Trabekulektomie - schlechtes Sehen nach OP

  • Guten Abend,
    ich hatte ja schon berichtet, dass ich rechts eine Trabekulektomie und links eine Cyclophotokoagulation hatte. Die OP ist soweit zufriedenstellend verlaufen - die ersten drei Tage hatte ich einen recht niedrigen AID von 4, daraufhin wurden unter lokaler Betäubung 5 weitere Nähte aufgesetzt. Sofort ging der AID dann hoch bis auf 32, die Fäden wurden dann alle in den folgenden Tagen gelasert, zusätzlich bekam ich 4 FUs. Nach insgesamt 12 Tagen Entlassung. Danach spielte sich zum Glück der Druck auf 8-9 stabil ein.

    Links war die CPC unkompliziert, der Druck ist noch nicht ganz stabil aber meist doch unter 16, soweit erst mal ok.

    Die OP ist jetzt 5 Wochen her. Leider sehe ich immer noch extrem schlecht. Es gab zwar eine große Verbesserung im Nahbereich, aber total komme ich nicht mehr als auf 40% rechts und links 50%. Vor OP hatte ich rechts 80% und jetzt dieses schlechte Sehen macht mich um ehrlich zu sein echt fertig! Ich habe Sorge, dass es so bleibt und frage mich wie lange so etwas noch dauert und ob es dann plötzlich eine Verbesserung gibt??

    Bei der Kontrolle vor ein paar Tagen meinte die Oberärztin, es lege u.a. an den HH-Stippung, die ich auf dem rechten Auge habe, die haben schon direkt nach der OP Probleme gemacht, sind zwar immens besser geworden, aber immer noch da. Dann meinte sie auch noch, dass die Kortisontropfen, die ich jetzt bereits ausschleiche, ebenfalls zum schlechten sehen führen können. AUßerdem habe auf beiden Augen wieder Makulödeme - es bleibt da scheinbar nichts erspart :'C

    Wie war das bei euch? Habe hier nur in einem Beitrag gelesen, dass es wohl bis 8 Wochen gedauert hat, bis vollständige Sehkraft wiederkam :O

    Einmal editiert, zuletzt von Renusch (10. September 2026 um 22:10)

  • Hallo Renusch!

    Ich hatte vor einem guten Jahr eine Revision des Filterkissens nach der tiefen Sklerektomie, die 2021 gemacht wurde.

    Letztes Jahr nach direkt nach der OP hatte ich einen guten Sehtest. Aber dann wurde es immer schlechter auf dem operierten Auge. Es war auch die Hornhaut gestrippt. Ich denke die FU Spritzen, die ich noch in der Klinik bekam und auch mehrfach bei den wöchentlichen Kontrollen, sind da mit Urssche.

    Mir wurde empfohlen die Hornhaut mögluchst stündlich mit Bepanthen Augenssalbe zu pflegen.

    Erst nach ca. 3 - 4 Monaten war die Sicht für mich wieder richtig klar, es wurde schrittweise besser.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    Vg Uke

    Einmal editiert, zuletzt von uke (11. September 2026 um 08:47)

  • Hallo Uke,
    danke für deine Rückmeldung .... ok, dann kann es also noch länger dauern als jetzt schon =( Ich tropfe ununterbrochen Feuchtigkeit, meist finde ich Thealoz Duo am besten, habe aber auch alle möglichen Versionen von Hylo (Comod, Dual Intense, etc.) in abwechselnder Benutzung. Es ist damit scheinbar schon viel besser geworden, auch das extrem störende Empfinden der Fäden ganz zu Anfang.

    Salbe habe ich nur einmal in der Klinik mal benutzt, und hatte den ganzen Tag nur schlierendes Sehen - du auch? Oder trägst du es nur zur Nacht auf?

    3-4 Monate erfordert viel Geduld... aber ich bin froh, wenn es scheinbar "normal" ist.

  • Hallo Renusch!

    Die Salbe war tagsüber schon nervig, nicht nur wegen den Schlieren sondern auch diese ständige "Pampe" ums Auge. Jetzt benutze ich sie nur noch Nachts. Ich verwende inzwische Panthenol Augensalbe, in der Bepanthen ist Wollwachs. Ich hatte das Gefühl, das Wollwachs reizt meine Lider

    Ich habe es so verstanden, dass Dexpanthenol gut ist um Schäden an der Hornhaut zu heilen.

    Ich hatte wegen störender Fäden nach der Op (mein Lid hat dadurch geblutet) teilweise eine Verbandkontaktlinse. Da konnte ich keine Salb nehmen, sondern sollte Corneregel edo verwenden. Das macht keine Schlieren, ist aber nicht gersde ein Schnäppchen.

    Gute Besserung!

    LG Uke

    Einmal editiert, zuletzt von uke (11. September 2026 um 13:30)

  • Oh je, das klingt schmerzhaft! Ich hoffe, es ist mittlerweile alles gut bei Dir und die Revision (was heißt in dem Fall Revision - wurde neue Nähte auf das Sickerkissen gesetzt?) war erfolgreich :girls:

    LG Renusch

  • Hallo Renusch!

    Inzwischen geht es mir ganz ok. (Hatte erst Kontrolle, siehe meine Vorstellung)

    Die Revision war notwendig, weil mein Sickerkissen undicht war, die Bindehaut hatte eine diffuse Undichtigkeit. Dadurch sehr niedrigen AID und Infektionsgefahr.

    Bei der Revision wurde der "Deckel" der Lederhaut nochmals neu vernäht und irgendwie die Bindehaut von hinten geholt. (So genau wollte ich es gar nicht wissen) Die Nachsorge war genauso wie bei der OP im Herbst 2021.

    Schmerzhaft war es nicht so sehr, sehr unangenehm würde sagen.

    LG Uke

  • uke
    Undicht? Und das erst nach 5 Jahren? Oh je, ich dachte die halten länger, die Sickerkissen.. Hast Du alles nochmal unter Vollnarkose bekommen? Ich habe die zusätzlichen Nähte nach der eigentlich OP unter lokaler Betäubung bekommen und möchte das so nie wieder haben .... fand es extrem schlimm. Nicht wegen Schmerzen sondern wegen dem bewußten Mitbekommen 🫨

  • Hallo Renusch!

    Die Op war zwar keine Vollnarkose, aber eine Sedierung, ich habe nichts mitbekommen.

    Wenn man alles mitbekommt ist wirklich nicht schön.

    Lg Uke