27 und Glaukom - Vom Traum zum Albtraum

  • Hallo meine Lieben,

    mein Freund war heute beim Augenarzt. Wir ziehen gerade in eine größere Wohnung, adoptieren einen Hund, haben gerade gute Jobs gefunden und wollen bald heiraten. Heute bekam er dann die Horrornachricht er hat ein Glaukom. In einer Woche, am Dienstag, soll der Augendruck nochmals gemessen werden, einmal um 9:00 und einmal um 12.00.


    Wir wissen, dass er immer schon ein Risikopatient war und sind deswegen immer regelmäßig zum Augenarzt. Die letzte Untersuchung war vor einem halben Jahr. Augendruck lag bei 19-20. Gesichtsfeld war nicht eingeschränkt. Heute hatte er eine OCT wo rausgekommen ist dass der Sehnerv beschädigt ist ohne dass sich der Augendruck oder das Gesichtsfeld verschlechtert hatte. Perplex von der Nachricht ist er ohne weiter nachzufragen zu mir nach Hause gekommen und wir haben erstmal eine Runde geweint.


    Ich kann nicht aufhören mir Gedanken und mir Sorgen zu machen. Ich lese von Monotherapien, die Tropfen brennen, Lider schwellen an, Allergien treten auf, Depressionen...


    Er ist Programmierer und arbeitet am Bildschirm, wird er sich umorientieren müssen? Er liebt seinen Job. Er ist noch so jung und Glaukome treten normalerweise doch erst im Alter auf... heißt das dass er jetzt früher erblinden wird? Ich lese und lese und lese dass man es aufhalten kann - aber für mich liest sich das eher wie verlangsamen als stoppen. Die Augen werden natürlich im Alter immer schlechter, er ist jetzt schon stark kurzsichtig, aber setzt dieser natürliche Alterungsprozess der Augen nun früher ein durch das Glaukom?

    Wird er unsere Kinder mal sehen können?


    Ich bin verzweifelt, mein Leben liegt in Scherben vor mir. Wir sollen Fragen vorbereiten für unseren Termin in einer Woche, aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. :'C

  • Willkommen bei uns im Forum, Olivia.


    Ich verstehe, dass das erstmal ein Schock ist. Aber gut, dass die Probleme frühzeitig erkannt wurden und man etwas unternehmen kann, um Schäden zu verhindern bzw. zu minimieren. Drucksenkende Tropfen sind nicht angenehm, aber man kann damit leben. Und da wir hier ärztlich gut versorgt sind, kommt Erblindung durch Glaukom nur noch selten vor - wenn man sich an die Therapien hält.

    Nehmt mal Besen und Schaufel zur Hand, um die Scherben zusammenzukehren. Wir wissen alle noch zu gut, wie groß der erste Schock ist. Doch dann lernt man, mit dieser Krankheit umzugehen und zu leben. Ich glaube kaum, dass das Glaukom sich auf die berufliche Laufbahn deines Freundes auswirken wird.

    Freut euch auf die Hochzeit, über die Jobs und auf den Hund! :oD

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo Olivia,


    Dass Ihr geschockt seid, verstehe ich.


    Aber bevor Ihr Euch nun die großen Sorgen über die private und berufliche Zukunft macht, solltet ihr erstmal die Fakten sortieren und dann, wie Du richtig schreibst:


    Fragen vorbereiten für unseren Termin in einer Woche


    Wir wissen, dass er immer schon ein Risikopatient war und sind deswegen immer regelmäßig zum Augenarzt. Die letzte Untersuchung war vor einem halben Jahr. Augendruck lag bei 19-20. Gesichtsfeld war nicht eingeschränkt. Heute hatte er eine OCT wo rausgekommen ist dass der Sehnerv beschädigt ist ohne dass sich der Augendruck oder das Gesichtsfeld verschlechtert hatte. Perplex von der Nachricht ist er ohne weiter nachzufragen zu mir nach Hause gekommen und wir haben erstmal eine Runde geweint.

    Inwiefern ist denn Dein Freund "Risikopatient"?


    Gibt es eine familiäre Vorbelastung, andere Augenprobleme oder sonstige gesundheitlichen Baustellen, die das Risiko für Glaukom erhöhen?

    War das heute das erste OCT, das gemacht wurde, oder gab es vorher schon OCTs?


    Was hat denn der Arzt zu diesem OCT gesagt?


    Normalerweise ist diese Form der Bildgebung nämlich nur ein Teil der Diagnostik bzw. Verlaufskontrolle.


