Schmerz und Fremdkörpergefühl nach Trabekulektomie

  • Liebe Mitleidende,

    nun 10 Wochen nach einer Trabekulektomie habe ich immer noch leichte Schmerzen mit einem Fremdkörpergefühl. Oberhalb der Iris ist es nach wie vor Besenreiserähnlich gerötet. Das war nach der OP, die gut verlief, genau so. Nur, es sind inzwischen 10 Wochen vergangen, der Zustand hat sich trotzdem nicht signifikant gebessert, ob eine Woche nach der OP oder jetzt 10 Wochen danach: ich merke keinen Unterschied, der (leichte) Schmerz mit Fremdkörpergefühl und Rötung oben ist geblieben.

    Nun rückt der nächste TE-Termin für das zweite Auge, das, im Gegensatz zum ersten, keine Skotome zeigt, insofern ist das das "gute" Auge. Aber auch dieser Sehnerv ist geschädigt, daher, so verstehe ich das, wurde auch hierfür eine TE eingeplant.

    Da seit über einem Monat keine Post-Op-Kontrolltermine mehr stattfinden, ich also niemand fragen kann, sondern quasi erst auf dem nächsten OP-Tisch die Möglichkeit hätte, diesen Zustand des zuerst operierten Augen mit jemand zu besprechen, lässt mich diese Tatsache zögern, eine Trabekulektomie am nun vergleichsweise "guten" Auge jetzt schon durchzuführen.

    Ubrigens ist meiner ein Normaldruckglaukom. Die Sehnerven sind geschädigt, obwohl im Laufe der Jahre bei den jährlichen Kontrollen die Augendruckwerte im Normbereich waren.

    Noch etwas: zwei Wochen nach der TE machte ich mir Sorgen, weil ich verschwommen sah. Auskunft, warum das so ist, und eine zusätzliche Konsultation hierfür in der Klinik, musste ich mir erkämpfen. Denn natürlich machte ich mir Sorgen, wenn keiner mir was erklärt, natürlich musste ich fragen! Heute weiß ich: es hatte sich aufgrund der TE ein künstliches Astigmatismus gebildet. Fäden wurden nicht, bzw noch nicht gezogen, da die Werte sich mehrmals geändert haben, so habe ich das verstanden. Damit kann ich warten, ob man der Meinung ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt etwas in der Hinsicht gemacht wird, oder sich von selbst geben wird...: das weiß ich alles nicht, da seit vier Wochen ich keinen Augenarzt gesehen habe. Der nächste Zeitpunkt für eine Konsultation ist der nächste TE-Termin selbst - Aber, wenn es nur dieses Astigmatismus wäre und nachdem ich mir die notwendigen Infos darüber geholt habe, dass es nichts Schlimmes ist... Kann ich warten. Auch mit einer neuen Brille kann ich warten.

    ABER: warum schmerzt das operierte Auge trotz Pflege immer noch? Wird das so bleiben? Natürlich möchte ich das unbedingt vor der nächsten Operation am "guten" Auge klären!

    Hat jemand Erfahrung hiermit? Sind, unabhängig vom Astigmatismus, 10 Wochen nach TE vielleicht noch zu früh? Die OP verlief zwar gut und gleich wenige Tage danach hatte ich den Zustand erreicht, wie es heute immer noch ist, also leichter Schmerz mit Rötung oben und Fremdkörpergefühl, der Anfangs natürlich OK war, aber sich in 10 Wochen kaum verändert hat... Sollte es inzwischen nicht ganz weg sein?

    Oder ist es der künstliche, noch nicht behobene Astigmatismus, der Schmerz und Fremdkörpergefühl mit Rötung verursacht?

    Das lässt mir keine Ruhe, der nächste TE-Termin rückt und ich kann nicht schlafen vor Grübeln... Ich hatte zuerst gedacht, dass die Notwendigkeit einer TE nur das "schlechte" Auge mit großem Skotom betraf. Eine TE am "guten" Auge sollte eine Verbesserung der Situation mit sich bringen, aber was, wenn am Ende beide Augen schmerzen?!

