• Hallo,

    heute bekam ich die Diagnose "gruener Star/Glakom", momentan nur das linke Auge mit einem Druck von 28!

    Die Augentropfen bekomme ich morgen erst.

    Oh mein Gott, ich bin geschockt. Ich bemerke noch keine Sichtfeldeinschraenkung, zumindest nicht bewusst... abends sind die Augen muede.

    Und ich habe gelesen, dass kalte Hände und Füße nicht gut sind die habe ich natürlich, keine gute Durchblutung..

    Ist Gingko vllt gut?

    Ich habe große Angst vor Erblindung....

    Ich fange mal an, mich einzulesen, solange es noch geht 😪und wuerde mich ueber eine Antwort freuen.

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von AndreaJohanna (13. November 2025 um 21:27)

  • Willkommen in diesem Forum AndreaJohanna !

    Hast du niedrigen Blutdruck? Davon könnten die kalten Hände und Füße kommen. Unter Umständen kann dann die Durchblutung der Sehnverven eingeschränkt sein. Bei einem Hochdruckglaukom spielt das meines Wissens aber keine ganz so große Rolle wie beim Normaldruckglaukom (NDG).

    Dein Glaukom wurde erkannt, du bist in Behandlung, das ist schonmal gut. Vermutlich wirst du beim Augenarzt bald einen Gesichtsfeldtest machen, dann kann man erkennen, ob tatsächlich noch keine Einschränkungen vorhanden sind. Allerdings fällt der erste Test oftmal etwas zu schlecht aus, da man sich zuerst daran gewöhnen muss.

    Wichtig ist, dass du regelmäßig zur Kontrolle gehst (normalerweise vierteljährlich) und konsequent die drucksenkenden Tropfen nimmst. Teilweise haben sie Nebenwirkungen, notfalls kann man dann auf ein anderes Präparat wechseln. Auf jeden Fall kannst du selbst eine Menge zum Erhalt deiner Sehkraft beitragen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Danke für Deine Antwort, DieDa, ja mein Blutdruck ist eher niedrig, seit der Menopause friere ich noch mehr als vorher, kalte Füße fast immer... Grundsätzlich schlechte Durchblutung, beim Spaziergang bessert sich das kurzzeitig

    Nachts sicher uebel niedrig. Kann man dagegen was tun, vermutlich nicht?

    Hoffe, ich komme mit den Tropfen klar, die Augen sind empfindlich.

    Nuetzen bestimmte Nahrungsergaenzungsmittel?

    Nochmals danke.

  • Hattest du schon mal eine 24-h-Blutdruckmessung? Das läuft über den Hausarzt. Damit kann man feststellen, ob der Blutdruck tatsächlich nachts sehr abfällt. In dem Fall hilft es, abends viel zu trinken und salzreich zu essen. Auch mäßiger Sport ist abends gut, z.B. ein Spaziergang oder einige Minuten Gymnastik vor dem Schlafengehen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Liebe AndreaJohanna,

    herzlich Willkommen hier im Forum!

    Wurde die Diagnose allein anhand deines 28er Druckes gestellt?

    Das hielte ich dann nämlich für verfrüht.

    Wurde schon Bildgebung, also OCT, HRT usw gemacht und was wurde dort ggfs. festgestellt?

    Liebe Grüße und ängstige dich nicht zu sehr. Häufig stellt sich alles als nicht so dramatisch heraus, wie es im ersten Moment scheint.

  • Hallo Tanja, lieben Dank für Deine Antwort. Ich kenne diese Begriffe nicht, der Druck wurde, glaube ich, mit "Stossluft" gemessen. Dann hat die Aerztin geschaut und etwas ueber die Hornhaut gesagt, immer zu der Helferin, die das dann eingetippt hat.

    Ich hatte sie gestern Abend angeschrieben mit Fragen zu der Schädigung des Nerves u. Sichtfeld, ich soll jetzt zu einem Gespräch naechsten Donnerstag kommen. Habe dauernd Angst, dass ich plötzlich Sichtfeldbeschraenkungen bekomme..

