Beiträge von Carla

    Optiker war ein guter Tipp, danke! Hab für morgen einen Termin bekommen, lasse mir eine Übergangsbrille bzw. - glas machen. Für 29,- krieg ich ein einfaches Korrekturglas, in angeblich nur 1-2 Tagen. Brillengestell lasse ich das von meiner Lesebrille nehmen.


    Richtiger Sehtest ist erst morgen, aber sie haben mich schonmal durch so eine Brille mit Korrekturglas schauen lassen. Ca. -1,5 kommt anscheinend doch hin, aber ich halte das nicht noch 4-6 Wochen aus.

    Auf meinem Linsenpass von der Kunstlinse steht 10.0 D. Ich hatte davor -12,0 auf dem rechten Auge, -2 Dioptrien sollten es werden. Waren es anfangs auch, nun wurde es während des Einwachsens etwas mehr. Auf jeden Fall stimmt das etwa mit Kontaktlinsen überein.

    Ah, dann war der Wert bei dir tatsächlich zufällig derselbe wie dein Dioptrien-Korrekturwert.


    Deine Linse wurde auf +20 berechnet, davon hast du 10 zur Korrektur bzw. Abschwächung deiner Myopie abgezogen bekommen, für die Differenz zwischen -12 und -2.


    Und uh-oh, beim Einwachsen können sich die Werte nichmal ändern?!? Mist :frech:

    Ok, dominantes Auge kenne ich, ich kannte nur den Begriff Fernauge dafür nicht. Musste sich bei mir auch umstellen, das ging bei mir aber schleichend.


    Das stelle ich mir ziemlich unangenehm vor, wenn es sich auf so eine schlagartige Änderung umstellt. Nach der OP des anderen Auges wird es sich ja vermutlich wieder "zurückstellen" (oder?), aber das bedeutet dann ja, dass du den Ärger 2x hast.


    Ich drücke dir die Daumen, dass die Zeit bis zur OP gut und schnell rumgeht!

    Nachtrag:


    Vielleicht waren die Dioptrien in deinem Linsenpass ja zufällig in einer ähnlichen Höhe wie du es von deinen Brillen und Kontaktlinsen kennst. Die Brechkraft der natürlichen Augenlinse hat aber eben +/- 20 als Ausgangswert.


    Wenn mit der Kunstlinse bestehende Fehlsichtigkeiten korrigiert werden sollen, dann werden die entsprechenden Korrekturwerte/Dioptrien davon abgezogen (Myopie, - Dioptrien) oder dazugezählt (Hyperopie, + Dioptrien). Das sind dann quasi die "Brillenwerte".

    Hallo DieDa,


    die 26 Dioptrien stehen in dem Linsenpass, den ich bekommen habe. Mit dem Refraktionskram kenne ich mich nicht wirklich gut aus, aber die Dioptrien kann man nicht 1 zu 1 von einem Fall auf den anderen übertragen. Du bist ja stark kurzsichtig, ich bisher rechtsichtig.


    Bei einem durchschnittlichen Rechtsichtigen hat die Linse laut meiner AÄ 21,5 Dioptrien. Wenn du auf dem noch nicht operierten Auge -12,5 hast, vermute ich, dass es auf dem anderen vor der OP wohl ähnlich war. D.h. man hat dir zur Korrektur um die 10 Dioptrien von den durchschnittlichen 21,5 abgezogen. Weitere Abweichungen ergeben sich u.a. durch die Länge des Augapfels (Längsachse) und die Position der Linse im Auge.


    Mir wurde ein "Nanophthalmus anterior" bescheinigt bzw. eine flache Vorderkammer. Mein Auge gesamt ist mit 2,1 cm nur wenig, aber eben etwas kürzer als der Durchschnitt. Außerdem wollte der operierende "Chefprof" noch meinen leichten Minus-Astigmatismus mitkorrigieren, warum auch immer. Das alles fließt ja auch in die Berechnung ein - wie auch immer genau.


