• Ich war beim Augenarzt wo ein Oct gemacht wurde. Mir wurde gesagt, dass mein Sehrnerv grenzwertig verdünnt ist und man das einfach beobachten muss.

    Sprich wieder in einem Jahr vorbeikommen.

    So jetzt stehe ich da mit den ganzen Bildern vom Sehnerv etc. und mir wurde nichts erklärt.

    Kennt sich hier jemand aus und kann mir sagen was die Bilder genau bedeuten.


    Ich mein jemanden sagen, dass man vielleicht erblindet und nicht ins Detail geht ist schon sehr fragwürdig.

  • Hallo As!

    Willkommen im Forum.

    Im OCT ist der Sehnerv schon auffällig. Nur leider ist halt nicht zu sagen, ob das bei Dir schon immer so war oder ob das eben eine Verschlechterung ist. Wurde denn gesagt, dass Du ein Glaukom hast?

    In dem einen Befund steht, dass Dein Augeninnendruck (AID) 16/16 war. Der ist ja, vom Grundsatz her, im Normbereich. Wie wurde der AID gemessen? Dann ist da natürlich die Frage, ob der AID schwankt und ggf. irgendwann höher ist? Wurde mal ein Tagesdruckprofil (TDP) vorgeschlagen oder gemacht?

    Bestehen andere Vorerkrankungen? Nimmst Du Medikamente?


    Ich mein jemanden sagen, dass man vielleicht erblindet und nicht ins Detail geht ist schon sehr fragwürdig.

    Da stimme ich Dir komplett zu. Aber Dir wird am allermeisten ein erneutes Gespräch mit dem AA helfen.

    Ich würde da noch mal einen Termin ausmachen und um Aufklärung bitten.


    Viele Grüße
    Sabine

  • Die Ärztin hat zuerst nur gesagt man muss es beobachten. Auf meine Frage was den das Schlimmste ist was passiert kann, meinte sie „Grüner Star“.

    War mein erstes OCT Scan. Vor 1,5 Jahren wurde bei mir kein OCT gemacht. ich weiß nicht wie die Methode heißt bzgl dem Augendruck

    aber ich habe so gelbe Augentropfen bekommen damit meine Pupillen sich weiten. Danach hat die Ärztin mir mit einem sehr hellen Licht ins Auge

    geleuchtet. Außerdem gabs noch einen Test, wo sie mit einem Gegenstand „ins Auge“ gefahren ist. Tagesdruckprofil wurde weder gemacht noch vorgeschlagen. Ich nehme nur ab und zu Tabletten gegen meine Pollenallergie. Vorerkrankungen habe ich keine.

    2 Mal editiert, zuletzt von Sabine (8. September 2025 um 18:30)

  • Hallo As, ich finde, Du hast einen sehr dicken Sehnerven und zwar beidseits. Die AÄ hat dich gründlich untersucht und keine Auffälligkeiten gefunden,sonst hätte sie es dir ja gesagt. Und nur aus dem OCT allein lässt sich kein Glaukom diagnostizieren Warum überhaupt ein OCT gemacht wurde, erschliest sich mir nicht. Es ist halt auch eine lukrative Untersuchung für die Praxis.

    Ich finde, Du könntest Dich ruhig zurücklehnen und das nächste OCT in einem Jahr abwarten.

    Gruß Malve

  • Hallo As!

    aber ich habe so gelbe Augentropfen bekommen damit meine Pupillen sich weiten. Danach hat die Ärztin mir mit einem sehr hellen Licht ins Auge

    geleuchtet. Außerdem gabs noch einen Test, wo sie mit einem Gegenstand „ins Auge“ gefahren ist. Tagesdruckprofil wurde weder gemacht noch vorgeschlagen. Ich nehme nur ab und zu Tabletten gegen meine Pollenallergie. Vorerkrankungen habe ich keine.

    Gelbe Tropfen sind eigentlich die Tropfen, die vor der Applanationstonometrie getropft werden. Was Dir da genau gegeben wurde, kann ichso natürlich nicht beurteilen.

    Das sehr helle Licht dient eigentlich dazu, um den Sehnerv anzuschauen.

    Mit was wurde Dir da denn "ins Auge" gefahren?

    Viele Grüße
    Sabine

  • War das, was "ins Auge gefahren" wurde, mit einem blauen Licht? Dann war es die Druckmessung, für die auch die gelben Tropfen benötigt werden. Damit weiten sich allerdings nicht die Pupillen.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo AS,

    ich weiß nicht, ob Dir bewußt ist, dass Du ziemlich große Sehnervenköpfe hast!

    Auf dem Ausdruck, den Du eingestellt hast, sind BMO areas von 2,24/2,42mm2 verzeichnet. Das entspricht Papillenflächen von ca 2,7/ 2,9 mm2.

    Falls Dir das nicht klar war - keine Sorge: große Papillen, auch Makropapillen genannt, sind angeboren, wie kleine oder große Füße und also solche keine Krankheit!

