Beiträge von waldlaufer

    Es tut mir leid, dass so viele so starke Probleme mit trockenen Augen haben.

    Ich habe das Problem zum Glück bisher kaum (trotz 3 Sorten Tropfen).


    Hallo Waldläufer
    Du beobachtest dich aber sehr genau ... so feinfühlig bin ich nicht. Ich schaue mich auch nur selten an, es sei denn,, ich habe Missempfindungen.

    Ja, leider bin ich da etwas empfindlich.


    ich habe bereits schwere Nebenwirkungen erlebt in 2011. nach 2 Tropfenwechseln tropfe ich 10 Jahre nebenwirkungsfrei. Die schweren Nebenwirkungen waren reversibel

    Sowas zu lesen macht Mut!

    Hallo Trixi, kann ich bestätigen. Jetzt nachdem ich die Clonid 1/8 seit zwei Wochen nehme, habe ich auch keinen Schwindel mehr. Ich habe jetzt öfters den Blutdruck gemessen, vor und nach dem Tropfen. Der Blutdruck ist meistens bei 115/80, nicht zu niedrig. Ungefähr so war der Blutdruck auch ohne Tropfen.

    Hoffentlich wirkt es ordentlich auf den AID.

    Sabine hat mich ermuntert diesen Thread anzufangen. Er soll dazu dienen, persönliche Erfahrungen mit Nebenwirkungen von AT und Tropfenkombinationen zu sammeln. Das kann dann evtl. helfen Symptome besser einzuordnen. Dabei ist zu beachten, dass es um persönliche Beobachtungen handelt. Symptome, die unter Therapie auftreten, können, müssen aber nicht von den AT ausgelöst sein. Es sollte immer auch die Packungsbeilage des Medikaments beachtet werden.


    Ich fang mal an.


    Monoprost (beidseitig) & Alphagan (Brimonidin) (eine Seite, 2x täglich)

    * verstärktes Wimpernwachstum

    * gelegentlich Faszikulationen (unwillkürliche feine Muskelzuckungen)

    * selten: leichter Schwindel

    * 5 Monate nach Therapiebeginn Entwicklung einer Bindehautentzündung, die nach Absetzen von Brimonidin verschwand


    Monoprost (beidseitig) & Dorzoamid Comp (beidseitig, 2x täglich)

    * verstärktes Wimpernwachstum

    * selten: Gefühl dass das Gewebe um das Auge geschwollen ist / Auge fühlt sich dick an, nicht anhaltend

    * selten: leichter Kopf- und Gesichtsschmerz sowie Druck auf den Nebenhöhlen, nicht anhaltend

    * verlangsamter Pupillenreflex


    Monoprost (beidseitig) & Dorzoamid Comp (beidseitig, 2x täglich) & Clonid-Ophtal 1/8 (eine Seite, 2x täglich)

    * wie o.g. AT-Kombination

    * zusätzlich, selten: leichter Schwindel bei langem Sitzen

    * zusätzlich, selten: Faszikulationen

    Hallo Angie,

    ich habe gerade Deine Geschichte gelesen und kann Dir sagen, dass es mir in vielen Punkten auch so ging/geht.

    Ich bin 35 und habe meine Diagnose im Februar bekommen. Leider habe ich die Krankheit erst durch einen partiellen Gesichtsfeldausfall bemerkt - "zum Glück" nur in einem Auge. Ich kann Dir sagen, dass man selbst mit so einem Schaden noch gut leben kann. Oft fällt mir der Defekt gar nicht auf, weil er vom anderen Auge ausgeglichen wird, zumindest wenn nicht grad ein Objekt oder Gesicht genau im blinden Fleck des nicht geschädigten Auge ist (das ist dann immer etwas irritierend wenn die Dinge kurz "verschwinden").


    Mit dem Lesen und sich informieren ist das so eine Sache.

    Einerseits hilft es Bescheid zu wissen, andererseits können auch Ängste verstärkt werden. Wenn man in einem nervösen Zustand anfängt zu lesen ist das oft kontraproduktiv und man steigert sich mehr und mehr hinein. Wenn man merkt dass man nervös oder panisch ist, sollte man sich mit etwas komplett anderem beschäftigen. Du sagst dass eines der Hobbies Gaming ist - ich könnte mir vorstellen, dass es gut ablenken könnte eine Runde zu zocken.


