Langzeiterfahrungen Augenoperationen

  • Hallo zusammen,

    gibt es Langzeiterfahrungen,welche Operationsmethode am längsten hält bzw. am wenigsten noch mal Nachoperiert werden muss.

    Welches Verfahren hat die wenigsten Nebenwirkungen. Das SLT-Verfahren z.B.: soll ja recht schonend fürs Auge sein.

    Wie wird das Verfahren den ausgesucht oder hat man da selber Einfluss drauf.

    Das SLT-Verfahren z.B. soll ja mehrmals wiederholt werden können aber was kommt danach.

    Gruss

    Meikel

  • Hallo Meikel,

    ich antworte Dir mal auf Deine letzten beiden Einträge.

    Von dem Endergebnis des Glaukoms (also Erhalt oder Verlust des Sehvermögens) sind die Tropftherapie und die Operation vergleichbar. Allerdings gibt es Langzeitstudien nur für ein Operationsverfahren, nämlich die Trabekulektomie.

    Man kann also versuchen, so lange wie möglich mit Tropfen zurechtzukommen. Das hängt davon ab wie lange man sie verträgt und wie effektiv sie wirken. Das ist individuell sehr verschieden und läßt sich nicht verallgemeinern.

    Alternativ könnte man auch frühzeitig operieren, z.B. wenn trotz vieler Tropfensorten der Druck nicht ausreichend sinkt oder die Tropfen zu viele Nebenwirkungen machen. Es gib ja auch Menschen, die ein strenges Tropfregime nicht einhalten können oder bei denen schon von Anfang an sehr schwere Ausfälle bestehen, so daß man sich gleich für eine intensive Drucksenkung durch eine Operation entscheidet.

    Eine Besonderheit bei den Operationen ist die SLT. Bei einem neuerkannten Glaukom sind die SLT und die Tropftherapie zugelassene Erstlinientherapien. Der Arzt kann sich also entscheiden, ob er Dir eine SLT oder Augentropfen zur Erstbehandlung empfiehlt.

    In einer großen englischen Studie wurde gezeigt, daß die SLT gegenüber der Tropftherapie mit Latanoprost folgende Vorteile aufweist.

    Bei Patienten mit SLT wurde seltener eine Trabekulektomie erforderlich. Das hängt damit zusammen, daß die Drucksenkung durch die SLT 24 Stunden besteht (sie beruht ja auf strukturellen Veränderungen) während es unter Tropfen zu Druckschwankungen kommen kann.

    Außerdem wurde in dieser Studie der Verdacht bestätigt, daß Latanoprost die Entwicklung eines Katarakts begünstigt. Man würde also unter Latanoprost früher den grauen Star bekommen als man den sowieso irgendwann im Laufe seines Lebens entwickeln würde.

    Wenn Du für Dich eine SLT erwägen solltest, sprich Deinen Augenarzt darauf an.

    Die SLT kann man wiederholen und man kann auch danach wieder tropfen oder operieren.

    Gruß Malve

  • Meikel Wie Malve schon sagte kann man da nichts verallgemeinern. Es kommt z.B. darauf an, wie stark der Druck gesenkt werden muss. Ich habe ein NDG, hatte früher ohne Tropfen Werte bis höchstens 21, da musste man also nicht weit runter, nur um etwa 6 Pünktchen. Ich hatte an einem Auge eine Trabekulotomie, am anderen eine Kanaloplastie. Bei diesen Methoden ist die Drucksenkung i.d.R. geringer als bei der Trabekulektomie (=Sickerkissen), außerdem sagt man, dass bei diesen beiden OP-Methoden die Drucksenkung meist nur zwei Jahre anhält. Ich hatte Glück und etwa zehn Jahre Stabilität.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Und Einfluss auf die Art der OP hast du auf jeden Fall.

    Nachdem die Drucksenkung durch Tropfen nicht mehr ausreichte, wurde mir nach Katarakt-OP mit TO vom Oberarzt eine Trabekulektomie oder eine Ahmed-Valve angeboten. Wollte ich beides nicht und habe eine andere Klinik aufgesucht. Die hatten mehr Möglichkeiten und haben ein COCO gemacht.

