Beiträge von kaipi

    Moin Luxi,

    Willkommen im Forum. Ich habe bereits seit gut 10 Jahren ein Glaukom (bzw. erhöhten Augeninnendruck) und war damals unter 30. Die Diagnose ist kein Weltuntergang. Du weißt nun, dass du auf deine Augen achten musst und es kann was getan werden damit du auch im hohem Alter noch gut sehen kannst.


    Es ist immer die Frage, was du für ein Glaukom hast. Ich habe ein Engwinkelglaukom und bin sportlich sehr aktiv. Laut meinem Augenarzt kann ich grundsätzlich alles machen. Trompete spielen und langer Kopfstand wären allerdings nicht optimal. :D


    Auch wenn mein Glaukom nicht auf körperliche Ursachen zurück zu führen ist, sondern ich von Geburt an ein kleines Auge habe (stark Weitsichtig), tut mir und meinen Augen Sport sehr gut. Der Druck sinkt, ich bin entspannter und gelassener. Auch hatte ich schon mit depressiven Verstimmungen zu tun gehabt. Sport hilft auch dabei sehr gut. Das schwierigste am Sport ist es eine Sportart zu finden, die einem Spaß macht.


    Am Besten wäre es wohl, du würdest mit deinem Augenarzt besprechen, ob und welche Sportarten er empfehlen bzw. nicht empfehlen würde.


    Viele Grüße

    Kai

    Wenn ich dich richtig verstehe, bist du trotz dessen, dass du nochmals operiert werden musstest, zufriedener, als vorher, richtig?

    Verstehe ich auch richtig, dass du vor der OP, als du noch tropfen musstest, an trockenen Augen gelitten hast und nun nicht mehr? Das wäre ein Hoffnungsschimmer. Wie lang hast du getropft?

    Moin,

    Ja, ich bin persönlich zufriedener als vorher. Ich hatte vorher sehr trockene Augen. Ich musste sehr häufig befeuchten und es hat auch nicht immer geholfen. Jetzt nach der OP reicht es meist, wenn ich 2-3 mal am Tag tropfe und zur Nacht. Allerdings nehme ich links auch noch Tropfen (Acular, 1 x tägl.) und die haben Konservierungsmittel drin. Ich hoffe, dass das ohne die Tropfen nochmal besser wird.


    Ich habe seit 2012 getropft, also fast 10 Jahre. 7 davon ohne Probleme, dann kamen die trockenen Augen dazu und die Druckentgleisungen mit noch mehr Tropfen.


    Ich gebe dir aber zu bedenken, dass eine Augen OP nicht ohne ist und man sich das sehr gut überlegen sollte. Vor allem auch welche OP man angehen möchte.

    Welche war es denn? Was lief schief? Welche Probleme hattest du? Kann man das noch korrigieren?

    Ich hatte eine Katarakt OP, um durch die neue Linse mehr Platz in der Vorderkammer zu bekommen. Scheinbar ist diese nach der OP verrutscht, wodurch sich ein malignes Glaukom gebildet hat (das Kammerwasser fließt hierbei falsch). Hatte dann einen Gaukomanfall. Nach einer Woche dann die zweite OP danach war drucktechnisch alles wie es soll (statt bis zu 30 mmHg mit Tropftherapie habe ich nun ca. 12 mmHg ohne Tropfen). Mit der Zeit hatte sich noch ein Makulaödem gebildet, aber das war quasi zu erwarten und ist mittlerweile schon wieder fast weg.


    Problem ist im Moment eine leicht dezentrierte Linse nach unten und eine leicht dezentrierte Pupille nach oben. Dadurch habe ich bei hellem Licht oder starkem Kontrast Halo-Effekte. Unterm Strich stört mich das aber weniger, als die ständige Angst um meinen Sehnerv und die trockenen Augen inkl. der ganzen systemischen Nebenwirkungen der Tropfen. Korrigieren könnte man es evtl durch eine weitere OP, als so schlimm würde ich die Nebenwirkungen allerdings nicht beschreiben.


    Das rechte Auge kommt nun im Herbst dran, wenn das Linke ausgeheilt ist. Beizufügen wäre, dass ich noch eine epiretinale Gliose habe, die sich durch die Katarakt OP messtechnisch verschlimmert hat, merken tue ich das aber nicht. Irgendwann muss diese aber evtl. auch operiert werden. Im Moment habe ich eine maximale Sehleistung von 90% links und 120% rechts, da operiert keiner eine Gliose.


    Wenn du mehr Details möchtest, kannst du auch gerne einmal durch meine Beitrag stöbern und mich auch jederzeit mit Fragen „bombardieren“. Helfe gerne ☺️.

    Moin GIDW,

    Ich habe auch mit trockenen Augen zu kämpfen und bin leidenschaftlicher Rennradfahrer. Eine gute Brille hilft hier enorm. Im Sommer reicht mir eine normale Rennradbrille, dann reicht es, wenn ich einmal die Stunde tropfe. Für den Winter habe ich mir eine Ski bzw. Downhill Brille gekauft, die hilft nochmal mehr. Sieht zwar nicht gut aus, aber das ist dann halt mal einfach so.


