Druckerhöhung nach Katarakt OP

  • Hallo,


    nach längerer Zeit Pause erhoffe ich mir euren Rat.


    Vor einer Woche hatte ich am LA eine Katarakt OP.

    Da ich an Glaukom leide und 3 verschiedene Tropfen anwenden muss, wurde mir nach der OP 1 Tabl Glaupax sofort und eine Abends verordnet. Druck am nächsten Tag war ohne Tropfen bei 17, was gut ist. Dann habe ich ganz normal wieder meine Tropfen verwendet und bin 2 Tage später erneut zur Kontrolle zu meiner AÄ. Druck bei 38, gemerkt habe ich nichts. Sofort Glaupax und Abends nochmal kontrolliert. Immer noch 37!

    Sie hat mir für Abends noch 1 Glaupax gegeben und mich für den nächsten morgen in die Augenpraxisklinik wo ich operiert wurde geschickt Vermutung: Kammerwasser fließt nicht richtig ab. Kleiner Schnitt genügt.

    Da der Druck dann Freitags dort bei 19 lag, haben die dort keinen Handlungsbedarf gesehen. Druckanstieg nach OP kommt vor. Also wieder heim und heute gleich zur AÄ. Druck 32 😉. Wieder Glaupax und Tropfen was das Zeug hält. Nun habe ich echt schiess, dass der Druck sich nicht mehr wie vor der OP mit Tropfen in Schach halten lässt.

    Eigentlich hat jeder gesagt die OP könnte eventuell den Druck sogar senken. Kann der Druck auch dauerhaft erhöht bleiben?


    LG Uhu

  • Hallo Uhu,

    Nach Kararakt-op tropft man regulär Cortisontropfen, z.B. Dexa sine, das hat bei mir auch den Druck erhöht, es wurde umgestellt auf Softacort, das ist auch Cortison, wirkt aber nicht drucksteigernd.

    Gruß Malve

  • Hallo Malve,


    Das ist ein guter Tipp. Danke. Ich bekomme auch Dexasine. Wie hoch war dein Druck? Nach Absetzen von Dexasine ging er runter?


    LG Uhu

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    Softaccord erhöht ebenso, wenn man Cortison responder ist. siehe Information

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo,


    Ich denke ich bin Cortisone responder. Habe vor 4 Jahren als der Druck am RA bei 2 lag Cortison getropft um den Druck zu erhöhen, mit Erfolg.

  • Softacort ist die Alternative zu dem druckerhöhenden Dexa sine. Druckerhöhung als Nebenwirkung muß als gruppenspezifische Nebenwirkung aufgeführt werden.


    Sprich noch mal mit Deinem Augenarzt. Es gibt auch noch andere entzündungshemmende Augentropfen außer Cortison.

    Gruß Malve

  • Uhu, bei mir war der Druck nach der Katarakt-OP auch so hoch wie bei dir, weil ich ebenfalls Cortisonresponder bin. Beim zweiten Auge habe ich dann Ocuflur bekommen und der Druck blieb im normalen Bereich. Mein Bericht ist hier.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo,


    Druck war heute morgen bei 21, besser aber nicht optimal. Hoffe, dass das Cortison Schuld ist. Das wirkt ja noch etwas nach. Soll jetzt zu den Drucktropfen tgl. 1 Glaupax nehmen und es wurde auf reines Antibiotikum Floxal umgestellt.

    Ich war Ende Oktober 3 Tage in Mainz zur Tagesdruckprofilerfassung und gegebenenfalls Entscheidung über nötige Glaukom OP (TE). Ergebnis: vorerst keine OP nötig. Hatte mich so gefreut, aber jetzt habe ich Angst, dass der Druck sich nicht mehr mit Tropfen senken lässt und doch eine OP nötig ist. =(

  • Heute war ich wieder zur Druckmessung: 27!!

    Meine AÄ hat mich nach Mainz geschickt, wo ich seit kurzem in Behandlung bin, obwohl ich in BaWü wohne. Da gibt es aber leider keine Klinik mit gutem Ruf was Glaukom betrifft. Oder kennt ihr welche?


