Hallo, ich wollte mich mal vorstellen,
nachdem ich erstmal eine Zeit lang Stille Mitleserin war. Ich heiße Rebekka, bin 16 Jahre alt und gehe auf eine Sehbehindertenschule. Bei mir war ursprünglich der Graue Star das Problem, weswegen mir mit 6 Wochen beide Linsen entfernt wurden, da ich blind war. Aus dieser OP ist allerdings ein juveniles (kindliches) Sekundärglaukom entstanden. Dieses konnte man jedoch jahrelang mit Tropfen stabil halten. In dieser Zeit hatte ich einen Visus von RA 0,25 und LA 0,4 , Gesichtsfeldeinschränkungen, Nystagmus, und anderen eher ,,nebensächlichen" Krankheiten am Auge.
2022 wurde ich dann rechts wegen meinem Glaukom operiert, die Regenerationszeit war hart, aber ich bin irgendwann wieder beigekommen und konnte wieder normal zum Regelgymnasium gehen. Ab Juni 2024 halfen aber innerhalb von kürzester Zeit links die Tropfen nicht mehr und ich hatte mehrere Glaukomanfälle, die ich aber nicht so richtig selber erkannt habe, da sie alle ohne Schmerzen verliefen. Deswegen hatte ich im November 24 einen OP-Termin, bei der OP verlief dann alles eigentlich gut.
Doch im Januar hab ich auf einmal schlechter gesehen, Visus ist auf 0,08 RA und 0,1 LA gefallen, mein Gesichtsfeld ist auf ca 15 und 20 Grad geschrumpft, Blendempfindlichkeit und Nachtblindheit wurden sehr heftig. Inzwischen nutze ich fast täglich einen Langstock, anfangs vorrangig wegen meiner Nachtblindheit, da ich nur noch Lichter wahrnehme, jedoch habe ich inzwischen für mich herausgefunden, dass mir sehr vieles dadurch leichter fällt und nutze meinen Langstock nun auch sehr oft außerhalb der Nacht.
Zu dem aktuellen Schuljahr bin ich auf eine Sehbehindertenschule gewechselt und dort ist es um einiges einfacher. Ich muss dort nicht mehr für meine Rechte kämpfen und habe viele neue Freunde gefunden, die mich verstehen und nehmen, wie ich bin.
Viele Grüße und ich freue mich auf einen Austausch mit den Mitgliedern hier.