Servus aus München!

  • Hallo liebe alle,

    ich bin Barbara, komme ursprünglich aus Salzburg, und lebe seit zwölf Jahren in München.


    Bis vor 10 Minuten wusste ich noch gar nicht, dass es euch gibt.


    Bis letzten Donnerstag war mir die Tragweite der Diagnose Glaukom bei meiner Mama nicht bewusst.


    Die Information, dass aufgrund des fortgeschrittenen aggresiven grünen Stars, meine Mama innerhalb der nächsten 2-3 Wochen vollständig erblinden soll, höre ich zwar und verstehe den Inhalt, begreife ihn aber nicht.


    Zeit wird relativ und Hilflosigkeit und gefühlte Ohnmacht macht sich breit.


    Auch bei mir, obwohl ich kerngesund bin.


    Jetzt will ich als Kind helfen, gleichzeitig auch nicht in eine Überfürsorge verfallen.


    Ich habe einige Ratgeber in den letzten Tagen gelesen.


    Um ehrlich zu sein: Ahnung habe ich deswegen immer noch gar keine.


    Und jetzt bin ich hier bei euch und weiß irgendwie nicht weiter. Was tun? Was nicht tun?


    Ich wäre gerne stärker als ich bin. Und bin aktuell total überfordert.


    Viele Grüße


    Barbara

  • bring die Mama in eine Universitätsklinik


    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • bring die Mama in eine Universitätsklinik


    Danke dir! Aktuell vertraut sie drauf, dass sie bei ihrem Augenarzt gut aufgehoben ist.

    Wenn ich es richtig verstanden habe und man es mit einem Blutdruck vergleicht, dann liegt der bei 250 in ihren Augen. Derzeit tropft sie täglich Ganfort. Ich hoffe sehr, dass sich für eine Zweitmeinung begeistern lässt.

  • nicht Zweitmeinung, Überweisung von dem Haus Augenarzt in die Uni Klinik. 24 Stunden Tensio Profil - also über 24 Stunden alle Augenmessungen rund um die Uhr

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo Hoelzeline,


    Bis letzten Donnerstag war mir die Tragweite der Diagnose Glaukom bei meiner Mama nicht bewusst.


    Die Information, dass aufgrund des fortgeschrittenen aggresiven grünen Stars, meine Mama innerhalb der nächsten 2-3 Wochen vollständig erblinden soll, höre ich zwar und verstehe den Inhalt, begreife ihn aber nicht.


    Erst mal finde ich es aber absolut toll, dass Du Dich kümmerst!


    Vielleicht hast Du noch einige zusätzliche Informationen - dann ist es leichter, konkrete Tipps hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu geben.


    Wenn ich das oben richtig lese, dann ist diese Glaukom-Diagnose nicht ganz neu (oder täusche ich mich?).


    Ist denn jetzt eine so gravierende Verschlechterung festgestellt worden - und wenn, dann warum?


    Hat sie denn vorher schon getropft?


    Wie alt ist Deine Mutter?


    Hat sie andere Krankheiten - vor allem Augenerkrankungen?


    Welche Art Glaukom wurde diagnostiziert und was für Untersuchungen wurden gemacht, die eine derart radikale Prognose begründen?


    Auch wenn sich Deine Mutter bei diesem AA gut aufgehoben fühlt, bitte greift unbedingt Jenats Rat bezüglich der Vorstellung in einer Augenklinik mit entsprechender Spezialisierung auf!


    Alles Gute und liebe Grüße nach München


    Chanceline

  • Ließ du dir das auf der Seite der Uni Klinik München durch und ließ es ihr vor

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hi Gisa,

    vielen lieben Dank! Ich freu mich, dass ich das Forum gefunden hab.


    Das linke Auge ist aktuell zu einem Drittel erdunkelt (sagt man das so?). Das rechte Auge ist wohl schwarz gesprenkelt.


    Beim Innendruck weiß ich aktuell nur, dass sie es mit einem Blutdruck von 250 vergleicht.

  • Hi Chanceline,


    Meine Mama hatte vor gut 25 Jahren einen Gehirntumor, der 2x operiert wurde. Der Verlauf war dann gut.


    Letztes Jahr hatte sie eine Blutvergiftung. Auch das ist eigentlich gut verlaufen.


    Getropft hat sie vorher nicht.


    Meine Mama ist 67 Jahre.


    Die Diagnose hat sie letzten Donnerstag bekommen und der AA bei dem sie schon immer ist meinte, dass die Krankheit schon soweit fortgeschritten ist, dass sie in den nächsten 2 bis drei Wochen erblinden wird, wenn man es so lässt.