    Meine Furcht hat sich bestätigt. In Mainz sehen sie leider keinen anderen Ausweg, als zu operieren, damit der Druck nach unten geht.

    Sie wollen es zunächst mit einer filtrierenden Kanaloplastik versuchen.


    Ich habe Angst, denn bis jetzt gab es bei mir nach allen Augen-OPs Probleme 🥴

  • Lieber Uhu,

    in der Uni Klinik Mainz sind hier mehrere Patienten, auch kompliziertere Fälle. Niemand war unzufrieden.


    LG


    Jenat

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  • ...in BaWü wohne. Da gibt es aber leider keine Klinik mit gutem Ruf was Glaukom betrifft. Oder kennt ihr welche?

    Ich gehöre zu den von jenat zitierten "zufriedenen Mainzern" -.

    Wenn es aber möglichst im Ländle bleiben soll, da meine ich, dass TÜBINGEN nfrage käme.

    Weiß aber nicht, wie es da aktuell aussieht -.


    LG - Senator

  • Danke. Das beruhigt mich schon ein wenig. 😊

  • Auch ich habe von Tübingen gutes gehört.

    Ich selber, auch aus Ba Wü, fahre alle vier Monate und zu den OP's nach Würzburg,weil die dort sehr, sehr gut sind.


    Gruß von Katzenstube

    OP Cataract re und li (rechts erblindet)
    Zyklophotokoagulation re und li, SLT links, rechts, Nachstar links

  • Hallo,


    Vielen Dank für die Info. War vorher in Karlsruhe, aber Mainz macht einen weitaus besseren Eindruck und ist mit dem Zug ganz gut zu erreichen.


    Ein schönes Wochenende


    Uhu

  • Ich bin in Tübingen und dort zufrieden. Aber BaWü ist groß, kommt natürlich darauf an, wo man wohnt.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Von Heidelberg ist Mainz eindeutig näher als Tübingen und die Fahrt mit dem Zug dauert eineinhalb Stunden kürzer. Ich finde es gut, wenn man eine "Stammklinik" hat, die einigermaßen gut erreichbar ist.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Direkt vor dem Mainzer Hbf ist die Busstation. Tagsüber recht kurzfristige Linien (gut an den Bussteigen ablesbar), die nach wenigen Haltestellen direk am Portal der Uni stoppen. Von da nach links gehen, es sind nur ca. 250 m bis in die Augenklinik.


    LG - Senator

  • Vielen Dank Senator,


    Ich war schon zur Glaukom Sprechstunde in Mainz und zum Druckprofil, weswegen ich mich am Donnerstag auch dorthin auf den Weg gemacht habe. Werde dort am 6.12. operiert. Vorgesehen ist eine filtrierende Kanaloplastik


    Vom Bhf bin ich bis jetzt immer gelaufen. In 15 Minuten ist das zu schaffen.


    LG Uhu

  • Ja, jetzt hat sich die Kommunikation etwas überschnitten. Meine Mainzer Details kamen, weil aktuell noch deine Frage nach Glaukomkliniken in BW im Raum stand -.


    Den Weg vom HBF zur Klinik zu Fuss ist sicher prima, zumal, wenn man vorher länger im Zug gesesssen hat! Ich bin als stark behinderter Oldie leider schon auf den Bus angewiesen.


    Gruß!


    Senator

  • Guten Morgen,


    Heute sind es 14 Tage nach Kat.OP und eigentlich könnte ich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Sehe gut, Linse sitze gut, alles gut verheilt, wenn nicht die Sache mit dem Druck wäre 😢.


    Eigentlich sollte die OP den Druck senken und nicht dauerhaft erhöhen. Die in Mainz meinten, dass das leider aber auch vorkommen kann. 🙈


    Der Druck liegt mit 6 x Tropfen und 1 Glaupax bei um die 30.


    LG Uhu

  • Ach je, Uhu, das ist ja zu dumm. Schön, dass du gut siehst, aber die Druckerhöhung muss man nicht haben. Ich drück dir die Daumen, dass sich alles noch schnell "von alleine" einpendelt.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo DieDa,


    Ich fürchte das wird es nicht. Habe am 6.12. OP Termin für Kanaloplastik. Viel länger wollten die Mainzer nicht warten.

