Beiträge von Pattos

    Grundsätzlich können Augentropfen Nebenwirkungen auf den gesamten Körper haben, auch wenn lokale Nebenwirkungen wohl eher die Regel darstellen. Wenn das im zeitlichen Zusammenhang mit den Tropfen aufgetreten ist, solltest du das unbedingt in deiner Praxis abklären lassen um ggf. über alternative Behandlungsmethoden nachzudenken.

    Ich würde vielleicht mal probieren das Ganze erwas von der logischen Perspektive aus zu betrachten.


    Die meisten unserer AÄ werden recht intelligente Menschen sein und wahrscheinlich werden auch die meisten an aktueller Forschung interessiert sein. Sollte es also ein wirkliches allgemeines Risiko für zu hohen Druck durch medizinische oder FFP2-Masken geben, würden wohl viele Forenmitglieder bereits von ihren AÄ von diesem Risiko informiert worden sein.


    Insbesondere auch die Augenkliniken, die ja recht viele Messungen am selben Patienten zu ähnlichen Zeiten vornehmen, hätten dahingehend schon längst eine Auffälligkeit feststellen müssen. Gäbe es eine solche allgemeine Auffälligkeit, hätte diese sicherlich auch längst den Weg in dieses Forum gefunden.


    Bevor man sich also den Kopf zerbricht, wie genau die Maske den Druck erhöhen könnte, sollte man vielleicht drüber nachdenken, ob die Maske überhaupt im allgemeinen ein Risiko darstellt, wenn es dafür noch keinerlei medizinische Vermutungen oder gar Belege gibt. Nach einem guten Jahr Maskenpflicht sollte es dahingend schon längst Erkenntnisse geben, wenn es solche Vermutungen geben sollte.


    Vielleicht sollte man an der Stelle auch das Sparsamkeitsprinzip im Hinterkopf behalten sollte, nach dem die einfachste Erlöärung mit den wenigsten Variablen anderen Erklärungsversuchen vorzuziehen ist. In dem Falle wäre ein einfacher Messfehler die einfachste Erklärung, während sich hier noch immer niemand wirklich erklären kann, wie genau der Druck durch die Maske erhöht sein soll.

    Danke euch allen! Ich bin da ziemlich guter Dinge, dass alles gut wird. Irgendwann hat man bei solchen Nachrichten ja auch eine gewisse Routine und ist nicht mehr wirklich schockiert. Zumal ich mir auch bewusst bin, dass ich mich in dem Alter nicht fragen muss "ob", sondern viel eher "wann" die nächste OP ansteht.


    Ach, Mensch, wie nervig. Auch dass du gerade 1-2 pro Woche zum Messen musst. Ich hoffe, du musst nie lange warten und das Personal ist nett 🤞

    Vielleicht ist es ja danach wirklich dauerhaft besser und du hast mal Ruhe damit. Ich hoffe es jedenfalls sehr!!

    An welchem Auge denn?

    Sag gern danach mal Bescheid, für was sich entschieden wurde und wie es dir geht.

    Liebe Grüße!

    Es geht ums linke Auge. Ich kann mich nicht beklagen. Die Arzthelferinnen sind ebenso freundlich wie meine Augenärztin und die Wartezeiten sind ziemlich moderat. Ich bin eher glücklich darüber, dass das ganze so ernst genommen wird und ich die Möglichkeit zu so vielen Messungen habe.

    Dass das mal längerfristig anhalten würde, wäre natürlich überaus wünschenswert. Auf den mittlerweile jährlichen "Urlaub" in der Klinik kann ich gerne mal für das ein oder andere Jahr verzichten, auch wenn das Personal dort auch immer freundlich ist.


    Ich werde auf jeden Fall mal ein Update geben, sobald das ganze vorbei ist und ich wieder ordentlich sehen kann.

