Ich bin die Neue

  • Vielen Dank für die Aufnahme.


    Ich bin Sabine, 44 Jahre alt und lebe in Hamburg.


    Vor 5 Jahren hatte ich an beiden Augen eine Katarakt-OP.


    Ein Jahr später, bekam ich links die erste Iritis, die sich halbjährlich dreimal wiederholte. Die Letzte ging mit erhöhtem Augendruck einher.


    Zur Behandlung der Iritis gab es Cortisontropfen, für den Druck auch Tropfen, an dessen Name ich mich nicht mehr erinnere.


    Nach einer Woche Kontrolle. Druck war laut AA wieder im Normalbereich und keine weitere Behandlung mehr notwendig.


    Da ich meinem AA vertraut und null Ahnung von der Materie hatte, war das Thema für mich erledigt.


    Bis vor zwei Wochen.


    Vor zwei Wochen bekam ich im linken Auge wieder leichte Schmerzen und Rötungen.


    Da ich genau weiss, wie sich die Schmerzen bei einer Iritis anfühlen, wusste ich schon, dass es diesmal etwas anderes ist.


    Da meine Praxis telefonisch nicht erreichbar war, bin ich als "Notfallpatientin" bei einem anderem AA gelandet.


    Dieser konnte überhaupt nichts feststellen und gab mir "vorsorglich" Cortisontropfen. Nachdem diese nicht anschlugen, bin ich nach zwei Tagen erneut in die Praxis.


    Diesmal hieß es, dass mein Augendruck in beiden Augen zu hoch sei (22 u. 23) und mir wurde ein Rezept für Azopt ausgestellt.


    Zweimal täglich sollte ich tropfen und nach zwei Tagen wieder vorstellig werden, um den Druck zu checken. Der Druck ist in den zwei Tagen nicht gesunken und ich bekam Ganfort.


    Der erste Morgen nach dem Tropfen mit Ganfort, war schlimm. Rote schmerzende Augen, starke Kopfschmerzen und ich konnte nicht mehr klar sehen.


    Bis ich dann zur Arbeit musste, ging es besser und ich habe meinen Termin am Nachmittag wahrgenommen.


    Druck auf 17 und 18 gesunken und mir wurde noch "nebenbei" mitgeteilt, dass mein Sehnerv im linken Auge minimal und die Hornhaut beschädigt ist.


    Zudem sei die Op damals wohl nicht gut verlaufen, da meine Linse im linken Auge schräg gestellt ist.


    Dann wurde mir noch ein Flyer mit Infos über's Lasern und eine Kostenaufstellung für ein OCT in die Hand gedrückt und ich wurde mit einem Termin in drei Wochen entlassen.


    Meine Frage bzgl. Diagnose, wurde nicht beantwortet.


    Ich war so geschockt, dass ich überhaupt nicht mehr in der Lage war, noch etwas zu sagen geschweige denn zu fragen. Bin nur raus aus der Praxis und habe ersteinmal geheult.


    Ich fühle mich total allein gelassen und von Aufklärung keine Spur. Zudem habe ich noch immer ein komisches Gefühl im linken Auge, was mich wahnsinnig macht.


    In zwei Wochen habe ich einen Termin bei einem anderen AA, in der Hoffnung dort vernünftig aufgeklärt zu werden.


    Tagsüber tropfe ich seit 5 Jahren Hylo Gel zur Befeuchtung und jetzt abends 15 Minuten vor Ganfort, Thealoz zur extra Befeuchtung. Nach Ganfort dann noch einmal Hylo Gel.


    Meine Augen haben sich seit zwei Tagen auch irgendwie verändert. Sie sehen anders aus, was mir Angst macht.


    Zudem sind sie viel trockener als sonst, so dass ich halbstündlich tropfen könnte und fühlen sich total müde und gestresst an.


    Mein Tag dreht sich nur noch um meine Augen, was mich verrückt macht.

    Ich bin verzweifelt.


    Könnt ihr mir sagen, was an Diagnostik erfolgen muss, damit ich Klarheit bekomme?


    Und gibt es empfehlenswerte Befeuchtungstropfen, für extrem trockene Augen?


    Entschuldigt bitte den sehr langen Text. Danke für's Lesen.

  • Moin,


    du brauchst bei dem gewissen Verhau imo schnellstens eine genaue Diagnose.


    Ich denke, du solltest bei der Notambulanz im UKE einlaufen. Da brauchst du momentan auch keine Überweisung, aber Krankenkassen-Karte natürlich nicht vergessen -.


