Vorstellung und Preserflo OP mit Folgen

  • Hallo Zusammen,

    ich möchte mich einmal vorstellen und von meiner Preserflo OP erzählen und die Folgen bis heute.

    Mein Name ist Ferdi, ich bin 40 Jahre alt. Ich hatte 2017 eine Iritis wobei anschließend bei mir ein erhöhter Augeninnendruck an beiden Augen festgestellt wurde.

    Ich habe seither alle möglichen Augentropfen durch. Bis Februar diesen Jahres habe ich 2 x täglich Cosopt S und einmal Monoprost getropft. Mein AID lag bei den Kontrollen um die 20 bis 24. 2019 hatte ich SLT's die nicht viel gebracht haben. Da am Sehnerv keine Veränderungen waren wurden die Tropfen auch nicht erhöht.

    Bei der Routinekontrolle im Februar hatte ich am rechten Auge plötzlich einen AID von 38, links lag er bei 26. Der AA hat mir dann zusätzlich ClonidOphtal verschrieben welches ich 3x täglich nehmen sollte. Bei der Kontrolle eine Woche später war der AID bei 28 wobei dann abgestimmt wurde, ein SLT eine Woche darauf zu machen. Beim SLT Termin war der Druck jedoch plötzlich bei 51 worauf ich in München ins Klinikum Rechts der Isar als Notfall überwiesen wurde.

    Bemerkbar hatte sich der Druck bei mir vor allem im Liegen gemacht, da ich unausstehliche Schmerzen in der Schläfe bekommen habe die bis zum Nacken gezogen haben. Außerdem habe ich morgens nachdem Aufstehen alles erstmal vernebelt gesehen sowie Regenborgenfarben um Lichtquellen. Es war alles derart hell, das ich nicht mal mehr aufs Handy sehen konnte.

    Ich habe hauptsächlich bemerkt, dass der AID wohl im Liegen extrem hoch war, da ich da die meisten Schmerzen hatte. Bevor meiner Routinekontrolle, als die 38 festgestellt wurden, hatte ich starke Nackenschmerzen die ich nicht zuordnen konnte.

    Der Druck wurde trotz meiner Aussage, dass ich im Liegen die meisten Schmerzen habe, nie im Liegen gemessen.

    Im Krankenhaus angekommen, wurde bei mir ein AID von 61 festgestellt. Ich habe sofort Glaupax mehrmals bekommen. Jedoch sank der Druck nur bis auf 40. Man hat dort eine Woche lang versucht, den Druck medikamentös zu behandeln. Eine OP im jungen Alter sei wohl nicht so gut, da das Risiko, dass es nicht klappt zu hoch sei - auf Grund Vernarbung etc. Mir wurde außerdem Blut abgenommen sowie eine Probe vom Kammerwasser (woraufhin ich ein Hornhautödem wegen dem hohen Druck bekam) um es labortechnisch auf Entzündungen untersuchen zu lassen.

    Nach einer Woche entschied der behandelnde Oberarzt bei mir eine Preserflo OP durchzuführen. Die OP verlief eigentlich problemlos, der Druck sank auf 14 und links auf 18. Ich musste anschließend 3 Wochen lang 2x täglich Cyclopentolat nehmen um die Pupille weitzustellen, und habe auch entsprechend schlecht gesehen. Vor der Operation war meine Sehschärfe bei 100%, nach der OP bei 30%. Sie sagten es liegt am Cyclopentolat. Weitere Medikamente waren Monodex (Cortison) sowie Ophtaquix als Antibiotukum.

    Nach Absetzen von Cyclopentolat, hat sich jedoch meine Pupille nicht vollständig zurückgebildet. Sie ist bis heute noch größer als die andere. Der AA meinte, dass dies wohl am hohen Augendruck den ich hatte liegt, dass die Pupille jetzt "beleidigt" wäre.

    Ich hatte anschließend viele Kontrollen und insgesamt 6 Needlings mit 5-FU, das OCT zeigte, dass auch mein Sehnerv leicht geschädigt wurde.

    Fazit:
    Seit der OP habe ich ohne Brille nur noch eine Sehkraft von 70%, die Hornhaut ist wohl verkrümmt. Wenn es dunkler ist, sehe ich stark verschwommen. Außerdem ist alles ein bisschen dunkler geworden mit dem operierten Auge. Es hat sich zusätzlich eine Chemosis gebildet, da wohl das Sickerkissen "zu gut" filtriert, und das Kammerwasser nicht schnell genug abgebaut werden kann. Die Chemosis wird mir wohl bleiben. Der Druck hielt sich bis Juni stabil auf 14, seit Juni jedoch wieder steigend. Erst auf 18 und jetzt bei 21. Nun wurde im Krankenhaus überlegt um den Druck zu senken, einen Faden aufzumachen, wovon mir mein AA jedoch abgeraten hat, da die Chemosis dann wohl schlimmer werden würde. Mein AA möchte eher wieder, dass ich Augentropfen nehme.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder was meint ihr was die bessere Lösung wäre? Ich spüre seit kurzem wieder, das ich im Liegen wieder Schmerzen in der Schläfe bekomme. Hat jemand ähnliche Beschwerden die hauptsächlich im Liegen auftreten?

