Glaukom und NHA und Blutdrucktherapie?

  • In meinem Vorstellungsthread steht die aktuelle Situation auch drin, für die die es ganz genau wissen wollen, aber da wenig Reaktionen kamen und diese Woche Arzttermine anstehen, mache ich das nochmal als Thementhread auf. Ich hoffe, das ist erlaubt?

    Mir geht es eigentlich um folgende Fragen:

    1. Ich möchte nichts verschlimmern, was aktuell im Argen lag/liegt. Ich habe schweres Öl im Auge und nur so scheint die NH momentan gezähmt werden zu können. Sie poppte jetzt bereits zweimal ab, da PVP/Gliosen gewachsen waren, die sie ablösten. Nun kommt das Öl raus, und ich will einfach nix riskieren was zur neuerlichen Ablösung führen würde (die erste passierte bei Gasfüllung). So als Laie vermute ich einfach mal, daß es keine Entzündungen oder Ödeme oder gar Ausdünnen der NH geben sollten, die wieder ablösend wirken könnten. Welche Bluthochdruckmedis sind da bekanntermaßen sicher? Welche unsicher? Welche problematisch?

    2. Und da beide Augen von NDG betroffen sind, der Druck durch das Öl eh etwas erhöht war/ist, will ich das Glaukom auch nicht verschlimmern durch eine falsche BD-Einstellung oder falsche Mittel. Zudem ist meine Hausärztin auf einem Brachialkurs, ich sehe da Drücke von diastolisch deutlich unter 60 auf mich zukommen. Denn...

    3. ... auch noch im Raum steht meine heftige Bradykardie. Ich denke, dass sie die Ursache des Bluthochdrucks ist, quasi als Ausgleich für die unzureichende Herzleistung. Meine OX-Raten liegen permanent bei 93%> und eigentlich sollte das deutlich über 96% sein, um normal zu sein. Ich frage mich da zwangsläufig ob das fürs Glaukom und den Sehnerv so toll ist, wenn die Durchblutung plötzlich sehr gering ist, bei niedriger Sauerstoffsättigung und langsamen Herzschlag. Und dazu dann eventuell noch Ödeme oder ausgedünnte NH.

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    Risiko senken: Besser keine Calcium-Antagonisten für Glaukom-Patienten
    Bei Patienten, die zur Blutdrucksenkung einen Calciumkanalblocker einnahmen, war in einer aktuellen Studie das Risiko für ein Glaukom erhöht &nda...
    www.pharmazeutische-zeitung.de


    Ein Kalziumantagonist wurde mir mit Lercanidipin verschrieben.

    Diuretika habe ich mehrfach im NH-Bereich als besonders Augen-risikobehafted beschrieben gefunden, insbesondere da sie zu Ödemen der Adernhaut, Augendruck, Makulaödemen, und trockenen Augen führen können.

    Candesartan hat ebenfalls mögliche Nebenwirkungen am Auge.

    Das einzige BD-Medikament, das ich bisher als positiv besprochen fand, ist Enalapril. Die ACE-Hemmer können zwar auch zu trockenen Augen führen, die Nebenwirkungen sind aber eher der Reizhusten.

    Gibt es Leute mit Erfahrungen zum Thema? Momentan würde es mir völlig ausreichen, wenn ich den Blutdruck zuverlässig auf unter 160/100 gesenkt bekäme. Ich habe eine Schrittmacherimplantation ins Auge gefasst, die laut Auskunft meines früheren Kardiologen auch Auswirkungen auf den Blutdruck haben könnte. Aber das wird vor meiner Öl-Ex-OP kaum was werden.

    LG
    Calaban

  • Hallo Calaban!

    In meinem Vorstellungsthread steht die aktuelle Situation auch drin, für die die es ganz genau wissen wollen, aber da wenig Reaktionen kamen und diese Woche Arzttermine anstehen, mache ich das nochmal als Thementhread auf. Ich hoffe, das ist erlaubt?

    Das ist erlaubt! Dann schreibe ich auch einfach mal noch zu dem Vorstellungspost hier, damit dann alles zusammen ist:

    - Stress: Natürlich kann sich Dauerstress auf den ganzen Körper auswirken. Irgendwann verschafft sich ein Körper eben irgendwo ein Ventil. Das kann sehr unterschiedlich sein, je nach Typ eben, aber Dauerstress ist sicher suboptimal!