    Vielleicht versuche ich mal einen Termin in Sulzbach in der Augenklinik zu bekommen aber vermutlich braucht man eine Überweisung.

    Liebe Grüße

    Andrea

  • Noch eine Frage. Ivh war die Augentropfen holen, Dorzolamid Micro Labs 20 mg. Im Beipackzettel steht, dass man sie nicht nehmen darf, wenn man schkn einmal Nierensteine hatte. Ivh hatte schon mehrfach welche, musste deshalb schon einmal operiert werden. Die Arztpraxis hat natürlich schon zu....

    Soll ich trotzdem?

  • Hallo AndreaJohanna!

    An deiner Stelle würde ich dann bis Montag warten und mit dem Arzt Rücksprache halten!

    Auch wenn es für dich jetzt komisch klingen mag,aber da kommt es jetzt tatsächlich nicht auf die 3 Tage an! Natürlich ist die Behandlung mit den Tropfen wichtig, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass sich der Zustand deiner Augen bis Montag verschlechtert!

    Zudem...wenn ich dich richtig verstanden habe,hast du ja am Donnerstag einen Termin bei deiner AÄ,die dir dann hoffentlich einige Fragen beantworten wird! Im übrigen dauert es meistens eh 4-6 Wochen, bis die Tropfen ihre Wirkung entfalten!

    Sollte dir dennoch etwas komisch vorkommen, solltest du natürlich eher einen Arzt aufsuchen! Mach dich nicht zu sehr verrückt und versuche was Schönes zu machen,irgendwas,was dich ablenkt!

    Liebe Grüße, Christine

  • Vielen Dank, Christine, Deine Zeilen helfen mir ein wenig. Ich bin in der Angst gefangen gerade. Ich habe schon genug andere "Baustellen", das hat novh gefehlt...

    Die haben mir doch noch per Mail geantwortet, ich soll mit den Tropfen warten bis zu dem nächsten Donnerstag. Hat allerdings eine Helferin geschrieben...

    Versuche, mich etwas abzulenken.

    Nochmals danke ❣️

  • Hallo,

    ich kann sehr gut nachempfinden, wie es dir bei der Nachricht geht. Ich habe das auch erlebt, das war 2014.
    Diagnose war Glaukom (AID ca. 25) im weit vorangeschrittenen Stadium, Gesichtsfeldeinschränkung am linken Auge die ich vorher gar nicht wahrgenommen habe, rechts noch okay. Seit dem tropfe ich täglich mehrfach und gehe alle drei Monate zur Kontrolle.

    Die gute Nachricht, seit dem ist der Zustand weitgehend stabil, immerhin seit nun über elf Jahren. Es ist lästig, aber ich habe keine Alltagsprobleme und keinerlei gefühlte Einschränkungen, kann alles machen und normal leben. Ich hoffe, daß das noch weitere Jahrzehnte so weiter geht -;) , mit der Zeit wird man da optimistisch.
    Fazit: wenn es gut behandelt wird und keine weiteren großen systemischen Probleme dazu kommen, dann kann man gut damit leben. Es gibt weit schlimmere Diagnosen, da habe ich in meinem Umfeld leider einiges erlebt. Man lernt das zu relativieren, ich zumindest.
    Ich habe übrigens in der weiteren Therapie eine Schlafapnoe diagnostiziert bekommen und schlafe seit dem auch schon einige Jahre mit so einer CPAP Maske. Auch daran gewöhnt man sich.

    Also, bleibe optimistisch.

    Ich weiß nicht, ob dir das nun ein wenig hilft... , alles Gute

  • Herzlichen Dank für Deine Antwort, Frank. Wenn 64 Dein Geburtsjahr ist, sind wir gleich alt. Und Deine Geschichte habe ich gleich mehrfach gelesen. Sie klingt gut und gibt Hoffnung. Ich hoffe nur, dass ich die Tropfen vertrage, meine Augen sind so empfindlich, es wird sich zeigen.

    Nochmals lieben Dank und auch Dir alles Gute, moege alles so bleiben, wie es ist!!

