Fragen über Fragen bezüglich möglichem Glaukom, mit 24 Jahren

  • Hallo liebe Community,


    ich bin 24 Jahre und männlich. Bis zum Februar 2026 hatte ich außer sporadischen Kontrollen nichts groß mit Augenärzten am Hut, nun aber gezwungenermaßen leider schon.

    Ende Januar habe ich einen „Floater“ bzw. Glaskörpertrübung in meinem linken Auge bemerkt. Anfangs dachte ich noch dass es baldig weggehen würde, falsch gedacht. Als es nach 1,5 Wochen immer noch da war bin ich zum Augenarzt. Dieser hat ohne Mydriasis mal in meine Augen geguckt und konnte nichts feststellen, meinte „vielleicht eine Abhebung“ und das war’s. Jetzt kommt’s aber: als Igel-Leistung wurde mir angeboten meinen Augeninnendruck zu messen, was ich auch gemacht habe. Da kamen bei der Luftmethode super hohe Werte von 26/27 raus. Das hat mich in dem Moment noch nicht so schockiert, da ich davon keine Ahnung hatte. Tja der Augenarzt meinte dann ich soll ein 24h-RR machen lassen bei meinem Hausarzt und dass es ein Glaukom sein könnte. zudem wurde mit mir ein Termin für ein Tagesprofil gemacht (3 Monate später) und Gesichtsfeldmessung.

    War dann, als ich mehr floater bekommen habe und auch mein anderes Auge betroffen war, die Uni Ambulanz in meiner Heimatstadt aufgesucht. Dort wurde alles standardmäßig gemacht, Augeninnendruck per Luft und OCT (allerdings sicherlich ein Makula OCT und kein Papillen OCT). Da wurde mir zum Druck nichts gesagt und lediglich ein anderer nebenbefund erläutert, den ich nochmal abklären lassen sollte.
    Paar Wochen später war ich dann wieder zur Abklärung in der Uni, der Nebenbefund hat sich scheinbar als harmlos rausgestellt. OCT wurde wieder gemacht, ich vermute aber mal dass es wieder nur ein Makula OCT war. Zudem eine Aufnahme der Netzhaut (Wide Field oder wie das heißt). Auf meine Frage hin wegen des Innendrucks, meinten die er sei leicht erhöht. Daraufhin wurde noch die genauere Messung mit den Tropfen gemacht: 21/21. Mir wurde angeraten beim nächsten Kontrolltermin, der jetzt für Juli geplant ist, mal ein Gesichtsfeld zu machen.

    In der Zwischenzeit hatte ich dann den Termin für die Tagesverlauf Messung beim ambulanten Augenarzt. Der wollte nur die Luftmethode machen, obwohl ich meinte, diese Goldmann Methode oder was auch immer das war wäre für mich besser geeignet laut Uni. War ihm egal. Werte waren maximal 23, minimal aber auch leider nur 21. Die Pachy musste ich selbst bezahlen, da kamen wohl 579 und 560 raus, sprich leicht dicker als normal. Tja.
    Gesichtsfeldmessung wurde nur auf dem rechten Auge gemacht, niemand konnte mir sagen wieso das linke ausgelassen wurde. Ich vermute aus Wirtschaftlichkeit… Hatte rechts keine Einschränkungen, allerdings war das Gerät auch komisch. Durch mein Studium wurde schonmal in einem Praktikum bei jedem das Gesichtsfeld gemessen, und das war in so einer weißen Halbkugel wo wirklich bis an den äußersten Rand Punkte abgecheckt wurden. Beim Augenarzt war das aber lediglich ein Gerät in das ich reingeschaut habe, wo ich von Anfang an gefühlt den ganzen Bildschirm sehen konnte und wusste, dass eher nur das relativ zentrale Gesichtsfeld abgeprüft wird… fand ich komisch.

    Fazit vom ambulanten Augenarzt: er versucht mir weiterhin zu erklären, dass ich wahrscheinlich ein Glaukom habe, auch wenn das jetzt noch nicht feststeht. Ich soll ein Papillen-OCT bekommen um das weiter abzuklären - das will ich aber definitiv nicht bei ihm machen. Fand an sich den ganzen Umgang mit mir fragwürdig, auch dass mir am Ende statt Entwarnung zu geben oder zu sagen „wir gucken mal“, nur gesagt wurde, dass auch Menschen mit 16 mmHg ein Glaukom haben können und ich mit meinen Werten deshalb wahrscheinlich ein Problem habe… in der Familie hat die Oma mit 75 ein Glaukom, sonst ist nix los. Naja.

    Was meint ihr? Ich bin einfach überfragt. Zudem ist mein Floater Problem seitdem nur größer geworden, da ich immer mehr von denen bekomme.

  • Willkommen galenik14!

    Leider spielt die Genetik manchmal einen Streich und überspringt eine Generation.

    Wenn ich richtig lese, war die Großmutter erst mit 75 Jahren diagnostiziert worden. Ein halbes Jahrhundert davor, puh, kein gutes Erbe - wenn es sich denn so erweisen sollte.