    - Schwindelnder AA: Naja- ich gehe davon aus, dass der AA Dich nicht anschwindelt. Wieso sollte er das tun? Wurden die unterschiedlichen Druckwerte vom AA und der Helferin denn z. B. mit unterschiedlichen Messverfahren gemessen? Z. B. die Helferin mit Druckluft und der AA dann selbst mit der Applanation (blaues Licht, vorher gelbe Tropfen)?

    Wenn Du im KH auch Druckwerte über 20 hattest, steht ja auch die Frage im Raum, ob Du wirklich ein NDG hast!?

    - Blutdruck: Ein Blutdruck von 250/130 ist eine ganz akute Gefahr für Dich! Da kann man ganz schnell z. B. einen Schlaganfall erleiden und da muss der Blutdruck schnell runter! Dazu hast Du wohl eine Herzinsuffizienz und eine Bradykardie. Beides ist natürlich dann mit einer Funktionseinschränkung am Herzen verbunden, somit auch eine suboptimale Versorgung für den Körper.
    Da sollte ein Kardiologe unbedingt mit ins Boot geholt werden!
    Wichtig ist die schnelle Senkung auf ein relativ normales Niveau, damit die akute Gefahr weg ist. Ein Blutdruck dauerhaft von 160/100 ist halt einfach immer noch zu hoch!

    Dann muss man sehen, wie die Werte sind und kann mit dem Arzt zusammen eine Feinjustierung versuchen.

    1. Ich möchte nichts verschlimmern, was aktuell im Argen lag/liegt. Ich habe schweres Öl im Auge und nur so scheint die NH momentan gezähmt werden zu können. Sie poppte jetzt bereits zweimal ab, da PVP/Gliosen gewachsen waren, die sie ablösten. Nun kommt das Öl raus, und ich will einfach nix riskieren was zur neuerlichen Ablösung führen würde (die erste passierte bei Gasfüllung). So als Laie vermute ich einfach mal, daß es keine Entzündungen oder Ödeme oder gar Ausdünnen der NH geben sollten, die wieder ablösend wirken könnten. Welche Bluthochdruckmedis sind da bekanntermaßen sicher? Welche unsicher? Welche problematisch?

    Hattest Du denn nach der Öl-OP Dich geschont oder hast Du weiter gepflegt und gehoben, gebückt? Wenn nicht, wären die anhaltenden Probleme mit der Netzhaut erklärbar.

    2. Und da beide Augen von NDG betroffen sind, der Druck durch das Öl eh etwas erhöht war/ist, will ich das Glaukom auch nicht verschlimmern durch eine falsche BD-Einstellung oder falsche Mittel. Zudem ist meine Hausärztin auf einem Brachialkurs, ich sehe da Drücke von diastolisch deutlich unter 60 auf mich zukommen. Denn...

    Wie ich oben geschrieben habe, ist es für mich fraglich, ob Du ein NDG hast, wenn die Druckwerte über 20 sind.

    3. ... auch noch im Raum steht meine heftige Bradykardie. Ich denke, dass sie die Ursache des Bluthochdrucks ist, quasi als Ausgleich für die unzureichende Herzleistung. Meine OX-Raten liegen permanent bei 93%> und eigentlich sollte das deutlich über 96% sein, um normal zu sein. Ich frage mich da zwangsläufig ob das fürs Glaukom und den Sehnerv so toll ist, wenn die Durchblutung plötzlich sehr gering ist, bei niedriger Sauerstoffsättigung und langsamen Herzschlag. Und dazu dann eventuell noch Ödeme oder ausgedünnte NH.

    Eine Bradykardie gehört absolut von einem Kardiologen betreut! Und mit dem müssen Behandlungsschritte besprochen werden!

    Ein Kalziumantagonist wurde mir mit Lercanidipin verschrieben.

    Diuretika habe ich mehrfach im NH-Bereich als besonders Augen-risikobehafted beschrieben gefunden, insbesondere da sie zu Ödemen der Adernhaut, Augendruck, Makulaödemen, und trockenen Augen führen können.

    Candesartan hat ebenfalls mögliche Nebenwirkungen am Auge.

    Das einzige BD-Medikament, das ich bisher als positiv besprochen fand, ist Enalapril. Die ACE-Hemmer können zwar auch zu trockenen Augen führen, die Nebenwirkungen sind aber eher der Reizhusten.

