Digitale Steigbügel

  • Hallo ihr Lieben,


    nachdem ich bisher ohne smartes oder ei-phone recht mühelos durch die modernen Zeiten dieser Epoche gelangt bin, beschleicht mich jetzt die dumpfe Ahnung, daß nun aber der sog. Qr-Code o.ä. nach mir greifen wird, denn - kaum daß ich Nachrichten höre, ist davon die Rede.


    Es scheinen sich ganz neue Welten für Qr-Individuen zu öffnen. Ich bin zwar ziemlich alt geworden, aber jetzt - bringen mir die Urenkel nahe - werde ich wohl als ver-altet angesehen, denn ohne den Code würde ich im Alltag sicherlich zum allgemeinen Ärgernis, sei es in Bus oder Bahn, bei Banken, dem Bürgerbüro im Rathaus, kommenden neuen Impfinstitutionen oder Ärzten etc.


    Zu Letzteren muss ich schon ab und zu, aber wenn ich vorhandene leichte bis gravierende Erkrankungen abrechne, bin ich eigentlich kerngesund. Gibt es eine Chance, dem Code zu entkommen?


    Ahhh, der jüngere Nachbar sagt, er mache alles nur durch epps. Dazu sei aber ein ei-phone nötig...


    Wie seht ihr denn die Sachlage bitte?

  • Lieber Senator,

    Ich brauche keinen QR Code und kein i-phone.

    Ein QR-Code ist so ein quadratisches Muster aus schwarzen und weißen Flecken, dass über die Kamera des Smartphones eingescannt werden kann und dann landet das Smartphone automatisch auf der Seite, die über dieses Fleckenmuster codiert ist.


    Ich war jetzt oft bei Corona Bürgertests, da wird so ein Code angeboten zum schnelleren Einloggen. Mein Vater hat das mit seinen 80 Jahren auch nicht und dann gibt es fleißige freundliche Menschen, die ihn herkömmlich erfassen.



    Du machst das großartig hier. Ich habe selten so jemanden in Deinem Alter gesehen, der so mit der Technik umgeht.

    QR brauchst du nicht.

    LG


    Jenat

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

    3 Mal editiert, zuletzt von Sabine () aus folgendem Grund: Textteil entfernt

  • Lieber Senator!

    Ich nutze auch keine QR-Codes, ich nutze auch keine Clouds und ich bin deutlich jünger als Du, aber auch nicht mehr so ganz taufrisch :oD .


    Ich brauche in meinem Alltag keine QR-Codes, um überleben zu können. Für mich ist alles ohne händelbar.


    Die QR-Codes sind gerade in aller Munde bezüglich einer Impfbescheinigung der Covid-19-Impfungen nach komplettem Impfschutz.

    Davon lass ich mich nicht verrückt machen. Wir in den Praxen wissen noch gar nicht, wie das alles laufen soll, aber Hauptsache, es wird schon in der Welt rumposaunt.


    Ein Leben ist auch weiterhin ohne Nutzung der QR-Codes möglich, davon bin ich fest überzeugt!


    Und ich finde auch, wie Du mit Technik umgehst ist wirklich klasse :!:<3


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Senator,


    erst Mal die technische Seite: ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Strichcode, daher besteht er statt aus Strichen aus kleine Quadraten und kann mehr Daten enthalten als ein Strichcode. Einen QR-Code kann man sehr gut auf Papier ausdrucken.


    Wenn man zum Beispiel im Internet eine Bahnfahrkarte kauft und die selber ausdruckt, ist da ein QR-Code drauf. Da hat jemand mitgedacht und deswegen geht das auch ohne Smartphone.


    Aktuell hört man im Radio oft Ankündigungen von Politikern oder Geschäftsleuten, die die Pandemie mit technischen Lösungen besiegen wollen. Zum Beispiel QR-Codes, weil das gerade modern ist. Oft haben sie wenig Ahnung und am nächsten Tag ist schon alles wieder anders.


