Augeninnendruck natürlich senken? - Ansätze zur Selbstheilung

  • Hallo ihr Lieben,

    Das Grundprinzip: Jede Heilung ist eine Selbstheilung. Man muss dem Körper nur alles geben, was er dazu braucht.

    Der Hintergrund: Ich bin Biologin und beschäftige mich seit 13 Jahren (wieder) intensiv mit Ernährung und Gesundheit. Weil ich plötzlich immer wieder sehr lästige Darm-Beschwerden hatte, lag es nahe bei der Ernährung zu suchen.

    Ich habe also angefangen zu lesen, mich auszutauschen, auszuprobieren. Habe Zucker, Obst, Mehl/Kohlenhydrate, Gluten weggelassen oder reduziert, endlich mal mehr Eiweiß gegessen.

    Und es hat funktioniert: Der Darm hat wieder Ruhe gegeben, ich hatte mehr Energie und konnte endlich mehr Sport machen, war ausgeglichener, zuversichtlicher und habe meine Kinder nicht mehr angeschrien.

    Und das Thema hat mich nicht losgelassen, ich habe weiter gelesen, andere Themen kamen dazu. Und nun (leider) das Glaukom.

    Augeninnendruck, leuchtet ein, dass der innerhalb bestimmter Grenzen liegen muss, um optimale Abläufe, die Versorgung der empfindlichen Nervenzellen sicher zu stellen.

    Normalerweise funtkioniert das ohne Probleme - Kammerwasserbildung und -Abfluss passen zusammen, AID im grünen Bereich. Wie kann es dann passieren, dass dieses System aus dem Gleichgewicht gerät? Und was könnte ich tun, damit es wieder klappt?

    Der orthomolekulare Ansatz ist eben, dem Körper alles zu geben, was er braucht um selber wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Und - oft schwieriger - wegzulassen, was schadet.

    Anekdoten, dass das klappen kann gibt es. Wenn der AID nicht reagiert, gibt es angenehme Nebenwirkungen.

    Ich wünsche euch einen schönen Vor-Frühlingssonntag!

    Uli

  • Hallo Uliginosa!

    Der Hintergrund: Ich bin Biologin und beschäftige mich seit 13 Jahren (wieder) intensiv mit Ernährung und Gesundheit. Weil ich plötzlich immer wieder sehr lästige Darm-Beschwerden hatte, lag es nahe bei der Ernährung zu suchen.

    Ich habe also angefangen zu lesen, mich auszutauschen, auszuprobieren. Habe Zucker, Obst, Mehl/Kohlenhydrate, Gluten weggelassen oder reduziert, endlich mal mehr Eiweiß gegessen

    Ich verstehe, was Du sagen möchtest.

    Ich finde eine gesunde Ernährung und einen gesunden Darm enorm wichtig, wie Du schon schreibst! Und damit ist schon ganz viel für die Gesundheit getan!

    Ich persönlich muss mich auch glutenfrei ernähren, was nicht immer einfach ist. Aber es muss halt!

    Dass man da selbst schaut, auch ausprobiert.... alles ok! Aber was ich dazu unbedingt erwähnen muss:

    WICHTIG: Bitte niemals die schulmedizinisch verordnete drucksenkende Therapie einfach absetzen!


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine,

    natürlich sollte man die verordneten Tropfen nicht absetzen!

    Ich denke eher an ein paralleles Vorgehen, wenn mit Ernährung eine natürliche Senkung erreicht werden kann, dann könnten ja - in Absprache mit den AÄ - die Tropfen reduziert werden.

    Gerade bei denen, die nur erhöhten Augendruck, aber noch kein Glaukom haben, würde mit dem erhöhten Druck die Notwendigkeit der Behandlung entfallen.

    Die Informationen auf dieser Seite scheinen mir ziemlich gut - da werden tatsächlich Leber und Eier empfohlen. Und noch besser als Olivenöl und Avocado ist Butter.

    Da werden auch Diabetes und Bluthochdruck als Risikofaktoren genannt - also kann das Risiko minimiert werden, wenn man metabolisch gesund bleibt oder wieder wird.

    Leider werden die Ernährungsempfehlungen immer einseitiger: Gemüse und pflanzliche Proteinquellen werden hochgelobt und tierische Lebensmittel, mit Eiweiß, Fett und Nährstoffen in optimaler Zusammensetzung und bester Bioverfügbarkeit werden schlecht gemacht.