    Als deren Wirkung nachgelassen hat, haben sie mir auch eine TE empfohlen. Da ich das nicht wollte und nach einer tiefen Sklerektomie gefragt habe, wurde mir eine andere Klinik mit einem erfahrenen Arzt empfohlen. Und da bin ich jetzt in Behandlung. Vorher noch das Angebot einer SLT, die bis jetzt noch gut wirkt und die OP verschoben wurde.

    Da meine Augen durch die starke Kurzsichtigkeit keine Allerweltsaugen sind, soll die OP so stark wie nötig und so wenig wie möglich sein. Und nicht den Weg zu möglicherweise weiteren Eingriffen verbauen.

    Du siehst, als Patient hat man schon Einfluss, man muss nur Vorstellung davon haben was man möchte. So als Diskussionsgrundlage. Und da hsbe ich hier im Forum viel gelernt, auch von den Fachvorträgen der Mediziner.

  • Hallo Malve, Hallo Melli, Hallo Dieda

    vielen Dank erst mal für eure ausführlichen und informativen Antorten. Ich hab´s mir einfach gemacht und in die Runde gefragt statt mich selber schlau zu machen. Als pflegnder Angehöriger habe ich aber 24/7 genug Stress und andere Sachen im Kopf.

    Das ist eigentlich mein Ziel,

    So lange wie möglich Tropfen und das Auge dabe so wenig wie möglich schädigen.

    Falls mal eine Op notwendig wird, so ein Verfahrne wählen, das man mit einem anderen Verfahren weiter machen könnte, wenn ersteres nicht mehr wirkt.

    Also wenn ich 15Jahre noch irgendwie überbrücken könnte, dann wäre ich bei 79Jahre, das liegt im statistischen Bereich des Normsterbealters für Männer. Wenn ich vorher ins Gras beiße wäre ich echt sauer. Wäre aber auch nichts ungewöhnliche, die Einschläge kommen näher und....wichtig...Sport ist keine Garantie für´s Alt werden. Da hat´s schon ein paar bekannte Sportler wegrasiert.

    Ihr habt tolle Ärzte. Scheinen ja zugänglich zu sein. Ich hatte erst Fixaprost(ohne Konservierungstoffe aber mit Betablocker) was mir aber nicht bekommen ist. Habe jetzt Latanovision verschrieben bekommen. Habe extra gesagt "ohne Konservierungstoffe". Lapidare antwort der Arzthelferin, ich soll die erst mal ausprobieren. Bekomme auch erst mal nur ein Fläschchen für 4 Wochen. Mal sehen was draus wird.

    Gruss

    Meikel

    Ach ja, ich glaube ich habe mit -5,25/-5,5 Allerweltsaugen, oder ?

  • Hallo Meikel,

    Allerweltsaugen sind das nicht, die meisten tragen ja noch keine Brille. Aber das Risiko ist mit -12 schon grösser. In Köln haben sie mich weggeschickt nach Mainz.

    Mit einer SLT kann man nicht viel verkehrt machen, es wirkt oder im schlimmsten Fall halt nicht.

    Es ist schrecklich, wenn MFA über solche Sachen wie Konservierungsstoffe ja oder nein entscheiden! Du wirst die nächsten Jahre Aigentropfen nehmen und KM zerstören dein Augenmikrobiom ( ja, auch da hat man ein Mikrobiom) und die schleimbildenden Becherzellen .... sich mit Fachpersonal zu streiten ist überflüssig wie ein Kropf

    LG Mellirosa

    Einmal editiert, zuletzt von mellirosa (3. April 2026 um 19:51)

  • Hallo Meikel,

    Ach ja, ich glaube ich habe mit -5,25/-5,5 Allerweltsaugen, oder ?

    Hast Du das Vorzeichen verwechselt?

    Mit +5,25/+5,5 wärst Du tatsächlich ziemlich heftig altersweitsichtig (Presbyopie).

    Oder warst Du schon früher weitsichtig (Hyperopie) und die Altersweitsichtigkeit ist jetzt dazugekommen?