    Gab es denn bei dem Termin heute noch andere Hinweise auf eine Schädigung der Sehnerven; vor allem bei der augenärztlichen Untersuchung an der Spaltlampe.


    ich kann mir nämlich schwer vorstellen, dass der AA seine Diagnose allein auf diese OCT-Untersuchung stützt.


    Dein Freund hat, wie Du schreibst, nicht weiter nachgefragt; aber genau das wäre eine wichtige Frage für den nächsten Termin.


    Wurden denn die anderen, zur Diagnostik gehörenden Untersuchung gemacht:


    wurde die Hornhautdicke bestimmt, um den gemessenen Druck (falls nötig) zu korrigieren;

    wurde der Kammerwinkel angeschaut und im Zusammenhang damit: welche Glaukomform liegt vor?


    Falls das noch nicht geschehen ist, fragt beim nächsten Termin danach!


    Dass der AA nun zunächst ein Tagesdruckprofil macht, um Druckschwankungen feststellen zu können, ist absolut richtig.


    Aber wie gesagt, die zentrale Frage scheint mir zunächst einmal die nach der Diagnose und deren Begründung über dieses OCT hinaus.


    Am besten macht Euch für den nächsten Termin einen Zettel mit Stichpunkten.


    Super wäre es auch - das Einverständnis Deines Freundes vorausgesetzt - wenn Du ihn begleiten könntest - vier Ohren hören mehr als Zwei.


    Selbst wenn sich diese Diagnose erhärtet, dann ist das absolut kein Grund, den Rest des Lebens in Sack und Asche zu gehen.


    Mit Glaukom kann man leben, es gibt gute Therapiemöglichkeiten.


    Ich kann nicht aufhören mir Gedanken und mir Sorgen zu machen. Ich lese von Monotherapien, die Tropfen brennen, Lider schwellen an, Allergien treten auf, Depressionen...


    Nicht alles, was da geschrieben steht, passiert und vor allem nicht jedem! Die Patienten, die seit Jahren oder gar Jahrzehnten problemlos und erfolgreich tropfen und damit die Situation stabil halten, schreiben selten darüber!


    Und vor allem, bei Deinem Freund wurde die Krankheit früh entdeckt - das ist sehr wichtig, um genau das zu vermeiden, wovor ihr Angst habt!


    Also Kopf hoch und falls Ihr noch Fragen habt, meldet Euch einfach.


    LG


    Chanceline

  • Er ist Programmierer und arbeitet am Bildschirm, wird er sich umorientieren müssen? Er liebt seinen Job. Er ist noch so jung und Glaukome treten normalerweise doch erst im Alter auf... heißt das dass er jetzt früher erblinden wird?

    Hallo Olivia,


    1. So einfach/schnell wird man nicht blind mit Glaukom.

    2. Es gibt auch erfolgreiche blinde Programmierer/ITler.


    LG Mango

  • Hallo Olivia,


    aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du ( und das ist völlig verständlich) gerade überreagierst.


    Dein Freund hat noch keine Gesichtsfeldausfälle, das ist doch schonmal super. Und der Druck ist stabil ( sogar "nur" im oberen Normbereich - auch wenn das u.U. für ihn individuell zu hoch sein kann).


    Entscheidend ist der Verlauf; ein einmaliges OCT ohne weitere Informationen sagt wenig aus.


    Bei mir wurden bereits vor 30 Jahren "Schäden am Sehnerv" festgestellt und ein Glaukom diagnostiziert.

    In den letzten drei Jahrzehnten schwankte meine Diagnose stets zwischen "Okulärer Hypertension" und "Glaukom" und zurück.

    Ich habe getropft, ich habe fünf Jahre nicht getropft und nun tropfe ich wieder.

    Nach dreißig Jahren ist mein Sehen subjektiv immer noch piccobello.

    Ob eine zuletzt vermutete Gesichtsfeldverschlechterung tatsächlich real ist, wird sich noch zeigen.


    Warum schreibe ich dir das ? Weil ich dir aufzeigen will, dass die Diagnose ( und ich denke, dass die bei deinem Freund noch gar nicht zweifelsfrei feststeht) heute kein Weltuntergang mehr ist.

    Ich jedenfalls renne seit 30 Jahren mit dieser Diagnose rum und von merkbarer Seheinschränkung kann bis jetzt keine Rede sein.


