Beiträge von Biberchen

    Danke Ihr Zwei.


    Tanja - doch Druck wurde signifikant gesenkt. Nur nicht so sehr wie damals erhofft anhand irgendwelcher Prozent-Annahmen. Ungetropft hatte ich 16-18, mit erst Monoprost kaum weniger (erinnere mich schon nicht mehr), und mit Fixaprost 13-14. Alles mit Pustemessung (und meine dicke Hornhaut würde noch -1 erlauben). Wenn mit Applanation gemessen wurde war es niedriger.


    Parallel führ' ich mir seit dem Sehnerv-Verlust jeden Morgen NEM, Blaubeeren sowie Leinöl zu. Hab' ernsthaft mit Meditieren begonnen und generell mein Leben ziemlich umgestellt - u.a. deutlich weniger stressigere Arbeit, einigen Ballast abgeworfen.


    Der abyssische Graben im OCT (insb. bei TI) wird aktuell nicht mehr tiefer und ich freue mich.


    Was nun ursächlich für die Stabilität ist (ODER: den vielleicht einmaligen Sehnerv-Verlust aufgrund extremen Stresses) kann ich Dir auch nicht sagen. Software-Fehler kann ich bei mir ausschliessen, die Progression war über 1,5 Jahre fortschreitend auf zwei verschiedenen Geräten zu sehen (auf dem einen Gerät, bei meinem AA, war davor über 10 Jahre alles gleichbleibend stabil gewesen, wurde ja bei mir hochmyopem PKV'ler immer brav gemessen jedes Jahr). Was ich weiss ist, wie krass gestresst, erschöpft und kaputt ich die letzen paar Jahre war.


    Ich sehe das Glaukom nicht als böse Krankheit, sondern als Warnsignal meines eigenen Körpers vor Überlastung. Der Sehnerv-Verlust hat mir geholfen, endlich die wenig nachhaltige Art wie ich mit meinem Leib umging, zu verändern. Damit hab' ich auch die Wahrscheinlichkeit für schlimmere Ausfälle (als "nur" das Auge) reduziert. Das Glaukom mein Freund? In jedem Fall Teil von mir.


    Wie gesagt, ich guck' mir das alles nun mal 2-3 Jahre an und dann mal gelassen schauen wo ich stehe. Und ob man mal einen Auslassversuch startet (für Augentropfen wie auch Blutdrucksenker). Es bleibt ja meine hohe Kurzsichtigkeit, Mikropapille, ICL, und manch Flammer-like Eigenschaft. Und wir werden alle älter.

    Die nächste Kontrolle stand an - stabil stabil. Weiter keine weiteren Verschlechterungen, unter Fixaprost.

    Auslassversuch lasse ich erstmal (wie jenat) aber kann man sich in 2-3 Jahren ja mal angucken.


    Das einzige was mich irritiert ist die Terminfrequenz beim AA. Wollte mich in 3 Monaten wiedersehen, "noch vor Jahresende" (vorher als es noch nicht stabil war, wurden meist 6 vorgeschlagen, und vor der ganzen Geschichte war ich alle 12). Kommt mir erratisch vor, ich frage nächstes Mal mal nach. Mir dünkt es könnte auch interne umsatzgetriebene Gründe geben?


    :back:

    Hey Andreica,


    ich danke Dir. Nein, beim Sehen habe ich bisher keine Einschränkungen, ausser dass gerade alles rosa ist (haha). Wie das dann am Lebensende aussieht - keine Ahnung, das ist ja eventuell noch ein ganzes bisschen hin, bis dahin kann ja alles passieren von Progression bis Wunderheilung. Gucke nicht in die Zukunft.

