Katarakt-OP nach Glaukomanfall (Engwinkelglaukom)

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe sehr, dass mir jemand von seinen Erfahrungen berichten kann. Vor einem Jahr hatte ich am linken Auge einen plötzlichen Glaukomanfall und musste notoperiert werden. Der Augeninnendruck lag dabei auf dem linken Auge bei 48, während er rechts mit 8 ganz normal war. Anschließend wurde an beiden Augen eine YAG-Iridotomie durchgeführt. Seit meiner Schulzeit trage ich Brille, inzwischen habe ich +10 Dioptrien (Gleitsichtbrille). Seit dem Anfall nehme ich täglich Spersacarpin 2% Augentropfen. Inzwischen hat sich links ein Katarakt entwickelt. Die Sehkraft beträgt nur noch etwa dreißig Prozent, und ich sehe auf dem linken Auge ständig verschwommen. Der Sehnerv ist nur leicht beschädigt, kein Gesichtsfeldausfall. Für August ist nun eine Katarakt-OP in der UNI Klinik Düsseldorf (stationär und unter Vollnarkose) geplant. Drei Augenärzte an der UNI Klinik haben mir unabhängig gesagt, dass das verschwommene Sehen hauptsächlich durch den Katarakt verursacht wird und sich durch eine Operation voraussichtlich verbessern könnte. Allerdings hat mir eine Glaukom-Spezialistin (ebenfalls UNI Klinik) wegen meines Engwinkelglaukoms von der Katarakt-OP abgeraten. Sie hält das Risiko in meinem Fall für zu hoch. Ich bin deshalb sehr verunsichert und habe große Angst, dass bei der Operation etwas schiefgehen könnte. Nun weiß ich nicht, ob ich den Eingriff durchführen lassen oder lieber absagen soll. Hat jemand von euch nach einem akuten Glaukomanfall bzw. bei Engwinkelglaukom eine Katarakt-OP gehabt? Wie waren eure Erfahrungen? Gab es Komplikationen oder hat sich das Sehvermögen verbessert?

    Ich weiß, jede Situation ist individuell, aber persönliche Erfahrungsberichte würden mir bei meiner Entscheidung sehr helfen.

    Vielen Dank jetzt schon für eure Antworten!

  • Willkommen in diesem Forum Elida !

    Mich verwirrt, dass eine Ärztin gesagt haben soll, dass ein Risiko wegen deines Engwinkelglaukoms bestehen würde. Normalerweise ist es meines Wissens so, dass man gerade in dem Fall gerne einen Linsentausch vornimmt, um mehr Platz zu schaffen. Aber vielleicht wissen andere hier mehr.

    Auf jeden Fall dürftest du die Katarakt-OP nur stationär durchführen lassen, damit man den Druck beobachten und ggf. gleich handeln kann. Das ist bei uns Glaukomis ziemlich üblich.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Elida,

    bei mir war die Katarakt bzw Linsentausch OP aufgrund der Engwinkel Situation nötig. Eine Iridotomie hätte nicht ausgereicht.

    Die Linsen werden ja auch dicker und drücken den Kammerwinkel zu. Schon 15 Jahre zuvor wurde mein hoher Augeninnendruck festgestellt und ich habe ein Primäres chronisches Offenwinkelglaukom - das hieß dann : Offenwinkelglaukom mit Engwinkelkomponente.

    Linsentausch ging gut, die Linsen sitzen gut.

    Allerdings war ich nur leicht kurzsichtig, dann leicht altersweitsichtig. Also keine zusätzlichen Schwierigkeiten aufgrund Myopie.

    Ein Freund von mir hatte einen akuten Glaukomanfall mit einem Augeninnendruck von 60.

    Bei ihm wurde die Katarakt OP ambulant gemacht. Und verlief ohne Probleme. Er hat kein Glaukom und die Sehnerven haben offenbar die zwei Wochen zwischen Glaukomanfall und OP gut überstanden, er hatte Glaupax Tabletten zur Senkung des Drucks bekommen.

    Ich habe mich für Monofokal Linsen entschieden, auf die Ferne eingestellt und für den Nahbereich eine Brille.

    Auf einem Auge hat sich eine "Gliose" entwickelt. Aber das kann wohl eher die Folge einer Netzhaut Laser OP sein (vor 20 Jahren).