    Ich persönlich komme im Moment gut mit ThealozDuo und Corneregel EDO zur Nacht aus. Muss dann um ca. 5 Uhr nochmal nachtropfen. Zu beachten ist, dass du ca. 1h vor der Medikation keine benetzenden Augentropfen nehmen solltest. Diese können die Medikamentenaufnahme behindern.


    Als ich mal eine ganz schlimme Phase mit trockenen Augen hatte, hat mir eine Timer-App geholfen, wirklich jede Stunde die Augen zu benetzen. Zusätzlich noch 2-3 mal täglich eine wärmende Augenmaske und anschließende Liedrandmassage und Pflege.


    Vielleicht kann es auch helfen deine Medikation zu ändern. Du nimmst ja schon recht viele verschiedene Medikamente zu dir, die alle nicht nur auf die Augen wirken (können). Ich persönlich finde bei der Anzahl an Tropfen bist du zumindest am Rande einer akzeptablen Medikamententherapie.


    Bei mir entgleist der AID immer im Winter. Deshalb hatte ich letztes Jahr eine OP, die auch nicht ganz optimal gelaufen ist und auch das Ergebnis ist (noch nicht) 100% zufriedenstellend. Für mich war die Entscheidung zur OP vom momentanen Standpunkt richtig. Die Medikamente (speziell Betablocker und Trusopt) haben mir langsam immer mehr zugesetzt. Man hat es erst gar nicht wahrgenommen, aber Stück für Stück wurde ich weniger Leistungsfähig (körperlich und geistig).


    Da du ja, wie ich, recht jung bist und ein „besonderes“ Glaukom hast, könnte es eine Zweitmeinung eines Spezialisten sinnvoll sein. Hier kann es sich auch lohnen, als Selbstzahler zu einem Arzt zu gehen, da viele entweder gar keine Kassenpatienten nehmen oder es ewig lange Wartezeiten gibt (ist gar nicht so teuer, wie man meist denkt).


    Schönes Pfingstwochenende dir,

    Gruß,

    Kai

    Moin Katzenstube,


    Danke für den Tipp. Ich werde das mal fürs Auto ausprobieren. Ich meine sogar ein entsprechendes Glas für meine Fahrradbrille zu haben :-). Zum Glück mag ich eh nicht so gerne Autofahren und so übernimmt mein Mann das meistens. Ich bin dann meist eher mit Rad unterwegs, wo aber eine gute Sicht fast noch wichtiger ist.


    Von einer Kantenfilterbrille habe ich ehrlich gesagt noch nie etwas gehört. Klingt interessant. Im Moment versuche ich allerdings, dass mein Hirn sich noch dran gewöhnt und die Bilder entsprechend selbst bearbeitet.


    Viele Grüße

    Kai

    Moin,

    Also die Blendempfindlichkeit ist in der Tat mein einziges Problem. Dadurch ist natürlich auch ein scharfes Sehen nicht immer möglich, insgesamt bin ich aber mit dem Seheindruck ohne Brille zufrieden. Also alltägliche Aufgaben gehen ohne Brille. Meistens sind auch die Blendeffekte nicht soooo schlimm, es gibt aber Situationen wie z.B. beim Autofahren, wo diese zumindest anstrengend sind und ich ohne mein rechtes Auge wenig bis nichts hinter dem entgegenkommenden Autoscheinwerfer sehen würde.


    Und Ja, einseitig hüpfe ich auf jeden Fall schonmal. Es ist echt schön, dass die OP scheinbar die richtige Wahl war und der Druck unter Kontrolle ist. Auf dem rechten (nicht operierten) Auge hatte ich heute morgen eine Schreckminute, als die Messung 39 mmHg angezeigt hat. Nach ner halben Stunde war der Wert dann wieder im Bereich 25 mmHg uns später dann wieder auf 17. Das muss ich genauer beobachten, normalerweise waren die Druckspitzen am Morgen bisher immer um die 30-35.


    Die Blendeffekte sind auch immer noch wie im Post #99 beschrieben. Wenn ich beide Augen nutze, werden diese in der Tat mittlerweile weniger, da das rechte Auge dominanter ist/wird. Ich hoffe auch immer noch, dass sich das mit der Zeit noch ein wenig verbessert. Das Auge ist ja immer noch im Heilungsprozess und es sind ja auch erst 4,5 Monate. Ich versuche weiter positiv zu bleiben.


    Schönen Sonntag,

    Kai

    Moin zusammen,

    Ich war am Montag mal wieder zur Kontrolle in Düsseldorf. Es gab wie immer gute und nicht so gute Nachrichten.


    Erstmal die Guten: Das Ödem zieht sich immer weiter zurück und ist nur noch minimal vorhanden. Die epiretinale Gliose scheint im Moment wieder stabil zu sein.


    Die Linse sitzt zentriert und fest, wo sie sein soll. Der Druck ist in einem sehr gutem Bereich. Die Sehleistung ist zum letzten mal etwas gestiegen, links maximal 90%, rechts sogar 120% (war definitiv ein guter Seh-Tag).


    Nun die nicht so guten Nachrichten. Auf die immer noch vorhandenen Blendeffekte sagte Herr Dr, das meine Pupille leicht dezentriert ist. Dadurch kommen wohl die Blendeffekte und die werden wohl auch bleiben. Machen kann man da von außen nicht viel.


