Ich und mein Glaukom

  • Hallo erstmal!

    Vor ca 3 Jahren wurde bei einem Brillenkauf - ganz zufällig - entdeckt, dass ich ein Glaukom habe. Der Optiker hatte ein gutes Gespräch und empfahl mir, mich bei einem AA vorzustellen.

    Gesagt, getan und mit der Bestätigung dass ich zum einen eine Linsentrübung habe und obendrein sichtbare Sehnervschädigung, was durch das OCT deutlich wurde. Zudem war der Augendruck einseiti erhöht.

    Ich erhielt ein Rezept mit Latanoprost Augentropfen, die ich seitdem anwenden.

    Anfang September 2025 sollte ich nun auch das andere Auge tropfen, da hier anfängliche Symptome festgestellt wurden.

    Mit der neuen Verordnung erhielt ich auch neue Tropfen -Simbrinza - die ich für beide Augen und 2x täglich anwenden sollte.

    Die ersten paar Tage keine sonderlichen Veränderungen. Dann, nach ca 1 Woche leichte Schwindel-Attacken.

    Ich hatte zufällig auch einen Labor-Termin bei meine Hausarzt, dem ich davon erzählte. Er meinte, das könne altersbedingt schonmal vorkommen.

    Die Schwindel-Attacken wurden zunehmend stärker und hielten länger an. Da ich sowas zuvor nicht kannte, vermutete ich, dass die Augentropfen etwas damit zu tun haben könnten.

    Termin beim AA, über die Unverträglichkeit berichtet und erhielt auch prompt andere Tropfen. Dass es jetzt nur noch schlimmer wurde, konnte ich nicht ahnen.

    Wieder zurück zu Latanoprost - die Beschwerden bleiben, PRED Forte - die Beschwerden blieben. Jetzt kam ein verstärkter Tinnitus hinzu. Dann Monoprost kombiniert mit PRED Forte. Jetzt wurde es ganz übel! Zu den genannten gesellte sich eine dumpfe Benommenheit, Antriebslosigkeit.

    Diese setzte ich sofort ab, nach ein paar Tagen neue Rezeptur: Dorsolamid. Auch hier keine Besserung. Wenn ich etwas in der Stadt zu erledigen hatte, musste ich mich sehr stark darauf konzentrieren einigermaßen gerade zu laufen. Hatte ständig das Gefühl mit den Passanten zusammen zu stoßen.

    Ich berichtete diese Erfahrungen meinem AA, dieser beriet sich mit seinen Kollegen und verschrieb mir nun BRIMONIDIN.

    Die Nebenwirkungen waren inzwischen unerträglich, so dass ich die Tropfen absetzte.

    Anfang Januar war ich in der Sprechstunde, teilte dies dem AA mit, und warte nun auf die nächste Glaukom- Sprechstunde, mit der Aussicht auf eine Stent-OP.

    Während ich getropft habe, lag der Augendruck bei 14/16. Ich hoffe nun, dass er bis zum OP-Termin nicht sonderlich ansteigt. Augentropfen werde ich vorerst nicht mehr nehmen.

  • Hallo Elmar,

    ich habe die definitive Diagnose erst seit letzter Woche und gestern das erste Mal Latanoprost getropft.

    Mir wird schon schwindelig, wenn ich von deinen Erfahrungen lese. =(

    Latanoprost hast du wohl gut vertragen? Warum dann der Wechsel zu anderen Tropfen?

  • Guten Tag Elmar,

    Wegen eines Normaldruck-Glaukoms am linken Auge tropfe ich seit ca. 15 Jahren. Im Mai 2025 bekam ich zu Azopt (Brinzolamid) Latano-Vision Sine (Prostaglandine) hinzu. Eine Woche später hatte ich die erste Schwindelattacke mit Übelkeit. Danach immer wieder Schwindel, musste zeitweise liegen und konnte keine Termine mehr wahrnehmen. Ich leide auch unter Schwerhörigkeit und Tinitus, deshalb war es lange nicht klar was die Ursache für den Schwindel ist. Mein Hausarzt diagnostizierte ein Dumping-Syndrom, die Nahrung wurde nicht mehr richtig verdaut, ich hatte starke Blutzucker- und Blutdruckschwankungen. Anfang Oktober setzte ich beide Medikamente ab, seitdem bin ich ohne Beschwerden. Ich vermute, dass die Kombination beider Medikamente bei mir zu den massiven Verdauungsstörungen mit Schwindel usw. führte. Mein Augenarzt hat mir eine Laserbehandlung empfohlen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lizzy925 (3. Februar 2026 um 14:42)

  • ElmarH Warst du schon beim HNO, um andere Ursachen für den Schwindel auszuschließen? Es könnte z.B. eine Störung im Gleichgewichtsorgan sein.

