Dispersionsglaukom

  • Hallo Zusammen,


    wie schön, dass es dieses Forum gibt!


    Ich bin Nuja, 36 Jahre alt und komme aus der Nähe von Karlsruhe.

    Bei mir wurde Ende letzten Jahres ein Dispersionssyndrom/glaukom (beidseits) festgestellt.


    Ich war bereits zum stationären Druckprofil 2 Tage in der hiesigen Augenklinik und in der Glaukomsprechstunde der Uniklinik Freiburg.


    Festgestellt wurde hierbei;


    - erhöhter AID (schwankt in den Messungen zwischen 17 und 27, meist 20-23, vermutlich stark schwankende Werte mit "Spitzen"

    - deutliche Pigmentablagerungen

    - Kirchenfensterphänomen


    Die Beurteilung des Sehnervs zeigt wohl bisher lediglich im OCT kleinere Auffälligkeiten, ansonsten gibt es noch keinen feststellbaren Glaukomschaden, deshalb auch die Abgrenzung zum Glaukom noch fragwürdig.


    Nun wurde mir von der hiesigen Klinik zunächst eine YAG-Iridotomie empfohlen.


    In der Uniklinik folgen sie dieser Empfehlung, haben aber zu bedenken gegeben, dass die Iridotomie bei Dispersionsglaukom auch dazu führen kann, dass infolge des Eingriffs Pigment freigesetzt werden kann, welches sich dann wiederum ablagert.


    Deshalb ist man mit der Indikation mittlerweile wohl eher zurückhaltend, allerdings würde sie es mir dennoch empfehlen, wohl auch aufgrund meines Alters.

    Auf den AID kann es sich positiv auswirken, muss aber nicht.


    Tropfen würde man erst, wenn die Iridotomie in Bezug auf den AID keinen Erfolg bringen würde, bzw. es eine Progression gibt.


    Nun habe ich verstanden und der Reaktion der Ärzte entnommen, dass die Behandlung dieser Glaukomform scheinbar nicht ganz so einfach ist.


    Für mich stellen sich folgende Fragen;


    - Macht eine Iridotomie Sinn oder nicht? Die Möglichkeit einer weiteren Freisetzung von Pigment hat mich total verunsichert.

    In Zusammenhang mit der ohnehin fraglichen Wirkung auf den AID fehlt mir nun ein bisschen die Indikation.


    - Sollte man nicht den AID (schnellstmöglich) mit Tropfen versuchen zu senken? Unabhängig von der Iridotomie?


    Mich wundert, dass die Ärzte da so zurückhaltend sind mit den Tropfen und diese erst bei "Verschlechterung", bzw. bei nicht ausreichendem Erfolg der Iridotomie angesetzt werden sollen.


    Vielleicht hat hier jemand eine Meinung dazu, oder ähnliche Erfahrungen?


    Ich danke euch!


    Liebe Grüße,

    Nuja