erhöhter Augeninnendruck, Tropfen (welche ??), Nebenwirkungen, STS?

  • zu mir: ich bin 53 jahre alt (m)

    Familiäre "Vorbelastung": Vater hat Glaukom ,aber total anderer Verlauf, bunte Ringe gesehen, Wert sehr hoch: seitdem tropft er (erfolgreich abgesenkt, beneidenswert).


    Verlauf bei mir:

    Bei Routineuntersuchung 2024 wurde erhöhter Augeninnendruck festgestellt : 21

    Also Zwischenbereich: Diagnose OHT

    bisschen abgewartet, wieder Messung: Etwa selber Bereich

    Entscheidung zu tropfen als Vorbeugung sozusagen (Dorzolamid ohne Betablocker)

    alle 3 Monate Kontrolle. Es hat etwas gesenkt (nicht zu stark). Werte so 19,18 so weit ich mich erinnern kann. Optische Betrachtung des Sehnervs immer als in Ordnung bezeichnet , Gesichtsfeldmessungen unauffällig

    dann Augenarzt Praxis geschlossen, kurzfristiges Ausweichen zwingend notwendig von Ingolstadt nach München:

    also Augenarzt 2: dort dann 3 Monate später im Dezember plötzlich Wert 24. Gesichtsfeldmessung wieder unauffällig.

    darum Folgetermin im Februar 26: Wert 23 (Luftstossmessung 18).optische Betrachtung des Sehnervs: Da meinte Ärztin: der Sehnerv von Auge rechts (das mit erhöhtem Druck) sehe evt. bissel anders aus als vom linken Auge. Das könne aber auch an der starken Kurzsichtigkeit des rechten Auges liegen, sie könne das nicht wirklich beurteilen.evt mal OCT machen, geeinigt darauf dass ich nun 3 mal täglich Dorzolamid nehme

    Aus praktischen Gründen wieder nach Ingolstadt gewechselt zu Augenpraxis Nummer 3: Dort gestern Termin gehabt: Augendruck wieder bei 24. Ärztin hat Lasermöglichkeit kurz erwähnt (ist wohl dort möglich), dann aber Medikamentenwechsel vorgeschlagen. Dorzolamid (20mg) in Kombination mit Betablocker Timolo (5mg) .also Kombipräperat. Ahja optische Beurteilung des Sehnervs: Sie meinte es sehe alles völlig normal und einwandfrei aus.

    Jetzt lese ich den Beipackzettel des neuen Präparats. Ja ich weiß dass da alles mögliche aufgeführt ist. Unter anderem:Erkrankung des Immunsystems , die eine Entzündung innerer Organe verursachen kann (Lupus). Generell hab ich dann im Internet Berichte und Fallbeispiele gefunden, dass Betablocker (auch in Augentropfen in Kombipräperaten) lichenoide Erkrankungen oder Schübe auslösen können. Da ich leider an einer lichen ruber follicularis Erkrankung leide (Haarwurzeln werden vom Immunsystem angegriffen) und die auch noch teils aktiv ist und mit Cortisonschaum oberflächlich behandle, habe ich natürlich Bedenken bezüglich des Einsatzes. Ich weiß in Beipackzetteln steht viel, aber das hier betrifft mich halt konkret, weil ich diese Krankheit habe, und ich keinen Schub gebrauchen kann , weil dies vor allem psychisch sehr belastend ist. Zudem hab ich eher niedrigeren Blutdruck, weiß nicht ob das eine Rolle spielt...Die Augenärztin wusste das jetzt nicht. ich hatte es auch nicht erwähnt, da ich gar nicht wusste, dass Betablocker lichenoide Effekte auslösen können.

    Frage: welche Alternativen würdet Ihr empfehlen: das mit den dichten Wimpern und der dunkleren Iris würde ich gerne vermeiden zudem ich auch nur Behandlung an einem Auge habe) Simbrinza evt? was gibts sonst noch? Wie steht Ihr zu STS Laser?

    generell hab ich einige Fragen: der verlauf innerhalb zwei jahre ist irgendwie seltsam. Ohne tropfen 21, dann mit Dorzolamid bissel unter 20, ich wechsle Augenarzt und plötzlich 24 drei Monate später, also höher als ich vor 2 Jahren mit tropfen begonnen habe, hm? warum hat das Dorzolamid kaum einen Effekt bei mir (passiert das häufiger?) bzw ist dann sogar angestiegen. Unterschiedliche messmethoden, Eichung? aber nun ja bei zwei verschiedenenen arztpraxen 24 ...wär ja interessant wie hoch der Wert ohne tropfen wäre, aber das will ich jetzt auch nicht riskieren.