    Neben der Vererbung ist hohe Kurzsichtigkeit ein Risikofaktor für das Glaukom.

    Vermutlich läuft es darauf hinaus, erst über einen langes Zeitraum Klarheit zu bekommen, denn selbst mit etwas höhere Drücken erkranken nicht alle Sehnerven, können durchaus stabil bleiben (okuläre Hypertension).

    In diesem Fall wäre eine Tropftherapie vorsorglich zur Entlastung der Sehnerven.

    Papillen-OCT als Baseline wäre sinnvoll mit gleichem Gerät, damit die künftigen Ergebnisse vergleichbar sind.

    Alles Gute für die weitere Diagnostik - nach einer Diagnose sind Augeninnendruck-Messungen frei, weil Teil der Verlaufskontrolle.

    LG

    Tee

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    Einmal editiert, zuletzt von Tee (28. Mai 2026 um 15:02)

  • Danke für die Antwort Tee .


    Ich hoffe echt, dass es sich hierbei nicht um ein Glaukom handelt… Ich bin halt auch verwundert dass die Uniklinik mir bezüglich des Innendrucks absolut nichts gesagt hat, bis ich dann mal selber diesbezüglich nachgefragt habe, während der ambulante Augenarzt da wirklich drauf behaart. Das kontrollieren zu lassen ist aber sicherlich sinnvoll.

    Mich belastet es halt sehr, dass ich jetzt nicht nur in der Angst lebe, ein Glaukom zu haben und dadurch eventuell zu erblinden, sondern auch akut diese Probleme mit den Trübungen habe… von denen habe ich leider auch echt viele und sie stören extrem.

    Bei einem anderen Augenarzt wurde mir, bezüglich der Trübungen, eine beginnende Glaskörperabhebung diagnostiziert… und er konnte zwar keine Entzündung feststellen, meinte aber ich soll mal Cortisontropfen probieren für 7 Tage und gucken ob es hilft. Ich habs bisher gelassen, einfach aus Angst mir damit meinen Innendruck in die Höhe schießen zu lassen… Meine Mutter meinte wohl bei ihr wäre vor kurzem auch ein 24er Druck gemessen worden, und das soll einfach nur überprüft werden…

  • Hallo galenik!

    Willkommen im Forum.

    Jetzt kommt’s aber: als Igel-Leistung wurde mir angeboten meinen Augeninnendruck zu messen, was ich auch gemacht habe. Da kamen bei der Luftmethode super hohe Werte von 26/27 raus. Das hat mich in dem Moment noch nicht so schockiert, da ich davon keine Ahnung hatte. Tja der Augenarzt meinte dann ich soll ein 24h-RR machen lassen bei meinem Hausarzt und dass es ein Glaukom sein könnte. zudem wurde mit mir ein Termin für ein Tagesprofil gemacht (3 Monate später) und Gesichtsfeldmessung.

    Bei einem hohen Augeninnendruck (AID) per Non-Contact-Messung sollte tatsächlich einfach mal per Applanation an der Spaltlampe nachgemessen werden. Manchmal messen die so falsch, dass man darauf keine Therapieentscheidungen treffen sollte.

    Da gleich ein 24-h-RR machen zu lassen wäre jetzt für mich nicht der erste Schritt gewesen.

    Daraufhin wurde noch die genauere Messung mit den Tropfen gemacht: 21/21. Mir wurde angeraten beim nächsten Kontrolltermin, der jetzt für Juli geplant ist, mal ein Gesichtsfeld zu machen.

    Eine GF-Untersuchung gehört zur Diagnostik dazu, ja. Aber wenn noch nicht mal sicher ist, ob ein Glaukom vorliegt oder nicht, ist das nicht die wichtigste Untersuchung.

    In der Zwischenzeit hatte ich dann den Termin für die Tagesverlauf Messung beim ambulanten Augenarzt. Der wollte nur die Luftmethode machen, obwohl ich meinte, diese Goldmann Methode oder was auch immer das war wäre für mich besser geeignet laut Uni. War ihm egal. Werte waren maximal 23, minimal aber auch leider nur 21. Die Pachy musste ich selbst bezahlen, da kamen wohl 579 und 560 raus, sprich leicht dicker als normal. Tja.

    Die Pachy muss man selbst zahlen, das ist korrekt. 550µm sind die Norm. Bei 579 könnte man 1mmHg abziehen, bei 560 würde ich nichts korrigieren.

    Gesichtsfeldmessung wurde nur auf dem rechten Auge gemacht, niemand konnte mir sagen wieso das linke ausgelassen wurde. Ich vermute aus Wirtschaftlichkeit…

    Weil so eine GF-Untersuchung anstrengend ist und es oft wenig Sinn macht, dass man dann beide Augen macht. Gerade, wenn man ungeübt ist.

    Nicht immer steckt da ein böser, wirtschaftlicher Gedanke dahinter!