    Beim Informieren im Internet, ist es wichtig sachliche Infos von persönlichen Einzel-Geschichten zu unterscheiden. Die Infos auf den Internetseiten von Glaukomkliniken haben mir z.B. geholfen, mich mit der Krankheit und Therapiemöglichkeiten sachlich auseinander zu setzen.

    Bei Geschichten von Betroffenen hier im Forum muss man sich immer wieder bewusst klar machen, dass es (a) viele verschiedene Formen des Glaukoms gibt und daher vieles auf keinen Fall auf die eigene Situation übertragen werden sollte, und (b) es oft die Leute mit Problemen sind die häufiger schreiben als die, bei denen das Glaukom unter Therapie stabil ist.


    Zu den Floaters (mouches volantes): Das sind Dichte-Unterschiede im Glaskörper, also keine Partikel, die den Ausfluss verstopfen können.

    Ich habe die mit Mitte 20 bei mir das erste Mal bemerkt - ich habe damals in Studium und Arbeit viel mikroskopiert und dabei fällt es schon arg auf. Seit der Glaukom-Diagnose habe ich die Floaters wieder extrem gesehen. V.a. wenn ich draußen gegen den hellen Himmel schaue. Am heftigsten war es beim letzten Familienurlaub im Herbst am Meer - es war neblig und in dem diffusen Licht sind die Flecken und Schlieren nur so rum getanzt. Es hilft dann ein bisschen eine Sonnenbrille aufzusetzen.

    Seit Oktober habe ich eine etwas größere, dunklere Schliere die oft im zentralen Sichtfeld rumschwimmt - das ist der einzige Floater, den ich auch sonst sehe - nervt schon, v.a. bei Bildschirmarbeiten, aber es hilft wenn man weiß dass es nicht Schlimmes ist. Außerdem können sich die Floaters mit der Zeit auch ändern oder teilweise sogar verschwinden.


    Die Augenärzte zucken zu den mouches volantes immer nur die Achseln. Es ist ja nichts Schlimmes, aber es kann schon manchmal sehr stören. Ich kann mir auch vorstellen, dass durch die glaukombedingten Druckschwankungen evtl. auch solche Schlieren zusätzlich entstehen können, da der Glaskörper dann mehr "arbeitet", aber ich glaube dazu gibt es keine Studien. Evtl. nimmt man die aber auch als Glaukompatient einfach nur mehr wahr, weil man mehr auf Nuáncen der visuellen Wahrnehmung achtet.


    Zu den großen Pupillen: Ich kenne das auch, dass der Pupillenreflex manchmal nicht richtig zu funktionieren scheint. In der Klinik hat sich sogar ein Assistenzarzt gewundert und gefragt ob ich mir sicher bin, dass die Pupille nicht weitgetropft wurde. Ich habe da auch ein bisschen die Augentropfen im Verdacht, dass es eine potenzielle Nebenwirkung sein könnte. Wenn man es zu Hause beobachtet, kann es aber auch einfach sein, dass es nicht hell genug ist, und etwas eigentlich Normales als pathologisch fehlinterpretiert wird.


    Bei mir ist die Pupille beim geschädigten Auge oft auch etwas größer als beim anderen. Das hat mich auch erschreckt, als es mir das erste Mal aufgefallen ist - man denkt ja gleich an was Neurologisches. Die Ärzte sagen aber das ist normal - in einem gewissen Rahmen kommt das auch bei gesunden Augen vor, und bei mir im Speziellen auch einfach dadurch zu erklären, dass durch den partiellen Gesichtsfeldausfall in dem Auge eine geringere Lichtmenge wahrgenommen wird und daher die Iris größer gestellt wird.


    Puster- vs. Kontakt-Messung: bei manchen gibt es zwischen beiden Methoden wenig Unterschiede beim Messen, bei anderen viel. Bei Dir scheint es schon einen ordentlichen Unterschied zu machen. Wichtig ist zu erfragen, ob die Korrekturfaktoren bedingt durch die Hornhautdicke schon mit einberechnet wurden. Das können u.U. auch schon mehrere mmHg plus oder minus sein.

    Ich bin auch immer nervös bei den Messungen. Ich denke man sollte nicht gleich in Panik verfallen, wenn eine Messung mal über dem Zieldruck ist - es sollte halt nur nicht regelmäßig vorkommen. Und selbst wenn das passiert gibt es immer noch viele Therapiemöglichkeiten um dagegen zu steuern!


