Ständig Gesichtsfeldkontrollen

  • Hallo!

    Vor sehr langer Zeit hatte ich mal in das Forum geschrieben.

    Bin 45 Jahre alt und habe einen sehr großen Sehnerv und er sieht blass aus und wie ein Glaukom.

    Auch bin ich stark kurzsichtig 6 und 7 dpt. .

    War sehr lange Zeit bei einem sehr guten Augenarzt, der gemeint hat das wäre angeboren, dass der Sehnerv so aussieht aber kein Glaukom ist.

    Leider ist der Augenarzt dann in den Ruhestand und bei dem neuen Augenarzt hat sich dann das HRT verändert und darauf hin bin ich dann 2018 in die Augenklinik nach Freiburg zu Prof. Lagreze

    In dem Bericht den ich von dort bekommen habe steht der Sehnerv ist aufgrund der höheren Myopie beidseitig auffällig, jedoch nicht pathologisch verändert. Eine Veränderung des Sehnervenbefundes ist nicht zu erwarten.

    Jetzt bin ich schon längere Zeit bei einer Augenärztin und sie meint obwohl ich den Bericht von Prof. Lagreze ihr gegeben habe es wäre alles in Ordnung aber der Sehnerv wäre blass und macht mich ganz verrückt damit.

    Der Sehnerv hat aber 2018 in Freiburg doch auch blass ausgesehen und das möchte sie mir nicht glauben.

    Ich soll einmal im Jahr kommen und dann möchte sie immer bei beiden Augen das Gesichtsfeld kontrollieren.

    Letztes mal war das Gesichtsfeld in Ordnung und das Gesichtsfeld wurde schon extrem oft kontrolliert und ist schon 16 Jahre in Ordnung.

    Meine Frage ist, kann es sein, weil ich über meine Eltern privat versichert bin, dass sie ständig diese Gesichtskontrollen machen möchte, nur damit sie verdient und es eine Geld macherei ist?

    Ich finde das extrem anstrengend beide Augen an einem Tag zu kontrollieren und habe immer Angst, dass ein falsches Ergebnis heraus kommen könnte.

    Bei dem anderen Augenarzt wurde immer nur ein Auge gemacht und erst beim nächsten Termin dann das andere Auge.

    Danke, für die Antwort!

    Christina

  • Einmal im Jahr das Gesichtsfeld zu prüfen hat für mich persönlich nichts mit "Geldmacherei" zu tun. Soweit mir bekannt sind die abrechenbaren Kosten 15 Euro - und das für den Aufwand den Test zu machen um dann auch noch die Bilder gegen über zu stellen und eventuelle Veränderungen zu suchen.

    Bei mir wird 2 x vom regulären Augenarzt das Gesichtsfeld gemacht und in der Uni Würzburg 2 x im Jahr jeweils 3 verschiedene Arten von Gesichtsfeld bzw. Größe/Helligkeitsunterschiedlichkeit der Leuchtpunkte.

    So haben die Ärzte bei mir entdeckt dass nicht nur alles stabil bleibt - was bei einem Glaukomi schon viel ist - sondern sich auch noch Leben in Zellen einschleicht, welches nicht vorhersehbar war.

    Für jeden von uns ist das Gesichtsfeld anstrengend. Meine Augen sind Tage danach noch fertig. Aber alle diese Untersuchungen helfen einem Arzt eine Diagnose treffen zu können.

    Ich finde Deine Ärztin verantwortungsbewusst wenn sie bei einem auffälligen Sehnerv regelmässig ein Gesichtsfeld macht. Ich war von einem Moment auf den anderen auf einem Auge blind, und glaube mir, Du möchtest das nicht erleben!

    Gruß von Katzenstube

    2 x Duokopt - 1 x Monoprost - 3 x Clonid Opthal Sine 1/8

    Einmal editiert, zuletzt von Katzenstube (13. November 2025 um 11:18)

  • Hallo Katzenstube !

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Es tut mir sehr leid, dass du auf einem Auge blind bist.

    Ich denke, dass du Recht hast, und die Ärztin verantwortungsbewusst ist.

    Aber ich habe immer so Angst, wenn man an einem Tag beide Augen kontrolliert, dass ein falsches Ergebnis heraus kommt, und die Ärztin dann meint, dass ich tropfen soll.

    Denn es ist für mich immer extrem anstrengend, beide Augen auf einmal zu machen!

    Meinst du ich könnte in der Praxis fragen, ob immer nur ein Auge kontrolliert wird, und beim nächsten Termin dann das andere?

    Ein anderer Augenarzt hat das viele Jahre immer so gemacht.

    Liebe Grüße

    Christina

  • Das ist alles ein Thema der Absprache und vermutlich kein Problem.