    Danke für das bis hier gelesen haben!

    Einmal editiert, zuletzt von Sargantana (30. März 2026 um 02:59)

  • Hallo Sargantana!

    nun 10 Wochen nach einer Trabekulektomie habe ich immer noch leichte Schmerzen mit einem Fremdkörpergefühl. Oberhalb der Iris ist es nach wie vor Besenreiserähnlich gerötet. Das war nach der OP, die gut verlief, genau so. Nur, es sind inzwischen 10 Wochen vergangen, der Zustand hat sich trotzdem nicht signifikant gebessert, ob eine Woche nach der OP oder jetzt 10 Wochen danach: ich merke keinen Unterschied, der (leichte) Schmerz mit Fremdkörpergefühl und Rötung oben ist geblieben.

    10 Wochen nach einer TE ist noch nicht lange. Diese von Dir beschriebenen Schmerzen und das Fremdkörpergefühl, können von den Fäden kommen oder von der Anwendung von MMC bei der TE.

    Wendest Du den Benetzungstropfen an?

    Du tropfst sicher noch postoperativ einiges an Tropfen, oder? Wenn ja, was?

    Da seit über einem Monat keine Post-Op-Kontrolltermine mehr stattfinden, ich also niemand fragen kann, sondern quasi erst auf dem nächsten OP-Tisch die Möglichkeit hätte, diesen Zustand des zuerst operierten Augen mit jemand zu besprechen, lässt mich diese Tatsache zögern, eine Trabekulektomie am nun vergleichsweise "guten" Auge jetzt schon durchzuführen.

    Nach einer TE geht das gar nicht! Wieso hast Du keine Kontrolle in der Klinik oder bei Deinem Haus-AA?

    Ubrigens ist meiner ein Normaldruckglaukom. Die Sehnerven sind geschädigt, obwohl im Laufe der Jahre bei den jährlichen Kontrollen die Augendruckwerte im Normbereich waren.

    Beim Normaldruckglaukom (NDG) gibt es halt noch mehr zu beachten, als nur den AID.

    Die Durchblutung ist wichtig, der Blutdruck und einiges mehr. Hast Du Dich in das Thema NDG eingelesen?


    Glaukom Forschung: Die Bedeutung der Durchblutung beim Glaukom

    eute weiß ich: es hatte sich aufgrund der TE ein künstliches Astigmatismus gebildet. Fäden wurden nicht, bzw noch nicht gezogen, da die Werte sich mehrmals geändert haben, so habe ich das verstanden. Damit kann ich warten, ob man der Meinung ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt etwas in der Hinsicht gemacht wird, oder sich von selbst geben wird...: das weiß ich alles nicht, da seit vier Wochen ich keinen Augenarzt gesehen habe. Der nächste Zeitpunkt für eine Konsultation ist der nächste TE-Termin selbst - Aber, wenn es nur dieses Astigmatismus wäre und nachdem ich mir die notwendigen Infos darüber geholt habe, dass es nichts Schlimmes ist... Kann ich warten. Auch mit einer neuen Brille kann ich warten.

    Durch die Fäden, die ja auch noch vorhanden sind bei Dir, bildet sich dieser Astigmatismus. Der bleibt und verändert sich auch immer wieder, bis die Fäden irgendwann gezogen werden. Und selbst dann muss man noch Geduld haben, bis alles wieder "glatt" ist. Die neue Brille liegt noch in weiter Ferne!


    ABER: warum schmerzt das operierte Auge trotz Pflege immer noch? Wird das so bleiben? Natürlich möchte ich das unbedingt vor der nächsten Operation am "guten" Auge klären!

    Die Fäden können immer noch am Lid kratzen. Die Hornhaut kann sehr trocken sein durch die Anwendung von MMC. Steht das im Arztbrief, dass das angewendet wurde?

    Hat jemand Erfahrung hiermit? Sind, unabhängig vom Astigmatismus, 10 Wochen nach TE vielleicht noch zu früh?

    Ja, viel zu früh!

    Eine TE am "guten" Auge sollte eine Verbesserung der Situation mit sich bringen, aber was, wenn am Ende beide Augen schmerzen?!