    Viele Grüße und einen schönen Advent!


    Der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich wollte Dir auch noch mal sagen, dass das für uns "Junge" unglaublich aufbauend ist so etwas zu lesen. Oft vergisst man, dass man mit dieser Krankheit bei Behandlung oft auch bis ins Alter noch gut sehen kann.

    Hallo Sabine und malve,

    danke für Eure Anmerkungen. Das hat mir etwas die Verunsicherung genommen und hilft mir die Entscheidungen besser einzuschätzen.


    malve's Kommentar bezüglich Zieldruck-Pauschalen habe ich schon so verstanden, dass das nicht unbedingt allgemeingültig und wohl eher ein "Richtwert" ist. Ein NDG habe ich nicht. Auch ist bei mir der Kammerwinkel offen. Das Trabekelwerk ist halt nur ziemlich zugesetzt mit Pigmenten und der AID schwankt ziemlich bei mir.


    Monoprost, Dorzo comp und Clonid sind 4 Wirkstoffe. 2 davon können sich auf den Blutdruck auswirken. Dass es da auch zu Schwindel kommen kann ist so.

    Hast Du da mal Deinen Blutdruck vielleicht selbst gemessen?

    Nimmst Du noch irgendwie Medis für den Blutdruck?


    Nein, ich nehme keine Blutdruck- oder sonstige Medikamente.

    Ein Blutdruckgerät haben wir nicht, sollte ich mal besorgen.

    Bis jetzt hält es sich in Grenzen mit dem Schwindel - ein Glück. Ich habe aber auch erst mit dem linken Auge angefangen, werde dann ab morgen beide Augen tropfen. Gelegentlich habe ich ein Kribbeln in den Fingerspitzen oder Zehen, oder Faszikulationen (hatte ich unter Brimonidin auch), oder das Gefühl dass das Gewebe hinter den Augen "geschwollen" ist. Diese Nebenwirkungen kommen aber wohl eher vom Timolol (zumindest laut Packungsbeilage). Vielleicht könnte man in einem Thread einmal Erfahrungen mit Nebenwirkungen sammeln, je Medikament und Medikamenten-Kombination?


    Auf Dauer schädigen? Hab ich jetzt so noch nie gehört oder als Rückmeldung erhalten. Bisher war alles nach absetzen der Tropfen reversibel, was ich mitgeteilt bekommen habe.


    OK, da bin ich beruhigt.


    Noch eine Frage zum Pigmentdispersionsgaukom (wenn ich darf): Ich habe den Arzt gefragt, ob es eine Chance gibt, dass sich die Pigmente im Laufe der Zeit abbauen. Er meinte nein, das wäre wie bei einem Leberfleck, den behält man auch wenn er erstmal da ist. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass Leberflecke auch blasser werden können über einen längeren Zeitraum von vielen Jahren. Ist aber vielleicht auch kein guter Vergleich. Zu den abgeschilferten Pigmentzellen hab ich jetzt Unterschiedliches gelesen - vielleicht fehlen dazu einfach die Daten?


    Und dann noch zum leidigen Thema OP. Wahrscheinlich kommt das ja irgendwann auf mich zu. Ein bisschen hat mich die Ersteinschätzung des Oberarztes beunruhigt, dass bei Pigmentdispersionsglaukom Laserverfahren und Mikro-Implantate wenig nützen, weil das gleich von Pigmenten wieder zugesetzt wird, und dass die TE am besten geeignet wäre. Die TE ist aber ja auch mit höheren Risiken verbunden, so wie ich das verstanden hab (es gibt ja viele Erfolgsstories hier im Forum aber auch einige Horrorgeschichten). Und, Sabine, bei Dir hat es doch auch mit einem Laserverfahren geklappt den Druck ausreichend zu senken, oder?

    Sollte eine OP angeraten werden, würde ich mir eine Zweitmeinung holen, es sei denn es muss wegen einer Druckentgleisung schnell gehen.

    Es tut mir leid, dass ich nicht dran gedacht habe - ich bin wieder mal etwas durch den Wind grade. Hier ist mein Beitrag noch mal klarer:


    Ich war am Wochenende zum 24h-AID-Profil in der Klinik.

    Da wurde auch die ganze Diagnostik (inkl. OCT, Gesichtsfeld, Spaltlampenuntersuchung usw) wiederholt.

