Guten Tag ins Forum,
Zunächst zu meiner Person und Vorgeschichte, bevor ich zum konkreten Anliegen komme: Mein Name ist Janny, weiblich, 34. Stark kurzsichtig mit Hornhautverkrümmung (ganz genaue Werte habe ich nicht parat, aber ist irgendwo zwischen -7 und -8).
2021 nach einem Umzug wollte ich nichts böses ahnend eigentlich nur einen neuen Augenarzt suchen für ein Brillenrezept. Bin dann aber tatsächlich einmal komplett durch gecheckt worden (die Praxis operiert/lasert auch).
Dabei hat ein Gerät (Name entfällt mir, aber es wurde quasi ein Bild/eine Analyse von den Sehnerven gemacht) angezeigt, dass mein Sehnerv geschädigt ist (Glaukom).
Die Praxis arbeitet für die Routine-Termine mit Assistenzärzten. Die junge Ärztin, die an diesem Tag für mich zuständig war, war sehr überrascht ob dieses Ergebnisses, auch wegen meines jungen Alters.
Selbst konnte sie keine Schädigung am Sehnerv erkennen, aber das Gerät sagte es nun so. Mit Blick auf meinen Augeninnendruck sagte sie, dass dieser doch auch grenzwertig wäre (meine so um die 19-22).
Sie schrieb Latanoprost auf und veranlasste eine Gesichtsfeldmessung sowie einen Termin beim Klinikleiter (der Experte quasi, der auch die OPs durchführt).
Gesichtsfeldmessung war ok, also keine Ausfälle, Tropfen habe ich (auf den ersten Blick?) gut vertragen, Augendruck ging damit runter (13-15).
Als ich dann den Termin beim Chef hatte (circa 6 Monate später) hat er besagtes Gerät nochmal messen lassen und das Ergebnis war das gleiche. Er konnte aber selbst auch nichts erkennen.
Er erklärte mir, dass das Gerät auch mal falsche Ergebnisse liefern kann, aber 2x identisch deute schon darauf hin, dass ich tatsächlich beidseitig Glaukom habe, aber eben noch sehr beginnend.
Fazit: "Besser jetzt bevor Sie Gesichtsfeldausfälle haben, als zu spät, und solange die Tropfen helfen und sich nichts verschlimmert, müssen wir auch nichts operieren."
Seitdem habe ich alle 3 Monate Augendruckmessung, alle 6 Monate Besprechung mit einem der Assistenzärzte und 1x im Jahr Gesichtsfeldmessung. Alles soweit ok.
Seit circa einem? Jahr habe ich allerdings nun sehr sporadisch folgendes Problem: Ich wache nachts auf, ein Auge (leider kann ich mich nicht erinnern, ob es immer das gleiche ist) juckt, brennt, ich habe ein starkes Fremdkörpergefühl, es tränt und ist gerötet.
Einen Fremdkörper kann ich nie finden (ist aber auch schwer, zu schauen, weil das Auge immer sich reflexartig wieder schließt). Mit Wasser spülen lindert. Keine Sehstörungen (stelle zumindest keine fest).
Nach 30 Minuten ist der Spuk meist weitestgehend vorbei, nur noch ein leichtes Fremdkörpergefühl. Dann schlafe ich wieder ein. Am nächsten Morgen soweit wieder alles gut. Nur klebt das Auge gefühlt etwas, wie bei Bindehautentzündung.
Das ist mir bisher 3-4x passiert. Also wirklich sehr sporadisch. Und immer nachts.
Nun meine Frage: Ich tropfe aktuell abends Latanoprost STADA (vorher hatte ich auch schon andere Hersteller, je nach aktuellem Rabattvertrag).
Kann das von den Tropfen kommen? Ich wundere mich eben, dass es ausschließlich nachts passiert, und da ich abends tropfe, wäre das ja naheliegend. Dann frage ich mich nur, warum nur so selten?
Hat irgendjemand Ideen oder ähnliche Erfahrungen?
Ich werde es bei meinem nächsten Termin auch auf jeden Fall mal ansprechen.
Sorry für den langen Text! Und danke im Voraus.
Liebe Grüße
Janny