    Um mal ein kleines Update zu geben:

    Nachdem unter allen möglichen Tropfen und zusätzlich Glaupax der Druck auf mittlerweile über 30 stieg und sich immer an dieser Grenze bewegte, steht in zwei Wochen die nächste TE bzw. eine Revision der vorjährigen TE an. Was genau gemacht wird, wird dann im OP-Saal entschieden, wenn das Auge "offen" ist.

    Wenn Augenärzte selbst anrufen, dann sind oftmals auf wundersame Art und Weise plötzlich doch viel früher Termine frei. Das hab ich selbst auch schon so erlebt. Das Personal, dass in der Klinik die Termine vergibt, ist oftmals kein medizinisches und kann entsprechend auch oftmals die Dringlichkeit nicht beurteilen. Wenn Ärzte selbst anrufen, dann kriegen sie bei genügend Nachdruck auch einen Klinikarzt an den Hörer, der dem Terminpersonal dann auch sagt, dass da früher was frei sein muss.

    Bei mir kamen seit meiner letzten Antwort 1-2 Messungen pro Woche dazu und da ließ sich auch weiterhin überhaupt kein Unterschied in den Messungen feststellen. Bevor du dich also wegen einer einzelnen Erfahrung einer einzelnen Person verunsichern lässt, solltest du lieber zu deinem Arzt gehen und durch zwei Messungen überprüfen lassen, ob diese Verunsicherung tatsächlich angebracht hat.

    Was mir bisher eingefallen ist:

    Welche Art des Glaukoms?

    Die Ärztin sprach von einem „Druckglaukom“. Den Begriff finde ich im Internet nicht.

    Der Begriff sagt mir auch nichts, aber bei einem Druck von 30 kann man erstmal davon ausgehen, dass es sich um ein "gewöhnliches" Glaukom bedingt durch zu hohen Augendruck handelt. Da würde ich auf jeden Fall aber nochmal genauer nachfragen.



    Kann festgestellt werden, wie viel meines Sehnervs schon verloren ist?

    Dafür stehen verschiedene objektive Verfahren wie HRT, GDx oder OCT zur Verfügung und natürlich auch die Beurteilung des behandelnden Arztes. Die genannten objektiven Messungen sind allerdings keine Kassenleistungen.



    Muss ich jetzt Angst um mein rechtes Auge haben?
    Angst nicht, aber du solltest defintiv drauf achten (was aber sowieso im Rahmen von Kontrolluntersuchungen geschehen solte, so dass etwaige Unstimmigkeiten schnell erkannt werden sollten).



    Kann ich noch Hoffnung haben, dass etwas von der seit Sonntag verlorenen Sehkraft zurückkehrt, da ich so schnell reagiert habe oder ist das absolutes Wunschdenken?

    Das kommt drauf an, was du mit Sehkraft meinst. Sehnervschädigungen sind dauerhaft. Wenn da etwas kaputt ist, dann bleibt das leider auch so. Das verschwommene Sehen könnte aber auch "nur" daran liegen, dass durch den erhöhten Druck dein Auge nun praller ist und das Licht nicht mehr optimal auf die Netzhaut fällt, ähnlich wie bei einer Kurzsichtigkeit. Das sollte sich wieder legen, sobald der Druck reguliert ist.


    Kann eine Gesichtsfeldmessung vorgenommen werden?

    Das kann und sollte gemacht werden um etwaige Gesichtsfeldausfälle sichtbar zu machen.



    Ich will dir jetzt keine Angst machen, aber:

    Verschwommes Sehen und Schleier sind Anzeichen eines Glaukomanfalls. Ich würde da ehrlich gesagt nicht bis Mittwoch warten, sondern sobald wie möglich in die nächste Augenklinik fahren. Alleine schon deshalb, weil du gar nicht weißt, ob die Tabletten und die Tropfen überhaupt wirken und den Druck senken. Drei Tabletten interpretiere ich jetzt mal als eine halbe pro Tag bis Mittwoch.