    Gesichtsfeld hat sich nicht verändert, OCT auch nicht signifikant, Drücke bei allen Messungen im Normalbereich (14-21). Ich war so glücklich darüber, weil ich wegen der letzten hohen Drücke (25/27) ziemlich nervös ins Krankenhaus gegangen bin.


    Dann bei der Entlassungsbesprechung war der Oberarzt dann allerdings etwas am Schwanken. Er meint ein Messwert im OCT links war wohl doch etwas schlechter - es könnte auch ein Messfehler sein, und es soll in 4-6 Monaten noch mal wiederholt werden. Er will auf jeden Fall einer weiteren Schädigung vorbeugen und auf Nummer sicher gehen.


    Was mich dann ziemlich überrascht hat war, dass er wegen der Vorschädigung links gern den Zieldruck bei 15 ansetzen würde, zu rechts hat er nichts gesagt. Bei der Erstdiagnose hatte ich ja Drücke von 36/46 und rechts sind keine Schäden. Ich dachte immer der Zieldruck wäre etwa minus 20-30% des Druck unter dem die Schädigung eingetreten ist. Hab Angst dass das ein völlig unrealistisches Ziel ist bei meinen Augen.


    Er empfahl ich soll daher jetzt noch zusätzlich zu Monoprost und Dorzo Comp noch Clonid nehmen - das habe ich heute morgen angefangen zu nehmen, erstmal links. Nach ein paar Stunden leichter Schwindel. Ich frage mich ob Clonidin+Timolol nicht mehr Schaden als Nutzen bringt. Kann das das Herz-Kreislauf-System auf Dauer schädigen?


    TE war auch schon im Gespräch - er meinte die anderen OP-Methoden würden bei Pigmentdispersionsglaukom nicht so gut wirken. Das wundert mich dann doch, nachdem, was hier andere Betroffene berichten, und erschreckt mich etwas.


    Den Arzt mag eigentlich, er nimmt sich Zeit und nimmt Sorgen ernst, und sicher insgesamt kompetent - aber wieviel Erfahrung er da in der Glaukom-Behandlung mit bringt weiß ich nicht. Im Nachhinein hab ich mich schon gefragt, ob das jetzt alles so optimal ist.

    Aber offensichtlich hat Dir Dein Augenarzt ja auch schon eine klare Empfehlung hierzu gegeben.

    Nicht wirklich. Sie hatte heute nicht wirklich Zeit, da alle ihre Sprechstundenhilfen krank oder in Quarantäne waren und dementsprechend kurz angebunden. Hat einfach das Rezept ausgestellt, weil das vom Oberarzt der Klinik so empfohlen wurde. Meinte nur, dass die systemischen Nebenwirkungen bei jungen Leuten oft nicht so ausgeprägt wären.

    So, ich war jetzt am Wochenende zum 24h-Verlauf in der Klinik. Da wurde auch die ganze Diagnostik (inkl. OCT, Gesichtsfeld, Spaltlampenuntersuchung usw) wiederholt. Gesichtsfeld hat sich nicht verändert, OCT auch nicht signifikant, Drücke bei allen Messungen im Normalbereich. Ich war so glücklich darüber, weil ich wegen der letzten hohen Drücke ziemlich nervös ins Krankenhaus gegangen bin.



    Dann bei der Entlassungsbesprechung war der Oberarzt dann allerdings etwas am Schwanken. Er meint ein Messwert im OCT links war wohl doch etwas schlechter - es könnte auch ein Messfehler sein, und es soll in 4-6 Monaten noch mal wiederholt werden. Was mich dann ziemlich überrascht hat war, dass er wegen der Vorschädigung links gern den Zieldruck bei 15 ansetzen würde. Bei der Erstdiagnose hatte ich ja Drücke von 36/46 und rechts sind keine Schäden.


    Er empfahl ich soll daher jetzt noch zusätzlich zu Monoprost und Dorzo Comp noch Clonid nehmen - das habe ich mir heute abgeholt. TE war auch schon im Gespräch - er meinte die anderen OP-Methoden würden bei Pigmentdispersionsglaukom nicht so gut wirken.

    Diese Sachen haben mich nach all dem was ich im Forum so gelesen habe dann wieder ziemlich verunsichert. Den Arzt mag eigentlich, er nimmt sich Zeit und nimmt Sorgen ernst - aber im Nachhinein hab ich mich schon gefragt, ob das jetzt alles so optimal ist.