    Fazit vom ambulanten Augenarzt: er versucht mir weiterhin zu erklären, dass ich wahrscheinlich ein Glaukom habe, auch wenn das jetzt noch nicht feststeht. Ich soll ein Papillen-OCT bekommen um das weiter abzuklären - das will ich aber definitiv nicht bei ihm machen. Fand an sich den ganzen Umgang mit mir fragwürdig, auch dass mir am Ende statt Entwarnung zu geben oder zu sagen „wir gucken mal“, nur gesagt wurde, dass auch Menschen mit 16 mmHg ein Glaukom haben können und ich mit meinen Werten deshalb wahrscheinlich ein Problem habe… in der Familie hat die Oma mit 75 ein Glaukom, sonst ist nix los. Naja.

    Grundsätzlich ist die Info, dass man auch mit einem AID von 16mmHg ein Glaukom haben kann, völlig korrekt. Da Du wohl erhöhten AID hast, ist das in Deinem Fall irrelevant.

    Mich belastet es halt sehr, dass ich jetzt nicht nur in der Angst lebe, ein Glaukom zu haben und dadurch eventuell zu erblinden, sondern auch akut diese Probleme mit den Trübungen habe… von denen habe ich leider auch echt viele und sie stören extrem.

    Bei einem anderen Augenarzt wurde mir, bezüglich der Trübungen, eine beginnende Glaskörperabhebung diagnostiziert…

    Wenn wirklich eine beginnende Glaskörperabhebung vorliegt, dann sind die Mouches volantes zumindest erklärbar. Die sinken irgendwann ab und man gewöhnt sich dran. Dann sieht man sie so nicht mehr, manchmal nur noch Konturen. Und sie sinken ab.

    Konzentriere Dich nicht auf sie, sondern versuche sie zu ignorieren.

    Meine Mutter meinte wohl bei ihr wäre vor kurzem auch ein 24er Druck gemessen worden, und das soll einfach nur überprüft werden…

    Da hast Du Deine Genetik. Sowohl bei Deiner Mutter, als auch bei Dir gibt es abklärungsbedürftige Befunde.

    Auch bei Deiner Mutter sollte ein OCT gemacht werden, so dass man einen aktuellen Stand hat.


    Was wurde denn bisher zum Zustand Deiner Sehnerven gesagt? Sind Schädigungen zu sehen?


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine und vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag!

    Bei einem hohen Augeninnendruck (AID) per Non-Contact-Messung sollte tatsächlich einfach mal per Applanation an der Spaltlampe nachgemessen werden. Manchmal messen die so falsch, dass man darauf keine Therapieentscheidungen treffen sollte.

    Da gleich ein 24-h-RR machen zu lassen wäre jetzt für mich nicht der erste Schritt gewesen

    Ja das hätte ich auch gedacht… wurde aber von dem ambulanten Arzt nicht gemacht und scheinbar auch nicht für nötig befunden… komisch.

    Eine GF-Untersuchung gehört zur Diagnostik dazu, ja. Aber wenn noch nicht mal sicher ist, ob ein Glaukom vorliegt oder nicht, ist das nicht die wichtigste Untersuchung.

    Stimmt natürlich auch. Er wollte die halt machen… wahrscheinlich dachte er sich dass ich schon nen ordentlichen Schaden haben könnte.

    Die Pachy muss man selbst zahlen, das ist korrekt. 550µm sind die Norm. Bei 579 könnte man 1mmHg abziehen, bei 560 würde ich nichts korrigieren.

    So hab ich mir das auch gedacht, was ja heißen würde dass mein höchster Wert eher 22 war und das mit der Luftmethode… da hätte man doch gerne mal nochmal genauer nachmessen können? Oder was meinst du?

    Weil so eine GF-Untersuchung anstrengend ist und es oft wenig Sinn macht, dass man dann beide Augen macht. Gerade, wenn man ungeübt ist.

    Nicht immer steckt da ein böser, wirtschaftlicher Gedanke dahinter!

    Ja gut, den Punkt hab ich nicht bedacht. Man muss halt wie gesagt auch erwähnen, dass es nicht das Gesichtsfeld Gerät ist was ich da erwartet habe. In meinem Kopf habe ich dieses Octopus Gerät, wo man in so eine weißen Halbkugel reinguckt. Das war jetzt aber so ein Gerät, wo ich einfach reingeguckt habe und direkt das blaue Feld mit den ganzen Kästchen die leuchten können gesehen habe… vielleicht ist das ja auch ein Standard Gerät aber ich hab halt was anderes erwartet. Den äußeren Bereich kann man damit nicht beurteilen denke ich.

    Grundsätzlich ist die Info, dass man auch mit einem AID von 16mmHg ein Glaukom haben kann, völlig korrekt. Da Du wohl erhöhten AID hast, ist das in Deinem Fall irrelevant.

    Ja genau, dass wusste ich ja zu dem Zeitpunkt auch schon. Allerdings fand ich das in dem Moment wirklich unangebracht, mir wurde keine Sicherheit vermittelt oder das positive rausgestellt (keine Ausfälle auf dem einen Auge, Druck mit luftmethode nur leicht erhöht), sondern direkt reingeredet dass es eben auch mit 16 Glaukom gibt. Genauso gut kann man mit einem 26er Druck rumlaufen und kein Glaukom haben… deshalb fand ich das halt blöd.