    Solltest Du tatsächlich -5,25/-5,5 haben, dann wärst Du kurzsichtig, aber sicher nicht erst mit dem Alter. Wobei auch da natürlich eine Altersweitsichtigkeit dazu kommen kann

    LG

    Chanceline

  • Moin Chanceline,

    das Minus ist schon richtig, hab extra noch mal in mein Brillenpass gesehen. Ist in den letzten 30Jahren relativ konstant geblieben.Hat das eine besondere Bedeutung hinsichtlich Glaukom und Op-Verfahren.

    Gruss

    Meikel

  • Hallo Melli,

    -12 überspringe ich, vielleicht komme ich schnell an Null komma nix. Bei meinem Onkel ging das auch ziemlich schnell, habe in noch zwei Jahre gepflegt. Also wirklich, -12 ist schon ne Herausforderung.

    Ich finde es schon ätzend, wenn ich ins Schwimmbad gehe und die Menschen nur an Ihren Stimmen und Badhosen/Anzüge unterscheiden kann. Mit der Stimmerkennung klappt´s ja ganz gut, bei der Bademode komme ich an meine Grenzen. Bei manchen wuscheligen Männern sieht es aus, als ob Sie ein Badeanzug tragen, einschließlich Möpse.

    Und pampige Arzthelferinen findet man nicht nur bei Augenärzten. Die Arbeit wird immer stressiger und die Resilenz gegen Stress immer weniger, meiner Meinung nach. Ich war 20Jahre im Dienstleistungbereich und habe ordentlich feuer gekriegt. Rumpampen hilft da auch nicht weiter. Außerdem galt bei meiner Firma, der Kunde hat immer Recht.

    Bekomme ja erst mal nur ein Fläschchen für 4Wochen. Wenn´s keine Probleme gibt, habe ich wohl kein Hebel, andere Tropfen zu bekommen.Wenn Sie nich wollen, dann wollen Sie auch nicht. Das ist wie gegen eine Wand laufen oder gegen den Wind pinkeln.

    Die SLT-OP hatte ich mir auch als Plan B ausgeguckt. Erst mal sehen wie es mit den Tropfen weiter läuft.


    Gruss

    Meikel

  • In der Regel bekommt man von allen AT mehr oder weniger trockene Augen das wäre die Gelegenheit noch mal Konservierungsmittelfreie Tropfen anzusprechen und zwar nur beim Arzt nicht im Vorzimmer.

  • Hallo Malve,

    nächster AA wäre im Juni, so lang werd ich wohl durchhalten müssen, es sei den es stellen sich neue Probleme heraus.

    Gruss

    Meikel

  • Wieso musst Du durchhalten? Sobald Du irgend etwas auffälliges merkst, z.B. daß die Augen brennen oder daß Du schlechter sehen kannst, kannst Du doch jederzeit vorstellig werden. Wenn Dir der AA dann sagt, das sind nur die trockenen Augen, bittest Du um konservierungsmittelfreie Tropfen, damit das Problem sich nicht verschlimmert.

    Gruß Malve

  • Hallo Malve, Hallo in die Runde

    also sind die OP-Verfahren eher als (Oster-) Überraschungsei an zu sehen. Klapp, klappt mal nicht oder wie. Gibt es OP-Verfahren, wo die Nichterfoglschance größer ist als bei anderen Verfahren.

    Wäre als Glaukom-Ensteiger nicht gleich eine Op anzustreben bevor man sich die Augen mti den Tropfen total verätzt.

    Gruss

    Meikel

  • Wäre als Glaukom-Ensteiger nicht gleich eine Op anzustreben bevor man sich die Augen mti den Tropfen total verätzt.

    An sich eine gute Idee, wenn es denn eine Op gäbe, die kein Risiko für die Augen darstellt und eine dauerhafte gesicherte Lösung des Problems garantiert. Das gibt es leider für das Glaukom nicht.

    Die am besten Langzeit beurteilbare Trabekulektomie, die zu sehr niedrigen Druckwerten führen kann, hat statistisch eine "Lebenserwartung" von 6 - 7 Jahren und ist auch nicht immer erfolgreich. Außerdem ist sie risikobehaftet und manchmal erkauft man sich die Lösung des Glaukoms dann mit einer verminderten Sehkraft oder dauerhaften Beschwerden.