    Gibt es Leute mit Erfahrungen zum Thema? Momentan würde es mir völlig ausreichen, wenn ich den Blutdruck zuverlässig auf unter 160/100 gesenkt bekäme. Ich habe eine Schrittmacherimplantation ins Auge gefasst, die laut Auskunft meines früheren Kardiologen auch Auswirkungen auf den Blutdruck haben könnte. Aber das wird vor meiner Öl-Ex-OP kaum was werden.

    Das sind Fragen, die wir Dir hier nicht beantworten können. Bitte wende Dich an den Kardiologen und/oder an Deinen Internisten!

    Die Einstellung mit solchen Medikamenten ist viel zu wichtig, als dass man hier in einem Patientenforum Empfehlungen dazu aussprechen sollte!


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine!

    Danke schon mal für die ausführliche Antwort. :)

    Das ist erlaubt!
    Prima, ich war mir unsicher.

    Natürlich kann sich Dauerstress auf den ganzen Körper auswirken. Irgendwann verschafft sich ein Körper eben irgendwo ein Ventil. Das kann sehr unterschiedlich sein, je nach Typ eben, aber Dauerstress ist sicher suboptimal!
    Leider läßt sich der Stress aktuell nicht abstellen. Ich bin die einzige Verwandte.

    Naja- ich gehe davon aus, dass der AA Dich nicht anschwindelt. Wieso sollte er das tun? Wurden die unterschiedlichen Druckwerte vom AA und der Helferin denn z. B. mit unterschiedlichen Messverfahren gemessen? Z. B. die Helferin mit Druckluft und der AA dann selbst mit der Applanation (blaues Licht, vorher gelbe Tropfen)?
    Nee, da gehts nicht um zwei Messungen, sondern nur um eine (die der Arzthelferin), wobei der AA einen anderen Wert nannte, als jener den die Arzthelferin gemessen und in die Akte eingetragen hat. Das ist auch nicht nur einmal passiert, sondern war das zweite Mal bei diesem Arzt. Jedesmal zu meinem Nachteil (sprich der Wert war in Realität schlechter). Hat mich schon etwas schockiert.

    Wenn Du im KH auch Druckwerte über 20 hattest, steht ja auch die Frage im Raum, ob Du wirklich ein NDG hast!?
    Ich hatte seit Bekanntwerden des NDGs stets Werte von 18 und niedriger, meist 15/15. Das sind über 20 Jahre. Erst im Rahmen der NHA und den OPs mit Gas, Lasern, Kryo, dann noch eine NHA mit Makula ab und Silikonöl gingen die Werte auf 19-20 hoch auf dem betroffenen Auge. Und erst seit drei Wochen sind die über 20

    Ein Blutdruck von 250/130 ist eine ganz akute Gefahr für Dich! Da kann man ganz schnell z. B. einen Schlaganfall erleiden und da muss der Blutdruck schnell runter! Dazu hast Du wohl eine Herzinsuffizienz und eine Bradykardie. Beides ist natürlich dann mit einer Funktionseinschränkung am Herzen verbunden, somit auch eine suboptimale Versorgung für den Körper.
    Nun ja, das sind die Spitzen, und die wohl u.A. durch die OPs hervorgerufen und das BD-Messen, das irre schmerzhaft war. Im Mittel liegt er drunter. Witzig ist die Sache aber tatsächlich nicht. Die Ursache dürfte der Hashimoto sein, der die Bradykardie auslöste, und der Rest reiht sich dann wie eine Kette daran auf. Ich denke an einem Schrittmacher führt kein Weg vorbei, eventuell regelt sich der Rest dann von alleine wieder.

    Da sollte ein Kardiologe unbedingt mit ins Boot geholt werden!
    Da sprichst du ein großes Wort gelassen aus. Der früheste Kardiologentermin, den ich selbst trotz Eilüberweisung finden konnte, ist in 18 Monaten. Alles andere sind Selbstzahler und Privatpraxen. Zwischenzeitlich denke ich, daß ich schneller zum Kardiologen komme, wenn mich mein Hausarzt für einen Herzschrittmacher ans Krankenhaus überweist.