    Wenn wirklich eine beginnende Glaskörperabhebung vorliegt, dann sind die Mouches volantes zumindest erklärbar. Die sinken irgendwann ab und man gewöhnt sich dran. Dann sieht man sie so nicht mehr, manchmal nur noch Konturen. Und sie sinken ab.

    Konzentriere Dich nicht auf sie, sondern versuche sie zu ignorieren.

    Ist teilweise echt schwierig… Hast du selbst Erfahrungen damit gemacht? Ich würde sagen dass ich echt schon wirklich nen starken Befall damit habe, weil ich sie selbst abends richtig gut sehen kann oft. Viele davon auch bei geschlossenen Augen und bisschen Licht. Wenn ich meine Augen zukneife, oh Gott, dann ist alles voll mit komischen Strukturen und „Wellen“, Bläschen, verwaschenen Bereichen, Wolken etc… ganz schlimm. In der Uni sind öfters Seminare für mich kaum aushaltbar, da der Raum weiß ist, die Tische auch, von draußen leuchtet es rein und der Beamer wirft auch nur weiße Folien an die wand. Da kann man irre werden…

    Da hast Du Deine Genetik. Sowohl bei Deiner Mutter, als auch bei Dir gibt es abklärungsbedürftige Befunde.

    Auch bei Deiner Mutter sollte ein OCT gemacht werden, so dass man einen aktuellen Stand hat.


    Was wurde denn bisher zum Zustand Deiner Sehnerven gesagt? Sind Schädigungen zu sehen?

    Das mit meiner Mutter müsste ich nochmal klären… dann berichte ich mehr. Die Oma die das hat ist väterlicherseits und mütterlicherseits ist eigentlich nichts bekannt, bis eben auf diesen Fakt den sie mir genannt hat.

    Ansonsten wurde bisher nichts gefunden. Ich habe schon mehrfach Spaltlampenuntersuchungen, Makula OCT und Wide Field OCT hinter mir (Netzhautfotografie..), und zu meinem Sehnerv wurde bisher nie was gesagt. Aber das ersetzt natürlich nicht das Papillen OCT. Wie schätzt du die Situation ein, Sabine?

    Liebe Grüße

  • galenik14 Bist du stark kurzsichtig? Ich habe etwa -13 Dioptrien und hatte früher extreme Glaskörpertrübungen, was wohl bei hoher Kurzsichtigkeit häufiger vorkommt. Mit der Zeit wurden diese nervigen dunklen Schlieren weniger, zudem hab ich mich daran gewöhnt. Aber ich weiß noch, wie schlecht ich damit zeitweise gesehen habe.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • DieDa danke dir für deine Antwort! Das ist ja das verwunderliche - ich bin normalsichtig. Letztens wurden 0,25 und -0,25 gemessen… also quasi nichts. Wieso ich die Teile habe kann sich niemand erklären. Bei starker Kurzsichtigkeit macht es ja irgendwo auch Sinn, da das Auge grundsätzlich größer ist und sich so der Glaskörper da halt leichter verformt..

    Wie alt warst du denn als es angefangen hat und wie nervig war es insgesamt? Und wie lange hat’s gedauert bis es besser wurde (objektiv und subjektiv)? Bei mir sinds jetzt ca. 4 Monate seit dem ersten und es ist seitdem eigentlich nur mehr geworden vom Gefühl her. In der Uniklinik meinte die Ärztin zu mir, sie wüsste auch nicht wieso ich das bekommen habe, ihr jüngster Patient damit sei wohl 19.

    Einmal editiert, zuletzt von galenik14 (29. Mai 2026 um 17:12)

  • Hallo galenik!

    Ja das hätte ich auch gedacht… wurde aber von dem ambulanten Arzt nicht gemacht und scheinbar auch nicht für nötig befunden… komisch.

    So hat halt jeder Arzt seine eigene Herangehensweise.

    So hab ich mir das auch gedacht, was ja heißen würde dass mein höchster Wert eher 22 war und das mit der Luftmethode… da hätte man doch gerne mal nochmal genauer nachmessen können? Oder was meinst du?

    Ich bin immer dafür, dass man mit der Goldmann-Applanation misst. Aber was ich meine ist ja nicht ausschlaggebend für das, was die Ärzte tun oder nicht tun.

    Ja gut, den Punkt hab ich nicht bedacht. Man muss halt wie gesagt auch erwähnen, dass es nicht das Gesichtsfeld Gerät ist was ich da erwartet habe. In meinem Kopf habe ich dieses Octopus Gerät, wo man in so eine weißen Halbkugel reinguckt. Das war jetzt aber so ein Gerät, wo ich einfach reingeguckt habe und direkt das blaue Feld mit den ganzen Kästchen die leuchten können gesehen habe… vielleicht ist das ja auch ein Standard Gerät aber ich hab halt was anderes erwartet. Den äußeren Bereich kann man damit nicht beurteilen denke ich.