    Eine Lösung für das Problem wäre eine andere Linse, was für mich aber in keinem Verhältnis steht (an das Auge kommt so schnell keiner mehr ran). Ich werde also damit leben müssen. Es gibt aber auch schlimmeres und ich habe mich schon ein wenig dran gewöhnt.


    Nächster Kontrolltermin ist nun in 3 Monaten. Da der Druck auf dem rechten Auge im Moment gut ist (außer die Spitzen am Morgen), warten wir vermutlich bis zum Winter mit der OP. Im Winter ist der Druck ja immer wesentlich unkontrollierbarer.


    Auf die Frage nach einer möglichen Linsen Alternative sind wir dann auf die Vivity EDOF gekommen. Die soll wohl nicht so empfindlich bei einer nicht zentral sitzenden Pupille sein.


    Das wäre auch noch ein Thema, welches mich interessiert. Wie kann es sein, dass die Pupille auf einmal nicht mehr zentral sitzt. Ich würde vermuten, dass das bei meinem Glaukomanfall nach der 1. OP passiert ist. Aber das jetzt noch herauszufinden ist vermutlich unmöglich.


    Ich bin jedenfalls mehr glücklich als unglücklich über das Gesamtergebnis. Wenn ich nochmal vor der Wahl stehen würde, würde ich mich evtl. doch lieber für eine monofokale IOL entscheiden. Vielleicht auch nicht :-D. Gerade für den Sport ist es schon praktisch auch auf intermediäre Distanz gut sehen zu können (auch ohne Brille).


    Soweit erstmal von mir, ich halte euch auf dem Laufenden.


    Liebe Grüße aus Hamburg,

    Kai

    Moin zusammen,

    Ich besitze ja auch seit einiger Zeit ein iCare und bin definitiv sehr zufrieden darüber. Ich denke aber auch, dass nicht jeder ein iCare braucht und es ein wenig auf die Glaukomart ankommt.


    Zum einen muss man sich mit dem Gerät auseinandersetzen, das Messen lernen und auch die Daten interpretieren können. Das lernt man leider (meiner Meinung nach) nicht in der Einweisung sondern es ist z.T. ein Lernen während der Anwendung und Rücksprache mit dem Augenarzt.


    Ich habe ein recht zickiges Engwinkelglaukom und musste die Therapie bereits mehrmals anpassen, auch weil ich die meisten Medikamente sehr schlecht vertrage. Meine Druckspitzen liegen immer morgens, direkt nach dem Aufstehen (die erste halbe Stunde). Wenn ich jetzt bei jedem Medikamentenwechsel ins Krankenhaus für ein Tagesdruckprofil müsste, wäre das nicht nur sehr teuer, sondern auch sehr Zeitaufwendig.


    Auch hatte ich bereits zwei Mal ein Glaukomanfall. Wenn das wieder vorkommt, kann ich also direkt mittels Notfallmedikament gegensteuern, damit der Sehnerv so wenig Schaden wie möglich nimmt. Nach meiner Augen-OP hat das Gerät sehr geholfen, den Druck zu beobachten.


    Und als weiterer Punkt ist definitiv anzuführen, dass es mich beruhigt, im Zweifel einmal mehr messen zu können, als einmal zu wenig. Die Messung ist sehr fix erledigt. Ob man bei einem stabilem Weitwinkelglaukom ein iCare benötigt bezweifle ich, aber deshalb gibt es das Gerät ja nur nach Verordnung.


    Meine Erfahrung zum Gerät selbst sind gemischt. Die gemessenen Werte sind plausibel und stimmen meist gut mit den nach Applantationstonometrie gemessenen Werten überein. Eine Abweichung von 3-4 mmHg sind hier durchaus im Rahmen, meist liegt dieser eher bei 1-2 mmHg. Die Handhabung ist meiner Erfahrung nach etwas schwieriger. Das Gerät ist bei mir sehr anspruchsvoll, was das Umgebungslicht angeht. Licht von der Seite (Fenster oder Lampe) mag das Gerät gar nicht.


    Die besten Werte habe ich vor dem Badezimmerspiegel. Auch im abgedunkelten Raum funktioniert die Messung sehr zuverlässig. Kleine Pupillen (z.B. nach Pilocarpin) machen die Messung sehr schwierig, also die Ausrichtung muss dann gefühlt sehr genau und stabil sein; nichts für zittrige Hände.


    Die „einmal“ Messsonden nutze ich auch mehrmals und hatte damit bisher keine Probleme, aber das muss jeder selbst entscheiden. Wer das Gerät von der Krankenkasse bekommen hat, sollte auch die Sonden bezahlt bekommen (war bei mir jedenfalls so).


    Wichtig ist mir noch eine Anmerkung: das Gerät unterstützt den Patienten und den behandelnden Arzt. Es ersetzt diesen aber definitiv nicht. Man muss weiterhin seine Medikamente nehmen, man muss weiterhin regelmäßig zum Arzt.


