(Keine) Glaukomtropfen nach Katarakt-OP

  • Hallo zusammen,

    vor zwei Tagen hatte ich die erste Katarakt-OP und bekam eine Glaupax-Tablette, die ich dann zuhause einnehmen sollte. Bei der Kontrolluntersuchung am Tag nach der OP lag der Druck bei 10. Normalerweise liegt mein Druck unter Medikation (Cosopt-S und Monoprost) bei 12-14, in Ausnahmefällen auch mal 16 (Zieldruck 16).

    Die nächste Kontrolle ist erst eine Woche nach der ersten Untersuchung, und ich soll in dieser Woche keine Glaukomtropfen verwenden, nur Dexa-Gentamicin und ein Befeuchtungsgel.

    Von Beiträgen hier weiß ich aber, daß der Druck am Tag nach der OP wunderbar sein kann, dann aber unbemerkt über 30 steigen kann! Ich versuche nun, einen Optiker zu finden, der auch den Druck mißt (natürlich gegen Bezahlung), weil ich denke, in einer Woche kann viel passieren...

    Wie sind eure Erfahrungen mit Glaukommedikation nach Katarakt-OP - oder eben KEINER Medikation?

  • Ich habe gleich nach der Katarakt Op wieder drucksenkende Tropfen benutzt. Allerdings sollte ich keine Prostaglandine tropfen einige Tage vor der Op und eine gewisse Zeit nach der Op. Denn die Prostaglandine, in Deinem Fall also das Monoprost, wirken entzündungsfördernd.

    Sehr gut möglich, daß der Druck bei Dir wieder ansteigen wird, wenn alle Tropfen abgesetzt wurden. Zumindest das Cosopt-S könnte meiner Meinung nach wieder angesetzt werden.

    Bei mir würde das so laufen. Ich würde im Krankenhaus auf der Station anrufen und darum bitten, daß mit dem Stationsarzt besprochen wird, ob und wann ich mit welchen Tropfen wieder beginnen soll.

    Falls Du nicht im Krankenhaus operiert wurdest, sondern ambulant, schick dem Arzt doch eine email und gehe vorbei und kläre das. Eine einzelne Druckmessung beim Optiker hilft nicht so richtig weiter, finde ich.

  • Danke für die Antwort, malve.

    Interessante Info mit dem Monoprost, das wußte ich nicht.

    Die Kontrolluntersuchung am Tag nach der OP war in der Praxis, die auch das OP-Zentrum betreibt, das heißt, Ärzte und Operateure arbeiten eng zusammen. Das mit dem Optiker hatte ich überlegt, "um etwas in der Hand zu haben", falls der Druck dann hoch ist (was ich nicht hoffe). In der Praxis hat man mir schon zu verstehen gegeben, daß die nächste Kontrolle erst in einer Woche stattfindet, nicht früher! Ich hatte mich bei der Kontrolle auch gewundert, daß nur der Druck am operierten Auge gemessen wurde, und hatte gefragt, warum nicht an beiden Augen. Wurde nicht gemacht! Ist vielleicht nicht notwendig, aber doch andererseits auch keine große Sache - Zeitaufwand 10 Sekunden...maximal.

  • Ich hatte nach der ersten Katarakt-OP einen starken Druckanstieg, weil ich Kortison-Responder bin. Nach der 2. OP bekam ich andere Tropfen, da blieb der Druck normal.

    Bei Unsicherheit war ich auch schon mal bei einem Optiker zur Druckmessung.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Ah, die Sache mit Kortison-Responder. Ich glaube es war u.a. ein Beitrag von dir, DieDa, den ich vor einiger Zeit gelesen hatte, in dem der starke Druckanstieg beschrieben war.

    Mittlerweile gab es einen Verdacht auf (beginnende) Netzhautablösung, der sich zum Glück nicht bewahrheitet hat. Alles OK mit der Netzhaut. Aber ich war deshalb sowieso in der Praxis und bat dann auch darum, den Augendruck zu messen. War noch im Rahmen. Das hat mich überrascht, da ich ja nun seit Tagen keine Glaukomtropfen mehr verwende, aber ich bin natürlich froh.

  • Bei mir stieg der Druck auch so stark, weil ich Cortison Responder bin.

    Eine Katarakt OP geht ja bei den meisten Leuten völlig problemlos.

    Prostaglandine musste ich schon eine Woche vor der OP absetzen, siehe Malves Info

  • Die erste OP ist jetzt 10 Tage her, die zweite war gestern. Obwohl ich im zuerst operierten Auge nun seit über einer Woche keine Glaukomtropfen mehr anwende (und vorerst auch nicht anwenden soll - nächste Kontrolle in zwei Wochen), ist der Druck bisher OK.

  • Das klingt ja prima! :girls:

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Dreieinhalb Wochen nach der ersten OP (LA) lag der Druck wie auch schon zuvor bei 16 - das ist der Zieldruck, also gerade noch OK. Die zweite OP (RA) lag gut zwei Wochen nach der OP bei 12.

    Unter Cosopt-S und Monoprost lagen die Werte in den letzten zwei Jahren immer zwischen 11 und 14 (LA) bzw. zwischen 10 und 13 (RA).

    Die nächste Kontrolle ist in drei Monaten. Auf meine Frage, ob es denn bei 16 (gerade noch OK) nicht besser wäre, wieder mit Glaukomtropfen anzufangen - denn in drei Monaten kann ja viel passieren, ich habe kein gutes Gefühl ohne Tropfen, zumal ich links größere Gesichtsfelddefekte habe -, hat die AÄ zugestimmt, daß ich wieder tropfe, aber bis auf weiteres nur Monoprost.

    Wie sind Eure Erfahrungen bei der Druckentwicklung mit oder ohne Glaukomtropfen nach eine Katarakt.OP?

  • Ich habe gleich nach der Katarakt Op wieder drucksenkende Tropfen benutzt. Allerdings sollte ich keine Prostaglandine tropfen einige Tage vor der Op und eine gewisse Zeit nach der Op. Denn die Prostaglandine, in Deinem Fall also das Monoprost, wirken entzündungsfördernd.

    Ich habe auch nach der Linsen Tausch OP gleich wieder Monoprost getropft, sonst wäre der Augendruck zu hoch gewesen.