    Das blaue Feld könnte ein Hinweis auf die Blau-gelb-Perimetrie sein. Die wäre noch sensitiver, als mit dem Octopus.

    Ob sie das war, was Du beschreibst, weiß ich natürlich nicht.

    Ja genau, dass wusste ich ja zu dem Zeitpunkt auch schon. Allerdings fand ich das in dem Moment wirklich unangebracht, mir wurde keine Sicherheit vermittelt oder das positive rausgestellt (keine Ausfälle auf dem einen Auge, Druck mit luftmethode nur leicht erhöht), sondern direkt reingeredet dass es eben auch mit 16 Glaukom gibt. Genauso gut kann man mit einem 26er Druck rumlaufen und kein Glaukom haben… deshalb fand ich das halt blöd.

    Ja, man kann ein Glaukom haben mit Druck 16mmHg und kann kein Glaukom haben mit Druck 26, also eine oculäre Hypertension.

    Wenn die Diagnostik bei Dir noch nicht abgeschlossen ist, kann vermutlich noch keine konkrete Aussage getroffen werden.

    Sonst stelle konkret Deine Fragen direkt an den Arzt.

    Hast du selbst Erfahrungen damit gemacht? Ich würde sagen dass ich echt schon wirklich nen starken Befall damit habe, weil ich sie selbst abends richtig gut sehen kann oft. Viele davon auch bei geschlossenen Augen und bisschen Licht. Wenn ich meine Augen zukneife, oh Gott, dann ist alles voll mit komischen Strukturen und „Wellen“, Bläschen, verwaschenen Bereichen, Wolken etc… ganz schlimm. In der Uni sind öfters Seminare für mich kaum aushaltbar, da der Raum weiß ist, die Tische auch, von draußen leuchtet es rein und der Beamer wirft auch nur weiße Folien an die wand. Da kann man irre werden…

    Ja, ich hab damit Erfahrungen gemacht, nacheinander bei beiden Augen.

    Weiße Flächen sind doof, ja. Da sehe ich die Mouches auch stärker.

    Da ich auch Tinnitus habe, bin ich Meister im Ausblenden, sonst werd ich irre. So blende ich den Piepton in den Ohren und auch die Mouches aus. Das dauert, bis das klappt, ja. Aber es funktioniert. Ich hab, gerade, als es anfangs so schlimm war, nicht auf die Mouches geschaut, sondern daran vorbei.

    Das mit meiner Mutter müsste ich nochmal klären… dann berichte ich mehr. Die Oma die das hat ist väterlicherseits und mütterlicherseits ist eigentlich nichts bekannt, bis eben auf diesen Fakt den sie mir genannt hat.

    Wo auch immer bei Dir vielleicht die Genetik beginnt....

    Ich bin der Prototyp. Es gab in der Familie vorher keine Glaukomerkrankung. Und ich war 25 Jahre alt bei Beginn des Pigmentdispersionssyndroms und 30 Jahre bei Entstehung des Glaukoms.

    Ansonsten wurde bisher nichts gefunden. Ich habe schon mehrfach Spaltlampenuntersuchungen, Makula OCT und Wide Field OCT hinter mir (Netzhautfotografie..), und zu meinem Sehnerv wurde bisher nie was gesagt. Aber das ersetzt natürlich nicht das Papillen OCT. Wie schätzt du die Situation ein, Sabine?

    Was willst Du denn jetzt von mir hören? Dass Du kein Glaukom hast? Dass Du ein Glaukom hast?

    So eine Aussage wirst Du von mir nicht hören, da ich das nicht beurteilen kann. Ich bin keine Ärztin, ich habe kein Befähigung so eine Diagnose zu stellen, da das Ärztesache ist.

    Ich kann Dir nur raten, schreibe Deine Fragen auf einen Zettel auf und stelle diese beim nächsten Termin, so dass Du für Dich bald Klarheit bekommst.

    Viele Grüße
    Sabine

  • Wie alt warst du denn als es angefangen hat und wie nervig war es insgesamt? Und wie lange hat’s gedauert bis es besser wurde (objektiv und subjektiv)? Bei mir sinds jetzt ca. 4 Monate seit dem ersten und es ist seitdem eigentlich nur mehr geworden vom Gefühl her. In der Uniklinik meinte die Ärztin zu mir, sie wüsste auch nicht wieso ich das bekommen habe, ihr jüngster Patient damit sei wohl 19.

    Ich glaube, ich war so etwa Mitte dreißig als es begonnen hat. Und es dauerte schon einige Jahre, bis es deutlich besser wurde. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als die Dinger zu ignorieren.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Danke für die Antwort Sabine

    Ich bin immer dafür, dass man mit der Goldmann-Applanation misst. Aber was ich meine ist ja nicht ausschlaggebend für das, was die Ärzte tun oder nicht tun.