    Aktuelle Medikation, immer noch 3x Täglich Monodex Tropfen auf dem operierten Auge. Auf dem Linken Auge weiterhin Cosopt, Monoprost und ClonidOphtal.

    Für Eure Meinung und Tips wäre ich dankbar.

    Schöne Grüße

    Ferdi

    Einmal editiert, zuletzt von Ferdi_1986 (13. August 2026 um 11:53)

  • Hallo Ferdi, ich denke, dass Du langfristig nicht um eine chirurgische Behandlung wie auch immer herumkommen wirst, den Faden lösen könnte ein erster Schritt sein.

    Gruss Malve

  • Hallo Ferdi, ich denke, dass Du langfristig nicht um eine chirurgische Behandlung wie auch immer herumkommen wirst, den Faden lösen könnte ein erster Schritt sein.

    Gruss Malve

    Danke Malve,

    wie siehst du den Einwand von meinem AA das die Chemosis dann wohl verschlimmern wird?

  • Im Prinzip stimmt das, was der AA sagt.

    Aber schau mal bei google unter Chemosis Auge behandeln, da siehst Du das das Problem vielschichtig ist und die Chemosis unabhängig vom Filterkissen behandelt werden sollte. Jetzt einfach wieder tropfen und dadurch die ganze OP verwerfen, nur wegen der Chemosis, halte ich für eine sehr billige Lösung.

    Dein Ansprechpartner in diesem Fall sollte der Chirurg sein, vielleicht kann er Dich ja auch in einer Siccasprechstunde oder Lidsprechstunde vorstellen, um das Problem von allen Seitenn zu betrachten.

  • Hallo Ferdi_1986 willkommen in diesem Forum!

    Wie liegst du? Bringt es vielleicht etwas, den Lattenrost vom Kopfteil höher zu stellen, um den Druckanstieg zu reduzieren?

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo 😊,

    DieDa : Ich schlafe bereits seit meinem Anfall mit hochgestelltem Kopfteil. Das hat einiges verbessert. Sobald ich flach liege, bekomme ich wieder Schmerzen in den Schläfen. Die Ärzte haben keine Erklärung dafür.

    Sabine : Sie haben keine Ursache gefunden, der Oberarzt sagte einfach ein aus der Reihe getanzter Augeninnendruck. Ich habe bis heute keine Antwort. Bei mir handelt es sich um ein Offenwinkelglaumkom. Ich bin hin und wieder verspannt im Nackenbereich. Arbeite im Büro, sitze die meiste Zeit vorm Bildschirm.

    Das Schlimme ist irgendwie, dass mir keiner wirklich erklären kann, warum der Druck bei mir so angestiegen ist. Daher leb ich mit der Angst, dass es jederzeit wieder passiert.

    Vielleicht finde ich ja die ein oder andere Antwort hier im Forum.

    Gruß

    Ferdi

  • Ferdi, vielleicht könnte dir Osteopathie helfen, das bringt bei Verspannungen oft mehr als Physiotherapie. Manchmal wirkt sich das ja auch auf den Augendruck aus.

    Auf jeden Fall gut, dass die erhöhte Lage im Bett schon ein bisschen was bringt.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Ferdi!

    Sabine : Sie haben keine Ursache gefunden, der Oberarzt sagte einfach ein aus der Reihe getanzter Augeninnendruck. Ich habe bis heute keine Antwort. Bei mir handelt es sich um ein Offenwinkelglaumkom. Ich bin hin und wieder verspannt im Nackenbereich. Arbeite im Büro, sitze die meiste Zeit vorm Bildschirm.

    Das Schlimme ist irgendwie, dass mir keiner wirklich erklären kann, warum der Druck bei mir so angestiegen ist. Daher leb ich mit der Angst, dass es jederzeit wieder passiert.

    Wurden Entzündungen im Auge ausgeschlossen? Also, tief im Augeninneren?

    Ein verspannter Nacken kann da schon Einfluss haben. Ich würde da auch mal einen guten Osteopathen aufsuchen.


    Viele Grüße
    Sabine