    Als ich die +26 im Linsenpass gelesen habe, noch mit Verband auf dem Auge, kam mir das trotzdem gefühlt zu hoch vor. Als hätte man mich auf die Nähe statt auf die Ferne einstellen wollen :keineAhnung:


    Soweit ich es verstanden habe, braucht die Heilung 6-8 Wochen. Einen Linsentausch muss/sollte man aber unbedingt vor 8 Wochen durchführen, da dann die Linse in den Kapselsack eingewachsen ist.


    Mit einem Linsentausch habe ich gedanklich keine Probleme, es ist aber halt deutlich riskanter, die Kunstlinse zu zerschneiden und zu entfernen als die Naturlinse.


    Was meinst du bei dir mit Fernauge?


    LG, Carla

    Ich weiß ja nicht, ob das Entfremdungsgefühl mit der Kurzsichtigkeit zusammenhängt:


    Musste jemand von euch eine Kunstlinse austauschen lassen, und gab das viele Komplikationen?


    Meine AÄ meinte, Lasern hätte weniger Komplikationen als eine erneute OP zum Linsentausch, aber falls das dasselbe ist wie Lasik könnte man hier im Forum meinen, das wäre der Teufel. Ich verstehe bloß nicht warum (Jaja, dünnere Hornhaut bei der Druckmessung, aber das weiß man ja dann. Aber sonst?).

    Hallo zusammen!


    Ich hatte mich ein Weilchen hier nicht blicken lassen weil mir alles zu viel war (hatte u.a. noch eine 2. Gesundheitsbaustelle dazubekommen). Letzter Stand war, dass mein Druck auf dem re Auge (Engwinkelglaukom) trotz 2-facher Laser-Iridotomie nicht runter sondern eher weiter hoch ging. Da sich (erst auf Nachfrage) auch eine Verschlechterung in den OCTs gezeigt hätte, bekam ich dann von einer Woche auf die andere einen Termin zur Katarakt-OP im Uniklinikum meines Nicht-Vertrauens.


    Die ist jetzt 12 Tage her. Ich sollte eine asphärische Blaufilterlinse bekommen und, als bisher Rechtsichtige mit beginnender Presbyopie, auf gute Fernsicht eingestellt werden. Asphärisch habe ich bekommen, aber ohne Blaufilter und ich bin seither komplett kurzsichtig (Linse hat 26 Dioptrien). Ich kann zwar aber auf dem Auge lesen (mühsam wegen des Glaukoms), sehe aber alles außer ca 60 cm nur verschwommen und krisselig.


    Ich empfinde die Kurzsichtigkeit bisher als einschneidender als den Glaukomschaden alleine (Gesichtsfeldausfall re von ca. 70%). Ich

    fühle mich, als würde es mich ständig in 2 verschiedene Richtungen ziehen. Ich stolpere unterwegs häufig, torkle selbst in der Wohnung leicht, Rücken und Nacken sind schräg und verspannt, re Oberschenkel voller blauer Flecken vom Anstoßen, mittlerweile fahre ich Wände und Kanten rechtsseitig mit den Händen entlang als wäre ich blind etc.


    Ich empfinde das Auge nicht mehr richtig als "mein Auge", sondern nur noch "das Auge" (das Ärger macht). Ich empfinde es als dumm und faul, und "es lügt" - ich kann meinen Seheindrücken, v.a. beim binokulären Sehen, nicht mehr trauen. Am liebsten würde ich das Auge außer beim Lesen permanent abgedeckt lassen damit ich Ruhe habe. Oder, ehrlich gesagt, noch lieber, dass es mir jemand "wegmacht".


    Es belastet mich momentan so sehr, dass ich denke ich wäre besser dran, wenn ich es durch einen Unfall verloren hätte. Momentan wäre ich es jedenfalls am liebsten ganz los. Ich habe u.a. Phantasien davon, mir die Kunstlinse eigenhändig wieder aus dem Auge zu kratzen.


    Dass das völlig irrational ist, weiß ich auch. Ich weiß auch, dass es neurologische/psychiatrische Körperwahrnehmungs-/-identitätsstörungen gibt. Kennt das jemand von euch in Verbindung mit Kunstlinsen-OPs oder hat davon mal gehört? Gehe ich damit (nochmal) zur AÄ oder direkt zum Neurologen/Psychiater??