    Ich persönlich musste, sofern ich sie nehmen musste, sechs Stück am Tag (!) nehmen um überhaupt eine ausreichende Wirkung zu erzielen (und selbst das hat beim letzten mal nicht gereicht). Und das wohlgemerkt zu allen gängigen Wirkstoffen, die man tropfen kann. Damit will ich die Tabletten und Tropfen keinesfalls als wirklungslos bezeichnen, sondern aufzeigen, dass sie extrem unterschiedlich wirken können und ich es fahrlässig finde jemanden ohne Erfahrungen mit diesen Tabletten und Tropfen solange in Ungewissheit zu lassen.


    Es sind noch 5 Tage bis zum nächsten Termin, die aber im schlimmsten Fall Auswirkungen auf das gesamte restliche Leben haben könnten. Dass du vorher nicht früher reagiert hast ist verständlich, weil man sich mit dieser Krankheit kaum befasst, wenn sie einen nicht betrifft. Da musst du dir noch keine Vorwürfe machen. Wenn du es aber jetzt verschläfst rechtzeitig zu handeln, wirst du dir wahrscheinlich ewig Vorwürfe machen, weil du es besser wusstest.

    Ich habe die drei Medikamente in der Vergangenheit bereits getropft und mache es aktuell fast genauso wieder, nur dass ich Taptiqom statt Lumigan tropfe. Jucken habe ich nicht, aber rote Augen hatte ich damals ebenso wie momentan auch. Allerdings waren meine Augen immer bereits bei der Kombination aus Cosopt und Lumigan (bzw. Taptiqom) schon rot. Brimo kam immer erst nach einigen Wochen hinzu, als die anderen beiden Medikamente den Druck nicht weit genug senkten. Daher kann ich nicht beurteilen, ob Brimo alleine meine Augen auch rot gemacht hätte.

    Da ich auch immer Probleme habe, sei es nun nur mit Wattepad oder mit Augenklappe darüber, kann ich wärmstens empfehlen, einfach mit der freien Hand das Wattepad oder die Augenklappe selbst so ans Auge zu drücken, dass kein Licht mehr ins Auge fallen kann. So vermeidet man das Zukneifen automatisch. Das ist zwar nicht die ultimative Lösung, ist aber besser als eine schlecht sitzende Abdeckung.


    Das scheint für die Untersuchung auch unproblematisch zu sein, denn außer der Frage, was ich da mache, kam immer nur ein "Ach so, okay" als Reaktion auf die Erklärung.

    Etwas besorgter bin ich wegen der aktuellen Nachrichten aus Dänemark und Norwegen. Es hat offensichtlich bei geimpften Personen schwere Embolien, auch mit Todesfällen, nach der Impfung mit dem A. Z. Vakzim gegeben.

    Ein Zusammenhang mit den Impfungen wird derzeit überprüft...


    Bei solchen Bedenken sollte man sich immer im Hinterkopf behalten, dass die Fälle, in denen alles gut läuft, nicht medienwirksam sind. Negative Erlebnisse sind immer deutlich lauter und sorgen dafür, dass man die unzähligen positiven Erlebnisse mit einem Schlag vergisst.

    Suche ein Ersatz für Fixaprost. Diese AT haben erhebliche Nebenwirkungen. Kann jemand AT empfehlen, die wirksam sind, aber weniger Nebenwirkungen haben?

    Solltest du das nicht eher mit deinem Augenarzt besprechen? Immerhin kriegst du Glaukomtropfen ja nicht einfach so, sondern brauchst ein Rezept.

    Von den Wirkstoffklassen ähnlich wären Xalacom, Taptiqom oder Ganfort. Ob die bei dir weniger Nebenwirkungen auslösen wird dir hier niemand sagen können, da wir nicht wissen, ob du auf einen der beiden Wirkstoffe reagierst oder ob es an anderen Inhaltsstoffen der Arznei liegt. Genauso wird dir hier keiner sagen können, ob andere Tropfen bei dir die gleiche erwünschte Wirkung erzielen. Passende Tropfen findet man durch ärztlich beaufsichtigte Selbstversuche.


