Progression durch Erkältung / grippale Infekte?

  • Hallo zusammen!

    Da ich meinen Verdacht schon mal in meinem längeren Thread geäußert hatte, dazu aber kaum Fedback bekommen hatte, möchte ich hier aufgrund aktueller Entwicklungen ein eigenes Thema aufmachen:

    Meine ersten Sehprobleme hatte ich ja Anfang Oktober 2022. Ich hatte eine starke Erkältung und lag ein paar Tage flach. Als es langsam wieder aufwärts ging, stellte ich fest, dass ich auf dem rechten Auge etwas verschwommen sah. Ungefähr so, als würde eine halbe Dioptrie fehlen. Die Dioptrie war letztlich aber nicht daran Schuld, sondern der Grüne Star.

    Dann erstmal Stabilität. Eine zwischenzeitliche Coronainfektion und kleinere Erkältungen hatten keine Auswirkungen. Im Herbst 2024 dann aber wieder eine fette Erkältung mit Nachtschweiß, Husten, Schnupfen. Das volle Programm halt. Auf dem Weg der Besserung wieder eine Verschlechterung auf dem rechten Auge bemerkt. Seitdem fahre ich nachts kein Auto mewhr, vorher ging das noch.

    Letzte Woche nun wieder eine starke Erkältung gehabt. Und wieder hat das rechte Auge gelitten. Ich merke es, weil Texte, die zuvor für mich gut lesbar waren, es plötzlich nicht mehr sind.

    Dazu kommt, dass ich als Kind bzw. Jugendlicher oft dann eine stärkere Brille gebraucht hatte, nachdem ich krank war. Zwei mal hatte ich eine Angina und weiß noch, dass kurz nanach meine Augen schlechter wurden. In der ersten Klasse ging es mit der Brille los, jährlich so eine halbe bis seine ganze Dioptrie mehr. Das ging dann bis zur Volljährigkeit, danach bleiben die Werte weitgehend stabil.

    Mein Augenarzt hatte zumindest im Herbst 2024 keinerlei Zusammenhang erkennen können/wollen. Sind das tatsächlich alles nur Zufälle oder darf ich in Zukunft einfach nicht mehr krank werden, weil das direkte Auswirkungen auf meine Augen haben könnte?

  • Hallo Whatnext,

    Das hört sich schon recht ungewöhnlich an und ich kann dir dazu eigentlich nichts sagen, denn diese Erfahrung habe ich nicht gemacht.

    Das Besondere ist ja, das es nur einseitig am rechten Auge ist. Da musst du eine anatomische Besonderheit haben, vielleicht am Sehnerv? Was wahrscheinlicht nicht nachzuweisen ist.

    Denn Infektionen sind ja bei Viren im ganzen Körper.

    Als Idee oder Frage hätte ich, wie es mit deinem Vit D3-Spiegel aussieht, mit der allgemeinen Vitaminversorgung ... damit du keine schweren Infekte mehr bekommst.

    LG Mellirosa

  • Hallo Whatnext!

    Ich glaube, Deine Frage kann niemand mit Sicherheit beantworten. Möglich ist das vielleicht schon, aber nachweisen dürfte schwierig bis unmöglich sein.

    Vielleicht ist Deine Durchblutung durch die heftigen Infekte beeinträchtigt?

    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo zusammen!

    Als Idee oder Frage hätte ich, wie es mit deinem Vit D3-Spiegel aussieht, mit der allgemeinen Vitaminversorgung ... damit du keine schweren Infekte mehr bekommst.

    Ich nehme seit ungefähr einem Jahr Centrovision Makula Omega3. Da sind reichlich Vitamin C, Zink und gesunde Fettsäuren drin. Ansonsten nehme ich ab und zu eine Vitamin A-Z Brausetablette. Der Rest läuft über die Ernährung, wobei ich schon gesünder esse als früher. Den D3-Spiegel muss ich aber mal überprüfen lassen. Bin mir gerade nicht mehr sicher, ob der Anfang 2024 beim großen Blutbild mit dabei war.

    erholt sich das rechte Auge danach denn wieder oder bleibt es so unscharf?