    Und ich denke da hast du auch recht. Wie gesagt, ich bin nicht so überzeugt von meinem ambulanten Augenarzt… den habe ich aber auch erst seitdem ich diese Floater Anfang des Jahres bekommen habe. Mein alter Augenarzt ist in Rente und dementsprechend war ich dort ca 4-5 Jahre schon nicht mehr, da ich davor nie Probleme mit den Augen hatte. In der Uni wurde direkt mit Goldmann-Applanation nachgemessen, nachdem ich meinen Innendruck erwähnt habe.

    Das blaue Feld könnte ein Hinweis auf die Blau-gelb-Perimetrie sein. Die wäre noch sensitiver, als mit dem Octopus.

    Ob sie das war, was Du beschreibst, weiß ich natürlich nicht

    Puh, das kann ich dir echt nicht sagen. Es war halt einfach gefühlt ein älteres Gerät - es gab nicht mal eine Ablage für das Kinn. Sollte mich da einfach dagegen lehnen mit meiner Stirn und hab halt wie gesagt direkt dieses blaue Feld im hellblauen Hintergrund gesehen und dort sind dann die Punkte aufgeleuchtet, teils heller teils dunkler. Hört sich das nach der Blau-Gelb-Perimetrie an?

    Ja, man kann ein Glaukom haben mit Druck 16mmHg und kann kein Glaukom haben mit Druck 26, also eine oculäre Hypertension.

    Wenn die Diagnostik bei Dir noch nicht abgeschlossen ist, kann vermutlich noch keine konkrete Aussage getroffen werden.

    Sonst stelle konkret Deine Fragen direkt an den Arzt.

    Ja, das stimmt so. Ich finde nur die Herangehensweise von dem Arzt halt nicht patientenfreundlich… Es ist zwar nicht ganz so schlimm wie manche Geschichten hier (hab hier sowas gelesen wie Glaukomdiagnose und direkt der Hinweis, dass man erblindet… was ja gar nicht sein muss zwangsläufig), aber halt für mich trotzdem blöd. Und wie gesagt es verwirrt mich dass die in der Uni das quasi fast komplett ignoriert haben (hätte ich es nicht angesprochen, hätten die mir nichtmal was dazu gesagt) und das obwohl sie den Innendruck per Luftmethode jedes Mal mitgemessen haben. Und dort liefen halt mehrmals die Spaltlampen Untersuchung (das waren auch die einzigen die meine Pupillen weitgetropft haben), Ultra wide OCT und Netzhautfotografie. Ich denke ein Schaden hätte dort ja auch schon auffallen können? Aber natürlich kann es auch subtiler sein bzw. übersehen werden, weshalb man ein Papillen OCT braucht.

    Ja, ich hab damit Erfahrungen gemacht, nacheinander bei beiden Augen.

    Weiße Flächen sind doof, ja. Da sehe ich die Mouches auch stärker.

    Da ich auch Tinnitus habe, bin ich Meister im Ausblenden, sonst werd ich irre. So blende ich den Piepton in den Ohren und auch die Mouches aus. Das dauert, bis das klappt, ja. Aber es funktioniert. Ich hab, gerade, als es anfangs so schlimm war, nicht auf die Mouches geschaut, sondern daran vorbei.

    Das zu lesen hilft mir sehr. Ja, ausblenden, das höre ich oft und ich wünschte ich würde es gut hinbekommen… ich hab halt einfach auch sehr viele unterschiedliche. Wenn ich meine Augen zusammenkneife hab ich viele verwaschene Bereiche, so wellenartig. Auch lakunen teilweise. Und gleichzeitig unendlich viele kleine Pünktchen, sowie viele halbgraue längere Striche und vor allem auch schwarze halbmondförmige floater jeweils links und rechts am Rand… alleine beim Links-Rechts-Gucken bevor man über die Straße läuft fliegt mir so viel Zeug in den Augen rum, dass ich am liebsten nicht mehr links-rechts schauen würde.

    Wo auch immer bei Dir vielleicht die Genetik beginnt....

    Ich bin der Prototyp. Es gab in der Familie vorher keine Glaukomerkrankung. Und ich war 25 Jahre alt bei Beginn des Pigmentdispersionssyndroms und 30 Jahre bei Entstehung des Glaukoms.

    Das wünscht man wirklich niemandem… Wenn ich fragen darf, wie hast du das damals gemerkt?

    Was willst Du denn jetzt von mir hören? Dass Du kein Glaukom hast? Dass Du ein Glaukom hast?

    So eine Aussage wirst Du von mir nicht hören, da ich das nicht beurteilen kann. Ich bin keine Ärztin, ich habe kein Befähigung so eine Diagnose zu stellen, da das Ärztesache ist.

    Ich kann Dir nur raten, schreibe Deine Fragen auf einen Zettel auf und stelle diese beim nächsten Termin, so dass Du für Dich bald Klarheit bekommst.