    Logbuch der USS Biberchen, im Jahr 2022 bei Sternzeit März 1 - 6-Monats-Kontrollbesuch beim Bordarzt


    - OCT: Stabilität weiterhin (AA sagt, der deutliche Schaden insb. R würde sich aktuell nicht mehr vertiefen)

    - Pustedruck: wieder "nur" 14 aber ok

    - Gesichtsfeld und Sehtest: leicht schlechter, buche ich unter Tagesform ab


    Sehr glücklich, gleich ein Stück Sachertorte gegönnt und neue Fixaprost besorgt. AA will mich in 4-6 Monaten wiedersehen. Bude für ukrainische Flüchtlinge angemeldet. Alles Liebe und Gute für Euch alle in diesen schwierigen Zeiten.

    Moin, ich mal wieder. Morgens wie immer Fixaprost getropft. Und war vormittags dann zum Dreimonats-AID-Routinecheck (via Puster). Leider 15+16 :( So war das noch niemals. Jetzt bin ich ziemlich verunsichert, wird mein AID gerade durch das Glaukom kontinuerlich schlechter? War nicht beim AA, keine Zeit, gehe nächste Woche nochmal. Und/oder es ist meine zur Zeit leider erneut wieder massiv stressige Arbeit und Muskelverspannungen bis hin zum Auge (aber all das begleitet mich ja schon lang, ist nicht neu).


    Ja, ich weiss Puster ist ungenau, aber ich hatte an diesem Gerät immer totale Konsistenz bisher, vormittags ungetropft wirklich jahrelang immer 17-18 und getropft das letzte Jahr immer 13-14. Tja.

    Ich tropfe mein Fixaprost immer morgens gegen 9 Uhr (+/- 30min). Mit Handywecker.


    + Compliance: kann die Morgenszeit viel sicherer einhalten als abends wo immer was los / was anders ist

    + Wirkung: dachte die Betablocker halten nur 12h, Prostaglandine 24h - und mein Stressbluthochdruck findet tagsüber statt

    + Der Augenärztin war morgens vs abends auf Nachfrage egal

    Ende August Update:


    - Carotis und Apnoe abgeklärt - alles i.O.

    - NEM weiter nur ein Kombipräparat und gut ist. Gute Ernährung, ordentlich Trinken und Leinöl.

    - Fühlbare Fortschritte bei Entspannung/Gelassenheit. Meditation changed my life.

    - Fixaprost senkt AID bei mir nicht stärker als Monoprost - bin eher bei -18% statt der gewünschten -30%.

    - 3-Monats-OCT zeigt zum allerersten Mal seit 2 bzw 3 Jahren sowas wie Stabilität. =)


    Nur eine Momentaufnahme und 3 Monate, aber geht aufwärts (naja, seitwärts).

    Bleibe bei Fixaprost, in 6 Monaten wieder AA. Glücklich.

    Biberchen ...was kann es schaden zur Glaukom-Sprechstunde zu gehen und sich bei einem von der AÄ erhobenen "Borderline-Befund" eine Zweitmeinung einzuholen? Ich denke nicht, dass es immer erst "schlimm" sein muss, um das "Privileg" zu haben, sich gründlich untersuchen lassen zu dürfen. Ich bin jetzt noch jung. Jetzt. Myopie, schwankende Druckwerte, familiäre Belastung durch Mutter, Tante, Großmutter.

    Hey. Ich sage nur, was ICH machen würde an Deiner Stelle.


    "Borderline" ist kein klar defininierter Begriff. Bei malve und mir gab' es auffällige OCTs (bei malve war das andere Auge bereits forgeschritten glaukomatös, und Glaukom tritt dazu gern bds. auf. Bei mir im zeitlichen Verlauf der Auftritt plötzlicher, deutlicher Sehnververluste, Borderline wurde hier gesagt, weil man noch hoffte, es war evtl. ein einmaliger Schaden, oder myopiebedingt).


    1. Du schreibst, Du bist seit mind. 2016 halbjährlich beim AÄ zur AID-Messung, Sehtest, Spaltlampe - prima. Das macht Sinn, denn durch Myopie, Gene und leicht erhöhten AID hast Du erhöhtes Risiko für Glaukom. Tropfen *ggf* präventiv, wenn AÄ es empfiehlt - tut sie?