    Persönlich hatte ich noch keine Situation wo ich zwingend ein Smartphone gebraucht hätte. Allerdings ist hier in der Region auch fast alles wegen Pandemie geschlossen und Impfungen nicht in Sicht.


    Somit schließe ich mich Jenat an: Ich glaube nicht, dass Du deswegen ein Smartphone brauchst.


    Grüße,

    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von Michael N. ()

  • Wenn ich Bahn fahre, dann drucke ich mir auch die online am PC gekaufte Fahrkarte aus. Ich habe schon die Probleme von Leuten erlebt, die ihren Fahrkarten-QR-Code auf dem Smartphone verzweifelt aufzurufen versuchten und nur Fehlermeldungen erhielten ... :Rollaugen: Hin und wieder war so ein Code praktisch, aber notwendig eigentlich nie.


    Trotzdem würde ich nicht aufs Smartphone verzichten wollen. Da habe ich auch für unterwegs eine Menge an Büchern drauf, Filme, Spiele usw. Natürlich auch ein Navi, das auch zu Fuß funktioniert, den aktuellen Fahrplan samt Zugverspätungen, meinen Kontostand, meine Mails, Fotos meiner Liebsten u.v.m.


    Mein Nachbar, vermutlich etwa dein Jahrgang, hat auch nur ein einfaches Nothandy und kommt sogar noch ganz ohne Internet klar (obwohl er wirklich fit ist). Aber so ganz ohne Internet wird manches schon kompliziert, finde ich. Auf ein Smartphone kann man dagegen schon eher verzichten, wenn man die vielen Vorteile nicht nutzen will.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Senator,


    Respekt, wie du dich allen technischen Herausforderungen stellst 👍. Ich gehöre zu denen, die es so lange wie möglich hinauszögern möchten, von der nachfolgenden Generation abhängig zu werden. Darum versuche ich mich mit technischen Neuerungen auseinander zu setzen.. Das bedeutet nicht, dass ich alles habe und mitmache und niemals die Hilfe meiner Kinder benötige.


    Ich habe ein Smartphone und finde, dass es gerade für ältere Menschen leichter zu bedienen ist, als ein Handy mit kleinen Tasten, bei dem man nicht sehen kann, wo man sich gerade im Programm befindet. Auch gibt es ein paar hilfreiche Apps. Dafür brauchst du kein i-phone. Ich habe ein Xiaomi. Damit kann man auch eine Menge machen, ist aber um Welten billiger.


    Mit dem QR-Code hatte ich bisher noch nichts zu tun. Meine Aktivitäten in solche Richtungen halten sich aber auch in Grenzen. Ich haber aber schon die Einstellung, dass ich mir das mal zeigen lassen möchte. Habe den Verdacht, es gehört zu den Dingen, die am Ende ganz einfach sind und die Hürde der Unsicherheit davor um vieles höher. Ich kann mich erinnern, so ging es mir mal vor langer Zeit mit E-Mails, als ich noch nicht wusste, wie das geht. Am Ende war es dann ganz einfach.


    Eine Möglichkeit, die ich auch sehr praktisch finde, aber auch noch nie probiert habe, ist bei den Bankgeschäften einfach ein Foto von der Rechnug machen zu können und die Überweisung wird dann automatisch ausgefertigt. Ich habe ständig Probleme, wenn ich die lange I-BAN eintragen muss.


    Ich denke, du hast keinen Zeitdruck wegen dem QR-Code und wenn du willst, kommst du auch ohne aus, aber so wie ich dich einschätze, wirst du dich der Herausforderung stellen ;o) . Vielleicht bietet sich der nächste Geburtstag an, dass die Familie zusammenwirft und dir ein Smartphone schenkt O:) . Ich seh dich schon, wie du all die neuen Möglichkeiten erprobst.

    Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.


