Unterschied Ahmed - Ahmed-Valve

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  • Hallo,


    kann mir jemand kurz den Unterschied dieser beiden Drainage-Implantate erläuern - oder handelt es sich um das Gleiche ?

    Zudem habe ich in der Abhandlung von Prof. Dietlein gelesen, dass eine CPC nicht so gut vor einer Implantation eines solchen sein soll ?

    Ich hatte nur bei der Anamnese festgestellt, wie ich erwähnte, dass ich eine CPC schon hatte, der Doc seltsam schaute ?


    Grüße, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

    Einmal editiert, zuletzt von Gisa ()

  • Danke !

    Meine Frage war, ob die Bezeichnung "Ahmed" nur die Kurzform für "Ahmed-Valve" ist oder ab das zwei verschiedene...Systeme sind. Dass das Baerveld was anderes ist, hatte ich schon recheriert und Bilder gesehen. Aber es wird immer wieder eben nur vom "Ahmed" gesprochen und ich konnte nichts finden.


    Grüße, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • das ist die Abkürzung

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Danke Jenat, danke Senator !! :brilleputzen: Jetzt hab ich den Durchblick..

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • Hallo Gisa,


    die CPC drosselt die Kammerwasserproduktion. Für ein Ahmed ist aber ein bestimmter "Durchfluss" Voraussetzung. Deswegen kann eine vorhergehende CPC nachteilig sein, muss aber nicht. Hängt aber davon ab, wieviel Kammerwasser danach noch produziert wird. So wurde mir das damals erklärt.


    Bei mir war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, sprich ich hatte die CPC schon gehabt.

  • Hallo Gisa

    Zudem habe ich in der Abhandlung von Prof. Dietlein gelesen, dass eine CPC nicht so gut vor einer Implantation eines solchen sein soll ?

    Ich hatte nur bei der Anamnese festgestellt, wie ich erwähnte, dass ich eine CPC schon hatte, der Doc seltsam schaute ?

    Prof. Dietlein schreibt, daß Baerveld und Ahmed chronische Hypotonien (also zu starke dauerhafte Drucksenkungen) hervorrufen kann und zwar das Baerveld noch häufiger als das Ahmed.


    Weiterhin schreibt er, daß eine vorausgegangene CPC das Risiko für eine chronische Hypotonie oder gar für eine subchoroidale Blutung (also Blutung unter die Aderhaut) bei nachfolgendem Drainageimplantat (z.B. Baerveld) erhöht.


    Das mit der verstärkten Hypotonie ist eigentlich logisch.

    Durch die CPC wurde ein Teil des Ziliarkörpers entfernt, dadurch wird ja nur noch weniger Kammerwasser produziert.


    Wenn jetzt durch ein Drainageimplantat wir Baerveld oder Ahmed auch noch der Abfluß weit aufgemacht wird, rauscht das bißchen Kammerwasser rasch durch und es besteht eben die Gefahr, daß der Druck dauerhaft niedrig bleibt (jedenfalls so lange die Implantate offen sind).


    Gruß Malve

  • :?: ......wieso, kann man diese Implantate auch schließen, sodass weniger Durchfluss vorhanden ist ?

    Ja, ich hatte die Abhandlung schon gelesen und ich werde auch nochmals das Gespräch mit dem Operateur suchen (diese Abhandlung war mit gut lesbaren Lettern und Größe verfasst).

    Ein Ziliarkörper kann aber auch wieder wachsen, sich vergrößern.... bei manchen wird diese Op-Methode auch mehrfach wiederholt.

    Das war ein Fehler, diese CPC machen zu lassen, hat aber mein AA und ein anderer renommierter? Prof in München gemacht - da war ne TET ein Kindergeburtstag dagegen. Eine CPC soll am Ende der Fahnenstange stehen, wenn so nix anderes mehr helfen mag !!!


    Gruß, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • Das Baerveldt Implantat hat ja kein Ventil, bei dem wird bei der OP den Abfluss mit einem Faden verschlossen, damit am Anfang nicht zu viel abfließt und das Auge nicht zu matschig wird. Wenn dann der Bereich um das Implantat ausreichend verwachsen ist, wird der Faden entfernt.


    Insofern ist das Ahmed mit Ventil eine Weiterentwicklung, da das Ventil dafür sorgen soll, dass unterhalb eines bestimmten Drucks (8 - 12 mm Hg) im Auge nichts abfließt und somit eine Hypotonie immer sicher vermieden wird.