    Wichtig ist die schnelle Senkung auf ein relativ normales Niveau, damit die akute Gefahr weg ist. Ein Blutdruck dauerhaft von 160/100 ist halt einfach immer noch zu hoch!
    Ehrlich gesagt glaube ich nicht wirklich, daß zu schnell und zu weit gesenkt werden sollte. Ich lebe mit diesem BD ja schon einige Jahre, und es gibt ihn sicher nicht grundlos. Ich habe Bedenken, daß besonders die Augen und andere kleinteilige Organe (zB Ohren) nur durch den hohen Druck genügend versorgt sind. Einher mit der Bradykardie geht ja eine schlechte Sauerstoffversorgung (deutlich unter 93%, haben sollte man mehr als 96%). Aktuell sinds zB 90% und ein Herzschlag von 39 pro Minute.

    Ich wäre schon absolut zufrieden mit stabilen Werten um 150/90 oder 160/100 fürs Erste und bis der Schrittmacher drin ist.

    Hattest Du denn nach der Öl-OP Dich geschont oder hast Du weiter gepflegt und gehoben, gebückt? Wenn nicht, wären die anhaltenden Probleme mit der Netzhaut erklärbar.
    Schwer gehoben habe ich nach keiner der beiden OPs. Allerdings gab es auch zu keiner davon irgendeine Anweisung, sich nicht zu bücken oder in besonderer Weise zu liegen.

    Eine Bradykardie gehört absolut von einem Kardiologen betreut! Und mit dem müssen Behandlungsschritte besprochen werden!
    Siehe oben.

    Die Einstellung mit solchen Medikamenten ist viel zu wichtig, als dass man hier in einem Patientenforum Empfehlungen dazu aussprechen sollte!
    Na ja, mich interessiert zuvorderst, ob es Infos zu den diversen Medikamentenklassen gibt und wer da Erfahrungen gemacht hat. Es ist ja nicht geholfen, wenn mein BD wunderschön für die OP eingestellt ist, ich aber schon vorher erblinde, weil er nachts in den Keller rauscht. Ich bekomme ja nicht mal eine 24-Stunden-Messung organisiert. Immerhin schleiche ich grad ein Sartan ein, und hoffe es hilft was.

    LG
    Calaban

    Einmal editiert, zuletzt von Calaban (21. Januar 2026 um 21:31)

  • Hallo Calaban!

    Bitte nutze die Zitatfunktion. Es wird sonst echt unübersichtlich.

    Nee, da gehts nicht um zwei Messungen, sondern nur um eine (die der Arzthelferin), wobei der AA einen anderen Wert nannte, als jener den die Arzthelferin gemessen und in die Akte eingetragen hat. Das ist auch nicht nur einmal passiert, sondern war das zweite Mal bei diesem Arzt. Jedesmal zu meinem Nachteil (sprich der Wert war in Realität schlechter). Hat mich schon etwas schockiert.

    Hast Du dem AA nicht gesagt, dass die Arzthelferin einen anderen Druck gemessen und gesagt hat?

    Ich hatte seit Bekanntwerden des NDGs stets Werte von 18 und niedriger, meist 15/15. Das sind über 20 Jahre. Erst im Rahmen der NHA und den OPs mit Gas, Lasern, Kryo, dann noch eine NHA mit Makula ab und Silikonöl gingen die Werte auf 19-20 hoch auf dem betroffenen Auge. Und erst seit drei Wochen sind die über 20

    Ah so, ok.

    Nun ja, das sind die Spitzen, und die wohl u.A. durch die OPs hervorgerufen und das BD-Messen, das irre schmerzhaft war. Im Mittel liegt er drunter. Witzig ist die Sache aber tatsächlich nicht. Die Ursache dürfte der Hashimoto sein, der die Bradykardie auslöste, und der Rest reiht sich dann wie eine Kette daran auf. Ich denke an einem Schrittmacher führt kein Weg vorbei, eventuell regelt sich der Rest dann von alleine wieder.

    Hashimoto kann eine Bradykardie machen, ja. Aber es gibt halt auch noch andere Gründe für eine Bradykardie, die kardial bedingt sind. Und da sollte halt dann doch ein Kardiologe schauen.

    Da sprichst du ein großes Wort gelassen aus. Der früheste Kardiologentermin, den ich selbst trotz Eilüberweisung finden konnte, ist in 18 Monaten. Alles andere sind Selbstzahler und Privatpraxen. Zwischenzeitlich denke ich, daß ich schneller zum Kardiologen komme, wenn mich mein Hausarzt für einen Herzschrittmacher ans Krankenhaus überweist.