    Würde jetzt in den sauren Apfel beissen und mal ein OCT machen auch wenns nicht gerade billig ist.... ohne geschädigten sehnerv hätt ich ja im Grunde noch kein Glaukom...aber dann?

    Und was jetzt sofort? welche Tropfen, irgendwie möcht ich die Betablocker nicht nehmen(wegen meiner Immunerkrankung) die Prostaglandin auch nicht und Dorzolamid allein hab ich wert von 24

    Über Infos, Ratschläge wär ich sehr dankbar....

  • Hi Flavo,

    bei mir ist unter Brinzolamid der Druck deutlich gestiegen. Vielleicht reagieren einige Patienten paradox. Auch die Augenoberfläche hatte sehr und nachhaltig unter den Tropfen gelitten.

    Daher wurde auch kein neuer Behandlungsversuch mit einer anderen Substanzgruppe unternommen.

    Mein Augenarzt hat dann vor einem Jahr gelasert (D-SLT), und vor kurzem zum zweiten Mal. Derzeit ist der Druck sehr gut, er hat aber betont, dass der Effekt wahrscheinlich nicht sehr lange hält.

    Ich würde an Deiner Stelle eine spezialisierte Stelle, z.B. eine Glaukomambulanz, um eine Einschätzung bitten.

    Alles Gute

    Citi

  • was bringt es dann eigentlich wenn der Effekt nicht lange hält und für was steht das D bei D-SLT?

    zu den Dorzolamid-Tropfen: eigentlich vertrag ich sie gut, ohne dass mir bisher groß was negatives aufgefallen wäre. Nur die Wirkung scheint bescheiden bis nicht vorhanden und jetzt höherer wert als ohne tropfen..siehe text oben

    andere Frage noch: in einem anderen Thread wird berichtet dass die Lufrstossmessungen oft höher sind asl die anch Goldmannstandard, bei mir war das eher umgekehrt.

    was meinst Du mit glaukomambulanz? extra spezialisiert auf Glaukom? Denn SLT macht meine Augenpraxis auch...hm

  • D-SLT heißt direkte SLT. Dazu gibt es zB YouTube-Videos. Ich verstehe das so, dass es uns Zeit verschafft. Operationen können so zumindest aufgeschoben werden.

    Glaukomambulanzen findest Du an Universitäten.

  • weiß ja nicht ob ich richtig dort bin in der glaukomambulanz, hab ja (noch) keinen sehnervschaden diagnostiziert bekommen.also ehr stand jetzt OHT statt Glaukom oder was weiß ich

    Mein erster schritt wäre ein OCT gewesen. und das SLT könnte ich ja in meiner AugenPraxis machen lassen gegebenenfalls (da wo ich eh Patient bin), oder sind die fachlich so weit hinterher

  • Hallo Flavo,

    wenn ich alles richtig verstanden habe, wurde bei Dir 2024 ein leicht erhöhter AID festgestellt.

    Deine Sehnerven und das Gesichtsfeld wurden als unauffällig befundet, also OHT, kein Glaukom!

    Da Dein Vater Glaukom hat, was ein wichtiger Risikofaktor ist, wurde eine Tropftherapie mit Dorzolamid eingeleitet.

    Zwischenfrage:

    Familiäre "Vorbelastung": Vater hat Glaukom ,aber total anderer Verlauf, bunte Ringe gesehen, Wert sehr hoch: seitdem tropft er (erfolgreich abgesenkt, beneidenswert).

    Das liest sich für mich, als könnte bei Deinem Vater ein Engwinkelglaukom oder zumindest eine Engwinkelkomponente im Spiel sein.

    Wurde bei Dir der Kammerwinkel angeschaut (Gonioskopie)? Ist der offen?

    Das würde ich an deiner Stelle wissen wollen, schon um auszuschließen, das es da irgendwie ein Problem geben könnte.

    also Augenarzt 2: dort dann 3 Monate später im Dezember plötzlich Wert 24. Gesichtsfeldmessung wieder unauffällig.

    Wurde da per Applanation (GAT) oder Non-Contact (NCT) gemessen? Letzteres zeigt oft höhere Werte.

