Liebe Mitleidende,
nun 10 Wochen nach einer Trabekulektomie habe ich immer noch leichte Schmerzen mit einem Fremdkörpergefühl. Oberhalb der Iris ist es nach wie vor Besenreiserähnlich gerötet. Das war nach der OP, die gut verlief, genau so. Nur, es sind inzwischen 10 Wochen vergangen, der Zustand hat sich trotzdem nicht signifikant gebessert, ob eine Woche nach der OP oder jetzt 10 Wochen danach: ich merke keinen Unterschied, der (leichte) Schmerz mit Fremdkörpergefühl und Rötung oben ist geblieben.
Nun rückt der nächste TE-Termin für das zweite Auge, das, im Gegensatz zum ersten, keine Skotome zeigt, insofern ist das das "gute" Auge. Aber auch dieser Sehnerv ist geschädigt, daher, so verstehe ich das, wurde auch hierfür eine TE eingeplant.
Da seit über einem Monat keine Post-Op-Kontrolltermine mehr stattfinden, ich also niemand fragen kann, sondern quasi erst auf dem nächsten OP-Tisch die Möglichkeit hätte, diesen Zustand des zuerst operierten Augen mit jemand zu besprechen, lässt mich diese Tatsache zögern, eine Trabekulektomie am nun vergleichsweise "guten" Auge jetzt schon durchzuführen.
Ubrigens ist meiner ein Normaldruckglaukom. Die Sehnerven sind geschädigt, obwohl im Laufe der Jahre bei den jährlichen Kontrollen die Augendruckwerte im Normbereich waren.
Noch etwas: zwei Wochen nach der TE machte ich mir Sorgen, weil ich verschwommen sah. Auskunft, warum das so ist, und eine zusätzliche Konsultation hierfür in der Klinik, musste ich mir erkämpfen. Denn natürlich machte ich mir Sorgen, wenn keiner mir was erklärt, natürlich musste ich fragen! Heute weiß ich: es hatte sich aufgrund der TE ein künstliches Astigmatismus gebildet. Fäden wurden nicht, bzw noch nicht gezogen, da die Werte sich mehrmals geändert haben, so habe ich das verstanden. Damit kann ich warten, ob man der Meinung ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt etwas in der Hinsicht gemacht wird, oder sich von selbst geben wird...: das weiß ich alles nicht, da seit vier Wochen ich keinen Augenarzt gesehen habe. Der nächste Zeitpunkt für eine Konsultation ist der nächste TE-Termin selbst - Aber, wenn es nur dieses Astigmatismus wäre und nachdem ich mir die notwendigen Infos darüber geholt habe, dass es nichts Schlimmes ist... Kann ich warten. Auch mit einer neuen Brille kann ich warten.
ABER: warum schmerzt das operierte Auge trotz Pflege immer noch? Wird das so bleiben? Natürlich möchte ich das unbedingt vor der nächsten Operation am "guten" Auge klären!
Hat jemand Erfahrung hiermit? Sind, unabhängig vom Astigmatismus, 10 Wochen nach TE vielleicht noch zu früh? Die OP verlief zwar gut und gleich wenige Tage danach hatte ich den Zustand erreicht, wie es heute immer noch ist, also leichter Schmerz mit Rötung oben und Fremdkörpergefühl, der Anfangs natürlich OK war, aber sich in 10 Wochen kaum verändert hat... Sollte es inzwischen nicht ganz weg sein?
Oder ist es der künstliche, noch nicht behobene Astigmatismus, der Schmerz und Fremdkörpergefühl mit Rötung verursacht?
Das lässt mir keine Ruhe, der nächste TE-Termin rückt und ich kann nicht schlafen vor Grübeln... Ich hatte zuerst gedacht, dass die Notwendigkeit einer TE nur das "schlechte" Auge mit großem Skotom betraf. Eine TE am "guten" Auge sollte eine Verbesserung der Situation mit sich bringen, aber was, wenn am Ende beide Augen schmerzen?!
Danke für das bis hier gelesen haben!