    Hallo Malve,

    danke für die Antwort. Du meinst die vorsichtige Steigerung auf drei Tropfen beidäugig pro Tag? Ich soll erstmal 2x täglich je einen Tropfen in beide Augen nehmen.

    Wie macht sich ein Bludruckabfall bemerkbar? Kann man ohnmächtig werden?

    Ach so, vielleicht noch wichtig zu wissen dazu. In der Klinik wurde auch wieder eine 24-h Blutdruckmessung gemacht. Werte und Verlauf waren exakt wie im Februar. Alles im Normalbereich, nur nachts etwas stärker abgesenkt (15%, normal ist wohl 10%). D.h. das Timolol im Dorzo Comp scheint wohl keinen Effekt auf meinen Blutdruck zu haben.


    Trotzdem verunsichert es natürlich gewaltig einen (oder jetzt schon 2) Blutdrucksenker zu bekommen, wo es doch immer heißt ein niedriger Blutdruck ist schlecht für das Glaukom...

    Hallo, eine Frage auch mal zu diesen Tropfen.

    Ich habe sie jetzt auch verschrieben bekommen und soll sie zusätzlich zu 1x Monoprost und 2x Dorzolamid Comp 2x täglich nehmen.

    Nach lesen des Beipackzettels bin ich etwas verunsichert.

    1. Es steht da, dass man normalerweise erst mit der 1/16 Konzentration anfängt.

    2. Es steht da, dass bei gleichzeitiger Gabe von beta-Blockern die Gefahr von Blutdruckabfällen und Herzrythmusstörungen erhöht ist.


    Mein Druck war im Tagesprofil am Wochenende zwischen 13 und 21 (meist bei 16). OCT rechts immer noch unauffällig, keine Veränderungen im Gesichtsfeld seit Februar (hatte im Jahresverlauf bei Kontrollen immer Werte um die 20, außer zuletzt vor der Medikamentenumstellung Anfag des Monats, wo ich im Abstand von 2 Wochen Werte um 25 hatte). Der Oberarzt in der Klinik möchte aber gern den Zieldruck bei 15 einpegeln, weil links schon Schäden sind (das kam für mich ziemlich überraschend).


    Muss ich mir jetzt Sorgen machen wegen dem Clonid, dass ich abklappe? Soll ich lieber nochmal nachfragen, ob ich nicht erstmal lieber die 1/16 Konzentration bekommen kann?

    Die Softacort Tropfen hatte ich auch unlängst, als sich das Auge vom Brimonidin entzündet hatte. Ich sollte es sogar 3x täglich nehmen, aber nur für 2-3 Tage. Ich hatte nach dem Studieren des Beipackzettels auch meine Bedenken wegen der Erhöhung des AID als möglicher Nebenwirkung. Die Augenärztin meinte dazu, dass die Erhöhung wenn dann nicht stark ausfallen würde und das für die kurze Zeit kein Grund zur Besorgnis ist. Aber das hängt ganz sicher auch von der Art der Glaukomerkrankung ab, wie gefährlich das ist. Ich denke mal eine Augenentzündung ist für den AID auch nicht grade förderlich.

    Danke für die vielen Antworten. Da bin ich erst mal beruhigt.

    Das Brennen kann man aushalten, klar. Mal ist es mehr mal weniger, aber immer nur kurz. Seit ich vom Brimonidin auf diese Tropfen gewechselt wurde, ist die Augenentzündung weg. Tagsüber sind die Augen auch nicht mehr gereizt, sodass ich jetzt erstmal keine Befeuchtungstropfen brauche (danke für die Tipps und Hinweise dazu). Hoffe mal dass das so bleibt und v.a. auch die Tropfen ihre erwünschte Wirkung erzielen.

    Hallo,

    ich bin noch recht neu dabei.

    Ich wurde vor einer Woche auf Monoprost + Dorzolamid AL. comp umgestellt.

    Seitdem fängt es nach etwa einer Minute Einwirken der AT ziemlich an zu brennen, worauf das Auge anfängt zu tränen. Vor allem wenn ich die Augen nach dem Augenwinkel-Abdrücken wieder öffne.

    Ich habe nun die Sorge dass die Tränen den Wirkstoff raus schwemmen. Kann das passieren. Und was kann man gegen das Tränen tun?