    Ich hab das Gefühl völlig am Rad zu drehen!

    Hallo Jona,


    danke für deine schnelle Antwort! Ja, den Zwischenbereich habe ich beim Gedanken an zukünftige Brillen bei mir noch etwas aus den Augen, aus dem Sinn geschoben :D


    Ansonsten: Ist ja gerade gut, dass man auf seine jeweiligen Sehgewohnheiten eingestellt werden kann :) Allerdings sind die Kurzsichtigen meines Wissens eben die Einzigen, die man auf Nahsicht einstellt, weil sie es eben so gewohnt sind.


    Mir hat man durch die Kurzsichtigkeit dagegen den Blick in die Unendlichkeit geklaut, und ich muss gerade gefühlt halb blind durch die Welt draußen torkeln. Mag ich nicht ;)


    LG, Carla

    Hallo,


    wieso braucht ihr denn nach einer Katatakt-OP eine Gleitsichtbrille?!? Ich dachte, man wird entweder auf die Ferne oder auf die Nähe eingestellt und braucht dann nur (noch) eine einfache Brille für die jeweils andere Distanz?


    LG, Carla



    [Ich hatte vor gut einer Woche einen Clear Lens Exchange rechts, war aber noch zu faul/depri/gestresst/beschäftigt um einen eigenen Beitrag zu erstellen. Bin seither das erste Mal in meinem Leben kurzsichtig und finde das viel schlimmer als den Glaukomschaden. Hoffentlich geht das im Verlauf der Heilung wieder weg, sonst kratze ich mir die Kunstlinse notfalls eigenhändig wieder aus dem Auge raus... :-((( Eigentlich sollte ich auf gute Fernsicht eingestellt werden.]

    Hallo Canus!


    Das dürfte sich für uns bzw. innerhalb unserer Lebenszeit wohl auf das Stadium der Science Fiction beschränken.


    Ich hab neulich tatsächlich von einem Rattenexperiment gelesen. Es ging um die Wiederherstellung der Verbindungsstellen eines durchtrennten Sehnervs durch Stammzellen. Also allenfalls übertragbar - vielleicht, irgendwann - auf Menschen mit unfallbedingter Optikusverletzung. Nicht auf Atrophien/Neuropathien.


    Hab mir die Meldung nicht "gebookmarked", kann dir daher mit keinem Link dienen.


    Viele Grüße

    Carla

    Hallo Bieberchen,


    danke für die ausführliche Info zu den Linsen, die in meinem Fall leider Perlen vor die Sau war.


    Ich bin nicht fehlsichtig, der einzige Grund für Kunstlinsen ist mein Glaukom = mehr Platz im Kammerwinkel. Monovision fällt bei mir durch meinen GF-Defekt von gut 60% rechts leider flach, das hätte mir sonst noch am ehesten "gefallen".


    Selbst mit meinem Gesichtsfeldausfall rechts liege ich mit dem Visus von beiden Augen zusammen noch über der Durchschnittsbevölkerung. Für mich ist durch Kunstlinsen da nichts zu gewinnen - bestenfalls kann ich hoffen, dass mein Visus sich durch die OP nicht verschlechtert. Und die Akkomodation ist halt auf einen Schlag weg statt allmählich über die nächsten 20-30 Jahre.


    Ich verstehe auch, dass die überwiegende Mehrheit der Glaukombetroffenen keine so günstigen Ausgangsbedingungen und Prognose hat. Trotzdem muss ich mit dem Verlust erstmal klarkommen bzw. nach dem einen vielleicht auch noch bald den nächsten schultern.


    Erstmal abwarten, was das Klinikum nächste Woche zum TTP sagt.


    Wobei ich gestehen muss, dass mich die jetzige Konstellation wahrscheinlich auch nicht auf Dauer beruhigen könnte: 1) ich habe ein winziges Loch in der Iris, das so klein ist, selbst ich es selbst nicht sehen kann 2) es kann auch wieder zuwachsen 3) es ist mein stärkster Schutz gegen asymptomatische Glaukomanfälle, die ich in der Vergangenheit mutmaßlich gehabt habe.