    Du schreibst dass du Spersacarpin tropfst. Also soll zusätzlich zu der Senkung des Drucks auch die Pupille klein (und damit die Iris "flach") gehalten werden? Wenn die Pupille sich weit öffnet, kann die Iris den Kammerwinkel vollständig verlegen, blockieren (Winkelblock --> Glaukomanfall).

    So wie ich das ganze bisher verstanden habe, ist die Katarakt OP dann sehr sinnvoll.

    Welche Risiken bei dir vorliegen, und was die Ärztin meinte, musst du am besten noch mal erfragen.

    Auf jeden Fall wünsche ich dir alles gute!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Nin (31. Juli 2026 um 21:06)

  • Hallo Elida,

    auch ich habe ein Engwinkelglaukom und habe an beiden Augen eine Katarakt-Operation durchführen lassen.

    Vielleicht ist bei Engwinkel die Katarakt-Operation schwieriger zu handhaben, weil der Chirurg/die Chirurgin dann nicht so viel Platz im Auge hat für ihre Aktionen.

    Daher hat man mir geraten, die Operationen in Vollnarkose durchführen zu lassen (MHH - Medizinische Hochschule Hannover).

    Der Termin dort wurde aber mehrfach verschoben, so dass ich lieber in die Augenklinik Hannover (Nordstadt-Krankenhaus) ging.

    Dort sagte man mir, es sei kein Grund für eine Vollnarkose zu sehen, und die Eingriffe wurden ohne Vollnarkose durchgeführt.

    Allerdings stationär, mit einer Übernachtung.

    Ich sehe jetzt im Nahbereich besser und in der Ferne brauche ich eine Brille zum Autofahren.

    Bin zufrieden, keine Angst mehr vor einem erneuten Winkelblock, da jetzt genug Platz in den Augen ist für das Kammerwasser.

    Gelegentlich trockene Augen. Und vor allem Lichtempfindlichkeit, brauche Sonnenbrille.

    Das nehme ich aber in Kauf.

    Alles Gute wünscht dir Marina

  • Wurde vorher bei dir eine Laser Iridotomie vorgenommen? Oder direkt der Linsentausch?

  • Hallo zusammen,

    ich hoffe sehr, dass mir jemand von seinen Erfahrungen berichten kann. Vor einem Jahr hatte ich am linken Auge einen plötzlichen Glaukomanfall und musste notoperiert werden. Der Augeninnendruck lag dabei auf dem linken Auge bei 48, während er rechts mit 8 ganz normal war. Anschließend wurde an beiden Augen eine YAG-Iridotomie durchgeführt. Seit meiner Schulzeit trage ich Brille, inzwischen habe ich +10 Dioptrien (Gleitsichtbrille). Seit dem Anfall nehme ich täglich Spersacarpin 2% Augentropfen. Inzwischen hat sich links ein Katarakt entwickelt. Die Sehkraft beträgt nur noch etwa dreißig Prozent, und ich sehe auf dem linken Auge ständig verschwommen. Der Sehnerv ist nur leicht beschädigt, kein Gesichtsfeldausfall. Für August ist nun eine Katarakt-OP in der UNI Klinik Düsseldorf (stationär und unter Vollnarkose) geplant. Drei Augenärzte an der UNI Klinik haben mir unabhängig gesagt, dass das verschwommene Sehen hauptsächlich durch den Katarakt verursacht wird und sich durch eine Operation voraussichtlich verbessern könnte. Allerdings hat mir eine Glaukom-Spezialistin (ebenfalls UNI Klinik) wegen meines Engwinkelglaukoms von der Katarakt-OP abgeraten. Sie hält das Risiko in meinem Fall für zu hoch. Ich bin deshalb sehr verunsichert und habe große Angst, dass bei der Operation etwas schiefgehen könnte. Nun weiß ich nicht, ob ich den Eingriff durchführen lassen oder lieber absagen soll. Hat jemand von euch nach einem akuten Glaukomanfall bzw. bei Engwinkelglaukom eine Katarakt-OP gehabt? Wie waren eure Erfahrungen? Gab es Komplikationen oder hat sich das Sehvermögen verbessert?

    Ich weiß, jede Situation ist individuell, aber persönliche Erfahrungsberichte würden mir bei meiner Entscheidung sehr helfen.

    Vielen Dank jetzt schon für eure Antworten!

    Du hast geschrieben, dass du nach einem Glaukpmanfall notoperiert werden musstest. Welche OP wurde durchgeführt?