten.
    Nifedipin ist ein Calciumkanal-Antagonist, der laut Gelber Liste zur Behandlung des hypertensiven Notfalls, der vasospastischen Angina, des Raynaud-Syndroms und der Angina pectoris angewendet wird.
    Bosetan ist ein Inhibitor von Endothelin-1-Rezeptoren, der zur Behandlung von pulmonal arterieller Hypertonie, d.h. erhöhtem Blutdruck im Lungenkreislauf, angewendet wird.

    Für Calciumkanal-Antagonisten wurde in Studien gezeigt, dass sie die Progression eines Normaldruckglaukoms verlangsamen können. Von einer routinemäßigen Verwendung von Endothelin-Inhibitoren bei Normaldruckglaukom wird wegen möglicher Nebenwirkungen abgeraten. Siehe dazu Absätze 7.4 und 7.5 in folgender Publikation: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3693953/

    Gruß,
    Georg

  • Flammer Syndrom

    • Schorschbey
    • 8. November 2025 um 22:13

    Hallo Tee,

    Nifedipin ist als Medikament zur Senkung des Blutdrucks zugelassen. Die Anwendung in einer niedrigeren als der zur Blutdrucksenkung empfohlenen Dosis zur Senkung des retinalen Augendrucks bei einem Patienten mit niedrigem Blutdruck ist wohl ziemlich sicher ein off-label use.

    Letzten Endes muss der Arzt entscheiden, ob er Nifedipin für einen off-label use verschreibt. Mein Hausarzt hatte den Wirkstoff von sich aus vorgeschlagen, um die periphere Durchblutung zu verbessern, nachdem ich letzten Dezember wegen einer länger zu niedrigen Durchblutung eine leichte Erfrierung an mehreren Zehen hatte.

    Gruß,
    Georg

  • OCT bei Verdacht auf Normaldruckglaukom?

    • Schorschbey
    • 2. November 2025 um 14:37

    Hallo Jochen,

    ein Normaldruckglaukom kann durch eine mangelhafte Durchblutung der Netzhaut entstehen, die von einer Fehlregulation der Gefäßweite verursacht wird. Diese als Flammer-Syndrom bezeichnete Fehlregulation ist zwar genetisch veranlagt, kann aber durchaus schulmedizinisch behandelt werden, wenn sie zu einem Normaldruckglaukom beitragt.

    Hier einmal zwei Links zu entsprechenden Artikeln von Prof. Flammer, der sich als Leiter der Augenklinik der Univ. Basel lange mit diesem Thema beschäftigt hat:

    Flammer syndrome - EPMA Journal
    The new term Flammer syndrome describes a phenotype characterized by the presence of primary vascular dysregulation together with a cluster of symptoms and…
    link.springer.com

    https://www.flammer-syndrome.ch/images/resources/Treatment_of_patients_with_FS_02.11.2019.pdf

    Gruß,
    Georg

  • Flammer Syndrom

    • Schorschbey
    • 2. November 2025 um 14:13

    Hallo Martinus,

    Tabletten mit dem Wirkstoff Nifedipin enthalten den Wirkstoff in Mengen, die zur Senkung des Blutdrucks gedacht sind. Nimotop Fta 100 enthält z.B. 100 mg Nifedipin pro Tablette, auch Tabletten mit geringerer Wirkstoffmenge enthalten in der Regel 30 mg oder mehr an Nifedipin. Für die Behandlung des Flammer-Syndroms sind diese Tabletten ungeeignet, da man dazu nicht mehr als 5 mg pro Tag einnehmen soll.

    Ich verwende Nifedipin-ratiopharm 20 mg/ml, eine Lösung, die 20 mg/ml Nifedipin enthält. Ein Tropfen dieser Lösung enthält ca. 1 mg Nifedipin.

    Die Empfehlung zur Dosierung von Nifedipin bei Flammer-Syndrom findest du unter diesem Link in Absatz 4.2.1 des Artikels:
    https://www.flammer-syndrome.ch/images/resources/Treatment_of_patients_with_FS_02.11.2019.pdf
    Die wissenschaftliche Studie zur Senkung des retinalen Augendrucks bei Patienten mit Flammer-Syndrom durch Gabe von Nifedipin findest du hier:
    https://glaukomforschung.ch/pdf/6.2.A.pdf

    Der Hinweis von Malve bezieht sich auf eine Studie, bei der beobachtet wurde, dass bei Patienten, die Nifedipin zur Senkung des Blutdrucks einnahmen, eine schnellere Progression des Glaukoms beobachtet wurde. Zur Senkung des Blutdrucks wird Nifedipin allerdings in höheren Dosierungen von täglich 30 mg und mehr verwendet. Deshalb ist es empfehlenswert, bei der Verwendung von Nifedipin zur Senkung des retinalen Augendrucks die Dosierung so niedrig wie möglich zu halten.