    Ich würde keine TE machen lassen, wenn das andere Auge noch nicht ok ist. Es sei denn, es besteht eine medizinische, dringliche Notwendigkeit.

    Zuallererst müssen regelmäßige postoperative Kontrolle gemacht werden an dem schon operierten Auge!


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine, lieben Dank für deine Antworten und Infos!

    Also: der OP-Termin am zweiten Auge wurde zusammen mit dem Termin am ersten Auge vereinbart. Sie sagen, mit einem 3-Monatigen Abstand. In meinem Fall sind es 12 Wochen, also 3 Monate minus 6 Tage, das haut also schon hin. Aber, wenn 10 Wochen viel zu früh ist, sind es 3 Monate auch nicht viel länger. Warum plant man dann beide OPs standardmässig im Abstand von 3 Monaten zwischen beiden Augen?

    Postkontrollen: natürlich wollte ich gleich in der Klinik, wo ich operiert wurde, die Postkontrollen dort einplanen! Gesagt bekommen habe ich aber, dass sie das dort nicht machen. Dass die Postkontrollen beim Augenarzt zu Hause erfolgen sollten.

    Die Postkontrollen bei diesem Augenarzt musste ich mir zunächst einmal erkämpfen. Den ersten Termin bekam ich eine Woche nach Entlassung, also erst 1,5 Woche nach der OP. Dann, damit der zweite Termin "schon" eine Woche später stattfinden könnte: auch das musste ich mir erkämpfen. Dann noch ein Termin eine Woche später, und ab da folgte noch einer zwei Wochen später. Das war für ihn der letzte Termin, und inzwischen sind es 5 Wochen her. Applanatorisch hat er nur das erste Mal gemessen, ansonsten hat die Arzthelferin mit dem anderen Luftstoss-Gerät gemessen. Im Entlassungsbrief steht aber, dass der Kollege (an den dieser Entlassungsbrief geschickt wurde, also, an ihn), der die Postkontrollen macht, bitte applanatorisch misst. Auch das, dass eben diese Tatsache ausdrücklich im Entlassungsbrief steht, musste ich mir erkämpfen. Denn im Gespräch in der Klinik à propos der verschiedenen Messgeräte, sagte man mir, dass es wichtig sei, dass gerade bei Glaukompatienten applanatorisch gemessen wird. Ich bat ausdrücklich, dieses im Brief festzuhalten.

    Ansonsten, und weil dieser Augenarzt mit dem verschwommen Sehen irgendwie keine Antwort hatte, habe ich dann resolut die Initiative ergriffen, selbst meinen Operateur zu schreiben mit der Bitte um eine Konsultation. Wir sprechen von ca. 2 wochen nach der OP. Schon bei der Antwort war der Verdacht Astigmatismus von ihm, das war erstmal beruhigend zu lesen, und bot mir die Möglichkeit, eine Woche später mit Wartezeit vorbeizuschauen. Einmal dort war es tatsächlich Astigmatismus.

    Da frage ich mich: auch in der Praxis steht neben dem Luftstoss-Gerät ein Gerät, dass die Sehwerte misst. Da. wo man hinschaut und das Gerät stellt das Bild, das man sieht (Luftballon), selbst scharf. Wieso in aller Welt hatte man dort nicht festgestellt, dass Zylinder und Axe ganz andere Werte zeigen, als man selbst seit mehreren Jahrzehnte hatte? Klar, ich wusste damals das alles nicht. Ich hätte es auch nicht deuten können. Eine Patientin kommt von einer Trabekulektomie, sieht jetzt verschwommen und macht sich Sorgen, warum das so ist. Ein Augenarzt sollte doch wissen, dass dieses künstliche Astigmatismus nach einer TE oft vorkommt - auch wenn er kein Operateur oder Glaukomspezialist ist. Er hat doch die Möglichkeit, zumindest einen Blick in die neuen Astigmatismus-Werte, die seine Maschine herausgespuckt hat, zu werfen. Und: eigentlich sollte er auch in der Lage sein, diese plötzlich so verschiedene Werte, zu deuten. Die Patientin würde somit nicht nur eine Antwort auf ihre Frage bekommen, ich meine, ich bin keine Augenärztin, nicht einmal eine Medizinerin, und im Normalfall sollte ich darauf vertrauen, dass er mir auch eine Antwort gibt. Sondern, die Patientin würde dann beruhigt sein, beruhigt, zu erfahren, was es ist, warum das passiert und dass es im Grunde harmlos ist.