    Übrigens herzlich willkommen im FORUM !


    Senator

  • Moin Senator,


    danke.


    Schätzt du die Situation tatsächlich so dramatisch ein, dass ich in der Notfallambulanz vorstellig werden sollte?


    Heute morgen geht es meinen Augen besser. Ich habe das erste Mal morgens nach Ganfort keine extrem trockenen Augen und Schmerzen sind auch nicht vorhanden. Sie haben "nur" einen minimalen rötlichen Schimmer.


    Wichtig ist für mich zu erfahren, was zwingend an Diagnostik betrieben werden muss.

  • Ich fühle mich total allein gelassen und von Aufklärung keine Spur. Zudem habe ich noch immer ein komisches Gefühl im linken Auge, was mich wahnsinnig macht.


    Meine Augen haben sich seit zwei Tagen auch irgendwie verändert. Sie sehen anders aus, was mir Angst macht.

    Moin, dein Beitrag insgesamt hat auf mich schon einen ausreichend notfallmäßigen Eindruck gemacht, incl. der obigen Zeilen.


    Was bei dir zwingend notwendig ist, kann ich nicht beurteilen, daher mein Rat zum UKE. Dann gäbe es eine sichere Handbreit Wasser unter dem Kiel.


    Alles Gute,


    Senator

  • Ein Jahr später, bekam ich links die erste Iritis, die sich halbjährlich dreimal wiederholte. Die Letzte ging mit erhöhtem Augendruck einher.

    Hallo Küstenkind,

    Du hattest also schon mehrfach eine Iritis. Eigentlich gehört dazu nicht nur die Behandlung durch den Augenarzt, sondern einer weiterführende Diagnostik, z.B. eine Abklärung durch einen Rheumatologen.


    Das ist wohl versäumt worden und ich würde das nachholen lassen. Du könntest Dir vom Hausarzt eine Überweisung zum Rheumatologen geben lassen.


    Auch diesmal ist es wieder nicht gut gelaufen, finde ich. Du hattest Augenschmerzen, das ist bei Deiner Vorgeschichte doch schon immer ein Warnsignal finde ich. Und ohne Befund Behandlung mit Cortison, das spricht für die Unsicherheit des Augenarztes.


    Die Glaukomdiagnose erfolgte ja bisher nur auf Grund eines einmaligen (?) grenzwertigen Druckes und minimaler Sehnervenschädigung durch direkte Untersuchung an der Spaltlampe. Ein OCT wäre in dem Fall meines Erachtens sehr nützlich, um die Diagnose Glaukom zu bestätigen.


    Daß die Augen unter Ganfort anders aussehen und gerötet sind, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Bei mir waren die Reizungen so stark, daß ich das Ganfort wieder absetzen mußte.

    Unter Ganfort bildet sich das Fettgewebe unter den Augen zurück, dadurch kann man je nach Hauttyp tiefliegende dunkle Augenringe bekommen und die Augen sehen eingefallen aus.


    Ich finde, daß bei Dir noch eine gründlichere Augendiagnostik erfolgen sollte. Hast Du z.B.ein sekundäres Glaukom infolge der Iritis???


    Einen Notfall sehe ich jetzt nicht direkt, es sei denn, Du bekommst wieder Schmerzen.

    Aber eine Vorstellung in der Glaukomsprechstunde des UKE würde ich unbedingt anstreben.

    Da würde dann auch das OCT mitgemacht.

    Dazu brauchst Du eine Überweisung des Augenarztes.


    Gruß Malve

  • Hallo Senator,

    noch einmal danke für den Tipp.

    Ich werde mich mit dem UKE in Verbindung setzen und in die Glaukomsprechstunde gehen.



    Hallo malve,

    Rheuma wurde bereits vor zwei Jahren, unabhängig von den Augen abgeklärt, da ich Gelenkprobleme habe. Negativ.

    Sorry. Habe ich vergessen zu erwähnen.


    Das OCT will mein jetziger Augenarzt selbst machen. Allerdings möchte ich das nach dieser "schlampigen" Diagnostik nicht mehr. Ich fühle mich dort absolut nicht gut aufgehoben.


    Allerdings muss ich Montagmorgen noch einmal hingehen, weil ich andere Tropfen haben möchte. Die dunklen Augenringe fangen bei mir schon an und mein Blutdruck sackt auch ab.


    Ich weiss, dass Tropfen zum Senken des Drucks zwingend notwendig sind aber ohne ging es mir besser.😔

    Azopt war um einiges angenehmer aber die haben ja leider nicht angeschlagen.