    Also zusammengefasst: Ein Loch, das ich nicht sehen kann, schützt mich gegen Anfälle, die ich nicht spüren kann. Finde den Logikfehler...


    Wenn ich das dem falschen Facharzt erzähle, kriege ich noch ein Einzelzimmer ganz woanders! ;)

    Danke für die Erklärungen, Senator!


    Ich dachte, sowohl Thrombosen wie auch Netzhautödem wären akute Notfälle... so wie du darüber schreibst, hört sich beides fast chronisch an. Gut jedenfalls, dass du beides mittlerweile wegbekommen hast!


    LG, Carla

    Hallo Senator,


    hängt die Brauntönung mit der Akkomodation zusammen oder mit dem Blaustich, den manche bei den Kunstlinsen empfinden?


    Du wirst vermutlich Monofokallinsen haben, oder? (Geschätzt im Sinn von: je mehr Begleitumstände vorliegen, desto weniger Komplikationen kann man bei den Linsen brauchen.) Gibt es bei den Monos auch etwas, das man beachten muss?


    Ob dir die Katarakt-OP beim Glaukom geholfen hat, brauche ich nach einem Blick in dein Profil nicht fragen... Au Backe! Ist das mit der Venentrombose + Netzhautödem noch akut, bist du stationär?

    Hallo Biberchen,


    danke dir für den Tröstungsversuch :) Ich werde 47 und merke die beginnende Presbyopie schon gelegentlich. Andererseits war ich bis "gerade eben" halt noch rechtsichtig und mit heilem GF.


    Es geht mir gerade alles ein bisschen schnell (Veränderungen/Verschlechterungen)... und manches zu langsam (Stabilisierung)...


    Hast du selber IOL? Ich hatte noch keine Beratung, aber soweit ich mir zusammengelesen habe, gibt es, wenn man gut sehen will, eigentlich immer noch nur die Monofokallinsen + Brille, bei allem anderen muss man recht viele Abstriche machen, egal ob es bi-, tri-, multi- oder Edof heißt.

    Hallo,


    wollte nur mal ein Lebenszeichen zwischendurch geben - zum neuen Thread bin ich immer noch nicht gekommen.


    Letzten Freitag habe ich den Gang zum Klinikum mit dem Befund von Jonas hinter mich gebracht. Sie haben es sportlich genommen, zumindest der OA, der Chef war nicht da. Sie wollen noch mal ein TTP machen, am 31.08./1.09., um zu schauen, ob die Iridotomie den Druck schon gesenkt hat.


    Ob sie dann der weiteren Empfehlung von Jonas folgen - Katatakt-OP, um mir mehr Platz im Winkel zu verschaffen - oder nicht, werde ich dann wohl im Abschlussgespräch erfahren. Mein Gefühl im rechten Auge sagt mir, dass ich immer noch nicht im grünen Bereich bin.


    Den Gedanken, bei einer vorzeitigen Katarakt-OP auf einen Schlag meine Akkommodationsfähigkeit zu verlieren, finde ich erschreckend und bedeutet für mich ein weiterer Verlust an Sehkraft. Wenn es die Sache dafür endlich mal stabilisieren sollte, werde ich es aber wohl machen lassen.


    Andererseits suche ich gerade alles nach Infos bzw Vergleichen der Resultate von Iridotomie vs. Iridektomie ab. Konkrete Daten / Studien habe ich bisher leider wenige gefunden, bisher nur mit Fragestellungen, die mich nicht betreffen.


    Wird ja wohl eh länger dauern, bis man einen Katarakt-OP-Termin bekommt...


    Liebe Grüße

    Carla

    Seit heute morgen habe ich zum ersten Mal eine 24-Std-Blutdruckmanschette um. Ich dachte, die Dinger messen stündlich, aber mein Biest ist sogar auf Viertelstündlich eingestellt, nachts dann halbstündlich.


    Erkenntnis 1: Meinem Blutdruck (hab normalerweise bei Messungen morgens so zwischen 130/80 und 110/70) und Puls ist mein extrastarker spanischer Milchkaffee völlig egal.