    Viele Tierarten und Menschen essen seit Millionen Jahren rotes Fleisch und seit etwa 100 Jahren soll es uns Menschen krank machen? Traditionelle Lebensmittel, Fleisch, Eier, Butter sollen für den Anstieg früher seltener Krankheiten verantwortlich sein?

    Statt Butter werden industriell hergestellte Pflanzenöle empfohlen - während die Ergebnisse von Studien, die zeigen, dass die Todesrate steigt, wenn gesättigtes Fett duch Omega 6-reiche Samenöle ersetzt werden, versteckt werden (Sydney diet heart study)

    Jeder "weiß" heute, dass gesättigtes Fett schlecht ist. Jahrzehntelange falsche Leitlinien bleiben nicht ohne Folgen. Aber die Entwicklung in den USA, eine Zeitenwende, bei der die alten Vorgaben praktisch auf den Kopf gestellt werden, machen Hoffnung, dass sich endlich langsam etwas ändern könnte.

    Viele Grüße

    Uli

    Einmal editiert, zuletzt von Sabine (13. März 2026 um 11:52) aus folgendem Grund: Links entfernt! Werbung

  • Hallo Uli,

    ich finde deinen Ansatz sehr gut. Ich versuche, neben den Tropfen, ebenfalls meinen Augen und mir was Gutes zu tun. Sei es mit Ernährung, Bewegung oder NEMs.

    Vielen Dank für deine interessanten Links.

    Bitte weiter so :)

    Viele Grüße Andrea

  • natürlich sollte man die verordneten Tropfen nicht absetzen!

    Ich denke eher an ein paralleles Vorgehen, wenn mit Ernährung eine natürliche Senkung erreicht werden kann, dann könnten ja - in Absprache mit den AÄ - die Tropfen reduziert werden.

    Das halte ich ehrlich gesagt für Phantasterei, entschuldige bitte, aber eine Augendrucksenkung durch Ernährungsumstellung entbehrt jeder Grundlage. Sicher bekommt eine gesunde Ernährung auch den Augen, aber man muss in seinen Erwartungen schon realistisch bleiben.

    Gruß Malve

  • Hallo zusammen,

    Mitochondriale Dysfunktion hat sich in den letzten Jahren als wichtiger ursächlicher Faktor beim Glaukom herausgestellt.

    Was ist das und was können wir dagegen tun?

    Terry Wahls' Buch, darüber wie sie ihre Multiple Sklerose überwunden hat und wieder ohne Rollstuhl leben kann, hat mich vor Jahren schon sehr beeindruckt. Sie hat sich auch damit beschäftigt, wie Mitochondrien wieder gesund werden können.

    "Rocking your mitochondria", automatisch übersetzt =)

    "Wenn unsere Mitochondrien nicht gut funktionieren, funktionieren unsere Zellen auch nicht gut. Die Symptome häufen sich an. Chronische Krankheiten häufen sich an. Gehirnnebel. Müdigkeit. Bluthochdruck. Diabetes. Herzkrankheit. Angst. Depression. Makuladegeneration. Parkinson. Rheumatoide Arthritis. Je länger die mitochondriale Ernährung suboptimal ist, desto mehr chronische Krankheitszustände sammeln sich an."

    Mitochondrien sind die Zellorganellen, die für die Energieproduktion zuständig sind. Sie werden geschädigt durch Gifte: Rauch, Antibiotika, Schwermetalle, Quecksilber, Pestizide, Insektizide ... Weglassen, meiden so gut wie möglich!

    Die andere Seite ist der Mangel: Zucker und Mehl weglassen, durch nährstoffreiche pflanzliche und tierische Lebensmittel ersetzen. Die beste Qualität, die ihr euch leisten könnt.

    Dann ist auch Nahrungsergänzung sinnvoll: "B-Vitamine, Riboflavin, Thiamin, Niacin, Folat, Pyridoxin, Cobalamin, Zink und Magnesium. Zusätzlich unterstützen Ubiquinon (Coenzym Q), Liponsäure, Carnitin, Berberin, Brokkolisprossextrakt und Kreatin die mitochondriale Effizienz."

    "Manche fragen manchmal, ob sie einfach Nahrungsergänzungsmittel nehmen und ihre Ernährung nicht ändern können. Leider lautet die Antwort nein."