    2. Dein OCT als ein Frühwarnsystem ist - nach meiner laienhaften Meinung - NICHT auffällig für einen Myopen - selbst ohne zeitlichen Verlauf, und den hast Du sogar on top über 5 Jahre - super! Deine eigene Ärztin sagt, es hat keine Veränderung gegeben, und sie sagt, sie sieht da keinen Anlass / Behandlungsbedarf / Glaukomsprechstunde. Vertraust Du Deiner AÄ nicht?


    Blendest Du all diese "guten" Befunde von ihr selektiv aus, und versteifst Dich auf das Wort "Borderline"? Wenn ich das mit ihren anderen Aussagen hier vergleiche, kann sie damit doch nur meinen, dass Du halt trotz ordentlicher Messwerte Risikokandidat bist - frag sie?


    Eine Zweitmeinung holst Du ja on top bereits ein gerade noch dazu.


    Aufgrund der hier geteilten Befunde wüsste ich nicht, was in der Glaukomsprechstunde neues herauskommen sollte. "Schaden" tut es nur insofern, dass a) ein anderer bestätigter Glaukompatient warten muss und das Gesundheitssystem belastet wird und b) Du dich evtl Deinen Sorgen noch mehr hingibst, aber keine Kontrolle der Situation dadurch erlangen wirst.


    Ich wünsch' Dir, dass Du in Zukunft niemals ein Glaukom kriegst, doch auszuschliessen ist es nicht, und was kann man jetzt machen? Ggf. präventiv tropfen oder nicht (keine Ahnung), Stress und negative Gedanken reduzieren, ordentlich trinken.


    Es bleibt Deine Entscheidung. Wenn Du da hingehen musst, dann tu es natürlich. Ich hoffe, alles bleibt bestens für Dich. Alles Gute.

    Ganz ehrlich - mit diesem Befund würde ICH nicht noch zu einer Glaukomsprechstunde gehen. Wozu?


    Tropfen - wirken bei jedem Menschen anders, ausprobieren. Auf dem Papier die wenigsten Nebenwirkungen haben konservierungsmittelfreie Prostaglandine - zB Monoprost. Ist ein einzelner Wirkstoff und musst Du nur 1x täglich tropfen, rein präventiv.

    Hallo Kullermurmel,


    mir ist nicht ganz klar, wieso Du pro Datum gleich jeweils 3 OCTs hast, und welches von welchem Gerät ist.


    Ich bin kein Arzt, für mich Laien sehen diese OCTs allesamt recht unaufällig aus - typisch für einen stark Myopen (leicht verschoben und verdreht, siehe nasal) aber die "Buckel" sind alle wunderbar erhalten (insbesondere inferior gibts bei beginnendem Glaukom gern die ersten Einbrüche). Entscheidend bleibt der Verlauf, und da hast Du nun "nur" zwei Daten, aber immerhin über 5 Jahre (aber dafür nicht am gleichen Gerät), und da bemerke ich auch keinen riesigen Unterschied. Kleine Differenzen sind immer drin, (selbst am gleichem Gerät).


    Wenn ich Du wäre, würde ich versuchen einen Gang runterzuschalten mit Selbstbeobachtung, Rückversicherung, Sorgen. Als Hochmyope und aufgrund des etwas erhöhten AID alle 6-12 Monate zum Augenarzt inkl OCT (am gleichen Gerät), ggf konservierungsmittelfrei ein Einzelwirkstoffpräparat tropfen als Prävention.

    Hi sunday,


    ist im Grunde das "last resort" für weit fortgeschrittene und austherapierte Glaukompatienten, wenn ich es richtig verstehe.


    Man holt aus den wenigen verbliebenen Ganglienzellen durch Wechselstromstimulation noch das Letzte heraus.