    Viele Grüße

    Kai

    Moin zusammen,

    Hier nochmal ein Lebenszeichen von mir. Im Moment ist ja eher die Zeit des Abwartens, wie es weitergeht. Ich versuche mich auch weniger verrückt zu machen und weniger Sachen zu lesen, die mich nur beunruhigen würden.


    Erstmal danke Chanceline für deine lieben Worte und die Infos. Ich hatte nun vor ca. 1 Woche meinen letzten Termin bei meiner HausAÄ. Das Gute ist, Gliose, wie auf das Ödem sind stabil, das Ödem sogar ganz leicht rückläufig. Die Gliose ist schon sehr gut sichtbar und vor allem die Auffaltung der Netzhaut, allerdings eher außerhalb der Makula. Das Amsler Schema sieht für mich immer noch ganz gut aus. Also Linien sind da und gerade.


    Was eine Operation angeht ist meine HausAÄ der Meinung, dass diese im Moment keinen Sinn macht, da ich keine merklichen Seheinbußen habe. Das macht ja auch Sinn soweit. Als Grund nimmt die AÄ an, dass die ERG aufgrund der Drücke voranschreitet. Also links so stark wegen der OP und den nun geringeren Druck und rechts wegen der hohen Druckunterschiede.


    Im Moment habe ich meine Tropfen auf dem operierten Auge umgestellt. Da es kein Nevanac 3mg/ml mehr gab nehme ich nun 2 x täglich Accular. Leider macht das unglaublich trockene Augen, vermutlich wegen der Konservierungsmittel. Ich frage mich ja, warum es sowas nicht als Sine gibt :-(. Die Tropfen erhöhen auch den Druck für einige Zeit leicht um ca. 20%. Dennoch ist mein Druck noch unter 20.


    Die Blendeffekte sind immer noch da, werden vielleicht langsam weniger, vielleicht nicht. Aber man lernt auf jeden Fall damit zu leben.


    Auf dem rechten Auge Tropfe ich nun Taptiquom (Betblocker + Pilocarpin) und Trusopt. Damit ist der Druck weitestgehend stabil, außer die Druckspitzen am Morgen, um die 30. Hier würde Taflotan zwar ein bisschen helfen, aber ob der Druck nun 28 oder 30 ist macht für mich auch keinen Unterschied. Der Sehnerv sieht immer noch gut aus. Die Durchblutung der Augen ist sehr gut. Leider bin ich oft müde und unkonzentriert. Das kenne ich so eigentlich nicht von mir.


    Ich würde die OP am rechten Auge nun lieber früher als später hinter mich bringen, um damit endlich „durch“ zu sein und mich mehr entspannen zu können.


    Was mir im Moment hilft: Sport. Der entspannt mich. Und etwas weniger arbeiten. 40 h sind genug im Moment.


    Ich habe nun am 25.04. den nächsten Termin in Düsseldorf und bin gespannt, wie es weitergeht.


    Habt einen schönen Sonntag,

    Viele Grüße,

    Kai

    Moin zusammen,

    Ich war diese Woche Mittwoch mal wieder in Düsseldorf zur Kontrolluntersuchung und es gibt einige Neuigkeiten, teilweise gut, teilweise nicht so gut.


    Zuerst zum Positiven: Die Linse sitzt gut, minimalst dezentriert, aber wohl nicht der Rede wert. Der Druck ist in einem sehr gutem Bereich zwischen 13 nach dem Aufstehen und ca. 9 vor dem zu Bett gehen. Tagsüber meist bei 11/10. Die Sehstärke ist mit 90% okay.


    Jetzt zu den eher negativen Punkten. Leider hat sich ein Makulaödem gebildet. Dieses ist aber zum Glück am Rand der Makula und auch langsam wieder rückläufig. Die Hoffnung ist, dass sich das ohne Spritzen/weitere Medis wieder gibt. Im Moment nehme ich Nevanac.


    Ich habe weiterhin Probleme mit Blendeffekten. Das Brimonidin hilft da leider gar nicht. Pilocarpin hilft da ein bisschen, aber dadurch kommen dann andere Effekte hinzu. Ich denke hier hilft dann wohl einfach nur warten, bis das Hirn sich dran gewöhnt. Man sagt ja 3-6 Monate. Ich rechne eher mit 12. aber so schlimm ist das auch nicht. Ich kann ja trotzdem in den meisten Situationen sehr gut sehen.


    Nun der viel schlimmere Punkt, da der Druck nun im gutem Bereich ist, hat sich dir epiretinale Gliose entschieden aktiv zu werden. Auf dem operierten Auge wesentlich stärker als auf dem nicht operierten. Allerdings ist auf beiden Seiten eine Progression zu sehen. Noch ist das Amsler Gitter gerade und meine Sehkraft nicht merkbar beeinträchtigt, aber das soll wohl nur eine Frage der Zeit sein. Mittel-/Langfristig steht hier laut Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere OP an.


    Somit habe ich irgendwie das Gefühl, dass das mit den Augen wohl eine endlos Geschichte wird. Das ganze beschäftigt mich natürlich und macht mich auch ein traurig. Momentan versuche ich mich abzulenken und einfach nicht mehr so viel drüber nachzudenken. Ich nehme regelmäßig meine Medis, bin regelmäßig beim Doc und habe einen gesunden Lebensstil (Sport, Ernährung, gut, vielleicht manchmal etwas stress auf der Arbeit, aber das ist auch noch im Rahmen). Mehr kann ich nicht tun und irgendwie liegt der Rest nicht mehr in meiner Hand.