    Ne, so meinte ich das nicht, sorry falls das so rüberkam. Ich wollte nur generell deine Meinung zu dieser ganzen Abklärungsgeschichte… Es ist ja schon einfach verwunderlich, wie unterschiedlich die ganzen Ärzte auf meine Augen reagieren. Der eine ist komplett fixiert auf das mögliche Glaukom, den anderen juckt das gar nicht und er hat nur was anderes im Sinn. Deshalb ist für mich die Situation halt auch so anstrengend gerade… Es fühlt sich einfach nichts ganz richtig an, da alles gerade in so unterschiedliche Richtungen geht und niemand mir wirklich helfen kann.

    Liebe Grüße

  • Ich glaube, ich war so etwa Mitte dreißig als es begonnen hat. Und es dauerte schon einige Jahre, bis es deutlich besser wurde. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als die Dinger zu ignorieren.

    Danke dir für deine Antwort DieDa! Mitte dreißig ist auch echt früh… Mitte 20 zwar nicht besser aber ähnlich. Das mit den Jahren ist natürlich frustrierend, vor allem da ich gerade noch mitten im Studium stecke und das bis zum letzten Staatsexamen noch einiges von mir abverlangen wird.

    Helle Räume mit weißen Tischen fallen mir sehr schwer. Wenn dann noch die PowerPoint Folien komplett weiß sind, dreh ich durch. Da seh ich dann ständig was durchs Bild fliegend und wenn ich meine Augen bewege um was zu lesen, dann fühlt es sich so an wie als würde ich durch ein Aquarium lesen… Augen zukneifen ist das schlimmste: da seh ich dann fast nur noch so verschwommene, wellenartige Bereiche, Lakunen, zahlreiche Punkte und halt auch die größeren floater. Ist das bei dir ähnlich gewesen?

    Bis vor 5 Monaten wusste ich quasi nichtmal, dass es sowas (Floater) gibt… und jetzt sind meine Augen voll davon.

  • Hallo Galenik!

    Hört sich das nach der Blau-Gelb-Perimetrie an?

    Ich habe diese noch nie gemacht. Ich kann Dir Deine Frage nicht beantworten.

    Ich denke ein Schaden hätte dort ja auch schon auffallen können? Aber natürlich kann es auch subtiler sein bzw. übersehen werden, weshalb man ein Papillen OCT braucht.

    Ein Schaden an einem Sehnerv sollte schon an der Spaltlampe auffallen, wenn ein AA da untersucht.

    Ein OCT ist natürlich in der früheren Erkennung viel feiner.

    Das zu lesen hilft mir sehr. Ja, ausblenden, das höre ich oft und ich wünschte ich würde es gut hinbekommen… ich hab halt einfach auch sehr viele unterschiedliche. Wenn ich meine Augen zusammenkneife hab ich viele verwaschene Bereiche, so wellenartig. Auch lakunen teilweise. Und gleichzeitig unendlich viele kleine Pünktchen, sowie viele halbgraue längere Striche und vor allem auch schwarze halbmondförmige floater jeweils links und rechts am Rand… alleine beim Links-Rechts-Gucken bevor man über die Straße läuft fliegt mir so viel Zeug in den Augen rum, dass ich am liebsten nicht mehr links-rechts schauen würde.

    Eine Vitrektomie ist wohl die einzige OP, die bei sowas aktiv Abhilfe schaffen kann. Wenn Du Dich so sehr beeinträchtigt fühlst, solltest Du das vielleicht mal ansprechen bei einem Termin.

    Das wünscht man wirklich niemandem… Wenn ich fragen darf, wie hast du das damals gemerkt?

    Gar nicht selbst. Das war ein Zufallsbefund, als ich bei einem AA war, um mich über LASIK zu informieren. Der schaute mir in die Augen und meinte, ich sollte jedes Jahr zur Kontrolle kommen, da ich sonst erblinde. Ohne weitere Erklärung ging er raus.

    Der eine ist komplett fixiert auf das mögliche Glaukom, den anderen juckt das gar nicht und er hat nur was anderes im Sinn. Deshalb ist für mich die Situation halt auch so anstrengend gerade… Es fühlt sich einfach nichts ganz richtig an, da alles gerade in so unterschiedliche Richtungen geht und niemand mir wirklich helfen kann.

    Es gibt ja fixe Befunde, die für oder gegen ein Glaukom sprechen.

    Und ja, es ist nicht immer einfach zu beurteilen, ob ein Glaukom vorliegt oder nicht. Aber man kann die konkreten Befunde von Dir ja mal richtig besprechen.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Galenik,

    da hast hier ja schon eine Menge sehr guter Tipps bekommen.