    Ich wünsche euch ein schönes Vorfrühlingswochenende!

    Uli

  • Oh, jetzt erst gesehen, eure Antworten!

    Hallo Andrea,

    danke, ich freue mich über dein Interesse. =)

    An den aktuellen konventionellen Ernährungsempfehlungen ist leider viel falsch - diese Geringschätzung nährstoffreicher tierischer Lebensmittel. Immer noch werden Omega 6-reiche Öle empfohlen.

    Das finde ich unfair Menschen gegenüber, die wirklich etwas für sich tun wollen, weil dann leicht der Eindruck entsteht, dass Gesunde Ernährung nichts bringt.

    Natürlich sind Stress, Bewegung und Schlaf auch wichtige Faktoren - aber die Ernährung können wir eigentlich leichter ändern.

    Das halte ich ehrlich gesagt für Phantasterei, entschuldige bitte, aber eine Augendrucksenkung durch Ernährungsumstellung entbehrt jeder Grundlage. Sicher bekommt eine gesunde Ernährung auch den Augen, aber man muss in seinen Erwartungen schon realistisch bleiben.

    Hallo Malve,

    natürlich ist das eher ein Traum als eine Erwartung!

    Aber wenn der erhöhte AID pathologisch ist, dann muss es Mechanismen geben, die ihn beeinflussen - z.B., schon gelesen, mal wieder oxidativer Stress. Wenn man also schafft den zu senken, dann könnte es auch auf den AID positiv Auswirkungen haben.

    VG Uli

  • Hallo Uli,
    oxidativer Stress kann zum Niedergang der Sehnervenzellen führen. Da besteht aber m. W. kein kausaler Zusammenhang zum AID.
    Oder gibt es evidenzbasierte Erkenntnisse dazu?

    Gruß C3PO

  • Google sagt:

    Oxidativer Stress kann den Augeninnendruck (IOD) erhöhen und ist ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Glaukomen (Grüner Star).

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Medical Tribune +1

    Hier sind die wichtigsten Zusammenhänge:

    • Schädigung des Abflusssystems: Oxidativer Stress verursacht oxidative Schäden an verschiedenen Augenzellen, insbesondere im sogenannten Trabekelwerk, welches für den Abfluss des Kammerwassers zuständig ist. Eine Schädigung führt dazu, dass das Kammerwasser schlechter abfließt, wodurch der Augeninnendruck steigt.
    • Glaukom-Entwicklung: Oxidativer Stress ist ein potenzieller Faktor bei der Entstehung von Glaukomen, indem er zu einer vaskulären Dysregulation (Durchblutungsstörungen) beiträgt.
    • Psychischer/Allgemeiner Stress: Neben oxidativem Stress auf zellulärer Ebene können auch akuter oder chronischer psychischer Stress und Ängste zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen.

      Medical Tribune +4

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Reduktion von oxidativem Stress ist ein Ziel bei der Behandlung von Glaukomen, da er maßgeblich zur Erhöhung des Augendrucks beiträgt.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Eyefox

  • Hallo zusammen,

    Uliginosa

    Das Grundprinzip: Jede Heilung ist eine Selbstheilung. Man muss dem Körper nur alles geben, was er dazu braucht.

    Normalerweise funtkioniert das ohne Probleme - Kammerwasserbildung und -Abfluss passen zusammen, AID im grünen Bereich. Wie kann es dann passieren, dass dieses System aus dem Gleichgewicht gerät? Und was könnte ich tun, damit es wieder klappt?

    Der orthomolekulare Ansatz ist eben, dem Körper alles zu geben, was er braucht um selber wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Und - oft schwieriger - wegzulassen, was schadet.

    Wie das System aus dem Gleichgewicht gerät und warum der AID steigt - das ist doch die Frage. Genau die wäre meines Erachtens erst zu klären, bevor man darüber nachdenken kann, was mittels Ernährung oder Nahrungsergänzung dem Körper zu geben (oder zu entziehen) wäre, damit es wieder ins Gleichgewicht kommt und der AID sinkt.

    Ein primäres chronisches Offenwinkel Glaukom (POWG) zeichnet sich, soweit ich das verstehe, dadurch aus, dass es - anders als bei anderen Glaukomformen, eben keinen erkennbaren, oder jedenfalls bislang identifizierten, Grund für den Druckanstieg gibt!