    Du schreibst zwar, dass das bei Dir anders ist. Aber bei vor allem bei Therapieentscheidungen würde ich um eine GAT-Messung bitten. Die ist einfach zuverlässiger.

    zu den Dorzolamid-Tropfen: eigentlich vertrag ich sie gut, ohne dass mir bisher groß was negatives aufgefallen wäre. Nur die Wirkung scheint bescheiden bis nicht vorhanden und jetzt höherer wert als ohne tropfen..siehe text oben

    Dorzolamid senkt, wie hier im Forum immer mal wieder berichtet wird, bei manchen Patienten den Druck nur sehr minimal oder gar nicht.

    Generell kann die Drucksenkung einzelner Wirkstoffe bei unterschiedlichen Menschen sehr verschieden sein!

    Aus praktischen Gründen wieder nach Ingolstadt gewechselt zu Augenpraxis Nummer 3: Dort gestern Termin gehabt: Augendruck wieder bei 24. Ärztin hat Lasermöglichkeit kurz erwähnt (ist wohl dort möglich), dann aber Medikamentenwechsel vorgeschlagen. Dorzolamid (20mg) in Kombination mit Betablocker Timolo (5mg) .also Kombipräperat. Ahja optische Beurteilung des Sehnervs: Sie meinte es sehe alles völlig normal und einwandfrei aus.

    Bei OHT, nur geringfügig erhöhtem Druck und völlig unauffälligen Sehnerven, würde ich persönlich auch nicht gerne mehrere Wirkstoffe tropfen, sondern erstmal nach einer Monotherapie fragen.

    Frage: welche Alternativen würdet Ihr empfehlen: das mit den dichten Wimpern und der dunkleren Iris würde ich gerne vermeiden zudem ich auch nur Behandlung an einem Auge habe) Simbrinza evt? was gibts sonst noch? Wie steht Ihr zu STS Laser?

    Warum wird bei Dir nur ein Auge behandelt?

    Du sprichst die Wirkstoffgruppe der Prostaglandinanaloga (PGAs) an. Dazu gehören u.a. Latanoprost und Tafluprost.

    PGAs können zu Wimpernwachstum und einer Veränderung der Irisfarbe führen. Das muss aber nicht passieren.

    Ansonsten gelten die als sehr gut verträglich, und sind vor allem auch auch unkonserviert (Monoprost/Taflotan sine) verfügbar.

    Ich habe selbst OHT und tropfe seit über 10 Jahren Taflotan sine. Das senkt bei mir den Druck sehr gut und zuverlässig ohne Nebenwirkungen.

    Auch eine SLT (oder DSLT) wäre sicher eine gute Option für Dich.

    Die Methode gilt als relativ nebenwirkungsarm und kann bei Bedarf wiederholt werden.

    SLT funktioniert zwar nicht bei jedem Patienten, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert!

    DSLT ist das neuere Verfahren. Wer das in München und Umgebung macht, müsstest Du in Erfahrung bringen. Und bitte berichten!

    Dazu kannst Du Dich, wie auch zu anderen Fragen, hier im Forum über die Suchfunktion informieren. Das ist die Lupe oben recht - aber bitte von der Startseite aus!

    Ansonsten ist die oben von Citi erwähnte Praxis von Dr. Neuhann eine renommierte Anlaufstelle, an die Du Dich für eine fundierte Beurteilung wenden kannst.

    Würde jetzt in den sauren Apfel beissen und mal ein OCT machen auch wenns nicht gerade billig ist.... ohne geschädigten sehnerv hätt ich ja im Grunde noch kein Glaukom...aber dann?

    Das ist kein saurer Apfel, sondern meines Erachtens gut investiertes Geld!

    Damit würdest Du eine Basismessung bekommen mit allen Informationen (Papille/Nervenfaserschicht) zum derzeitigen Stand der Gesundheit Deiner Sehnerven! Das würde die Spaltlampen-Beurteilung Deiner AAs absichern und dokumentieren (unbedingt Ausdruck geben lassen!).

    OCT wiederholt man normalerweise in regelmäßigen Abständen, um zu sehen, ob alles stabil und die Therapie bleiben kann wie sie ist oder ob es Veränderungen gibt, auf die man dann frühzeitig reagieren kann.