    Erkenntnis 2: Hab eine Stunde auf dem Sofa gelegen mit Augen zu, aber Amazon und der Stromableser wollten nicht, dass ich ein Schläfchen mache. Niedrigster mitbekommener Wert: 90/50 (?!?). Hab so das Gefühl, dass das Glaupax bei mir voll in die Hose gegangen wäre... will jemand dagegen wetten?


    Und ratet mal, wer weder gestern noch heute zurückgerufen hat? Richtig, die Augenklinik, an die ich mich "jederzeit bei Fragen wenden kann". (Nein, ich bin nicht überrascht.)


    :oD

    Von der Laser-Empfehlung für engen Kammerwinkel wusste ich nicht mal was. Ausschlaggebend für meine schnelle Entscheidung war die sehr plausible Erklärung von Prof Jonas, was ein Stent stattdessen bewirken könnte, wenn bei einem so engen Kammerwinkel der Druck in der Vorderkammer stärker/schneller als in der Hinterkammer runtergeht > Linse kann nach vorne gedrückt werden, plus zwei weitere Wahrnehmungen meinerseits:


    Seit Sonntag hatte ich immer wieder eine innere Unruhe in mir gespürt, an der Schwelle zur "psychomotorischen Unruhe", die ich sonst nicht von mir kenne, aber in den letzten Wochen 2 oder 3 Mal tageweise gespürt hatte. Einmal konnte ich sie mit ebenfalls mutmaßlich erhöhtem Druck rechts in Verbindung bringen, als ich am 23./24.07. in der Notaufnahme war.


    Bei der Untersuchung gestern hatte ich rechts einen Druck von 22 gegen 15:30 Uhr. Wenn ich vom Verlauf des TTP hochrechne - morgens höchste Werte, dann abnehmend (ok, ich weiß, Milchmädchenrechnung und so...) -, dürfte ich am 23.07. morgens wohl auch einen Wert von Mitte 20 und gestern sogar einen Wert von 30 oder höher gehabt haben.


    Ihr dürft mich gerne bei Bedarf auslachen - ich bin anti-esotherisch und pro evidenzbasierter Medizin - aber zu dieser Unruhe in den letzten Tagen sind bei mir 2 verschiedenen Bilder im Kopf aufgetaucht: zum einen, als würde in mir irgendein Motor gerade von 6000 auf 8000 Umdrehungen hochdrehen, zum anderen, dass irgendwo etwas "klemmt". Und zusammengenommen ein vages Gefühl, als würde mir irgendeine Art Anfall bevorstehen (außer Migräne hatte ich noch keine "Anfälle" irgendeiner Art). Ein Glaukomanfall ist mir dabei gar nicht in den Sinn gekommen.


    Ich habe zwischen Schule und Studium insgesamt 10 Jahre als Daueraushilfe in der Altenpflege gearbeitet, nicht-examiniert, aber außer Insulin spritzen und Medikamente richten habe ich alles gemacht, was auch die Examinierten machen. Ich habe in der Zeit mehrere Bewohner erlebt, deren Tod sich durch (sehr viel größere!) psychomotorische Unruhe etwa 24 Std vorher angekündigt hat (daher kenne ich auch den Begriff).


    Ich habe meine Unruhe dann in dem Sinn ernst genommen, dass mein Köper merkt, dass etwas im Anmarsch ist, was mir bestimmt nicht gefallen wird. Die Erklärungen vom Prof haben für mich "Klick" zu meinem Gefühl gemacht, und ich habe dem gemäß sofort entschieden.



    Meine zweite Wahrnehmung: Ich kann meine Ausfälle von nasal bis zentral nach wie vor als Flimmerskotome sehen (wenn ich das linke Auge zumache/-halte), sowohl die absoluten wie auch die relativen. In den zwei Wochen seit der Voruntersuchung zum TTP bis jetzt haben die relativen Ausfälle im Zentrum langsam aber kontinuierlich zugenommen. Daher hatte ich mir ziemliche Sorgen gemacht, wie ich überhaupt die 2 Wochen mit Glaupax und Dexa Edo (?) zur OP-Vorbereitung überstehen soll.


