Verunsichert

  • Hallo

    Ich war bei der Augenärztin zur ersten Vorsorgeuntersuchung, dies hat einen Druck von 12 gemessen und nach dem OCT gesagt, dass ich einen "komischen" Sehnerv habe, ich soll in einem Jahr wiederkommen, vielleicht sei es ein Glaukom. Ich bin dann 14 Tage später zu einem anderen Augenarzt für eine Zweitmeinung. Dieser kam zum Schluss: Einige Ganglien sind abgestorben. Gewisse Schäden sind erkennbar, aber noch nicht so viele. Der Sehnerv sieht effektiv speziell aus. Ich soll in 3 Monaten nochmals für ein OCT und Druckmessung kommen. In der Zwischenzeit soll ich möglichst gesund leben. Omega 3 nehmen, viel trinken und rotes Gemüse essen. Zur Prognose wollte er nichts sagen, sondern nur, dass es heute viele Möglichkeiten gibt.


    Daraufhin habe ich im Internet recherchiert, wenn es ein Glaukom ist, dann möchte ich mich vom Anfang an richtig verhalten. Die Aussagen im Netz, selbst wenn es Fachaussagen sind, sind zum Teil unklar oder widersprüchlich.


    Ich habe nun das Kopfteil im Bett hochgestellt (weniger Druck), nehme Omega3 (3mal pro Tag eine Kapsel), Ginseng 125 mg pro Tag, trinke regelmässig (aber nie 1 Liter aufs mal) und rauche nicht mehr. Was das Ausdauertraining anbelangt bin ich unsicher. Bei Normdruck-Glaukom, soll man dies sein lassen, sonst wäre es aber offenbar positiv.


    Zur Prognose finde ich keine guten Auskünfte. Es scheint so zu sein, dass es eine Frage der Zeit ist, bis es schlimmer wird. Eine Weile lang kann man dann mit Tropfen etwas machen, dann mit Laser und schliesslich OP, aber schlechter wird es. Ich bin 44 (seit der Kindheit mit einer Myopie, seit Jahren bei rund -5 Dioptrien) und die Vorstellung, dass es einfach ständig schlechter wird, macht mir enorm Angst.


    Fragen: Was könnte ich sonst noch tun? Wie sieht die Prognose effektiv aus, wird es wirklich auch mit einer modernen Therapie immer schlimmer? Ich habe seit der Untersuchung in einem Auge das Gefühl eines kleinen Fremdkörpers, es findet sich aber nichts im Auge. Beim Augenarzt habe ich angerufen, dort habe ich die Auskunft erhalten, ich soll das Auge einfach mit NaCl-Tropfen befeuchten. In der Apotheke, beim Tropfenkauf, haben sie gesagt ich soll zum Arzt die Augen prüfen lassen. Kann es nach Untersuchungen zu solchen Symptomen kommen?


    Vielen Dank.


    Herzliche Grüsse

    Einmal editiert, zuletzt von Jim ()

  • Hallo Jim,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Noch wurde bei Dir nicht die Diagnose Glaukom gestellt, aber Du willst Dich schon selbst mit Nahrungsergänzungsmitteln behandeln. Das zeigt Deine Panik.


    2 Augenärzte haben festgestellt, daß Dein Sehnerv etwas merkwürdig aussieht, sie haben aber nicht gesagt, daß das eindeutige Glaukomzeichen sind (diese hätten sie sonst auch gesehen und anders reagiert).
    Offensichtlich spiegelt sich diese "Merkwürdigkeit" auch im OCT wider. Aber auch das erlaubt noch keine eindeutige Aussage zum Glaukom.


    Denn bei Myopie finden sich z.B. auch diese Veränderungen am Sehnerven und im OCT .
    Dann ist das schwer von einem beginnenden Glaukom abzugrenzen.

    Aber eins ist ganz sicher: Ein unbehandeltes Glaukom schreitet immer fort, zwar ganz langsam, aber es kommt nicht zum Stillstand, auch nicht durch Nahrungsergänzungsmittel oder übrige Maßnahmen. Sondern nur durch drucksenkende Maßnahmen, die Du ja schon beschrieben hast.

    Deshalb ist es ganz logisch, daß zunächst einmal der weitere Verlauf abgewartet und der Befund im OCT kontrolliert wird.
    Mit wiederholten OCTs im Verlauf eines Jahres könnte man dann sehr gut erkennen, ob eine Dynamik vorhanden ist oder nicht.


    Eine Weile lang kann man dann mit Tropfen etwas machen, dann mit Laser und schliesslich OP

    Das ist eine sehr vereinfachte Vorstellung und das ist auch nicht der zwangsläufige Verlauf.
    Ich würde da wirklich abwarten.
    Das beste, was Du schon getan hast, ist das Einstellen des Rauchens. Und eine gesunde Lebensweise ist sowieso nicht verkehrt.
    Du kannst Deine Augen sehr entlasten, wenn Du Dich jetzt nicht mit Angstvorstellungen unter Stress setzt.
    Gruß Malve

  • Eine Weile lang kann man dann mit Tropfen etwas machen, dann mit Laser und schliesslich OP, aber schlechter wird es

    NEIN - absoluter Unsinn


    die meisten an Glaukom Erkrankten sehen in ihrem Leben weder einen Laser noch einen OPSaal der Augenklinik von innen.


    Die Tropfen reichen bei den meisten ein Leben lang aus.


    In Selbsthilfeforen sind in der Regel die schwereren Verläufe. Meine Tante und Mutter haben seit Jahrzehnten ein diagnostiziertes Glaukom, tropfen ihre Medis, gehen zu den Untersuchungen und leben ihr normales Leben. Sie kämen nie auf die Idee sich im Forum anzumelden - warum auch? Die Krankheit ist unter Kontrolle.


    Mein Onkel, hat vor 10 Jahren nach der Diagnose Glaukom nach kurzer Zeit die Behandlung abgebrochen und war danach nie mehr beim Augenarzt - er sagt, er sieht wie ein junger Adler - für mich unfassbar aber wahr - ich schreibs nur, weil es davon sehr viele Fälle gibt!


    Du hast noch nicht einmal eine Diagnose und bist schon im komplettem Panikmodus.

    Das ist auch nicht gut - mit dem rauchen aufhören ist ein wichtiger Schritt, denn Rauchen vermindert u.a. erwiesenermassen die Durchblutung der Sehnerven

    Einmal editiert, zuletzt von Parchita ()

  • Hallo allerseits

    Ganz, ganz herzlichen Dank für eure Rückmeldungen.

    War übrigens heute nochmals bei AA wegen dem Kratzen, dieser meint es sei Konjunktivitis und hat mir Augentropfen mit Antibiotika verschrieben.

    Vielen Dank nochmals.

    Herzliche Grüsse