    Näheres solltest du unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprechen.

    Wo wir gerade dabei sind: gibt es die Möglichkeit, die Bearbeitungszeit für einzelne Themen/Beiträge aufzuheben, vielleicht auch auf "Antrag"? Gerade für die Vorstellungsrunden wäre es glaube ich gar nicht so schlecht, wenn man die Ausgangsposts dauerhaft bearbeiten könnte, so dass man seine Verlaufsgeschichte nicht nur als Antwort posten, sondern auch ganz vorn aktuell halten könnte.


    Für Leute, die neu im Thema eines Users sind, wäre es dadurch einfacher nachzuvollziehen worüber gerade geredet wird, ohne dass man im Zweifel etliche Seiten durchsuchen muss, um den entsprechenden Beitrag zu finden (natürlich vorausgesetzt der User möchte seine Geschichte als übersicht aktuell halten.)

    Hab mich schon gefragt, ob der Druck dabei zu niedrig werden könnte?


    Ich glaube nicht, dass sich dadurch ein (langfristig) zu niedriger Augendruck ergeben würde.


    Sehr niedrige Drücke sind zumindest aus meiner Erfahrung heraus auch deutlich leichter selbst zu erkennen als zu hohe Drücke, so dass man zur Not, wenn man das Gefühl hat der Druck sei zu niedrig, recht schnell eingreifen kann (kommt natürlich auch auf die Erfahrung an). Das Auge fühlt sich bei immer niedrigeren Drücken zunehmend wie Wackelpudding an und die Sicht wird durch die Instabilität des Auges auch sehr verschwommen.

    Die gelben Betäubungstropfen sind mit Konservierungsstoffen, alternativ gibt es weiße ohne. Bitte doch bei der nächsten Druckmessung darum. Allerdings kann es sein, dass die nicht in allen Augenarztpraxen vorhanden sind.

    es gibt Betäubung ohne Konservierung. Dafür muss der Aa zwei Tropfen geben. Das mischt dann im Auge. Im praxisalltag umständlich - machbar ist es. Vorher fragen. Vielleicht kann er dir ein Rezept ausstellen und du bringst es mit oder so


    Ich bin der Meinung, dass es schon seit längerer Zeit gelbe Tropfen ohne Konservierungsmittel gibt, die gleichzeitig auch anästhesierend wirken. Ich habe jedenfalls die letzten Jahre in der Klinik ausschließlich einen gelben Tropfen zur Betäubung aus einer EDO bekommen. Müsste Thilorbin heißen, wenn ich mich recht erinnere.

    Das klingt alles ziemlich absolut, obwohl es das mit Sicherheit nicht ist.

    Bestimmt kann eine Maske den Druck erhöhen, wenn sie falsch und zu stramm sitzt, aber pauschal zu sagen, dass eine stramm sitzende Maske zu hohen Druckwerten führt halte ich für falsch. Ich habe in den letzten 10 Monaten bei zweistelliger Anzahl an Messungen keinerlei Auffälligkeiten beobachten können, weder mit OP-Maske noch mit den deutlich enger sitzenden FFP2-Masken.

    Ohne wirkliche Studie oder zumindest ausreichend Erfahrungsberichten könnte das einige ziemlich verunsichern oder gar verängstigen.


    Es ist aber trotzdem ganz nett im Hinterkopf zu haben, wenn man bei einer Messung mal ungewöhnliche Werte erhält.

    Hallo Pattos,

    was Du sagst ist in meiner Region reine Utopie.

    Wie du ja schon treffend sagst, funktioniert das in deiner Region nicht so recht. Mir ging es auch nicht darum sagen zu wollen, dass das alles und überall problemlos klappt. Ich wollte damit lediglich aufzeigen, dass die Ausrede "man kriegt eh erst in Monaten einen Termin" keine Gültigkeit mehr hat und es Möglichkeiten gibt deutlich früher einen Termin zu kriegen.