    Wenn man tatsächlich ein Glaukom hat, dieses früh erkannt wurde und dann konsequent überwacht und behandelt wird, dann ist Erblindung in der Regel wirklich kein Thema mehr.


    Übrigens hatte ich in meiner "Karriere" schon vier verschiedene Präparate und alle habe ich super vertragen.

    Aktuell tropfe ich zwei Wirkstoffe (als Monopräparat) und habe NULL Probleme damit.


    Also: Kopf hoch! Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.


    Wenn ihr den ersten Schock überwunden habt, werdet ihr klarer sehen und dann auch die von Chanceline aufgeworfenen, wirklich wichtigen Fragen klären können.


    Plant euer Leben weiter, wie ihr es vorhattet. Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun.


    Herzliche Grüße, Tanja

    Einmal editiert, zuletzt von Tanjalein ()

  • Vielen vielen lieben Dank, ich bin wirklich unendlich dankbar für die aufbauende Worte und Erfahrungswerte von euch allen!

    Die Lage ist diese:

    • Vor 3 Jahren wurde meinem Freund von einer sehr kompetenten AA gesagt, er solle regelmäßig, am besten halbjährig zum AA gehen, da ein hypertropher Sehnerv festgestellt wurde & außerdem der Augendruck im oberen Normbereich lag. Ein OCT wurde gemacht.
    • Vor einem halben Jahr waren wir dann beim AA, dort wurde festegestellt, dass er eine relativ dicke Hornhaut hat und wir in einem halben Jahr wiederkommen sollen, das war dann gestern soweit.
    • Gestern wurde erneut ein OCT gemacht und es wurde festgestellt dass er innerhalb der letzten 18 Monaten 20% seiner Netzhautdicke "verloren hat".

    Wenn das stimmt, hat er ohne Behandlung nach der Rechnung in 6 Jahren keine Netzhaut mehr... und selbst wenn sich das "stark" reduziert, zB 5 mal langsamer, ist er mit Behandlung trotzdem in 30 Jahren blind, oder?


    Ich weiß, ich bin eine totale Schwarzmalerin, tut mir echt Leid.

  • Deine "Berechnungen" solltest du wirklich einem Augenarzt überlassen, Olivia.

    Du machst dich damit nur verrückt.


    Den Begriff "20% Reduzierung der Netzhautdicke" habe ich noch nie in dieser Form gehört.


    Wurde das gestrige OCT denn an dem gleichen Gerät gemacht wie das vor drei Jahren ? Und welches Ergebnis brachte das OCT vor 18 Monaten ? War da noch alles stabil ?

    Sorry, wenn ich so nachhake, aber mir kommt so vieles unplausibel vor.


    Wenn tatsächlich gestern so eine massive Verschlechterung festgestellt worden wäre, dann wäre eine Therapie eingeleitet worden und das ist ja, wie ich es verstehe, (noch) nicht der Fall, oder ?

    Ich glaube, dein Freund hat einfach vieles durch seinen Schock nicht richtig verstanden...

    Wäre es denn keine Option, sich noch einmal einen Termin bei dem AA zu holen und noch einmal genauer nachzufragen ?


    "Verlangsamen" beim Glaukomverlauf heißt übrigens nicht, dass man erst in 5 statt in 3 Jahren blind wird, sondern, dass man den Verlauf im besten Fall so weit verlangsamt, dass man Blindheit oder schwere Seheinbußen schlichtweg nicht mehr erlebt.


    Dass er eine dicke Hornhaut hat, ist übrigens insoweit gut, als man dann vom Augendruck etwas abziehen muss. Tatsächlich ist der Druck also womöglich niedriger als 19-20.

    Damit liegt der Druck zumindest mal im Normbereich.

  • Hallo Olivia,

    ich habe den Eindruck, daß Dein Freund nicht alles richtig verstanden hat und dass Du jetzt Informationen vom Hörensagen weitergibst.

    Das wird nicht sehr zu einer Klärung beitragen.


    Es ist ja noch nicht einmal klar, ob Dein Freund überhaupt ein Glaukom hat.

    Es sei vor 3 Jahren ein "hypertropher" Sehnerv festgestellt worden. So etwas gibt es meines Erachtens nicht.

    Vielleicht ein "hypothropher Sehnerv"??? Das wäre dann allerdings schon mal kein Glaukom.

    Damit wäre er hier im Forum nicht richtig.