    Viele Grüße und ein sonniges Wochenende,

    Kai

    Vielen Dank Jenat,

    Ich finde den Bericht ganz klasse und informativ. Dazu passt auch folgender Artikel (auf der 2. Seite) https://digital.biermann-mediz…/06/2106_OphthaN_K1_i.pdf


    Ich habe ja ein Engwinkelglaukom mit Plateau Iris und bei mir war die OP auf dem einen Auge drucktechnisch Erfolgreich (zweites Auge folgt bald). Von stark schwankenden Drücken weit über 30 nun auf stabile Werte zwischen 9-13 mmHg, ohne drucksenkende Tropfen.


    Das Gute an der OP finde ich, dass sie das Problem (beim Engwinkelglaukom) angeht, nämlich die zu enge Vorderkammer und nicht nur das Symptom, den hohen Druck (wie das ja bei den filtrierenden OPs der Fall ist). Ich hoffe da tut sich die nächsten Jahre noch was.

    Moin Sabine,

    Das Konservierungsmittel freie Brimonidin vertrage ich besser, als das mit Konservierungsmittel. Allerdings nehme ich die Nebenwirkungen im geringerem Ausmaß immer noch wahr. Vor allem das Flimmern ist nervig. Ich werde da den Arzt am Montag nochmal fragen und dann absprechen, ob die Therapie so Sinn macht. Gleichzeitig habe ich aber tatsächlich das Gefühl, dass die Blendeffekte weniger werden.


    Schönen Sonntag,

    Kai

    Hallo Jenat,

    Eine dauerhafte Krankschreibung würde mir, denke ich, nicht helfen. Zuhause fällt mir dann höchstens die Decke auf dem Kopf. Ich gehe gerne arbeiten (Hobby zum Beruf gemacht). Lesen und schreiben reduziere ich im Moment schon stark und gönne mir mehr Ruhepausen. Wenn der Frühling kommt geht es auch wieder besser. Endlich wieder ausgiebig aufs Rad :)


    Hallo Malve

    Ich tropfe immer noch ab und zu Hylovis Lipo, außerdem Thealoz Duo. Die Hylovis Lipo Mutli habe ich noch nicht probiert. Die Konservierungsmittel freien Multiflaschen haben wohl doch ein Konservierungsmittel drin, welches sich jedoch schnell an der Luft zersetzt. Außerdem werden die EDO von meiner Krankenkasse bezahlt. Ich habe auch nichts weiter gehört.



    Ansonsten kann ich sagen, dass ich das Brimonidin mit Konservierungsmittel nicht vertragen habe. Es hat gebrannt, ein starkes Wärmegefühl im Auge und lesen ging nur unter Schmerzen und ein starkes flimmern, speziell bei wenig Licht. Der Dr hat mir jetzt nochmal ein Rezept für das unkonservierte Mittel gegeben. Mal sehen ob ich das besser vertrage.

    Moinsen,

    Der Besuch beim Doktor war heute recht kurz. Er sieht auch, dass die Netzhaut/Makula leicht verdickt ist. Ich soll nun mind. 4 weitere Wochen Nevanac nehmen.


    Wegen der Blendeffekte hat er mir Brimonidin verschrieben. Das Medikament soll wohl dabei helfen, sich schneller an die neue Linse zu gewöhnen. Ich bin mal gespannt, wie der Einfluss auf den Augeninnendruck auf dem linken Auge ist, der ja eh schon etwas niedrig ist. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die Effekte eine reine Hornadaptionssache ist.


    Es ist gerade etwas zermürbend. Ich hatte gehofft, dass es schneller besser wird.

    Das war leider auch bei mir lange das Problem. Allerdings hatten am Ende 3 von 4 Ärzten eher zum Linsentausch tendiert. Auch hatte ich die ja den Link gepostet, in dem die aktuelle Vorgehensweise beim Winkelblock erläutert wird. Gerade bei hohen Drücken ist ein Linsentausch meist sehr effektiv.


    Spätestens auf dem Zweiten Auge hättest du dann ja das Problem. Aber das kann dir leider nur ein Arzt erklären. Ich habe keine Ahnung, in wie fern sich das Starre der Pupille vielleicht auch wieder regeneriert. Eine Iridoplastik ist übrigens auch kosmetisch nicht schön (google mal, ich finde das sieht ganz schrecklich aus).


    Mach dir nicht zu viele Sorgen um mögliche Komplikationen. Klar, man muss sie im Hinterkopf haben, aber es führt ja kein Weg an einer OP vorbei. Ich würde die wählen, wo ich am meisten Sicher wäre, dass es wirkt. Du hast zwar zwei Augen, trotzdem möchte man ja an keinem zu viel rumprobieren. Mit Aussagen das könnte vielleicht helfen und wäre dann eventuell eine kleinere OP ist dir ja nicht geholfen, wenn die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering ist.