    Heute weiß ich mehr. Aber alles selbst erkämpft! Und: "studiert"!

    In der Klinik machte sie dann einen weiteren Termin für 4 Wochen später, schauen, was der Astigmatismus bis dann macht. Dieser Termin war jetzt vor 4 Wochen, also gut eine Woche, nachdem mein Augenarzt seine "Postkontrollen" fast alle ohne Applanation abgeschlossen hatte. Der Zylinder hatte sich wieder geändert und zeigte jetzt fast ähnliche Werte wie zuvor. Aber die Axe ist an die 90 Grad anders. Leider war der Operateur selbst nicht dabei, sondern eine Kollegin, die meinte, weil der Zylinder wieder zurückgegangen war, sollte man weiter abwarten. Ich solle, wenn der Visus bis zur zweiten TE, die 5 bis 6 Wochen später sein würde, dies auf dem OP-Tisch sagen. Dann könne man gleichzeitig zur zweiten TE des zweiten Auges die Fäden des ersten Auges dort ziehen, wenn erforderlich. Es wurde daher keinen weiteren Termin mehr eingeplant. Und den Rest kennst du: der OP-Termin rückt und ich habe diese Fragen wegen immer noch Schmerz, Rötung oben und Fremdkörpergefühl. Wenn ich damals nicht nachgehackt hätte, wüsste ich bis heute nicht, warum ich verschwommen sehe. Jemand anders, hackt vielleicht nicht nach, bekommt keine Antworten und macht sich total viele Sorgen 3 Monate lang. Das muss nicht sein! Dabei ist diese Sache des Astigmatismus, die nicht unhäufig vorkommt, relativ harmlos und es gibt Lösungen! Warum nicht gleich so?

    Vielleicht ist das mit dem immer noch Schmerz mit Rötung und Fremsdkörpergefühl auch was Harmloses, oder aber auch nicht: so lange mir die Möglichkeit nicht eingeräumt wird, meine Fragen zu beantworten, werde ich es von selbst nicht erfahren.

    Tropfen: ja, am Entlassungstag bekam ich einen Tropfen-Plan, der noch wenige Tage Antibiotika beinhaltete und 6 Wochen lang die Kortikoide-Tropfen von zuerst 6 Mal in der ersten Woche allmählich runtergehen bis 1 Tropfen in der sechsten Woche. Das alles ist jetzt schon vor 4 Wochen abgeschlossen. Für die 6 Wochen war auch Artelac dabei. Ich habe jetzt Vidisic (aus Carbomer), und tropfe unregelmässig immer wieder.

    Im Entlassungsbrief steht, dass insgesamt 5-Fluorouracil-Spritzen subkonjunktival gespritzt wurden. Ist es das, was du meinst?

    Vielen Dank noch einmal für das lange Lesen und die vielen Antworten!

  • Hallo Sargantana,

    ich würde mir noch mal sehr überlegen, ob ich in die gleiche Klinik zur Operation des 2. Auges gehe.

    Die Nachbehandlung bei Dir ist ein Skandal. Der niedergelassene Arzt kennt sich im Einzelnen mit der Operation nicht aus, das ist ihm nicht zu verübeln, denn die Nachbehandlung nach einer TE gehört regulär für die ersten postoperativen Wochen in die Hände des Operateurs. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Es tut mir wirklich sehr leid für Dich, wie Du Dir alles erkämpfen musstest, da können einem vor Empörung direkt die Tränen kommen. Da begibst Du Dich für eine so risikoreiche Operation vertrauensvoll in die Hände der Ärzte und dann lassen sie Dich so hängen.