    Da erholt sich leider nichts mehr. Mittlerweile sehe ich auf dem RA nur noch grobe Strukturen und Farben, Texte lesen oder Gesichter erkennen ist damit so gut wie unmöglich geworden. Zum Glück ist auf dem LA noch alles scharf, die Betonung liegt auf noch. Ich brauche nach jeder Verschlechterung immer eine Weile, um mich an das neue Normal zu gewöhnen. Aktuell ist es noch angenehmer, nur mit dem "gesunden" Auge zu schauen.

    Vielleicht ist Deine Durchblutung durch die heftigen Infekte beeinträchtigt?

    Irgendwas in der Richtung. Oder der Druck steigt kurzfristig so stark an, dass etliche Nervenzellen das Zeitliche segnen. Mitte April habe ich wieder einen Termin bei Prof. Erb, dann werde ich ihn mal fragen, ob er immer noch keinen Zusammenhang erkennen kann/will.

  • Hast du bei den Infekten starken Husten?

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo whatnext, bei Deinen Symptomen würde ich nicht nur an Glaukom sondern auch an eine Makulaerkrankung denken, wie AMD oder Macukaödem dieses kann bei Infekten, z. B. durch Herpes auftreten. Hast du mal den Amsler Gitter Test gemacht? Was hat Prof Erb in seinem Befund zur Macula geschrieben?

  • Hast du bei den Infekten starken Husten?

    Ja, und zwar nicht zu knapp. Mitunter dauerte es bis zu acht Wochen, bis der Husten als letztes Symptom komplett abgeklungen war.

    Aktuell hatte er sich zwei Wochen nach Beginn noch einmal verstärkt, mit gelbem Auswurf. Gut eine weitere Woche später lässt es jetzt wieder nach.

    Hallo whatnext, bei Deinen Symptomen würde ich nicht nur an Glaukom sondern auch an eine Makulaerkrankung denken, wie AMD oder Macukaödem dieses kann bei Infekten, z. B. durch Herpes auftreten. Hast du mal den Amsler Gitter Test gemacht? Was hat Prof Erb in seinem Befund zur Macula geschrieben?

    Der Test sagt mir gar nichts, somit vermutlich nein.

    Den Befund von Prof. Erb kenne ich ehrlich gesagt gar nicht. In einem der ersten Befunde vor Prof. Erb stand aber u.a. mal "Makula unauffällig".

  • Ja, und zwar nicht zu knapp. Mitunter dauerte es bis zu acht Wochen, bis der Husten als letztes Symptom komplett abgeklungen war.

    Aktuell hatte er sich zwei Wochen nach Beginn noch einmal verstärkt, mit gelbem Auswurf. Gut eine weitere Woche später lässt es jetzt wieder nach.

    Möglicherweise hattest du bei den Hustenanfällen starke Druckanstiege. Hast du während der Erkältungen mal messen lassen?

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Möglicherweise hattest du bei den Hustenanfällen starke Druckanstiege. Hast du während der Erkältungen mal messen lassen?

    Mein Augenarzt ist 70km weit weg. Ich verbinde die Termine dort mit der Arbeit. Wenn ich richtig erkältet bin, sind die 2km bis zum Hausarzt mitunter schon eine Herausforderung, denn telefonische Krankschreibung kennt der nicht. Ich hatte mich vor einiger Zeit mal zum iCare (oder wie das heißt) belesen. Wäre wohl doch mal eine Überlegung wert.

    Lassen sich denn Deine subjektiven Verschlechterungen im OCT oder Gesichtsfeld objektivieren?

    Das zweite OCT sah schlechter als das erste aus, das dritte dann aber wieder wie das erste. Somit eher Stabilität.

    Perimetrie auf dem RA laut Prof. Erb zuletzt (d.h. nach der ersten Verschlechterung) sogar besser, was m. M. aber nur daran liegt, dass ich bei dem Test jetzt einfach mehr Routine habe.

  • Hallo Whatnext!

    Da erholt sich leider nichts mehr. Mittlerweile sehe ich auf dem RA nur noch grobe Strukturen und Farben, Texte lesen oder Gesichter erkennen ist damit so gut wie unmöglich geworden.

    Ich muss jetzt noch mal blöd fragen. Ich habe gerade keine Zeit, um zurückzublättern:

    Ein MRT wurde gemacht vom Kopf? Wenn ja, wann zuletzt?