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • @ Vater: Engwinkelglaukom möglich. Weiß halt dass er plötzlich Farbringe hatte und relativ hoher wert festgestellt wurde (also eher so ein kleiner Akutfall)

    Bei mir weiß ich nix davon,dass ein Kammerwinkel angeschaut wurde. Warum ist der Kammerwinkel wichtig oder was sagt der aus? Ich habe auch nie was am Auge bemerkt, der erhöhte Druck wurde ende 2024 (damals wert 21 ) bei Routineuntersuchung festgestellt. Das aber in Praxis 1, in der ich immer die vergleichsweise niedrigereren Werte hatte (warum auch immer)

    Dorzolamid senkte Wert zuerst leicht (zumindest in praxis 1 hatte ich werte dann knapp unter 20), das alles bis september 25, dann nach notwendigen Ärztewechsel im anderer Praxis plötzlich 24, dann in driter praxis wieder 24. Also höher als 1,5 jahre zuvor ohne jegliche Tropfen....

    es wurde immer per Gat (blaues Licht) gemessen , also nicht mit Luftstoss. Komischerweise hatte ich im februar 26 bei Luftstoss sogar deutlich niedrigeren Wert (18) als dann anschließend bei Gat. Dachte immer bei Luftstossmessung gibt es die niedrigeren Werte

    Die ärztin hatte halt gestern das Kombipräparat vorgeschlagen , wegen meinem lichen ruber bin ich jetzt aber ängstlich. Ob 24 noch so gering ist, ist halt die frage bei Hornhaut eher auf der dünneren Seite, wie mal 2024 vermessen wurde.

    ein Auge wird nur behandelt, weil der Druck am linken Auge völlig normal ist. über die PGAs hab ich halt Horrorgeschichten gelesen, wimpernwachstum , Irisverfärbung (hab eher hellere Augen), einsinken des Auges, Lidprobleme ...und das dann alles noch einseitig...hmmm...ok muss nicht, aber passiert wohl häufiger

    wie sieht es mit Brimonidin,simbrinza Produkten aus? da bin ich ja skeptisch weil es an rezeptoren im Zentralen Nervensystem bindet und blut-Hirn schranke leicht überwindet..


    SLT wird in der Praxis wo ich derzeit bin wohl durchgeführt, da bin ich am überlegen, hab aber etwas Respekt davor. Aber vielleicht doch die beste Alternative derzeit, vielleicht hab ich damit Glück. Langsam glaub ich aber schon dass bei mir gar nix wirkt....

    D-SLT kostet für gesetzliche Patienten wohl wieder Aufpreis, da würd ich dazu tendieren das normale SLT zu machen. was ich mal gerne machen würde, wäre das mit einem Arzt mit Erfahrung zu besprechen. Hab das Gefühl ich komme ständig zu jungen Neulingen (praxis mit mehreren Ärzten) , bräucht mal jmd mit Erfahrung

    Dr. Neuhann hab ich mal nachgeschaut, da ist es als Kassenpatient auch schwer ranzukommen....

    OCT werd ich tatsächlich mal angehen, will wissen wie der Ist-Zustand ist. Das aber regelmäßig zu wiederholen ist die andere Sache , alleine von den kosten...

    Insgesamt bin ich ziemlich ratlos und heut etwas deprimiert, weil ich auf die Tropfen nicht anspreche und mir die Alternativen alle aus einem anderen Grund nicht wirklich gefallen. Ich würd das dorzolamid-Tomilol Produkt versuchen,wenn ich nicht diese blöde Immunerkrankung hätte, auf die sich Betablocker negativ auswirken können. Und keiner kann sagen wie hoch das Risiko wirklich ist...und das Simbrinza geföllt mir vom nebenwirkungsprofil auch nicht ... und die anderen haben evt das Optik-Problem, und das noch einseitig


    Vielen Dank für die lieben Antworten von euch beiden. Schön,dass so schnell Reaktionen kommen

    Vielen vielen Dank

    Einmal editiert, zuletzt von Flavo (11. Juni 2026 um 02:47)

  • Flavo, wenn Du bezüglich der Ärzte etwas unsicher bist (eventuell zu jung etc.), dann hole Dir eine Überweisung für die Untersuchung in einer Uni-Klinik. Die sind auf Glaukom spezialisiert und ich war mit den Untersuchungen in Mainz (Beispiel) sehr zufrieden. Hatte auch das Glück, daß ein Professor (Name jetzt nicht zur Hand) meine Augen untersucht und sich um meinen Fall gekümmert hat. Trotz Kasse. Brimonidin nehme ich u.A. auch, da die vorhergehenden Tropfen (Clonid) wohl nicht so optimal wirkten. .