    Ich habe schon versucht ob es vielleicht besser geht, wenn ich 15-20 min vorher Benetzungstropfen tropfe, aber das Brennen und Tränen konnte dadurch allenfalls minimal vermindert werden.

    Über Erfahrungen würde ich mich freuen.

    Das muss man selbst ausprobieren. Derzeit finde ich "Vidisic EDO" sehr gut. Die mit 0,6ml recht großzügigen Einzeldosen lassen sich gut verschließen und im Laufe des Tages aufbrauchen. Die reichen dann schon für 5-8x tropfen. Da sie relativ dickflüssig sind, bleiben sie lange im Auge. Trotzdem wird die Sicht nur für wenige Sekunden oder Minuten getrübt.


    In diesem Thread haben wir einige Erfahrungen zu Benetzungstropfen gesammelt.


    Danke für den Tipp und den Link zu dem Thread. Ich hatte noch eine Probepackung hylovis lipo. Da habe ich jetzt mal dazu genommen, als die Augen zu gebrannt haben. Das hat auf jeden Fall geholfen.

    Du schreibst von Gesichtsfeldausfällen.


    Wie sieht die Bildgebung der Sehnerven aus?


    Was wurde da gemacht OCT oder HRT; das sind die Standardverfahren zur Beurteilung der Sehnerven.

    Ein Netzhautscan wurde in der Klinik gemacht. Dabei wurde gefunden, dass im linken Auge die Nervenfaserschicht in einigen Bereichen ausgedünnt ist. Dort habe ich auch die Ausfälle. Der größte Bereich mit Totalausfall ist recht oben. Davon geht ein bogenförmiges Skotom mit Teilausfällen bis rüber zum blinden Fleck. Seit der ersten Diagnose ist der Ausfall stabil.

    Der Scan und Gesichtsfeld vom rechte Auge waren bisher unauffällig. Im Alltag gleicht es die Ausfälle im linken Auge gut aus. Nur wenn man zu viel drüber nachgrübelt, nimmt die Defekte viel stärker wahr.

    Ich versuche mich immer auf das Positive zu fokussieren (d.h. wie gut ich noch sehen kann).

    Falls da was gemacht wurde, lass Dir, ebenso wie vom Gesichtsfeld, alles geben was ausdruckbar ist.


    Das ist die Basis für die weitere Verlaufskontrolle und auch sehr hilfreich; zum einen für Dich selbst, um zu verstehen, wie der Stand der Dinge ist und - falls Du eine zweite Meinung einholst - als Vorbefund.

    Ja, das ist ein guter Tip. Am Anfang war ich so durch den Wind, dass ich nicht groß dran gedacht habe. Ich hatte nur die Gesichtsfeldanalyse abfotografiert, als ich den Brief bekommen hatte um ihn zum anderen AA zu bringen. Das Bild gucke ich mir manchmal an, wenn ich das Gefühl habe die Ausfälle sind weiter voran geschritten. Dann sehe ich auf dem Bild, dass es schon am Anfang so war und das beruhigt mich etwas.


    Mittlerweile habe ich einen Ornder angelegt und will in Zukunft darauf achten, mir Ausdrücke geben zu lassen. Werd es von der AA auch noch mal anfragen.

    Gegen die - völlig verständlicherweise - aufkommende Angst hilft Dir vielleicht die Auseinandersetzung mit konkreten Befunden.

    Ja, es ist immer eine Gratwanderung. Auseinandersetzung kann helfen. Daher habe ich mich auch hier im Forum angemeldet und fange an darüber zu sprechen.

    Auf der anderen Seite muss ich auch aufpassen nicht in Grübelschleifen zu geraten, auch mal einen Punkt zu setzen und mich auf andere Dinge zu fokussieren. Manchmal kann dann auch Verdrängung bzw. Ablenkung helfen.

    In diesem Sinne alles Gute für Dich

    Vielen Dank für die lieben Worte.

    Hallo Sabine,

    vielen Dank für die nette Begrüßung.

    Dorzolamid hat den Wirkstoff Dorzolamid. Hast Du DorzoComp? Dann wären das als Wirkstoffe Dorzolamid und Timolol. Dazu das Monoprost.

    Ja, stimmt, auf der Packung steht Dorzolamid AL comp.

    Du schreibst von Gesichtsfeldausfällen. Wie stark sind die denn? Wurde ein OCT o.ä. gemacht?