    Es kann verschiedene Gründe für Dein unscharfes Sehen geben, den Astigmatismus hast Du ja schon genannt, vielleicht hat die Hornhautoberfläche auch gelitten und braucht eine spezielle Pflege oder es scheuert das Filterkissen oder die Augen sind stark ausgetrocknet, nicht unüblich nach der Cortisonbehandlung und Du mußt intensiver und regelmäßiger befeuchtende Augentropfen anwenden.

    Auf jeden Fall brauchst Du Antworten. Und zuvor eine gründliche Untersuchung durch den Operateur. Bestehe darauf, daß Dein AA Dich zur Kontrolle in die Klinik überweist und zwar umgehend und bring erst die eine Operation zu einem Ende.

    Beste Grüße Malve

  • P.S. Vidisic Augengel enthält ein Konservierungsmittel und ist nicht für eine längere Anwendung gedacht. Mir wurde in der Klinik immer geraten, Gele mit Cetrimid nicht länger als 14 Tage anzuwenden.

  • Hallo Malve,

    vielen Dank für deine Antworten!

    Wegen Vidisic: es handelt sich um Vidisic EDO ohne Konservierungsstoffe und da steht nichts von Cetrimid.... In der Packungsbeilage steht als Inhalt: Carbomer in einer Konzentration von 2 mg/g Augengel, sonstige Bestandteile sind: Sorbitol, Natriummonohydrogenphosphat-dodecahydrat, Natriumhydroxid und Wasser.

    Ist das Vidisic, das du meinst, ein anderes, also nicht EDO? Oder etwas anderes? Oder ist eine der Sachen, die ich hier geschrieben habe, das Cetrimid?

    Ja, meine Rede, die ersten postoperativen Wochen sollte die Nachbehandlung zumindest in derselben Klinik stattfinden, ich sehe es genau so...

    Die zweite TE sollte schon Mitte nächste Woche stattfinden. Ich habe gestern dem Operateur eine E-Mail mit meinen Fragen und Bedenken geschickt, allerdings bis jetzt ohne Antwort. Und dazwischen: Ostern, alles zu. Ganz ehrlich: ich weiß nicht, was nächste Woche sein wird. Soweit ich das im Januar mitgekriegt habe, verlief meine TE sehr gut. Der Operateur war sehr zufrieden. Im Gespräch mit anderen Patientinen habe ich erfahren, dass andere nicht einmal wussten, welche OP an ihnen gemacht wurde. "Die Glaukom-OP". Ja, aber, welche? Sie kannten die Einzelheiten nicht, verspürten anscheinend nicht den Wunsch, sich ein bisschen besser auszukennen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Patientinen nicht soviele Fragen stellen werden, wie ich. Bei meinen Fragen am vorletzten Tag bei der sehr jungen Assisstentin wegen Postkontroll-Termine war sie irritiert. Das würden sie da nicht machen. Das ginge nicht. Wo kämen wir hin, wenn für alle operierten Patienten auch noch die Postkontrolle ambulant programmiert werden müsste. Nein, das ginge nicht. Am nächsten Tag fragte ich erneut, sagte eben so was Ähnliches, wie du geschrieben hast, dass niemand besser als der Operateur dafür. Nochmals eine irritierte Negative.

    Diese Klinik hat ansonsten für die Glaukom-Abteilung einen sehr guten Ruf in der Region. Und wie gesagt verlief meine OP gut, ich fühlte mich in guten Händen bei diesem Operateur. Nur, dann...

    Der erste Termin in der Klinik, den ich gezwungen hatte (du weißt noch, wegen verschwommen sehen), da habe ich den Operateur gesehen. Da wurde ich wegen Astigmatismus usw informiert, dass eben das es ist, was das verschwommen Sehen verursacht. Und dann habe ich eine Spritze erhalten wie die vier, die ich stationär in der Klinik nach der Op bekommen hatte. Klar, hier war ich paff. Ich musste daran denken, dass ich diese Spritze nicht bekommen hätte, wenn ich nicht dem Operateur mit meiner Bitte auf die Nerven gegangen wäre, hin zu einer Konsultation wegen verschwommen sehen gehen zu dürfen. Hätte ich nicht nachgehackt trotz wiederholter Negativen, wäre ich an dem Tag nicht da gewesen. Aber so eine fünfte Spritze schien jetzt notwendig zu sein? Ich hätte sie nicht bekommen, wenn ich an dem Tag nicht dort anwesend gewesen wäre. Antwort: aber jetzt sei ich da und ich könne sie ja bekommen.

