Bevorstehende Katarakt-OP, Pupille erweitern?

  • Hallo Ihr Lieben,

    bei mir wurde jetzt am rechten Auge eine Katarakt-OP durchgeführt, da ich ein Engwinkelglaukom habe.

    Bei einer Katarakt-OP wird ja normalerweise die Pupille groß getropft.

    Aber beim Engwinkelglaukom kann die Pupillenerweiterung doch einen Glaukom-Anfall auslösen.

    Vor der Operation sagte ich, sie sollen die Pupille nicht erweitern. Die Arzthelferin ließ also die Tropfen weg.

    Auf dem OP-Sessel wurde wohl aber doch die Pupille erweitert, die andere Arzthelferin sagte, wenn die Pupille nicht erweitert ist, kriegen wir die Linse nicht rein.

    Das leuchtet mir auch ein.

    Im Arztbrief steht:

    "Der intraoperative Verlauf zeigte sich bei flacher Vorderkammer und kleiner Pupille erschwert, aber komplikationslos."

    Demnächst ist der Operationstermin für das linke Auge. Soll ich dann überhaupt sagen, dass ich ein Engwinkelglaukom habe und die Pupillenerweiterung einen Anfall auslösen könnte?

    Ist es bei einer Katarakt-Operation in Ordnung, wenn die Pupille weit getropft wird, selbst wenn man ein Engwinkelglaukom hat?

    Ich wüsste gern, wie ich mich verhalten soll.

    Ich denke, der Arzt wird es schon wissen, aber die Arzthelferinnen nicht, weil sie wie am Fließband arbeiten.

    Dann hat die erste vielleicht die Pupillenerweiterung weggelassen, weil ich das so gesagt habe, aber es war vielleicht verkehrt.

  • Hallo,

    bei mir wurden bei extremer Engwinkelsituation bei der Iridotomie, bei 4 SLT Sitzungen, bei beiden Katarakt OPs und beim Lasern des Nachstars immer die Pupillen weit getropft und es gab nie ein Problem.

    Thematisiert wurde es lediglich bei den SLTs. Der AA erklärte mir, dass die Kammerwinkel so eng seien, dass er ohne Weitstellung der Pupillen mit dem Laser nicht so weit käme wie nötig.

    Viele Grüße

    Ljomur

  • Hallo Marina,

    Ich würde im Vorgespräch über die Engwinkelsituation informieren, weil ja nach der Katarakt OP dann der Druck besonders sorgfältig beobachtet werden sollte und im Fall der Fälle mit Glaupax oder Acemit Tabletten gegengesteuert werden kann.

    Bei mir wurde tatsächlich beim zweiten Auge vergessen, das Auge weit zu tropfen. Da war Hektik mit den Terminen und der Vorbereitung auf die OP...

    Die Operateurin hat das bemerkt, als sie anfing.... Sah darin keinen Hinderungsgrund und der Linsentausch hat gut geklappt.

    Dann hat die erste vielleicht die Pupillenerweiterung weggelassen, weil ich das so gesagt habe, aber es war vielleicht verkehrt.

    War nicht verkehrt, denke ich.

    Wichtig ist, nach der Weitstellung, egal ob nur zur Untersuchung beim AA, oder wegen OP, den Druck zu kontrollieren.

    Alles Gute und liebe Grüße, Nin