    Wenn man sowieso schon Angst vor einer möglichen Diagnose hat, dann ist das gängige Klischee, dass man ewig auf einen Augenarzttermin warten muss natürlich eine willkommene Begründung, mit der man sein Gewissen beruhigen kann und sich gar nicht erst um einen Termin kümmern muss. Je mehr man aufgezeigt bekommt, dass es gar nicht stimmt, was man sich einredet, desto größer ist auch die Chance rational an die Sache zu gehen und den in diesem Fall überaus sinnvollen Gang zum Arzt zu wagen.


    Das war ja auch nur eine von zwei (drei) Möglichkeiten. Die andere wäre die freie Sprechstunde, die direkter, schneller und mit Wahlmöglichkeiten verbunden ist. Die dritte wäre erstmal den Hörer in die Hand zu nehmen und zu schauen, ob der nächste Termin wirklich Monate auf sich warten lassen würde.


    Es gibt Wege und Möglichkeiten, man muss das aber wollen. Wenn die Angst vor der Diagnose zu groß ist, dann bringen all diese Möglichkeiten nichts.

    Augenärzte (bzw. Fachärzte) müssen seit einiger Zeit fünf freie Sprechstunden pro Woche anbieten, in die man ohne Termin kommen kann. Zusätzlich kann man sich auch über die Krankenkasse einen Termin vermitteln lassen, die innerhalb von 4 Wochen einen Termin vermitteln muss, sofern man gesetzlich versichert ist (wovon ich an der Stelle einfach mal ausgehe, da man in einer PKV selten Monate warten muss).


    Es spricht also wenig dagegen, dass du dich heute noch um einer Praxis mit freier Sprechstunde kümmerst oder die 116117 zur Terminvermittlung nutzt.


    Ohne das Böse zu meinen: kümmer dich um eine Diagnose und schieb es nicht aus irgendwelchen Gründen auf. Viel schlimmer als die Diagnose Glaukom ist es, wenn man ohne Diagnose feststellt, dass man plötzlich anfängt weniger zu sehen oder gar schon halb blind ist. Wenn man weiß, dass es ein Glaukom ist, dann wird man das mit ziemlicher Sicherheit aufhalten oder zumindest verlangsamen können.


    Gerade mit 30 sollte man alles daran setzen Augenerkrankungen so früh wie möglich zu erkennen. In 20 Jahren wirst du dir Vorwürfe machen wie naiv du mit 30 Jahren warst, wenn du aus Angst vor der Diagnose eine eventuelle Erkrankung unbehandelt lässt.

    Ich habe Medikamente, wenn ich sie aus welchen Gründen auch immer nicht mehr brauchte, bis zum Ende des Haltbarkeitsdatum aufbewahrt für den Fall der Fälle.

    Das mit dem zurückgeben zum testen klingt zwar im ersten Moment ganz nett, aber sowas sollte kein seriöser Augenarzt machen. Keiner weiß, ob die Medikamente auch Ordnungsgemäß gelagert wurden, so dass die Wirkstoffe auch erhalten bleiben. Gerade bei sowas wichtigem wie dem Augenlicht sollte der behandelnde Arzt dann selber das Medikament auf Lager haben und nur einen Teil herausgeben, wenn er nur testen und keine ganze Packung verschreiben will, statt Medikamente mit ungewissen Lagerbedingungen weiterzugeben.

    Hallo,

    ich hatte bereits mehrere Eingriffe mit örtlicher Betäubung + Beruhigungsspritze, wenn auch nicht die TE.


    Mir ging es auch so, dass ich vor der ersten Operation mächtig aufgeregt war und mir Gedanken darüber gemacht habe, ob das was wird ohne Vollnarkose. Bei mir war es so, dass das Personal das auch mitbekommen hat und der Anästhesist mir, nachdem der Zugang gelegt war, schon mal einen kleinen "Schuss" gegeben hat, der mich deutlich entspannter machte. Als dann das Auge soweit vorbereitet war, ging es in den OP, wo es dann mehr von dem Zeug gab (in meinem Fall Propofol).