    Es ist wie du sagst: so eine wichtige OP, man will ja alles richtig machen. Wenn eine fünfte Spritze wichtig ist, muss man sie doch einplanen?

    Ich bin zur OP mit Vorwissen gefahren. Ich weiß eben, dass die postoperativen Maßnahmen bei einer TE genau so wichtig sind, wie die OP selbst. Ich habe mich informiert und vorher viel darüber gelesen. Umso mehr will ich nach der OP alles richtig machen!

    Vier wochen später bin ich nochmals hin. Auch dieser zweite Termin wäre nicht programmiert gewesen, wenn ich das erste Mal wegen verschwommen sehen nicht hingefahren wäre. Der Operateur war nicht da, sondern eine Kollegin, die eben sagte, dass die Fäden, wenn am zweiten OP-Tag noch notwendig, eventuell noch auf dem OP-Tisch gezogen werden können.

    Keiner hat in Frage gestellt, dass diese Art der Prozedur so seine Richtigkeit hat, das alles wird mit Selbstverständlichkeit gesagt oder gemacht, keiner hat eben gemeint, wir schliessen zuerst die Sache mit dem Astigmatismus oder mit dem Fremdkörpergefühl ab, bevor wir das zweite Auge operieren. Wenn das so wäre, dann, so finde ich aus der Logik, würde man nicht standardmässig einen Zeitraum von nur 3 Monaten zwischen beiden TEs einplanen wollen, sondern von vorne herein länger dazwischen lassen. Ich habe das so verstanden, dass dieser künstlicher Astigmatismus häufig vorkommt. Dann wird man wissen, dass 3 Monate nicht genug sind.

    Kann es sein, dass das Ganze mehr ein Wirtschaftsfaktor ist, als ein medizinischer?

    Wie lange/wie oft sollten die postoperativen Termine beim Operateur stattfinden, deiner Meinung nach?

    Auf jeden Fall brauchst Du Antworten. Und zuvor eine gründliche Untersuchung durch den Operateur. Bestehe darauf, daß Dein AA Dich zur Kontrolle in die Klinik überweist und zwar umgehend und bring erst die eine Operation zu einem Ende.

    Ja, langsam glaube ich, dass nächste Woche keine TE stattfinden wird... Mal sehen, ob ich noch Nachricht vom Operateur erhalte. Ich werde hier berichten. Vielen Dank für alles, Malve, und bis bald

    Sargantana

  • Hallo Sargantana, Vidisic Tropfen enthalten kein Cetrimid, sondern nur das Gel. Aber die Tropfen enthalten Phosphate das ist auch nicht ganz unbedenklich, sollte man lieber meiden. Vielleicht besser Hylogel nehmen. Die Charite hat mir grundsätzlich von Carbomertropfen abgeraten, das ist synthetisch und reizt die Augen, deshalb raten sie zu Tropfen mit Hyaluronsäure.

    Die Termine für die postoperativen Kobtrollen legt der Arzt fest. Ich hatte eine Xen Implantatation da war das 1 bis 2 x pro Woche Standard in den ersten wochen und dann je nach ambulant gemessenem Druck. Aber ich habe auch ein icare zum Selbrrmessen, das ist in solchen Situationen wirklich rettend, wenn die Ärzte nicht mit Applanation messen wollen.

    Aber es gibt hier im Forum schon viele Berichte zum Verlauf von TEs. Schau mal mittels der Suchfunktion das ist die Lupe oben rechts.

    Gruss Malve

  • Hallo Sargantana!

    Das ist ja alles ziemlich suboptimal gelaufen. Tut mir leid für Dich!