    Die Vermutung(!), dass dafür altersbedingte Umbauprozesse im Trabekelwerk verantwortlich sind und dass dadurch der Abflusswiderstand steigt und sich der AID erhöht, scheint mir zwar plausibel, schon aufgrund meiner eigenen Erfahrung. Aber schließlich gibt es sehr viele junge Leute, bei denen der AID ohne erkennbaren Grund jenseits der Norm ist.

    Und dann sollte man dabei auch nicht vergessen, dass erhöhter AID alleine noch kein Glaukom ist, wohl aber ein wichtiger Risikofaktor für die Schädigung der Sehnervenzellen. Aber nicht jeder Sehnerv leidet unter erhöhtem Druck!

    Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich finde Deine Fragestellung wirklich interessant, und wenn Du bei Deinem beruflichen Hintergrund etwas beitragen kannst, dann ist das sehr gut! Im Moment allerdings ist mir noch nicht klar, worauf Du mit Deinen ernährungstechnischen Maßnahmen eigentlich abzielst - AID-Senkung oder Neuroprotektion oder beides?

    Und die Frage ist auch, was für Dich persönlich - bei Verdacht auf NDG - tatsächlich die Stellschrauben sind. Der AID alleine und die Frage, wie man den durch Ernährung senken könnte, ist es sicher nicht! Nach meiner Meinung.

    Andrea

    Google sagt viel, aber leider auch oft Dinge, die bei näherem Hinsehen nicht wirklich auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

    Bitte verlinke doch mal den Artikel aus Medical Tribune, in dem der Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und einer Schädigung des Trabekelwerks plus daraus resultierendem Anstieg des AID nachzulesen ist.

    Das wäre schon interessant!

    LG

    Chanceline

    .

  • Hallo Andrea,

    danke für die links!

    Darin geht es um oxidativen Stress als einen Faktor in der Entstehung der Glaukomerkrankung.

    Das ist ja nun seit längerem in der Diskussion!

    Diese links geben aber nichts her um die Behauptung der Google KI zu stützen:

    Oxidativer Stress kann den Augeninnendruck (IOD) erhöhen....

    Oder siehst Du das anders?

    Oder hat die KI noch andere Referenzen genannt, wo sich zum Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und AID etwas finden ließe?

    LG

    Chanceline

  • Hallo Andrea,

    interessanter Ansatz - Q10 ist ein wichtiger Bestandteil des Stoffwechsels - greift m.M. nach aber zu kurz: Coenzym Q10 ist ja einerseits ein Antioxidans - müsste also helfen gegen Oxidativen Stress.

    Andererseits ist es aber auch Bestandteil funktionierender Mitochondrien. Q10 alleine wird aber nicht reichen, alle Wirkungen gesunder, möglichst zahlreicher Mitochondrien zu ersetzen. Eineandere Ursache, die oft genannt wird ist ja die mitochondriale Dysfunktion - die auch angegangen werden muss.

    @ Chanceline

    "Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und einer Schädigung des Trabekelwerks plus daraus resultierendem Anstieg des AID nachzulesen ist."

    Ich habe das gelesen in einer der PDFs, die in diesem Artikel von Dr. Katarzyna Konieczka verlinkt sind. Vielleicht in dieser? Ich habe es gestern Abend auf die Schnelle nicht gefunden. Und jetzt drängen auch andere Dinge (deshalb zu deinen anderen Anmerkungen auch später).

    LG Uli

    Einmal editiert, zuletzt von Uliginosa (7. März 2026 um 13:34)

  • Hallo Andrea,

    Chanceline, ich sehe es auch so, dass oxidativer Stress ein Faktor unter vielen ist.

    Eben!

    Aber wenn Du anderer Meinung bist, warum stellst Du dann diese missverständliche Behauptung der KI ein, die einen Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und AID herstellt?

    Meines Erachtens sollte man mit der Weitergabe von solchen KI-Recherchen sorgfältig umgehen. Hilfreich ist, die Referenzen anzugeben, auf die sich die KI beruft; noch besser natürlich wäre, selbst zu checken, ob sich in den Quellen auch das findet, was da behauptet wird.

    Da hat man schon öfter Aha-Erlebnisse... Trau, schau wem!>:)

    Nix für Ungut, Andrea.