    Überhaupt wäre es wichtig, daß Dein Freund selbst sich um eine Klärung bemüht, auch in Internetforen. Es geht dabei nicht nur um das Einholen von Informationen, sondern auch um die

    Auseinandersetzung mit der Krankheit und die Krankheitsbewältigung. Und das ist in erster Linie immer Sache des Betroffenen selbst. Du solltest ihm eine Stütze dabei sein, aber Du solltest Dich nicht kränker oder betroffener fühlen als er selbst..


    Ich verstehe auch nicht, warum für dich jetzt alles in Scherben liegt.

    Man darf mit Glaukom auch heiraten, auch arbeiten, auch einen Hund haben.

    Euer Problem dürfte nicht nur in der Krankheit Deines Freundes liegen.

    Ich wünsche Euch alles Gute.

    Gruß Malve

  • Wenn das stimmt, hat er ohne Behandlung nach der Rechnung in 6 Jahren keine Netzhaut mehr... und selbst wenn sich das "stark" reduziert, zB 5 mal langsamer, ist er mit Behandlung trotzdem in 30 Jahren blind, oder?

    Also dass sich die Netzhautdicke verringert kann ein frühes Zeichen für ein Glaukom sein, nach dem, was ich gelesen habe. (Wissen andere hier vermutlich besser.)

    Aber es ist nicht so als wäre dann irgendwann bald die Netzhaut einfach weg. Noch scheint der Sehnerv ja in Ordnung zu sein und den Druck kann man reduzieren.

    "Verlangsamen" beim [Glaukom]verlauf heißt übrigens nicht, dass man erst in 5 statt in 3 Jahren blind wird, sondern, dass man den Verlauf im besten Fall so weit verlangsamt, dass man Blindheit oder schwere Seheinbußen schlichtweg nicht mehr erlebt.

    So wurde mir das auch erklärt.


    Für euch wäre es jetzt vermutlich wichtig mal beim Arzt genau zu gucken, was da los ist.

    Wie hoch ist der Druck wirklich (wenn man die dicke Hornhaut mit einrechnet) und was kann man machen, damit es eben möglichst genauso gut bleibt wie es jetzt ist mit dem Sehnerv.


    Selbst wenn es schlechter werden würde, kann er damit dich und den Hund und auch einen Job in der IT haben.

    Ihr habt euch und euer Leben und jetzt ist die Zeit gemeinsam diese Situation zu verarbeiten.


    LG Mango

  • Hallo Olivia,


    Es ist ja noch nicht einmal klar, ob Dein Freund überhaupt ein Glaukom hat.

    Es sei vor 3 Jahren ein "hypertropher" Sehnerv festgestellt worden. So etwas gibt es meines Erachtens nicht.

    Vielleicht ein "hypothropher Sehnerv"???

    Genau das wollte ich auch gerade fragen:


    weder hyper- noch hypothropher Sehnerv sagen mir etwas.

    Ich kenne lediglich eine Sehnerv-Hypoplasie im Sinne eine angeborenen Unterentwicklung:


    Wikipedia: Sehnerv-Hypoplasie


    Gestern wurde erneut ein OCT gemacht und es wurde festgestellt dass er innerhalb der letzten 18 Monaten 20% seiner Netzhautdicke "verloren hat".

    Die Netzhautdicke, präziser: die Dicke der Nervenfasern, die über die Netzhaut ziehen, bevor sie am Sehnerv gebündelt das Auge verlassen, ist für die Glaukomdiagnostik zwar auch wichtig.


    Aber die Aussage er habe 20 % seiner "Netzhautdicke" verloren, verstehe ich so nicht; jedenfalls nicht als ein irgendwie eindeutiges Kriterium für das Vorliegens eines Glaukoms.


    Ich kann mich nur Malve und Tanjalein nur anschließen:


    Dein Freund braucht genauere Informationen nicht nur was die gestrige Diagnose "Glaukom" angeht, sondern vor allem was diese wie Du schreibst "Sehnervhypertrophie" betrifft.


    Solange da keine Klarheit herrscht, ist letztlich alles nur Spekulation.


    Und die hilft nicht weiter.


    Also, male bitte nicht jeden Teufel an jede sich bietende Wand.


    Besser Du versuchst, Deinen Freund dazu zu bringen, dass er beim AA klärt, was überhaupt Sache ist!


    LG


    Chanceline

  • Hallo Olivia,


    dass du noch im IT nach Informationen klickst, ist erfahrungsgemäß bald oft belastender als die Realität hergibt.