    Es hat wirklich besser gewirkt, als ich es mir erträumt hatte. Den größten Teil der OP habe ich "verschlafen", da ich so gut wie gar nichts mitbekommen und auch wenig Erinnerungen habe. Einmal war ich für einen ganz kurzen Zeitraum wach genug um mich zu erinnern, dass da gerade was gemacht wird. Aber auch da gab es weder Schmerzen noch Angst. Es war eher so ein "Joa, macht mal, mir egal". Keine Ahnung wie, aber die Ärzte haben das auch gemerkt und dann die Dosis kurz ein wenig erhöht, so dass ich dann wieder weg war. Insgesamt hatte ich drei Eingriffe unter örtlicher Betäubung mit Sedierung und keiner davon hat irgendwelche Probleme gemacht. Die Sedierung hat immer zuverlässig gewirkt und war quasi eine Vollnarkose Light.


    Vielleicht nimmt dir das ja ein wenig die Anspannung. Wenn man es nicht bereits erlebt hat, dann kann man sich das nicht wirklich vorstellen, aber die Sedierung wirkt wirklich gut.


    (Die ersten Minuten danach sind im übrigen Erfahrungsgemäß auch ganz lustig. Man sut zwar wach, aber die Wahrnehmung und das Sprachzentrum brauchen noch ein paar Minuten um wieder klar zu sein 🤣).

    Keine Ahnung, ob die reichen würden, rechtzeitig zu erkennen, wenn mir der Himmel auf den Kopf fällt. ;-)

    Das ist genau die Art von Humor, die ich mag, wenn man trotz seines Schicksals noch Späße darüber machen kann und versucht das positive zu sehen. Ich hoffe deine Augen halten noch weiter durch!


    Toll, das Du es so tapfer aufnimmst....hast Du mal die Threads von Jens gelesen, der hat eine ähnliche Geschichte. Er ist auf einem Auge blind und hat sich durch alle Widrigkeiten und Not Op´s durchgekämpft. Mit Erfolg

    Bislang noch nicht. Hättest du vielleicht einen Link dazu, damit ich mir das mal ansehen kann?


    Hallo ihr beiden,


    was die Vorgeschichte betrifft:

    2014 wurde auf beiden Augen ein Druck im unteren 30er Bereich festgestellt, der sich dann mittels Combigan vorerst eine Weile unter 20 senken ließ. Das hat dann irgendwann nicht mehr funktioniert, dafür hat die Therapie mit Cosopt-S den Druck zuverlässig unter 20 gebracht. Als es dann wieder in Druckregionen jenseits von 20 ging, kam erst Lumigan zusätzlich ins Spiel und auf dem RA dann noch Brimonidin, da sich das RA schlechter einstellen ließ.


    2015 gab es dann am RA die Sklerotomie, da der Druck immer knapp unter 30 war. LA bekam weiterhin Cosopt-S und Lumigan, das funktionierte gut. Ungefähr ein Jahr nach der OP war es dann wieder so, dass ich Cosopt-S und Lumigan beidseitig nehmen musste, da die OP keinen ausreichende Drucksenkung bracht.


    2018 hat sich das ganze dann so sehr zugespitzt, dass der Druck am RA zwischen 35 und 40 lag und ich recht schnell von 3 mal eine halbe Glaupax bei 3x2 am Tag und allen möglichen Tropfen war, bis dann der XEN eingesetzt wurde. Ein paar Tage nach der OP wurde das Auge dann mit Healon aufgefüllt, weil der Stent zu gut funktionierte und das Auge sich wie Wackelpudding anfühlte. Es dauerte Monate, bis der Druck stabil war.