    Ein lieber Gruß


    memory

  • Hallo Senator,


    wunderbarer Titel;


    Man könnte auch sagen: elektronischer Türöffner, für die, die immer den Schlüssel verlegen oder schon gar nicht mehr wissen, wofür der Zimmermann dieses Loch in der Wand hinterlassen hat.


    Ob man sich da anpasst oder durchmogelt als silver-surfer? - ich bin da sehr gespalten.


    Einerseits ist es wunderbar erleichternd, dass man so viele Dinge ohne den Umweg über Papier erledigen kann: von der Steuererklärung bis zur elektronisch übermittelten, bezahlten und abgelegten Rechnung.


    Ohne den staubigen, in Ordnern vegetierenden Papierkram hat das gute alte Billy Regal endlich Platz für die Bücher.... Bücher? was war das doch gleich?


    Das Projekt 'papierloses Leben' geht aber ganz gut mit stationärem Gerät.


    Sobald aber das Papier nicht nur als Türöffner vorgezeigt werden muss, sondern die darauf befindlichen Daten gleich weiter be- oder verarbeitet werden sollen - geht's schwerlich ohne mobile Gerätschaft.


    Oder wenn, dann nur sehr umständlich und kosten- bzw. arbeitsintensiv.



    Klar

    Einen QR-Code kann man sehr gut auf Papier ausdrucken


    Sicher kann man sich immer behelfen, vorausgesetzt, man hat noch so ein vorsintflutliches Gerät wie einen Drucker...

    Und ebenfalls vorausgesetzt, es macht einem nichts aus, mit dem Stück Papier in der Hand so seltsam aus der Zeit gefallen zu wirken unter all den "epps-bestückten" Menschen vor dem Schnelltestzentrum.


    Was machen die bloß, wenn der Akku leer ist? Mit dem Zettel dagegen kommst Du immer noch rein!


    Auch wenn man sich behelfen kann und das umständlich sein mag, oft ist diese Art der Diskriminierung so was von ärgerlich: etwa wenn die Tüte mit dem Tiefkühlgemüse die wesentlichen Infos nicht mehr als Klartext sondern als QR Code preisgibt.


    Auch so eine Art von Herrschaftswissen - oder haben die da gar was zu verbergen?


    Also Senator, so wie die anderen hier glaube ich auch nicht, dass Du unbedingt ein Smartie brauchst - es geht ohne!


    Aber, die Herausforderung anzunehmen, hat auch was für sich!


    So ungefähr, wie nochmal eine Sprache lernen.


    Ich persönlich habe noch gewaltige Probleme mit dem Vokabular, aber wenigstens die Syntax habe ich inzwischen halbwegs drauf - Rechtschreibung dagegen ist eh kein Punkt mehr; das macht das Dings völlig selbsttätig!



    Möglicherweise bräuchtest Du im Hinblick auf das Sehvermögen ein spezielles Teil.


    Vielleicht gibst Du Enkel oder Ur-Enkel den heißen Tipp, dass Berater für smarte IT bei Senioren eine Super-Berufswahl mit Perspektive ist, und buchst gleich den Crash-Kurs bei ihr/ihm.


    Win-win Situation :anstossen:


    LG


    Chanceline


    PS: falls Du doch kein Smartie willst, den Riesling-Schoppen gibt es bestimmt noch ohne epps.!



  • Senator
    Ich habe schon QR Codes benutzt und fand das immer vorteilhaft.
    Am besten gefällt mir, daß Amazon jetzt mit QR Codes arbeitet. Wenn man etwas zurückschicken will, fordert man einen QR Code an.
    Diese erhält man wahlweise in einer e-mail (auf PC oder auf smartphone) oder über eine App (sprich epp) auf dem Smartphone.

    Jetzt kann man sich den QR Code ganz altmodisch aus der e-mal auf ein Blatt Papier drucken und das beim Paketshop vorzeigen, sie scannen das ein und drucken ein Etikett aus.