    Ihr müßt bitte auch berücksichtigen, daß sich in FOREN naturgemäß weit überwiegend user einfinden, die relevante Probleme haben. Da scheint es schnell so, als ob die ganze Welt nur voll in Richtung Sehstärkenverlust bis zur Blindheit marschiert. Das ist aber absolut nicht der Fall -.


    Keep cool :!:


    Senator

  • weder hyper- noch hypothropher Sehnerv sagen mir etwas.

    Ich kenne lediglich eine Sehnerv-Hypoplasie im Sinne eine angeborenen Unterentwicklung:

    Ich wollte hier mal ergänzen, persönlich habe ich ja eine Sehnervenhypoplasie.


    Bzgl. Augen habe ich als Fachausdrücke gefunden (Quelle: https://www.szb.ch/uploads/pic…ausdruecke_SZB_2015.pdf):


    Hypotropie - manifestes Abweichen (Schielen) eines Auges nach unten

    Hyperphorie/Hypertropie - zeitweises/manifestes Abweichen (Schielen) eines Auges nach oben

    Hypertrophie - übermässiges Wachstum


    Laut Lexikon ist Hypotrophie:

    die Schrumpfung einer Körperstruktur durch Zellverkleinerung bzw. Abnahme des Zellvolumens. I

    Das Gegenteil der Hypotrophie ist die Hypertrophie.


    Evtl. ist das, das hier gemeinte? In Bezug auf Sehnerv/Augen konnte ich dazu konkret allerdings auch nichts finden.

    da ein hypertropher Sehnerv festgestellt wurde

    Hier wäre es gut den Augenarzt mal zu fragen, welche Diagnose da genau vorliegt und ob nun ein übermäßiges Wachstum oder eine Schrumpfung vorliegt. Davon, dass ein Sehnerv übermäßig wachsen könnte habe ich noch nicht gehört, das wäre dann allerdings sehr sicher kein Glaukom.


    LG Mango

  • Hallo Mango,


    wusst ich doch, dass ich hier kürzlich über Sehnervenhypoplasie was gelesen hatte...


    Hatte nur nicht mehr auf dem Schirm, dass das ja in Deinem thread war.


    LG


    Chanceline

  • ch wollte hier mal ergänzen, persönlich habe ich ja eine Sehnervenhypoplasie.

    Hallo Mango,


    Medizinisch gesehen ist eine Hypoplasie die Unterentwicklung eines Organs

    und eine Hypotrophie eine intrauterine Mangelentwicklung (Quelle: Medizinisches Wörterbuch).

    Ich weiß, daß Du eine Sehnervenhypoplasie hast.

    Und das ist in deinem Fall auch der richtige Fachausdruck.


    Da von Olivia schon der Ausdruck Hypertrophie ins Spiel gebracht wurde, habe ich vermutet, daß bei ihrem Freund eher der Ausdruck Hypotrophie anstelle Hypoplasie benutzt wurde.

    Im Sprachgebrauch geht das manchmal etwas durcheinander.


    Entscheidend war mir die Abgrenzung des Glaukoms von anderen Sehnervenerkrankungen, da schon mal ein Verdacht in diese Richtung geäußert wurde.

    Gruß Malve

  • Medizinisch gesehen ist eine Hypoplasie die Unterentwicklung eines Organs

    und eine Hypotrophie eine intrauterine Mangelentwicklung

    Das in etwa schrieb ich oben ja auch.

    Chanceline brachte die Hypoplasie ins Spiel, daher fühlte ich mich angesprochen die Begriffe zu erläutern und eben abzugrenzen.


    LG Mango

  • Hallo Ihr Lieben!


    So einen Umgang hier sind wir nicht gewohnt und das soll bitte auch so bleiben! Ich habe aufgeräumt, konnte nicht schneller hier sein, da ich gestern 13 Stunden und heute 10 Stunden gearbeitet habe!


    Kurz zur Situation:
    Ja, es gab hier in der Vergangenheit wirklich Trolle, für die wir uns sehr engagiert haben und wir uns letzten Endes ziemlich veräppelt vorkamen.

    Das ist nicht schön und hinterlässt natürlich auch Misstrauen.


    Dennoch gilt hier erstmal, dass Jeder willkommen ist und dass Jeder hier auf Rat und Tipps hoffen darf. Und natürlich auch die Angst, die wir hier auch alle selbst kennen, äußern darf.



    Olivia:



    Ich weiß, ich bin eine totale Schwarzmalerin, tut mir echt Leid.