    Im linken Auge habe ich v.a. im oberen rechten Bereich ein "Tortenstück" mit Totalausfall. Das ragt leider auch recht weit an den Rand des zentralen Sehfelds. Davon ausgehend ein bogenförmiges Skotom mit Teilausfällen. In Prozentzahlen kann ich das nicht beziffern. Im Alltag werden die Defekte durch das rechte Auge gut ausgeglichen, sodass es kaum auffällt. Das einzige ist der blinde Fleck im rechten Auge, der mir leicht vergrößert erscheint, und wo jetzt manchmal Objekte kurz "verschwinden" (z.B. in Gruppensituationen die Gesichter von Gesprächspartnern im rechten Gesichtsfeld).

    Am Montag wurde links noch mal das Sichtfeld aufgenommen. Da hat sich seit der ersten Diagnose nichts verändert.

    Das rechte Auge ist laut Ärzten bisher unauffällig.


    OCT, ist das was als Netzhautscan bezeichnet wird? Ich habe einen Ausdruck mitgenommen, darauf steht "Tracking Laer Tomographie". Dabei kam heraus, dass im linken Auge die Nervenschicht bereits ausgedünnt ist. Rechts bisher unauffällig.


    Ich bin sehr froh, dass rechts bisher ok ist. Allerdings ist das Auge natürlich auch krank und es kann natürlich dort auch zu Ausfällen kommen. Das weiß ich, und macht mir natürlich ziemlich Angst.

    Wo liegt denn Dein Zieldruck?

    Ein konkreter Zieldruck wurde bisher nicht festgelegt. Jedoch meinte die AA, dass meine Augen Werte im oberen Grenzbereich gut vertragen könnten, da die Schädigung ja bei weit höheren Drücken entstanden sind (d.h. weit über 30).

    Ich weiß nicht, ob Deine Frau als Psychologin für Dich gut ist, weil sie halt als Deine Frau Dir sehr nahe steht. Also, bitte nicht falsch verstehen!! Manchmal gibt es nur Situationen, wo man nahe stehende Personen nicht noch mehr belasten möchte und deshalb bei "fremden" Personen besser reden kann.

    Ich hoffe, Du verstehst mich richtig...

    Ja, kein Problem, ich verstehe was Du meinst. Meine Frau ist auch keine Therapeutin, sondern Schulpsychologin. Ja, ich denke darüber nach mir einen Therapeuten zu suchen, um die Angst und Stress-Attacken besser bewältigen zu lernen.

    Wenn Du eine Zweitmeinung einholen möchtest, gibt es aber auch gute Adressen im Norden, z. B.:


    Dr. Mona Machemer Lübeck


    Dr. Christian Karl Brinkmann, Neubrandenburg, Dietrich Bonhoeffer-Klinikum

    Danke für die Tipps. Das ist ja nicht so weit entfernt. Gibt es hier jemanden, die/der in Neubrandenburg in Behandlung ist?

    leider kann ich dir bei deinen Fragen nicht weiterhelfen, aber ich kann dir ein "Willkommen" zurufen.


    Wegen deiner gereizten Augen: Benutzt du Benetzungstropfen zur Befeuchtung? Wenn man die eine Viertelstunde nach den drucksenkenden Tropfen benutzt, kann das die Beschwerden oft mildern. Und natürlich bei Bildschirmarbeit etc.

    Danke für das nette "Willkommen" und den Tip mit den Benetzungstropen.

    Das habe ich bisher nicht gemacht. Welche Tropfen sind da empfehlenswert und sind die rezeptpflichtig?

    Hallo,

    erst mal danke für dieses Forum. Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist.


    Bei mir (35 Jahre, stark kurzsichtig) wurde im Februar ein Pigmentdispersionsglaukom diagnostiziert nachdem ich Gesichtsfeldausfälle im linken Auge bemerkt hatte und damit zum AA ging.

    Da es bei mir in der Familie keine Glaukompatienten gibt, kam das sehr überraschend und war ein ziemlicher Schock.


    Beim AA wurden die Gesichtsfeldausfälle bestätigt und ein AID von 36/46 gemessen. Daraufhin wurde ich sofort in die Augenklinik überwiesen. Dort wurde dann das Glaukom mit den typischen Anzeichen (Kirchenfenstersyndrom und ausgeschwemmte Pigmente) diagnostiziert und der AID intravenös runter geregelt.