    Sollte es tatsächlich an den Tropfen liegen, wäre vermutlich eine OP die bessere Option.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Uliginosa

    Zu der Frage warum andere Tropfen:

    Ein Grund für den Wechsel war, dass ich zusätzlich auch das rechte gesunde Auge Tropfen sollte, da es offensichtlich erste Anzeichen eines Glaukoms gab.

    Ein weiterer Grund: Ich fragte nach Tropfen die außerhalb der Kühlung lagerbar waren.

    Nachdem ich die neuen Tropfe alle nicht vertragen hatte, verwendete ich wieder die ursprünglichen die ich gut vertragen hatte. Aber auch hier die gleichen Nebenwirkungen.

    Einmal editiert, zuletzt von ElmarH (6. Februar 2026 um 00:28)

  • DieDa

    Den Tinnitus hatte ich schon vorher. Der wurde durch die Anwendung derTropfen heftig verstärkt, so dass sich das das einseitige Summen zu einem heftigen Brummen im gesamten Kopfbereich ausbreitete.

    Beim HNO konnte keine Ursache für Schwindel durch Tinnitus festgestellt werden.

    Nachdem ich die Tropfen abgesetzt habe, geht jetzt so nach und nach auch der Schwindel weg.

  • Lizzy925

    Hallo Lizzy, ich bin davon überzeugt, dass die Kombinationen dieser Präparate ursächlich sind für die aufgenommene Unverträglichkeit.

    Das von dir geschilderte Dumping Syndrom hatte ich jetzt nicht, aber aber mit den anderen Symptomen hatte ich auch genug zu schaffen.

    Die Wirkungen haben auch nicht sofort nachgelassen, sondern nach und nach abschwächend.

    Während der Nacht hatte ich Ruhe, aber morgens gleich nach dem Aufstehen ging es los. Ich habe den Eindruck, dass durch die Wirkstoffe etwas getriggert wurde, das diese ganze Kaskade auslöste.

    Werde mich wohl auch für die OP mit den Stents entscheiden.

  • Hallo Elmar!

    Willkommen im Forum.

    Die Schwindel-Attacken wurden zunehmend stärker und hielten länger an. Da ich sowas zuvor nicht kannte, vermutete ich, dass die Augentropfen etwas damit zu tun haben könnten.

    Termin beim AA, über die Unverträglichkeit berichtet und erhielt auch prompt andere Tropfen. Dass es jetzt nur noch schlimmer wurde, konnte ich nicht ahnen.

    Wieder zurück zu Latanoprost - die Beschwerden bleiben, PRED Forte - die Beschwerden blieben. Jetzt kam ein verstärkter Tinnitus hinzu. Dann Monoprost kombiniert mit PRED Forte. Jetzt wurde es ganz übel! Zu den genannten gesellte sich eine dumpfe Benommenheit, Antriebslosigkeit.

    Diese setzte ich sofort ab, nach ein paar Tagen neue Rezeptur: Dorsolamid. Auch hier keine Besserung. Wenn ich etwas in der Stadt zu erledigen hatte, musste ich mich sehr stark darauf konzentrieren einigermaßen gerade zu laufen. Hatte ständig das Gefühl mit den Passanten zusammen zu stoßen.

    Ich berichtete diese Erfahrungen meinem AA, dieser beriet sich mit seinen Kollegen und verschrieb mir nun BRIMONIDIN.

    Solche Nebenwirkungen können schon auch von AT kommen. Hast Du mal mit dem AA über einen möglichen Auslassversuch gesprochen? Wenn dies möglich wäre, dann wäre nach 3-4 Wochen klar (wenn die Tropfen aus dem Körper sind), ob die Beschwerden was mit den AT zu tun haben.

    ElmarH Warst du schon beim HNO, um andere Ursachen für den Schwindel auszuschließen? Es könnte z.B. eine Störung im Gleichgewichtsorgan sein.

    Sollte es tatsächlich an den Tropfen liegen, wäre vermutlich eine OP die bessere Option.

    HNO ist die eine Stelle.

    Was ist mit Deiner HWS? Hast Du da Probleme?

    Ggf. wäre ein Besuch bei einem guten Osteopathen ein Versuch.

    Ein Grund für den Wechsel war, dass ich zusätzlich auch das rechte gesunde Auge Tropfen sollte, da es offensichtlich erste Anzeichen eines Glaukoms gab.

    Wieso muss man denn das Produkt wechseln, wenn man nicht mehr nur 1 Auge, sondern beide Augen tropfen soll? Das versteh ich jetzt gerade nicht :denk:.

    Viele Grüße
    Sabine