    LG

    Chanceline

  • Danke fürs Hinterfragen Chanceline Ernährung und NEM sind sicher wichtig, aber es sollte auch nicht zu einer Art "Religion" werden. Zudem gibt es kein hundertprozentiges "Richtig" und "Falsch" dabei.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Ein primäres chronisches Offenwinkel Glaukom (POWG) zeichnet sich, soweit ich das verstehe, dadurch aus, dass es - anders als bei anderen Glaukomformen, eben keinen erkennbaren, oder jedenfalls bislang identifizierten, Grund für den Druckanstieg gibt!

    Flammer: "Die klassischen Risikofaktoren für Arteriosklerose, Fettleibigkeit, Bluthochdruck usw. sind auch Risikofaktoren für erhöhten IOP, und schließlich auch für HTG."

    Danach habe ich gesucht: Mit Dieser Aussage stellt Flammer den erhöhten AID /IOP und das HTG /POWG zu den Zivilisationskrankheiten.

    Und die Zivilisationskrankheiten sind durch Lebenstil weitgehend vermeidbar - wenn man weiß welche Risiko-Faktoren wirklich wichtig/ausschlaggebend sind.

    (Wobei manche Faktoren, wie Luftverschmutzung und Stress, dem man sich nicht entziehen kann, kaum vermeidbar sind.)

    Die Vermutung(!), dass dafür altersbedingte Umbauprozesse im Trabekelwerk verantwortlich sind und dass dadurch der Abflusswiderstand steigt und sich der AID erhöht, scheint mir zwar plausibel, schon aufgrund meiner eigenen Erfahrung. Aber schließlich gibt es sehr viele junge Leute, bei denen der AID ohne erkennbaren Grund jenseits der Norm ist.

    Das Alter ist leider ein Risikofaktor für alles mögliche, nicht zuletzt den Tod. Aber es lohnt m.E. immer zu gucken, was wirklich das Alter ist und was vielleicht nur Nährstoffmangel, aufgrund erhöhtem Bedarf.

    Und dann sollte man dabei auch nicht vergessen, dass erhöhter AID alleine noch kein Glaukom ist, wohl aber ein wichtiger Risikofaktor für die Schädigung der Sehnervenzellen. Aber nicht jeder Sehnerv leidet unter erhöhtem Druck!

    Darin sehe ich ja die Chance für die, die nur erhöhten AID haben: Wenn es gelänge, den durch Lebenstil/Ernährung zu senken, dann wären sie raus aus der Mühle.

    Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich finde Deine Fragestellung wirklich interessant, und wenn Du bei Deinem beruflichen Hintergrund etwas beitragen kannst, dann ist das sehr gut! Im Moment allerdings ist mir noch nicht klar, worauf Du mit Deinen ernährungstechnischen Maßnahmen eigentlich abzielst - AID-Senkung oder Neuroprotektion oder beides?

    Beides natürlich.

    Und die Frage ist auch, was für Dich persönlich - bei Verdacht auf NDG - tatsächlich die Stellschrauben sind. Der AID alleine und die Frage, wie man den durch Ernährung senken könnte, ist es sicher nicht! Nach meiner Meinung.

    Ich habe kein metabolisches Syndrom. Die Flammer-Symptome habe ich auch nicht. Mein Blutdruck ist bei der 24-Stunden-Messung nachts nur einmal unter 55 gerutscht.

    Meinen Mitochondrien geht es gut. Mein BDNF müsste auch ok sein, lasse ich demnächst messen, genau so wie den omega 3 Index.

    Meine zwei Risikofaktoren sind das Alter (über 60 :O) und die starke Myopie und bereits Schäden an der Retina (auch schon 2 x gelasert) und Sehnerv. Die meine AÄ für Glaukom hält.

    Um herauszufinden, ob es das ist hoffe ich nun auf einen Termin bei Dr. Jasmin Rezapour in der Mainzer Augenklinik. Sie forscht genau zu dem Thema der Differentialdiagnostik von Glaukom bei hoher Myopie.

    LG Uli

    Einmal editiert, zuletzt von Sabine (13. März 2026 um 11:56) aus folgendem Grund: Link entfernt!

  • Danke fürs Hinterfragen Chanceline Ernährung und NEM sind sicher wichtig, aber es sollte auch nicht zu einer Art "Religion" werden. Zudem gibt es kein hundertprozentiges "Richtig" und "Falsch" dabei.

    Vieles von dem, was uns als richtig angepriesen wird ist leider ziemlich falsch ...