    Lass Dir vom Hausarzt einen Dringlichkeitscode geben, rufe mit dem die 116117 an und lass Dir einen Facharzttermin beim Kardiologen geben. Muss, gesetzlich vorgegeben, innerhalb 4 Wochen innerhalb von 50km vom Wohnort möglich sein.

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht wirklich, daß zu schnell und zu weit gesenkt werden sollte. Ich lebe mit diesem BD ja schon einige Jahre, und es gibt ihn sicher nicht grundlos. Ich habe Bedenken, daß besonders die Augen und andere kleinteilige Organe (zB Ohren) nur durch den hohen Druck genügend versorgt sind. Einher mit der Bradykardie geht ja eine schlechte Sauerstoffversorgung (deutlich unter 93%, haben sollte man mehr als 96%). Aktuell sinds zB 90% und ein Herzschlag von 39 pro Minute.

    Naja, eine Senkung auf systolisch 100 wäre ja auch nun völlig falsch! Man muss ja nicht bis in dne Keller auf Teufel komm raus senke


    Na ja, mich interessiert zuvorderst, ob es Infos zu den diversen Medikamentenklassen gibt und wer da Erfahrungen gemacht hat. Es ist ja nicht geholfen, wenn mein BD wunderschön für die OP eingestellt ist, ich aber schon vorher erblinde, weil er nachts in den Keller rauscht. Ich bekomme ja nicht mal eine 24-Stunden-Messung organisiert. Immerhin schleiche ich grad ein Sartan ein, und hoffe es hilft was.

    Du wirst schon wissen, was Du machst.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Na ja, mich interessiert zuvorderst, ob es Infos zu den diversen Medikamentenklassen gibt und wer da Erfahrungen gemacht hat. Es ist ja nicht geholfen, wenn mein BD wunderschön für die OP eingestellt ist, ich aber schon vorher erblinde, weil er nachts in den Keller rauscht.

    Hallo Calaban, eigentlich hast Du ja schon herausgefunden, daß es bei nahezu allen Medikamentenklassen der Blutdrucksenker Nebenwirkungen an den Augen geben kann.

    Aber trotzdem muß der Blutdruck behandelt werden. Meine Augenärztin sagte zu dem Thema:

    "Herz schlägt Augen", das heißt, man muß Prioritäten setzen. Es ist aber andererseits auch nicht so, daß die Blutdruckbehandlung direkt mit einem hohen Erblindungsrisiko verknüpft ist, jedenfalls habe ich derartiges noch nicht gelesen.

    Aufpassen sollte man, daß es nicht zu abrupten tiefen Blutdrucksenkungen kommt, vor allem, wenn man schon etwas älter ist und die Gefäße schon etwas arteriosklerotisch sind, da es dann zu einer verminderten zentralen Durchblutung kommt, was auch eine schlechtere Durchblutung der Augen einschließt, aber das hattest Du ja oben auch schon beschrieben.

    Bezüglich der Blutdruckeinstellung gibt es neue Leitlinien. Bisher fing man mit einer Medikamentenklasse in niedriger Dosierung an und steigerte dann bis zur maximalen Dosis und ergänzte dann, wenn nötig, um ein zweites oder drittes Medikament.

    Jetzt lautet die Empfehlung, gleich mit einer Dreifachpille aus niedriger Dosierung von Sartan (oder ACE-Hemmer) + Diuretikum + Calciumantagonist zu beginne, das hat sich international als wirkungsvoller erwiesen. Da haben die Ärzte eigentlich auch schon gute Erfahrungen und wissen, wie sie bei welchem Ausgangsdruck behandeln.

    Bei den Calciumantagonisten gibt es die Studie, die Du oben zitiert hast, andererseits sind die auch bekannt als nützlich bei NDG, da sie die Durchblutung verbessern.

    Man muß also wieder abwägen, die letzte Entscheidung trifft der Patient, niemand wird zu etwas gewunden. Man muß ja auch die Folgen tragen.

    Ganz wichtig bei Glaukom ist es, die nächtliche Blutdrucksenkung im Auge zu behalten, wie Du ja sicher weißt, soll der nächtliche Blutdruck nicht unter 60 mm Hg abfallen.