    Auch ich habe großen Papillen, also weiß ich, wovon ich rede!

    Das Problem dabei ist, dass Makropapillen oft große Exkavationen haben und deswegen glaukomatös geschädigt aussehen. Wenn das ein AA bei der Untersuchung an der Spaltlampe entdeckt, dann ist es auf Anhieb schwierig zu entscheiden, ob diese Aushöhlungen einfach mit der Makropapille zusammenhängen oder ob sie eben doch durch ein Glaukom, also zu hohen Augeninnendruck, entstanden sind.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das der Grund war, warum Deine AA dieses OCT gemacht oder veranlasst hat!

    Hat sie Dir dazu denn nichts gesagt?

    Zu den Auswertungen, als Laie - versteht sich: - die Details solltest Du mit Deiner AA besprechen!

    Das Spectralis-OCT vermisst glaukomrelevante Strukturen an verschiedenen Stellen des Auges:

    Das Prinzip dabei ist, dass die bei Dir gemessenen Werte ausgewiesen und verglichen werden mit denen von gesunden Probanden. Deren nach Alter, Ethnie, Fehlsichtigkeit, Sehnervengröße etc. diffenzierte Werte hat das Gerät in einer Datenbank gespeichert. Mit diesen Werten werden Deine Werte verglichen und dann nach dem Ampelprinzip in grün/gelb/rot klassifiziert.

    Die einzelnen Untersuchungen - siehe Deine Ausdrucke sind:

    • die minimale Randsaumweite (MRW) bezieht sich auf den Sehnervenkopf. Diese Messung ist von der Papillengröße abhängig!
      Da hast Du an verschiedenen Stellen gelb markierte, also grenzwertige Bereiche.
      Bei großen Papillen wie Deinen, kann der Randsaum von Natur aus dünner sein, da die Exkavation größer ist.
      Folglich kann es da Werte geben im unteren Normberreich, ohne dass ein Glaukomschaden vorliegt!
      Aber beobachten sollte man das!
    • die retinale Nervenfaserschicht (RNFL)
      die wird in einem bestimmten Abstand rund um die Papille gemessen, ist also unabhängig von der Papillengröße.
      da hast Du überall grasgrüne Werte, also ein dickes Nervenfaserpolster!
      Nur TS rechts ist grenzwertig (gelb) markiert.
      Darüber würde ich mir aber keine Sorgen machen, das kann schon immer so gewesen sein! Bei Folgemessungen wird man sehen, ob sich daran etwas ändert.
    • die Makuladickenkarte bei Dir scheint mir unverdächtig normal!

    Informieren zu all dem kannst Du Dich hier:

    https://media.heidelbergengineering.com/uploads/Products-Downloads/200558-001_SPECTRALIS_Brochure_Glaucoma-Toolkit_DE.pdf

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel.

    Besprich das am besten in Ruhe mit Deiner AA.

    Behalte das mit den Makropapillen im Hinterkopf und vor allem bewahre diese OCT-Ausdrucke auf!

    Falls Du irgendwann mal den AA wechseln solltest, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass der Glaukomverdacht wieder hochkommt.

    Aber dann hast Du Vorbefunde und man kann vergleichen, ob sich was verändert hat!

    Ansonsten wird man das sicher einige Zeit beobachten - so war bzw. ist das auch bei mir - das OCT jährlich wiederholen, möglichst am selben Gerät ist sinnvoll, auch wenn es kostet!

    Wenn sich an Deinem Befund nichts verändert, dann hast Du kein Glaukom, sondern einfach nur große und auffällige Sehnerven.

    So wünsche ich Dir das!

    Liebe Grüße

    Chanceline

  • War das, was "ins Auge gefahren" wurde, mit einem blauen Licht? Dann war es die Druckmessung, für die auch die gelben Tropfen benötigt werden. Damit weiten sich allerdings nicht die Pupillen.

    Ja Genau, mit einem blauen Licht. Vielleicht habe ich was falsch verstanden mit den Pupillen :).

    Einmal editiert, zuletzt von As1996 (9. September 2025 um 08:43)

  • Hallo As!

    Gelbe Tropfen sind eigentlich die Tropfen, die vor der Applanationstonometrie getropft werden. Was Dir da genau gegeben wurde, kann ichso natürlich nicht beurteilen.

    Das sehr helle Licht dient eigentlich dazu, um den Sehnerv anzuschauen.

    Mit was wurde Dir da denn "ins Auge" gefahren?

    Viele Grüße
    Sabine

    Ich glaube es war so ein 'Stab' mit einem blauen Licht.

  • Danke dir für die detaillierte Aufklärung.

  • As1996 Dann war das mit dem blauen Licht die Druckmessung. Bei einer Pupillenerweiterung ist man übrigens mehrere Stunden lang extrem lichtempfindlich und sieht sehr undeutlich. Ich kann dann nur mit Sonnenbrille und Schirmmütze rausgehen. Nach der Druckmessung ist das nicht der Fall.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.