    Hast Du Probleme mit dem Hirndruck? Oder sonstige Erkrankungen neurologischer Art?

    Irgendwas in der Richtung. Oder der Druck steigt kurzfristig so stark an, dass etliche Nervenzellen das Zeitliche segnen. Mitte April habe ich wieder einen Termin bei Prof. Erb, dann werde ich ihn mal fragen, ob er immer noch keinen Zusammenhang erkennen kann/will.

    Ich schließe mich der Frage an, ob diese Verschlechterungen im OCT und GF reproduzierbar sind?

    Prof. Erb gehört ja zu den Spezialisten. Ich hoffe, er hat noch eine Idee.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Ein MRT wurde gemacht vom Kopf? Wenn ja, wann zuletzt?

    Zunächst sorry für die späte Antwort. Ich war nochmal für längere Zeit im Urlaub und wollte danach erst noch den Termin bei Prof. Erb abwarten.

    Zu den Fragen: Nein, ein MRT wurde noch nie vom Kopf gemacht, nur vor 10Jahren mal ein CT, da ich damals ab und zu Hörprobleme hatte. Laut Prof. Erb macht ein MRT in meinem Fall auch wenig Sinn. Habe auch sonst keine neurologischen Probleme, die das aus meiner Sicht erforderlich machen würden.

    Ich schließe mich der Frage an, ob diese Verschlechterungen im OCT und GF reproduzierbar sind?

    Im Urlaub hatte ich erneut ein OCT machen lassen. Seit 2023 nunmehr das Vierte. Im Großen und Ganzen ist alles stabil. Auf beiden Seiten gab es ein Feld, das von damals grün auf nun gelb gewechselt ist, ansonsten hat sich aber nicht viel getan.

    Beim GF meinte Prof. Erb, dass sich meine blinde Stelle auf dem RA genau im Zentrum befindet und sich jede auch nur leichte Verschlechterung somit direkt bemerkbar machen könnte. Beim jüngst gemachten GF meinte er auch, dass dieser Bereich ein wenig größer, der Rest aber gleich oder sogar kleiner geworden wäre.

    Der von ihm gemessene Druck lag jedenfalls bei 14/15, diesbezüglich ist zumindest alles noch okay. Ich darf jetzt einfach nur nicht mehr so richtig krank werden.

  • Hallo Whatnext!

    Zunächst sorry für die späte Antwort. Ich war nochmal für längere Zeit im Urlaub und wollte danach erst noch den Termin bei Prof. Erb abwarten.

    Zu den Fragen: Nein, ein MRT wurde noch nie vom Kopf gemacht, nur vor 10Jahren mal ein CT, da ich damals ab und zu Hörprobleme hatte. Laut Prof. Erb macht ein MRT in meinem Fall auch wenig Sinn. Habe auch sonst keine neurologischen Probleme, die das aus meiner Sicht erforderlich machen würden.

    Alles gut, kein Stress, bitte!

    Ok, dann besteht wohl auch keine Indikation für ein MRT Schädel.

    Im Urlaub hatte ich erneut ein OCT machen lassen. Seit 2023 nunmehr das Vierte. Im Großen und Ganzen ist alles stabil. Auf beiden Seiten gab es ein Feld, das von damals grün auf nun gelb gewechselt ist, ansonsten hat sich aber nicht viel getan.

    Beim GF meinte Prof. Erb, dass sich meine blinde Stelle auf dem RA genau im Zentrum befindet und sich jede auch nur leichte Verschlechterung somit direkt bemerkbar machen könnte. Beim jüngst gemachten GF meinte er auch, dass dieser Bereich ein wenig größer, der Rest aber gleich oder sogar kleiner geworden wäre.

    Der von ihm gemessene Druck lag jedenfalls bei 14/15, diesbezüglich ist zumindest alles noch okay. Ich darf jetzt einfach nur nicht mehr so richtig krank werden.

    GF-Ausfälle im Zentrum sind natürlich übel und machen sich umso stärker bemerkbar.

    Wenn Prof. Erb das so erklären kann, hört sich das doch schlüssig an.

    Dann hoffe ich mit Dir! :girlshuepfend:

    Liebe Grüße

    Sabine