    Daneben gibt es eine Vielzahl anderer Op Methoden, das sind die sog. minimalinvasiven, die auch erfolgreich angewendet werden wo man aber von Fall zu Fall entscheiden muß, je nach Zustand des Auges und welche Drucksenkung angestrebt werden soll.

    Oft schließen sich daran weitere Operationen an und nicht immer bleibt man danach tropfenfrei.

    Und jede Operation hinterläßt Spuren am Auge, die zu Beschwerden führen können.

    also sind die OP-Verfahren eher als (Oster-) Überraschungsei an zu sehen. Klapp, klappt mal nicht oder wie. Gibt es OP-Verfahren, wo die Nichterfoglschance größer ist als bei anderen Verfahren.

    Es gibt eine Aufzeichnung vom Bundesverband über einen Vortrag zu Operationsverfahren, den kannst Du raussuchen, da bekommst Du eine gute Übersicht über die derzeitigen Möglichkeiten.

    Das Glaukom ist eine schwierig zu behandelnde Erkrankung, aber grundlegender Pessimismus ist nicht angezeigt und hilft nicht weiter.

    Außerdem bist Du nicht allein, sondern wirst von einem Augenarzt begleitet und da kannst Du immer wieder Dein Problem und die Behandlungsmöglichkeiten neu einnorden lassen.

    Gruß Malve

  • Hallo Malve,

    das ist kein Pessimismus, das ist Pragmatismus. Warum am Auge mehr als nötig rumoperieren oder tropfen.

    Es ist kein Pessimismus, es ist ein gesundes Mißtrauen gegenüber den Ärzten. Ob die Ärzte immer das Wohl des Patienten im Auge haben oder eher an sich oder die Klinik denken. Da gibt es genug Beispiele, wo Knie-Hüft oder Rücken-OP´s nicht nur unnötig waren sondern auch der Lebensqualität der Patienten den Rest gegeben haben. Ist auch schon im Fernsehen (Visite) angekommen, da kann man mal sehen was für auswüchse es genommen hat. Bei den Augen wird es vieleicht ähnlich aussehen. Man bekommt die OP, wodrauf die Operateure ihre Schulung haben bzw. die Kliniken ihre Verträge abgeschlossen haben. Ob die OP gelingt oder nicht, hängt vielleicht weniger vom Patienten ab, als von der gewählten Klinik/OP-Verfahren.

    Das gesunde Mißtrauen kann man auch hier in den Foren sehen bzw. so rein deuten. Warum sind den hier so viele Leute unterwegs, die ein Fachwissen haben, das mir die Kinnlade runter fällt. Die wollen wissen, wurum es geht, wenn der Arzt was sagt bzw. wenn er nichts sagt.

    Ich mache es immer so, ich mache mir eine Liste von hiesigen Ärzten (Hausarzt, Hautarzt, Urologe, Augenarzt) und rufe die nachaeinander an.

    Der Erste, der mir ein Termin gibt und ich nicht ein "wir nehemen keine Patienten mehr an" oder die Wartezeit bald ein Jahr besteht, der wird es.

    Egal erst mal, wie die Rezessionen vom Arzt aussehen. Bis man weiß, wie der Arzt funktionert, dauer es 1-2-3Jahre. Dann geht das Spielchen unter umständern von neuen los.

    Gruss

    Meikel

  • Hallo Meikel,

    Ein Arzt ist immer so lange gut bis man vom Gegenteil überzeugt ist. Also wenn man z.B. keine Fragen stellen darf.

    Ich stell mir immer vor, dass der Arzt viele unterschiedliche Patienten hat und auch nicht immer alles weiss, da er viele Krankheiten behandeln muss. Ich aber habe nur eine Krankheit und über die will ich alles wissen.(ich hatte mal einen jungen Arzt so lange mit meinen Fragen genervt, das er mir empfahl das Buch von Prof. Ilse Strempel zu kaufen. Inzwischen gibt es noch weitere gute Bücher)

    Man muss den Ärzten schon vertrauen und wenn man selber viel weiss und der Arzt einen guten Vorschlag macht, beruhigt mich das und ich fühle mich in guten Händen. Es hilft nichts wenn man die Ärzte alle verdammt und ihnen vorwirft immer nur ans Geld zu denken.

