Liebe Mitglieder,
ich bin Norbert und seit wenigen Wochen 40 Jahre alt, wohne unweit von Stuttgart und bin tatsächlich heute erst auf dieses spannende Forum aufmerksam geworden, obwohl mich Glaukom schon mein ganzes Leben begleitet.
Ich bin in Rumänien geboren, wo zu spät festgestellt wurde, dass der Augeninnendruck zu hoch ist. Mit drei Wochen und nochmal mit drei Monaten wurde ich operiert - wie meine Eltern berichten unter recht unschönen Bedingungen was Umgebung und Ärzte anging. Auf dem rechten Auge bin ich blind, links sehe ich - je nach Tagesforum - 20-30%.
1990 kamen wir nach Deutschland, wo ich Jahre lang gut in einer kleinen Praxis in Tübingen betreut wurde, bis die Ärztin in Rente ging. Ein neuer Art war im Großraum Stuttgart gefunden. Doch dann, vor sieben Jahr, gab es die ersten Probleme. Es kam zu einer OP wegen dem Grauen Star und eine Iris-Rekonstruktion musste her, weil zu viel Licht eindrang und ich dadurch immer schlechter zu sehen begann.
Letztes Jahr, im Sommer, stieg dann erstmalig der Druck auf über 30 und die Gesichtsfeldmessungen wurden von Woche zu Woche schlechter. Eine OP stand wieder an, diesmal in München. Der Druck ist seither stark schwankend zwischen 14 und 30. Meist aber irgendwo eher zwischen 20 und 25. Ich nehme dafür allerdings auch Cosopt (2x), Clonid Ophtal (2x) und Bimatorprost (1x).
Soeben komme ich aus einem KH in unserer Region. Man wollte mich bei tagsüber mehrfach gemessenen Werten zwischen 19 und 23 dazu begeistern, per CPC morgen zu lasern weil der Druck "viel zu hoch" sei und ich ja auch nur noch das eine Auge hätte. Das hat mich stark verwirrt, denn bisher hat von all meinen Ärzten und Professoren bei diesen Werten niemand solch einen Druck ausgeübt, dass man ad-hoc, akut was tun müsse. Ich fühlte mich verunsichert und denke eher, den Termin für morgen wieder abzusagen. Das was ich online, auch hier im Forum, zum Thema CPC lese stimmt mich nicht gerade positiv.
Soweit meine kurze Vorstellung und mein tagesaktueller Zustand, zumindest was die Augen angeht.
Ich bin ansonsten Selbstständig (was krankheitsbedingte Ausfälle natürlich höchst schwierig macht), bin verheiratet und habe einen ganz wunderbaren Sohn, den ich über alles Liebe.
Und natürlich habe ich zum Abschluss auch eine kleine Frage: gibt es jemanden unter euch hier im Forum, der einen ähnlichen Krankheitsverlauf hat oder sich zumindest phasenweise in meinen Punkten wiederfindet? Wie geht es euch mit der Krankheit? Nimmt vor allem jemand auch diese drei Präparate und kann mir dazu etwas berichten, insbesondere über langfristige Einnahmen? Ich habe zuvor nämlich ca. 20 Jahre "nur" Cospot genommen. Das ging super. Jetzt frage ich mich: wie ist das bei so "vielen" Tropfen auf Dauer?
Ich freue mich sehr auf den künftigen Austausch mit euch allen.
Herzliche Grüße
Norbert