• Hallo zusammen,

    vor fümgJahren bin ich diesem Forum beigetreten, um mich bzgl. einer OP des Glaukoms auszutauschen. Anschließend hatte ich mich dagegen entschieden und versuche mein Glück weiterhin mit Tropfen.

    Nun kommt ein Problem hinzu; darüber hinaus habe ich auch einen Grauen Star auf dem rechten Auge.

    Der Druck links liegt bei 15, rechts bei 19.

    Auslöser des Grauen Star ist wahrscheinlich eine Netzhaut-OP vor sieben Jahren. Mein AA vermutet, dass der erhöhte Druck rechts auf die Linsentrübung zurück zu führen ist.

    Da ich immer stärkere Einschränkungen beim sehen habe, werde ich wohl einen Tausch der Linse vornehmen lassen. Doch eigentlich bin ich mir nicht ganz sicher. Die tatsächlichen Einschränkungen habe ich nur nach der Arbeit. Im Laufe des Tages wechsle ich immer wieder zwischen Fern-, Lese- und Bildschirm-Brille. Nach 9 Stunden sehe ich links fast alles klar, rechts aber stark verschwommen.

    Die Augen muss ich alle zwei Stunden befeuchten. Gegen das Glaukom nehme ich Simbrinza und Elymbus.

    Was würdet Ihr mir raten?

    Falls ich hier im falschen Forum bin... Google hat mich mit meinen Fragen direkt hierher verwiesen.

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Bis bald

    Gino

  • Hallo Gino!

    Hast Du trockene Augen, also trotz der Befeuchtung? Mit Simbrinza und Elymbus tropfst Du ja 3 Wirkstoffe, das ist schon nicht wenig.

    Laut früheren Beiträgen hast Du ein Engwinkelglaukom. Ist das korrekt?

    Wenn Du Schwierigkeiten durch die Linsentrübung hast, bleibt ja nichts anderes als ein Linsentausch. Die Frage, die Du Dir stellst, ist wohl, ob Du die Beschwerden wirklich von der Trübung hast.

    Was sagt denn Dein AA, wenn er die Linse anschaut? Wie stark ist denn die Trübung ausgeprägt?


    Grundsätzlich:

    Eine Linse, die getrübt ist, wird dicker. Eine dickere Linse benötigt mehr Platz im Auge. Oft sorgt das bei einem Glaukomie zu einem Druckanstieg. Erhofft man sich von einem Linsentausch eine große Drucksenkung (durch mehr Platz im Auge, weil die Kunstlinse dünner ist), ist das leider oft vergebens. Manchmal kommen am Ende 1-2 mmHg Senkung dabei raus, aber manchmal halt auch nicht.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine,

    die Frage, die ich mit stelle, ist, ob eine OP schon sinnvoll ist. Morgens vor der Arbeit und am Wochenende kann ich gut gucken. Das linke Auge ist einwandfrei. Wenn ich allerdings nur mit rechts gucke, merke ich eine Unschärfe.

    Das Problem kommt nach der Arbeit, weil ich während der Arbeit immer wieder zwischen Fern-, Lese- und Bildschirm-Brille wechseln muss. Nach der Arbeit sehe ich für 1 - 2 Stunden unscharf, danach ist alles wieder in Ordnung. Ich frage mich nun, ob das verschwommene Sehen von der Linsentrübung oder dem häufigen Wechsel der Brille kommt.

    Oder frage ich einmal anders: Kann es sein, dass der Tausch der Linse den gewünschten Erfolg nicht bringt, weil die verschiedenen Brillen die Ursache sind?

    Oder sollte ich den Grauen Star auf jeden Fall operieren lassen, weil ich zwei "Baustellen" berücksichtigen muss?

    Für den Fall einer OP hat mir der Arzt zwei Optionen angeboten. Die Standard-Version oder Pharko+ mit POBH. Bei ersterer besteht die Wahrscheinlichkeit des Nachstars (erneute Trübung durch die Hinterkapsel), der nur durch Lasern behoben werden kann. Die Folge daraus wären Floater (schwebende Teilchen im Auge, die die Sicht erschweren). Habe ich nun keine Möglichkeit mehr, unbeschwert zu gucken?

    Die andere Methode verläuft laut Homepage des AA garantiert ohne Nachstar... allerdings mit verbleibenden Kosten für mich von ca. 1.700€.

    Was sollte ich sonst noch berücksichtigen?

    Bis bald

    Gino

  • Hallo Gino!

    Oder frage ich einmal anders: Kann es sein, dass der Tausch der Linse den gewünschten Erfolg nicht bringt, weil die verschiedenen Brillen die Ursache sind?

    Tja, ich verstehe Deine Frage. Aber woher sollen wir das wissen?

    Oder sollte ich den Grauen Star auf jeden Fall operieren lassen, weil ich zwei "Baustellen" berücksichtigen muss?

    Siehe meine grundsätzlichen Infos oben.

    Für den Fall einer OP hat mir der Arzt zwei Optionen angeboten. Die Standard-Version oder Pharko+ mit POBH. Bei ersterer besteht die Wahrscheinlichkeit des Nachstars (erneute Trübung durch die Hinterkapsel), der nur durch Lasern behoben werden kann. Die Folge daraus wären Floater (schwebende Teilchen im Auge, die die Sicht erschweren). Habe ich nun keine Möglichkeit mehr, unbeschwert zu gucken?

    Die andere Methode verläuft laut Homepage des AA garantiert ohne Nachstar... allerdings mit verbleibenden Kosten für mich von ca. 1.700€.

    Was sollte ich sonst noch berücksichtigen?

    Eine Garantie, dass kein Nachstar entsteht? Ui, finde ich etwas gewagt. Aber ich lasse mich gerne eines Bessere belehren.

    Es kann bei jeder OP was schief gehen. So ist auch eine Katarakt-OP eine OP mit Risiken. Es kann zu Verletzungen kommen, zu Entzündungen, eine falsche Linse kann eingesetzt werden, der AID kann nach der OP auch ansteigen etc. ..... die Risikoaufklärung ist Sache des Arztes!

    Diese Floater können übrigens auch z. B. durch eine Glaskörperabhebung entstehen, was ein ganz normaler Alterungsprozess ist.


    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du tatsächlich eine Zweitmeinung benötigst.


    Viele Grüße
    Sabine