Hoher Druck nach Kanaloplastik

  • Hallo an alle!

    Vielen Dank für die Erfahrungsberichte!

    Meiner Mama wurde vor 5 Wochen die Kanaloplastik rechts gemacht - am unoperierten Auge. Links haben wir eh zig OPs gehabt. Alles wenig schön.

    Vor der Kanaloplastik war der Augeninnendruck rechts bei höchstens 22 (mit Augentropfen Dorzo und Clonid).
    Jetzt 5 Wochen nach der Kanaloplastik ist der Druck bei 27 (mit den selben Augentropfen und Glaupax 2,5 Tabletten täglich).

    Wir verzweifeln… Am Freitag ist der Kontrolltermin in der Klinik.

  • Hallo Rusanna!

    Willkommen im Forum. Ich hab Dir mal ein eigenes Thema erstellt mit Deinem Post.

    Welches Glaukomform hat Deine Mama denn?

    Jetzt 5 Wochen nach der Kanaloplastik ist der Druck bei 27 (mit den selben Augentropfen und Glaupax 2,5 Tabletten täglich).

    Nach so einer OP wird üblicherweise Cortison getropft, z. B. Dexamethason. Tropft das Deine Mama auch?

    Es gibt Menschen, die sind sog. Cortisonresponser. D. h., dass diese Leute einen Druckanstieg durch die Anwendung von Cortison bekommen. Ist da vielleicht schon was bekannt?

    Bei der Anwendung von Glaupax müssen die Kaliumwerte im Blut regelmäßig kontrolliert werden. Ist das bekannt?

    Wo wurde die Kanaloplastik gemacht? Die nächste Kontrolle ist ja übermorgen. Das ist gut!


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine, vielen Dank!

    Mama hat ein Offenwinkelglaukom, PEX Glaukom.

    Die Kanaloplastik AbiC wurde im St. Gertrauden Krankenhaus in Berlin gemacht.
    Ja, sie tropfte ausschleichend die 5,5 Wochen nach der OP Dexa (mit Kortison).
    Interessanterweise war der Druck gestern bei der Messung (wo Dexa seit 3 Tagen nur noch 1x am Tag getropft wurde und eingestellt wurde) bei 20 - mit Luft gemessen.
    Heute im St. Gertrauden K. ist der Druck bei 18 - mit Kontaktgerät gemessen.

    Das macht mir einwenig Hoffnung, dass es vielleicht am Kortison liegt…

    Die Kanaloplastik wurde mit Katheter und Gel gemacht, ohne Faden. Der Kanal muss kollabiert sein, meinte die Ärztin. Was ist das? Verklebung?

    Ja, Mama nimmt Calinor, isst Bananen… sie verträgt Glaupax nicht gut (Durchfall, Schwindelgefühl, Übelkeit), aber aktuell gibt es keine andere Wahl.

    Im Krankenhaus wurde heute TA empfohlen. Nach meinem Einwand zu Dexa wurde entschieden 2 Wochen abzuwarten, wie der Druck sich entwickelt ohne Dexa.

    3 Mal editiert, zuletzt von Rusanna (9. Januar 2026 um 12:09)

  • Ich drück die Daumen, dass der Druck nur durch das Kortison gestiegen ist und nun unten bleibt. :thumbup:

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Ich drück die Daumen, dass der Druck nur durch das Kortison gestiegen ist und nun unten bleibt. :thumbup:

    Vielen Dank! Ich hoffendes so sehr… Ich kann nicht mehr. Fühlen und auch etwas im Stich gelassen von den Ärzten.

    Das Makulaödem (was sie von Latanoprost vor einigen Wochen bekommen hat und was dem Krankenhaus bekannt ist) am linken Auge wurde heute trotz OCT Aufnahme übersehen. Hätte meine Mutter nicht gefragt, ob das Ödem weg ist, hätte die Ärztin die Aufnahme sich nicht mal angeguckt…

    Furchtbar. Und das ist die beste Glaukom Klinik in Berlin. Eigentlich bin ich mit dem Krankenhaus zufrieden, aber heute war echt kein guter Tag.

  • Hallo Rusanna!

    Die Kanaloplastik wurde mit Katheter und Gel gemacht, ohne Faden. Der Kanal muss kollabiert sein, meinte die Ärztin. Was ist das? Verklebung?