    Mit Langzeitblutdruckmessungen ist es manchmal mühsam, ich habe mir wie einige andere auch ein eigenes Langzeitblutdruckmessung angeschafft.

    Was Deine Beobachtung zur Messung in der Praxis betrifft, habe ich beim letzen Mal die gleiche Erfahrung gemacht wie Du:

    Der Druck wurde mit Lufttonometer gemessen und in meinen Glaukompass eingetragen aber die Ärztin hat mir dann einen um 1 mm höheren Druck angesagt . Ich bin der Sache aber nicht weiter nachgegangen. Vielleicht hat die Assistentin den Druck abgelesen und der Computer hat das noch korrigiert, es ist ein Gerät, was auch die Hornhautdicke mißt.

    Gruß Malve

  • 2 Korrekturen: statt gewunden gezwungen (hattest Du Dir sicher schon gedacht)

    und nächtlicher Blutdruck nicht unter 60 bezieht sich auf den diastolischen Blutdruck.

  • Hallo Sabine,

    Bitte nutze die Zitatfunktion. Es wird sonst echt unübersichtlich.

    Irgendwie bin ich mit der noch am kämpfen... :D

    Hast Du dem AA nicht gesagt, dass die Arzthelferin einen anderen Druck gemessen und gesagt hat?

    Nee. Ich meine, der guckt in die Akte, kann da direkt sehen, was sein Personal gemessen hat, und teilt mir andere Werte mit. Das ist ja kein Versehen. Ich denke nicht, dass die direkte Konfrontation da hilfreich wäre.

    Hashimoto kann eine Bradykardie machen, ja. Aber es gibt halt auch noch andere Gründe für eine Bradykardie, die kardial bedingt sind. Und da sollte halt dann doch ein Kardiologe schauen.

    Der Kardiologe, der mich damals (ist jetzt fast 10 Jahre her) untersuchte, interessierte sich nicht weiter für die Ursachen, sondern stellte die Schrittmacherpflicht fest. Das wars dann auch.

    Lass Dir vom Hausarzt einen Dringlichkeitscode geben, rufe mit dem die 116117 an und lass Dir einen Facharzttermin beim Kardiologen geben. Muss, gesetzlich vorgegeben, innerhalb 4 Wochen innerhalb von 50km vom Wohnort möglich sein.

    Sie fanden aktuell keinen auf diese Tour. Ich auch nicht. Und der vor drei Jahren, den ich mit diesem Code aufsuchte, war derart besch... eiden, dass klar war, warum da Termine zu haben waren.

    Naja, eine Senkung auf systolisch 100 wäre ja auch nun völlig falsch! Man muss ja nicht bis in dne Keller auf Teufel komm raus senke

    Das wollte meine Internistin gerade machen, mit den o.e. drei Medikamenten. Deshalb ja mein Post hier, weil mir das ein wenig zu heftig vorkam. Verständlich wenns nur ums Herz ginge, aber sehen will man ja auch noch ein bischen können.

    LG
    Calaban

  • Hallo malve,

    Bei den Calciumantagonisten gibt es die Studie, die Du oben zitiert hast, andererseits sind die auch bekannt als nützlich bei NDG, da sie die Durchblutung verbessern.

    Hast du dafür eine Quelle? Und ich habe ja bereits reichlich Gesichtsfeldausfälle, die durchaus aktiv am arbeiten sind. Ich bin da eher geneigt vorsichtig zu sein, und auf eine vorherige Erhöhung des Herzschlags zu setzen.

    Mit Langzeitblutdruckmessungen ist es manchmal mühsam, ich habe mir wie einige andere auch ein eigenes Langzeitblutdruckmessung angeschafft.

    Was für ein Gerät hast du da? Ist das manschettenlos?

    Was Deine Beobachtung zur Messung in der Praxis betrifft, habe ich beim letzen Mal die gleiche Erfahrung gemacht wie Du:

    Der Druck wurde mit Lufttonometer gemessen und in meinen Glaukompass eingetragen aber die Ärztin hat mir dann einen um 1 mm höheren Druck angesagt . Ich bin der Sache aber nicht weiter nachgegangen. Vielleicht hat die Assistentin den Druck abgelesen und der Computer hat das noch korrigiert, es ist ein Gerät, was auch die Hornhautdicke mißt.