    Wenn du viel weisst und gute Fragen stellst, dann wirst du auch anders wahrgenommen. Dann bist du nicht der Patient, der nur eine Pille/Tropfen will und das wars. Das ist so meine Erfahrung. Wobei ich mal eine AÄ hatte, da wurde eine Frage gestattet, die zweite war zuviel.

    Und das Wissen kommt mit der Zeit ...

  • Hallo Meikel

    kann dich voll und ganz verstehen.

    Hab selbst immer mehrere "Kandidaten"sprich Ärzte am laufen. Je mehr Ärzte desto mehr Diagnosen ist meine Erfahrung.

    Geht von kein Glaukom bis PEX Glaukom und im selben Atemzug Katarakt (wobei Linsen ca fünf Monate vorher völlig klar waren sagte anderer Arzt damals) und so eine Operation machen wir hier ja auch.


    Hört sich für mich nach Geldmache an. Erschüttert mein Vertrauen in die Ärzte extrem.


    Lass Dir immer alles ausdrucken und bilde Dir ein eigenes Urteil. Das ist manchmal eher zielführend.


    LG Silvia

  • Hallo Meikel!

    Und pampige Arzthelferinen findet man nicht nur bei Augenärzten. Die Arbeit wird immer stressiger und die Resilenz gegen Stress immer weniger, meiner Meinung nach. Ich war 20Jahre im Dienstleistungbereich und habe ordentlich feuer gekriegt. Rumpampen hilft da auch nicht weiter. Außerdem galt bei meiner Firma, der Kunde hat immer Recht.

    Sicher findet man solch pampige Arzthelferinnen in diversen Praxen. Man findet noch viel öfter pampige Patienten. Was meinst Du, was wir jeden Tag uns anhören müssen? Wir werden beschimpft, beleidigt, bedroht.... und nein, die Patienten haben nicht immer recht!

    Bei mir gilt: So, wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus. So lange man freundlich zu mir ist, bin ich es auch. Ist man nicht freundlich, werde auch ich deutlich! Eigentlich eine ganz einfache Sache!

    Wir sind im Dienstleistungsbereich, ja. Aber wir dürfen trotzdem freundlich behandelt werden, mit Respekt und Verständnis, dass es in einer Arztpraxis halt auch oft zu Notfällen kommt, auch lebensbedrohlichen Notfällen und da müssen alle anderen einfach warten! Ganz einfache Sache. Aber selbst, wenn man da um ein Menschenleben kämpft, wird man blöd angemeckert, warum es so lange dauert. Man läuft im Laufschritt durch die Praxis (und ja, ich meine es wortwörtlich so!) und wird dann wegen Wartezeit angebrüllt. Und ja, die Patienten waren über den Notfall informiert!

    Seit Corona haben sich die Menschen verändert. Viele haben nur noch einen Dauermeckermodus an, fordern, wollen Alles jetzt und gleich und haben null Komma null Verständnis für irgendwas!

    Ich könnte Bücher schreiben.....

    Es ist kein Pessimismus, es ist ein gesundes Mißtrauen gegenüber den Ärzten. Ob die Ärzte immer das Wohl des Patienten im Auge haben oder eher an sich oder die Klinik denken. Da gibt es genug Beispiele, wo Knie-Hüft oder Rücken-OP´s nicht nur unnötig waren sondern auch der Lebensqualität der Patienten den Rest gegeben haben. Ist auch schon im Fernsehen (Visite) angekommen, da kann man mal sehen was für auswüchse es genommen hat. Bei den Augen wird es vieleicht ähnlich aussehen. Man bekommt die OP, wodrauf die Operateure ihre Schulung haben bzw. die Kliniken ihre Verträge abgeschlossen haben. Ob die OP gelingt oder nicht, hängt vielleicht weniger vom Patienten ab, als von der gewählten Klinik/OP-Verfahren.

    Natürlich gibt es schwarze Schafe, auch unter den Ärzten. Aber nicht alle Ärzte sind nur geldgeil! Es gibt auch immer noch die, die sich Zeit nehmen, kompetent sind, Verständnis haben und ihr Bestes für die Patienten geben!

    Viele Grüße
    Sabine

  • Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.