    Kannst du mir Tropfen empfehlen, nach denen ich fragen kann?



    Hallo jenat,

    lieben Dank für den Link.⚘


    Bei meiner Angst, ist es mit meiner Geduld leider sehr schwierig aber mir ist klar, dass es nur so geht.

  • Hallo Kuestenkind,

    das OCT solltest Du Dir bei dem Augenarzt machen lassen, bei dem Du dann auch in Behandlung bleibst. Denn vergleichen kann man immer nur Befunde, die mit dem gleichen

    OCT-Gerät erhoben wurden. So vermeidest Du unnötige Kosten durch Doppeluntersuchungen.


    Wenn Du das Ganfort nicht verträgst, könntest Du vielleicht nach Cosopt fragen, das ist auch schon ein Kombinationspräparat. Aber auch da mußt Du den Blutdruck im Auge behalten.


    Du kannst Dir vielleicht mal das Buch "Keine Angst vor grünem Star" von Ilse Strempel anschaffen. Da werden auch alle Medikamente mit Vor- und Nachteilen erläutert.


    Das Glaukom begleitet Dich jetzt. Da mußt Du Geduld aufbringen.

    Viele Grüße Malve

  • Hallo malve,

    ok. Danke für die Aufklärung bzgl. des OCT. Ich habe ja am 27. einen Termin in einer anderen Praxis, die mir mehrfach empfohlen wurde.


    Ich hoffe, dass dort dann endlich eine richtige Diagnostik erfolgt, ich dort bleiben und dann auch das erste OCT gemacht werden kann.


    Danke für den Buchtipp.🌷

    Ich werde es mir heute noch bestellen.


    Nach Cosopt werde ich meinen AA am Montag fragen. Lieben Dank.


    Ich habe ja offiziell erst wieder in drei Wochen einen Kontrolltermin bekommen. Ist das üblich? Muss der Druck nicht öfter gemessen werden, nachdem er einmal gesunken ist?


    LG

    Kuestenkind

  • Hallo Küstenkind


    Es gibt folgende Wirkstoffgruppen


    Carboanhydrasehemmer

    Azopt und Trusopt


    Gleich Gruppe Wirkung und Nebenwirkungen oft verschieden


    Betablocker

    Timolol und andere

    Wirken blutdruxksenkend als Nebeneffekt


    Prostaglandin

    Latanoprost (tropfe ich seit 10 Jahren ohne Probleme)

    Tafluprost


    Prostamid

    Lumigan


    Dann kombis

    Trusopt plus timolol = Cosopt


    Lumigan plus timolol = Ganfort


    Use.


    Jetzt ist bei dir ein tropfenwechsel auf ein kombipräparat erfolgt. Wurde der Kardiologie befragt? Betablocker erlaubt?

    Lumigan in Ganfort ist bekannt für sehr starke Nebenwirkungen. Ich hatte davon gedächtnisverlust


    Insofern würde ich erst mal fragen ob ein Kardiologie wegen des betablocker befragt wird und ob man nicht erst mal ein monopräparat nimmt, um herauszufinden, was vertragen wird.


    Die tropfensuche dauert oft lange. Bei mir 1 Jahr


    Lg

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Guten Morgen jenat,

    lieben Dank für die Aufklärung.🌷


    Es wurde beim Wechsel auf Ganfort nicht ein Wort bzgl. Betablocker verloren. Das diese enthalten sind, habe ich durch lesen des Bpz. erfahren.


    Es wurde nicht ein Wort über Nebenwirkungen verloren.


    Für mich sind die Tropfen nicht mehr tragbar. Der niedrige Blutdruck ist schon schlimm genug und dass ich aussehe wie ein Zombie, kommt noch dazu.


    Die Aufklärung war ja generell nicht gegeben. Gerade wenn es um die absolut wichtigen Augen geht, finde ich diese "Schlamperei" wirklich dramatisch.


    Ich werde am Montag versuchen Klartext zu reden und hoffe, dass er sich ersteinmal wieder auf ein Monopräperat einlassen wird.


    Wie sieht es denn aus mit Konservierungsmittel? Diese schaden den Augen doch auch auf Dauer oder nicht?


    LG

    Kuestenkind

  • Moin,


    es gibt Glaukomi, die vertragen jahrelang KONSI ohne Probleme, während andere prompt oder sehr bald unbedingt Tropfen ohne brauchen.


