• Hallo und Guten Tag,

    mir wurde Ihr Forum empfohlen und so habe ich mich registriert. Ich bin Lisa, 65 Jahre alt. Mein Glaukom wurde vor gut einem Jahr festgestellt, als ich immer wieder mit Schmerzen zum Arzt ging. Ich bin in einer Gemeinschaftspraxis und der Ärztin sehr dankbar, dass sie auf die Schmerzen einging, die Untersuchung machte und ein beginnendes Glaukom diagnostizierte. Mein Druck lag damals bei 19/20. Im Juli lag er bei 13 und 15.

    Seither tropfe ich täglich und probiere mich durch die Mittel. Klingt vielleicht nett, doch leider vertrage ich die Mittel nicht bzw. nicht lange. Vor Tagen sprach der Kollege meiner Ärztin ein "Tropfverbot" für 14 Tage aus. Meine Lider waren entzündet, rot, schuppten und schmerzen. Selbst Tränen waren schmerzhaft.
    Er hat mir vorgeschlagen einmal über die SLT nachzudenken. In England soll es der Standard sein, so wie bei uns die Tropfen.

    Es würde mich interessieren, was Sie für Erfahrungen gemacht haben. Ich las bereits einen Bericht hier mit der Überschrift "SLT". Demzufolge ist es wie bei den meisten Themen: bei dem einen gibt es positiv, bei dem anderen negativ Erfahrungen. Mich würde auch interessieren, wie lange zwischen den Eingriffen liegen. Sie müssen ja wiederholt werden. Zumindest, bis es nicht mehr geht.

    Ich frage mich, ob so ein Eingriff etwas für mich ist oder ob ich mich lieber weiter durch die Mittel probieren sollte. Doch für die Entscheidung hätte ich gern unabhängige Erfahrungen und Informationen.

    Lieben Gruß

  • Willkommen in diesem Forum Lisa die Neue

    Ich habe auch eine SLT hinter mir, zwischen den beiden Augen lagen zwei Wochen. Leider war die Drucksenkung bei mir minimal und ich muss Tropfen nehmen wie davor. Die Taflotan sine oder Tafluprost (sind gleich) vertrage ich aber sehr gut. Mit Clonid ophtal musste ich wieder aufhören, da die Augen extrem brannten und ich von Tag zu Tag schlechter gesehen habe.

    Die SLT ist nicht schlimm, kein großer Eingriff, m.E. lohnt sich der Versuch.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo DieDa,

    Danke für die nette Begrüßung und Ihre Erfahrung.
    Ja, Clonid habe ich auch genommen. Nach gut 1 Monat ging es nicht mehr. Interessant: ich dachte, ich hätte mir die leichte Verschlechterung eingebildet.

    Ich las, dass der Eingriff nur Sekunden dauern soll. Nicht schmerzhaft, nur unangenehm sein soll. Davor habe ich keine Angst. ich mache mir nur Gedanken, ob ich anschließend wirklich nicht mehr tropfen muss. Es ist gerade so schön. Ohne Tropfen und ohne Probleme. Daher wäre es eine Überlegung wert.

    Aber welchen Mehrwert bringt die OP, wenn ich weiterhin tropfen muss? Wie häufig muss man es wiederholen und in welchen Abständen? Wobei dies wahrscheinlich von der jeweiligen Person besser Auge abhängig ist. Gibt es etwas worauf ich im Vorfeld achten muss?

  • Hallo!

    Ich habe eine lange Tropf-Odyssee hinter mir, eine Zeit lang musste ich sogar 4 verschiedene Präparate insgesamt 8x am Tag eintropfen.

    Ich war von Anfang an für eine operative Lösung nur waren meine Ärzte da leider dagegen.

    In England soll es der Standard sein, so wie bei uns die Tropfen.

    Das würde sich meiner Meinung nach bei uns auch so gehören. Ich verstehe nicht, wieso es bei uns der medizinische Standard ist, die Augen zuerst mit Tropfen kaputt zu machen, obwohl dieser Schaden oft zumindest teilweise bleibend ist.


    Erst als meine Augen furchtbar gelitten haben (extreme Trockenheit, Jucken, Schleimbildung, Tränen etc) bekam ich eine SLT (zuerst nur untere Hälften, dann 5 Monate später auch oben). Seit dem tropfe ich nicht mehr und der Druck ist Gott sei Dank ausreichend gesenkt. Bei mir ist das <25mmHg, da Gott sei Dank kein Glaukom, "nur" Pigmentdispersionssyndrom. Leider kämpfe ich trotz dessen, dass ich nicht mehr Tropfe mit weiterhin trockenen, tränenden Augen und Schleimbildung.

    Das SLT dauert nicht Sekunden, aber wenige Minuten. Der Arzt setzt mehrere Dutzend "Punkte", einen neben den anderen. Das Schlimmste ist das Auflegen des Glases auf das Auge. Liegt es auf, ist es danach erträglich. Schmerzen wegen dem Laser gibt's praktisch keine. Nach der Laserung ist es eine Zeit lang schmerzhaft in Licht zu schauen (die Hornhaut ist irritiert und muss sich regenerieren). Ich ruhte meine Augen in dieser Zeit aus.

    Die Senkung war bei mir Anfangs stark, dann nach einer Woche vorübergehend vermindert. Die langfristige Senkung stellte sich erst nach einigen Wochen ein. (das ist normal so)

    Viele Grüße,
    GIDW

  • Hallo GIDW,

    vielen Dank für Ihre ausführlichen Antwort. Mich erschreckt, dass Sie sagen, die Tropfen schaden dem Auge auf lange Sicht. Meine Augen tränen nach dem Tropfen und sind sehr rot. Und bei dem letzten Mittel (zumindest nehmen wir dies an) wurde auch die Haut, also die Lider, angegriffen. Sobald ich nächste Woche wieder anfange, gibt es neue Tropfen.