    Moin Tim,

    Eventuell war da auch einfacher mehr Licht als sonst und vielleicht auch mehr Aufregung. Das hat ja alles Einfluss auf das Auge und die Weite der Pupille. Ich persönlich finde ein Zagesproil Zuhause angefertigt (z.B. mit dem iCare) viel aussagekräftiger, da dies in Alltagssituationen gemacht wird.


    Nach allem was ich so gelesen habe, ist eine Iridoplastik nicht mehr State-of-the-art. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass deine Iris danach mehr oder weniger steif wird und das Auge sich nicht mehr an das Licht anpassen kann. Wenn dann der Erfolg ausbleibt und du einen Linsentausch brauchst, ist das keine schöne Kombination.


    Bei der weiteren Iridotomie bin ich weiterhin skeptisch, zwecks des Risiko/Nutzen Faktors.


    Zur Angst der Netzhautablösung bei Linsentausch ist leider weniger bekannt, als man so liest. Die meisten jungen Menschen, die die Linse tauschen lassen sind eher stark Kurzsichtig und haben per se ein hohes Risiko dafür. Bei Weitsichtigen, wo das Auge eh etwas kleiner ist, ist das Risiko nicht wirklich erhöht. So wurde es mir jedenfalls erklärt. Des Weiteren kann eine Netzhautablösung nach beinahe jeder OP auftreten, selbst Medikamente wie Pilocarpin erhöhen das Risiko. Und selbst wenn es passiert, muss auch da nicht der schlimmste Fall eintreten.


    Ich hatte die ja Herrn Dr Klabe empfohlen. Der hat sich für alle meine Fragen und Ängste Zeit genommen.

    Hallo Sabine,


    Tut mir leid, in der Literatur findet man irgendwie nur die (d)englischen Fachbegriffe. Ich würde es als Blendeffekte bezeichnen. Diese sind irgendwie unverändert stabil stark ausgeprägt. Speziell ein Heiligenschein um Lichtquellen, der eher nach oben gerichtet ist. Gerade Strahlen von links unten nach rechts oben, welche sich nach dem Blinzeln oder seitliche Augenbewegung von links nach rechts erstmal um ca 10-15 grad von unten nach links oben bewegen.


    Bei sehr intensiven Lichtquellen habe ich außerdem einen Heiligenschein um die gesamte Lichtquelle, der nach außen in Ringen verläuft. Ich hoffe, dass es eventuell mit dem Nevanac zusammenhängt. Leider weiß ich nicht, wie lange ich das noch nehmen muss. Bis Dienstag auf jedenfall und dann entscheidet der Operateur. Da macht mir ja die Netzhautschwellung bzw. Gliose etwas Sorgen.


    Immerhin wird das Gefühl, links ein fremdes Auge zu haben weniger. Habe mir jetzt auch eine Übergangsbrille anfertigen lassen und hoffe auf baldige Lieferung. Im Moment habe ich links die Wahl zwischen +0,75 Dioptrien Überkorrektur oder ohne Brille -1 Dioptrien Hornhautverkrümmung. Komme zwar mit beidem gut klar (selbst Smartphone lesen geht ganz gut), aber entspannt ist anders.


    Was mir noch ein bisschen (aber wirklich nur ein bisschen) Sorgen macht ist der Druck links, der gerne mal am späten bis auf 9 mmHg runter geht. Tagsüber ist er meist zwischen 10-13, nach nem Mittagsschlaf gerne mal auf 15.


    Schönen Sonntag,

    Kai

    Hallo,

    In Fotil sine ist Pilocarpin mit Timolol zusammen drin.

    LG

    Jutta

    Da ist leider Timolol drin. Das wird meist von Menschen mit niedrigem Blutdruck/Puls und Sportlern nicht so gut vertragen. Ich z.B. bekomme von Timolol eine unregelmäßige Herzfrequenz und Extrasystolen. Tim hat in einer seiner ersten Beiträge auch erwähnt, dass er Betablocker nicht verträgt.


    Ich werde mal einen neuen Thread mit dem Link aufmachen.


    Viele Grüße,

    Kai

    Moin zusammen,

    Ein kleines Update… Beim letzten Besuch meiner Haus AÄ war die Sehleistung stabil, der Kammerwinkel weiterhin weit und offen und der Sehnerv sieht auf beiden Augenaus wie immer. Da mache ich mir speziell rechts etwas Sorgen, da der Druck am nicht operierten Auge gerne auf 30 schnellt. Aber Frau Dr meint, ich solle mir da kurzfristig keine Gedanken machen.


    Leider macht das operierte Augen dann doch ein bisschen Probleme. Auch wenn die Sicht stabil ist und der Druck mit 15 im gutem Bereich, ist die Netzhaut nicht ganz in guter Verfassung. Im OCT ist eine leichte Schwellung zu sehen. Der Wert ist von 308 (im Dezember) auf 334 gestiegen (innerhalb der letzten Wochen). Amsler Netz sieht bei mir noch sehr gut aus, daher ist Frau Dr nicht ganz unberuhigt, allerdings muss man schauen, dass das nicht schlimmer wird. Vermutung ist, dass meine Gliose etwas aktiver geworden ist.