    Primär scheint dabei, was die Horn-/Bindehaut indiv. verträgt, denn die Konsi rauhen als NW die Oberfläche etwas auf. Das erleichtert den Tropfen zwar, etwas schneller ins Auge zu gelangen, kann aber kurzzeitig zu dem unerwünschten Brennen führen oder auf Dauer nach einer anderen Lösung verlangen.


    LG - Senator

  • Ich werde am Montag versuchen Klartext zu reden und hoffe, dass er sich ersteinmal wieder auf ein Monopräperat einlassen wird.

    Hallo Kuestenkind,

    natürlich entscheidest Du selbst, was Du bereit bist zu tropfen.

    Aber letztendlich ist doch die Frage, wie Dein Augenbefund war, welche Drücke Du hattest und wohin Dein Druck gesenkt werden soll.


    Welche Tropfen Du brauchen wirst, können wir Dir hier mit Sicherheit nicht sagen.

    Du hattest mit Ganfort ja schon ein sehr wirksames Medikament, womit Dein Druck offensichtlich zufriedenstellend eingestellt war.


    Das mit einer Monotherapie hinzubekommen, stelle ich mir schwierig vor und ich habe nicht nur theoretische Kenntnisse sondern Erfahrungen mit allen Wirkgruppen.


    Es dürfte dann auf ein anderes Kombipräparat hinauslaufen, was meist Betablocker enthält oder Du müßtest vielleicht mehrfach verschiedene Präparate tropfen.

    Ich habe z.B. jetzt 5 Tropfzeiten für Glaukomtropfen +fast stündlich noch befeuchtende Augentropfen.


    Es gibt auch noch ein Kombinationspräparat, was keinen Betablocker enthält, das möchte ich Dir nicht vorenthalten. Es heißt Simbrinza und ist eine Kombination von Brinzolamid und Brimonidin. Es gibt Menschen, die auch das vertragen.


    Speziell mit dem Brimonidin habe ich (wie auch einige andere hier im Forum) beeindruckende negative Erfahrungen gemacht.


    Ganfort habe ich nicht wegen der kosmetischen Wirkung abgesenkt, das kann man überschminken, sondern meine Augen waren extrem gereizt und ich hatte auch noch allgemeine Nebenwirkungen.


    Den Blutdruck solltest Du als Glaukombetroffene generell im Auge behalten.
    Dazu findest Du hier auch schon mehrere Beiträge.


    Die Verträglichkeit der Augentropfen ist individuell sehr unterschiedlich, man muß da probieren.


    Irgendwie schade, daß Du Deinen Augenarzt wechseln willst, er kennt Deine Vorgeschichte und Du fängst bei einem anderen Augenarzt wieder von vorne an.

    Vielleicht kann man ja Mißverständnisse noch ausräumen (s. hierzu das Buch "Frau Doktor, wir müssen reden") und mit einer zusätzlichen Vorstellung in der Glaukomsprechstunde des UKE wärst Du dann ja auch noch zusätzlich betreut.


    Ach ja, eine Druckkontrolle nach 3 Wochen würde ich in Deinem Fall für sehr vertretbar halten.

    Die Aufklärung war ja generell nicht gegeben. Gerade wenn es um die absolut wichtigen Augen geht, finde ich diese "Schlamperei" wirklich dramatisch.

    Wenn Du damit die Erläuterung der Nebenwirkungen meinst, fürchte ich, das ist der Standard. Als Schlamperei würde ich das nicht bezeichnen.

    Schau Dir einfach mal Beipackzettel beliebiger Glaukomtropfen an. Alle Nebenwirkungen können (aber müssen zum Glück nicht) auftreten.


    Nicht so selten müssen gut wirkende Tropfen wegen Unverträglichkeit auch wieder abgesetzt werden.


    Das Konservierungsmittel in den Augentropfen ist grundsätzlich nicht so gut für die Augen und kann auch ein Grund für trockene und gereizte Augen sein.

    Besser wären auf jeden Fall konservierungsmittelfreie Tropfen.


    Versuche, ein bißchen runterzukommen, Deinen Groll gegen den Augenarzt im Zaume zu halten und das Wochenende zu genießen.


    Viele Grüße Malve

  • Ich danke euch allen herzlich für die Aufklärung und die Infos.💗

    Ihr konntet mir zumindest ein wenig die Angst nehmen.


    Das empfohlene Buch von malve, habe ich gestern noch bestellt.


    Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich mich wieder melden.


    Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.🌞


    LG

    Sabine

  • Hallo Sabine,


    mit Konservierung schlecht und ohne gut ist nicht richtig. Unkonserviert wirkt bei mir nicht. Die Konservierung ist eine Art Wirkverstärker und Konservierung zugleich. Ich vertrage ohne jedes Problem latanoprost seit 10 Jahren. Davor hatte ich Azopt und Trusopt.


    Simbrinza mit brimonidin tropft meine Mutter sie schläft davon am Tisch ein. Stärkste Nebenwirkung!


    Man sollte immer erst monopräparat probieren, weil man sonst nie herausfindet, was geht und was nicht. Eine Kombination erlaubt keine Entscheidung


    Der Wechsel von Azopt , recht mild, zu sofort Ganfort, stärkstes Mittel auf dem Markt ohne dazwischen zum Beispiel latanoprost oder tafluprost und ohne Kardiologie ist sehr merkwürdig


    Sei lieb zum Augenarzt. Herbekommt fast kein Geld für die sucherei

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Nachtrag:


    Das BIMATOPROST in Ganfort kann ebenso wie der Betablocker bludrucksenkend wirken und man ist nur noch daneben. Ich war unter bimatoprost alleine lahm dumm und nicht mehr arbeitsfähig

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Hallo von Sabine zu Sabine!


    Willkommen im Forum.

    Kannst du mir Tropfen empfehlen, nach denen ich fragen kann?

    Wir können Dir hier sagen, was es für Tropfen gibt, aber was für Dich geeignet ist, solltest Du mit Deinem AA besprechen.

    Wenn Du das Ganfort nicht verträgst, könntest Du vielleicht nach Cosopt fragen, das ist auch schon ein Kombinationspräparat. Aber auch da mußt Du den Blutdruck im Auge behalten.

    Konkrete Medi-Empfehlungen geben wir hier bitte nicht!

    Ich werde am Montag versuchen Klartext zu reden und hoffe, dass er sich ersteinmal wieder auf ein Monopräperat einlassen wird.

    Versuche es doch eher mit einem ruhigen konstruktiven Gespräch. Klartext hört sich so an, als ob Du Dir nach dem Gespräch besser einen neuen AA suchen solltest...


    Oft bringt ein ruhiges Gespräch sehr viel mehr... auch wenn es schwer fällt und man eigentlich gerne mal Klartext reden möchte...



    Viele Grüße

    Sabine

  • Guten Morgen ihr Lieben,


    ich war ja gestern morgen noch einmal in meiner Praxis, um nach anderen Tropfen zu fragen. Hinzu kam, dass ich seit Sonntagabend wieder leichte Schmerzen im linken Augen hatte, meine Sicht irgendwie "komisch" war und ich mich den ganzen Tag "wie auf Wolken" gefühlt habe.


    Da meine Praxis eine Gemeinschaftspraxis ist, war ich diesmal bei dem dritten und letzten AA.


    Dieser hat sofort festgestellt, dass ich auf jeden Fall noch "Reste" einer Entzündung im linken Auge habe, was natürlich behandelt werden muss.


    Die bisherige Medikation, die Cortisontropfen nach zwei Tagen abzusetzen, der Sprung von Azopt auf Ganfort, konnte er überhaupt nicht nachvollziehen.


    Mein AD sei völlig in der Norm und rechtfertigt diese starken Tropfen überhaupt nicht. Er hat mir auch erklärt, dass der Druck "draussen" gemessen, immer etwas höher ist als

    mit dem Gerät im Behandlungszimmer.

    Ihr wisst bestimmt was ich meine?!


    Er geht jetzt ersteinmal davon aus, dass ich kein Glaukom habe.

    Am 01.06. wird das OCT gemacht und dann sehen wir weiter.


    Er war sehr emphatisch und hat gemerkt, dass ich Angst habe und ist auch darauf eingegangen, was mir sehr gut getan hat.


    Ich soll jetzt 12 Tage lang Cortison tropfen (ausschleichend) und abends Monoprost als Einzeldosis. Und die auch nur, weil der Druck unter Cortison steigen kann.

    Ob sie meinen Druck halten, werden wir dann sehen.


    Das Monoprost habe ich gestern gut vertragen. Die Augen haben "nur" ein wenig gejuckt, was ja vertretbar ist.

    Heute morgen geht es mir sehr gut. Meine Sicht und mein Blutdruck sind wieder "normal" und ich fühle mich nicht mehr "wie auf Wolken."


    Was soll ich jetzt dazu sagen!?

    Drei Ärzte, drei Meinungen.