    Wenn Sie sagen, Sie hatten die OP, und ich freue mich, dass sie bei Ihnen so gut verlief, seit wann tropfen sie nicht mehr? Ist der Effekt dauerhaft nach einer OP? Ich ziehe die von Ihnen genannten zwei zu einer zusammen. Oder ist das von der Person, dem Schweregrad abhängig?

    Zumindest hört es sich doch sehr gut an. Und die kurzfristigen Beschwerden, na, was soll's.

  • Hallo Lisa,

    alles ist mehr oder weniger individuell. Es soll auch Menschen geben, die die Tropfen gut vertragen. Oft genug ist es halt leider nicht so.
    Ich bin kein Arzt, aber ich denke, wie sehr der Schaden (Trockenheit, etc.) bleibt, hängt auch von der Dauer der Therapie ab. Bei mir kamen die ganz gravierenden Sachen nach ca. 4 Jahren.

    Ich Tropfe seit ungefähr Dezember nicht mehr.

    Wie lange ein SLT hält, hängt ebenfalls von der Person ab. Aber SLT kann wiederholt werden, man kann also immer wieder auffrischen, falls es mal nicht mehr hält.

    Auch ob man alles auf einmal oder je Hälfte macht, entscheidet individuell der Arzt. Mein Arzt konnte mir auch noch nicht sagen, ob - falls wieder notwendig - bei mir wieder auf zweimal oder auf einmal gelasert wird.

    Hoffe ich konnte helfen!

    Viele Grüße,
    GIDW

  • Liebe Lisa,


    auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum! Ich habe links 4x und rechts 6x ein SLT bekommen, mein ehemaliger Augenarzt hat das Auge immer sehr penetriert und ich hatte anschließend mehrfach eine Regenbogenhautentzündung. Meine neue Ärztin hatte mein letztes SLT in zwei Sitzungen aufgeteilt und ich vertrug es wesentlich besser. Aber mit jedem SLT hat die Wirkung weniger lang gehalten, sodass wir inzwischen davon Abstand nehmen. Zuletzt sprachen wir von wenigen Wochen. Tropffrei wurde ich dadurch nie, konnte die Tropfmenge aber reduzieren. Aber ich bin auch einer der schwierigeren Fälle 😉

    Der Eingriff selbst ist auszuhalten. ich empfehle autogenes Training, dann fällt es noch leichter ☺️.
    Ich würde jedem raten, es auszuprobieren, denn der Eingriff ist wirklich klein, meist Nebenwirkungsfrei und bei manchen Manchen hilft er gut….das kann man nur rausbekommen, wenn man es macht ☺️

    Geniesse jeden Augenblick!

  • Hallo Happy!

    Wie lange hat denn die SLT-Wirkung zuletzt bei dir angehalten?

    Ich hatte im November eine erste auf meinem LA, die Druck ging ein bisschen runter (12 mit vollem Tropfprogramm wie vor der SLT) seit 2 Monaten steigt der AID aber wieder. Die Ärztin meinte bei so kurzfristig Wirkung bringt eine Wiederholung der SLT eher keine Eerwünschte Senkung.

    Vg Uke

  • Hallo Happy!

    Wie lange hat denn die SLT-Wirkung zuletzt bei dir angehalten?

    Ich hatte im November eine erste auf meinem LA, die Druck ging ein bisschen runter (12 mit vollem Tropfprogramm wie vor der SLT) seit 2 Monaten steigt der AID aber wieder. Die Ärztin meinte bei so kurzfristig Wirkung bringt eine Wiederholung der SLT eher keine Eerwünschte Senkung.

    Vg Uke

    Hallo Uke,


    bitte entschuldige meine späte Antwort. Zuletzt hat es nur noch wenige Wochen gehalten. Ich habe es nicht genau dokumentiert und neige dazu, unangenehme Dinge zu verdrängen 😂 Aber es war wirklich nur kurz. Es fiel im Rahmen der Kontrolle des Eingriffs auf. Das können ja höchstens 4-6 Wochen gewesen sein.


    LG Happy

    Geniesse jeden Augenblick!

  • Vielen Dank Happy, es waren bei mir immerhin 7 Monate bei dem LA.

    Wobei auf dem RA die ALT im Frühjahr 2021 gar nichts gebracht hat.

    Vg Uke

  • Hallo GIDW und alle anderen,

    vielen Dank für die Antworten. Ich sehe aktuell schon wieder zum fürchten aus. Alle Lider - Ober- wie Unterlid - sind rot und geschwollen. Dieses Mal habe ich nach nur 3x tropfen reagiert. Ich habe nächste Woche einen Termin beim Arzt und werde mich über die Option einer SLT beraten lassen.

    Lieben Gruß

  • Hallo Lisa,

    tut mir Leid zu hören! Ich drücke dir die Daumen, dass du die nötige Behandlungen bekommst, sodass du nicht mehr tropfen musst!

    Und übrigens gibt es noch andere Laser oder chirurgische Verfahren, um den Druck zu senken, sollte das SLT nicht reichen.

    Wichtig ist es, dem Arzt eindeutig zu kommunizieren, dass die Tropftherapie nicht vertragen wird. Mach am besten Fotos, wenn die Augen ordentlich angeschwollen sind, damit er klar sieht, dass es sich nicht "nur" um die normale Rötung handelt, die viele Tropfen mit sich bringen, auch wenn sie bei ihm in der Ordination vielleicht gerade weniger geschwollen sind.

    Liebe Grüße,
    GIDW