Vorstellung, BJ 1963, mit der Vogelschar

  • Hallo,

    ich lese schon eine Weile hier mit, komme aber mit den ganzen Ausdrücken nicht klar. Zu umfangreich und kompliziert für mein dummes Hirn - Baumschule nicht beendet ist meine Art von Humor und Ironie!


    Grüner und grauer Star wurden schon vor 2 Jahren bestätigt. Seit Apr 2024 tropfe ich also. Erst nur Latanoprost abends, dann auch Dorzo Vison shine morgens und abends.


    Der Augendruck wird seit ich ca. 35 bin regelmäßig - also jährlich - untersucht und war auch nie zu hoch. Mit knapp 40 hatte ich eine Schädelfraktur, Schädelhinrntrauma 1/2 und Gesichtsfeldausfälle links. Das war eh schon immer das schlechtere Auge. Gleitsichtbrille war auch schon mit 38 von Nöten.

    Brillenträger bin ich seit Schulbeginn - also auch immer in augenärztlicher Betreuung gewesen. Der Augendruck wurde wegen erbl. Vorbelastung so früh kontrolliert. Meine Oma ist total erblindet gewesen, allerdings hatte sie grauer/güner Star, Makuladegeneration. Allerdings begann die Krankheit bei ihr viel später als bei mir. Mein Vater übrigens auch, ist aber noch nicht blind.


    Die Ausfälle links haben sich innerhalb eines Jahres quasi verdoppelt. Da war der Arzt erstaunt, ich eher nicht weil es mit meinem Gefühl überein stimmte.


    Im Mai 2024 war ich stationär in einer Augenklinik. Es hieß ich solle dahin wegen eines OCT und damit ein Druckschema erstellt wird. Der Augendruck wurde mehrmals täglich gemessen, sonst fand aber keine Untersuchung statt.

    Anfang Nov 2025 wurde mir zusätzlich noch Brimonindin verschrieben. Das habe ich nicht vertragen - wie ein vorherhiger Versuch mit diesem Wirkstoff auch nicht. Der AI war damit auch nicht niedriger als ohne das Medikament und so ist es nun wieder abgesetzt worden - gott sei Dank.


    Nächsten Monat habe ich einen Untersuchungstermin (ambulant) im Johannesklinikum Dortmund. Den Termin hatte ich im November 2025 vereinbart und nehme ihn trotz Umzug nach Hamburg wahr. In Hamburg habe ich zwar einen Augenarzttemrin vereinbart für Ende Juli (war der nächste freie Termin), aber weiss noch nicht ob ich dort bleibe.


    Ich bin also im Umzug von NRW nach Hamburg im Mai - derzeit im Urlaub am Meer!


    Von meiner Schädelfraktur sind ein paar Sachen über geblieben. Nennt sich Restaphasie, Störung der Vigilanz, Aufmerksamkeit, Konzentration. Ich erkenne Gesichter schlecht und Menschen eher an der Stimme. Neues will erst mal nicht ins Hirn und wenn es dann drin ist - tja dann fällt was anderes raus. Alles "normale" strengt mich an und das Hirn arbeitet ständig mit 150%. Deshalb bin ich schnell müde.


    Aber dafür bin ich seit über 20 Jahren in Rente damit ich die Zeit dazu habe meinen Alltag zu bewältigen. Und das gelingt mir sehr sehr gut! Wer kann schon sagen dass er verrentet ist weil er schnell müde wird!


    Kurzum: ich mache aus allem das Beste und suche mir immer Alternativen.


    Das fasse dich kurz ist leider auch aus dem Hirn gepurzelt. War ich früher sehr gut drin in Kurz und prägnant, nun bin ich das Gegenteil davon. Da müssen die anderen durch - ich muss ja auch damit leben.


    Grüße aus dem sonnigen Süden

    Mia

  • Willkommen in diesem Forum Mia0863 !

    Das mit dem Schädelhirntrauma ist ja eine üble Sache! Gut, dass du es mit Humor tragen kannst.

    Dein langer Text lässt sich dank Absätzen gut lesen, gar kein Problem.

    Noch schöne sonnige Tage am Meer wünsche ich dir!

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Moin,

    danke fürs Willkommen.


    Ich hatte übrigens nie Bluthochdruck oder geraucht. Einziges Medikament das ich dauerhaft nehme ist L-Thyroxin in niedriger Dosierung. Wie viele Menschen könnte ich ein paar Pfunde weniger haben, liege aber nicht über dem sogenannten Normalgewicht (BMI bei 23).

    Fortschreitende Osteoporose habe ich auch, bin aber nicht mehr in Behandlung damit. Das gehe ich nach meinem Umzug an - also nächstes Jahr. Dieses Jahr ist schon mit Arztsuchen ausgefüllt. So ein Umzug über mehrere Hundert Kilometer bringt jede Menge Veränderung und Herausforderungen mit sich.

    Ich bewege mich gerne zu Fuß oder mit dem Rad und bin gerne an der frischen Luft.


    Nach der Glaukomdiagnose habe ich sofort mein Auto verkauft. Da ich selbst Unfallopfer war weiss ich was eine kleine Unaufmerksamkeit so alles mit sich bringen kann.

    Angeblich verläuft die Krankheit schleichend und man kann schnell den Ausstieg verpassen weil man sich ja auch schleichend an den Zustand gewöhnt.

    Dafür ziehe ich um - damit ich wieder mehr Lebensqualität habe. Alleine und spontan unterwegs sein zu können gehört für mich dazu.

    Allen einen schönen Sonntag!

  • Hallo Mia,

    frag einfach nach, wenn du was nicht verstehst. Einige Sachen hier sind auch sehr speziell, das kann auch niemand alles verstehen.