    Leider ist es seit Ancel Keys nicht mehr möglich sich auf seinen gesunden Menschenverstand zu verlassen: Sind Eier, Butter und rotes Fleisch und Cholesterin nun schlecht oder

    das "Gelbe vom Ei" und "die gute Butter" und "Fleisch ein Stück Lebenskraft"?

    Wer sich damit näher befassen möchte, was schief gelaufen ist in der medizinischen Forschung, ausführlich beschrieben in den Büchern von Nina Teicholz "Big Fat Surprise" und Gary Taubes "Good Calories Bad Calories" Leider immer noch noch keines von beiden auf Deutsch. (Von beiden gibt es auch Videos)

    Wenn einer meiner vielen Kollegen oder Kolleginnen einen Kuchen mitbringt, dann koste ich und genieße auch mal ein zweites Stück, wenn er gut ist.

    Aber in Sonnenblumenöl frittiertes und Kuchen mit Öl schmecken mir nicht.

    Und wenn ich selber Kuchen backe, dann wird er LowCarb. :girls:

    Mein Ziel ist es mich gut zu ernähren - "Be well nourished!"* Dann geht es mir auch gut.

    (* Zitat aus "The perfect health diet", eines der besten Ernährungs-Bücher (auch auf deutsch) von Paul und Shou Ching Jaminet.)

    LG Uli

  • Heihei,

    und was mache ich mit meiner starken Myopie seit Jugend-/Kinderjahren...die auch EIN Risikofaktor bzgl. Ausbildung eines Glaukoms sind ????

    Grüße !

  • Hallo Gisa,

    - 7 hätte ich auch gern.;o) Ich habe - 12,5 und -14. :oP

    Du kannst dafür sorgen, dass es der einzige Risikofaktor bleibt.

    Vom Alter abgesehen, natürlich.

    Frühlingsgrüße :fruehling:

  • Hallo zusammen,

    unabhängig davon, ob ihr eure Ernährung oder andere Lebenstilfaktoren umstellen wollt (oder könnt) ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. Kann dann ggf. später zum Vergleich herangezogen werden.

    Großes Blutbild - und weil da leider vieles nicht drin ist, noch ein paar Zusatzwerte.

    Lipide: vier Werte! Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyceride. Dabei ist die Höhe weniger interessant, als das Verhältnis von HDL zu den Triglyceriden, die sollten möglichst niedrig sein. Sie sind hoch, wenn mehr Kohlenhydrate gegessen werden als nötig. Die werden dann in Fette umgewandelt. Ruth Biallowons erklärt das gut in diesem Video.

    Gesamteiweiß

    Blutzucker, HbA1c

    Homocystein

    Vitamine: Vitamin D: so wichtig für Knochen, Immunsystem, Stimmung u.v.m. möglichst über 60 ng/ml (über 150 nmol/l).

    Vitamin B12 und Folsäure (die war bei mir immer sehr hoch und sollte dann nicht ergänzt werden)

    Niacin: bei Glaukom oft im Mangel!

    Mineralstoffe: Magnesium. Kalium, Kalzium, Selen, evtl. Zink, Phosphor

    Omega 3 Index

    BDNF "Brain derived neurotrophic Factor", ein Protein, das im Gehirn und der Retina vorkommt und Nervernzellen regnerieren kann. Hier ein Rezept

    Von Dr. Ulrich Strunz gibt es ein Buch über Blut und Blutwerte - recht kurzweilig und gut verständlich.

    Jetzt geht's raus in die Sonne - auch wenn es für's Vitamin D tanken noch zu früh ist. :11:

    LG Uli

    Einmal editiert, zuletzt von Sabine (11. März 2026 um 12:45) aus folgendem Grund: Alle Links entfernt

  • Hallo Uli!

    Ich habe alle Links aus Deinem obigen Beitrag entfernt, da sie entweder zu Youtube oder zu Seiten mit Werbung/Produktverkauf führen.


    Wir sind ein Selbsthilfeforum und unterliegen gewissen Vorschriften.

    Keine Links zu Sozialen Medien, zu Wikipedia, zu Youtube, zu Seiten, wo Werbung steht und was verkauft wird.

    Bitte beachtet Alle dies, da ich sonst ständig Beiträge bearbeiten und die Links rausnehmen muss.


    Vielen Dank!


    Viele Grüße
    Sabine