  • Hallo Flavo,

    Der Kammerwinkel ist an der Stelle, wo die Hornhaut und Iris zusammenstossen. In dem Winkel ist das Trabekelmaschenwerk, durch dass das Kammerwasser in den Schlemmschen Kanal abfliesst. Dazu gibt es bei Google nette Schemazeichnungen.

    Der Winkel wird in Schaffer 1 bis 4 bezeichnet, wobei 1 sehr eng und 4 weit ist. (Ein sehr enger Kammerwinkel kann sich beim Weittropfen für Untersuchungen leicht verschliessen, was dann zu einem Glaukomanfall führen kann).

    Bei einer SLT wird in das Trabekelmaschenwerk mit einem Laser Abflusslöcher "gebrannt". Habe ich machen lassen und war sehr unkompliziert.

    Ein OCT ist schon gut als Ausgangswert, aber wenn man das an unterschiedlichen Geräten machen lässt, sind die Ergebnisse nicht gut vergleichbar. Deshalb ist es gut, sich vorher Gedanken darüber zu machen bei wem man das machen lässt, damit man vergleichbare Messungen erhält .

    Du brauchst dir doch keinen Stress zu machen wenn dein Sehnerv in Ordnung ist. Erhöhter Druck sagt doch nichts, man ist nur vorsichtig. Und wenn du 6 Monate auf einen Termin warten musst ... tief durchatmen und zack sind die Monate vorbei.

    Dir alles Gute

    Mellirosa

  • Hallo Flavo,

    das mit dem Öffnungsgrad des Kammerwinkels hat Dir Mellirosa ja schon erklärt.

    Die Gonioskopie gehört zur Basisdiagnostik, weil man erst dann sagen kann, welche Glaukomform vorliegt: Offen- oder Engwinkelglaukom. Damit kann man auch feststellen, ob es im Kammerwinkel Ablagerungen oder sonstige den Abfluss behindernde Besonderheiten gibt.

    Falls Du nicht weißt, ob und mit welchem Ergebnis das bei Dir gemacht wurde, frag einfach beim nächsten Termin nach!

    Wie hoch ist denn die Druckdifferenz zwischen Deinen Augen?

    Du schreibst, dass Du die Autoimmunerkrankung Lichen ruber hast. Wird oder wurde das mit Kortison behandelt? Falls ja, dann könnte das der Grund für den gestiegenen AID sein. Es gibt Menschen, sog. Kortison-Responder, die auf Kortison mit erhöhten AID reagieren.

    Was die möglichen Nebenwirkungen verschiedener Wirkstoffgruppen angeht, würde ich mir wirklich nicht so große Sorgen machen. Da geht einfach probieren über studieren.

    LG

    Chanceline

  • Wird oder wurde das mit Kortison behandelt? Falls ja, dann könnte das der Grund für den gestiegenen AID sein. Es gibt Menschen, sog. Kortison-Responder, die auf Kortison mit erhöhten AID reagieren.

    Dann aber vermutlich an beiden Augen, deshalb würde ich eher keinen Druckanstieg durch Kortison vermuten.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Flavo!

    Willlkommen im Forum.

    Du hast schon viele gute Informationen erhalten.


    generell hab ich einige Fragen: der verlauf innerhalb zwei jahre ist irgendwie seltsam. Ohne tropfen 21, dann mit Dorzolamid bissel unter 20, ich wechsle Augenarzt und plötzlich 24 drei Monate später, also höher als ich vor 2 Jahren mit tropfen begonnen habe, hm? warum hat das Dorzolamid kaum einen Effekt bei mir (passiert das häufiger?) bzw ist dann sogar angestiegen. Unterschiedliche messmethoden, Eichung? aber nun ja bei zwei verschiedenenen arztpraxen 24 ...wär ja interessant wie hoch der Wert ohne tropfen wäre, aber das will ich jetzt auch nicht riskieren.

    Ein Augeninnendruck (AID) kann sich eben verändern. Da sind 21 ja nicht in Stein gemeißelt. Von daher ist es gut, wenn der Druckanstieg entdeckt wurde.

    Oder die Frage von Chanceline nach einer möglichen Cortison-Therapie wegen dem Lichen ruber.

