Hallo Zusammen!
Ich leide jetzt seit ziemlich genau einem Jahr an einer wiederkehrenden Iridozyklitis, vor Allem auf dem linken Auge, es kam aber auch schon rechts vor.
Im November 25 wurde dann eine Druckerhöhung auf beiden Augen fest gestellt. ( Ca. 30 mmHg)
Es begann eine Therapie mit Dorzolamid morgens und Abends. Predni musste ich zu dieser Zeit links auch nehmen. Zunächst schien alles gut zu klappen.
Ca. Drei Wochen später aber hat mein Freund mich in die nächste Augenklinik gefahren. Ich hatte links sehr starke Kopfschmerzen mit Druckgefühl im linken Auge, mit ziehen bis in den Kiefer und Übelkeit.
Dort wurde links ein Druck von 40 und rechts von "nur" 27 gemessen. Es erfolgte eine stationäre Aufnahme und es kamen Clonid Augentropfen dreimal täglich , sowie Latanoprost zur Nacht.
Schnell wurde festgestellt, dass ich wohl einen sehr weiten Winkel habe. Die Ärztin hätte mich am liebsten nach der Shaffer Skala bei 6 eingeordnet, obwohl die nur bis 4 geht.
Auch vermutete sie, dass der Kammerwinkel von Geburt an falsch angelegt ist. Der Plan war, erst mal zu schauen, ob es mit den Tropfen reicht und das Predni wegzulassen, falls ich doch ein Responder bin.
Zwei Wochen später ging der Druck wieder durch die Decke. Also Glaupax 1-0-1dazu, um über die Feiertage zu kommen und dann erneute stationäre Aufnahme mit der Option einer Kanaloplastik links.
Beim Tensioprofil war aber dann alles gut, sodass die OP zunächst nicht angezeigt war.
Erfreulicherweise gab in dieser Zeit vorher auch die Iridozyklitis Ruhe.
Kaum war ich entlassen, fing die aber wieder an. Ich hab zwar eine Schuppenflechte und Gelenkbeschwerden, aber die Befunde waren immer so, dass keine systemische Therapie mit z.B. MTX in Betracht kam.
Es war sehr zermürbend, vier Wochen wieder mit weit getropftem Auge zu Hause zu sitzen. In der Zeit ist meine Tante gestorben, die mir sehr nahe stand.
Ich musste mir eingestehen, dass der Stress v.a. von der Arbeit nicht gerade förderlich ist. Also suchte ich mir etwas Neues.
Seitdem hatte ich das Gefühl, dass die Entzündung schön zurück geht. Am Dienstag hatte ich einen Termin in der Glaucomsprechstunde und dachte schon, dass da auch alles gut sein würde.
Aber es war ein Schock. Schaden am Seenerv und Einkerbung in der Papille. Druck trotz Maximaltherapie bei 20.
Betablocker gehen bei mir nicht, Roclanda habe ich leider nicht vertragen.
Jetzt bleibt nur die OP.
Eine Keratoplastik ist wegen der Entzündung nicht ratsam, also kommt jetzt ein Paulimplantat. Ich muss sagen, ich habe echt Angst vor der OP. Aber erblinden möchte ich natürlich auch nicht.