    Ich habe gelesen, dass du diese Methode in 2011 auch an beide Augen angewandt bekommen hast. Funktioniert es immer noch. Du hattest ja Anfangs schon Probleme bis du wieder gut gesehen hast.


    Ich habe richtig Angst vor der OP.


    LG Uhu

  • Hallo Uhu,

    Du sollst ja eine filtrierende Kanaloplastik bekommen. Die Augenklinik Mainz schreibt dazu:


    Filtrierende Kanaloplastik

    Um zur Aufweitung des Schlemmschen Kanals zusätzlich die Vorteile der Filtration zu nutzen und gleichzeitig die Komplikationsrate geringer als bei der Trabekulektomie zu halten, wurde in unserer Klinik eine Modifikation, die sogenannte filtrierende Kanaloplastik entwickelt. Hierbei erfolgt einerseits die Präparation des zweiten tiefen Skleradeckels sehr tief, um einen Abfluss zwischen Aderhaut und Lederhaut zu fördern. Andererseits wird der Skleradeckel nur locker vernäht, um einen Abfluss des Kammerwassers unter die Bindehaut zu ermöglichen. Außerdem werden wie bei der Trabekulektomie vernarbungshemmende Medikamente eingesetzt.


    Sie schreiben nichts über die zu erreichende Drucksenkung und die Nebenwirkungen, z.B. wie groß die Gefahr einer Hypotonie ist. Ich habe auch nichts gefunden über direkte Vergleiche zu Trabekulektomie bezüglich Komplikation und Langzeitergebnissen. Auch nicht über die Abwägung zur TE im Einzelfall.

    Es besteht wie bei der Trabekulektomie die Gefahr der Vernarbung, deshalb werden auch die vernarbungshemmenden Medikamente eingesetzt.


    Du hattest ja geschrieben, daß ursprünglich eine Trabekulektomie angedacht war.

    Du schreibst nicht, warum man jetzt auf die filtrierende Kanaloplastik ausweicht.

    Ich hätte da sicher noch Fragen:


    Welche Drucksenkung ist erreichbar. Besteht die Chance tropfenfrei zu werden. Wie sind die Langzeitergebnisse und wie die Komplikationen im Vergleich zur TE.

    Gibt es bei ausbleibender Drucksenkung Revisionsmöglichkeiten oder muß man dann doch eine TE machen.

    Eins dürfte klar sein: Bei der filtrierenden Kanaloplastik wird Bindehaut "verbraucht" und die Chancen für ein dichtes Filterkissen bei einer dann nötigen TE dürften sich nicht verbessern.


    Ich möchte Dich nicht verunsichern und verstehe Deine Ängste total. Ich denke, je mehr Fragen Du im Vorfeld klären kannst

    um so mehr dürfte Dir das auch die Ängste nehmen.

    Beste Grüße - Malve

  • Hallo Malve,


    Danke für deine ausführliche Antwort.


    Die Kanaloplastik wurde auf meine Bitte hin angedacht. Ich hatte gefragt ob es eine Alternative zur TE gibt. Habe 2016 am RA eine TE bekommen und hatte danach lange sehr große Probleme. Druck immer zwischen 2-6, meistens eher im unteren Bereich, sehr starke Hornhautverkrümmung, die sie nicht mit der Zeit, wie erhofft, gebessert hat. Erst die Kat.OP 2017 hat Besserung gebracht was den Druck betrifft und die Hornhautverkrümmung konnte mittels Linse korrigiert werden.

    Das Sickerkissen ist sehr prominent und das Auge tränt bei Belastungen. Alles nicht optimal.

    Daher scheue ich vor einer TE zurück.


    Jetzt ist die Situation umgekehrt. Die Kat. OP kam zuerst.


    Es gibt wohl weniger Komplikationen wie bei TE. Revision ist nicht möglich. Wenn es nicht funktioniert, wäre dann noch eine TE nötig.


    Es ging alles ziemlich schnell. Ich war ja als Notfall in Mainz. Viel Zeit zum nachfragen blieb nicht, zumal ich sehr geschockt war und es immer noch bin.


    Ich weiß nicht was ich tun soll



    LG Uhu.