    Und dass mir eben die Zeit davonrennt, wenn ich die geschätzten 40%, die ich auf dem rechten Auge noch habe, erhalten will... und ich allem voran das Zentrum "retten" muss!


    Dafür, dass ich mich eigentlich für eine Selbstwahrnehmungs-Legasthenikerin halte, bin ich verdammt, verdammt stolz auf mich :) [Ich muss mich oft mit dem Verstand dran erinnern, in mich reinzuhorchen. Wegen der Konzentration auf die Augen sind mir diesmal die Divertikulitis-Vorzeichen durch die Lappen gegangen, aber das war es absolut wert ;-)]

    Hallo Malve,


    danke dir :)

    Hallo Carla,

    der Kammerwinkel wird nach Schaffer in 5 Graden angegeben.

    5 ist ganz weit offen und unter 2 besteht Gefahr für Glaukomanfälle.

    Ich würde da noch mal nachhaken. Das ist sehr wichtig.

    Gruß Malve

    DIe Gradangabe zum Kammerwinkel wurde meines Wissens nicht schriftlich dokumentiert (hab den Bericht heute morgen in der Hausarzt-Praxis liegenlassen, bin aber morgen früh wieder dort). Ich hatte ihn mündlich um eine Angabe nach dieser Shaffer-Einteilung gefragt, wegen der Info von dir. Die fünf Grade gehen laut Wikipedia von 0 bis IV.


    Seine Antwort war 0. Ich war so baff dass ich "Null?!?" zurückgefragt habe, und er hat es nochmal bestätigt.


    Liebe Grüße

    Carla

    Bearbeiten geht nicht mehr, ich hatte rechts und links vertauscht:

    Zitat
    • Der Kammerwinkel sei bei beiden Augen Grad 0, aber im linken Auge sei der Winkel offen und im rechten Auge geschlossen. Verstehe ich das richtig - ohne die vier Wirkstoffe meiner 3 AT hätte ich im rechten Auge gerade (wieder) einen Glaukomanfall gehabt??

    Doch noch ein Nachtrag mit Frage, das hatte ich bei den Erklärungen von Prof Jonas nicht ganz verstanden und geht mir jetzt gerade im Nachhinein aus seinem schriftlichen Befund (vielleicht) auf:


    Der Kammerwinkel sei bei beiden Augen Grad 0, aber im re Auge sei der Winkel offen und im li Auge geschlossen. Verstehe ich das richtig - ohne die vier Wirkstoffe meiner 3 AT hätte ich im rechten Auge gerade (wieder) einen Glaukomanfall gehabt??

    Hallo allerseits,


    hier und heute erstmal nur kurz - ich werde bei nächster Gelegenheit einen neuen Thread dazu eröffnen, zum besseren Auffinden und Nachlesen für andere:


    Der Privattermin bei Prof. Jonas hat eine völlig andere Perspektive ergeben. Zum einen befand er, dass beide meine Kammerwinkel bei 0 Grad auf der Shaffer-Skala liegen! (wisst ihr eigentlich, wie toll ihr seid, dass ihr da so nachgehakt habt?!?)


    Daher und in Verbindung mit meinem Gesamtbefund geht er von (Verdacht auf) "rezividierende(n) asymptomatische(n) Pupillarblock-Winkelblockglaukomanfälle(n)" aus. Vom Offenwinkelglaukom zum Winkelblockglaukom in 3...2...1.


    Therapie-Empfehlung (vorerst, einen Plan B gibt es auch): YAG-Laser-Iridotomie. Nach einer Stunde Bedenkzeit habe ich sie direkt von ihm durchführen lassen (Gründe für die schnelle Entscheidung: nicht mehr heute. Ich hatte welche, mMn gute ;-)).


    Ich fühle mich einfach uuuunendlich erleichtert!!! Sowohl durch die Diagnose + Erklärungen, aber auch durch den Eingriff.


    Soviel für heute, und danke-danke-danke für eure Unterstützung, Rat und Sachverstand hier :peinlich


    Liebe Grüße

    Carla