    Was die CPC betrifft, hat man mir damals gesagt, dass sich gerade im jüngeren Alter das Gewebe wieder regenerieren kann und die Wirkung der CPC dann nachlässt. Weswegen man diesen Eingriff bei Bedarf auch wiederholen kann. Ich habe aus unterschiedlichen Gründen darauf verzichtet, ich hatte nach einem Mal genug.


    Viele Grüße

    Lore

  • Vielen Dank für die manigfaltigen Informationen, teilweise hatte ich dies schon gelesen. Aber dann ist ja bei dem Ahmed-Valve eine' Sicherheitsnetz' eingebaut, sodass der Druck nicht unter 10-12mmHg wie von Dir Lore beschrieben, absinkt....ich hoffe, das Implantat hält sich auch dran ??!!


    Ich weiß nur halt im Nachhinein, durch Gespräche mit Glaukomspezialisten, dass man eine CPC nicht einfach vorweg schnell machen soll und nun hab ich "den Salat".

    Lore, hast Du eines dieser Implantate ?


    Sonnige Grüße

    Gisa

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  • Liebe Gisa,


    hast du denn massive Schäden durch cpc oder hast du Angst dass du sie hast. Was hat der Arzt gesagt?


    Ich habe ja 2 Netzhaut Op und die sind auch sehr gefährlich, aber ich bin gut dabei rausgekommen.


    Lg

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  • Hi Jenat,


    hattest Du eine CPC oder meinst Du die Netzhaut-Ops ?


    meine CPC hatte Folgen bis heute:

    -verkleinerte Pupille (war wochenlange nach CPC sehr klein gestellt und ohne jegliche Reaktion - heute ist sie immer noch kleiner als die andere und reagiert schlechter (viell. auch den anderen OPs geschuldet)

    -ich sehe seit der CPC nicht mehr weiß was weiß ist, sondern mit einem Braunton im Vergleich mit dem anderen

    -die spätere TET war wirklich leicht zu händeln und auch die Folgen waren kaum merkbar im Vergleich zur CPC...da hatte ich lang davon


    Mir erklärte auch ein Glaukom-Spezialist, dass man eine CPC erst so zum Ende aller anderen ausgeschöpften Maßnahmen ergreift und

    die CPC erwähnte ich erst bei der jetzigen Anamnese kurz zum Schluss, ich wurde aber auch nicht nach den Vor-OPs befragt und da guckte der Doc jetzt ein wenig seltsam dann drein....aber ich war überrollt und er musste weg obwohl er sich viel Zeit nahm...


    Grüße, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • geh erneut zum Operateur


    Schreib einen Zettel daheim mit den voroperazionen je Auge


    Gib ihm den


    Dann erneut untersuchen und entscheiden

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  • malve: Baerveldt war und ist keine Option, war NIE im Gespräch


    Jenat: ich telefoniere nochmals - TET ist ja dort operiert worden (die kennen eigentlich meine Vorgeschichte); außerdem wurden ALTs und SLTs gemacht.


    In dem Artikel steht aber auch "....bei mehrfacher CPC..." -1x und nie wieder, außer das Auge würde sich verabschieden.


    Das ist aber ein Sonnensonntag heute 8)

    Grüße, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • Hallo Gisa!

    Silli hatte auch eine CPC und hat trotzdem ein Ahmed erhalten. Ihr Druck ist noch immer stabil damit.



    LG
    Sabine

  • Hallo Gisa,


    bei mir war auch ein Ahmed im Gespräch. Ich habe es aber aus unterschiedlichen Gründen nicht gemacht. Das mit der CPC vorher war bei mir aber kein Punkt, wegen dessen es der Operateur nich machen wollte.


    An die Druckbegrenzung hält sich auch das Ahmed natürlich nur, wenn alles korrekt funktioniert. Wenn z.B. die Bindehaut nicht dicht ist oder der Kanal, wo der Schlauch durch geht, kann es trotzdem zu Hypotonien kommen.


    Viele Grüße


    Lore

  • Hallo Lore,


    was waren Deine Aspekte gegen das Ahmed ?

    Ich habe gelesen, dass Du eine Trabekulotomie (richtig?) bevorzugt hast....? Is ja auch nicht ohne.... ach


    LG, Gisa

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  • Hallo Gisa,


    der Vorschlag mit der Trabekolotomie kam erst später und von einem anderen Operateur. Ich denke, es hängt auch mit den jeweiligen Präferenzen des Chirurgen zusammen.