    Ich hatte auch vor 17 Jahren einen üblen Fahrrad Unfall. Zum Glück hat der Helm mein Hirn gerettet, hatte deswegen nur einen 3-fachen Kieferbruch. Aber manchmal habe ich den Unfall in Verdacht, dass seit dem Zeitpunkt meine Augen schlechter wurden.

    Schön, dass du den Weg zum Forum gefunden hast und das Beste aus deiner Situation machst. Mit Humor geht alles viel leichter, klappt leider nur nicht immer.

    Weiterhin eine schöne Zeit im sonnigen Süden, Andrea

  • Hallo Mia!

    Willkommen im Forum.

    Die Ausfälle links haben sich innerhalb eines Jahres quasi verdoppelt. Da war der Arzt erstaunt, ich eher nicht weil es mit meinem Gefühl überein stimmte.

    Vielleicht kann die Gesichtsfelduntersuchung noch mal wiederholt werden. Manchmal ist es auch tagesformabhängig und wenn man nicht gut drauf oder müde ist, dann fällt so eine Untersuchung leider schon mal schlechter aus, ohne, dass es wirklich so ist.

    Von daher bietet sich bei so einer gravierenden Verschlechterung eine Wiederholung an.

    Von meiner Schädelfraktur sind ein paar Sachen über geblieben. Nennt sich Restaphasie, Störung der Vigilanz, Aufmerksamkeit, Konzentration. Ich erkenne Gesichter schlecht und Menschen eher an der Stimme. Neues will erst mal nicht ins Hirn und wenn es dann drin ist - tja dann fällt was anderes raus. Alles "normale" strengt mich an und das Hirn arbeitet ständig mit 150%. Deshalb bin ich schnell müde.

    Tut mir leid mit dem SHT.

    Nach der Glaukomdiagnose habe ich sofort mein Auto verkauft. Da ich selbst Unfallopfer war weiss ich was eine kleine Unaufmerksamkeit so alles mit sich bringen kann.

    So lange man noch soweit gut sehen kann, ist Autofahren möglich. Nur wegen der Diagnose höre ich damit nicht auf. Aber wenn Du das so für Dich entschieden hast, dann ist das ok.

    Viele Grüße
    Sabine

  • Sabine Der Verkauf des Autos war wohl nicht wegen Glaukom, sondern anderer Folgen des Schädelhirntraumas wie z.B. Konzentrationsstörungen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Mia,

    Du hast bereits Grauen Star, schreibst du.

    Als meine Linsen sich veränderten (Ende 50) nahm der Augeninnendruck zu und die Kammerwinkel wurden sehr eng.

    Könnte vielleicht auch für dich wichtig sein, darauf zu achten? Ich habe mit der Gefahr, einen Glaukom Anfall zu kriegen, eine ganze Weile verbracht, ohne es zu wissen.

    Ich persönlich würde nicht lange warten mit der Katarakt OP, aber oft macht es Sinn, diese OP mit einer Glaukom -OP zu kombinieren.

    Dazu findest du mehr im Forum bzw können andere TeilnehmerInnen dir mehr sagen.

    Alles Gute, Nin

  • Moin!


    Sabine GF wurde danach nochmals überprüft, leider gleiches Ergebnis. Das linke Auge war schon nach dem Unfall leicht geschädigt. Da wurde erstmals eine Sichtfeldeinschränkung festgestellt, es aber auf die Schädelimpressionsfraktur geschoben. Damals wurde der Augendruck schon routinemäßig überprüft, war aber stets im Normalbereich. Leider konnte der Augenarzt den Ausdruck von vor 20 Jahren nicht mit den ersten von der augenklinik vergleichen. Es wäre nicht möglich aufgrund der verschiedenen Verfahren oder Techniken.

    Da ich nach dem Unfall ständig Kopfschmerzen hatte, konnte ich es irgendwann nicht unterscheiden ob zuerst die Schmerzen im Auge oder im Kopf da waren.

    DieDa Ich durfte aufgrund der Hirnverletzung lange kein Auto fahren, nach Fahrprobe mit Gutachter dann aber shcon. Die Ärzte haben mich versicherungstechnisch immer beruhigt. Augenblicksversagen kann es immer geben und wenn ich mal einen Unfall hätte müsste man mir erst nach weisen dass es wirklich aufgrund meiner Einschränkungen wäre.

    Ich bin gerne gefahren, auch weite Strecken. Dann eben mit einem Tag Pause dazwischen. Ich kenne mich ja. Irgendwann war ich blendempfindlicher und bin bei Dunkelheit und Regen kaum gefahren. Dann kam die Diagnose mit dem grauen und grünen Star und sow urde das Auto verkauft. Es machte für mich keinen Sinn wenn ich es nur im Winter nutze und da dauernd dunkel und nass ist.

    Dazu die Angst mal einen zu übersehen und zu schädigen. Ich bin als Fußgänger umgefahren worden und könnte nicht damit umgehen jemand zu schädigen.

    Da hat jeder seine eigene Lebenserfahrung und ich habe 10 Jahre versucht ein einigermaßen eigenständiges Leben wieder zu führen.


    Nin Der gaue Star ist rechts mehr (aber noch schwach), das Glaukom links stark vertreten. Links war auch die Schädelimpressionsfraktur. Gleichgewicht und Sprache waren damals auch soweit hinüber. Sprechen und verstehen habe ich schnell gelernt mittels Jugendbüchern. Manche Worte nutze ich immer noch falsch, Adjektive fallen mir schwer.

    Aber sonst gehts mir prima! Vor drei Jahren bin ich noch alleine über die Alpen gewandert. Das Vertrauen in meine Fähigkeiten wird schon wieder kommen.