    Man kann auch mit dem smartphone hingehen und sie lesen dann direkt den QR Code aus.

    Ich benutze den PC zum Verfassen von Briefen, zur Bildbearbeitung und zur Videobearbeitung.

    Das smartphone benutze ich ständig im Alltag. Wenn man es erst mal hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne geht. Es ist auch eine super Unterhaltungsquelle für lange Wartezeiten bei Ärzten (Radio, Hörbücher und Musik hören z.B.).
    Außerdem macht mein Smartphone ganz tolle Fotos, man braucht meist keinen Extra Fotoapparat mehr.

    Etwas Neues anzuschaffen und auszuprobieren, ist auch immer eine geistige Herausforderung. Das kann sehr viel Spaß machen, wenn man nicht dumm ist.
    Wie Bertold Brecht so richtig sagte:
    Das Denken gehört zu dem größten Vergnügungen der menschlichen Rasse.

    Ach ja, lieber Senator, schaff Dir doch ein schönes Smartphone an, einfach zum Vergnügen, zum Mitredenkönnen und wenn es nötig wird, zum Kaufen von Fahrkarten etc. Dann bist Du wenigstens schon vorbereitet.
    Wenn Du noch einen Tipp brauchst:
    Ich habe das Galaxy A 71 und bin damit sehr zufrieden.
    Viele Grüße Malve



    2 Mal editiert, zuletzt von Sabine () aus folgendem Grund: Textteil entfernt

  • Ich hab auch ein Xiomi, wie memory, und bin damit sehr zufrieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

    Vielleicht gibst Du Enkel oder Ur-Enkel den heißen Tipp, dass Berater für smarte IT bei Senioren eine Super-Berufswahl mit Perspektive ist, und buchst gleich den Crash-Kurs bei ihr/ihm.

    :oD Super Idee.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Gar nicht dumm, wie Du hier Werbung machst:

    Danke für die Blumen, leider bekomme ich nichts dafür oder vielleicht doch? Müßte mal bei Samsung nachfragen. Dann gebe ich hier mal eine Runde aus, versteht sich.
    DieDa und memory werben dann wohl für Xiomi?

  • Zitat

    der jüngere Nachbar sagt, er mache alles nur durch epps. Dazu sei aber ein ei-phone nötig...

    Es geht um diese Aussage.



    Denn es stimmt nicht, dass man für Apps ein i-phone braucht. Das schließlich jede Menge Geld kostet.

    Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.


    Ein lieber Gruß


    memory

  • Hmpf.... Gewitterstimmung... das ist nun wirklich dumm.



    Einmal atmen bitte... und dann ohne versteckte Seitenhiebe weitermachen.


    Danke!

    Sabine

  • Ich habe schon QR Codes benutzt und fand das immer vorteilhaft.
    Am besten gefällt mir, daß Amazon jetzt mit QR Codes arbeitet. Wenn man etwas zurückschicken will, fordert man einen QR Code an.
    Diese erhält man wahlweise in einer e-mail (auf PC oder auf smartphone) oder über eine App (sprich epp) auf dem Smartphone.

    Durch die vielen Beiträge habe ich hier im Thread u.a.gelernt, daß ich zumindest wohl ähnlich vom Qr schon tangiert wurde, Hatte anderweitig was gekauft bei dem leider was defekt war.

    Damit hat man beim Hersteller-/Lieferanten offensichtlich schon als möglich gerechnet, denn dem Gegenstand lag ein DIN A4 - Rückschein bei, auf dem Re-Adresse, Teil-Nummer pp. im Klartext bereits draufstand, aber auch ein Qr. Das ganze musste ich dann aber oben auf das Re-päckel draufkleben - war ziemlich umständlich. Soviel Klebe habe ich lange nicht verschmiert.


    Naja, bei Amazon kann mir das nicht passieren, denn da habe ich bisher nichts gekauft und werde es auch in Zukunft nicht tun -.


    Senator