    Ich verstehe aber nicht, was den Glaukom-Verdacht und die Diagnostik angeht:

    War dann, als ich mehr floater bekommen habe und auch mein anderes Auge betroffen war, die Uni Ambulanz in meiner Heimatstadt aufgesucht. Dort wurde alles standardmäßig gemacht, Augeninnendruck per Luft und OCT (allerdings sicherlich ein Makula OCT und kein Papillen OCT). Da wurde mir zum Druck nichts gesagt und lediglich ein anderer nebenbefund erläutert, den ich nochmal abklären lassen sollte.
    Paar Wochen später war ich dann wieder zur Abklärung in der Uni, der Nebenbefund hat sich scheinbar als harmlos rausgestellt. OCT wurde wieder gemacht, ich vermute aber mal dass es wieder nur ein Makula OCT war. Zudem eine Aufnahme der Netzhaut (Wide Field oder wie das heißt). Auf meine Frage hin wegen des Innendrucks, meinten die er sei leicht erhöht. Daraufhin wurde noch die genauere Messung mit den Tropfen gemacht: 21/21. Mir wurde angeraten beim nächsten Kontrolltermin, der jetzt für Juli geplant ist, mal ein Gesichtsfeld zu machen.

    Du warst in einer Uni-Augenklinik primär wegen der Floater!

    Offenbar wurde dort auch eine Glaukomdiagnostik gemacht, also Druck gemessen, Pachymetrie gemacht, wie Du weiter oben geschrieben hast.

    Dass dort kein Papillen-OCT gemacht wurde, verwundert mich doch sehr!

    Hast Du einen Bericht bekommen?

    Was steht da zum Sehnerven-Befund?

    Sind da Auffälligkeiten erwähnt?

    Fazit vom ambulanten Augenarzt: er versucht mir weiterhin zu erklären, dass ich wahrscheinlich ein Glaukom habe, auch wenn das jetzt noch nicht feststeht.

    Es gibt bei Dir nun mal einen Glaukom-Fall in der Familie, also ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt!

    Wenn Du zu Deinem lokalen AA nicht so wirklich Vertrauen hast, dann würde ich Dir raten, bei dem Termin in der UK im Juli um Abklärung des Glaukom-Verdachts zu bitten, und dort alle dafür notwenigen Untersuchungen machen zu lassen.

    Und lass Dir alles ausdrucken, was ausdruckbar ist - insbesondere Gesichtsfeld und OCT!!

    Das wird Dir hoffentlich Klarheit bringen.

    LG

    Chanceline

  • Hallo Galenik,

    Du hast diese Floater, die durch die Schrumpfung des Glaskörpers und den dadurch bedingten Zug an der Netzhaut entstehen. Das ist eigentlich altersbedingt. Bei jüngeren Menschen wird dann aber nach zugrundeliegenden Augenerkrankungen wie z.B. Entzündungen geschaut.

    Da wurde zum Glück bei Dir nichts gefunden. Wie Dir schon gesagt wurde, kannst Du Dich jetzt nur damit arrangieren. Ich habe auch schon gelesen, daß es Laserbehandlungen dagegen gibt. Aufmerksam bleiben solltest Du. Der Prozeß kann fortschreiten und das kann zu Netzhautablösungen führen, das merkst Du an Reußregen, Lichtblitzen und einer wandernden dunklen Wand über das Auge. Das wäre ein Notfall und muß sofort behandelt werden.

    Glaukom hat mit den Floatern nichts zu tun. Ich nehme einfach mal an, daß Dein Augenarzt sich die günstige Gelegenheit für eine IGEL Leistung nicht entgehen lassen wollte. Das OCT war als Sofortmaßnahme total unangebracht, es ist keine Screening Methode auf Glaukom, sondern ein add on, wenn der Augenarzt an der Spaltlampe schon den Verdacht auf Glaukomveränderungen hat.

    Mich wundert auch nicht, daß er auch noch gerne ein Papillen OCT machen wollte. Bringt ja auch wieder was ein.

    Meines Wissens sind Macula OCT und Papillen OCT in der Frühdiagnostik des Glaukoms gleichwertig.

    Bei älteren Menschen gibt es am Augenhintergrund dann schon viele Veränderungen, die das Macula OCT erschweren. Deshalb dann meist nur noch Papillen OCT.

    Der Augendruck in der Klinik nach Goldmann gemessen war 21, das ist im Bereich des normalen Augendrucks. Überhaupt ist nach den Kriterien der Europäischen Glaukomgesellschaft der Augendruck überhaupt kein diagnostisches Kriteriuum für Glaukom.

    Man kann ein Glaukom mit sehr niedrigen oder sehr hohen Augendrücken bekommen oder man kann hohe Augendrücke ohne Glaukom haben.

    Was die Glaukomdiagnostik bei genetischer Vorbelastung betrifft, lautet die Empfehlung, daß ab 35. Lebensjahr jährliche Kontrollen auf Glaukom durchgeführt werden sollen.

    Aus dem, was Du geschrieben hast, sehe ich keinerlei Anhaltspunkte, daß bei Dir ein Glaukom vorliegt. Offensichtlich hat ja auch die Augenklinik keinen diesbezüglichen Verdacht geäußert.

    Die Gesichtsfelduntersuchung würde ich jetzt noch komplettieren lassen. Ansonsten würde ich den nächsten Termin in der Uniklinik abwarten und dort darum bitten, im Bericht (den Du Dir gleich aushändigen lassen solltest) eine Empfehlung für weitere Kontrolluntersuchungen auszusprechen.

    Gruß Malve