  • Kleiner Hinweis, wenn deine Augen empfindlich sind: Beginne direkt jetzt dir Befruchtungstropfen zu besorgen (gibt es hier einen eigenen Thread). Ohne wirst du mit Glaukomtropfen höchstwahrscheinlich nicht glücklich.

  • Das ist ein guter Ratschlag. Mit der Hylo-Serie (auch hylo gel, duo, etc.) kommen viele hier gut klar. Aber es ist ein try & error und man muss es über ein paar Wochen versuchen.

  • Hallo,

    ich kann sehr gut nachempfinden, wie es dir bei der Nachricht geht. Ich habe das auch erlebt, das war 2014.
    Diagnose war Glaukom (AID ca. 25) im weit vorangeschrittenen Stadium, Gesichtsfeldeinschränkung am linken Auge die ich vorher gar nicht wahrgenommen habe, rechts noch okay. Seit dem tropfe ich täglich mehrfach und gehe alle drei Monate zur Kontrolle.

    Die gute Nachricht, seit dem ist der Zustand weitgehend stabil, immerhin seit nun über elf Jahren. Es ist lästig, aber ich habe keine Alltagsprobleme und keinerlei gefühlte Einschränkungen, kann alles machen und normal leben. Ich hoffe, daß das noch weitere Jahrzehnte so weiter geht -;) , mit der Zeit wird man da optimistisch.
    Fazit: wenn es gut behandelt wird und keine weiteren großen systemischen Probleme dazu kommen, dann kann man gut damit leben. Es gibt weit schlimmere Diagnosen, da habe ich in meinem Umfeld leider einiges erlebt. Man lernt das zu relativieren, ich zumindest.
    Ich habe übrigens in der weiteren Therapie eine Schlafapnoe diagnostiziert bekommen und schlafe seit dem auch schon einige Jahre mit so einer CPAP Maske. Auch daran gewöhnt man sich.

    Also, bleibe optimistisch.

    Ich weiß nicht, ob dir das nun ein wenig hilft... , alles Gute

    Danke Frank! Ich bin in einer ähnlichen Situation wie die Verfasserin dieses Beitrags. In ein paar Tagen musss ich erneut zum Augenarzt, um OCT und Gesichtsfelduntersuchungen zu machen. Seitdem vor ca. 6 Wochen die Diagnose "Glaukom" aufgerufen wurde, stand mein Leben kurzzeitig Kopf. Angst hat sich breit gemacht. Deshalb ist es schön zu lesen, dass es hier auch Leute gibt, bei denen die Therapie funktioniert und die offensichtlich sogar gut mit der Krankheit leben. Danke!

  • Ja, danke, ich hatte in der Apotheke bereits gefragt und Hylo comod mitgenommen. Die versuche.ich.

    Am besten ca. 15-20 Minuten vor den drucksenkenden Tropfen nehmen, dann wieder etwa eine halbe Stunde danach. So verträgt man die Tropfen besser. Ansonsten je nach Bedarf - kommt darauf an, wie trocken deine Augen sind.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Danke Dir!! Ich soll die verordneten Tropfen doch nicht nehmen wg der Nierensteine, das hatte mir die Helferin geschrieben.

    Naechsten Donnerstag soll ich mit der Aerztin ueber eine Alternative sprechen. Jetzt habe ich dauernd Schiss, dass ich ploetzlich Ausfaelle habe...

    Wie dämlich kann man sein, so lange nicht beim Augenarzt vorstellig zu sein.... Obwohl ich mich erinnere vor ca 5 Jahren mal beim Notdienst gewesen zu sein, da ich immer so einen Punkt sah "mouche volantes", harmlos. Sollte dabei der Druck gemessen worden sein, war er noch ok zu der Zeit. I don't know...

  • Gut, dass du auf die Nierensteine als Kontraindikation geachtet hast. Dafür kannst Du Dir ein Lob erteilen. Ansonsten entspanne Dich. In einer Woche passiert nichts Irreversibles. Überhaupt schreitet ein Glaukom nur ganz langsam voran.

    Gruss Malve