    Ich habe auch immer noch Probleme mit Glare/Stardust/Halos um helle Flächen/Lichtquellen. Das ist mal besser, mal schlechter. Auch hier soll es wohl noch einige Wochen/Monate dauern können, bis es sich bessert.


    Außerdem ist das Auge im inneren wohl noch sehr gereizt. Das soll aber wohl normal sein und ca. 1/4 Jahr dauern, bis das weg ist. Ich soll mit dem zweiten Auge auch erstmal warten, bis das erste komplett Reizfrei und Medikamentenfrei (ich nehme ja noch Nevanac) ist. Ich hatte eigentlich darauf gehofft, die zweite OP schnell hinter mich zu bringen, damit ich im Frühjahr wieder normal Sport machen kann.


    Sport ist ein gutes Thema. Immerhin darf ich wieder im mäßigen Tempo (Puls so max. 140) Radfahren. Hört sich blöd an, aber das hat mich sehr, sehr glücklich gemacht. Auf dem Rad vergesse ich meine Sorgen und bin einfach nur glücklich. Die knapp 6 Wochen ohne waren sehr schwer, was meine Laune angeht (zum Glück ist mein Ehemann sehr leidensfähig was das angeht. Ich werde da teilweise echt „fies“ mies gelaunt. Leider hilft da kein Snickers O_o).


    Am 25.01. hab ich den nächsten Termin beim Operateur. Ich bin gespannt, was er zur aktuellen Situation sagt.


    Schön Sonntag euch allen,

    Kai

    Moin Tim,

    Eieiei… das ist ja recht unstabil mit deinem Druck im Moment. Das tut mir echt leid und ich weiß, wie sehr das einen aufreiben kann.


    Immerhin scheinst du Glaupax gut zu vertragen. Das hilft schonmal die Zeit bis zur richtigen Therapie zu überbrücken, sollte definitiv keine Dauertherapie sein.


    Hat sich ein Arzt mal angeschaut, wie du die Tropfen applizierst? Manchmal passieren auch hier Fehler, sodass nicht genug Wirkstoff aufgenommen wird. Ein weiterer Tipp, versuche zwischen Benetzungstropfen und Tropfen mit Wirkstoff mind. eine Stunde Zeit zu lassen. Außerdem sollten die Benetzungstropfen keinen dauerhaften Film auf dem Auge erzeugen. Mit den Benetzungstropfen hatte ich letztes Jahr Probleme und Druckentgleisungen. Deswegen nutze ich nur noch welche, bei denen das Problem nicht auftritt. Frage da gerne nochmal deinen Augenarzt.


    Das der Druck Abends niedriger ist, ist übrigens normal bei Engwinkel-/Plateau Iris Glaukom. Ich hatte mal eine Liste gefunden, die das grob unterteilt: https://www.karger.com/Article/FullText/505890

    Ich habe meine Druckspitze meist am Morgen. In Akuten Zeiten und vor allem im Winter auch gerne nochmal am Nachmittag. Teilweise auch wenn ich viel lese.


    Außerdem hier mal ein recht neuer Bericht zum Engwinkelglaukom (Seite 2): https://digital.biermann-mediz…/06/2106_OphthaN_K1_i.pdf


    Noch eine Frage zum Pilocarpin, ich nehme an, du bekommst Pilocarpin mit Konservierungsmittel? Das kann durchaus, vor allem bei der häufigen Anwendung, starke Reizungen verursachen. Leider ist Pilocarpin eher ein „Ausnahmemedikament“ und ich habe jedendalls kein Konservierungsmittel freies Produkt mehr gefunden.


    Zum iCare kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es auf den Einzelwert gesehen eine recht große Streuung geben kann, allerdings ist es im Mittel schon sehr genau. Bei meinem Glaukomanfall hatte ich z.B. einen Druck von 50 gemessen und der Arzt hatte den gleichen Wert. Die Genauigkeit hängt aber auch sehr von der Durchführung der Messung ab und man muss mit dem Gerät messen lernen. Es ist definitiv nicht für jeden geeignet und man muss willens und fähig sein, die Messung durchzuführen.


    Falls du schneller einen Termin haben möchtest, könntest du versuchen in der Privatsprechstunde einen (Selbstzahler) Termin zu bekommen. Wenn keine OP stattfindet geht das preislich noch und man kann das vorher besprechen. Manchmal machen Kliniken dann auch einen Mix aus Selbstzahler und teilweise Abrechnung über die GKV. Aber das hängt (leider) vom eigenen Geldbeutel ab, ob das in Frage kommt. Ich hatte damals bei einem Spezialisten eine Rechnung von ca. 250€ bekommen und da war die komplette Untersuchung mit allen Geräten dabei.


    Die große Schwierigkeit bei dir sehe ich im Moment, definitiv herauszufinden, welches Problem vorliegt. Das hat bei mir leider auch sehr lange gedauert. Das ist manchmal zermürbend und zum Mäusemelken. Versuch dich ein wenig zu entspannen. Wenn Sport dir hilft und der Arzt nichts dagegen hat, mach Sport. Geh an die frische Luft. Stress ist schlecht fürs Auge.