    2019, ein Jahr später, war der Druck auf dem rechten Auge dann über 50. Genauer konnte es mir meine Augenärztin nicht sagen, dass das Gerät nicht mehr anzeigen konnte. Dann ging es natürlich wieder sofort in die Klinik mit Glaupax und dort angekommen mit Mannitol und verschiedenen Tropfen weiter. Der Druck regulierte sich dann nach den Medikamenten und einer Bulbusmassage von alleine wieder, was sich keiner so genau erklären konnte (es wird vermutet, dass der Stent verstopft war). Seitdem liegt der Druck wieder konstant zu jeder Tageszeit bei 8-10.


    2020 (genauer gesagt Ende 2019) stieg dann der Druck im LA langsam aber stetig an, so dass auch dort eine OP nötig wurde. Wenige Wochen vor der OP lag der Druck dann im 30er Bereich trotz Cosopt, Lumigan und 6 Glaupax täglich. Wenige Tage vor der OP lag der Druck in der Klinik dann im Bereich von 45 und 50, trotz ständiger Mannitol- und Acetazolamid-Infusionen. Am LA wurde dann die Trabekulektomie durchgeführt.

    Der Druck hielt sich nach der OP im Bereich von 14-16 auf, ist heute aber wieder bei 23 gewesen, weshalb ich nun erstmal wieder tropfen und dann schauen muss, ob der Weg in die Klinik kurzfristig nötig wird.



    Zum sehen: Mit BA zusammen habe ich keine großartigen Einschränkungen, da das LA noch top ist (wenn auch etwas schlechter als in meinem Alter üblich). Das RA ist hingegen stark beschädigt. Zur Nase hin sehe ich damit im Grunde nichts mehr. Erkennen tue ich mit dem Rest an Sehkraft auf dem RA noch fast alles, aber lesen ist schwierig, da zur Gesichtsfeldeinschränkung kommt, dass ich ziemlich unscharf sehe auf dem RA.



    Mir gehts damit den Umständen entsprechend gut. Zwar wären zwei gesunde Augen sicherlich was schönes, aber solange ich noch keine gravierenden Einschnitte in meinem Leben merke, mache ich diese Krankheit auch nicht zu meinem Lebensmittelpunkt. Daran denken, was ich machen würde, wenn ich erblinden würde, kann ich immer noch wenn es passieren sollte. Solange das nicht der Fall ist, genieße ich lieber die schönen Seiten des Lebens und des Sehens.

    Moin,


    ich dachte mir ich stelle mich auch mal kurz vor. Ich bin mittlerweile 27 und habe wohl nicht alles, aber doch schon ziemlich viel erlebt, was das Glaukom betrifft. Mittlerweile wurden mehrere OPs durchgeführt sowie ein XEN implantiert. Dazu kamen regelmäßig Drücke weit über 40, oft auch über 50. Ich habe Erfahrungen mit:



    Operationen

    • Sklerotomie
    • Trabekulektomie
    • XEN
    • Healon-Einspritzung in die Vorderkammer nach zu niedrigem postoperativen Druck
    • unter Lokalanästhesie und auch in Vollnarkose

    Langzeittropftherapien

    • Combigan
    • Brimonidin
    • Cosopt-S
    • Lumigan (EDO & mit Konservierungsmittel)

    Mittelfristige Therapie bzw. Überbrückung bis zur OP mit

    • Glaupax (6 Tabletten/Tag) &
    • diversen Tropfen aus sämtlichen Kategorien

    Maximaltherapie mit verschiedenen Tropfen, Mannitol (intravenös) und Acetazolamid (intravenös) mit Dosierungen, die über das gingen, was als Maximaldosis empfohlen wird.


    Sollte also irgendjemand Fragen oder andere Sorgen bezüglich dieser Themen haben, kann er mich gerne kontaktieren. Ich bin gerne bereit meine Erfahrungen zu teilen, wenn ich jemanden so helfen oder Ängste nehmen kann. Auch wenn ich grundsätzliche davon ausgehe, dass jeder hier das weiß, erwähne ich nochmal extra, dass es sich um meine Erfahrungen und Vorgehensweisen handelt, nicht um medizinische Ratschläge.