    Wird schon einen kleinen Effekt haben, aber müsste dazu ständig wiederholt werden und wahnsinnig teuer.

    Und wenn keine Ganglienzellen mehr da sind, kann man auch nichts mehr stimulieren, irgendwann.


    Zitat

    Ich hatte Prof. Erb mal nach Nahrungsergänzungsmitteln gefragt, die zu empfehlen sind. Er hat mir dazu nun eine Prospekt eines wohl relativ neuen Präparats gegeben, das Ophtaprotect Sehnerv heißt. Das soll von Augenärzten entwickelt worden sein.


    Geschäftsführerin lt. Impressum ist eine gewisse E. Erb ;)


    Wirkstoffe sind die üblichen Verdächtigen (Q10, Vitamine usw). Mir fiel auch direkt auf - es gibt keinerlei Inhaltsangabe zur Menge, sowie zu sonstigen Inhaltsstoffen. Dafür ist der Preis, ehm, gesalzen.

    Zu den phaken Linsen:


    Die Visian Staar ICL, die Andreica und ich implantiert haben, sind eher selten. Die meisten Myopen mit Wunsch Brille/Kontaktlinsen loszuwerden, die lasern oder, wenn schon älter, Linsentausch. Dementsprechend reagieren die meisten AA an der Spaltlampe mit einer Mischung aus Faszination und Erschrecken (wenn sie die Linsen überhaupt entdecken). Habe ich zigmal erlebt.


    Und bei Sehnervschaden sagt sich dann natürlich schnell, "uuh, das kommt von diesen seltsamen Linsen" (genauso könnte man aber sagen, es kommt von der zugrundeliegenden Kurzsichtigkeit, oder was anderem. Ist halt ein weiterer Risikofaktor, klar). Andreica schrieb' am Anfang, "Prof. Dietlein sieht keine Probleme mit den ICLs, Frau Cybulska meinte, sie kennt die ICLs nicht so gut".


    Die häufigste Nebenwirkung der ICLs war immer verfrühter Katarakt (weil die Linse von hinten an der natürlichen Linse reiben kann, wenn der Vault nicht groß genug gelungen ist). Druckanstiege gab es in früheren Versionen der Linsen häufiger, die neuen EVOs und 4+ haben mehrere kleine Löchlein in der Linse, so muss das Kammerwasser nicht um die Kunstlinse rumschwimmen, sondern kann fröhlich mittendurch :) Pigmentabrieb kann auch vorkommen, aber eher vom/beim Einsetzen der Linse einmalig, ist ja keine Vorderkammerlinse. Glaukom wird bei den Nebenwirkungen der Linse aufgeführt, aber war bisher nicht als sehr häufig bekannt (im Vgl zu Katarakt zB).


    Ich weiss nicht, welche Version Andreica hat, ich habe die EVO+, also mit Löchlein. Ich habe auch nicht mehr im Blick, ob bei Andreica überhaupt ein signifikanter Druckanstieg in den Augen seit/mit der Kunstlinsenimplantation geschehen ist, oder war der Druck schon immer gleich/erhöht?


    All dies gesagt - natürlich können die Kunstlinsen als Fremdkörper irgendwie mitschuldig sein am Sehnervschaden, sie sind auch in meiner "Liste der Verdächtigen". Aber einfach nur "nehmen evtl. Platz weg" ohne dass man konkret fortdauernde Veränderungen im Auge wie verstärkte Druckerhöhung oder Pigmentabrieb seit Implantation beobachtet, tue ich mich schwer.


    Andreica, ich verstehe Deinen Wunsch Ursachen zu finden und in Lösungen zu gehen. Geht mir nicht anders. Aber ich an Deiner Stelle würde erstmal in Ruhe abwarten und beobachten (Linsentausch ist ja schon echt wieder sehr invasiv). Wenn ich mich recht erinnere, ist noch nicht mal sicher, ob Du überhaupt Progression hast - OCT(s) im Verlauf stehen noch aus. LG!