    Nee, das lief andersherum. Mir wurde an zwei unterschiedlichen Terminen vom selben Arzt ein jeweils 5 Punkte niedrigerer Wert genannt. Nicht höher! Und die anderen Ärzte nannten stets den Wert, den die Arzthelferinnen tatsächlich gemessen hatten.

    LG
    Calaban

  • Hallo malve!

    Zu den Calciumantagonisten schau mal im Forum mit der Suchfunktion zu Flammersyndrom. Da findest Du einiges.

    Danke, schau ich mir mal genauer an!

    Ich habe das PM 50 Manschettengerät. Hier im Forum wurden auch schon andere genannt musst mal suchen

    Manschettensysteme sind ja mein Problem. Ich habe kurze Oberarme mit einigem Umfang dank Lipödemen. Das ist selbst mit halbwegs passender Manschette extrem schmerzhaft und nach 2-3 Messungen nicht mehr auszuhalten. Ich bin denen im Aufwachraum deshalb praktisch von der Liege gesprungen. Leider gibts hier in der Gegend kaum Praxen, die manschettenlose 24-Stunden-Messungen anbieten.

    LG
    Calaban

  • Es gibt auch Handgelenkgeräte, mit denen man nachts messen kann. Hier im Forum wurde schon so eins genannt. Mir fällt der User Name gerade nicht ein. Vielleicht mal googeln???

  • Hallo malve,

    Es gibt auch Handgelenkgeräte, mit denen man nachts messen kann. Hier im Forum wurde schon so eins genannt. Mir fällt der User Name gerade nicht ein. Vielleicht mal googeln???

    Echt? Das schau ich gleich nach, hab noch nie von sowas gehört. Oder meinst du die Armbänder, wie Fitbit?

    Ich messe selbst nur mit kalibriertem Handgelenkgerät wegen der Schmerzen, aber im KH haben die sowas nicht, und die meisten Arztpraxen ja auch nicht.

    LG
    Calaban

  • Nein, das Fitbit meine ich nicht. Mir ist noch eingefallen, daß man bei jedem Manschettengerät (bei meinem auch) einstellen kann, in welchen Abständen das mißt.

    Vielleicht verträgst Du ja die Oberarmmessung, wenn in größeren Abständen gemessen wird, nachts mißt man ja ohnehin nur stündlich, das könnte man auch noch verlängern, dann vielleicht mehrere Messungen, damit man verschiedene Zeiten erfaßt.

    Gruß Malve

  • Hallo malve,

    Nein, das Fitbit meine ich nicht. Mir ist noch eingefallen, daß man bei jedem Manschettengerät (bei meinem auch) einstellen kann, in welchen Abständen das mißt.

    Also auch keine von den "Gesundheitsbändern". Ich hab gesucht, aber bisher nix gefunden.

    Vielleicht verträgst Du ja die Oberarmmessung, wenn in größeren Abständen gemessen wird, nachts mißt man ja ohnehin nur stündlich, das könnte man auch noch verlängern, dann vielleicht mehrere Messungen, damit man verschiedene Zeiten erfaßt.

    Auf der Schmerzskala ist das ungefähr eine 8/9 von 10 ( dieser Skala nach https://www.lebenshilfe.de/fileadmin/user…chmerzskala.pdf ). 8 ist so das typische Non-Profi-Gerät, 9 war das Ding das sie im KH benutzten. Ich hatte hinterher einen Arm, der vom Bizeps bis in die Armbeuge rundherum tiefblau war, und das für mehrere Wochen.

    Da sind die Abstände, in denen gemessen wird ziemlich egal, wobei alle drei Minuten eine Erfahrung war, die ich nicht nochmal machen will. Und davon unabhängig, mir schießt bei den Schmerzen ja auch der BD senkrecht in die Höhe, ab der zweiten dann schon aus reiner Erwartungshaltung. Als sie mich am Ende ohne weitere Messungen aufs Zimmer brachten, maß die Stationsschwester dann mit dem dortigen Gerät (für Leute mit meinem Problem ausreichend lange und breite Manschette) nach und kam auf 140/80 statt 235/155.

    LG
    Calaban

  • Da gibt es mehrere Geräte, die du durch googeln finden kannst.

    Z. B. OMRON NightView Handgelenk Blutdruckmessgerät für Tag und Nacht

    Einmal editiert, zuletzt von Sabine (7. Februar 2026 um 12:53) aus folgendem Grund: Werbung entfernt