    Ich habe als Glaukomi den Eindruck dass unsere Augen - selbst wenn sie chronisch krank sind - vieles an Belastung ertragen. Und diese Belastung führt nicht zwangsläufig zu einer hohen Druckerhöhung.

    Selbst wenn die Ärztin sagen würde "Tropfen" sind angesagt, dann geht die Welt nicht unter. Würde die Ärztin dann später merken dass der Druck sehr niedrig ist, dann würde sie vermutlich die Tropfen wieder absetzen. Lieber eine Portion Tropfen zu viel als zu wenige. Absetzen kann man Tropfen immer - aber später sagen "hätte ich nur....." geht leider nicht mehr.

    Gruß von Katzenstube

    2 x Duokopt - 1 x Monoprost - 3 x Clonid Opthal Sine 1/8

  • Hallo Katzenstube!

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

    Also vor 16 Jahren habe ich von einem Augenarzt eine Fehldiagnose bekommen .Er hat mir gesagt, dass ich Glaukom hätte und ich tropfen soll, obwohl das ja gar nicht stimmt !

    Ich habe dann eine Zeit lang getropft und in der Zeit ist es mir extrem schlecht gegangen.

    Deswegen habe ich extrem Angst vor dem Tropfen und möchte es erst machen, wenn man auch ganz sicher ist, dass es richtig ist zu tropfen.

    So bald die Ärztin sagt, dass ich tropfen soll, würde ich wieder nach Freiburg zu dem Prof. Lagreze gehen und ihn fragen, was er dazu meint. Denn zu diesem Professor habe ich ein großes Vertauen.

    Liebe Grüße von Christina

  • Hallo Lifeline,

    dann hast Du doch schon Deinen "Schlachtplan" für Dich entdecken können.

    Bei mir scheint es so zu sein, dass zum Rauchen auch meine Ernährung und anderes beigetragen haben. Denn irgendwie ist es schon komisch, dass einige Jahre nach Ende meiner Raucherkariere und pünktlich zur Ernährungsumstellung und genauer Beobachtung des Blutdruckes (eine Person bringt den in Wallung - ansonsten ist der immer gut) aber diese Begegnungen mit dieser Person reichen im Sommer einmal täglich für TabulaRasa beim Blutdruck. Seit Minigabe von Medikament ist auch der Augeninnendruck ein vielfaches besser.

    Du kannst auf diese Punkte achten und hast etwas in Sachen Vorsorge getan, auch regelmässig Checks beim Hausarzt.

    Gruß von Katzenstube

    2 x Duokopt - 1 x Monoprost - 3 x Clonid Opthal Sine 1/8

  • lifeline ich kann da Katzenstube nur zustimmen. Einmal im Jahr ein Gesichtsfeldtest ist wirklich nicht viel. Bei mir wird er etwa alle 9 Monate in der Augenklinik und zusätzlich einmal jährlich bei der Augenärztin gemacht - auch immer beide Augen hintereinander. Ja, das ist anstrengend, aber mir ist diese Kontrolle extrem wichtig. Wenn du darum bittest, nur ein Auge zu prüfen und das andere ein Vierteljahr später würde deine Augenärztin vermutlich zustimmen.

    Falls du doch tropfen musst, gibt es da ja sehr unterschiedliche Tropfen und man kann sicher welche finden, die du einigermaßen gut verträgst.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Dieda!

    danke für die Antwort.

    Ja, das ist eine gute Idee !

    Da bin ich mal gespannt, wenn ich die Augenärztin frage, ob nur ein Auge kontrolliert werden kann, und dann das andere ein Vierteljahr später, ob sie sich darauf einlässt oder nicht.

    Erst im März muss ich wieder zur Augenärztin

    Liebe Grüße

    Christina

  • Hallo lifeline!

    Leider ist der Augenarzt dann in den Ruhestand und bei dem neuen Augenarzt hat sich dann das HRT verändert und darauf hin bin ich dann 2018 in die Augenklinik nach Freiburg zu Prof. Lagreze

    Wichtig fände ich, dass eben auch die bildgebende Zusatzdiagnostik weitergeführt wird 1x jährlich. Also HRT oder OCT.

    Was wurde denn gemacht? HRT ist heutzutage nicht mehr so ganz aktuell.

    So bald die Ärztin sagt, dass ich tropfen soll, würde ich wieder nach Freiburg zu dem Prof. Lagreze gehen und ihn fragen, was er dazu meint. Denn zu diesem Professor habe ich ein großes Vertauen.

    Das habe ich auch. Ich wurde 4x von ihm mit dem Laser operiert. Der weiß schon was er tut!

    LG
    Sabine