    Gruß,
    Georg

  • Icare Home 2 Einführung

    • Schorschbey
    • 26. Oktober 2025 um 21:25

    Hallo Hartmut,

    ich habe mir Ende 2021 ein iCare Home 2 testweise zuschicken lassen und das Gerät Anfang 2022 gekauft. Wegen Corona hat bon optic damals auf die eigentlich vorgeschriebene Einweisung in das Gerät verzichtet, von mir dafür allerdings eine schriftliche Verzichtserklärung auf die Einweisung verlangt.

    Einen testweisen Einsatz des Geräts kann ich dir nur empfehlen, weil du dann feststellen kannst, ob du damit gut zurecht kommst und reproduzierbar messen kannst. Ich messe normalerweise im Stehen vor einem Spiegel, damit ich kontrollieren kann, ob ich das Gerät richtig halte. Um die Anzeige zur Ausrichtung des Geräts gut zu sehen, decke ich das andere Auge mit der hohlen Hand ab, ohne darauf zu drücken und lasse es offen, weil das Zukneifen des Auges den Augeninnendruck erhöht.

    Ich mache seit einiger Zeit auch grundsätzlich Doppelmessungen, d.h. ich messe erst links, dann rechts und unmittelbar danach wieder links und rechts, ohne dazwischen den Probekörper zu wechseln. Die Messungen sollten bei jedem Auge dann um nicht mehr als 2 mm Hg voneinander abweichen.

    Ich empfehle dir auch, schon für den Test die Anwendung iCare Export herunterzuladen und die Messdaten vom Tonometer auf den PC herunterzuladen. Du kannst dann sehen, wie gut die Qualität deiner Messungen war. Bei mir wird normalerweise bei mehr als 90% der Messungen als Qualität "excellent" angezeigt. Wenn häufiger eine schlechtere Messqualität angezeigt wird, liegt ein Problem entweder mit der Durchführung der Messung oder mit dem Gerät vor (z.B. ein Staubfusel im Probenhalter).

    Gruß,
    Georg

  • als nächstes Betablocker?

    • Schorschbey
    • 26. Oktober 2025 um 21:01

    Hallo Ilse,

    Brinzolamid wird nur deshalb als Suspension in Augentropfen eingesetzt, weil der Wirkstoff schlecht wasserlöslich ist und die Hersteller keine Möglichkeit gefunden haben, den Wirkstoff durch einen Lösungsvermittler in Lösung zu bringen. Grundsätzlich haben Suspensionen den Nachteil, dass sich der Wirkstoff mit der Zeit absetzen kann und die Dosierung dann ungleichmäßig wird. Deshalb muss man die Suspesion jedesmal vor dem Verwenden gut schütteln, damit die Wirkstoffkonzentration konstant bleibt.

    Der Wirkstoff Brinzolamid ist für manche Patienten besser verträglich als Dorzolamid, so z.B. bei mir. Dorzolamid hat bei mir die Augen stark gereizt und sofort starken Tränenfluss verursacht. Brinzolamid vertrage ich dagegen schon seit mehr als 10 Jahren recht gut.

    Sabine hat herausgefunden, dass Brinzolamid nächstes Jahr in einer Formulierung ohne Konservierungsmittel angeboten werden soll (siehe ihren Post unter Glaukom News).

    Gruß,
    Georg

  • Neue AT km-frei ab 2026

    • Schorschbey
    • 4. Oktober 2025 um 20:52

    Vielen Dank Sabine,

    damit könnte ich komplett auf konservierungsfreie AT umsteigen.

    Gruß,
    Georg

  • Unterschied Monoprost und Catiolanze

    • Schorschbey
    • 29. September 2025 um 23:37

    Für alle, die es genauer wissen wollen, hier Links zu zwei Publikationen der Firma Novagalipharm, die die kationischen Emulsionen für Augentropfen entwickelt und patentiert hat und in den Publikationen die Emulsionen mit Lösungen von Benzalkoniumchlorid vergleicht:

    Benefits of cetalkonium chloride cationic oil-in-water nanoemulsions for topical ophthalmic drug delivery
    Topical ocular administration is the most convenient route of administration of drugs for the treatment of eye diseases. However, the bioavailability of drugs…
    pmc.ncbi.nlm.nih.gov
    Reduction of quaternary ammonium-induced ocular surface toxicity by emulsions: an in vivo study in rabbits
    To evaluate and compare the toxicological profiles of two quaternary ammonium compounds (QAC), benzalkonium chloride (BAK), and cetalkonium chloride (CKC), in…
    pmc.ncbi.nlm.nih.gov

    Da die beiden Publikationen keine Angaben zu den Ölanteilen der Emulsionen enthalten, habe ich außerdem eine Patentanmeldung zu diesen Emulsionen herausgesucht, aus deren Beispielen ersichtlich ist, dass die Emulsionen typischerweise ca. 1 Gew.-% Ölphase enthalten:
    https://worldwide.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=US&NR=2008026991A1&KC=A1&FT=D&ND=3&date=20080131&DB=&locale=de_EP

    Für eine Emulsion mit 1 Gew.-% Triglyceridöl mittlerer Kettenlänge und 0,002 Gew.-% Cetylalkoniumchlorid ergibt sich auch bei Berücksichtigung der unterschiedlichen Molekulargewichte der Komponenten ein molares Verhältnis von Triglyceridöl zu Cetylalkoniumchlorid von mehr als 100. Die Auskunft, die Malve von der Firma Santen zur Zusammensetzung der Emulsion erhalten hat, ist demnach offensichtlich nicht korrekt.