    Sie trägt schon immer Brille. Mittlerweile wird die Sehstärke jedes Jahr angepasst.


    Dadurch daß sie in der Regel erst dann was sagt wenn es ihr richtig schlecht geht fällt es mir sehr schwer einzuschätzen wann es wirklich schlechter würde.


    Sie hat diesen Donnerstag ihren nächsten Termin bei dem geprüft werden soll ob die Tropfen anschlagen. Ich wünsche ihr sehr, dass sie nach dem Arzttermin mir mehr von der Diagnose erzählen will.

  • Hallo Hoelzeline,


    also, ich finde einiges schwer zu verstehen an der Geschichte deiner Mutter.


    In erster Linie aber glaube ich, dass der Befund nicht so dramatisch ist, wie er - von wem in der Informationskette auch immer - kommunizieert wird, denn:


    Wenn deine Mutter einen so irrsinnig hohen und kurzfristig die Sehfähigkeit bedrohenden Augenduck hätte, dann wäre es wohl nicht allein damit abgegangen, dass man ihr Ganfort verschrieben hätte und dann abwartet, ob das Medikament wirkt.


    Bei einem sehr hohen Augendruck, der - so wie es bei deiner Mutter ja sein soll - das Augenlicht akut bedroht, würden zum Beispiel orale Drucksenker wie Diamox gegeben, um den Druck unmittelbar und vor allem schnellstmöglich zu senken.

    Womöglich hätte der niedergelassene AA auch eine stationäre Einweisung in eine Augenklinik veranlasst.


    Du schriebst "der Augenarzt, bei dem sie schon immer ist".

    Ja, was hat dieser Augenarzt denn die letzten Jahre gemacht ( du schriebst, ihre Sehstärke wird jedes Jahr angepasst, also gehe ich davon aus, dass sie zwischendrin auch mal beim Augenarzt und nicht nur beim Opitker vorstellig war) ?

    Da hätte der Augenarzt den Schaden doch schon erkennen müssen...


    Ich hoffe, nach dem nächsten Augenarzttermin kann dir deine Mutter mehr sagen und ich hoffe, die Aussage des Augenarztes relativiert sich bei genauerem Hinsehen wieder.


    Vor allem aber pflichte ich den Tipps meiner Vorschreiberinnen bei: es sollte auf jeden Fall eine Vorstellung in einer auf Glaukome spezialisierten Klinik erfolgen. So schnell wie möglich.


    Alles Gute für deine Mutter und berichte doch bitte mal näheres, sobald du näheres weißt.

    Einmal editiert, zuletzt von Tanjalein ()

  • Hey tanjalein,

    danke für deine Nachricht.


    Ich bin auch sehr gespannt und berichte gerne was der Arzt beim nächsten Mal sagt.


    Tut auf alle Fälle sehr gut sich mit euch darüber austauschen zu können. Danke!

  • Hallo Hoelzeline,



    Sie hat diesen Donnerstag ihren nächsten Termin bei dem geprüft werden soll ob die Tropfen anschlagen. Ich wünsche ihr sehr, dass sie nach dem Arzttermin mir mehr von der Diagnose erzählen will.

    vielleicht kannst Du sie ja begleiten - nach dem Motto vier Ohren hören besser als zwei...


    Und lasst Euch bitte die Befunde - insbesondere Gesichtsfeld (was wohl mit "gesprenkelt" gemeint ist) und Bildgebung (HRT / oder OCT) erklären und als Ausdruck mitgeben.


    Ansonsten kann ich mich allem, was Tanjalein oben schreibt, nur anschließen - genau diese Fragen stellen sich.


    Wenn der Befund jetzt wirklich so dramatisch ist - was hat der AA dann die ganze Zeit gemacht und warum überweist er sich nicht sofort in eine spezialisierte Klinik.


    LG


    Chanceline

  • Hallöchen Barbara,


    also ich kenn mich mit hohem Blutdruck nicht so aus - aber ich glaube bei einem Blutdruck von "250" ist doch sofortige Aktion angesagt ?!

    Und wenn mir jemand sagt, dass ich in 2-3 Wochen erblinde (also ähnliches hörte ich auch schon 2-3 Monate), aber ich hatte wirklich ein knackiges Glaukom und es musste sofort, ganz bald, reagiert werden und der Druck zwischenzweitlich mit weiteren Tropfen, Medikamenten (Tanjalein schrieb Diamox= Glaupax zusätzlich) runter gebracht werden. Ich habe aber noch kaum Gesichtsfeldausfälle.