    Würde jetzt in den sauren Apfel beissen und mal ein OCT machen auch wenns nicht gerade billig ist.... ohne geschädigten sehnerv hätt ich ja im Grunde noch kein Glaukom...aber dann?

    Ich sehe das wie Chanceline, das ist gut angelegtes Geld.

    Und ein Verlauf bekommt man nun mal nur durch die Wiederholung der Untersuchung. Aber gut, das entscheidet natürlich Jeder selbst.

    ein Auge wird nur behandelt, weil der Druck am linken Auge völlig normal ist. über die PGAs hab ich halt Horrorgeschichten gelesen, wimpernwachstum , Irisverfärbung (hab eher hellere Augen), einsinken des Auges, Lidprobleme ...und das dann alles noch einseitig...hmmm...ok muss nicht, aber passiert wohl häufiger

    wie sieht es mit Brimonidin,simbrinza Produkten aus? da bin ich ja skeptisch weil es an rezeptoren im Zentralen Nervensystem bindet und blut-Hirn schranke leicht überwindet..

    Ich verstehe Deine Einwände gegen Betablocker, würde mir nicht anders gehen, wenn da eine Vorerkrankung ist, die durch Betablocker negativ beeinfluss werden könnte.


    Und wie sieht es mit Brimonidin aus? Bezüglich Müdigkeit und so?

    Brimonidin war für mich das beste Einschlafmittel. 30 Min. nach dem Tropfen war ich im Tiefschlaf.

    Andere User hier haben überhaupt gar keine Müdigkeit. Es ist also individuell und sowas wirst Du nur durch ausprobieren rausfinden können.


    Ich würde mir nicht noch mehr Meinungen einholen von verschiedenen AÄ als schon bei den drei, sondern erstmal weitere Diagnostik machen wie z. B. das OCT.

    Viele Grüße
    Sabine

  • Flavo, wenn Du bezüglich der Ärzte etwas unsicher bist (eventuell zu jung etc.), dann hole Dir eine Überweisung für die Untersuchung in einer Uni-Klinik. Die sind auf Glaukom spezialisiert und ich war mit den Untersuchungen in Mainz (Beispiel) sehr zufrieden. Hatte auch das Glück, daß ein Professor (Name jetzt nicht zur Hand) meine Augen untersucht und sich um meinen Fall gekümmert hat. Trotz Kasse. Brimonidin nehme ich u.A. auch, da die vorhergehenden Tropfen (Clonid) wohl nicht so optimal wirkten. .

  • Flavo, wenn Du bezüglich der Ärzte etwas unsicher bist (eventuell zu jung etc.), dann hole Dir eine Überweisung für die Untersuchung in einer Uni-Klinik. Die sind auf Glaukom spezialisiert und ich war mit den Untersuchungen in Mainz (Beispiel) sehr zufrieden. Hatte auch das Glück, daß ein Professor (Name jetzt nicht zur Hand) meine Augen untersucht und sich um meinen Fall gekümmert hat. Trotz Kasse. Brimonidin nehme ich u.A. auch, da die vorhergehenden Tropfen (Clonid) wohl nicht so optimal wirkten. .

  • sorry Flavo, irgendwie war ich neben der Kappe wie man bei uns sagt. Habe zwei Kommentare von mir eingefügt obwohl ich Dir eigentlich nur wegen der Müdigkeit antworten wollte. Deine Äußerung bezüglich der Blut-Hirn-Schranke hat mich doch erschreckt. Es stimmt tatsächlich, sie kann zerebrale Rezeptoren aktivieren. Hat wohl etwas mit dem Schmerzempfinden, Schlaf etc. zu tun.

    Müde bin ich sehr oft. Liegt aber wohl auch an meiner kleinen Goldenen, Die manchmal morgens schon vor 6:00 Uhr meint, sie müsste mal auf Toilette im Garten. Manchmal werde ich auch um 4 wach und kann dann nicht mehr einschlafen. Liegt wohl am Alter. Vom Gefühl her würde ich meinen, diese Zustände existierten auch schon vor Brimonidin.

    Habe aber gelesen, daß auch eventuell die Hornhaut darunter leiden kann. Habe deswegen den Prof. angesprochen, der meinte aber, hier wäre alles in Ordnung.

    Ansonsten vertrage ich diese weißen Tropfen ganz gut, wirken wohl effektiver als Clonidin, Welche ich zuvor bekam.