    Der Gehalt an Cetylalkoniumchlorid ist in den Emulsionen mit 0,002 Gew.-% deutlich niedriger als der zur Konservierung von Augentropfen verwendete Gehalt an Benzalkoniumchlorid (0,01 bzw. 0,015 Gew.-% in AT die ich verwende bzw. verwendet habe).

    Bei der Beurteilung der Ergebnisse, die in den beiden Publikationen beschrieben sind, sind aus meiner Sicht folgende Punkte zu beachten:

    1) Die in der zweiten Publikation beschriebenen Versuche ermitteln die akute toxische Wirkung der Formulierungen. Dabei wurden jeweils 15 Tropfen der Formulierung in ein Kaninchenauge gegeben, d.h. 15-mal mehr als bei einer Anwendung von Augentropfen. Der Gehalt an Benzalkoniumchlorid war in den getesteten Formulierungen außerdem 10-fach höher als der Gehalt an Cetylalkoniumchlorid.

    2) Was die Versuche klar belegen, ist eine geringere akut schädigende Wirkung von Emulsionen im Vergleich zu Lösungen. Wegen der in allen Versuchen um den Faktor 10 höheren Konzentration an Benzalkoniumchlorid gegenüber Cetylalkoniumchlorid lässt sich aus den Versuchen aber nicht ableiten, ob Cetylalkoniumchlorid bei gleicher Menge weniger oder ebenso stark schädigend wirkt als Benzalkoniumchlorid.

    3) Die in konservierten Augentropfen enthaltene Menge an Benzalkoniumchlorid hat in der Regel keine akut schädigende Wirkung auf das Auge. Problematisch ist die chronische Schädigung bei Anwendung über mehrere Jahre. Die Versuche in den beiden Publikationen erlauben keine Aussagen zu solchen chronischen Schädigungen.

    4) Als Argument für die Unbedenklichkeit der Cetylalkoniumchlorid enthaltenden Emulsionen wird angeführt, dass nur der in der wässrigen Phase einer Emulsion vorliegende Anteil des kationischen Tensids eine antimikrobielle Wirkung hat und dass dieser Anteil bei Cetylalkoniumchlorid enthaltenden Emulsionen besonders niedrig ist. Die beiden dazu zitierten Veröffentlichungen betreffen allerdings keine Anwendung am Auge und können deshalb nicht belegen, dass Formulierungen mit geringerer antimikrobieller Wirkung auch immer weniger Augen schädigend sind.

    5) Die erste Publikation von Novagalipharm führt explizit an, dass durch elektrostatische Anziehung zwischen den Emulsionstropfen und der Hornhautoberfläche der Übergang eines Wirkstoffs aus der Ölphase der Emulsion in die Hornhaut gesteigert wird. Ob das auch für das an der Oberfläche des Emulsionstropfen befindliche Cetylalkoniumchlorid gilt (oder nicht) wurde allerdings nicht untersucht und kann deshalb nicht ausgeschlossen werden. Die Aufnahme von Cetylalkoniumchlorid ins Auge kann deshalb bei der Emulsion höher sein als bei einer Lösung, die den gleichen Gehalt an Cetylalkoniumchlorid hat wie die wässrige Phase der Emulsion.

  • Unterschied Monoprost und Catiolanze

    • Schorschbey
    • 29. September 2025 um 11:59

    Beide Augentropfen enthalten den Wirkstoff Latanoprost in der gleichen Konzentration.

    Monoprost ist eine wässrige Lösung von Latanoprost, die keinen Konservierungsstoff enthält. Die AT enthalten als Hilfsstoff u.a. Macrogol-40-glycerolhydroxystearat, ein nichtionischer Emulgator, der den Wirkstoff in Lösung hält.

    Catiolanze ist eine Emulsion mit einer Ölphase aus einem Triglycerid, vermutlich einem gereinigten Pflanzenöl, bei der der Wirkstoff in der Ölphase gelöst vorliegt. Die Emulsion wird durch den kationischen Emulgator Cetyalkoniumchlorid (Benzylhexadecyldimethylammoniumchlorid) stabilisiert.

    Cetyalkoniumchlorid unterscheidet sich von dem Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid nur dadurch, dass der Alkylrest im Molekül eine einheitliche Kettenlänge von 16 Kohlenstoffatomen hat, während Benzalkoniumchlorid Alkylreste mit Kettenlängen von typischerweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen enthält. Wegen der sehr ähnlichen chemischen Struktur hat Cetyalkoniumchlorid wahrscheinlich bei Langzeitanwendung die gleichen nachteiligen Auswirkungen auf das Auge wie Benzalkoniumchlorid.

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