    Im Entlassungsbrief steht, dass insgesamt 5-Fluorouracil-Spritzen subkonjunktival gespritzt wurden. Ist es das, was du meinst?

    Ja, das meinte ich. Dann könnten die Beschwerden auch damit zusammenhängen. Aber um das beurteilen zu können muss ein AA ins Auge schauen und die Situation beurteilen.

    Wie gehst Du denn nun weiter vor?

    Viele Grüße
    Sabine

  • Vielen Dank an Malve und an Sabine für alle Antworten.

    Wie ich nun weiter vorgehe?

    Ich weiß nicht! Vom Operateur, dem ich eine direkte E-Mail geschickt hatte, weiß ich noch nichts. Keine Antwort. Malve schreibt:

    Bestehe darauf, daß Dein AA Dich zur Kontrolle in die Klinik überweist und zwar umgehend und bring erst die eine Operation zu einem Ende.

    ... Das ist es ja, so wie alles verlaufen ist (Operation ja, aber dann keine strukturierte Nachkontrolle, ein Besuch selbst erkämpft, viele Fragen bleiben auf der Strecke), sieht es so aus, als wollen sie diese Fragen erst auf dem zweiten OP-Tisch beantworten. Ja, eine Überweisung zur Kontrolle würde bedeuten, die OP zu verschieben - und Ärger auf Seite der Ärzte, die operieren wollen, aber keine Post-OP-Nachkontrolle einplanen wollten.

  • Hallo,

    mein zweiter OP-Termin wäre ich übermorgen, er ist abgesagt. Nachricht von der Operateurin habe ich bisher nicht erhalten. Wie Malve vorgeschlagen hat, habe ich nun einen Überweisungsschein vom Augenarzt für eine Untersuchung des im Januar operierten Auges bekommen. Mal sehen, wann ich den Termin erhalte. Es ist unglaublich, welches Durcheinander diese Sachen mit sich bringen: in der Arbeit, in der Wohnung, privat. Aber Malve hat recht: zuerst muss die Operation des einen ersten Auges zu Ende gebracht werden. Vielen Dank euch allen für die Unterstutzung.

  • Hast Du nun einen Termin erhalten

    Hallo Sabine,

    nein, noch nicht. Ich habe per E-Mail abgesagt, habe auch meine Nachricht an die Operateurin, wo ich die Lage schildere, und den gescannten Überweisungsschein angehängt.

    Ich musste heute, und auch gestern, oft daran denken, dass heute die OP gewesen wäre. Die OP des vergleichsweise "guten" Auges.

    Vielen Dank erneut und viele Grüße

    Sargantana

  • Hallo Sargantana!


    nein, noch nicht. Ich habe per E-Mail abgesagt, habe auch meine Nachricht an die Operateurin, wo ich die Lage schildere, und den gescannten Überweisungsschein angehängt.

    Da würde ich einfach noch mal nachhaken. Ist ja nun mal wichtig, dass da nun mal nach dem Auge geschaut wird.

    Ich musste heute, und auch gestern, oft daran denken, dass heute die OP gewesen wäre. Die OP des vergleichsweise "guten" Auges.

    Hast Du die Absage bereut?


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine, hallo Ihr alle,

    Nein, die Absage habe ich nicht bereut, aber ich habe auch keine Nachricht mehr von der Klinik erhalten. Den gescannten Überweisungsschein haben sie ja. Mal sehen, ob ich nachhaken muss... Denn, wenn es so weitergeht, hänge ich in der Leere ganz nach dem Motto "Operation oder nix".

  • Hallo Sargantana!

    Hallo Sabine, hallo Ihr alle,

    Nein, die Absage habe ich nicht bereut, aber ich habe auch keine Nachricht mehr von der Klinik erhalten. Den gescannten Überweisungsschein haben sie ja. Mal sehen, ob ich nachhaken muss... Denn, wenn es so weitergeht, hänge ich in der Leere ganz nach dem Motto "Operation oder nix".

    Ich wäre da etwas penetranter und würde spätestens nach 1 Woche nachhaken.

    Viele Grüße

    Sabine