    Weißt Du, man muss aufpassen, dass man sich da nicht selbst in eine Spirale reinbefördert, in der man sich dann im Kreis dreht und den Ausgang verpasst. User, die sich in so eine Spirale reinbefördern, werden hier irgendwann dann tatsächlich gesperrt... und das aus reinem Schutz für den User!


    Informiere Dich, dann verstehst auch Du als Angehörige. Wichtig ist, dass Dein Freund sich informiert, um auch verstehen zu können, was eigentlich Sache ist.


    Ein Glaukom ist kein Todesurteil und man kann heute gut mit einem Glaukom leben! Man kann heiraten, einen Hund Gassi führen und auch sehend Kinder groß ziehen.


    Man hat selbst viel in der Hand, z. B. eine gute Compliance bei der Therapie, bei der Wahrnehmung der Termine und viele kleine Kleinigkeiten mehr.

    Den Kopf zitternd in den Sand zu stecken bringt nicht weiter, es knirscht nur zwischen den Zähnen. Man kann lernen mit einem Glaukom nahezu normal zu leben und sich nicht das Leben vom Glaukom bestimmen zu lassen.


    Macht Euch den Kopf frei, das hilft, um klare Gedanken fassen zu können.



    Viele Grüße

    Sabine

  • Hallo Olivia,


    auch wenn du hier nach deinen ersten beiden Beiträgen schon wochenlang nicht mehr reingeschaut hast, würde mich doch das Ergebnis eures Termins am 04.05. interessieren.


    Konnte eure Angst etwas relativiert werden (denn das ist meistens der Fall, je mehr Informationen man bekommt )... ?


    Viele Grüße, Tanja

  • Bis 21 mmHg ist doch aber Normbereich. Aber was die Bildschirmarbeit betrifft, gilt als zweifelsfrei bewiesen, dass LED-Strahlung (Monitore, Smartphones, TV, LED-Glühlampen...usw) die Augen schädigen. Ich habe, außer einem Laptop, an dem ich nicht ständig sitze, keines der genannten Dinge. Gibt es vielleicht mittlerweile spezielle Filter für Monitore ?

  • Bis 21 mmHg ist doch aber Normbereich.

    Hall Incanator,


    was möchtest Du denn damit sagen? :denk:

    Das bedeutet doch nicht, dass man nicht trotzdem ein Glaukom entwickeln kann.. oder verstehe ich Dich hier falsch?

  • Incantator, leider verbreitest du hier gerade eine Menge Fehlinformationen durch Unwissen (siehe auch Schüssler Salze etc.).


    Ich hatte nie einen erhöhten Druck, trotzdem aber ein Glaukom mit extremen Gesichtsfeldausfällen. Ich sehe nur noch knapp ein Drittel, gute zwei Drittel des Gesichtsfeldes sind weg, blind, für immer und ewig. Und das hatte nichts mit Bildschirmarbeit zu tun, so lange gibt's ja noch keine Computer. Ein Glaukom bekommt man nicht nur zu viel Arbeit am Monitor oder lesen unter der Bettdecke, das kann lediglich dazu führen, dass man eher eine Brille braucht.

    Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen, Trabekulotomie an beiden Augen (04/11 + 08/11), vor Katarakt-OP (11/21) stark kurzsichtig.

  • Hallo zusammen,


    irgendwie verirren sich immer wieder Diskussionen hierher!


    da denkt man immer "nun ist Olivia doch wieder aufgetaucht", und dann sowas :schulterzuck:


    LG


    Chanceline

  • Hallo Incantator!

    Bis 21 mmHg ist doch aber Normbereich. Aber was die Bildschirmarbeit betrifft, gilt als zweifelsfrei bewiesen, dass LED-Strahlung (Monitore, Smartphones, TV, LED-Glühlampen...usw) die Augen schädigen. Ich habe, außer einem Laptop, an dem ich nicht ständig sitze, keines der genannten Dinge. Gibt es vielleicht mittlerweile spezielle Filter für Monitore ?

    Was die LED-Lampen angeht, schließe ich mich an. Die sind nicht die gesündesten Leuchtmittel für unsere Augen.


    Was den Normbereich 21mmHg angeht... normal ist eben nicht gleich normal!
    Es gibt da feine Unterschiede und es gibt Leute, die mit normalem Augeninnendruck (AID) eben doch ein Glaukom haben. Und das ist dann genauso behandlungsbedürftig, wie ein Glaukom durch Hochdruck!


    Olivia:

    Auch von mir: Meld Dich einfach mal kurz, bitte.




    Viele Grüße

    Sabine