    Daraufhin wurde eine Tropftherapie mit Monoprost beidseitig und Alphagan links verschrieben und vierteljährliche AA-Kontrollen. Im Sommer wurde dann noch beidseitig eine Laser-Iridiotomie gemacht um die Regenbogenhaut von der Linse abzulösen. Das wurde mittels Augen-Ultraschall kontrolliert und schien geklappt zu haben.


    Ich habe eine Zeit gebraucht die Diagnose psychisch zu verarbeiten. Schon in meiner Jugend als es mit der Kurzsichtigkeit schlechter wurde hatte ich Horror vor Blindheit. Ich komme aus einer künstlerischen Familie, habe in meiner Studentenzeit Kurzfilme gedreht, gezeichnet und fotografiert, und finde Entspannung in der Naturbetrachtung. Mittlerweile bin 3-facher Familienvater, arbeite als Naturwissenschaftler an der Uni und bin daher oft im Stress und habe wenig Zeit.


    Als ich mich an die neue Situation ganz gut gewöhnt hatte, kamen plötzlich wie aus dem Nichts Panikattacken und depressive/pessimistische Schübe. Bis dahin war ich eigentlich immer ein sehr optimistischer, positiv denkender Mensch. Im August ging es mir dann eigentlich ganz gut. Im Alltag nahm ich die Defekte kaum wahr, ich hatte keine Nebenwirkungen von den AT und bei den Kontrollen war der AID recht stabil im oberen Grenzbereich (um die 20).


    Dann mit einmal entzündete sich das linke Auge (mit der Doppeltherapie). Die AA meinte, dass ich eine Allergie gegen das Alphagan / Brimo entwickelt hatte und gab mir erst Brimo-sine (selber Stoff, nur ohne Konservierungsstoff) um zu testen ob es evtl. am Konservierungsmittel liegt. Die Rötung und das Brennen und Jucken blieben aber bestehen. Zudem war der AID erhöht (25/25). Daraufhin bekam ich Brinzolamid. Das war vor drei Wochen. Zwischen den Wechseln sollte ich jeweils Cortison-haltige AT nehmen um die Entzündung runter zu drücken. Die Rötung ging ach Wechsel auf Brinzo etwas zurück. Das Auge ist zwar noch etwas gereizt und etwas rot, v.a. nachts und nach langer Bildschirmarbeit (oder wenn die Luft trocken ist), aber juckt nicht mehr.


    Am Montag hatte ich wieder einen Kontrolltermin, und da war der AID so hoch wie nie (25/27). Daraufhin wurde die AA merklich nervös und meinte das kann so nicht bleiben. Als "letztes" Mittel (d.h. einziger Wirkstoff der noch nicht probiert wurde) habe ich nun ein beta-blocker-haltiges Medikament bekommen: Dorzolamid (=Brinzolamid + Timidiol). Zudem wurde bei der Augenklinik angefragt ein 24-h Profil zu machen.


    Nachdem der AID jetzt wieder so hoch war, kam die Panik mit aller Kraft zurück. Ich habe solche Angst, dass die AT nicht mehr wirken und langsam die Möglichkeiten ausgehen den AID langfristig zu stabilisieren. Vor den Operationen habe ich auch ziemliche Angst. Ich weiß dass das nichts hilft und ich Bewältigungsstrategien brauche (meine Frau ist Psychologin).

    Ich habe auch das Gefühl, dass die Anspannung and Stress den AID beeinflussen. Ist das so?

    Beim Termin vor drei Wochen war ich stark im Stress weil ich ein sehr wichtiges Vorstellungsgespräch hatte, und am Montag war ich trotz Entspannungsübungen vor und bei der Messung so angespannt, weil der Wert beim Mal davor so hochgewesen war. Außerdem hatte der Kleine ein Virus von der KiTa in die Familie gebracht, das mir etwas auf die Nebenhöhlen gegangen war. Kann so was auch den AID erhöhen?


    Mich würde interessieren, was andere mit Dispersionsglaukom dazu sagen. Die AA scheint mir manchmal etwas überfordert. Sie meinte auch dass in der Augenklinik hier in Greifswald keine reinen Glaukomspezialisten wären und es gut wäre sich auch noch eine Zweitmeinung von den Glaukomspezialisten in Dresden zu holen. Ist hier oder dort jemand in Behandlung und hat Erfahrungen?