    Beim Ahmed hat mich abgeschreckt, dass es damals noch nicht viele Erfahrungen damit gab und die Liste der Risiken und Komplikationen lang war. Meine Bindehaut war schon damals sehr kaputt und demzufolge die Aussichten ähnlich schlecht wie bei einer konventionellen Trabekulektomie. Und ich hätte danach wohl keine Kontaktlinsen mehr tragen können, ohne die ich aber weniger als 5% sehe. Außerdem hieß es, das Risiko sei groß, dass das Implantat die Augenmuskeln beeinträchtigt und man nachher schielt, was sich oft selbst nach Entfernung des Implantats nicht mehr gibt. Also alles in allem war das für mein persönliches Risikoempfinden zu viel.


    Die Trabekulotomie war für mein Verständnis weniger risikobehaftet und hat auch gut funktioniert. Da war ich dann ganz froh, dass ich in der ganzen Zeit dem Vorschlag mit dem Ahmed nicht nachgegeben hatte. Der vorherige Operateur hielt das Ahmed für die beste Lösung. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

  • Danke Lore für die Antwort.


    Ja, das mit dem Doppelsehen hatte ich schon angesprochen und es wurde von dem Operateur insoweit verneint, dass er diesen Fall noch nicht hatte (er operiert das Ding 4x die Woche - O-Ton).

    Ich trage keine Kontaktlinsen und die Bindehaut ist glaub ich noch nicht so defekt. Das Ahmed gibt es mittlerweile ja über 10 Jahre....

    Bei mir vernarbt bloß alles recht schnell wieder trotz MMC und noch so nem Krebsmittel.


    Aber mir dreht es den Magen um, wenn ich dran denke, dass man mir so ein Plastikding ans Auge schraubt und es hält auch max. 15 Jahre und dann....hupf ich in die Kiste ???

    Aber es muss was passieren, denn ich merke, wie der Visus immer a bisserl schlechter wird.


    LG, Gisa

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  • Hallo Gisa,


    ein gutes Gefühl hatte ich damals dabei auch nicht. Irgendwie kam mir das auch vor wie der allerletzte Ausweg. Aber man darf nicht vergessen, z.B. in USA machen sie das auch als Erst-OP bei Glaukom. Aber meine persönliche Tendenz ging damals auch zu einem etwas weniger invasiven Verfahren, wobei die Möglichkeiten mit meiner Ausgangssituation sehr begrenzt waren. Deswegen hatte ich ja zuvor auch schon zähneknirschend eine CPC akzeptiert.


    Das mit den 15 Jahren würde ich mal nicht so ernst nehmen. Als ich vor 30 Jahren meine Kunstlinse gekriegt habe, wusste auch keiner, wie lange die hält und es gab keine Erfahrungswerte. Und das Teil ist immer noch intakt.


    Ich denke, auch beim Ahmed ist es wichtig, dass der Operateur damit Erfahrung hat, insofern ist es doch nicht schlecht, dass er es 4x die Woche macht.


    Viele Grüße

    Lore

  • Hi Lore,


    was machen sie ale Erst-Op in den USA: Ahmed oder Trabekolotomie ?

    Jo,...is auch bei mir, dass da nimmer viel bleibt, weil es eben schnell vernarbt und zuwächst.


    Und ne CPC is gruselig und eben nach Aussage von Profs, nix für den Anfang so wie bei mir auch. es blieben einige Schäden.


    Grüße, Gisa

    Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.

  • Hallo Gisa,


    ich habe einen Drainage Shunt aus Edelstahl im Auge, der arbeitet seit über 2 Jahren perfekt und ich bin tropfenfrei.


    Mein Chirurg/Augenarzt hat Patienten, die damit seit über 10 Jahren gut fahren.


    Man merkt nach Abheilung nicht viel davon, ab und zu, wenn extrem viel Durchfluss ist, sickert es ein wenig raus. Schmerzen habe ich aber keine.


    Das Auge ist weniger trocken und gereizt, als das nicht operierte mit Monoprost Tropfen.


    Manchmal muss man sich überwinden und den Erfahrungen und der Empfehlungen der AA vertrauen 🤗

  • meine Mutter hat als ich 2 Jahre alt war eine Niere an der Rippe festgenäht bekommen. Wandernder - die einzige bei ihr , die funktioniert, die andere macht nix.


    Voraussage war: das hält so 5 bis 10 Jahre.


    Ich bin jetzt 55, Mutter ist jetzt 80.


    Es hält und hält und hält. Toi, toi, toi.


    Sie passt halt nur auf, nicht dick zu werden. Immer immer immer kleidergröße 38.

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)