    Einen schönen Sonntag dir,

    Kai

    Guten Morgen Tim,

    Vielleicht kannst du den Arzt ja auch auf eine chirurgische Iridotomie bzw. Iridektomie ansprechen. Ist zwar ein Eingriff mit einem kleinen Schnitt im Auge, aber vielleicht erfolgsversprechender.


    Die Infos sind auf jedenfall hilfreich, das alles ein bisschen zu verstehen. Es gibt vermutlich keine Beurteilung deines Kammerwinkels von früher (also vor den Druckproblemen)?


    Bist du eigentlich In der PKV oder GKV? Es gibt da ein Gerät, mit dem man den Druck Zuhause messen kann (iCar Home 2). Ich denke das könnte bei dir durchaus Sinn machen, wenn du dich damit nicht selbst verrückt machst :-). Mir hilft es sehr mich zu beruhigen und die Therapie dem Druck anzupassen.


    Was den Linsentausch angeht… Ich kann die Bedenken verstehen. Der Verlust der Akkommodation ist natürlich eine Verschlechterung des Sehens und auch ich hatte Angst davor. Mir wurde eine EDOF Linse eingesetzt, damit kann ich bereits jetzt (nach 4 Wochen) ganz gut von der Ferne bis Smartphone Entfernung ohne Brille sehen. Es ist nicht 100% (das geht dann nur mit zusätzlicher Brille bei mir), aber es reicht für den Alltag.


    Zusätzlich sollte man wissen, dass es bei der OP noch weitere Risiken gibt, die es durchaus in sich haben können. Das gilt aber für jede Augen-OP. Allerdings ist es, laut Literatur, die OP der Wahl bei einer Engwinkelsituation. Ich habe dazu vermutlich alles im Internet gelesen, was man so finden kann.


    Wenn Glaupax dir bei der Drucksenkung hilft und du keine (zu starken) Nebenwirkungen hast, würde ich dir empfehlen erstmal abzuwarten und dir verschiedene Meinungen einzuholen, dich selber zu belesen. Du bist noch jung, da hält der Sehnerv meist noch was aus, ohne Schaden zu nehmen. Du hast also vermutlich ein bisschen Zeit, dazu am Besten den Arzt Fragen, ob er denkt, dass du dir das vielleicht erstmal alles ein paar Wochen überlegen kannst (Zweitmeinung etc). Eine durchgeführte OP ist nicht mehr rückgängig zu machen. Daher sollte sie wohl überlegt sein. Lass dich zu nichts drängen, von dem du nicht selbst überzeugt bist.


    Viel Erfolg gleich beim Arzt,

    Kai

    Hi Tim,

    Bei solch einem Druck ist Glaupax auf eine gute Idee. Der Druck muss runter, damit das Auge sich auch wieder etwas entspannen kann. Wenn du Glaupax länger nimmst, denke daran Kalium zu substituieren (z.B. Bananen essen oder sowas wie Kalinor nehmen). Hast du schonmal Taflotan (Tafluprost) probiert?


    Mit der zweiten Iridotomie wäre ich nicht zu voreilig. Ich nehme an, diese soll mit dem Laser gemacht werden? Falls ja, kann das durchaus problematisch werden, da die Irispigmente den Kammerwinkel zusätzlich verstopfen können. Außerdem ist jedes neues Loch auch wieder ein Einfallstor für Licht und somit für Blendeffekte. Die Positionierung des zweiten Lochs sollte also sehr gut gewählt werden.


    Ich finde es zusätzlich sehr optimistisch, dass der Druck dadurch in annehmbare Bereiche sinkt, aber wissen tut man sowas vorher ja nie. Alternative zur Laser Iridotomie ist übrigens die chirurgische Iridotomie. Die hat den Vorteil, dass sie viel größer ist.


    Welche Diagnose hat der Arzt denn bei dir gestellt? Also warum denkt er, ist der Druck erhöht? Wie eng ist dein Kammerwinkel? (Wird in Grad bzw. Grad Schaffer angegeben). Wie ist es um deine Iris bestellt? Sind bereits Kirchenfenster Phänomene an dieser zu sehen? Ist deine Vorderkammer normal tief oder flach? Liegt eine Plateau Iris vor? Ist dein Kammerwinkel stark pigmentiert?


    Druckentgleisungen passieren leider schnell und meist unvorangekündigt. Das ist ja das böse.

    Moin Tim,

    Das maligne Glaukom war bei mir erst nach der OP verschwunden. Ich hatte allerdings gelesen, dass es sich auch von selbst bessern kann, bzw. durch drucksenkende Maßnahmen wieder verschwinden kann.


    Hole dir ruhig ein paar Meinungen (ich war sogar bei 4 Ärzten). Lass keine OP zu schnell durchführen. Lies dir die Vor- und Nachteile der verschiedenen OPs ruhig selbst durch und stell den Ärzten Fragen.


    An Untersuchungen sollte eigentlich eine Augenspiegelung, ein OCT und eine Gonioskopie reichen, um zu sehen was mit dem Auge los ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, es gibt Ärzte, die gucken in die Augen und zucken mit den Schultern und es gibt welche, die sehen direkt was los ist. Die können einem dann auch erklären, wo das Problem liegt und warum welche Behandlung am Besten ist.