Starke Gesichtsfeldverschlechterung Anfang 20 (Drusenpapillen)

  • Hallo ihr Lieben :)

    Ich lese hier schon länger ein bisschen mit und möchte heute mal selber ein Thema teilen - auf der Suche nach Menschen, denen es vielleicht ähnlich geht/ging und die ihre Erfahrungen teilen könnten.

    Ich bin Anfang 20 und bei mir sind bereits seit Kindesalter ausgeprägt Drusenpapillen bekannt.

    Für diese bin ich schon lange in regelmäßiger Kontrolle - die Gesichtsfeldeinschränkungen begannen als ich 16 war, waren dann lange recht stabil gering ausgeprägt. Nun bin ich 23 und seit knapp einem Jahr kommt es schubweise immer weiter zu starker Verschlechterung, zudem habe ich seitdem immer wieder starke Augenschmerzen, obwohl die Drusen ja eigentlich keine Schmerzen verursachen sollen. Meine Augeninnendrücke sind immer normal gewesen, ich tropfe mit Acetazolamid, um das Fortschreiten des Normaldruckglaukoms zu verlangsamen.

    Auf dem linken Auge (hier sind die Drusenpapillen ausgeprägter) habe ich mittlerweile einen Sehverlust des kompletten nasalen Gesichtsfelds + zusätzlich periphere Ausfälle. Im rechten Auge schleichen sich die Gesichtsfeldverluste von peripher ein.

    Im OCT sieht man, dass die Retinale Nervenfaserschicht bei beiden Augen über den gesamten Sehnerv hin stark verringert ist (es gibt da ja diese runde Anzeige - da ist bei mir alles rot). Außerdem habe ich VEP-Latenzverzögerungen in beiden Augen.

    Die Ärzte sagen mir natürlich regelmäßig, dass man nur kontrollieren und tropfen kann und ansonsten warten muss, wie es weitergeht. Ehrlich gesagt bin ich etwas verzweifelt.

    Meine Frage: Hat jemand ähnliches erlebt? Wie ging es weiter? Gibt es Dinge, die ihr noch tun würdet - ggf. noch andere Untersuchungen?

    Vielen Dank für eure Antworten!

    efeu321 :)

    2 Mal editiert, zuletzt von efeu231 (11. November 2025 um 10:08)

  • Hallo efeu321,

    da hast Du ja wirklich eine spezielle Erkrankung. Wenn es da keine spezielle Behandlung gibt, ist das ja wirklich besonders schlimm.

    Und verständlich, daß Du nach Möglichkeiten suchst, die Dir helfen könnten.

    Drusen kann man ja im Auge an verschiedenen Stellen haben, meist an der Macula (bei der Erkrankung AMD), seltener unter dem Sehnerven. So weit ich das verstehe, sind das sehr ähnliche Substanzen.

    Für die AMD Patienten wird empfohlen, möglichst wenig Zucker oder andere schnell verwertbare Kohlenhydrate zu verzehren, da dies die Drusenentwicklung begünstigen kann.

    Also die Ernährung mehr in Richtung wenig Kohlenhydrate und mehr Eiweiß, also wenig Reis, Nudeln, Kartoffeln, kein Zucker, aber reichlich Gemüse, Fisch, Fleisch, Eier, Erbsen, Bohnen, Linsen und gesunde Fette. Daswäre ja auch die Empfehlung für eine gesunde Ernährung und würde nichts schaden.

    Dann würde ich nachdenken, was den Sehnerven stützen und entlasten kann.

    Drucksenkende Tropfen bekommst Du ja bereits. Wichtig wäre noch eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Antioxidantien. Das spielt ja auch bei Glaukom eine große Rolle. Nicht immer ist das mit der Ernährung ausreichend abgesichert.

    Dazu findest Du unter der Suchfunktion (das ist die Lupe oben rechts) viele Informationen, was aus unserer Sicht an Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein kann.

    Wenn Du weitere Fragen hast, melde Dich einfach wieder.

    Ansonsten, wie Mascha Kaleko sagte "Sei klug und glaub an Wunder".

    Viele Grüße Malve

  • Vielen Dank für Deine liebe Antwort malve ! :) Ich werde mich da mal ein bisschen mehr mit Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigen - an der Ernährung bin ich schon dabei, das interessiert mich sowieso sehr. Alles, was einem so gut tut, ist hier bestimmt auch für den Sehnerv sinnvoll.

    Wer weiß, was die Medizin in den nächsten Jahren noch hoffentlich für Fortschritte machen wird...

    Liebe Grüße an Dich!

  • Hi efeu231,

    ich bin nur sporadisch im Forum und gerade über diesen Eintrag gestolpert! Das kommt mir bekannt vor!

    Bin Mitte 20, hatte Anfang diesen Jahres einen Sehsturz, das war ein ziemlich traumatisches Ereignis. Bin dann ins Krankenhaus und wurde vorläufig mit einer Augenentzündung diagnostiziert, am Tag darauf mit Pigmentdispersionssyndrom, nach ein paar mehr Tests mit Pigmentglaukom mit Gesichtsfeldausfällen. Im Zuge dessen sind auch die Drusenpapillen ans Licht gekommen, die bei mir auch vor allem links ausgeprägt sind und Probleme machen. Habe auch v.a. links regelmäßig Augenschmerzen, in Form eines "Stechens". Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal auf der Station war und das OCT Resultat vorgelegt bekommen hat, da war links alles rot, und das hat mich einfach fertig gemacht weil ich es weder gemerkt hatte noch kommen sehen hab.

    Ich bin momentan alle 3 Monate zur Glaukomkontrolle beim AA, habe OS und OD Hydrus Stents eingesetzt. Obwohl ich keine bekannten Vorerkrankungen habe, hat meine Neurologin gerade Blut gewittert, was den Blutdruck angeht, mal schauen, wie das weitergeht... Ich weiß gar nicht, was ich noch an Tipps hätte, ich merke aber, dass jegliche Kopfunterhaltungen enorm schädlich sind und zu Augenschmerzen führen, daher versuche ich das beim Sport, Putzen, etc. zu vermeiden, wo es nur geht. Ich habe aufgrund der Augenschmerzen auch regelmäßig Kopfschmerzen, da nehme ich Seractil. Ich nehme täglich einige Vitamine, u.a. Omega 3, und bin mit der Routine sehr happy. Ins Thema Ernährung habe ich noch nicht genauer reingeschaut, das ist auch ein guter Hinweis.

    Liebe Grüße!

    Einmal editiert, zuletzt von luan99 (7. Dezember 2025 um 22:58)