    Ich würde mir sofort wie Jenat Dir, Euch, empfahl, einen Termin in der LMU Augenklinik in der Glaukomambulanz holen (abgesagt ist der gleich!!).


    Viele Grüße, Gisa

  • Hallo ihr Lieben,
    ich hatte euch ja versprochen mich zu melden und da bin ich wieder.

    Meine Mutter hatte einen Glaukom-Anfall mit einen Augeninnendruck von 53. Dieser konnte jetzt erstmal reguliert und soweit gesenkt werden, dass er bei unter 20 ist was diesen drastischen Verlauf der Erblindung enorm reduziert hat. Ein Glaukom-Spezialist hat das auch nochmal bestätigt und somit ist jetzt erstmal kurz Durchatmen angesagt. Man kontrolliert den Druck jetzt in sehr kurzen Abständen um dann das weitere Vorgehen zu besprechen. Ich bleib auf alle Fälle dran und lass mich nicht mit einem "ist nicht so schlimm.." abspeisen.
    Vielen Dank an der Stelle für eure Unterstützung und die vielen Infos. Das hat mir, als jemand der in dieses Thema von jetzt auf gleich reingefallen ist, extrem geholfen und freu mich ein Teil dieses Forums zu sein. :thumbup:

  • hoelzeline ich hätte noch einige Fragen:

    Wie wurde denn der Druck deiner Mutter gesenkt? Hat sie Glaupax-Tabletten bekommen?

    Wart ihr in der Augenklinik?

    Was ist als weiteres Vorgehen geplant?

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • das Buch


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  • Hallo Hoelzeline,


    Meine Mutter hatte einen Glaukom-Anfall mit einen Augeninnendruck von 53.

    Offenbar hatte Deine Mutter insofern Glück im Unglück, dass sie durch diesen Notfall nun endlich in kompetente Hände gekommen ist!


    Ein simples Offenwinkelglaukom hat sie - wie dieser Anfall zeigt - offenbar nicht.


    Umso unverständlicher, dass der AA, bei dem sie schon länger ist, keine Vorsorgemaßnahmen gegen einen solchen Anfall veranlasst hat.


    Umso besser, dass diese jetzt zügig angegangen werden.


    Also wirklich dranbleiben. Und bei den geringsten Anzeichen für einen erneuten Anfall, sofort ab in die Klinik.



    LG


    Chanceline

  • Hallo Hoelzeline!


    Hallo ihr Lieben,
    ich hatte euch ja versprochen mich zu melden und da bin ich wieder.

    Meine Mutter hatte einen Glaukom-Anfall mit einen Augeninnendruck von 53. Dieser konnte jetzt erstmal reguliert und soweit gesenkt werden, dass er bei unter 20 ist was diesen drastischen Verlauf der Erblindung enorm reduziert hat. Ein Glaukom-Spezialist hat das auch nochmal bestätigt und somit ist jetzt erstmal kurz Durchatmen angesagt. Man kontrolliert den Druck jetzt in sehr kurzen Abständen um dann das weitere Vorgehen zu besprechen. Ich bleib auf alle Fälle dran und lass mich nicht mit einem "ist nicht so schlimm.." abspeisen.
    Vielen Dank an der Stelle für eure Unterstützung und die vielen Infos. Das hat mir, als jemand der in dieses Thema von jetzt auf gleich reingefallen ist, extrem geholfen und freu mich ein Teil dieses Forums zu sein. :thumbup:

    Ich muss jetzt doch mal für mich eine Verständnisfrage stellen:


    Die Aussage des Augenarztes, dass Deine Mama in 2-3 Wochen erblinden würde, wie hoch war da der gemessene Druck??


    War der da auch schon in solchen Höhen um die 53? Bei so hohen Drücken droht tatsächlich eine akute Erblindung, aber bei so hohen Drücken nichts zu unternehmen wäre echt fahrlässig. Deshalb muss ich da gerade für mein Verständnis noch mal nachfragen.


    Wie geht es Deiner Mama aktuell?


    Viele Grüße

    Sabine

  • Liebe Sabine,

    Der Augendruck war bei der Messung 53.

    Man hat dann direkt mit den Medikamenten angefangen, die schnell anschlugen. Seitdem wurde täglich kontrolliert.

    Derzeit ist der Druck bei 20 und beobachtet es grad weiter.

    Soweit geht's ihr grad gut.

  • Liebe Hoelzeline!


    Danke Dir, aber so meinte ich das nicht. Ich meinte den Druck zum Zeitpunkt der Aussage des Augenarztes, dass Deine Mutter in 2-3 Wochen erblinden wird. Weißt Du da was?



    Viele Grüße

    Sabine

  • Genau da war er wohl 53.