    Könnt ihr jetzt verstehen, weshalb ich mit dieser Praxis so unsicher bin?

  • Super gemacht!


    Glaukomtropfen sind kompliziert. Manche Ärzte wissen das gar nicht


    Jetzt hast du einen Plan und sagst immer : Weiterbehandlung durch Mister x

    Ohne Musik wäre alles nichts. (frei nach Mozart)

  • Glaukomtropfen sind kompliziert. Manche Ärzte wissen das gar nicht

    Ich finde, daß solche Äußerungen nur Angst und Unsicherheit erzeugen und auch nicht gerechtfertigt sind. Das sollte besser unterbleiben und ist nicht hilfreich.
    Wenn man denn wirklich ein Glaukom hat, ist es oft so, daß Tropfen umgestellt oder durch andere Tropfen ergänzt werden. Bei Unverträglichkeit gegen Kombinationen ist es auch durchaus üblich, die Therapie noch mal neu aufzubauen und erst mal mit einem anderen Einzelwirkstoff neu zu beginnen.

    Das habe ich auch schon selbst erlebt.
    Das hat nichts mit der Unkenntnis der Augenärzte über die Tropfen zu tun.
    Wer sollte denn auch besser darüber Bescheid wissen als die Augenärzte?


    Was soll ich jetzt dazu sagen!?

    Drei Ärzte, drei Meinungen.

    Könnt ihr jetzt verstehen, weshalb ich mit dieser Praxis so unsicher bin?

    Nein, ich finde, der Augenarzt hat gut reagiert. Er hat Deine Entzündung erkannt, hat auf die Unverträglichkeit Deiner Tropfen sofort reagiert , hat sich zur Diagnose Glaukom eine eigene Meinung gebildet und baut die Tropfentherapie jetzt neu auf.
    Das zeigt doch, daß Du dort ernst genommen wirst. Und es zeigt auch, was wir schon wissen, daß die Diagnostik des Glaukoms oft nicht so einfach ist.

    Es ist Dir doch unbenommen, die Praxis zu wechseln. Auch dann wirst Du noch eine Meinung hören. Willst Du dann nach Mehrheit gehen?

    Wenn es bei Dir wirklich nicht so eindeutig mit dem Glaukom ist (und das ist ja gar nicht so selten), solltest Du irgendwann wirklich noch mal in der Glaukomsprechstunde des UKE vorstellig werden.
    Außerdem würde ich, wenn jetzt wieder eine Entzündung besteht, noch mal die rheumatologischen Werte kontrollieren lassen.
    Gruß Malve

  • Hallo Sabine!

    Das liest sich nach einem Plan!


    Die Entzündung muss weg und da muss leider Cortison her.

    Nun erstmal Therapie gegen die Entzündung und dann weitere Schritte zur Abklärung. Für mich ist das völlig schlüssig!


    Wenn Du Dich bei diesem 3. AA wohl und gut aufgehoben gefühlt hast, versuche doch zu erreichen, dass Du immer zu ihm kannst. Vielleicht ist das ja möglich.


    Wenn das gelaufen ist, kann dieser Arzt vielleicht einen Arztbrief an Deinen Hausarzt schreiben und vielleicht um Abklärung bitten durch Blutentnahme?

    Beispiele für abzuklärende Blutwerte findest Du hier:


    Infektiologie Laborparameter - I-L - Glaukom-Forum.net

    Hast Du jetzt Tropfen ohne Konservierung?

    Das ist für eine jetzt für 12 Tage vorgesehene Therapie erstmal völlig irrelevant!

    Ich finde, daß solche Äußerungen nur Angst und Unsicherheit erzeugen und auch nicht gerechtfertigt sind. Das sollte besser unterbleiben und ist nicht hilfreich.
    Wenn man denn wirklich ein Glaukom hat, ist es oft so, daß Tropfen umgestellt oder durch andere Tropfen ergänzt werden. Bei Unverträglichkeit gegen Kombinationen ist es auch durchaus üblich, die Therapie noch mal neu aufzubauen und erst mal mit einem anderen Einzelwirkstoff neu zu beginnen.

    Das habe ich auch schon selbst erlebt.

    Die richtigen AT zu finden ist nicht einfach, das wissen wir alle hier! Und dass man leider nicht überall ernst genommen wird, ist leider auch eine Tatsache.


    Über die Therapie mit AT entscheidet zum Glück der behandelnde Arzt mit dem Patienten!

    Und zwar dann, wenn diagnostisch ein Glaukom vorliegt.



    Viele Grüße

    Sabine