    Damit meint man, dass der Kanal nicht mehr offen ist und somit nicht mehr funktionsfähig ist.

    Heute im St. Gertrauden K. ist der Druck bei 18 - mit Kontaktgerät gemessen.

    Wo liegt denn der Zieldruck?

    Im Krankenhaus wurde heute TA empfohlen. Nach meinem Einwand zu Dexa wurde entschieden 2 Wochen abzuwarten, wie der Druck sich entwickelt ohne Dexa.

    TA? Meinst Du eine TE (Trabekulektomie)?

    Wenn der Druck nun doch runter geht und der Zieldruck erreicht wird, wäre das natürlich am besten.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Sabine,


    tut mir leid für die späte Antwort.

    Das ist für mich schwer zu begreifen... Diese Nebenwirkung wurde so mit uns nicht kommuniziert . Vielleicht hätten wir dann Abstand zu dieser OP genommen. Der Druck war vor der OP nicht so dramatisch, wie jetzt nach der OP trotz 2,5 Tabletten Glaupax.

    Zieldruck würde ich behaupten müsste ohne Glaupax und mit Tropfen bei ca. 15/16 liegen, nicht mehr.

    Heute war er beim Augenarzt 23 - mit Luftgerät gemessen (trotz 2,5 Tabletten Glaupax und Augentropfen Dorzocomp 2x, Clonid Ophthal 2x und Nevarnak 1x).

    Entschuldigung! Ja, TE (Trabekulektomie) meinte ich.

    Am 23.01 ist der nächste Termin im Krankenhaus…

  • Hallo,

    ich dachte, der Faden im Schlemm'schen Kanal ist grade der Trick bei der Kanaloplastik. Ich hatte auf YT einen Film aus Sulzbach gesehen, wo gezeigt wurde, wie die Kanaloplastik gemacht wird.

    Durch die Fadenspannung wurde der Kanal offen gehalten.

  • Hallo,

    ich dachte, der Faden im Schlemm'schen Kanal ist grade der Trick bei der Kanaloplastik. Ich hatte auf YT einen Film aus Sulzbach gesehen, wo gezeigt wurde, wie die Kanaloplastik gemacht wird.

    Durch die Fadenspannung wurde der Kanal offen gehalten.

    Ja, so dachte ich auch. Aber in Berlin im St. Gertrauden Krankenhaus wird diese OP immer ohne Faden, aber mit Gel gemacht…


    Ich überlege mit Mama uns an eine andere Klinik (Erlangen, Salzbach…) zu wenden, die zumindest laut Internet Auftreten auf PEX spezialisiert sind… was sagt ihr?

    Habt ihr Erfahrung mit PEX Glaukom an anderen Kliniken?

    Einmal editiert, zuletzt von Rusanna (17. Januar 2026 um 21:39)

  • Hallo Rusanna!

    Ich überlege mit Mama uns an eine andere Klinik (Erlangen, Salzbach…) zu wenden, die zumindest laut Internet Auftreten auf PEX spezialisiert sind… was sagt ihr?

    Mir ist nicht bekannt, dass es Kliniken gibt, die auf PEX-Behandlung spezialisiert ist.

    Eine erfahrene Klinik kann bestimmt auch ein PEX-Glaukom behandeln.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Hallo Rusanna,

    Das Makulaödem (was sie von Latanoprost vor einigen Wochen bekommen hat und was dem Krankenhaus bekannt ist) am linken Auge wurde heute trotz OCT Aufnahme übersehen. Hätte meine Mutter nicht gefragt, ob das Ödem weg ist, hätte die Ärztin die Aufnahme sich nicht mal angeguckt…

    Woher wisst ihr, dass das MÖ von Latanoprost kommt?

    Wie alt ist denn deine Mutter (ungefähr)? Wie gesund ist sie denn, abgesehen vom Glaukom?

    Wenn man googlet wird Makulaödem im Zusammenhang mit Diabetes gesehen. Hat deine Mama Diabetes oder Prädiabetes?

    Ich finde es toll, dass du dich so kümmerst - und dass sie sich helfen lässt.

    Leider braucht man wohl auch jede Unterstützung, bei den Zuständen, die du beschreibst! Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche nach besserer ärztlicher Betreuung!

    VG Uli